Archiv der Kategorie: Jobs & Ausbildung

Klinikum bekommt Verstärkung in der Pflege – 175 Absolventen feiern erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung

Stuttgart (ots) Die Pflege im Klinikum Stuttgart wächst weiter. 175 Auszubildende haben ihre Ausbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums erfolgreich abgeschlossen. 90% der Pflegekräfte bleiben dem Klinikum erhalten und setzen ihre Karriere im größten Krankenhaus Baden-Württembergs fort.

90 Prozent der frisch examinierten Pflegekräfte bleiben dem Klinikum Stuttgart erhalten und setzen ihre Karriere in Baden-Württembergs größten Krankenhaus fort.

Ein buntes Bild bot sich am heutigen Freitag im Klinikum Stuttgart. 175 Auszubildende feierten ihren Abschluss an der hauseigenen Akademie für Gesundheitsberufe. Damit bekommt das Klinikum Stuttgart neue, hochmotivierte Kolleginnen und Kollegen, die in den Pflegestationen, den OP- und Kreißsälen und den hoch technisierten Bereichen wie den Laboren und den radiologischen Kliniken dringend benötigt werden.

Das Klinikum Stuttgart investiert viel, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, so der Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen: „Wir bieten sichere Arbeitsplätze, gute Bezahlung, anspruchsvolle Aufgaben und gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hinzu kommen neue Personalwohnungen in moderner und nachhaltiger Bauweise, von den sowohl Auszubildende als auch Mitarbeitende profitieren.“ Die Entscheidung, die Ausbildungskapazitäten kontinuierlich zu erhöhen, sei richtig gewesen, zeigt sich Jürgensen überzeugt: „Es freut mich, dass dieses Angebot Früchte trägt und wir weiter Personal aufbauen können, allen voran in der Pflege.“ Heute arbeiten im Klinikum Stuttgart 150 Pflegekräfte mehr in der Pflege als vor drei Jahren.

Die hohe Übernahmequote nach der Ausbildung freut auch den Pflegedirektor des Klinikums Stuttgart, Oliver Hommel: „90% der Pflegekräfte bleiben nach ihrer Ausbildung im Klinikum Stuttgart. Hier bieten sich vielfältige Karrieremöglichkeiten und das Versorgungsspektrum, vom Frühgeborenen bis zur Altersmedizin, ist riesig. Etwa 20% der Auszubildenden nutzen die Möglichkeit eines ausbildungsintegrierten Studiums. Andere werden in den nächsten Jahren eine mehrjährige Weiterbildung, z.B. im Bereich Intensivpflege und Anästhesie, beginnen. Pflege bietet heute so vielfältige Karrieremöglichkeiten wie noch nie.“

Rund 500 Pflegekräfte im Klinikum Stuttgart haben eine Fachweiterbildung absolviert. Alleine in der Intensivpflege und Anästhesie arbeiten 240 speziell qualifizierte Fachkräfte. Weitere haben beispielsweise eine besondere Zusatzausbildung für die Onkologie. Wie kaum ein anderes Krankenhaus in Deutschland treibt das Klinikum auch die Akademisierung der Pflege voran und nutzt die Expertise dieser Mitarbeiter:innen, um die Pflege weiter zu verbessern, sei es im Bereich der Delirprävention, dem Temperaturmanagement von Frühgeborenen oder der Weiterentwicklung psychiatrischer Gruppenarbeit. Vielfältige Auszeichnungen für die Pflege sind die Folge, etwa der Gewinn der landesweiten Abstimmung zu “ Deutschlands beliebtesten Pflegeprofis“ für das Team der Neonatologie oder eine Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) für das Pflegeteam der Stroke-Unit für die pflegewissenschaftliche Implementierung von Innovationen.

Klinikum Stuttgart

Das Klinikum Stuttgart umfasst das Katharinenhospital, das Krankenhaus Bad Cannstatt und Deutschlands größte Kinderklinik, das Olgahospital. 8.000 Mitarbeitende, darunter 3.000 Pflegekräfte und über 1.000 Ärztinnen und Ärzte, versorgen jährlich rund 90.000 Patienten stationär und mehr als 600.000 ambulant, einschließlich 100.000 Notfällen. Über 3.600 Geburten und mehr als 53.000 Operationen werden jedes Jahr im Klinikum Stuttgart betreut. Das Katharinenhospital wird derzeit für über 800 Mio. EUR neu gebaut und schafft modernste Infrastrukturen für die Patientenversorgung.

Web: www.klinikum-stuttgart.de

MINT steht in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ganz oben auf der Agenda

Ministerinnen besuchen Wissensfabrik-Schule und tauschen sich zu Ideen für bessere MINT-Bildung aus

Ludwigshafen (ots)

  • Dr. Stefanie Hubig, Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, und Theresa Schopper, Kultusministerin von Baden-Württemberg, tauschen sich zur MINT-Bildung in den Ländern aus und besuchen das Max-Planck-Gymnasium in Ludwigshafen
  • Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. stellt MINT-Hub als Modell für landesweit hochwertige MINT-Bildung vor
  • Max-Planck-Gymnasium setzt Wissensfabrik-Projekt „IT2School – Gemeinsam IT entdecken“ um
Die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Mitte) und Dr. Stefanie Hubig, Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz, trafen sich in der Geschäftsstelle der Wissensfabrik zum Austausch über die MINT-Bildung in ihren Ländern. Im Fokus standen dabei die Bildungsprojekte der Wissensfabrik, darunter IT2School – Gemeinsam IT entdecken. Bei einem Schulbesuch hatten die Ministerinnen die Projekte zuvor im Unterricht gesehen. Links im Bild Mike Thisling-Pfeifer, Schulleiter des Max-Planck-Gymnasiums in Ludwigshafen am Rhein. Foto: Wissensfabrik

