Neuer Youtube-Kanal von Motor Presse TV: „Garagengold“ nimmt Fahrt auf

Stuttgart (ots) Ab sofort glänzt „Garagengold“ in einem neuen Youtube-Channel, zunächst zwei Mal wöchentlich dienstags und donnerstags jeweils mit einer neuen Folge. In den kurzen Videos fokussiert der Kanal dabei die schönsten und faszinierendsten Auto-Modelle vergangener Jahrzehnte.

Garagengold / Motor Presse TV / Motor Presse Stuttgart

Es geht um Geschichten über Autos der vielleicht besten Epoche des Autobaus. Früher war zwar nicht alles besser, aber mindestens schöner. Die Goldstücke dieser Ära, ihre Besitzer und ihre Geschichten prägen den Charakter von „Garagengold“. Die große Bandbreite der Themen reicht vom einfachen Schrauber über die feine Sammler-Garage bis hin zur Rennstrecken-Action. Egal ob Renault 5 Turbo, Aston Martin DB5, VW Bus und Transporter oder Porsche 911 Carrera RSR in Jägermeister-Lackierung – zu diesen Autos und noch vielen mehr erzählen die Besitzer, was sie bewegt; und vor allem wie. Mit dabei sind auch immer wieder Auto-Experten wie der AUTO-MOTOR-UND-SPORT-Chefreporter und TV-Moderator Alexander Bloch oder US-Sammler Magnus Walker.

In der ersten Folge steht Robert Redlich im Mittelpunkt. Der „Steelhunter“ besitzt sechs Autos und gut 30 Motorräder. Aber keines seiner Fahrzeuge sieht aus wie man sich das Exponat einer Oldtimer-Sammlung vorstellt. Denn alle dürfen zeigen, dass sie „gelebt“ haben. Was für manche Schrott ist, ist für Robert Redlich gerade gut genug. Eines seiner Autos ist eine 1958er VW T1 Pritsche, die wiederbelebt werden soll. Ob das gut geht und was dafür getan werden muss? Die Antworten gibts jetzt im neuen Youtube-Kanal.

Produziert wird „Garagengold“ von der Motor-Presse-Stuttgart-Tochter Motor Presse TV, die in der Fernseh-Stadt Köln unter anderem ebenfalls den YouTube-Auftritt von AUTO MOTOR UND SPORT sowie den Pay-TV-Kanal AUTO MOTOR UND SPORT CHANNEL verantwortet und als Produktionsfirma rund ums Thema Automobil Bewegtbild-Inhalte schafft.

Die MOTOR PRESSE STUTTGART (www.motorpresse.de) ist eines der führenden Special-Interest-Medienhäuser international und mit Lizenzausgaben und Syndikationen in 20 Ländern rund um die Welt verlegerisch aktiv. Die Gruppe publiziert rund 80 Zeitschriften, darunter AUTO MOTOR UND SPORT, MOTORRAD, MEN’S HEALTH, MOUNTAINBIKE und viele, auch digitale, Special Interest Medien in den Themenfeldern Auto, Motorrad, Luft- und Raumfahrt, Lifestyle, Sport und Freizeit. Alleininhaber der MOTOR PRESSE STUTTGART sind die Gründerfamilien Pietsch und Scholten zusammen mit Herrn Dr. Hermann Dietrich-Troeltsch.

Der Traum vom Fliegen: Die DRF Luftrettung startet Ausbildungsprogramm für Berufshubschrauber pilot*innen

Filderstadt (ots) Künftig bildet die DRF Luftrettung Berufshubschrauberpilot*innen aus. Im Jahr 2022 startet die erste „integrierte Ausbildung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in CPL (H) mit ATPL Theorie“. Dabei können erstmals Flugschüler*innen von der geballten Expertise der Luftrettungsorganisation mit ihrer über 45-jährigen Erfahrung in der HEMS-Operation und hochqualifizierten eigenen Fluglehrer*innen profitieren.

Ab 2022 geht die DRF Luftrettung mit ihrem Ausbildungsangebot zum/zur Berufshubschrauberpilot*in an den Start.

