Initiativkreis Ruhr GmbH startet Leitprojekt „Urbane Zukunft Ruhr“ gemeinsam mit der Stadt Duisburg

Dortmund/Essen (ots)

  • Stadtteil Hochfeld wird Blaupause für die Region
  • Ziel: Verbesserung der Lebensverhältnisse
  • Wissenschaftliche Begleitung von Anfang an
  • Drei Aktionsfelder: „Bildung & Soziales“, „Wohnen & Öffentlicher Raum“ sowie „Neue Mobilität“

Bei der Vollversammlung der Initiativkreis Ruhr GmbH (IR) im Signal Iduna Park in Dortmund haben die Moderatoren des Wirtschaftsbündnisses, Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, und Dr. Andreas Maurer, Senior Partner der Boston Consulting Group, das neue Leitprojekt vorgestellt: „Urbane Zukunft Ruhr“ konzentriert sich mit Duisburg-Hochfeld auf ein Quartier im Ruhrgebiet mit Herausforderungen und Entwicklungspotenzialen gleichermaßen.

Wollen den Stadtteil Hochfeld in Duisburg gemeinsam zu einer Blaupause für die Region machen (v. l.): Initiativkreis-Moderator Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, Dr. Anette Bickmeyer, Geschäftsführerin der Initiativkreis Ruhr GmbH, Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg, und Initiativkreis-Co-Moderator Dr. Andreas Maurer, Senior Partner der Boston Consulting Group. Für die Veranstaltung im Signal Iduna Park in Dortmund galt die sogenannte 3-G-Regel: Alle Personen waren geimpft, getestet oder genesen.

„Mit ‚Urbane Zukunft Ruhr‘ wollen wir nicht nur etwas in einem Quartier bewegen. Im besten Fall wird das Quartier das ganze Ruhrgebiet bewegen“, sagt Rolf Buch. „Unser Leitprojekt unterstreicht die Überzeugung, dass sich in der Gemeinschaft mehr bewirken lässt,“ betont Dr. Andreas Maurer. Durch verschiedene Teilprojekte in den drei Aktionsfeldern „Bildung & Soziales“, „Wohnen & Öffentlicher Raum“ sowie „Mobilität“ werden alle drängenden Themen urbanen Lebens gleichzeitig und vernetzt behandelt. Bei allen Aktivitäten sind die Themen Klimaschutz und Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil. Der bei der Vollversammlung anwesende Duisburger Oberbürgermeister Sören Link freute sich, dass die Mitgliedsunternehmen des IR der Umsetzung von „Urbane Zukunft Ruhr“ in Hochfeld zustimmten: Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Initiativkreises Ruhr, unsere Stadt für das neue Leitprojekt auszuwählen. Gemeinsam werden wir zeigen, dass man auch sozial schwierige Stadtteile ,drehen‘ kann. Dieses Wissen ist nicht nur für Duisburg, sondern für das ganze Ruhrgebiet und darüber hinaus von Bedeutung.“ Und weiter: „Das neue Duisburg ist eine Stadt im Aufbruch, die wieder zu alter Blüte finden möchte – dank ‚Urbane Zukunft Ruhr‘ in Hochfeld werden wir eine neue Art von Wohnen, Leben, Arbeiten und Bildung mit Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger verbinden.“

Bei den Menschen vor Ort anfangen

Gemeinsam mit der Stadt Duisburg, den Menschen vor Ort, den Mitgliedsunternehmen des IR und weiteren Partnern wird das Projekt im Verlauf Schritt für Schritt ausgestaltet. Ausgangspunkt sind Bildungs- und Sozialprojekte. „Es geht in erster Linie um die Menschen, die hier und heute in Hochfeld leben. Sie sind der Mittelpunkt des Projektes. Deshalb fangen wir mit Bildungs- und Sozialprojekten an, bevor wir uns – bildlich gesprochen – den Steinen widmen“, sagt Rolf Buch. Neue zuziehende ‚Pioniere‘, wie beispielsweise Studierende, sollen für das Quartier gewonnen werden und den Wandel unterstützen. Nächster Schritt ist die Gründung einer Projektegesellschaft gemeinsam mit der Stadt Duisburg.

