Archiv der Kategorie: Luft & Raumfahrt

OHB-Chef Marco Fuchs zum Kampf gegen den Klimawandel: „Der Mars ist nicht unser Rettungsschiff“

Bremen (ots) Marco Fuchs, CEO des Raumfahrtunternehmens OHB SE, hält die Vorstellung, dass die Menschheit vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels auf andere Planeten wie etwa den Mars flüchten könnte, für Hirngespinste. „Dass wir dereinst einfach in Raumschiffe steigen werden, um auf den Mars oder einen anderen Planeten unseres Sonnensystems umzuziehen, wird nicht passieren.

Marco Fuchs, CEO des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB SE

Der Traum der mulitplanetaren Gesellschaft klingt ganz schmissig, ist aber noch sehr, sehr lange unrealistisch“, schreibt Fuchs in seiner Kolumne „Space Encounter“, die im Digitalmagazin der firmeneigenen Internetseite erscheint. „Vor allem der viel diskutierte Mars eignet sich nun mal ganz und gar nicht dafür. Es gibt fast keine Atmosphäre und der Boden ist giftig. Dagegen ist der fieseste Antarktiswinter ein Wellnessprogramm“, sagt der Raumfahrtunternehmer aus Bremen.

Er sei kein Gegner von wissenschaftlichen Marsmissionen, und eines fernen Tages könne er sich sogar vorstellen, dass die Menschheit dort eine Forschungsstation wie in der Antarktis betreibe. „Aber der Mars ist nicht die Lösung für unser Klimaproblem auf der Erde“, betont Fuchs. „Anders formuliert: der Mars ist nicht unser Rettungsschiff! Statt uns also mit dem Exodus von der Erde zu beschäftigen, sollten wir viel lieber all unsere Kraft und Kreativität darauf verwenden, den Schlamassel, in den wir uns in den vergangenen 200 Jahren auf unserem eigenen Planeten gebracht haben, wieder zu beseitigen.“

Die Ereignisse der vergangenen Monate hätten der Menschheit endgültig vor Augen geführt, dass etwas nicht mehr stimme mit dem Klima. Es sei klar und deutlich geworden, dass nun wirklich keine Zeit mehr zum Reden und Debattieren sei – es müsse gehandelt werden. „Um dafür aber möglichst gute Entscheidungen zu treffen, brauchen wir jedoch noch mehr und noch bessere Daten über den Zustand des Klimas“, fordert Fuchs. „Vom All aus ist es schlicht einfacher, die Nutzung und auch die Zerstörung der Oberfläche zu erfassen. Etwa indem illegale Fischerei, Brandrodung oder Holzschlag genau dokumentiert werden können. Das Problem derzeit besteht ja darin, dass es einfach noch viel zu leicht ist, sich wegzumogeln. Das geht nicht mehr, wenn vom Weltall auf die Erde geschaut wird“, so Fuchs.

„Wir sind gerade in einer Phase angekommen, in der wir mit Satellitenprogrammen wie der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus in die operative Klimaüberwachung der Erde einsteigen“, schreibt der Unternehmer. „Die Mission CO2M, die gerade im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus entwickelt wird, wird es etwa in einigen Jahren ermöglichen, CO2-Emmissionen in der Atmosphäre zu messen und somit die Verursacher ganz konkret zu verorten. Mehr noch: künftig werden Satelliten durch eine Rund-um-die-Uhr-Abdeckung der Erde diese Verursacher sogar im wahrsten Sinn des Wortes auf frischer Tat ertappen können.“ Künftig werde es ein 24/7-Klimamonitoring geben. „Das wird auch dringend nötig sein, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen, vor allem aber jene Länder zu sanktionieren, die sich nicht daran halten. Politiker werden also künftig bessere Daten haben, um ihre Entscheidungen nicht nur zu treffen, sondern deren Richtigkeit und vor allem Notwendigkeit auch zu belegen. Das wiederum macht die Entscheidungen auch legitimer. In einer Zeit, in der Querdenker und andere Verschwörungsgruppen Zweifel an der Seriosität von Wissenschaft säen, ist es enorm wichtig, mit Daten und Fakten zu arbeiten, die über jeden Zweifel erhaben sind“, so Fuchs.

