Archiv der Kategorie: Harz

Mitstreiter in der Waldentwicklung

Was hat das Eichhörnchen mit der Waldentwicklung im Nationalpark Harz zu tun?

Das kleine Eichhörnchen im Eckertal ist offensichtlich gut über den Winter gekommen. Das ist aber auch kein Wunder, denn im vergangenen Herbst gab es viele Bucheckern, so konnte es reichliche Wintervorräte anlegen.

Ein fleißiger Helfer bei der Waldentwicklung im Nationalpark Harz
(Foto: Sabine Bauling)

Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe. Ihre Wintervorräte verstecken sie im Waldboden unter Laub, gern an alten Wurzeln. Dort holen sie sich im Winter ihr Futter. Aber das eine oder andere Depot vergessen sie auch.

Die vergessenen Bucheckern beginnen zu keimen und es können sich daraus kleine Buchen entwickeln. So tragen die Nager zur Verbreitung der Buche bei. Weitere Helfer sind aus dem gleichen Grund Mäuse und Eichelhäher.

Anders als z.B. die Nadelbäume, deren geflügelte Samen durch den Wind weit getragen werden, fallen die schweren Bucheckern in der Nähe des Mutterbaums zu Boden. Eichhörnchen und ihre Mitstreiter helfen so mit ihrem Transport der Bucheckern bei der Verbreitung der Buche und damit beim Waldwandel, so Sabine Bauling, stellvertretende Leiterin des Nationalparks Harz.

Allerdings schaffen sie es nicht allein, die Buche zurück in den Harz zu bringen, weil es in den Fichtenreinbeständen viel zu wenige Samenbäume gibt und die einzelnen kleinen Pflänzchen sehr vielen Gefahren ausgesetzt sind, wie z.B. dem Wildverbiss. Deshalb pflanzt die Nationalparkverwaltung Buchen bis in eine Höhenlage von ca. 750 m über NHN, um die Rückkehr der Baumart in diese Bereiche des Nationalparks Harz zu initiieren. Im Frühjahr 2021 werden es 234.000 Stück Laubbäume sein, zumeist Buchen, aber auch Roterlen, Birken, Weiden und Bergahorn, sogar einige Vogelkirschen.

Leider können Corona-bedingt derzeit keine öffentlichen Pflanzaktionen stattfinden und wir müssen die vielen Freiwilligen auf den Herbst 2021 vertrösten. Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender, die mit ihrem Beitrag den Waldwandel im Nationalpark Harz unterstützen, so Sabine Bauling abschließend.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Wildnis-Workshops und mehr im Harz

Online-Tagung am 12. und 13. April 2021

Die Hochschule Magdeburg-Stendal veranstaltet am 12. und 13. April gemeinsam mit dem Jungen Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. und dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Magdeburg eine Online-Tagung. Interessierte können an insgesamt 21 Workshops zu einem breiten Spektrum an Themen teilnehmen – diese reichen über Digitalisierung bis zur Wildnisbildung.

Mit dabei sind auch zwei spannende Wildnisworkshops u.a. mit Experten aus dem Nationalpark Harz. Mehr Infos und Hinweise zur Anmeldung gibt es auf https://wildnisindeutschland.de/12-13-04-2021-online-wildnis-workshops.

Waldbus startet erst am 7. April im Harz

Saisonstart der Linie 875 Bad Harzburg – Rabenklippe verschiebt sich coronabedingt

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert die KVG mbH Braunschweig über den leicht verschobenen Saisonstart der Waldbus-Linie 875 Bad Harzburg – Rabenklippe:

„Bedingt durch die gesetzlichen Einschränkungen, die aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nach wie vor bestehen, startet der ab 01.04.2021 geplante Linienverkehr auf der Saisonlinie 875 Bad Harzburg − Molkenhaus − Rabenklippe − Bad Harzburg erst am 07.04.2021. Wir bitten die Fahrgäste um Verständnis“.

Da uns aktuell viele Fragen dazu erreichen, möchte wir in eigener Sache ergänzen: Das Nationalpark-Luchsgehege an der Rabenklippe ist für Besucher zugänglich. Schaufütterungen finden aktuell jedoch nicht statt.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

DrohnenflugVideo.de – Gegensteine Ballenstedt im Harz

Die Gegensteine bei Ballenstedt im Harz. Zwei Kilometer nördlich von Ballenstedt befinden sich zwei steil aufragende Felsnadeln, die Gegensteine.

Gegensteine bei Ballenstedt im Harz

An der Straße von Ballenstedt nach Badeborn führt nach etwa 2 km ein Weg in westliche Richtung. Hier hat man eine super Aussicht vom begehbaren Felsen. Der Große Gegenstein mit einer Höhe von 243,6 Metern kann mittels in den Fels geschlagener Stufen und Treppen bestiegen werden. Auf seinem Gipfel wurde im Jahr 1863 im Auftrag des Fürsten von Anhalt ein Kreuz errichtet, das im Jahr 1993 erneuert wurde. Vom Gipfel genießt man einen weiten Ausblick über das Vorland und zum Harz. Ein Besuch der Gegensteine bei Ballenstedt ist fast noch ein Geheimtipp für Ihren Besuch im Harz. Nicht ganz so bekannt wie die anderen Teile der Teufelsmauer sind die Gegensteine noch nicht so stark besucht. Wer diese Steinlandschaft erkunden will, wird mit einem Panorama der Harzlandschaft von Ballenstedt bis Quedlinburg belohnt. Also besuchen Sie die Gegensteine im Harz.