Digitalisierung, Klimawandel und Künstliche Intelligenz sind die großen Herausforderungen unserer Zeit: Wer wird in Zukunft die dafür nötigen Lösungen vorantreiben? „Unsere Gesellschaft braucht junge Frauen und Männer, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lieben, leben und darin ihre berufliche Zukunft sehen. Es ist deshalb unsere Aufgabe, Kinder und Jugendliche für MINT-Themen zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie spannend diese Bereiche sein können. In Rheinland-Pfalz fangen wir bereits in der Kita mit der MINT-Förderung an und führen sie ganz konsequent in den Grund- und weiterführenden Schulen fort. Gemeinsam mit der Wissensfabrik arbeiten wir hervorragend im Rahmen des deutschlandweit ersten landesweiten MINT-Hubs zusammen“, erklärt Dr. Stefanie Hubig. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin besuchte gemeinsam mit Kultusministerin Theresa Schopper aus Baden-Württemberg das Max-Planck-Gymnasium in Ludwigshafen. Die Schule setzt im MINT-Hub Rheinland-Pfalz das Wissensfabrik-Projekt „IT2School – Gemeinsam IT entdecken“ um und steht dabei in einer Bildungspartnerschaft mit der BASF SE. „MINT-Bildung ist in Baden-Württemberg sehr wichtig. Wir haben im Land viele Unternehmen, die auf gut ausgebildete Fachkräfte in den MINT-Berufen angewiesen sind. Dafür legen wir in den Schulen den Grundstein. Ich möchte mir heute ansehen, wie das Hub-Konzept in Rheinland-Pfalz funktioniert, und mir selbst einen Eindruck vom Wissensfabrik-Projekt IT2School machen“, sagt Theresa Schopper.

Das Max-Planck-Gymnasium setzt IT2School seit drei Jahren um. Lehrkräfte der Schule stellten den Ministerinnen das Projekt vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Im Anschluss tauschten sich die Ministerinnen in der Geschäftsstelle der Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. zur Zukunft der MINT-Bildung in beiden Ländern aus.

Der MINT-Hub Rheinland-Pfalz ist Teil der Landesstrategie Rheinland-Pfalz „Digitale Bildung entscheidet“ und „MINT läuft“. Die Wissensfabrik initiiert MINT-Hubs in verschiedenen Bundesländern und stellt die Bildungsprojekte „IT2School – Gemeinsam IT entdecken“ und „KiTec – Kinder entdecken Technik“ zur Verfügung.

Als Vertreter der Wissensfabrik begleiteten ihr Mitbegründer Franz Fehrenbach, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, und Dr. Axel Jentzsch, Leiter des Bereichs Bildung, die Ministerinnen. „Mit IT2School lernen Kinder und Jugendliche, was sich hinter den Bits and Bytes verbirgt – sie verstehen, was hinter der virtuellen Oberfläche passiert. Damit werden sie von puren Anwendern zu mündigen Bürgern, die verstehen und mitgestalten können“, erklärt Dr. Jentzsch.

Dr. Stephan Bross, Lenkungskreisvorsitzender der Wissensfabrik und CTO bei KSB SE & Co. KGaA, begrüßte im Anschluss die Ministerinnen, um mit ihnen über Chancen und Möglichkeiten eines MINT-Hubs in Baden-Württemberg zu sprechen: „Es ist unser gemeinsames Ziel, ganz im Sinne des Public-Private-Partnership-Gedankens die MINT-Bildung an unseren Schulen auszubauen und zu verbessern. Jedes Kind muss die Chance haben, sich für MINT begeistern zu können. Wir brauchen in unserer Gesellschaft engagierte Fachkräfte, Ideengeber und Innovatoren, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Es freut mich, dass wir in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zwei Ministerinnen haben, die MINT-Bildung zur Chefinnensache erklärt haben, und dass wir als gemeinnütziger Verein ebenfalls einen Beitrag leisten können“, so Dr. Bross.

Über die Wissensfabrik

Die „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ ist eine bundesweite Initiative von Unternehmen und Stiftungen, die gesellschaftlichen Herausforderungen wie Digitalisierung und Klimawandel mit Zukunftskompetenz begegnet und damit die Innovationskraft Deutschlands stärkt: Der gemeinnützige Verein mit rund 130 Mitgliedern aller Branchen und Größen engagiert sich für MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie für Startup-Förderung in Deutschland. Ein Schwerpunkt sind Bildungsprojekte für Mädchen und Jungen aller Altersklassen, bei denen Wissenstransfer und Kompetenzvermittlung zu den Themengebieten Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Mittelpunkt stehen.

Darüber hinaus begleitet die Wissensfabrik Gründer*innen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der deutschen Startup-Szene. In unterschiedlichen Formaten vom Speedmentoring bis zum Gründer*innenwettbewerb WECONOMY vernetzt die Wissensfabrik neue Gründerenergie mit langjähriger Geschäftserfahrung.

Die Wissensfabrik ist eine besonders wirkungsvoll arbeitende Organisation: Für ihr Technik-Projekt KiTec hat sie das Phineo Wirkt-Siegel erhalten. Mehr auf www.wissensfabrik.de.

Hörakustiker holen Gesellen Freisprechungen der Jahre 2020 bis 2022 nach

Fachkräfte des Hörakustiker-Handwerks aus ganz Deutschland feiern ihren Ausbildungsabschluss

Lübeck (ots) Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben rund 2.500 Auszubildende ihre Gesellenprüfung im Hörakustiker-Handwerk bundesweit zentral am Campus Hörakustik in Lübeck erfolgreich abgelegt.