Die Akademie der DRF Luftrettung erweitert ihr Portfolio: Voraussichtlich können sich bereits ab dem kommenden Jahr die ersten Flugschüler*innen bei der DRF Luftrettung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in ausbilden lassen. Noch laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die Lehrinhalte und Bewerbungsmodalitäten werden präzisiert sowie die nötigen Abstimmungen mit den Behörden vorgenommen. Die knapp zweijährige Ausbildung soll in der Akademie der DRF Luftrettung in Bühl und am Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stattfinden. So werden die Teilnehmer*innen zusätzlich zu den regulären Schulungsinhalten auch von den praktischen Einblicken in die vielfältigen Bereiche der Luftrettungsorganisation profitieren, z.B. in Seminaren mit den Fachbereichen Technik und Medizin der DRF Luftrettung.

„Seit Jahren besteht ein stetig hoher Bedarf an Hubschrauberpilot*innen. Daher möchten wir uns am Markt mit einem qualitativ hochwertigen Ausbildungsprogramm positionieren und zugleich unseren eigenen Pilot*innennachwuchs rekrutieren. Außerdem ist es als eine der größten europäischen Luftrettungsorganisationen unser Ziel, unsere Expertise an Dritte weiterzugeben und einen weiteren Beitrag für die Sicherheit in der Luftfahrt zu leisten. Es besteht auch die Möglichkeit, das Ausbildungsangebot zu erweitern und andere Luftrettungsorganisationen, Polizeibehörden und Privatkunden anzusprechen“, erklärt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.

Die angehenden Pilot*innen lernen die wesentlichen Grundkenntnisse auf einem speziellen Ausbildungshubschrauber. Bei diesen Flügen und in ihrem gesamten Ausbildungsprozess werden sie von Fluglehrer*innen mit großer Erfahrung angeleitet und begleitet. Darunter befinden sich auch Pilot*innen von Luftrettungsstationen, deren großes fliegerisches Know-how aus vielen Jahren im Einsatz der DRF Luftrettung stammt. Ihr Erfahrungsschatz reicht von Nachtflügen und Windenrettungen über Starts und Landungen in dicht bebautem Gebiet bis hin zu Einsätzen in unwegsamem sowie alpinem Gelände. Bereits seit 2004 bietet die DRF Luftretttung innerhalb ihrer „Approved Training Organisation“ Lehrgänge zum Erwerb von Muster-, Lehr- und Instrumentenflugberechtigungen für verschiedene Hubschraubertypen an.

Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss sind die Teilnehmer*innen nicht nur berechtigt, sondern optimal vorbereitet, um ihre Karriere als Berufspilot*in zu starten. Wer sich anschließend weitere Qualifikationen und Erfahrungen aneignet, könnte auch bei der DRF Luftrettung als Pilot*in dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Erste Informationen zur Ausbildung und die Möglichkeit, sich in eine Mailing-Liste einzutragen, erhalten Interessierte unter: https://www.drf-luftrettung.de/de/pilotenausbildung

Über die DRF Luftrettung

Die DRF-Gruppe mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Insgesamt leistete die Gruppe 39.971 Einsätze im Jahr 2020. An 14 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an acht Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz.

Zur DRF-Gruppe gehören seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern Helicopter GmbH, die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patient*innen aus dem Ausland zurück.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Hamburg (ots) Kinder und Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können sich ab sofort online anmelden

Unter dem Motto „Zufällig genial?“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, in der Wettbewerbsrunde 2022 spannende und innovative Forschungsprojekte zu präsentieren.

Jugend forscht Plakat 2022 / Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Jugend forscht ermutigt alle Jungforscherinnen und Jungforscher, sich der Herausforderung zu stellen, zu forschen und zu experimentieren, zu tüfteln und zu erfinden – und dem Zufall Raum zu geben. Für alle interessierten Kinder und Jugendlichen gilt: Wenn Du mitmachen willst, musst Du kein zweiter Thomas Edison sein, aber mit Neugier, Kreativität und auch Beharrlichkeit Dein Ziel verfolgen. Und vielleicht entsteht dabei ganz zufällig ein genialer Gedanke oder eine bahnbrechende Idee. Also, worauf wartest Du? Melde Dich an bei Jugend forscht 2022!

Am Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Stichtag für diese Vorgaben ist der 31. Dezember 2021. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Die Anmeldung für die neue Runde ist bis 30. November 2021 möglich. Bei Jugend forscht gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass sich die Fragestellung einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet sind zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts ausreichend. Im Januar 2022 müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2022. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

„Nach der erfolgreichen Online-Durchführung der 56. Runde von Jugend forscht/Schüler experimentieren freuen wir uns bereits heute auf die im kommenden Jahr hoffentlich im ganzen Bundesgebiet wieder in Präsenz stattfindenden Wettbewerbsveranstaltungen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Denn zur DNA unseres Wettbewerbs gehören sowohl die Präsentation der Forschungsprojekte live vor Ort als auch der direkte persönliche Austausch der Teilnehmenden untereinander wie auch mit Expertinnen und Experten sowie der interessierten Öffentlichkeit.“

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung sowie weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de.