„Learning by doing“ durch wissenschaftliche Begleitung

Professorin Dr. Uta Hohn vom Lehrstuhl für Internationale Stadt- und Metropolenentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, Dekan der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund und Klaus Krumme, Executive Director und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Joint Centre Urban Systems an der Universität Duisburg-Essen, haben bereits zugesagt, das Projekt von Anfang an zu begleiten. So können im besten Falle schon im Verlauf von Urbane Zukunft Ruhr Erkenntnisse auch auf andere Stadtteile und Quartiere im Ruhrgebiet übertragen werden.

Über Duisburg-Hochfeld als Standort

„Duisburg-Hochfeld hat Tradition und Potenzial. Auch von der IGA2027 im Rheinpark soll der ganze Stadtteil profitieren. Neben Impulsen für Wirtschaft, Bildung und Soziales spielen Sicherheit und Ordnung eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Lebensqualität. Deshalb werden alle dafür wichtigen Bereiche in der Verwaltung mit eingebunden“, sagt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH, ergänzt: „Duisburg weist gerade die größten städtebaulichen Neubauprojekte in NRW auf. Aber wir wollen auch unseren bestehenden Vierteln neue Impulse ermöglichen. Mit dem Projekt wird sich durch innovative Quartiersentwicklung die Lebensqualität spürbar verbessern und Hochfeld für Fachkräfte und Kreative attraktiv werden.“Der Stadtteil ist am Rhein (rechtsrheinisch) gelegen und südlich direkt an die Duisburger Innenstadt (Dellviertel) angrenzend. Der Stadtteil hat über 18.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Insbesondere der sich immer weiter verstärkende und kaum rechtlich aufzulösende Schwerpunkt von Zuwanderinnen und Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien stellt den Stadtteil vor größer werdende soziale Probleme in einzelnen Quartieren. Dies äußert sich in Themen wie der Unterbringung in „Schrottimmobilien“, wachsender Kinderarmut, hoher Arbeitslosigkeit sowie steigender Kriminalität. Mit der IGA 2027 wird Duisburg-Hochfeld Schauplatz eines weiteren Projektes mit Leuchtturm-Charakter. Die IGA findet 2027 dezentral mit drei Hauptstandorten im Ruhrgebiet statt. Duisburg ist einer der drei dezentralen Ausstellungsorte.

Über den Initiativkreis Ruhr

Mehr als 70 Unternehmen und Institutionen bilden ein starkes regionales Wirtschaftsbündnis. Der Initiativkreis Ruhr ist ein Motor des Wandels. Seine Mitglieder verbindet das Ziel, die Entwicklung des Ruhrgebiets voranzutreiben und seine Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Wesentliche Handlungsfelder sind Wirtschaft, Bildung und Kultur. Aus diesem Antrieb heraus entstanden Leitprojekte mit Strahlkraft, zum Beispiel InnovationCity Ruhr, die Gründer-Initiative, die TalentMetropole Ruhr und das Klavier-Festival Ruhr. Weitere Informationen unter www.i-r.de.

Asklepios Harzkliniken erhalten Internationalen Preis für Pflege- und Mobilitätsprojekt: „Bewegte Stationspfade“

Hamburg (ots) International Hospital Federation (IHF) vergibt in Barcelona globale Auszeichnung im Rahmen der Awards 2021 nach Goslar:

Feierliche Ehrung in Barcelona mit Klinik-Repräsentanten aus aller Welt: IHF-Präsident Dr. Risto Miettunen und die designierte IHF-Präsidentin Dr. Muna Tahlak übergaben jetzt den Award 2021 für „Corporate Social Responsibility“ der Projekt-Initiatorin, Pflegekraft Beata Boronczyk, und Asklepios-Harzkliniken-Pressesprecher Ralf Nehmzow (Foto: IHF)

