Denkfabrik-R21 Gegen Identitäre von links und rechts

Werte einer freien und offenen Gesellschaft selbstbewusst verteidigen und schützen – Denkfabrik R21 legt Manifest vor

Berlin, 7.11.2022 – Die Denkfabrik R21 tritt dafür ein, grundlegende Werte einer freien und offenen Gesellschaft selbstbewusst zu verteidigen und zu schützen. Aus Anlass ihrer Tagung „Wokes Deutschland – Identitätspolitik als Bedrohung unserer Freiheit?“ am 7. November in Berlin hat R21 ein Manifest veröffentlicht, in dem es heißt: „Die Grundlagen der freien Gesellschaft und unseres demokratischen Gemeinwesens werden durch populistische und extremistische Rechte ebenso wie durch woke Linke bedroht.“

Sowohl die radikale Rechte wie die woke Linke stehen für eine identitäre Politik, die nicht auf individuellen Freiheitsrechten und dem Prinzip des gleichen Rechts für alle basiert, sondern Sonderrechte für bestimmte Gruppen reklamiert – seien es „Opfergruppen“ einerseits oder ein ethnisch homogenes „Volk“ andererseits.

Denkfabrik R21
„Wokes Deutschland – Identitätspolitik als Bedrohung unserer Freiheit?“

Die woke Linke hält westliche Gesellschaften für strukturell rassistisch, und dieser Rassismus sei ein Wesensmerkmal weißer Menschen. Ihre Herrschaft basiere auf der Diskriminierung von Frauen, Migranten, Muslimen, Queers und anderen partikularer Opfergruppen. Diese Diskriminierung müsse nun, so die Maxime der „Woken“, durch Diskriminierung der vermeintlichen Täter bekämpft werden. Diese linke Identitätspolitik ist „ein florierendes Geschäftsmodell geworden, das mit Steuergeldern finanziert und zunehmend staatlich institutionalisiert wird“, so das R21-Manifest.

Auf der Gegenseite schürt eine radikale Rechte Ressentiments und formuliert eine identitäre Ideologie, die ihrerseits die Grundlagen der offenen Gesellschaft und der liberalen Demokratie angreift, rechtsstaatliche und demokratische Institutionen missachtet. Für die Denkfabrik R21 zeigt sich aktuell am Beispiel der USA, wie sich eine radikale Rechte und eine woke Linke gegenseitig immer weiter aufstacheln. Die Gefahr einer „Polarisierung der Öffentlichkeit“ droht auch in Deutschland.

Unkenntnis, Desinteresse und Naivität des bürgerlichen Lagers

In ihrem Manifest kritisiert die Denkfabrik R21, dass Parteien des bürgerlichen Lagers diese Entwicklung aus Unkenntnis, Desinteresse und Naivität nicht nur ermöglicht, sondern sogar noch begünstigt haben. Deshalb fordert R21 eine neue bürgerliche Politik, die den Kulturkampf der identitätspolitischen Linken und der identitären Rechten annimmt und die Feinde der liberalen Demokratie zurückdrängt. Diese neue bürgerliche Politik …

… tritt selbstbewusst für die aktive Selbstbehauptung der westlichen Demokratie und der offenen Gesellschaft ein und verteidigt ihre Grundlagen: individuelle Freiheit und konsequente Rechtsstaatlichkeit, gleiches Recht für alle, Meinungsfreiheit und die Freiheit der Wissenschaft, der Kunst und der Presse.

… streitet für eine offene Diskussionskultur, die weder Debattenverbote kennt noch politische Entscheidungen als alternativlos klassifiziert, um sie so dem öffentlichen Diskurs zu entziehen.

… lehnt jede Form von „Cancel Culture“ ab, die sich über die von der Verfassung gesetzten Grenzen hinaus das Recht nimmt, darüber zu entscheiden, wer was wann wie sagen darf.

… arbeitet auf die Beseitigung von tatsächlichen Benachteiligungen hin und weist zugleich den Generalverdacht des „strukturellen Rassismus“ gegen die Bevölkerung der Bundesrepublik zurück.

… betont die individuellen Freiheitsrechte aller in Deutschland lebenden Menschen, auf denen die Fähigkeit basiert, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.

… arbeitet für eine aktive und umfassende Herstellung von Chancengerechtigkeit und lehnt Quotenregelungen ab, die auf äußerlichen Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung beruhen.

… unterbindet, dass Vereine oder Organisationen, die Objekte der Beobachtung durch den Verfassungsschutz sind, mit Steuergeldern finanziert werden.