Bildunterschrift: biha-Präsidentin Marianne Frickel begrüßt die Absolventinnen und Absolventen der Jahre 2020 bis 2022 im „Strandsalon“ in Lübeck bei ihrer Gesellenfreisprechungsfeier am 10.09.2022. Bildquelle: biha 2022 / Fotograf: Michael Skwarciak

Pandemiebedingt konnte ihre feierliche Freisprechung bisher nur online stattfinden. Am 10. September 2022 erhielten die Absolventinnen und Absolventen der Prüfungsjahre 2020 bis 2022 die Gelegenheit, ihren Berufseintritt mit dem Gesellenbrief als Hörakustik-Fachkräfte in einem systemrelevanten Gesundheitshandwerk gebührend zu feiern. Ihre bundesweite Freisprechung durch Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), erfolgte in Lübeck. Grußworte sprachen Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Stephan Fuesers, Studiendirektor der bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS), sowie Janine Otto, Vizepräsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker.

Frickel zeigte sich erfreut, die Gesellenfreisprechung persönlich vor Ort nachholen zu können: „Natürlich führte in Pandemiezeiten zunächst kein Weg an der Verlagerung einer solchen Feier in den Online-Raum vorbei. Wir freuen uns, mit den Hörakustik-Gesellinnen und -Gesellen nun aber doch noch eine richtige Gesellenfreisprechung abhalten und entsprechend feiern zu können.“ Bei den rund 400 Gesellinnen und Gesellen, welche aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, kam die Freisprechungsfeier sehr gut an. Die große Wertschätzung, welche der Campus Hörakustik sowie die Bundesinnung der Hörakustiker ihren neuen Gesellinnen und Gesellen und Branchenmitgliedern entgegenbringen, wurde bei dieser einzigartigen Veranstaltung deutlich. Die Lehrkräfte, Dozierenden und Prüferinnen und Prüfer wurden ebenfalls bei der Feier gewürdigt, da sie den Ausbildungsstart und -abschluss sowie Unterricht der dringend benötigten Nachwuchskräfte durchgehend ermöglicht haben.

In den vergangenen drei Pandemie-Jahren wurden am Campus Hörakustik insgesamt 12.000 schriftliche Klausuren korrigiert und 3.000 Anpassgespräche geführt sowie 3.000 Otoplastiken (Ohrpassstücke) gefertigt. Insgesamt wurden 12.000 praktische Prüfungen abgenommen. „Eine solche Leistung gebietet einer angemessenen Würdigung in Form einer schönen Gesellenfreisprechungsfeier, auch wenn sie pandemiebedingt etwas später stattfindet“, bestätigt Marianne Frickel.

Hintergrund zum Campus Hörakustik

Der Campus Hörakustik ist das zentrale Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungszentrum der Hörakustik in Deutschland. Im Rahmen einer international einmaligen Lernortkooperation der Bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS) und der Akademie für Hörakustik (afh) unterrichten die afh und die LBS seit 1972 gemeinsam auf dem Campus zukünftige Hörakustiker und Hörakustikerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet in der Theorie und Praxis. Auch die Zwischen- und Gesellenprüfungen sowie Meisterkurse und -prüfungen finden auf dem Campus statt. Der Campus Hörakustik und die duale Hörakustik-Ausbildung haben weltweit Vorbildcharakter.

WEB: biha.de

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist hausgemacht – Insider verrät 5 Tipps

… wo Handwerksbetriebe jetzt intern umstrukturieren müssen

Oberreichenbach (ots) Der Ruf nach mehr Personal im Handwerk wird immer lauter. Handwerksbetriebe sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass immer mehr Fachkräfte abwandern und zu wenig neue Mitarbeiter nachkommen. Letzteres liegt häufig an den Betrieben selbst.

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist hausgemacht – Insider verrät 5 Tipps, wo Handwerksbetriebe jetzt intern umstrukturieren müssen

„Attraktive Konditionen sind der Schlüssel zu motivierten Mitarbeitern“, sagt Vivien Schaible. Sie ist Recruiting-Spezialistin und unterstützt Handwerksbetriebe bei der Personalgewinnung. Gerne gibt sie im Folgenden fünf Tipps, was Handwerksunternehmen jetzt ändern müssen, um endlich erfolgreiches Recruiting zu betreiben.

Tipp 1: Recruiting zur Chefsache machen

In Zeiten des Fachkräftemangels ist Recruiting eine Investition in die Zukunft – genauer gesagt: es ist eine Investition in den Fortbestand des Unternehmens. Entsprechend wichtig ist es, dem Thema Mitarbeitergewinnung oberste Priorität beizumessen und es zur Chefsache zu machen, anstatt es als einen „lästigen Kostenfaktor“ zu betrachten, der nur dann in Angriff genommen wird, wenn gerade dringend ein Mitarbeiter gebraucht wird.

Tipp 2: Attraktivität als Arbeitgeber stärken

In der heutigen Zeit reicht es längst nicht mehr aus, Mitarbeiter „nur“ zu finden. Vielmehr müssen Unternehmen sich aktiv darum bemühen, ihre Beschäftigten zu halten, indem sie sich dem veränderten Bewerberverhalten anpassen. Um effizient potenzielle Kandidaten anzusprechen, gilt es, intensiv an der eigenen Arbeitgeberattraktivität zu arbeiten. Eine geeignete Maßnahme könnte zum Beispiel sein, ein Corporate Benefit Programm zu implementieren, um dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten sich wohlfühlen. Auch einfache Dinge wie ein Tischkicker oder eine Tischtennisplatte kommen gut an.