Asklepios Harzkliniken erhalten Internationalen Preis für Pflege- und Mobilitätsprojekt: „Bewegte Stationspfade“

  • „Seddiqi Holding Excellence Award“: Die Welt-Krankenhaus-Vereinigung ehrt damit bisher einzigartiges Trainings- und Pflege-Konzept, mit dem Patient:innen wieder schneller stabil werden, eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik und in Einrichtungen
  • Bei dem 44. Welt-Krankenhaus-Kongress der IHF in Barcelona wurde der Preis jetzt an Vertreter der Asklepios Harzkliniken übergeben.
Freut sich: Beata Boronczyk kurz nach der Auszeichnung mit dem IHF-Award 2021 (Foto: Asklepios)

Die International Hospital Federation (IHF), eine internationale gemeinnützige, nichtstaatliche Mitgliederorganisation (NGO), die weltweit tätige Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen vertritt, hat die Asklepios Harzkliniken bei den „IHF Awards 2021“ mit dem „Seddiqi Holding Excellence Award for Corporate Social Responsibility“ ausgezeichnet. Insgesamt gab es Preise in jeweils sechs Award-Kategorien, 250 Einsendungen aus 38 Ländern, unter anderem aus Australien, USA, Kanada, Asien und aus Europa. Die Asklepios Harzklinik Goslar erhielt den Ehrenpreis für ihr Projekt: „Movement and balance. Health in the city“, zu Deutsch: „Bewegung und Gleichgewicht. Gesundheit in der Stadt“ – das ist ein bisher einzigartiges Trainings- und Pflege-Konzept, mit dem Patient:innen wieder schneller in Bewegung kommen, stabiler und fitter werden, eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik und in Einrichtungen in Goslar, gedacht auch für ältere Menschen. „Dies ist eine bedeutende Leistung, zu der wir Ihnen gratulieren!“, heißt es in der Würdigung des Preiskomitees. Bei dem 44. Welt-Krankenhaus-Kongress der IHF in Barcelona übergaben der amtierende IHF-Präsident Dr. Risto Miettunen und die designierte IHF-Präsidentin Dr. Muna Tahlak den Award jetzt an Repräsentanten der Asklepios Harzkliniken. Die gelernte Krankenschwester der Harzkliniken Beata Boronczyk (Advanced Practice Nurse) hat das Projekt unter anderem mit Kolleg:innen der Ergo- und Physiotherapie entwickelt und umgesetzt.

„Wir freuen uns sehr über die internationale Anerkennung unserer Dienste für unsere Patientinnen und Patienten, es ist eine besondere Ehre“, sagt Adelheid May, Asklepios Regionalgeschäftsführerin Region Harz. „Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an dem ausgezeichneten Projekt mit so großem Engagement als Team mitwirkt haben“, sagt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Harzkliniken. Kerstin Schmidt, Pflegedirektorin der Asklepios Harzkliniken, sagt: „Es ist ein Projekt, das unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten in der Klinik, aber auch Bürgerinnen und Bürgern in der Region zu Gute kommt.“

Der Welt-Kongress der IHF, bei dem die Harzkliniken an vergangenen Mittwoch abends bei einem Festakt geehrt wurden, ist ein globales Forum, das IHF-Mitglieder und Führungskräfte von Krankenhäusern, Gesundheitsdiensten und Gesundheitsorganisationen zusammenbringt, um die wichtigsten Treiber der nationalen und internationalen Politik, des Managements, der finanziellen Trends und Lösungen zu diskutieren. Durch dieses Forum wird der multidisziplinäre Austausch von Wissen, Fachkenntnissen und Erfahrungen erleichtert, zusammen mit dem Dialog über bewährte Praktiken in Führung, Management und Leistungserbringung.

Die IHF wurde 1929 nach dem ersten Internationalen Krankenhauskongress in Atlantic City, USA, als Internationale Krankenhausvereinigung gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 umbenannt. Die IHF hat ihren Sitz in Genf, ihre strategischen Partner sind unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), sowie die Weltbank.