Vorstellung des neuen Biotech-Reports 2021: Innovationsmotor medizinische Biotechnologie in Deutschland

Berlin (ots) Marktanteil von Biopharmazeutika erreicht Spitzenwert – Beschäftigtenzahl wächst auf Rekord – Wettbewerb der Produktionsstandorte bleibt hart

Biopharmazeutika, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung, setzten 2020 neue Bestmarken im deutschen Markt: mit einem Umsatz von 14,6 Mrd. Euro (2019: 12,8 Mrd. Euro) und einem Marktanteil von 30,8 % (2019: 29,0 %). Die Belegschaften der Biopharmazeutika-Hersteller wuchsen um 5,4 % auf 44.600 Mitarbeitende. Dies sind Ergebnisse des heute veröffentlichten Branchenreports „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2021“ von der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag von vfa bio.

„Deutschland kann sich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten. Das zeigte sich im Pandemiejahr 2020 auf beeindruckende Weise bei der mRNA-Technologie und gilt auch insgesamt für die medizinische Biotechnologie“, kommentiert Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der Rentschler Biopharma SE.

Vorstellung des Biotech-Reports 2021 von vfa bio und Boston Consulting Group (BCG) am 29.06.2021 in Berlin. V.l.n.r.: Jens Machemehl (vfa Kommunikation), Dr. Jürgen Lücke (Senior Partner BCG, Studienautor), Dr. Sabine Sydow (Leiterin vfa bio) und Dr. Frank Mathias (Vorsitzender von vfa bio und CEO von Rentschler Biopharma).

„Bei der Produktion von Biopharmazeutika hat der Standort Deutschland einen wichtigen Anteil“, so Dr. Mathias weiter. „Von dieser Vielfalt und Stärke lebt die medizinische Biotechnologie in Deutschland – zum Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie für den Wirtschaftsstandort. Wir haben in Deutschland hervorragende Forschungseinrichtungen, hoch innovativ arbeitende Firmen, herausragende Unternehmerpersönlichkeiten unphard viele glänzend ausgebildete Fachkräfte. Davon brauchen wir aber noch mehr.“

Hoffnungsträger Antikörper

Vertieft geht der aktuelle Biotech-Report auf rekombinante Antikörper ein. Das sind biotechnologisch hergestellte Antikörper nach dem Vorbild der Natur oder auch ganz neue, so in der Natur nicht vorkommende Varianten. Sie ermöglichen wichtige innovative Therapien für Erkrankungen, die bisher nur unzureichend oder gar nicht behandelt werden können.

Ende 2020 waren bereits 82 Vertreter dieser Wirkstoffklasse in Deutschland zugelassen, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Mit 32 % aller zugelassenen Biopharmazeutika bilden Antikörper die wichtigste Gruppe und kommen in unterschiedlichsten medizinischen Gebieten zum Einsatz. Die Krebsmedizin steht dabei erneut auf Platz eins, gefolgt von Infektionsmedizin und Immunologie.

Rekombinante Antikörper sind der Wachstumsmotor für die medizinische Biotechnologie. Auch bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie leisten Antikörper ihren Beitrag. Und mit 65 % machen sie den Löwenanteil an der gesamten biopharmazeutischen Pipeline aus, die sich seit 2005 mehr als verdoppelt hat: von anfangs 256 Kandidaten in klinischer Entwicklung auf 657 Ende 2020. In dieser Pipeline befinden sich auch Entwicklungskandidaten für neue Impfstoffe und Gentherapeutika.

Internationaler Wettbewerb bleibt hart

„Europa nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Rund 165 Biopharmazeutika werden in Europa produziert – das liegt deutlich vor den USA mit 102. Diese Vielfalt zeigt sich auch in Deutschland – mit 44 hierzulande produzierten Biopharmazeutika“, sagt Studienautor Dr. Jürgen Lücke, Senior Partner bei BCG.