Tipp 3: Recruiting-Spezialisten mit ins Boot holen

Recruiting ist ein komplexes Thema, das Unternehmen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollten. Ohne Zeit und Geld in die Personalgewinnung zu investieren, geht es nicht. Wer ohnehin kaum Zeit hat, holt besser Recruiting-Spezialisten mit ins Boot, statt sich selbst an einer Recruiting-Kampagne zu versuchen, die aufgrund von Zeitmangel dann schlimmstenfalls lieblos und unprofessionell wirkt. Ganz oft geht dieser Schuss nach hinten los – und wirft zu allem Überfluss auch noch ein negatives Licht auf das Unternehmen.

Tipp 4: Talentpool aufbauen

Anstatt die Kapazitäten der Mitarbeiter über ihr Limit hinaus auszuschöpfen, sollten Unternehmen sich frühzeitig darum bemühen, einen Talentpool aufzubauen. Damit sammeln sie nicht nur Bewerbungen potenzieller Kandidaten, die in Zukunft für eine Position in Frage kommen könnten, sondern entlasten auch ihre Mitarbeiter, wodurch Abgänge verhindert werden.

Tipp 5: Sichtbarkeit als Schlüssel

Die besten Benefits bringen jedoch nichts, wenn niemand davon weiß. Aus diesem Grund sollten Unternehmen besser früher als später in die Sichtbarkeit gehen, indem sie sich um den Aufbau einer attraktiven Social-Media-Präsenz bemühen – eine Strategie, die unter Umständen erfolgsentscheidend sein kann. Nur so werden die eigenen Stellenanzeigen auch tatsächlich gesehen – und offene Stellen können zeitnah besetzt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass auch wirklich die richtigen Plattformen genutzt werden.

Über Vivien Schaible:

Vivien Schaible ist die Gründerin und Geschäftsführerin der VS RecruitingFabrik GmbH. Sie unterstützt mittelständische Unternehmen aus der Industrie und dem Handwerk dabei, qualifizierte Fachkräfte aus ihrer Region zu finden und für sich zu gewinnen. Dabei setzt die Expertin zusammen mit ihrem Team auf ein ganzheitliches Social Media Recruiting und sorgt so für einen kontinuierlichen Bewerberfluss bei ihren Kunden. Mehr Informationen dazu unter: https://recruitingfabrik.de/.

Pflegestreik unterbrochen!

Recruiting-Experte erklärt Pflegeeinrichtungen, welche Schritte für das Aufstocken ihres Personals jetzt essenziell sind

Bielefeld (ots) Der Pflegestreik war das große Thema der vergangenen Wochen. Er nahm Dimensionen an, die für Deutschland bis dato unvorstellbar schienen: Pflegekräfte kämpften für bessere Arbeitsbedingungen und neue Tarifverträge. Zugleich forderten sie echte Wertschätzung abseits von Gesten wie anerkennendem Klatschen oder der Erwähnung in den Twitter-Trends. Jetzt soll der Pflegestreik vorerst unterbrochen sein.

MONE Consulting GmbH

„Das Ergebnis, wenn es denn amtlich wird, ist lediglich eine kleine Zwischenpause – und es wird noch viel heftiger wieder kommen, wenn jetzt die Gelegenheit nicht genutzt wird“, sagt Michael Moskal. Er ist Geschäftsführer der Agentur Pflegekraft.de und hat in den letzten Monaten über 500 Pfleger interviewt, um detailliert zu erfahren, was sie sich wünschen und wie die Branche besser werden kann.

In diesem Ratgeber erklärt er Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, wie sie jetzt handeln müssen, um ihr Personal aufzustocken und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter optimal zu erfüllen.

Die Arbeitgeberattraktivität steigern

Den Pflegekräften zuhören, ihre Arbeit auch durch Benefits wertschätzen und Förderungen nutzen – diese Maßnahmen können die Zufriedenheit der eigenen Belegschaft deutlich steigern. Dabei gibt es zahlreiche Förderprogramme, die jede Einrichtung in Anspruch nehmen kann. Profitieren auch die Pfleger davon, handelt es sich um eine echte Win-win-Situation. Der Zugriff auf vom Arbeitgeber bezahlte Massagen soll hierfür als Beispiel dienen. Sie verbessern die allgemeine Gesundheit der Mitarbeiter, was in weniger Ausfallzeiten resultiert. Damit gehen auch Kosteneinsparungen und ein entspannteres Arbeitsklima einher.

Zugleich wünschen sich zahlreiche Pflegekräfte eine bessere Bezahlung. Das ab 01. September 2022 geltende Tarifgesetz ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Da damit jede Einrichtung an eine Bezahlung nach Tarif gebunden sein wird, ist laut Michael Moskal jedoch weiteres Umdenken gefragt. Betriebe müssen sich überlegen, wie sie ihre Arbeitgeberattraktivität über den finanziellen Aspekt hinaus steigern können.

Das Team sorgfältig zusammenstellen

Einrichtungen müssen bei der Einstellung neuer Pflegekräfte sorgfältiger vorgehen. Aufgrund des Fachkräftemangels werden nämlich häufig unpassende Personen ins Team aufgenommen. Das sorgt für Probleme wie Unzuverlässigkeit oder häufige Ausfallzeiten. Diese belasten selbst die besten Mitarbeiter massiv – und eine überfordernde Abwärtsspirale setzt sich in Gang.

Außerdem wünschen sich viele Pfleger verbindliche Dienstpläne. Dank der Planbarkeit können sie ihr Privatleben deutlich entspannter genießen, was essenziell für die körperliche und geistige Gesundheit ist. Einrichtungen sind also gefragt, die richtigen Pflegekräfte einzustellen, um ihre Mitarbeiter über die Arbeitszeit hinaus zu entlasten.