Beata Boronczyk (Advanced Practice Nurse), die den Preis in Barcelona entgegennahm, hat das Projekt unter anderem mit Kolleg:innen der Ergo- und Physiotherapie entwickelt und umgesetzt. Es entstand ein umfassendes Netzwerk mit Fachleuten von Institutionen wie etwa Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Verbänden. Sie ist gelernte Krankenschwester, aber auch eine der Pflegekräfte mit Masterabschluss in der Pflegewissenschaft und besonderer Spezialisierung. In den Harzkliniken wirkt sie als „Demenzbeauftragte“, kümmert sich als studierte Pflegexpertin im Fachgebiet Demenz um derart betroffene Patient:innen. Die Asklepios Harzkliniken hatten mit dem Konzept im Sommer 2021 bereits den Asklepios Award 2021 gewonnen.

„Bewegte Stationspfade“, heißt das ausgezeichnete Projekt, das zunächst auf einigen Stationen der Asklepios Harzklinik Goslar etabliert wurde. Mit dem neuen in dieser Form einzigartigen Trainings- und Pflege-Konzept sollen Patient:innen wieder schneller in Bewegung kommen, stabiler und fitter werden. Dafür wurden dort in den Fluren große Plakate an den Wänden angebracht, sie ergeben einen „Pfad,“ eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik – detailliert beschreiben sie mit Text und Bildern medizinisch ausgerichtete, sensomotorische Sportübungen (etwa für Beine, Arme, Nacken), die man sofort einfach vor Ort nachmachen kann. Hintergrund: Gerade in Kliniken bewegen sich Patient:innen in der Regel weniger, dem will das Programm entgegnen. Durch die Schaffung einer bewegungsfördernden Umgebung und die täglichen Übungen und Bewegung entlang des Pfades soll die Mobilität vor allem der älteren Patient:innen erhalten bleiben beziehungsweise gefördert werden. Das Programm wurde nun ausgeweitet: Nicht nur in der Klinik, sondern auch in den angrenzenden Stadtteilen wurden die Sportübungs-Plakaten an Säulen mit Schildern angebracht, so entsteht ein „Bewegter Outdoor-Spazierpfad“, der gleiche Bewegungselemente einsetzt.

Der „Bewegte Spaziergang“ soll konkret den unmittelbaren Nachbarn des Krankenhauses, zum Beispiel dem Kindergarten, der Schule, der Altenpflegeeinrichtung, der Lebenshilfe, zu Gute kommen, auch dort wurden bereits Plakate platziert. Aber vor allem innerhalb der Klinik hat das Konzept eine besondere Bedeutung: Die Flure der Stationen sind jeweils 50 Meter lang. Gehen die Patient:innen beispielsweise nur zweimal am Tag den „Bewegungspfad“ entlang, werden sie im Schnitt eine Strecke von mehreren Hundert Metern schaffen. Ein weiterer Aspekt: In den sogenannten „Guten Stuben“, das sind gemütlich eingerichtete Aufenthaltsräume (etwa mit Kamin, Gemälden von Bücherwänden, Aquarien mit echten Fischen), haben Patient:innen jeweils die Möglichkeit, eine Pause zu machen und bei Gelegenheit mit anderen in Kontakt zu kommen.

„Eine kontinuierliche Aktivierung, Mobilisation und Beschäftigung älterer, aber auch jüngerer Patient:innen ist von enormer Bedeutung, um funktionale und kognitive Fähigkeiten zu erhalten und körperliches und seelisches Wohlbefinden zu fördern“, erläutert Beata Boronczyk das Konzept. Und: „Wenn Patient:innen dadurch mobiler, stabiler werden, ist dies auch ein großer Gewinn für Pflegekräfte, die nicht nur weniger unterstützen müssen, sondern ihre Rolle als Gesundheitsförderer wahrnehmen können.“ Durch positive Begegnungen können Freude und gestärktes Selbstvertrauen entstehen, so die Expertin. „Bei älteren Patient:innen ist es wichtig, dass sie in der Klinik einen gesunden Tag-Nacht-Rhythmus haben. Bei Patient:innen mit Demenz kann dadurch herausforderndes Verhalten verhindert bzw. vermindert werden.“ Das Konzept kommt jetzt schon gut an, so die Rückmeldungen von Patient:innen und Pflegekräften.

