Wildnis-Workshops und mehr im Harz

Online-Tagung am 12. und 13. April 2021

Die Hochschule Magdeburg-Stendal veranstaltet am 12. und 13. April gemeinsam mit dem Jungen Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. und dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Magdeburg eine Online-Tagung. Interessierte können an insgesamt 21 Workshops zu einem breiten Spektrum an Themen teilnehmen – diese reichen über Digitalisierung bis zur Wildnisbildung.

Mit dabei sind auch zwei spannende Wildnisworkshops u.a. mit Experten aus dem Nationalpark Harz. Mehr Infos und Hinweise zur Anmeldung gibt es auf https://wildnisindeutschland.de/12-13-04-2021-online-wildnis-workshops.

ADAC Luftrettung trainiert Windenrettung in Friesland

Flugmanöver zur Rettung aus Lebensgefahr vom 12. bis 23. April 2021
Spezialeinsätze auf offener See, am Außenhafen Hooksiel und am Hooksmeer

Spezialeinsätze der Crew von „Christoph 26“ auf offener See, am Außenhafen Hooksiel und am Hooksmeer: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung trainiert in Friesland zwölf Tage lang die hochanspruchsvolle Windenrettung.

München (ots) Rettung aus Lebensgefahr in schwer erreichbarem Gelände: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung trainiert vom 12. bis 23. April 2021 das Bergen mit der Rettungswinde im Raum Wangerland. Auf dem Programm des von der Luftrettungsstation Sanderbusch organisierten Trainings stehen Einsatzszenarien auf offener See, an der Einfahrt des Außenhafens Hooksiel, am Radarturm Hooksielplate und im Wald am Hooksmeer. Der in Sanderbusch stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 26“ bleibt während des zwölftägigen Trainings voll einsatzfähig. Die Flugmanöver werden mit einem zusätzlichen Helikopter geflogen.

Spezialeinsätze der Crew von „Christoph 26“ auf offener See, am Außenhafen Hooksiel und am Hooksmeer

Die Übungseinsätze finden unter der Woche von 9 bis 16 Uhr statt. In den ersten Tagen sind nur vereinzelte Trainingsflüge mit der 90 Meter langen Rettungswinde für medizinische Rettungskräfte in Ausbildung in der Nähe der Luftrettungsstation Sanderbusch geplant. Ab 16. April trainieren die ADAC Luftretter täglich eingeteilt in zwei Teams bestehend aus Notarzt, Notfallsanitäter (Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services, kurz TC HEMS) und Windenoperator (Technical Crew Member Helicopter Hoist Operator, TC HHO) vier verschiedene Rettungswindeneinsätze. Ausgangspunkt ist der Außenhafen Hooksiel, wo mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes zwei Zelte für die Einsatzkräfte aufgestellt werden.

Spezialeinsätze der Crew von „Christoph 26“ auf offener See, am Außenhafen Hooksiel und am Hooksmeer:

„Um bestens auf die hochanspruchsvollen Windenrettungseinsätze vorbereitet zu sein, trainieren wir zweimal im Jahr. Jedes Besatzungsmitglied ist bei mindestens einem Termin dabei“, erklärt Stationspilot Johannes Faulstich, der das Programm koordiniert. „Wir danken den Anwohnern schon jetzt für ihre Umsicht und ihr Verständnis und den regionalen Rettungsorganisationen für ihre kollegiale Unterstützung.“

Die ADAC Luftrettung weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesem Training um keine öffentliche Veranstaltung handelt. Das Übungsgebiet sollte daher weiträumig gemieden werden und Passanten einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern zum Hubschrauber und den Rettungskräften einhalten. Das Coronavirus erschwert auch dieses Jahr die Trainingsbedingungen. Da der Infektionsschutz bei der ADAC Luftrettung allergrößte Priorität hat, finden die Einsätze unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Dazu gehören unter anderem tägliche Tests, Maskenpflicht und eine reduzierte Teilnehmerzahl.