Web: ohb.de

DRF Luftrettung fliegt 1.000.000sten Einsatz

Mehr als eine Zahl: Luftretter erzählen persönliche Geschichten

Filderstadt (ots) Am 19. August 2021 leistete die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen den eine millionsten Luftrettungseinsatz – jeden einzelnen mit dem Ziel, Menschen in Not möglichst schnell medizinisch zu versorgen. Neben der historischen Zahl, die an der Station München stellvertretend für alle Einsatzcrews erreicht wurde, stehen für die Luftretter vor allem die Menschen und ihre Geschichten, die sich hinter den Einsätzen verbergen, im Mittelpunkt. Unter #TeamEineMillionPlus erzählen Mitarbeitende, Partner und Patienten von ihren persönlichen Erlebnissen aus einer Million Einsätzen und machen die Welt der Luftretter erlebbar.

Stellvertretend für alle Crews der DRF Luftrettung hob das Team von Christoph München am 19. August 2021 zum eine millionsten Luftrettungseinsatz ab (v.l.n.r.): Stationsleiter und Pilot Sascha Netzer, Notarzt Dr. med. Torsten Dilger und Notfallsanitäter Franz Trebo.

Als am 19. August 2021 kurz vor 17 Uhr der Alarmmelder an der Station München schrillt, hebt die Einsatzcrew wie gewohnt innerhalb von wenigen Minuten in Richtung Einsatzort ab. Eine 27-jährige Frau muss aufgrund vorzeitiger Wehen so schnell wie möglich für die weitere medizinische Versorgung in eine Spezialklinik gebracht werden. Die dreiköpfige Besatzung übernimmt die Patientin vom bodengebundenen Rettungsdienst und fliegt sie auf direktem Weg ins Klinikum Großhadern. Mit diesem Einsatz wurde die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen zu ihrem 1.000.000sten Einsatz alarmiert. „Wir sind sehr stolz und dankbar, dass wir über eine Million Mal Menschen in medizinischen Notsituationen beistehen konnten. Daher bedanken wir uns von Herzen bei allen, die das mit ihrem Engagement für unsere Patientinnen und Patienten und ihrem Vertrauen in unsere Arbeit möglich gemacht haben“, erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

1.000.000sten Einsatz

Angefangen hat alles mit einem einzigen Hubschrauber, der am 19. März 1973 zum ersten Mal abhob, um einem Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu leisten. Heute fliegt die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen rund 40.000 Einsätze im Jahr, das sind im Durchschnitt etwa 110 Einsätze pro Tag. „Uns ist es besonders wichtig, aufzuzeigen, dass hinter jeder einzelnen Zahl ein Mensch steht und damit ein individuelles Schicksal. Daher stellen wir die persönlichen Geschichten, erlebt und erzählt aus vielen Perspektiven, in den Mittelpunkt“, führt Dr. Krystian Pracz weiter aus. „Das sind zig Millionen Eindrücke und Erlebnisse. Von unseren Crews, von Patientinnen und Patienten, aber auch von unseren Partnern im Rettungsdienst und unseren Fördermitgliedern und Fans. Denn Luftrettung gelingt nur im Team, wenn sich alle Hand in Hand für das Leben einsetzen.“

#TeamEineMillionPlus macht die Welt der Luftretter erlebbar

An bundesweit elf Stationen sind die Crew der DRF Luftrettung rund um die Uhr einsatzbereit. Ausschließlich zur redaktionellen Verwendung unter Angabe der Quelle „DRF Luftrettung“. Hubschrauber, Rettungshubschrauber, Notfall, Notruf, Notarzt, Notärztin, Notfallsanitäter, Notfallsanitäterin, Pilot, Pilotin, Rettungseinsatz, Rettungskräfte, Rettungskette, H145, Fünfblattrotor