… verlangt, dass sich Organisationen, die sich mit staatlicher Unterstützung im Kampf gegen Extremismus engagieren, vorbehaltlos zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen.

… überprüft die Arbeit der erheblich gewachsenen Zahl von Regierungsbeauftragten und finanziert sie nur in den Fällen weiter, in denen ein zuständiges Ministerium oder eine zuständige Behörde diese Arbeit nicht sinnvoll leisten können.

… steht für einen respektvollen Umgang miteinander, der eine respektvolle Sprache einschließt und jede Form sprachpolitischer Bevormundung oder Zwänge ablehnt.

Das Manifest der Denkfabrik R21 finden Sie hier.

WEB: https://denkfabrik-r21.de

Drees & Sommer Workspace Benchmark Report 2022

„Menschen gehen gerne ins Büro, wenn sie auch zuhause bleiben dürfen“

Stuttgart (ots) Die Zukunft der Arbeitswelt ist in Bewegung – das zeigt eine Umfrage von Drees & Sommer unter 230 IT-, Real-Estate- und HR-Verantwortlichen aus rund 20 verschiedenen Branchen.

Wo Kolleg:innen sich durch Homeoffice und mobiles Arbeiten seltener sehen, werden Kommunikationsflächen wie jene im neuen Bürogebäude von Drees & Sommer am Hauptsitz in Stuttgart umso bedeutender für Teamarbeit und Kommunikation.

Während das Büro durch vermehrtes mobiles Arbeiten einerseits sein Monopol als erste Arbeitsstätte verloren hat, ist es andererseits wichtiger denn je: Alles, was remote nicht umsetzbar ist, muss das Büro ermöglichen: von A wie Afterwork bis Z wie Zufallsbegegnungen. An die veränderten Anforderungen der Nutzer:innen müssen sich Büroflächen anpassen – in der Gestaltung wie im Flächenbedarf. Unternehmen benötigen zukünftig eine klare Strategie, um mit der sich stetig verändernden Arbeitswelt voranzugehen.

Eines hat sich spätestens im Verlauf dieses Jahres gezeigt: Homeoffice und mobiles Arbeiten sind gekommen, um zu bleiben. Davon sind rund 93 Prozent der Befragten überzeugt. Während Unternehmen in Deutschland vor der Corona-Pandemie diesbezüglich eher zurückhaltend waren, hat die Pandemie stark an den Grundfesten der Präsenzkultur gerüttelt und in vielen Branchen den Weg für moderne, dezentrale Arbeitsmodelle geebnet. Für Arbeitnehmer:innen birgt dies unbestreitbare Vorteile: weniger verbrachte Zeit auf der Straße, mehr Freizeit sowie mehr Flexibilität in der Einteilung der Arbeitszeit. Auf der anderen Seite fragen sich Unternehmen, wie sie dabei die Loyalität und den Innovationsgeist ihrer Mitarbeitenden aufrecht erhalten.

Die gute Nachricht: „Das Büro ist keinesfalls tot. Es wird bloß zukünftig eine andere Rolle im Arbeitsalltag spielen als vor der Pandemie“, sagt Sven Mylius, Senior Manager und Experte für New Work-Konzepte bei der Drees & Sommer SE. Teamarbeit und formelle wie informelle Kommunikation rücken in den Vordergrund. Kurz gesagt: Menschen gehen wegen Menschen ins Büro. Fast die Hälfte der Befragten nimmt diese Entwicklung als Veränderung im Vergleich zu vor der Pandemie wahr. „An die neuen Anforderungen müssen sich die Büros nun anpassen, zum Beispiel mit Kreativ- und Projekträumen, Kommunikationsflächen und Aufenthaltsangeboten. Das erfordert gleichzeitig ein Umdenken hinsichtlich Arbeitsweisen, Arbeitsorten und Strukturen – und damit auch ein Umdenken in der Unternehmensführung“, so Mylius.