Für die Windenrettung vom Schiff auf offener See ist täglich mindestens ein Schiff der Wasserschutzpolizei Niedersachsen oder des Bundes vor Ort. Bei der Bergung mit Rettungswinde muss der Pilot exakt vom TC HHO angewiesen werden, um den Hubschrauber so zu steuern, dass Notarzt und TC HEMS schnell „abgewincht“, also mit der Winde zum Deck hinuntergelassen werden können. Dort üben sie die Erstversorgung an einer Rettungspuppe und bereiten das Aufwinchen und den Abtransport vor.

An der Einfahrt zum Außenhafen Hooksiel trainieren die Crews Windenrettungen von der schmalen, unebenen Mole. Diese Fertigkeiten benötigen sie etwa für die Rettung von verletzten Wattwanderern. Bergen aus unübersichtlichem Gelände steht im Wald am Hooksmeer auf dem Plan. Durch die dichten Baumkronen erkennen die Retter kaum, wo sich der Verunglückte, beispielsweise ein Waldarbeiter nach einem Arbeitsunfall, befindet. Auch hier muss der TC HHO den Piloten exakt dirigieren, damit die Windenbergung schnell und sicher erfolgen kann. Am Radarturm Hooksielplate üben die Luftretter ein Winden-Bergemanöver wie an einem Hafenkran, auf dem sich ein Verletzter befindet: Abwinchen, Anamnese, Erstversorgung, Aufwinchen und Abtransport.

Am letzten Tag steht für die TC HEMS und TC HHO das Übungsszenario Wasserrettung auf dem Programm. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt freiwillige Schwimmer, die abgetriebene Personen im Wasser mimen. Motorboote von der DLRG und dem Technischen Hilfswerk (THW) transportieren die Schwimmer und sichern vom Wasser aus, bis sie vom Luftretter an der Hubschrauberwinde aus dem Meer geborgen werden.

Die Luftrettungsstation am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch wird seit 1983 von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung geleitet. 20 Notärzte vom Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch und dem Bundeswehrkrankenhaus Westerstede, sieben Piloten, drei Co-Piloten, zehn TC HEMS und drei TC HHO rücken von dort mit dem ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 26“ aus. Als einzige Station in der Region sind die Crews 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Dank spezieller Ausbildung und Nachtsichtgeräten, sogenannten Night-Vision-Imaging-Systemen (NVIS), übernehmen sie auch die sehr anspruchsvollen Rettungseinsätze in der Dunkelheit.

„Christoph 26“ ist seit 2003 mit einer Rettungswinde ausgestattet, um Menschen auch dort zu retten, wo ein Rettungswagen schlecht hinkommt. Dazu zählen Wasser, Watt, Wald, Industrieanlagen, Containerbrücken oder Kräne – also allgemein schwer zugängliches Gelände. Insgesamt rückten die fliegenden Gelben Engel aus Sanderbusch im Jahr 2020 zu 1.269 Einsätzen aus. Diese erfolgten beispielsweise in den Landkreisen Leer (155 Einsätze), Aurich (317), Wittmund (162) und Emden (11) sowie auf den Nordseeinseln Baltrum (31), Borkum (89), Juist (88), Norderney (101), Langeoog (91), Spiekeroog (38) und Wangerooge (125).

Am 29. Mai 2021 lädt die Station zu einem virtuellen Tag der offenen Tür ein. Bei diesem bekommen die Besucher filmische Einblicke in den Stationsalltag, können zu einem Einsatz fliegen und „Christoph 26“ sowie die Crew besser kennenlernen – mit pandemiesicherem Abstand und von jedem beliebigen Ort aus. Um künftig eine noch bessere Versorgungsqualität sicherzustellen, wird die ADAC Luftrettungsstation Sanderbusch demnächst umfassend modernisiert. Im Mai 2021 macht die Station Platz für die Bagger und zieht vorübergehend bis etwa Sommer 2022 auf den Flugplatz Mariensiel. Der Rettungsbetrieb läuft nahtlos weiter.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Web: adac.de

ZDF zeigt die Dokumentation „Wir Deutschen und die USA“

Mainz (ots) Seit Joe Biden Präsident der USA ist, besteht die Hoffnung, dass sich das deutsch-amerikanische Verhältnis wieder erholt. Die „ZDFzeit“-Dokumentation „Wir Deutschen und die USA“ am Dienstag, 13. April 2021, 20.15 Uhr, schaut aus heutiger Perspektive auf die Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Autoren Stefan Gierer und Stefan Brauburger liefern eine Bestandsaufnahme zu Beginn der Präsidentschaft Bidens.