„Deutschland und Europa sind wichtige Produktionsstandorte für Innovationen – das sollte nicht gefährdet werden“, sagt Lücke und ergänzt: „Andere Länder holen auf oder ziehen sogar an uns vorbei. Lag Deutschland 2018 noch auf Platz drei bei den Gesamtkapazitäten, reicht es 2021 nur für Platz 5. Überholt haben uns die Schweiz und Irland. Auch China rückt näher (Platz 9). Andere Länder wie die USA oder Südkorea bleiben unerreicht. Daran ändert auch der Ausbau der Impfstoffkapazitäten nichts.“

Dazu Mathias: „Deutschland kann das in der Pandemie bewiesene Potenzial und die hochgekrempelten Ärmel nutzen und seine Stärken in Wissenschaft und Technologie im internationalen Wettbewerb ausspielen! Wenn die Politik will, dass künftig wieder mehr Medikamente hierzulande produziert werden, sollten das Hightech-Produkte wie Biopharmazeutika sein. Sie haben sich in der Corona-Pandemie als Trumpfkarte für Deutschland erwiesen

Der Biotech-Report 2021

Der Report analysiert die Aktivitäten aller Unternehmen in der medizinischen Biotechnologie in Deutschland und beleuchtet den Gesamtmarkt (Apotheken und Klinik) mit von IQVIA erhobenen Daten.

Er kann unter www.vfa-bio.de/publikationen als pdf heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden.

Trotz Corona-Krise: Die dpa steigert Umsatz und Gewinn leicht

Hamburg (ots) Deutschlands größte Nachrichtenagentur dpa hat das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. In einem coronabedingt schwierigen Marktumfeld ist es der Kerngesellschaft Deutsche Presse-Agentur GmbH gelungen, den Umsatz auf 93,9 Millionen Euro zu steigern (2019: 93,0 Millionen). Der Gewinn beträgt 1,6 Millionen Euro (2019: 1,3 Millionen).

72. Gesellschafterversammlung der dpa in Hamburg: Sven Gösmann (Chefredakteur, dpa), David Brandstätter (Vorsitzender des dpa-Aufsichtsrats und Geschäftsführer der Main-Post GmbH, Würzburg), Peter Kropsch (Vorsitzender der Geschäftsführung, dpa), vlnr.

Auch die dpa-Unternehmensgruppe mit ihren Töchtern und Beteiligungen weist für 2020 eine positive Entwicklung auf. Der Konzernumsatz wuchs demnach auf 143,9 Millionen Euro (2019: 142,5 Millionen). Diese Zahlen gab die dpa heute bei ihrer 72. Gesellschafterversammlung in Hamburg bekannt.

„Es macht mich stolz, dass es uns gemeinsam mit unseren Beschäftigten gelungen ist, die dpa während der Corona-Krise in sicherem Fahrwasser zu halten“, sagt Peter Kropsch, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung. „Die Monate der Pandemie waren erfüllt vom Geist der Zusammenarbeit. Insbesondere auch im Hinblick auf unsere Gesellschafter und Kunden. Das unterstreicht den hohen Stellenwert des Gemeinschaftsunternehmens dpa in Krisenzeiten“, so Peter Kropsch weiter.

Im Mittelpunkt der strategischen Aktivitäten der Agentur stand der Ausbau des dpa-Marktplatzes und die zunehmende Verbreitung der dpa-ID. Agentur und Kunden sind in diesem Prozess stetig enger zusammengerückt. Die dpa investiert im Rahmen ihrer Marktplatzstrategie intensiv in die Bereiche Vernetzung, Kooperationen und Dateninformiertheit als die wesentlichen Treiber der digitalen Transformation. Bereits rund 17000 Medienschaffende und Kommunikationsfachleute nutzen mittlerweile die übergreifende dpa-ID, um mit den Services der Agentur und ihrer Partnerunternehmen zu arbeiten.

Der dpa ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, den Medienwandel in ihrem neuen zeitgemäßen Preismodell abzubilden und ein erfolgreiches Verrechnungsmodell für digitale Reichweiten aufzubauen. Der Kundenkreis, der dieses Modell in Anspruch nimmt, wächst stetig. Damit passt sich die Agentur der fortschreitenden Transformation auf Seiten der Kunden an, deren digitale Erlöse einen immer größeren Anteil am Gesamtgeschäft einnehmen.

