„BMW“ spielt Beethovens 9. Sinfonie in Vollendung Sportlimousine wird zum Kultobjekt

Bristol 400 Cembalo – 6 Zylinder im 4 Viertel Takt
Rennfahrerin Heidi Hetzer war begeistert

München, Berlin, Potsdam (ots) Selten bewegt ein Fahrzeug so viele Gefühle. Ein Classic Car wird zum Instrument. England „adaptierte“ das BMW Konzept nach dem 2. Weltkrieg. Es entstand die Sportlimousine Bristol 400 mit BMW 328 Motor, BMW 327 Karosse und BMW 326 Rahmen- modifiziert.

Heiko Saxo und Heidi Hetzr Bristol 400 Cembalo

Was ist aus dem „BMW Konzept“ geworden?- Eine musikalische Symbiose zwischen 2 Elementen. Heiko Saxo – der Autokünstler – ist selbst Komponist von 2 Sinfonien.

Auf der Suche nach einem neuen Motoren-Kunstobjekt wurde nahe Schloss Neuschwanstein auf einem Bauernhof im südöstlichen bayerischen Allgäu das Märchen wahr. In einer dunklen Lagerhalle staubbedeckt, erkannte Saxo die Konturen. Ein verschollen geglaubter Bristol 400 Baujahr 1947 wurde nach über 60 Jahren wieder entdeckt. Einer von nur 487 gebauten Exemplaren.

Heiko Saxo at work Bristol in 24k Gold

Nach Verhandlungen und dem Erwerb des besonderen Fundstücks zeichnete Heiko Saxo das Storyboard Bristol 400 (Foto). Beim Original wurde das Autodach abgetrennt und Interieur, Motor und Getriebe entnommen. Der Erfinder und Concept Creator Heiko Saxo verlieh dem Automobil eine Stimme- ein fast maßgeschneidertes Cembalo ebenfalls Baujahr 1947!

Bristol 400 Cembalo

Nach dem Einbau wurde das Dach wieder aufgesetzt, angeschweißt und das Kleid 24k vergoldet. Die Verwandlung der Nachkriegs-Sportlimousine zum Rolling Work of Art bewegte Saxo Beethovens Melodie in Klaviernoten von Meisterhand auf dem „Alltagsinstrument“ spielen zu lassen. Man öffne die Motorklappen und der Klang entfaltet sich einzigartig.“

Musik von Heiko Saxo gibt es unter: https://soundcloud.com/heiko-saxo/paradise-song

Informationen und Perspektiven für das Alter – Online-Magazin „dabei“ startet

Köln (ots) Einsamkeit älterer Menschen ist ein gesellschaftliches Problem, dem sich die Malteser bereits seit längerem stellen. Jetzt eröffnen sie mit dem Online-Magazin „dabei“ Perspektiven für ältere Menschen und deren Angehörige – mit Unterstützung vom Bund.

Ältere Dame schaut sich auf Tablet das Onlinemagazin dabei an.

„dabei“ ist ein Online-Magazin rund um die Themen des Lebens im Alter. Im Fokus des Magazins steht die Lebenswelt älterer Menschen. „dabei“ zeigt Tipps für eine aktive Gestaltung, Möglichkeiten der Unterstützung, liefert zudem Fakten und bringt auch typische Herausforderungen im Alter zur Sprache. Das Magazin für ein erfülltes Leben im Alter finden Interessierte im Netz unter: www.dabei-online.de

Einsamkeit im Alter – ein immer größeres Problem

Wie verletzlich ältere Menschen sind, hat die Corona-Pandemie offengelegt. Doch die physische Verletzbarkeit ist nur die eine Seite. Im Lockdown wird ein langfristig noch dringlicheres Problem offenbar: Immer mehr ältere Menschen haben kaum noch soziale Kontakte, weil die Familien weit verzweigt wohnen oder Freunde oder Bekannte nicht mehr leben. Vor allem die über 80-Jährigen haben dadurch ein deutlich höheres Risiko der Einsamkeit, insbesondere wenn Schicksalsschläge, Erkrankungen, Einschränkungen der Mobilität, Altersarmut oder ein Migrationshintergrund hinzukommen.