Einrichtungen müssen für deutlich mehr Bewerbungen sorgen

Recruiting ist auch Sache der Geschäftsführung. Dieses Bewusstsein muss sich festsetzen. Waren kleinere Budgets vor zehn Jahren noch ausreichend, ist das heute längst nicht mehr der Fall. Heute bei der Personalgewinnung zu sparen, kann fatal sein. Das beweist nicht zuletzt der vergangene Pflegestreik.

Die Geschäftsführung muss also für einen verlässlichen Zustrom an Bewerbungen sorgen. Investitionen und eine zeitgemäße Gestaltung des Recruitings sind spätestens mit Blick auf die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit unumgänglich. Ein Grund hierfür ist auch die überdurchschnittlich hohe Fluktuation in der Pflege.

Über Pflegekraft.de:

Deutschlandweit half Pflegekraft.de bereits über 150 Pflegeunternehmen dabei, mehr Bewerbungen von Pflegefachkräften zu erhalten. Dadurch mussten Pflegeheime, Pflegedienste und Krankenhäuser nicht länger auf Personalvermittlungen oder Zeitarbeitsfirmen zurückgreifen. Ihre offenen Stellen konnten und können sie erfolgreich mit der Methode von Pflegekraft.de besetzen. Mehr Informationen dazu unter: https://www.pflegekraft.de/

Tipps fürs Videointerview für Bewerber und Unternehmen

München (ots) Egal ob Online oder Vor-Ort: Vor allem vom Vorstellungsgespräch hängt es ab, ob Bewerber und Unternehmen einen guten Eindruck aufeinander machen.

Ein Technik-Check vor dem Online-Bewerbungsgespräch nützt Bewerbern und Unternehmen

Nur dann kommen beide am Ende zusammen. Leider lauern vor allem in der Online-Version des Bewerbungsgespräches, dem Videointerview, immer noch viele Fallstricke. Deshalb hier einige Tipps, die dieses spannende Ereignis zu einem erfolgreichen Ende führen.

Steht ein Videointerview an, gilt für Bewerber:

1. Auf alle Fragen vorbereiten, auf die man sich bei einem klassischen Vorstellungsgespräch auch vorbereitet.

2. Zusätzlich das Video-Tool testen, mit dem das Bewerbungsgespräch stattfindet. Das gibt Sicherheit und man kann die ganze Technik, Ton und Bild so einrichten, dass man professionell wirkt und sich wohl damit fühlt.

3. Außerdem für einen passenden Rahmen sorgen. Dazu gehört nicht nur ein guter Hintergrund, sondern auch, dass man beim Gespräch ungestört von Familien- oder WG-Mitgliedern bleibt.

Mehr Tipps für ein perfektes Video-Interview finden Bewerber in diesem Artikel auf careeasy – Dein Karrieremagazin auf stellenanzeigen.de.

Unternehmen aufgepasst: Mehr als die Hälfte der Bewerber sieht Videointerviews kritisch

Tatsächlich beurteilen über 55 Prozent der Bewerber Videointerviews schlechter als Vor-Ort-Gespräche. Hinter dieser skeptischen Haltung steckt die Sorge, im Video-Call keinen richtigen Eindruck vom neuen Arbeitgeber zu bekommen und sich nicht passend präsentieren zu können. Das zeigt die Candidate Experience Studie 2021/22 von Meta HR und stellenanzeigen.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter M. Wald.

Um dennoch im War of Talents zu bestehen, rät HR-Experte Christoph Athanas Unternehmen deshalb folgendes:

1. Bewerber fühlen sich gut abgeholt, wenn Unternehmen vor dem offiziellen Start des Videointerviews einen kleinen Technik-Check (Ton/Bild/Verbindung) einplanen. Fast automatisch entsteht hier Raum für ein Warm-Up. So fühlen sich Bewerber in dieser meist ungewohnten Situation gut betreut.

2. Wenn ein persönliches Treffen möglich ist, sollte man sich treffen. Das muss ja nicht direkt zum ersten Vorstellungsgespräch sein.

3. Falls ein persönliches Treffen nicht möglich ist, sollten Arbeitgeber den Bewerbern auch im virtuellen Raum möglichst viele der Eindrücke mitgeben, die klassische Vorstellungsgespräche vermitteln.

Weitere Einblicke aus der Studie gibt es im Video „Deep Dive mit Prof. Wald: Candidate Experience – Was wollen Bewerber heute?“ aus der Video-Reihe „HR Total“ von Christoph Athanas.

WEB: stellenanzeigen.de

Damit die Erholung anhält: So gelingt nach dem Urlaub die Rückkehr ins Büro

Eschborn (ots) Von der Liege am Strand direkt an den Arbeitsplatz – das führt häufig zu Stress. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich aber auch die längste Liste an Mails und offenen To-Dos erfolgreich und stressfrei abarbeiten. Tipps, wie das funktioniert, gibt Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin Randstad Deutschland.

Pressegrafik – Gut erholt zurück an die Arbeit – Randstad

Nach dem Urlaub fühlt sich oft an wie vor dem Urlaub. Nach wenigen Tagen im Büro scheint die Erholung selbst nach dem drastischsten Digital Detox schon wieder verpufft. Die häufige Folge: ein Motivationstief, das es in sich hat. Wie steigen Arbeitnehmer:innen entspannt und strukturiert wieder in den Arbeitsalltag ein? Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, sich genug Zeit für die Umstellung vom Urlaubs- in den Arbeitsmodus zu lassen.