Hintergrundinformationen, Projekt „Bewegte Stationspfade“

Die Grundlagen der Konzeption des „Bewegten Stationspfades“ basieren auf dem Programm: „Bewegung und Balance bei Demenz“ von der Fachautorin Dorothea Beigel. Dieses Konzept, mit dem sich die Harzkliniken 2019 bewarben, wurde durch das Niedersächsische Ministerium für Gesundheit, Gleichheit und Soziales mit einem Preis ausgezeichnet und gefördert. Vor allem die Feinmotorik soll geschärft werden: Denn Patient:innen im Krankenhaus befinden sich in einem für sie ungewohnten Umfeld: Sie müssen sich erst mit Strukturen, Abläufen und Regeln vertraut machen, um sich anpassen zu können. Dabei unterliegen sie einem besonderen Tagesablauf und sind in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Beata Boronczyk: „Ruhe, Beschäftigung und Erledigung persönlicher Anliegen konzentrieren sich dadurch meist auf den Aufenthalt im Krankenzimmer oder Bett.“ Die daraus entstehende mangelnde Bewegung bedeutet nicht nur den Abbau von Muskelmasse, Muskelkraft, sondern erhöht das Risiko von Hautschädigungen durch Wundliegens, Versteifung von Gelenken oder einer Lungenentzündung. Die sich nach kurzer Zeit einstellende Inaktivität, begleitet vom Verlust von Alltagskompetenzen, kann bis zur Bettlägerigkeit münden. „Daher ist der Erhalt der Bewegung, besonders für den älteren Menschen eine Voraussetzung, um diesem Prozess entgegenwirken zu können. Zeitliche Ressourcen und Arbeitsverdichtung stellen besonders für Pflegekräfte eine Herausforderung dar.“

Besuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder YouTube:
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Pflege-Blog: „Wir sind Pflege“ (https://wir-sind-pflege.blog/)

Israelitisches Krankenhaus eröffnet Fachinstitut für Darmgesundheit und Ernährung

Hamburg (ots) Das Israelitische Krankenhaus (IK) Hamburg hat heute feierlich das Ikaneum, sein neues Fachinstitut für Darmgesundheit und Ernährung eröffnet. Mit einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Ökotrophologinnen, Diätassistentinnen, Psychologinnen und medizinischen Fachangestellten bietet das Ikaneum vor allem Beratungen und Behandlungen von Patienten mit chronischen Bauchbeschwerden an.

Prof. Dr. Peter Layer (l-r), Direktor des Ikaeneums, Dagmar Berghof, Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises des Israelitschen Krankenhauses, Marcus Jahn, Geschäftsführer des Israelitischen Krankenhauses und Dr. Viola Andresen, Leiterin des Ikaeneums am Israelitischen Krankenhaus, eröffnen mit dem Durchschnitt eines Bandes symbolisch das neue Institut.

Schon lange sind Diagnostik und Therapie von Leiden des Verdauungstraktes Schwerpunkt des Israelitischen Krankenhauses. Als viszeralmedizinsches und viszeralonkologisches Zentrum nimmt die Klinik deutschlandweit eine führende Rolle in der Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstraktes ein. Im neuen Institut werden Bauchbeschwerden ganzheitlich diagnostiziert und behandelt. Dabei profitieren Patientinnen und Patienten vom Wissen der Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen. „Der Wunsch, mit interdisziplinärer Fachkompetenz für Menschen mit chronischen Verdauungsbeschwerden da sein zu können, hat uns zu der Entscheidung bewogen, das Ikaneum zu eröffnen“, sagt Prof. Dr. Peter Layer, Direktor des neuen Instituts.