Es menschelt im Büro

Die Sorge vieler Arbeitgeber:innen, dass die Einführung von Homeoffice und mobilem Arbeiten für leere Büros sorgen werde, ist unbegründet, wie die Ergebnisse der Trendstudie zeigen: Rund zwei Drittel der Teilnehmer:innen wünschen sich mobiles Arbeiten an zwei, maximal drei Tagen pro Woche (34 bzw. 32 Prozent). Diese Präferenz ist nicht dabei nur Theorie, sondern sie spiegelt sich genauso in der Umsetzung wider: Die Befragten, die zwei bis drei Tage pro Woche mobil arbeiten können, schöpfen diese Möglichkeit regelmäßig aus. Dahingegen tendieren diejenigen, die bis zu fünf Tage pro Woche mobil Arbeiten dürfen, eher dazu, dies an nur drei Tagen wahrzunehmen. Wunsch und Realität decken sich tatsächlich. „Menschen gehen gerne ins Büro, wenn sie auch zuhause bleiben dürfen und für sich selbst entscheiden können, wie oft sie hingehen“, schlussfolgert der New Work-Experte Mylius. „Wenn wir das Büro und mobiles Arbeiten als sich ergänzende anstatt konkurrierende Konzepte verstehen, können sie im Zusammenspiel ihr volles Potenzial und ihren jeweiligen Mehrwert entfalten.“

Mehr Flexibilität in den Flächen gefragt

Derzeit schätzen die Befragten die Flächenauslastung ihrer Büros auf 31 bis 40 Prozent – das entspricht einer höheren Auslastung als noch vor einem Jahr laut den Ergebnissen des Workspace Benchmark Report 2021. Das Desksharing-Prinzip nutzen derzeit rund zwei Drittel der Teilnehmenden – Tendenz steigend. Zukünftig sind rund 76 Prozent zu erwarten. Im vergangenen Jahr lag die Nutzung noch deutlich niedriger bei 52 Prozent.

Mit den neuen Arbeitsmodellen wird voraussichtlich zukünftig eine Flächenreduktion einhergehen: Rund 61 Prozent der Befragten rechnen damit, dass der Flächenbedarf pro Arbeitsplatz reduziert wird, indem zum Beispiel Einzelbüros wegfallen. Diese Mitarbeitenden erwarten eine Flächenreduktion von 21 bis 30 Prozent. Dagegen ist ein Drittel der Befragten der Meinung, dass es keine Veränderung geben wird. Ein geringer Anteil von rund 6 Prozent rechnet sogar mit einer Flächenerhöhung von 11 bis 20 Prozent. New Work-Konzepte gehen nicht zwangsläufig mit einer Flächenreduktion einher. Fest steht jedoch: Im Büro der Zukunft werden Flächen anders genutzt werden als zuvor. Shared Spaces machen den größten Flächenanteil aus, während die klassische Arbeitsfläche immer weiter abnimmt.

Das Büro als Flagship-Store

Im Rahmen eines New Work-Konzeptes kommt es neben der Raumaufteilung insbesondere auf deren Gestaltung an. „Im Wettbewerb um Talente wird das Büro zukünftig das Aushängeschild des Unternehmens sein, um Mitarbeiter:innen zu gewinnen und zu halten. Wer hier die Nase vorn behalten will, der muss in die Qualität der Fläche investieren. Wie in einem Flagship-Store erlebe ich im Büro die Arbeitgebermarke, deshalb müssen Markenwerte und Unternehmenskultur in den Räumen spürbar und erlebbar sein“, sagt Martin Becker, Partner bei Drees & Sommer. „Menschen kommen ins Büro, um Kolleg:innen persönlich zu treffen und sich mit dem Arbeitgeber zu identifizieren. Somit werden die Flächen mehr und mehr zur Tankstelle für Identität und Integrität.“

Es wird daher für Unternehmen zunehmend wichtiger, eine Strategie für den Umgang mit dem Thema New Work zu entwickeln. Rund Dreiviertel der Befragten geben an, in ihrem Unternehmen diesbezüglich bereits eine Strategie zu haben oder zu erarbeiten. Dabei sollte die New-Work-Strategie auf die Unternehmensstrategie einzahlen, um ein ganzheitliches Verständnis zu schaffen. Ist das Verständnis intern im Unternehmen vorhanden, so kann auch extern eine Akzeptanz des Themas New Work erzeugt werden und auf die Arbeitgeberattraktivität einzahlen.

Über den Workspace Benchmark Report 2022:

In einer anonymen Umfrage wurden insgesamt 230 Verantwortliche der Bereiche IT, Real-Estate, und HR aus rund 20 unterschiedlichen Branchen befragt. 46 Prozent davon stammen aus Unternehmen mit mehr als 1.500 Mitarbeitenden, 25 Prozent aus dem Mittelstand mit 201 bis 1.500 Mitarbeitenden und die übrigen 29 Prozent repräsentieren kleine Firmen mit 50 bis 200 Mitarbeitenden. Am stärksten vertreten waren Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Automotive, Property Companies sowie Information and Communication Technology (ICT).