3 ½ Tipps für eine reibungslose Rückkehr in den Arbeitsalltag

„Die Auszeit ist wichtig, um die Akkus aufzuladen und den Blick neu zu schärfen“, erklärt Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin bei Randstad Deutschland. „Doch aus dieser Entspannungsphase gut vorbereitet an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ist nicht leicht. Denn oft warten dort etliche E-Mails mit liegengebliebenen oder neuen To-Dos. Mein Tipp: Nehmen Sie sich nicht gleich alle gleichzeitig vor. Kehren Sie zurück, und zwar in Raten.“

Mit einer Vorlaufzeit den Urlaubseffekt verlängern

Planen Sie für Ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz Zeit für eine entspannte Übergangsphase ein. Eine gute Idee ist es, am Ende der Woche, etwa an einem Donnerstag, aus dem Urlaub nach Hause zurückzukehren. Bis zum nächsten Montag haben Sie so einen Puffer, um nicht nur geografisch, sondern auch mental wieder im Job anzukommen.

Idee: Beginnen Sie Ihre Arbeitswoche doch mal an einem Mittwoch oder Donnerstag. Dann dauert es nicht mehr lang bis zum nächsten Wochenende. Das verschafft Ihnen eine kleine Verschnaufpause nach dem Wiedereinstieg. Das Belastungslevel kann gar nicht erst großartig ansteigen.

Den eigenen Erwartungsdruck checken

Während der Übergangsphase hilft es, die eigene Erwartungshaltung an sich selbst genau im Auge zu behalten. Vollgas am ersten Arbeitstag kann und sollte niemand geben. Von 0 auf 100 geht dabei nur das Stresslevel. Geben Sie sich stattdessen Zeit, wieder voll in Schwung zu kommen. Und zwar nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch am Arbeitsplatz.

Durchstarten – mit Ruhe und System

Was und vor allem wer ist in der ersten Woche nach Ihrer Rückkehr wirklich wichtig? Welche Aufgaben, Mails und Termine können warten? Verschaffen Sie sich einen Überblick. Und setzen Sie Prioritäten. An erster Stelle sollte stehen: keine Überstunden machen. Auch die Mittagspause dient nicht zum Nachholen liegengebliebener Aufgaben. Kleine Pausen über die ersten Tage verteilt helfen, sich an das alte Belastungslevel zu gewöhnen. Geizen Sie gerne mit Terminen, soweit es eben geht.

Kleiner Tipp: Setzen Sie sich zu Beginn an einfachere Aufgaben. Je mehr Haken Sie gleich zu Beginn hinter Ihre To Dos setzen können, desto besser erhalten bzw. steigern Sie Ihre Motivation.

Noch ein kleiner Tipp: Wer nach der Rückkehr nicht sofort seine Abwesenheitsnotiz löscht, verschafft sich einen kleinen, aber feinen Wettbewerbsvorteil. Niemand wird es Ihnen übelnehmen, wenn Sie an Ihrem ersten Tag nicht sofort alle eingehenden Mails beantworten. Und Kolleg:innen, die es nicht mehr auf dem Schirm hatten, dass Sie im Urlaub waren, geben Sie mit der Notiz so noch einmal die Chance, sich daran zu erinnern.

So bleibt die Erholung länger nach dem Urlaub bestehen

„Erholung ist nicht nur eine Frage der physischen Fitness“, betont Susanne Wißfeld. „Bringen Sie doch ein bisschen Atmosphäre und gute Laune mit zurück und teilen Sie diese mit Ihren Kolleg:innen. Geteilte Freude hält länger. Und anderen gute Laune zu geben, hat einen motivierenden Effekt auf sich selbst. So behält der Job ein bisschen was vom positiven Flair der sommerlichen Urlaubszeit.“

WEB: www.randstad.de

Sechs Möglichkeiten, um LinkedIn maximal zu nutzen

Stuttgart (ots) LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Berufstätige. Mit mehr als 500 Millionen Nutzern gehört LinkedIn weltweit zu den größten sozialen Netzwerken. Wer weit über die eigenen Kontakte hinaus auf sich aufmerksam machen möchte, ist hier richtig: Ob berufliche Themen oder andere Beiträge, die Reichweite ist enorm.

Robert Kirs

„LinkedIn hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt“, erklärt Robert Kirs, Gründer und Geschäftsführer der Social Media Schwaben GmbH. Als Experte für Social-Media-Marketing weiß er, dass die beliebte Plattform sich längst nicht mehr nur zum Networking eignet, sondern noch ganz andere Möglichkeiten bietet. Im Folgenden zeigt Kirs sechs Tipps, wie Unternehmer LinkedIn jetzt bestmöglich nutzen.

1. Die Bedeutung der persönlichen Seite

Viele Unternehmen erstellen zunächst eine Firmenseite auf LinkedIn. Das ist auch sinnvoll, da diese Seiten grundsätzlich sehr sichtbar sind. Dennoch: LinkedIn ist ein Social Network, das von sozialen Interaktionen lebt. Ernsthafte Reichweiten erhält man daher vor allem über die persönlichen Profile. Wer seine Inhalte zusätzlich zur Unternehmensseite auch hier teilt, profitiert davon, dass sie von sehr viel mehr Menschen gesehen werden.

2. Die individuelle Profilgestaltung

Die Basis einer jeden LinkedIn-Marketingstrategie ist das persönliche Profil. Es sollte möglichst alle relevanten Informationen enthalten, um auf einen hohen Social Selling Index zu kommen – und so dafür zu sorgen, dass die Beiträge eine höhere Reichweite erzielen. Ein knackiger Pitch zum Beispiel bringt viel. Mittlerweile ist es sogar möglich, einzelne Links unter dem eigenen Usernamen zu platzieren, um die Besucher auf die gewünschte Seite zu führen.

3. Diverse Formate und unterschiedliche Features

Um die eigene Reichweite zu erhöhen, sollten User ihre Contentproduktion möglichst divers gestalten. Verschiedene Formate und vielgestaltige Features werden von LinkedIn bevorzugt behandelt – und helfen so dabei, die Menschen abzuholen und zu reaktivieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Livestream, der auf LinkedIn noch relativ neu ist.