Seit jeher macht die DRF Luftrettung, zum Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, einen Schritt mehr, um die Luftrettung weiterzuentwickeln. „Wir bilden aus, engagieren uns in Gremien, geben unser Wissen weiter, entwickeln neue Methoden, bauen exzellentes Know-how aus und nutzen modernste Technik. Alles mit dem Ziel, morgen noch besser und auch hoffentlich mehr Menschen helfen zu können“, erläutert Dr. Krystian Pracz. Über dieses Plus an Herzblut, Engagement und Teamarbeit berichten Luftretter, Partner und Patienten mit bewegenden und emotionalen, aber auch lustigen und alltäglichen Geschichten rund um eine Million Einsätze der Luftretter. Mit #TeamEineMillionPlus lässt die DRF Luftrettung in den nächsten Wochen und Monaten die Menschen an der Welt der Luftretter teilhaben, um auf deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen. Die Luftretter-Community ist eingeladen, die vielfältigen und unterschiedlichen Geschichten kennenzulernen und aktiv ihre eigenen persönlichen Erlebnisse auf Facebook und Instagram zu teilen.

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. An 29 Stationen in Deutschland leistet die gemeinnützige Organisation Einsätze in der Notfallrettung und führt Verlegungsflüge von kritisch kranken oder verletzten Personen zwischen Kliniken durch. An elf dieser Stationen sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an drei Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patientinnen und Patienten aus dem Ausland zurück.

Zur DRF Luftrettung gehören seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern Helicopter GmbH, die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung und ihre Tochterunternehmen 39.971 Einsätze im Jahr 2020.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Jubiläum in Neustrelitz: 25 Jahre Luftrettung

Seit 1. Juli 1996 starten in Neustrelitz Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen „Christoph 48“ der ADAC Luftrettung wird täglich mehrmals alarmiert.

München (ots) Über 25.000 Mal ging es in den vergangenen 25 Jahren von Neustrelitz aus in die Luft. Bis 2006 absolvierte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D rund 8.200 Rettungseinsätze, danach wurde ihr letzter ziviler Luftrettungsstandort von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung mit einer modernen EC135 von Airbus Helicopters übernommen. Der an der DRK Rettungswache Nord stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 48“ wird heute im Durchschnitt drei bis vier Mal am Tag alarmiert.

„Christoph 48“ über dem Schloss Schwerin: Seit 25 Jahren starten von Neustrelitz aus Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen in der Region. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Die ADAC Luftrettung stellt in Neustrelitz die Piloten und die Maschine, das medizinische Personal wird vom DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte gestellt. Neben alltäglichen Notfällen wie Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen nach Unfällen konnten die Crews von „Christoph 48“ in den vergangenen Jahrzehnten auch bei großen Unglücken helfen, wie etwa beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug auf der Strecke Teterow-Malchin am 3. Juni 2007 oder der durch Flugsand verursachten Massenkarambolage auf der A19 bei Laage am 8. April 2011. „Nicht zuletzt solche Ereignisse unterstreichen, welche große Bedeutung die Luftrettungsstation in Neustrelitz für die Notfallversorgung der Menschen in der Region hat“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, und hebt zum Jubiläum die hochprofessionelle Arbeit und das große Engagement der Crew von Christoph 48″ hervor.

Am 26. März 2019: Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern feiern gemeinsam mit der Crew von „Christoph 48“ 1.000.000 Rettungseinsätze der ADAC Luftrettung. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Oft ist der Hubschrauber das schnellste und manchmal auch einzige verfügbare Rettungsmittel. Rund zwei Minuten braucht die Crew, um zum Einsatzort aufzubrechen. Überfüllte Straßen oder zeitraubende Umwege sind dabei kein Hindernis. Am 26. März 2019 konnte die Station ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Stellvertretend für alle Stationen der fliegenden Gelben Engel wurde die Crew für den 1.000.000. Einsatz der ADAC Luftrettung von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, in Schwerin geehrt. „Christoph 48“ war an diesem Tag zu einem neurologischen Notfall in Waren (Müritz) gerufen worden.