Wehende Nationalflaggen von den USA und Deutschland.

Schwankungen in den gegenseitigen Interessen und Erwartungen gab es immer wieder im Verhältnis der Deutschen zu den USA. Dies lehrt der Blick auf die wichtigsten Wegmarken der gemeinsamen Geschichte: auf Marshallplan und Luftbrücke, als aus ehemaligen Gegnern Partner im Zeichen der Freiheit werden, auf die Höhepunkte des Kalten Krieges, als die uneingeschränkte nukleare Sicherheitsgarantie der USA in Westdeutschland für Vertrauen sorgt, aber auch auf die Zeit des Vietnamkriegs und der Nachrüstung, als in der Bundesrepublik Widerstand gegen die USA spürbar wird. In der Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands erweisen sich die USA als wichtiger Unterstützer zum großen Staatsziel. In den Anti-Terrorkriegen nach dem 11. September kühlte das Verhältnis ab, uneingeschränkte Solidarität weicht Ablehnung – etwa einer deutschen Beteiligung am Irak-Krieg. Die zurückliegenden Jahre schwanken zwischen Obama-Romantik und Trump-Frustration. Wo werden sich die Stimmungen und Interessenlagen unter Biden einpendeln?

Expertinnen und Experten – darunter Historiker Rolf Steiniger, Harvard-Politologin Cathryn Clüver Ashbrook, Politikberater Peter Rough und die ehemaligen Außenminister Joschka Fischer und Sigmar Gabriel – blicken zurück und nach vorne.

Web: ZDF.de

Hommage an Prinz Philip: ARTE zeigt „Prinzgemahle – Im Schatten der Krone“

Strasbourg (ots) Mehr als 70 Jahre lang stand er an der Seite der britischen Königin Elisabeth II. und wohl berühmtesten Frau der Welt: Prinz Philip. Dabei war er selbst Legende, nicht nur dank seiner flotten Sprüche.

Hommage an Prinz Philip, Duke of Edinburgh

Gegen innere und äußere Widerstände ist es ihm gelungen, zur Integrationsfigur des britischen Königreichs und zu einer Ikone der Gegenwart zu werden. Nun ist der Prinzgemahl im Alter von 99 Jahren gestorben. In Erinnerung an den Duke of Edinburgh ändert ARTE kurzfristig sein Programm und zeigt am morgigen Samstagabend, den 10. April, um 21.45 Uhr die Dokumentation „Prinzgemahle – Im Schatten der Krone“. Bereits ab sofort steht die Dokumentation in der ARTE-Mediathek und auf ARTEs YouTube-Kanal zur Verfügung. Samstag, 10. April, um 21.45 Uhr Prinzgemahle – Im Schatten der Krone Dokumentation von Julia Melchior ZDF/ARTE, Broadview TV GmbH Deutschland, Großbritannien, Niederlande 2020, 52 Min. Erstausstrahlung Online in der ARTE-Mediathek vom 9. April 2021 bis zum 30. Mai 2024

Web: https://www.arte.tv

Bundespolizeidirektion München: Zahlreiche Haftbefehle: Geld- und Freiheitsstrafen

Bundespolizei verhaftet immer wieder Personen bei Grenzkontrollen

Rosenheim / Traunstein (ots) Annähernd täglich findet die Bundespolizei im Grenzabschnitt zwischen Tirol und Oberbayern Personen, die von Justizbehörden gesucht werden. So haben Rosenheimer Bundespolizisten in den vergangenen Tagen (5. – 7. April) gleich mehrere Personen im Rahmen der Grenzkontrollen verhaftet.

Die Rosenheimer Bundespolizei findet bei Grenzkontrollen regelmäßig Personen, die mit Haftbefehlen gesucht werden.