4. LinkedIn Event Ads

Natürlich kann man auf LinkedIn auch Werbung schalten. Das lohnt sich vor allem dann, wenn ein Event wie ein Webinar, eine virtuelle Messe oder ein Livestream geplant ist.

5. Dokumente und Präsentationen im Netzwerk

Auch können über LinkedIn ganz einfach, schnell und gezielt wertvolle Inhalte wie Dokumente, Präsentationen und Produktbroschüren geteilt werden, die andernfalls nur in der Schublade der Firma verstauben würden. So können Besucher, die sich dafür interessieren, sich mit den bereitgestellten Informationen auseinandersetzen.

6. Weitere neue Funktionalitäten

Was Unternehmer bei alldem nicht vergessen sollten: LinkedIn testet immer wieder neue Funktionalitäten, weshalb es sehr wichtig ist, sich nie zu 100 Prozent auf die bereitgestellten Features zu verlassen. Denn es kann immer sein, dass ein Feature nach einiger Zeit wieder eingestellt wird – so zum Beispiel die Story-Funktion, die LinkedIn von Facebook übernommen hat. Dennoch sollten User den Neuerungen gegenüber natürlich offen bleiben.

Über Robert Kirs:

Robert Kirs ist Gründer und Geschäftsführer der Social Media Schwaben GmbH, einer Social-Media-Agentur und Unternehmensberatung für B2B-Unternehmen aus dem Mittelstand. Er setzt auf die Kombination aus einer ingenieurmäßigen Vorgehensweise und dem Einsatz von Onlinemarketing, was zu erstklassigen Ergebnissen führt. Weitere Informationen unter: https://www.socialmedia-schwaben.de/

Drei Viertel der deutschen Unternehmen mit Problemen bei Homeoffice

Befragung von 2767 Unternehmen belegt Folgen von mobilem Arbeiten

Hamburg (ots) Mobile Work: Studie zeigt Herausforderungen und Chancen / Viele Investitionen in vernetzte Lösungen geplant

Nicht einmal ein Drittel der deutschen Unternehmen hat die Umstellung auf Homeoffice und mobiles Arbeiten ohne Probleme bewältigt: Nur 27 Prozent der Chefs und Chefinnen geben diese Antwort in einer aktuellen Umfrage für die Trendstudie „Die Zukunft des Arbeitens“. Das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) hat dazu im Auftrag von O2 Telefónica 2767 Unternehmen befragt. Diese können für ihre Einschätzung auf die Lockdown-Erfahrungen von mehr als zwei Corona-Jahren zurückgreifen.

Trendstudie „Die Zukunft des Arbeitens“: Nicht einmal ein Drittel der deutschen Unternehmen hat die Umstellung auf Homeoffice und mobiles Arbeiten ohne Probleme bewältigt.

Die Studie beleuchtet auch die Gründe für die problematische Einschätzung von Belegschaften im Homeoffice: Nur eine Minderheit von 14 Prozent der befragten Chefinnen und Chefs bewertet deren Arbeit als produktiver, wenn sie nicht im Büro tätig sind. Dagegen schätzen 44 Prozent der Teilnehmer die Effektivität bei mobilen Arbeitsformen niedriger ein. Sogar 71 Prozent beklagen eine geringere Kreativität bei Teams, die über verschiedene Orte verteilt sind. Produkt- und Prozessinnovationen werden so erschwert. „Weniger Kreativität im Homeoffice bedroht die Innovationskraft des deutschen Mittelstands und damit unser wichtigstes Asset“, sagt DIND-Geschäftsführer Marc Wittbrock. „Wir sind auf die Ideen unserer Menschen angewiesen, um unseren Wohlstand langfristig zu sichern“, betont Wittbrock.

Unternehmerinnen und Unternehmer reagieren allerdings bereits auf diese Herausforderungen durch neue Formen des Arbeitens: Laut Befragung planen gut drei Viertel der Befragten in den nächsten ein bis zwei Jahren konkrete Investitionen in ihre IT-Ausstattung, die für Mobile Work unerlässlich ist. Unter den genannten Lösungen finden sich vor allem der verstärkte Einsatz von Cloud-Technologie sowie von Programmen, die die Kommunikation und Kollaboration von vernetzten Teams untereinander erleichtern. So sollen die negativen Folgen von Homeoffice aufgefangen werden, an dem 86 Prozent der befragten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer festhalten wollen: Sie fürchten angesichts des herrschenden Fachkräftemangels offenbar, andernfalls im Wettbewerb um junge Talente zurückzufallen.

„Der deutsche Mittelstand hat die Bedeutung der digitalen Transformation für seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verstanden, wie die Studie belegt“, sagt Karsten Pradel, Direktor B2B bei O2 Telefónica. „Um mittelfristig die Profitabilität zu steigern und Kosten einzusparen, sind jetzt stärkere Investitionen in Digitalisierungskompetenz und technische Ausrüstung nötig“, so Pradel weiter.

Über die Studie:

Für die Trendstudie „Die Zukunft des Arbeitens“ hat das DIND in den Monaten Mai und Juni 2022 insgesamt 2767 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer vorwiegend kleinerer und mittelgroßer Unternehmen (KMU) zu ihren Erfahrungen mit Homeoffice und digitaler Transformation befragt. Neben den Auswirkungen neuer Formen des Arbeitens bewerteten sie auch die IT-Ausstattung ihres Unternehmens im Rahmen eines Online-Fragebogens und nahmen zu ihren konkreten Investitionsplänen im Digitalbereich Stellung.

Die vollständige Fassung kann unter https://www.jdb.de/trendstudie-newwork abgerufen werden.

Neue Arbeitsverträge ab August 2022 nötig?