Mit dem 25. Jahrestag der Inbetriebnahme ist auch ein Abschied verbunden: Die bisherige Leitende Hubschraubernotärztin Claudia Lossin beendet ihren aktiven Dienst auf dem Rettungshubschrauber. Die Fachärztin für Anästhesie war seit 25 Jahren Teil des Teams in Neustrelitz und übernahm mit dem Wechsel zur ADAC Luftrettung im Jahr 2006 die ärztliche Leitung von „Christoph 48“. Sie hat die Geschichte der Luftrettungsstation Neustrelitz von Anfang an miterlebt und maßgeblich mitgestaltet.

Ihre Position übernimmt Notarzt Dr. Roland Kersten, der seit 2010 zum Team von „Christoph 48“ gehört und ebenfalls Facharzt für Anästhesie ist. Geleitet wird die Station in Neustrelitz von Pilot Steffen Arnold. Leitender Notfallsanitäter (TC HEMS) ist Maik Schuppenhauer. Im vergangenen Jahr wurde „Christoph 48“ zu 1.274 Einsätzen gerufen. Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 38 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen.

Bundesweit mussten die fliegenden Gelben Engel 2020 zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Für die ADAC Luftrettung gGmbH, die ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Stiftung ist, arbeiten bundesweit fast 1300 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 600 Notärzte, 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und 150 Techniker.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Web: ADAC.de

Urlaub zwischen Feuer und Eis

Erstflug der Airline Play von Island nach Berlin-Brandenburg an den BER

Berlin-Brandenburg (ots) Ab sofort verbindet die junge Fluglinie Play die nördlichste Hauptstadt der Welt Reykjavik mit dem deutschen Hauptstadtflughafen BER. Viermal pro Woche fliegt die isländische Airline von dem Inselstaat im hohen Norden Europas in die deutsche Hauptstadtregion und zurück.

Am Flughafen Berlin Brandenburg angekommen. Die Crew der Airline Play wird nach dem Erstflug von Island zum BER begrüßt. Im Bild: Die Crew der Fluglinie Play, Flughafenmitarbeiter/innen, das Flugzeug von der Airline Play am Gate des Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER).

Jung, modern und quietschrot – das ist die neue Fluglinie, die mit Play die Verspieltheit bereits im Namen trägt. Come out and play lautet der Slogan der neu formierten Fluggesellschaft, der eigentlich nicht so recht in das gediegene Auftreten traditioneller Luftfahrtunternehmen passt. Das ist bei Fly Play, wie die Webseite und die Auftritte auf den sozialen Netzwerken heißen, aber nicht auf Unbeholfenheit oder einen Zufall zurückzuführen, sondern Teil des jungen und frischen Markenauftritts. Das etwas andere Auftreten endet dann auch nicht beim Slogan und den feuerwehrroten Flugzeugen. Betritt man die Maschine, wird man nicht von Herren in Anzügen und Damen im Kostüm begrüßt. Das Kabinenpersonal empfängt seine Gäste in weißen Turnschuhen, Hosen, die so knallrot wie das Flugzeug sind, T-Shirt oder Pullover. Die Garderobe des Flugpersonals entspricht dabei so gar nicht den althergebrachten Klischees und Rollenbildern. Und für das Personal endet die Freiheit im Auftritt nicht bei der Kleiderwahl. Auch auf die üblichen Vorgaben zu Frisuren, Nagelfarben oder Tätowierungen verzichtet die Fluglinie vollständig.