„Die dpa ist in den Monaten der Pandemie zu jeder Zeit ihrer Kernaufgabe gerecht geworden: der zuverlässigen Versorgung der Medien mit unabhängigen und verifizierten Nachrichten“, so Chefredakteur Sven Gösmann. „Wir haben zudem Innovations-Projekte auf den Weg gebracht. Dazu zählen unsere neuen Podcast-Angebote für Spotify und OMS oder der dpa-Audio Hub, unser neues Audioarchiv für die Kunden. Und wir haben mit der Integration von TeleNewsNetwork als Video-Unit der dpa unser Angebot mit TV-fähigem Bewegtbild komplettiert“, so Sven Gösmann weiter.

Wesentliche Aufmerksamkeit richtet die Agentur auf die Entwicklung ihrer neuen multimedialen und modular aufgebauten Produktionsplattform Rubix. Mit ihrer Hilfe können neue Produkte hergestellt, miteinander vernetzt und an andere Systeme angebunden werden. Rubix, dessen Prototyp im Herbst starten soll, ermöglicht die Kollaboration der dpa-Journalistinnen und -Journalisten und stellt dateninformiertes Arbeiten sowie die schnellere Auslieferung von Produkten sicher.

Die Deutsche Presse-Agentur sieht sich in ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung aufgerufen, einen starken Beitrag zur Eindämmung von Falschinformationen zu leisten. So hat die Agentur ihre Faktencheck- und Verifikations-Teams ausgebaut. Mittlerweile werden Faktenchecks in sechs europäischen Ländern produziert (Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg). Außerdem gibt die Agentur ihr Know-how im Rahmen des Projekts „Faktencheck 21“ an Journalistinnen und Journalisten aus zahlreichen Medienhäusern weiter und hat mit „dpa factify“ eine eigene Schulungs-Datenbank aufgesetzt.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der dpa Gruppe haben erneut die Tochtergesellschaften und Beteiligungen geleistet. So konnte die news aktuell GmbH mit ihren Services für PR und Kommunikation ihren Umsatz auch in Corona-Zeiten spürbar steigern. Auch die Digitaltochter dpa-infocom GmbH hat ihre positive Entwicklung bestätigt und erneut einen höheren Umsatz zum Gesamterfolg der Gruppe beigesteuert. Stabil abgeschlossen hat außerdem die Bildtochter dpa Picture-Alliance GmbH, die trotz coronabedingter Umsatzausfälle aufgrund von abgesagten Sportgroßereignissen und Kulturveranstaltungen auf ein insgesamt gutes Geschäftsjahr zurückblicken kann.

Der Geschäftsbericht 2020 trägt den Titel „Transformation. dpa im Wandel“. Im Mittelpunkt des Berichts steht der hohe Veränderungsdruck, den die Pandemie auf die Beschäftigten von Deutschlands größter Nachrichtenagentur ausübt. Der Change-Prozess der vergangenen Monate kann aber auch als Chance begriffen werden, frischen Gedanken und Plänen freie Bahn zu verschaffen. Zum Beispiel bei Innovationen, bei Workflows oder auch im Kundendialog.

Über dpa

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten von etwa 150 Standorten im In- und Ausland aus. Gesellschafter der dpa sind 174 deutsche Medienunternehmen. Die dpa-Redaktion arbeitet nach den im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Die Zentralredaktion unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist David Brandstätter (Main-Post GmbH, Würzburg).

Mehr unter www.dpa.com (deutsch, englisch, spanisch, arabisch)

Social media: www.dpa.com/de/social-media

Mutter mit 14 – Model mit 18

Im neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ spricht das deutsche Topmodel Lorena Rae darüber, was es bedeutet, früh Verantwortung zu übernehmen

München (ots) Zwei Frauen, zwei Welten: Cathy bringt mit nur 14 Jahren in Kolumbien ein Kind auf die Welt. Lorena Rae wird mit 18 Jahren als Model entdeckt. Was die beiden Frauen verbindet: Sie mussten früh Verantwortung übernehmen.

Mutter mit 14 – Model mit 18: Im ersten Teil des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ spricht das deutsche Topmodel Lorena Rae darüber, was es bedeutet, früh Verantwortung zu übernehmen

Verantwortung ist auch das Thema der ersten Episode des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“, in dem Moderatorin Britta Hofmann das deutsche Topmodel Lorena Rae interviewt. Die beiden sprechen unter anderem über die Geschichte der Kolumbianerin Cathy, die eine der vielen Teenager-Mütter in Lateinamerika ist, die sich bewusst für eine frühe Schwangerschaft entscheiden.

