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Einheitsbotschafterin Sachsen – Maria Piechnick: „Wenn ich was zu bestimmen hätte, würde ich zuerst mal die Klischees abschaffen“

Dresden / Halle (Saale) (ots) Den Tag der Deutschen Einheit feiern wir in diesem Jahr in Halle in Sachsen-Anhalt. Für Sachsen ist als Einheitsbotschafterin Maria Piechnick aus Horka im Landkreis Görlitz dabei.

Einheitsbotschafterin in Sachsen Maria Piechnick

Sie kennt Deutschland nur als ein Land, konnte immer überallhin reisen. Über die Zeit der Teilung weiß sie einiges durch die Erzählungen ihrer Eltern.

Maria hat eine Firma gegründet, in der sie die Art, wie Roboter lernen, revolutionieren will.

An Sachsen-Anhalt findet sie die Dichte der Kulturdenkmäler beeindruckend. Bei ihrem Besuch in Halle braucht sie sich auf dem Markt nur einmal im Kreis zu drehen, um Baudenkmäler der Neogotik, Neurenaissance, des Neubarock und Jugendstils zu sehen.

Und Sie feiern online mit auf www.tag-der-deutschen-einheit.de

Maria Piechnick (34) ist in der Oberlausitz aufgewachsen. Geboren in der Gemeinde Horka, Schule in Rothenburg, Deutschlands östlichster Kleinstadt, direkt an der polnischen Grenze. Informatik-Studium an der TU Dresden, dort mit ihrer Doktorarbeit zum Thema „Intelligente Kleidung“ begonnen. Außerdem gründete sie das Startup-Unternehmen „Wandelbots“ – hier geht es um wegweisende Lerntechnologien für Roboter. Sie mag die Unterscheidung in Ost- und Westdeutsche nicht. „Im 21. Jahrhundert sind wir ohnehin alle Europäer.“

Ich komme aus Sachsen, das ist meine Heimat. Wir Sachsen werden von anderen oftmals belächelt und auf unseren Dialekt reduziert. Ja, bei manchen gibt es eine gewisse Skepsis gegenüber Neuem oder Fremdem. Aber eigentlich sind wir Sachsen kreativ, innovativ und kommunikativ. Wenn es Probleme gibt, geben wir nicht auf. Wir unterstützen uns und finden gemeinsam eine Lösung.

Ich bin ein Nachwendekind. Ich konnte von Anfang an überall hinreisen, in den Geschäften gab es alles zu kaufen, was man brauchte. Wie es vorher in der DDR war, weiß ich von meinen Eltern. Gerade die Wende war eine prägende Zeit für unsere Familie. Durch die Neustrukturierung der Betriebe waren sämtliche Arbeitsplätze gefährdet, daher gründete mein Vater kurzerhand seinen eigenen Betrieb als Elektroingenieur und nahm einige seiner Kollegen mit. Eine fordernde Zeit für ihn aber letztendlich erfolgreich, der Betrieb existiert noch heute. Unternehmertum, Erfindungsreichtum und Problemlösungsfähigkeit war mir im Grunde in die Wiege gelegt worden.

Wandelbots, das Startup, das ich mit einigen Kollegen aufbaue, beruht auf einer völlig anderen Gründungsgeschichte. Worum es bei unserer Firma geht? Mit einem speziell entwickelten Stift können wir ganz genau die Bewegungen vorgeben, die der Roboter lernen soll. Das erspart das ziemlich aufwendige Programmieren. Zudem gibt es zu wenig qualifizierte Programmierer – das bedeutet zusätzlich lange Wartezeiten. Die lassen sich mit unserer Technologie umgehen. Und die funktioniert für alle Systeme, unabhängig von den verschiedenen Programmiersprachen, die oft jeweils eigene spezielle Codes verwenden. Unsere Idee könnte der dringend nötigen Robotisierung insbesondere im Mittelstand einen entscheidenden Impuls verpassen. Davon profitieren doch alle.

Gerade Leute aus dem Westen fragen manchmal: Warum wir gerade in Dresden eine Firma gründen. Aber auch: Frauen haben es bei euch im Osten im Beruf leichter. In Letzterem haben sie vielleicht Recht. Da muss der Westen immer noch aufholen.

Wenn ich was zu bestimmen hätte, würde ich zuerst mal die Klischees abschaffen. Ich mag die Unterscheidung in Ost- und Westdeutsche nicht und kann mich damit nicht identifizieren. Im 21. Jahrhundert sind wir ohnehin alle Europäer. Und ich würde dafür sorgen, dass die Infrastruktur im Osten noch schneller aufgebaut wird. Das ist wichtig für die Wirtschaft.