Nicht nur das Erscheinungsbild der Marke sowie des Flugpersonals sind bei Play frisch und modern. Auch das Fluggerät ist auf dem neuesten Stand. Auf ihren Strecken setzt das Unternehmen drei Maschinen des Typs A321neo mit jeweils 192 Sitzplätzen ein. Die Mittelstreckenflugzeuge gehören zu der neusten Modellreihe des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Die Flugzeuge der Neo-Serie sind im Vergleich zu den Vorgängerversionen rund zwanzig Prozent effizienter im Verbrauch und somit deutlich emissionsärmer. Auch die Geräuschentwicklung gerade beim Start und der Landung ist durch die markanten Sharklets, den nach oben gebogenen Flügelenden, merklich optimiert.

Montags, donnerstags, freitags und sonntags heben die strahlend roten Flugzeuge von Play am BER ab und landen nach einer Flugzeit von unter vier Stunden auf der Vulkaninsel im äußersten Nordwesten Europas. Flüge gibt es online bereits ab 88 Euro pro Strecke. Und eine Reise in das Land von Feuer und Eis lohnt sich nicht nur aufgrund der günstigen Flüge. Auf der Insel erwarten die Besucherinnen und Besucher atemberaubende Naturphänomene. Island beheimatet mit dem Vatnajökull den größten Gletscher Europas. Neben dem ewigen Eis prägen die Landschaft auf Island 30 aktive Vulkansysteme. Diese sind nicht nur Kulisse für spektakuläre Bilder von Feuerfontänen, sie sind die Grundlage für die vielen warmen Quellen, die zur Erholung inmitten der Natur einladen. Die Hot Pots genannten natürlichen Whirlpools gibt es verteilt über die ganze Insel und die wohl bekannteste Quelle ist die Blaue Lagune im Südwesten unweit der Hauptstadt Reykjavik und gerade einmal 20 Autominuten vom Flughafen entfernt.

Mit der Nordküste in 40 Kilometern Luftlinie zum Polarkreis bietet der Himmel über der Insel regelmäßige faszinierende Naturschauspiele. Im milden Winter ist die Zeit von September bis März perfekt, um nachts die grün flackernden Nordlichter zu beobachten. In den Wintermonaten bleibt dazu aufgrund der äußerst kurzen Tage viel Zeit. Das andere Extrem erlebt man in dem Land der Gegensätze im Sommer. Um die Sommersonnenwende geht die Sonne gar nicht unter und das Land lässt sich auch in der Nacht unter dem Schein der Mitternachtssonne erkunden.

Die Flora und Fauna der nordeuropäischen Insel, mit den nach ihr benannten Islandpferden und der Möglichkeit Wale in freier Natur zu beobachten, ist auch Hollywood nicht verborgen geblieben. Abenteuer von James Bond, Lara Croft und Captain America wurden vor der beeindruckenden Naturkulisse Islands gedreht, ebenso wie die Geschichten von Game of Thrones und Teile der Star Wars Saga. Wer jetzt aber Angst vor übervölkerten Tourismus Hot Spots hat, sei beruhigt. Dass es auf der Insel nicht zu voll wird, verhindert Islands Elfenbeauftragte. Baugenehmigungen werden durch den Schutz des Lebensraums für Elfen und Trolle nur ganz behutsam vergeben. So wurde so manches Hausbauprojekt bereits verworfen und sogar eine geplante Autobahn musste hinter einer Elfenkirche anstehen.

Web: www.berlin-airport.de

Der Traum vom Fliegen: Die DRF Luftrettung startet Ausbildungsprogramm für Berufshubschrauber pilot*innen

Filderstadt (ots) Künftig bildet die DRF Luftrettung Berufshubschrauberpilot*innen aus. Im Jahr 2022 startet die erste „integrierte Ausbildung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in CPL (H) mit ATPL Theorie“. Dabei können erstmals Flugschüler*innen von der geballten Expertise der Luftrettungsorganisation mit ihrer über 45-jährigen Erfahrung in der HEMS-Operation und hochqualifizierten eigenen Fluglehrer*innen profitieren.