DrohnenflugVideo.de – Warnstedter Mühle bei Thale im Harz

Die Warnstedter Mühle bei Thale.

Wer sich dem Ort Warnstedt aus Richtung Osten nähert, sieht schon von Weitem auf einer Anhöhe am Ortsrand das Wahrzeichen dieser Siedlung im nördlichen Harzvorland. Dort steht auf einem gut einsehbaren Areal eine der klassischen Windmühlen, wie sie einstmals z.B. zum Mahlen von Getreide verwendet wurden. Der Mühlenverein Warnstedt hat sich den Erhalt dieses historischen Bauwerks zur Aufgabe gemacht. Anläßlich des Mühlentages lädt der Verein zur Besichtigung der Warnstedter Mühle ein. An diesem Tag haben Sie die Möglichkeit, einen Blick ins Innere dieses Gebäudes und auf die dortige Technik aus vorindustrieller Zeit zu werfen. Der Standort der Mühle eignet sich außerdem gut für eine Aussicht auf die Teufelsmauer zwischen Thale und Warnstedt.

DrohnenflugVideo.de -Teufelsmauer Hamburger Wappen bei Timmenrode im Harz

Die bizarre Gesteinsgruppierung liegt immerhin auf 252 Meter über Normal Null bei Timmenrode im Harz und ist Teil der sagenumwobenen Teufelsmauer.

Teufelsmauer Hamburger Wappen

Sie erhielt ihren Namen, weil die drei aufrecht stehenden Gesteins zacken an das Wappen von Hamburg erinnern. Eigentlich ist der Name des Felsgebildes „Drei Zinnen“, aber im Volksmund wird diese Felsanordnung seit geraumer Zeit Hamburger Wappen genannt. Anlässlich der 800-Jahr-Feier des Ortes Timmenrode im Jahr 1999 wurde direkt am Felsen eine Hinweistafel mit dem Wappen der Freien und Hansestadt Hamburg mit Unterstützung dieser norddeutschen Großstadt angebracht. Die Felsformation erhebt sich rund 90 Meter über das angrenzende Gelände. Die Sandsteinfelsen selbst kommen dabei auf eine Höhe von etwa 40 Meter. Nicht ganz ungefährlich ist es jedoch auf diese Felsnadeln hinaufzuklettern. Hier sollten vor allen Dingen die Eltern auf ihre Kinder achten. Auch die „Großen“ haben Ihre Freude am Klettern. Dabei sollte man aber höhentauglich sein, dann kann man in luftiger Höhe seine Tasse Kaffee trinken. Mit seinen vielen Höhlen und Vorsprüngen lädt dieser Aussichtspunkt auch die kleinen Wanderfreunde zum Entdecken und Klettern ein. Vom Ort Timmenrode aus können Sie das Hamburger Wappen in wenigen Minuten erwandern. Direkt am Sportplatz gibt es einen kleinen kostenlosen Parkplatz, welcher sich gut als Ausgangspunkt für die Wanderung eignet. Von dort aus beträgt die Entfernung zur Felsfomation etwa einen Kilometer. Besuchen Sie Timmenrode im Harz.

Nationalpark Harz für Zuhause – Haareis

Wir wollen wieder ein bisschen Nationalpark-Feeling zu euch nach Hause bringen und haben heute etwas ganz Besonderes für euch.

Nationalpark-Feeling

Unsere Nationalpark-Rangerin Steffi hat Haareis entdeckt. Es bildet sich nur bei ganz bestimmten Witterungsbedingungen im Buchenwald. Wie es entsteht, stellt sie euch in diesem Video unserer Nationalpark-für-Zuhause-Reihe vor. Viel Spaß. Besucht uns auch auf http://www.nationalpark-harz.de​

DrohnenflugVideo.de – Teufelsmauer bei Weddersleben im Harz

Teufelsmauer in Weddersleben.

Teufelsmauer in Weddersleben.

Die Teufelsmauer im Harz ist eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland, die auf etwa 20 km Länge von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg im Harz verläuft. Zahlreiche herausragende Einzelfelsen tragen Eigennamen. Die Teufelsmauer bei Weddersleben wird auch Adlersklippen genannt. Viele Sagen und Mythen haben sich gebildet, um die Besonderheit dieses Ortes erklärbar zu machen. Er wurde daher bereits im Jahr 1833 durch den Landrat unter Schutz gestellt, um den Abbau des begehrten Bausandsteins zu unterbinden. Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist seit 1935 als Naturschutzgebiet Teufelsmauer und Bode nordöstlich Thale ausgewiesen und zählt damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Der Harznordrand mit der Teufelsmauer wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.