Das Angebot des Ikaneums fußt auf drei Säulen: spezialisierter ärztlicher Beratung und Diagnostik bei Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden, professioneller Ernährungsberatung und psychologischen Angeboten, wie der Darmhypnose, die besonders bei Patienten mit Reizdarmsyndrom gute Ergebnisse zeigt.

„Bei chronischen Problemen mit dem Verdauungstrakt ist oft medizinische Detektivarbeit gefragt. So arbeiten wir unter anderem mit speziellen Atemtests, um z.B. spezielle Zucker-Unverträglichkeiten, bakterielle Überwucherungen des Dünndarms oder Bauchspeicheldrüsen-Schwäche zu diagnostizieren. Denn erst, wenn wir die Ursache der Beschwerden gefunden haben, können wir eine passende Therapie für die Betroffenen entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Peter Layer, Direktor des Ikaneums. Bei der Ursachenforschung unklarer Bauchbeschwerden profitiert das neue Institut von der räumlichen Nähe zum Funktionslabor des Israelitischen Krankenhauses. Hier stehen Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die es bundesweit nur in der Klinik im Norden Hamburgs gibt. „Viele Menschen haben oftmals bereits eine langjährige Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bevor sie bei uns vorstellig werden“, berichtet Dr. Viola Andresen, leitende Ärztin des Ikaneums. Ist die Ursache der Beschwerden erkannt, so erhalten Patientinnen und Patienten im Ikaneum umfassende Behandlungsempfehlungen, zu denen neben Medikamenten z.B. auch die Darmhypnose und eine professionelle und umfängliche Ernährungsberatung gehören, ganz auf den individuellen Bedarf maßgeschneidert. Das Ernährungsteam berät u.a. auch bei spezifischen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ist zudem spezialisiert auf die ernährungsmedizinische Begleitung von Menschen mit einer Krebserkrankung. Auch eine präventive Beratung für alle, die Orientierung im Dschungel der verschiedenen „Ernährungstrends“ suchen, wird im Ikaneum angeboten. Mit diesem einzigartigen Angebot bietet das Ikaneum eine Anlaufstelle für alle, die gesundheitliche Probleme mit dem Verdauungstrakt haben und auch für diejenigen, die sich Beratung zu gesunder Ernährung im Allgemeinen wünschen. „Ich bin vom Angebot des Ikaneums durchweg überzeugt und begrüße es sehr, dass die Klinik sich so an den Patientenbedürfnissen orientiert und für die Zukunft aufstellt. Ich fühle mich sehr mit dem Haus verbunden, und es ist Ehrensache für mich, das Ikaneum mit zu eröffnen“, freut sich Dagmar Berghoff, Vorsitzende des Freundeskreises des Hauses.

Web: ikaneum.de

MDR zweimal ausgezeichnet beim deutsch-tschechischen Journalistenpreis

Leipzig (ots) Gleich zwei MDR-Produktionen sind am Freitagabend in Brno (Brünn) mit dem Deutsch-tschechischen Journalistenpreis ausgezeichnet worden. In der Kategorie Multimedia gewannen sowohl das deutsch-tschechische Autorenduo Matthias Schmidt und Vít Poláček mit der Koproduktion „Vertreibung – Odsun“ sowie Danko Handrick und Christian Gramstadt mit einer Reportage über Tschechiens Kampf gegen Crystal Meth.

Siglind Drost besucht regelmäßig ihre alte Heimat Kunewald, heute Kunín.

„Die erneute Auszeichnung mit gleich zwei Preisen für MDR-Produktionen zeigt unsere Kompetenz in der Osteuropa-Berichterstattung. Besonders stolz macht mich der Preis für die tschechisch-deutsche Koproduktion ‚Vertreibung. Odsun‘, die ein schwieriges Kapitel in der Geschichte unserer beiden Länder erstmals gemeinsam aufarbeitet und sich um Versöhnung bemüht. Dieses Projekt ist das Ergebnis der jahrelangen engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem MDR und Česká televize. Das Projekt steht in dieser Hinsicht für mich auch beispielhaft für ein Miteinander in Europa“, so MDR-Intendantin Karola Wille.