Ab 2022 geht die DRF Luftrettung mit ihrem Ausbildungsangebot zum/zur Berufshubschrauberpilot*in an den Start.

Die Akademie der DRF Luftrettung erweitert ihr Portfolio: Voraussichtlich können sich bereits ab dem kommenden Jahr die ersten Flugschüler*innen bei der DRF Luftrettung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in ausbilden lassen. Noch laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die Lehrinhalte und Bewerbungsmodalitäten werden präzisiert sowie die nötigen Abstimmungen mit den Behörden vorgenommen. Die knapp zweijährige Ausbildung soll in der Akademie der DRF Luftrettung in Bühl und am Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stattfinden. So werden die Teilnehmer*innen zusätzlich zu den regulären Schulungsinhalten auch von den praktischen Einblicken in die vielfältigen Bereiche der Luftrettungsorganisation profitieren, z.B. in Seminaren mit den Fachbereichen Technik und Medizin der DRF Luftrettung.

„Seit Jahren besteht ein stetig hoher Bedarf an Hubschrauberpilot*innen. Daher möchten wir uns am Markt mit einem qualitativ hochwertigen Ausbildungsprogramm positionieren und zugleich unseren eigenen Pilot*innennachwuchs rekrutieren. Außerdem ist es als eine der größten europäischen Luftrettungsorganisationen unser Ziel, unsere Expertise an Dritte weiterzugeben und einen weiteren Beitrag für die Sicherheit in der Luftfahrt zu leisten. Es besteht auch die Möglichkeit, das Ausbildungsangebot zu erweitern und andere Luftrettungsorganisationen, Polizeibehörden und Privatkunden anzusprechen“, erklärt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.

Die angehenden Pilot*innen lernen die wesentlichen Grundkenntnisse auf einem speziellen Ausbildungshubschrauber. Bei diesen Flügen und in ihrem gesamten Ausbildungsprozess werden sie von Fluglehrer*innen mit großer Erfahrung angeleitet und begleitet. Darunter befinden sich auch Pilot*innen von Luftrettungsstationen, deren großes fliegerisches Know-how aus vielen Jahren im Einsatz der DRF Luftrettung stammt. Ihr Erfahrungsschatz reicht von Nachtflügen und Windenrettungen über Starts und Landungen in dicht bebautem Gebiet bis hin zu Einsätzen in unwegsamem sowie alpinem Gelände. Bereits seit 2004 bietet die DRF Luftretttung innerhalb ihrer „Approved Training Organisation“ Lehrgänge zum Erwerb von Muster-, Lehr- und Instrumentenflugberechtigungen für verschiedene Hubschraubertypen an.

Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss sind die Teilnehmer*innen nicht nur berechtigt, sondern optimal vorbereitet, um ihre Karriere als Berufspilot*in zu starten. Wer sich anschließend weitere Qualifikationen und Erfahrungen aneignet, könnte auch bei der DRF Luftrettung als Pilot*in dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Erste Informationen zur Ausbildung und die Möglichkeit, sich in eine Mailing-Liste einzutragen, erhalten Interessierte unter: https://www.drf-luftrettung.de/de/pilotenausbildung

Über die DRF Luftrettung

Die DRF-Gruppe mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Insgesamt leistete die Gruppe 39.971 Einsätze im Jahr 2020. An 14 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an acht Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz.

Zur DRF-Gruppe gehören seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern Helicopter GmbH, die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patient*innen aus dem Ausland zurück.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Neuer Rekord: „Christoph 31“ knackt in Berlin die 80.000

München (ots) Crew des ADAC Rettungshubschraubers versorgt 13-Jährigen im Ortsteil Kladow – Weltweit die meisten Starts und Landungen pro Tag – ADAC Luftrettung in der Hauptstadt seit 1987 unfallfrei unterwegs

„Christoph 31“, der Berliner ADAC Rettungshubschrauber, bei seinem 80.000. Einsatz: Der Patient, ein 13-jähriger Junge, der im Ortsteil Kladow einen Fahrradunfall hatte, wurde von der Crew ins Klinikum Potsdam geflogen.

