Archiv der Kategorie: Kloster

Das Erbe der Prämonstratenser: Auf kulturhistorischer Spurensuche zwischen Südharz, mittlerer Elbe und Lauenburger Land

Magdeburg Weihnachten 1121 gründete Norbert von Xanten im französischen Prémontré den nach diesem Ort benannten Orden der Prämonstratenser, der sich binnen weniger Jahrzehnte in ganz Europa ausbreitete. In Magdeburg, wo Norbert 1126 zum Erzbischof ernannt worden war, entwickelte sich mit dem Kloster Unser Lieben Frauen ein wichtiges Zentrum des Ordens. Die Prämonstratenser gründeten von hier aus weitere Niederlassungen im mittel- und nordostdeutschen Raum.

Das Erbe der Prämonstratenser

Aus Auslass des 900. Ordensjubiläums der Prämonstratenser lädt das in Magdeburg ansässige Zentrum für Mittelalterausstellungen zu einer kulturhistorischen Spurensuche zwischen Südharz, mittlerer Elbe und Lauenburger Land ein. Brandenburg an der Havel, Havelberg, Jerichow, Klosterrode, Leitzkau, Magdeburg, Pretzien, Quedlinburg, Ratzeburg und Rehna haben sich im Korrespondenzortprojekt „Das Erbe der Prämonstratenser“ zusammengefunden, um an das Wirken der Prämonstratenser zu erinnern. Über das Mittelalter hinaus reicht deren Erbe in Gestalt beeindruckender Bauten, landschaftlicher Prägungen und bedeutsamer historischer Dokumente bis in unsere Gegenwart hinein.

Die Website www.erbe-praemonstratenser.de hält alle Informationen zu den beteiligten Partnern, Museen, Kirchen und Vereinen bereit. Darüber hinaus informieren Ortsportraits und Videos auf anschauliche Weise über die Bedeutung der Prämonstratenser an den verschiedenen historischen Stätten. Damit bieten sich auch in der vorweihnachtlichen Zeit vielfältige Möglichkeiten für Ausflüge und Reisen in die historische Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts und seiner Nachbarn.

D-NEWS.TV – Kloster Huysburg bei Halberstadt im Harz

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D-NEWS.TV – Kloster Huysburg bei Halberstadt im Harz

Ich berichte heute von der Huysburg bei Halberstadt im Harz. Das Kloster Huysburg ist ein Benediktinerkloster auf einem bewaldeten Höhenrücken nördlich des Harzes und neun Kilometer nordwestlich von Halberstadt im Harzkreis des Landes Sachsen-Anhalt. Staatsrechtlich der Gemeinde Huy zugeordnet, gehört das Benediktinerkloster Huysburg kirchenrechtlich zum Bistum Magdeburg, ist darin jedoch exemt. Patronin ist Maria. Nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen errichteten die Franken um 790 auf dem Huy eine Militärstation. Sie diente zur Sicherung der Region gegenüber den Slawen. Nach dem Ausbau Magdeburgs durch Kaiser Otto den Großen verlor die Huysburg an strategischer Bedeutung. Der Haupteingang der Kirche mündet in einer breiten Vorhalle in das westliche Joch des südlichen Seitenschiffes. Der Hochaltar mit dem lebensgroßen Figurenschmuck wurde unter Abt Engelbert Engemann von dem Halberstädter Bildhauer Stubenitzki geschaffen. Im Festsaal, dem sogenannten Kaisersaal, sind Deckengemälde vom Halberstädter Malers Schape zu sehen. Die Orgel auf der Westempore schuf im Jahr 1760 der Orgelbaumeister Adolar Papenius. Der Halberstädter Bildhauer Bartholdi fertigte den Orgelprospekt mit Rokokoskulpturen musizierender Engel auf mehrfach geschwungener und auch an der Unteransicht geschnitzter Empore. Die Marienkapelle war ursprünglich der Gebetsraum für die Einsiedlerinnen am Gottesdienst. Die Statue der Muttergottes ist eine Kopie der romanischen Madonna vom Paradiesportal des Domes in Paderborn. Die Wiedervereinigung im Jahr 1990 brachte neue Möglichkeiten, denn nun war die Isolation des Priorats beendet. Nach Verhandlungen wurden zum 1. Juni 1992 alle Gebäude und Flurstücke innerhalb der Klostermauern, die nicht im kirchlichen Besitz waren, vom Bischöflichen Amt in Magdeburg erworben. Durch den Förderverein der Huysburg werden die Bauvorhaben auf der Huysburg sowie die kirchliche und kulturelle Arbeit der Mönche und des Bistums Magdeburg finanziell unterstützt und inhaltlich begleitet.
Ihre Pia. Danke.