Anwalt erklärt, worauf Arbeitgeber achten müssen

München (ots) Ab 1. August 2022 kommt auf Arbeitgeber ein erheblicher Mehraufwand zu, denn Arbeitsverträge müssen bei der Erstellung weit mehr Informationen erhalten als bisher. Die Änderungen betreffen unter anderem Klauseln bei befristeten Arbeitsverträgen, bei der Zusammensetzung der Vergütung, zur Probezeit, bei der Kündigung und bei dem Thema Überstunden oder Fortbildung.

Dr. Dominik Herzog mit Kanzleipartner Domenic Böhm

„Arbeitgeber sollten sich jetzt frühzeitig mit den Änderungen vertraut machen und Vorbereitungen treffen. Denn wer der Verpflichtung nicht nachkommt, muss nun mit hohen Bußgeldern rechnen“, erklärt Rechtsanwalt Domenic Böhm. Gerne verrät er in diesem Artikel, worauf Arbeitgeber ab 1. August 2022 achten müssen.

Das neue Nachweisgesetz

Am 23. Juni 2022 wurde das neue Nachweisgesetz durch den Deutschen Bundestag verabschiedet – schon am 1. August 2022 wird es in Kraft treten. Der Gesetzgeber setzt dabei eine europäische Richtlinie (RL2019/1152) in deutsches Recht um. Das Ziel besteht darin, Arbeitsbedingungen künftiger transparenter und vorhersehbarer zu gestalten – allen am Arbeitsvertrag beteiligten Parteien also mehr Rechtssicherheit zukommen zu lassen. Zwar gab es das Nachweisgesetz in den vergangenen Jahren bereit, wurde aber häufig von Arbeitgebern stiefmütterlich behandelt. Erst durch die jetzigen Neuerungen wird es für viele Arbeitgeber – insbesondere durch die drohenden Bußgelder bei Verstößen – wirklich relevant.

Diese Arbeitsverträge sind betroffen

Das neue Nachweisgesetz bezieht sich ab dem 1. August 2022 sowohl auf alle neuen als auch auf sämtliche alten Arbeitsverträge. Jedoch gelten die neuen Nachweispflichten automatisch nur bei Neueinstellungen ab dem 1. August 2022. Jedoch können bereits beschäftigte Arbeitnehmer den Arbeitgeber auffordern, eine schriftliche Unterrichtung über die wesentlichen Arbeitsbedingungen ausgehändigt zu erhalten. Ab diesem Zeitraum laufen für jeden Arbeitgeber Fristen für eine Umsetzung. Für jeden einzelnen Verstoß droht durch das reformierte Nachweisgesetz ein Bußgeld – diese waren in der vorherigen Fassung nicht enthalten.

Künftig drohen Bußgelder

Dass die Neufassung des Nachweisgesetzes nicht unterschätzt werden sollte, lässt der Umstand erkennen, dass jeder einzelne Verstoß gegen Pflichten aus dem Nachweisgesetz als Ordnungswidrigkeit definiert wird – und daher mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 2.000 Euro belegt ist. Wohlgemerkt: Diese Summe gilt für jeden einzelnen Verstoß. Dabei ist irrelevant, ob Nachweise fehlen oder lediglich verspätet erbracht werden. Ein Arbeitgeber, der im Eifer des Gefechts zwar die wesentlichen Arbeitsbedingungen aushändigt, diese statt mit der eigenhändigen aber mit einer elektronischen Signatur versieht, begeht bereits eine Ordnungswidrigkeit.

Die wesentlichen Arbeitsbedingungen

Das neue Nachweisgesetz sieht eine Vielzahl an Aspekten vor, die künftig im Arbeitsvertrag enthalten sein müssen. Sie können hier nur einmal verkürzt angerissen werden: Zu diesen wesentlichen Arbeitsbedingungen gehört etwa die Dauer einer Probezeit – sie muss zudem in befristeten Arbeitsverträgen im angemessenen Verhältnis zur Gesamtdauer des Arbeitsvertrages stehen. Ebenso ist bei befristeten Verträgen ein konkretes Enddatum zu nennen. Zugleich ist die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitslohnes einschließlich der Vergütung von Überstunden, Zuschlägen, Prämien oder Sonderzahlungen getrennt anzugeben. Und auch im Einzelfall, wenn diese fällig sind. Daneben sind auch Fortbildungen, soweit ein Anspruch besteht, mit aufzuführen und das Verfahren bei einer Kündigung transparent aufzuzeigen.

Ohne Beratung geht es nicht

Die Umsetzung aller Pflichten, die das neue Nachweisgesetz vorgibt, kann indes auch weiterhin eine große Herausforderung sein. Da jedes Fehlverhalten aber künftig mit einem Bußgeld geahndet wird, steigen die Risiken für den Arbeitgeber. Umso wichtiger ist es, sich so bald wie möglich durch einen Fachanwalt beraten zu lassen und Arbeitsverträge, welchen allen gesetzlichen Anforderungen genügen, erstellen zu lassen. Darüber hinaus sollte die Erstellung eines Factsheets für bereits angestellte Mitarbeiter, das alle wesentlichen Arbeitsbedingungen umfasst, durch einen Experten erfolgen. Nur so kann es gelingen, den Aufklärungspflichten des Gesetzes zu entsprechen.

Über RA Domenic Böhm:

RA Domenic C. Böhm ist Partner von SYLVENSTEIN Rechtsanwälte, einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftskanzleien im digitalen Bereich. Sie betreuen ausschließlich Unternehmer und sind spezialisiert auf alle Aspekte rund um das Führen eines Unternehmens: vom Vertragsrecht über das Arbeitsrecht bis hin zum Medienrecht. Weitere Informationen unter: https://sylvenstein-law.de/