Ausweg Schwangerschaft?

Ein Entschluss, der für uns nicht einfach nachzuvollziehen ist. Aber die Mädchen versprechen sich als Schwangere und Mutter zum Beispiel Schutz – vor den Avancen anderer Männer. Außerdem sehnen sie sich nach Sicherheit an der Seite des Kindsvaters. Leider sieht die Realität dann in den meisten Fällen anders aus: Die jungen Mütter stehen als Alleinerziehende da und kämpfen im Alltag gegen Armut. So kam auch Cathy zum Sozialzentrum der SOS-Kinderdörfer in Bogota, als ihr Sohn medizinische Hilfe brauchte. Dort unterstützten die Sozialarbeiter die junge Mutter ebenfalls: mit einer Ausbildung und weiteren Maßnahmen, damit Cathy heute selbstbestimmt leben und für sich und ihren Sohn sorgen kann.

Zwei Frauen, zwei Lebensentwürfe

So komplett auf sich selbst gestellt zu sein, musste Lorena Rae noch nie in dieser Form erfahren: „Ich hatte glücklicherweise immer den Rückhalt meiner Familie und Freunde!“ Dennoch fühlte sich die heute 26-Jährige manchmal alleine und überfordert, als sie mit 22 Jahren nach New York zog, um dort ihre Model-Karriere auszubauen: „Natürlich hatte ich dort auch Ängste, zum Beispiel davor, ob das alles überhaupt Sinn macht, oder ob ich das finanziell stemmen kann. Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem, was eine Teenager-Mutter an Verantwortung trägt“, sagt Lorena Rae. „Wenn ich mir überlege, was ich als 14-Jährige gemacht habe: ich musste bloß zusehen, dass meine Hausaufgaben für den nächsten Tag erledigt sind, und dann konnte ich mit meinen Freunden ‚Highschool Musical‘-Choreographien nachtanzen. Solche Sorgen wie: ‚Ich muss einen Mann finden‘, gab es da natürlich nicht.“

Teenager-Schwangerschaften Lateinamerika

Den Wunsch, möglichst früh Mutter zu werden, haben hingegen viele Mädchen in Kolumbien: 42 Prozent der Schwangerschaften bei Jugendlichen dort sind beabsichtigt und sozial durchaus anerkannt. Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO sind weltweit jedes Jahr elf Prozent der Gebärenden zwischen 15 und 19 Jahren alt. Dabei können die frühen Schwangerschaften negative Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit der jungen Mütter und ihrer Babys haben. Die Fehlgeburtenrate und die Mütter- und Kindersterblichkeit sind bei Teenager-Schwangerschaften beispielsweise sehr hoch.

Fehlende Bildung führt zu Fehlentscheidungen

Doch dieses Risiko nehmen viele Mädchen in Kauf, schlichtweg, „weil ihnen die Bildung fehlt. Sie kennen keinen anderen Weg. Sie wollen die Rolle einnehmen, die ihnen von ihren Müttern vorgelebt wurde“, sagt Lorena Rae. „Es ist traurig, dass sie sich in dieser Situation befinden.“ Das zeige einem umso mehr, wie wertvoll es sei, dass man sich in der Schule Wissen aneignen konnte, sagt das Model, das im norddeutschen Diepholz aufwuchs, bevor es den Sprung auf die internationalen Laufstege schaffte.

Hilfe zur Selbsthilfe

Da nicht jeder das Glück hat, Bildung und Rückhalt zu erhalten als Kind oder Jugendlicher, „stehen wir in der Verantwortung, Menschen wie Cathy zu unterstützen, damit sie eine Perspektive im Leben haben“, meint Lorena Rae, die deshalb auch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit schätzt.

Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“

Die ganze Geschichte von Cathy und mehr aus dem Leben von Model Lorena Rae erfahren Sie in der ersten Folge des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ ab dem 1. Juli, alle zwei Wochen.

In sieben weiteren Episoden spricht Moderatorin Britta Hofmann mit Laura Karasek, Dieter Nuhr und weiteren Prominenten über Wendepunkte im Leben sowie das Scheitern und Wiederaufstehen.

Mehr Infos und alle Folgen finden Sie hier:

sos-kinderdoerfer.de/podcast

Web: www.sos-kinderdoerfer.de