Die zweiteilige Koproduktion „Vertreibung. Odsun. Das Sudetenland“, eine Koproduktion vom Tschechischen Fernsehen, MDR, ORF und Arte, bemüht sich im Sinne einer europäischen Erinnerungskultur um eine gemeinsame Aufarbeitung des Schicksals der Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei. In der Jurybegründung heißt es: „Matthias Schmidt und Vít Poláček betrachten die Vertreibung konsequent mit den Augen ‚der Anderen‘. Denn alles ist – wie auch im Film mehrfach direkt und indirekt gesagt wird – eine Frage der Perspektive. Die beiden Autoren machen die Vertreibung weder zu einem allein deutschen noch zu einem allein tschechischen Thema, sondern genau zu dem, was sie auch wirklich ist: einem gemeinsamen.“

Beide Teile der Dokumentation sind bis 2.12. in der ARD Mediathek abrufbar: Teil 1 und Teil 2.

Ebenfalls in der Kategorie Multimedia ausgezeichnet wurden Danko Handrick und Christian Gramstadt für ihre „Heute im Osten“-Reportage „Das Geschäft mit der Sucht – Tschechiens Kampf gegen Crystal Meth“, die am 13. März 2021 im MDR-Fernsehen gezeigt wurde und in der ARD Mediathek abrufbar ist. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Schmugglermilieus, um tschechisches Crystal nach Deutschland zu bringen, sondern auch die Kooperation der Polizeikräfte beider Länder im Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner. „Danko Handrick und Christian Gramstad plädieren letztlich für eine tabulose Debatte um die Droge Crystal Meth: Sachlich und unaufgeregt. Genau das macht den Film auch so sehenswert“, lautet die Jurybegründung.

Die Preisverleihung war im MDR-Livestream zu sehen und steht jetzt zum Nachschauen in der ARD Mediathek zur Verfügung.

Über den Preis

Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gemeinsam mit den Journalistenverbänden beider Länder (Deutscher Journalistenverband und Syndikát novinářů ČR) verliehen. Geehrt werden Journalistinnen und Journalisten, die klischeefrei und differenziert über das jeweilige Nachbarland berichten und so ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Tschechen fördern. Medienpartner der diesjährigenPreisverleihung 2021 war das Tschechische Fernsehen.

Weitere Informationen: www.deutsch-tschechischer-journalistenpreis.de

AOK: Kostenloser Online-Kurs für Erste Hilfe bei Kindern

Die AOK Sachsen-Anhalt bietet am 16. November von 18 bis 19:30 Uhr einen kostenlosen Onlinekurs für Erste Hilfe bei Kindern an. Das Seminar richtet sich an Eltern, Großeltern und alle, die mit Kindern zu tun haben.

Erste-Hilfe-Kurs in Magdeburg für Eltern mit Babys und Kleinkindern am 21. Januar 2016 in Magdeburg. In einem dreistündigen Seminar erläutert und demonstriert Kursleiter, Elias Becker wie in Notfällen zu handeln ist. Herzmassage / Detail einer Babypuppe.

Rettungsassistent Elias Becker gibt darin leicht und verständlich Tipps, wie man in Notfallsituationen reagiert. Denn für Erste Hilfe bei Kindern gelten andere Regeln als bei Erwachsenen.

Wie leiste ich Erste Hilfe und beurteile Notsituationen richtig? Was tun bei Verbrennungen, Atemnot und Vergiftungen? Welche Gefahrenquellen gibt es zu Hause, gerade jetzt, da viele Menschen im Homeoffice arbeiten? All diese Fragen und noch mehr klärt Becker in dem Onlinekurs. Für die Teilnehmer gibt es auch die Möglichkeit, Fragen im Chat stellen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter http://www.aok.de/fk/sachsen-anhalt/kinder-erste-hilfe-seminar