Dabei: Wissenswertes und Tipps für alle

„Wir wollen eine Plattform bieten, in der sich relevante Themen der Lebenswelt älterer Menschen wiederfinden. Wir informieren und geben Anregungen, um weiter ‚Dabei sein‘ zu können.“ sagt Sabrina Odijk, Leiterin des Sozialen Ehrenamts der Malteser. Der Titel des Magazins ist Programm. „Soziale Teilhabe, Informationen und Anregungen sind auch für ältere Menschen wichtig“, so Odijk. „Und jeder kann etwas dazu beitragen, der Einsamkeit gemeinschaftliches Erleben und Lebensfreude entgegenzusetzen.“

Wie das aussieht, zeigen nun regelmäßig neue Artikel des Online-Magazins „dabei“. Die inhaltliche Brandbreite erstreckt sich von kurzweiligen Einblicken wie „Videospiele für körperlich und geistige Fitness“ oder „Soziales Engagement für Rentner“, Sachinformationen zu „Pflege und Hilfe für Zuhause“ oder finanziellen Fragen. Die Summe der Beiträge eröffnet zahlreiche Perspektiven für ein erfülltes Leben im Alter. Die Beiträge im neuen Online-Magazin richten sich an ältere Menschen, an Angehörige und alle Interessierten, die sich mit dem drohenden gesellschaftlichen Problem der sozialen Isolation alter Menschen auseinandersetzen wollen.

Malteser sind erfahrene Begleiter alter Menschen

„dabei“ ist Teil eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt der Malteser: „Miteinander-Füreinander – Kontakt und Gemeinschaft im Alter“. Die Malteser haben jahrelange Erfahrung bei der Begleitung von Menschen, die sich einsam fühlen. Ziel dieses Projekts ist es, neue Wege zu finden, auf Seniorinnen und Senioren zuzugehen, Einsamkeit zu lindern oder vorzubeugen. Dazu entstehen deutschlandweit an mehr als 110 Standorten neue und innovative Angebote gegen Einsamkeit im Alter.

Zum Magazin: www.dabei-online.de

Internationale Buchmärkte 2020 mit gemischter Jahresbilanz

Baden-Baden (ots) Die internationalen Buchmärkte haben eine gemischte Jahresbilanz für das Corona-Jahr 2020 gezogen.

Dies ist das Ergebnis einer neun Länder umfassenden Sonderauswertung von GfK Entertainment, die auf Basis der physischen Verkaufsdaten aus den Handelspanels bzw. für Deutschland auf Basis des GfK Consumer Panels erstellt wurde. Nach den erheblichen Einbußen während des ersten Shutdowns konnten Händler die Defizite in den darauffolgenden Monaten deutlich reduzieren, sahen sich im wichtigen Weihnachtsgeschäft aber z. T. mit neuerlichen Ladenschließungen konfrontiert. Trotzdem belegen die Jahresdaten in Summe, dass das Kaufinteresse der Leserinnen und Leser auch in der Krise ungebrochen bleibt.

Jahresbilanz Internationaler Buchmarkt 2020

Umsätze zwischen minus 16,6 Prozent und plus 10,2 Prozent

Sehr positiv verlief die Umsatzkurve 2020 im belgischen Flandern (plus 10,2 Prozent) und in den Niederlanden (plus 7,2 Prozent). Auch Italien (plus 3,3 Prozent) und Spanien (plus 0,8 Prozent), die im Frühling besonders hart von der Pandemie betroffen waren, konnten aufs gesamte Jahr betrachtet Steigerungen vorweisen. Brasilien, das einzige nicht-europäische Land innerhalb der Auswertung, verzeichnete Zuwächse von 2,4 Prozent; die Schweiz landete bei plus/minus 0,0 Prozent. In Deutschland (minus 2,5 Prozent) und Frankreich (minus 2,1 Prozent), beide geprägt durch zwei Shutdowns binnen eines Jahres, standen hingegen Rückgänge zu Buche. Das belgische Wallonien (minus 1,8 Prozent) und Portugal (minus 16,6 Prozent) beklagten ebenfalls Verluste. In Portugal hatte sich bereits im Halbjahresrückblick ein hoher Umsatzrückgang abgezeichnet, der auch in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr aufgefangen werden konnte.