Den vollständigen Workspace Benchmark Report 2022 finden Sie hier zum Download: www.dreso.com/de/workspace-benchmark-report

Tarnkappe fürs Internet: COMPUTER BILD testet VPN-Dienste

Hamburg (ots) Wer sich im Internet tummelt, hinterlässt Datenspuren, macht sich durch Hacker angreifbar und kann auf einige Angebote wegen Länderbeschränkungen nicht zugreifen. Viele Nutzer wünschen sich deshalb mehr Sicherheit, Anonymität und Freiheit, wenn sie online sind. VPN-Dienste versprechen genau das. Aber welcher Anbieter ist wirklich gut? COMPUTER BILD hat 16 VPN-Dienste getestet.

COMPUTER BILD-Ausgabe 23/2022

Ein VPN-Anbieter verschlüsselt den Datenverkehr seiner Nutzer und verschleiert ihre Identität im Internet. Dabei wird die eigene IP-Adresse wird durch eine neue des Anbieters ersetzt. Hierfür händigen Nutzer ihre Daten nicht mehr ihrem Internetprovider aus, sondern vertrauen sie dem VPN-Dienst an. Der Anbieter sollte daher verantwortungsvoll mit Daten umgehen. Prima: Kein Dienst zeichnet das Nutzungsverhalten seiner Kundschaft auf. Gute, verständliche Datenschutzerklärungen liefern etwa NordVPN oder CyberGhost.

Ein VPN lässt sich auch zum Umgehen von Ländersperren einsetzen. So können Nutzer im Ausland shoppen oder sie greifen auf ausländische Mediatheken von Streaming-Diensten zu. Fürs Streaming muss ein VPN stabil und schnell sein. Die VPN-Dienste von Bitdefender und Kaspersky lagen mit hervorragendem Tempo an der Spitze, dicht gefolgt von NordVPN.

Fazit: NordVPN holt mit überzeugendem Gesamtpaket den Testsieg. Dicht dahinter und ebenfalls „sehr gut“ ist Surfshark, das sich die Auszeichnung als bestes Streaming-VPN sichert. Bitdefender bietet mit seinem Premium-VPN das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den vollständigen Test lesen Sie in der aktuellen COMPUTER BILD-Ausgabe 23/2022, die ab dem 4. November 2022 im Handel verfügbar ist.

Abdruck mit Quellenangabe „COMPUTER BILD“ honorarfrei.

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WEB: axelspringer.de

Minijob: Höhere Verdienstgrenzen, mehr Steuerfreiheit

Neustadt a. d. W. (ots)

Seit 1. Oktober 2022 dürfen Menschen im Minijob mehr verdienen, nämlich bis zu 520 Euro im Monat. Wie häufig und aus welchen Gründen die Grenze überschritten werden darf, ohne dass gleich Steuern und Sozialabgaben fällig werden, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Verenigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH).

Der Mindestlohn steigt, die Minijob-Verdienstgrenze auch

Der Deutsche Bundestag hatte im Sommer beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn auf 12 Euro brutto pro Stunde zu erhöhen.

Minijob: Höhere Verdienstgrenzen, mehr Steuerfreiheit

Gleichzeitig steigt auch die Minijob-Grenze, damit eine Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zum Mindestlohn möglich ist. Seit 1. Oktober dürfen Minijobber deshalb bis zu 520 Euro im Monat verdienen. Zuvor waren es noch maximal 450 Euro monatlich.

Die Verdienstgrenze für Minijobber wird künftig mit jeder weiteren Erhöhung des Mindestlohns gleitend angepasst: Steigt der Mindestlohn, steigt künftig auch automatisch die Entgeltgrenze für Minijobs, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mit Sitz in Berlin bekannt gibt.

Minijobber dürfen jetzt zweimal im Jahr mehr verdienen

Laut der Deutschen Rentenversicherung arbeiten rund 6,7 Millionen Menschen in Deutschland als geringfügig Beschäftigte in einem Minijob (Stand Oktober 2022). Wer das ganze Jahr über als Minijobber beschäftigt ist, kann mit dem neu geltenden monatlichen Höchstverdienst von 520 Euro insgesamt bis zu 6.240 Euro im Jahr einnehmen.

