Archiv der Kategorie: Forschung & Wissenschaft

CBD-Unternehmen erhält Förderung des Wirtschaftsministeriums

Der Berliner Hersteller von CBD-Extrakten Becanex erhält Forschungsgelder für die Entwicklung neuer Lebensmittelzusätze

Berlin (ots) Das High Tech Food Startup Becanex hat vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) 227.000 Euro Fördergelder für Forschung und Produktentwicklung erhalten. Das Berliner Unternehmen hat sich auf die Extraktion von Cannabidiol (CBD) und anderer Inhaltstoffe aus Industriehanf spezialisiert. Mit den Fördermitteln wird Becanex eine cannabinoidhaltige Emulsion entwickeln, die sich stabil in der industriellen Lebensmittelproduktion verarbeiten lässt. Gerade die notwendige Stabilität ist bei den gängigen Lösungen am Markt nicht gegeben.

Becanex Geschäftsführer Sebastian Kamphorst in der Produktionsstätte Berlin-Adlershof

Die Nachfrage nach Functional Foods mit CBD steigt kontinuierlich. Bisher bestand eine der größten Herausforderungen jedoch darin, dass CBD und andere Cannabinoide instabil und nicht wasserlöslich sind. Dies erschwert die Produktentwicklung.

Durch die Entwicklung gebrauchsfertiger Formulierungen will Becanex zum Hauptlieferanten für Cannabinoid-Extrakte für die Lebensmittelbranche werden. Das Unternehmen plant die Entwicklung des neuen Verfahrens Ende 2022 abzuschließen. Becanex rechnet damit bis zu diesem Zeitpunkt auch die benötigte Novel Food Lizenz für seine CBD-Extrakte erhalten zu haben. Diese ist Voraussetzung für den Vertrieb von cannabinoidhaltigen Lebensmitteln. Das gesamte Projektvolumen umfasst 505.000 Euro. 45 Prozent davon werden von ZIM gefördert. Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ist ein bundesweites Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI), welches die Entwicklung technischer Innovationen in Unternehmen unterstützt.

„Wir sind dankbar für die ZIM-Förderung. Sie zeigt, dass von Bundesseite reges Interesse an der Etablierung einer hiesigen Forschung zu Cannabinoiden und deren Anwendung besteht. Durch die Nutzung unserer patentierten One-Step Extraktionstechnologie können wir nun unseren technologischen Vorsprung bei der Extraktion auf die Produktentwicklung übertragen. Unser Ziel ist es eine Emulsion herzustellen, die THC-frei ist, aber ansonsten alle Cannabinoide und Terpene enthält, die in der Hanfpflanze zu finden sind.“, erklärt Sebastian Kamphorst, Geschäftsführer und Gründer von Becanex.

Die Antragsstellung erfolgte im Rahmen des deutsch-kanadischen Netzwerkes Cannabis-Net, welches ebenfalls durch das BMWI gefördert wird. Das Netzwerkmanagement unterstützt die Unternehmen bei der Antragsstellung. Gleichzeitig findet eine enge Vernetzung mit anderen mittelständischen Unternehmen im Bereich Cannabis statt, um den Wissensaustausch zu fördern. Die Leiterin des Netzwerkes Prof. Dr. Simone Graeff-Hönninger: „Wir gratulieren Becanex zur erfolgreichen Antragsstellung und freuen uns, dass junge innovative Startups über die ZIM-Förderung die Möglichkeit erhalten, ihre zukunftsweisenden Ideen in die Realität umzusetzen und sich somit neue Märkte erschließen können. Die Projektidee, die Becanex nun umsetzen kann, schafft für den Cannabismarkt und die gesamte Branche neue Möglichkeiten. Darüber hinaus liefert sie ein interessantes Ausgangsprodukt für cannabinoidhaltige Lebensmittel, von denen wir auch nach den aktuellen BGH-Urteilen sicher mehr in den Lebensmittelregalen finden werden.“

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Pressemitteilung in Ihrer Berichterstattung aufgreifen und stehen Ihnen für Fragen und Interviewtermine gern zur Verfügung.