Durchschnittspreis steigt in acht von neun Ländern

Während die Absätze vielerorts – wie beispielsweise in den Niederlanden (minus 4,4 Prozent) – spürbar einbrachen, kletterte der Durchschnittspreis in sämtlichen der analysierten europäischen Märkte teilweise beträchtlich nach oben. So vermeldeten die drei wachstumsstärksten Regionen Flandern (plus 5,1 Prozent), Niederlande (plus 2,6 Prozent) und Italien (plus 3,7 Prozent) auch die größten Preissteigerungen im Ländervergleich. In Deutschland (plus 1,8 Prozent), der Schweiz (plus 2,2 Prozent) und Frankreich (plus 1,3 Prozent) wurden Bücher ebenfalls teurer. Allein Brasilien wies mit minus 1,8 Prozent einen Preisrückgang auf.

Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment: „Das gedruckte Buch hat seine herausragende Funktion als essentielles Kultur-, Unterhaltungs- und Wirtschaftsgut auch im Krisenjahr 2020 unter Beweis gestellt. Erweiterte Service-Angebote des stationären Handels wie die kontaktlose Abholung bestellter Bücher, Fahrrad-Lieferdienste oder der Ausbau des eigenen Online-Geschäfts zeigen die Kreativität der Branche und konnten die Kundenbindung trotz räumlicher Distanz so festigen und dem Umsatzschwund zumindest ein Stück weit entgegenwirken. Intensiv genutzte Verkaufsperioden zwischen den Shutdowns, höhere Durchschnittspreise sowie Anstiege beim E-Commerce und den digitalen Formaten setzten inmitten eines äußerst schwierigen Marktumfeldes weitere positive Akzente.“

Belletristik mit Zuwächsen von über fünf Prozent

Die Belletristik gehörte 2020 zu den beliebtesten Genres und schlug sich in der Mehrzahl der untersuchten Länder überdurchschnittlich gut. So übersprangen die Zuwächse in Brasilien, Flandern, Italien, den Niederlanden und Spanien allesamt die Fünf-Prozent-Marke; auch in Frankreich (plus 1,8 Prozent) und Deutschland (minus 0,8 Prozent) lagen die Werte über dem Landesniveau. In den Top 5 der Belletristik-Jahrescharts punkteten Joel Dickers Dreiecksgeschichte „Das Geheimnis von Zimmer 622“ (Frankreich, Italien, Spanien) und Valérie Perrins Roman „Unter den hundertjährigen Linden“ (Italien, Frankreich, Wallonien), die jeweils in drei Ländern vertreten waren.

Sachbuch vielerorts rückläufig

Ex-US-Präsident Barack Obama erzielte mit seinem Erinnerungsband „Ein verheißenes Land“ in der Schweiz und Wallonien das meistverkaufte Buch, in Deutschland und Frankreich das erfolgreichste Sachbuch sowie in Portugal eine Top 5-Position im Sachbuch-Segment. Dieses schnitt insgesamt weniger stark ab als die Belletristik und beendete das Jahr zum Beispiel in Deutschland (minus 2,5 Prozent) und Frankreich (minus 8,4 Prozent) mit Verlusten. Licht und Schatten gab es beim Blick auf die weiteren Segmente: Während Kinder- und Jugendbücher mit Ausnahme von Portugal durchweg an Umsatz hinzugewannen, reichten die Rückgänge im immens beeinträchtigten Reisebuchbereich von 22,8 Prozent (Deutschland) bis 73,2 Prozent (Portugal).

Positive Entwicklungen beim E-Book

Der Absatzweg E-Book wurde gesondert betrachtet und entwickelte sich im Corona-Jahr 2020 positiv. In Spanien, wo die Mehrwertsteuer auf digitale Bücher und E-Publikationen von 21 auf vier Prozent gesenkt wurde, konnten E-Books beispielsweise um 78,2 Prozent zulegen. Der digitale Buchmarkt Frankreichs wuchs um 26 Prozent, während E-Books in Deutschland (plus 16,2 Prozent), Flandern (plus 16,5 Prozent) und den Niederlanden (plus 12,7 Prozent) ebenfalls mehr Umsatz generierten.

Web: gfk.com