Seit Oktober dieses Jahres gilt: Minijobber dürfen ihre jährliche Verdienstgrenze in zwei Monaten außerplanmäßig überschreiten. Das heißt: In zwei Monaten eines Kalenderjahres darf ein Minijobber mehr als 520 Euro verdienen, und zwar maximal den doppelten Betrag, also bis zu 1.040 Euro. Ein Verdienst von 7.280 Euro statt 6.240 Euro pro Jahr ist also möglich, wenn die Überschreitung unvorhersehbar und gelegentlich eintritt.

Als „unvorhersehbar“ gilt hier zum Beispiel, wenn eine Arbeitskollegin kurzfristig aus Krankheitsgründen ausfällt und der Minijobber für sie einspringt. Was allerdings nicht erlaubt ist: Wenn der Minijobber als Urlaubsvertretung einspringt. Eine solche Mehrarbeit würde dann als vorhersehbar gelten.

Wichtig: Zur Berechnung der Jahressumme werden nicht nur die laufenden, sondern auch einmalige Zahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld hinzugerechnet.

Minijobs sind prinzipiell steuerpflichtig

Einnahmen aus dem Minijob können entweder pauschal versteuert werden oder individuell nach Lohnsteuermerkmalen. Welche Art der Besteuerung gewählt wird, entscheidet der/die Arbeitgeber/in. Die wahrscheinlich häufigste Variante ist die Pauschalbesteuerung, denn dann sind für den Minijobber keine Steuern fällig.

In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber die Lohnsteuer in Höhe von zwei Prozent des monatlichen Bruttogehaltes. Darin ist auch die Kirchensteuer enthalten. Der Minijobber muss seinen Verdienst nicht in seiner Steuererklärung angeben. Dafür kann er allerdings auch keine Fahrtkosten oder andere Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Übrigens: Arbeitgeber können den Minijobbern nach den allgemeinen steuerlichen Regeln zusätzlich zum Gehalt Fahrtkosten zur Arbeit erstatten oder bezuschussen.

Welche Art der Besteuerung des Minijobs im individuellen Fall am günstigsten ist, prüfen beispielsweise die Beraterinnen und Berater der VLH.

Weitere Informationen zu den neuen Regelungen für Mini- und auch Midijobber finden Interessierte auf den Seiten der Minijob-Zentrale.

Wegen Unwetterschäden ist das Bodetal gesperrt

Bodetal bleibt bis zum Frühjahr 2023 für Wanderer gesperrt

Das starke Unwetter hinterließ leider in der Einheitsgemeinde Thale starke Schäden. Dies betraf insbesondere auch das Bodetal selber. Hier waren zwischen Treseburg und Thale insgesamt 12 Murenabgänge, umgestürzte Bäume und sehr stark beschädigte Wanderwege zu verzeichnen. Nach einer ersten durchgeführten Schadensdiagnose bleibt leider festzustellen, dass das Bodetal bis zum Frühjahr 2023 gesperrt bleiben muss.

Landesforstbetrieb Ostharz und die Stadt Thale werden im Oktober mit einem finanziellen Kraftakt die Wanderwege in einer Gemeinschaftsaktion zusammen wieder herrichten. Der Landesforstbetrieb übernimmt dabei den Abschnitt zwischen Treseburg und der Teufelsbrücke, während die Stadt Thale sich um die Bereiche zwischen Teufelsbrücke, Königsruhe und Waldkater kümmern wird. Entsprechende Aufträge zur Beräumung sind dazu bereits bei Fachfirmen in Auftrag gegeben worden. Diese sollen nach Verfügbarkeit der Firmen im Oktober / November abgearbeitet werden. Nach der üblichen, jährlichen Wintersperre ab Ende Oktober soll dann der Harzer Hexenstieg im Frühjahr 2023 wieder eröffnet werden.

Die Schurre zur Rosstrappe wurde leider so schwer beschädigt, dass hier ein umfangreiches Schadensgutachten erstellt werden muss. Eine Wiedereröffnung dieses Wanderweges im Jahr 2023 erscheint zum heutigen Zeitpunkt leider sehr fraglich.
Der Präsidentenweg vom Bodetal zur Rosstrappe ist wieder begehbar. 

Im Bodetal ist auf Grund der jetzigen geologischen Situation jederzeit mit weiteren Murenabgänge und Steinschlägen zu rechnen. Jeder Wanderer betritt die Wanderwege auf eigene Gefahr und sollte insbesondere im Interesse der eigenen Sicherheit sehr aufmerksam sein.
Das Gasthaus Königsruhe, die Jugendherberge Waldkater und die Berghotels Rosstrappe und Hexentanzplatz bleiben erreichbar.

WEB: https://www.bodetal.de/