Über Becanex

Becanex ist deutschlandweit das erste Extraktionsunternehmen, das sich auf die Extraktion von Cannabinoiden und Terpenen aus Industriehanf spezialisiert hat. Das High-Tech Food Startup produziert hochwertige CBD-Extrakte und entwickelt für seine Kunden Produkte im Lebensmittel- und Kosmetikbereich. Basis dafür ist das eigens entwickeltes und patentiertes One-Step-Extraktionsverfahren, das ein natürliches und besonders mildes Extrakt herstellt. Becanex wurde 2018 von Geschäftsführer Sebastian Kamphorst und dem heutigen Technischen Direktor Eral Osmanoglou gegründet und beschäftigt mehr als 30 Mitarbeiter. Produziert wird in Berlin-Adlershof. Zu den Kunden zählen Markenhersteller aus Deutschland, Europa, Südafrika und Australien.

www.becanex.com

Innovationswettbewerb „Gravity Challenge“ findet erstmals in Deutschland statt

München (ots) Innovationen fallen nicht vom Himmel, auch wenn sie dort vielfach eine frühe Anwendung finden. Um Technologien aus der Luft- und Raumfahrttechnik für neue Lösungsansätze auf der Erde einzusetzen, führt Deloitte Deutschland in diesem Jahr erstmals die „Gravity Challenge“ durch.

Innovationswettbewerb „Gravity Challenge“ findet erstmals in Deutschland statt / Innovationen fallen nicht vom Himmel, auch wenn sie dort vielfach zu finden sind. Die Deloitte Gravity Challenge fördert Innovationen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrttechnik.

Gemeinsam mit 12 Partner-Unternehmen – darunter NASA Harvest und Lufthansa Technik ebenso wie die Stadt Aachen und Amazon Web Services – hat Deloitte 16 Aufgabenstellungen aus 12 Ländern ausgewählt. Auf die Lösung dieser Challenges können sich ab Dienstag (13. April) Teams aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Start-up-Szene in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, USA, Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Australien sowie Japan bewerben.

„Offene Netzwerke und diverse Denkweisen sind eine grundlegende Voraussetzung für innovative Lösungen“, sagt Egbert Wege, Consulting-Partner bei Deloitte. „Mit der Gravity Challenge holen wir jetzt eine global vernetzte Innovationsplattform nach Deutschland, mit der wir in anderen Ländern erfolgreich neue Ansätze gefördert haben.“

Die ausgewählten Herausforderungen sind vielfältig: So sucht zum Beispiel NASA Harvest nach technologiebasierten Lösungen, um landwirtschaftliche Flächen mit den zugehörigen Feldfrüchten auf Satellitenbildern korrekt zu identifizieren; Lufthansa Technik will die Internet-Konnektivität in Passagierflugzeugen verbessern und die Stadt Aachen möchte den innerstädtischen Verkehrsfluss optimieren, um damit Emissionen zu reduzieren.

„Angebote für klimaschonende Mobilitätslösungen sind für die Stadt Aachen als Wissenschaftsstandort selbstverständlich, vernetzt in der ganzen Welt werden hier Lösungen für die Menschen vor Ort entwickelt und umgesetzt“, sagt Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin für Aachen. „Dabei sind wir auf moderne Technologien angewiesen und sind sehr gespannt, welche neuen Impulse uns die Gravity Challenge bei dieser Herausforderung geben wird.“

Teams, die sich für die Gravity Challenge qualifizieren, erhalten für die Dauer des Wettbewerbs exklusiven Zugang zu Daten aus der Weltraumtechnologie. „Mit der Gravity Challenge stellen wir die Bewerberteams nicht nur vor einige der spannendsten Herausforderungen unserer Zeit, sondern wir fördern damit auch den Austausch zwischen Innovatoren, Wissenschaft und Unternehmen“, so Wege. „So mancher Ansatz, der hier in den nächsten neun Monaten diskutiert wird, mag noch wie Zukunftsmusik klingen. Doch angesichts der Herausforderungen einer globalen Wirtschaft sind wir gut beraten, innovative und zukunftsfähige Ideen frühzeitig in allen Branchen und Lebensbereichen zu fördern.“

Mit rund 20 Experten aus den Bereichen Data Science, Space Technology und Innovation wird Deloitte die Auswahl vielversprechender Lösungsansätze begleiten und den Austausch zwischen ausgesuchten Teams und den jeweiligen Unternehmen orchestrieren. Pro Challenge wählt eine Jury fünf Teams aus, um die Lösungsansätze erarbeiten. Ab September wird ein Team mit der jeweiligen Firma in die konkrete Umsetzung und Implementierung gehen.

Die Gravity Challenge wurde 2019 von Deloitte Australien ins Leben gerufen. Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://gravitychallenge.space/