Die Reise eines Maliers, der mit einem Regionalzug in Richtung München unterwegs war, fand kurz vor Rosenheim ein vorzeitiges Ende. Die Beamten stellten bei der Überprüfung seiner Personalien fest, dass gegen den in Hamburg gemeldeten Mann ein Untersuchungshaftbefehl vorliegt. Demzufolge besteht sogar Fluchtgefahr. Der polizeibekannte 21-Jährige ist wegen gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln dringend tatverdächtig. Er wurde auf Anordnung des Rosenheimer Amtsgerichts hin die die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.

Ins Traunsteiner Gefängnis brachte die Bundespolizei auch einen 25-Jährigen. Dieser war Mitfahrer eines Fahrzeugs mit italienischen Kennzeichen. Bei der Einreisekontrolle auf der A93 nahe Kiefersfelden gab er an, seine Papiere in Italien vergessen zu haben. Die Beamten konnten seine Identität jedoch mithilfe der Fingerabdrücke zweifelsfrei belegen. Es handelt sich um einen Rumänen, gegen den ein Haftbefehl des Amtsgerichts Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) vorlag. Im Jahr 2013 war er wegen Betrugs und gewerbsmäßigen Diebstahls zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nachdem er einen Teil seiner Jugendstrafe verbüßt hatte, war er entlassen worden. Dabei wurde ihm zur Auflage gemacht, dass er aus Deutschland auszureisen habe. Sollte er zurückkommen, würde er auch noch über die Dauer der die restlichen 226 Tage inhaftiert werden. Mit seiner Rückkehr wurde die Restfreiheitsstrafe fällig.

Zuvor verhafteten die Bundespolizisten einen Polen. Der 52-Jährige fuhr mit einem Regionalzug von Kufstein nach Rosenheim. Eine Fahrkarte hatte er nicht gekauft. Die Beamten fanden mithilfe des Polizeicomputers schnell heraus, dass er bereits 2019 wegen Leistungserschleichung verurteilt worden war. Da er die vom Amtsgericht Hannover festgesetzte Geldstrafe in Höhe von 480 Euro nicht zahlen konnte, musste er in Traunstein ersatzweise einen 40-tägigen Gefängnisaufenthalt antreten. Anschließend wird er sich voraussichtlich gleich wieder wegen des Vorwurfs der Leistungserschleichung zu verantworten haben.

Einem 38-Jährigen blieb der Gang ins Gefängnis hingegen erspart. Der Rumäne wurde von der Rosenheimer Bundespolizei als Beifahrer eines in Deutschland zugelassenen Wagens auf der A93 an der Rastanlage Inntal-Ost kontrolliert. Gegen ihn lagen zwei Strafbefehle der Amtsgerichte Weilheim und Landshut vor – jeweils wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die festgesetzten Geldstrafen beliefen sich auf insgesamt 1.600 Euro. Der im Landkreis Landshut gemeldete Mann war in der Lage, die geforderte Summe zu zahlen. Daher wurde ihm die Weiterreise gestattet.

Zahlen konnte auch ein 29-jähriger Fahrzeugführer, der ebenfalls aus Rumänien stammt. Gegen ihn hatte das Amtsgericht Memmingen wegen Diebstahls eine Geldstrafe in Höhe von 450 Euro verhängt. Nachdem er den geforderten Betrag entrichtet hatte, ließen ihn die Bundespolizisten von der Kontrollstelle auf der Inntalautobahn in Richtung Rosenheim weiterfahren.

Dagegen konnte ein Bosnier seine Justizschulden nicht vollständig begleichen. Der 36-Jährige schuldet dem Freistaat Sachsen über 350.000 Euro. Dabei handelt es sich um den Wertersatz, den es auf der Grundlage eines rechtskräftigen Landgerichtsurteils aus dem Jahr 2018 als Nebenfolge zu pfänden gilt. Der Pkw-Fahrer wurde von der Bundespolizei auf der A8 an der Anschlussstelle Rosenheim West gestoppt. Er führte knapp 2.400 Euro mit. Die Beamten nahmen ihm bis auf 100 Euro für die Heimfahrt nach Berlin sein gesamtes Bargeld ab.

Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte
Kontaktadresse, unter www.twitter.com/bpol_by oder
www.bundespolizei.de.