Alle Infos und weiterführende Inhalte finden Sie auf der Homepage zum Tag der Deutschen Einheit (https://tag-der-deutschen-einheit.de) und auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram, YouTube und Twitter. #TDE2021

Epilepsie: Gewitter im Kopf – Die Epilepsie ist eine schwere Erkrankung bei – ansonsten gesund wirkenden – Hunden

Bonn (ots) Sie ist nicht heilbar, aber die Symptome lassen sich durch eine konsequente Medikation spürbar mildern.

Es gibt immer ein erstes Mal. Nicht immer wünscht man sich, dass es danach noch einmal geschieht. Der erste epileptische Anfall eines Hundes ist für Hundebesitzer ganz sicher eine schreckliche Erfahrung.

Nach einem Anfall reagieren die Tiere unterschiedlich. Oftmals sind sie erschöpft oder wirken benommen.

Es sind gar nicht so wenige Hundefreunde, die dies erleben. Denn die Epilepsie ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung beim Hund. Immerhin 1 bis 2 % aller Hunde leiden an dieser Krankheit, manche Quellen sprechen sogar von 5 %. Es sind zudem nicht unbedingt die alten, krankheitsanfälligeren Tiere betroffen. Epilepsie wird in der Regel in den ersten fünf Lebensjahren diagnostiziert.

Bleibt es bei einem einzigen Krampfanfall, kann dieser viele Ursachen haben. Stoffwechselerkrankungen können einen Epilepsieanfall beispielsweise auslösen, aber auch Infektionen oder Vergiftungen. Diese symptomatische Epilepsie verschwindet, sobald die krankheitsbedingten Ursachen erfolgreich therapiert worden sind.

Wiederholen sich jedoch die Anfälle in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen und werden andere Ursachen ausgeschlossen, spricht man von einer idiopathischen Epilepsie. Davon sind die meisten mit Epilepsie diagnostizierten Hunde betroffen. Rassehunde erkranken öfter daran als Mischlinge. Das deutet darauf hin, dass die Krankheit erblich ist. Von den Anfällen abgesehen, erscheinen diese Hunde völlig gesund. Epilepsieanfälle sind das Ergebnis übermäßiger elektrischer Aktivität im Gehirn. Sie reichen von sehr mild mit leichten Muskelzuckungen bis zu schwerwiegend mit heftigen Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Die Anfälle dauern unterschiedlich lang, meist aber nur wenige Minuten, treten unregelmäßig auf und sind in der Regel schmerzfrei für den Hund. Es besteht auch kein Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung. Somit ist die Aktivität des Hundes nicht eingeschränkt.

Anfälle kündigen sich kaum wahrnehmbar an. Die sehr unspezifischen Symptome können Verhaltensänderungen sein, die sich vom Hundehalter zunächst nur schwer zuordnen lassen. Nach einem Anfall sind die Tiere erschöpft, reagieren anders als gewohnt, wirken benommen oder entwickeln einen großen Hunger.

Wird Epilepsie diagnostiziert, ist das für Hundehalter zunächst ein Schock, denn diese Krankheit ist nicht heilbar und bleibt Teil des gesamten Hundelebens. Es gibt jedoch Medikamente, die die Häufigkeit und die Schwere von Anfällen lindern können. Die optimale Einstellung des Tieres kann mehrere Wochen oder auch einige Monate dauern. Die vom Tierarzt verschriebene Medikation muss unbedingt eingehalten werden, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Nicht immer gelingt dies den Hundehaltern. Auch dies führt dazu, dass fast 40% aller Hunde mit Epilepsie über kurz oder lang wegen einer unzureichenden Anfallskontrolle eingeschläfert werden müssen.

Während eines epileptischen Anfalls selbst kann der Hundehalter nur wenig tun. Die Anfälle lassen sich durch nichts stoppen. Man sollte möglichst alle Gegenstände entfernen, an denen sich der Hund verletzen kann und für ein ruhiges Umfeld sorgen. Die genaue Beobachtung und Dokumentation sind wichtig. Geeignet ist ein Epilepsie-Tagebuch, das der Tierarzt zur Verfügung stellen kann. Hilfreich kann auch ein Handy-Video sein, das dem Tierarzt wichtige Erkenntnisse über den Krampfverlauf liefert. Das A und O aber bleibt die konsequente Medikamentengabe. Dann verliert die Epilepsie ihren Schrecken und ein relativ unbeschwertes Zusammenleben mit dem Hund bleibt möglich.

Web: www.bft-online.de