Neue Rekordmarke geknackt: Die Crew des Berliner ADAC Rettungshubschraubers ist Mitte Mai den 80.000. Einsatz seit Bestehen der Luftrettungsstation im Südwesten der Hauptstadt geflogen. Bei diesem „Jubiläumseinsatz“ wurde „Christoph 31“ in den frühen Abendstunden von der Rettungsleitstelle der Berliner Feuerwehr in den Ortsteil Kladow gerufen. Grund war die schwere Verletzung eines 13-jährigen Jungen. Die Crew um Pilot Nico Hellmann, Notfallsanitäter (TC HEMS) Philipp Lex und Notarzt Dr. Georg Girke konnte mit dem Hubschrauber direkt an der Unfallstelle landen, wo bereits die Besatzung eines Rettungswagens mit der Erstversorgung des jungen Patienten begonnen hatte.

Die Verletzung stellte sich als Unterarmfraktur heraus, die sich der Junge beim Sturz auf einem Fahrrad-Rundkurs zugezogen hatte. Im Anschluss an die Versorgung wurde er mit „Christoph 31“ sicher und schnell in das Ernst-von-Bergmann-Klinikum nach Potsdam zur weiteren Behandlung geflogen.

„Solche Einsätze im Stadtgebiet stellen die Crew jeden Tag vor besondere Herausforderungen, weil Starts und Landungen inmitten von Häuserschluchten und belebten Straßen zu den schwierigsten überhaupt gehören“, würdigte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, das Erreichen der neuen Rekordmarke. „Die Station in Berlin hat von den mehr als 1,1 Million Einsätzen der ADAC Luftrettung den bis heute größten Anteil geleistet“, lobte er das große Engagement und die hohe Professionalität der Crew. Mit 80.000 Einsätzen und fast 3000 Notfällen allein im vergangenen Jahr gilt „Christoph 31“ als Rettungshubschrauber mit den weltweit meisten Luftrettungseinsätzen.

„Christoph 31“, der Berliner ADAC Rettungshubschrauber, bei seinem 80.000. Einsatz: Der Patient, ein 13-jähriger Junge, der im Ortsteil Kladow einen Fahrradunfall hatte, wurde von der Crew ins Klinikum Potsdam geflogen.

„Christoph 31“ wurde im Jahr 1987 vom ADAC in Dienst gestellt und hat seither unfallfrei viele tausend Menschen in Berlin und Brandenburg notfallmedizinisch versorgt – und vielen davon das Leben gerettet. Der Hubschrauber und seine Crew sind von Sonnenaufgang, frühestens 7 Uhr, bis Sonnenuntergang einsatzbereit. In technischer Hinsicht und vor allem auch in puncto Flug- und Patientensicherheit gewährleistet „Christoph 31“ Luftrettung auf höchstem Niveau. Die Maschine des Typs H135 von Airbus Helicopters ist mit seiner umfangreichen und innovativen Ausstattung einer der modernsten und sichersten Hubschrauber seiner Größenklasse.

Einsatzgründe sind meist schwere internistische oder neurologische Erkrankungen. Häufig sind auch Freizeit-, Arbeits- und Verkehrsunfälle die Einsatzursache. Die Crew von „Christoph 31“ besteht aus Piloten und Notfallsanitätern (Fachbegriff TC HEMS) der ADAC Luftrettung, während die Notärzte von der Charité am Campus Benjamin Franklin in Steglitz kommen. Dort ist der Hubschrauber auch stationiert.

Im vergangenen Jahr mussten die fliegenden Gelben Engel bundesweit zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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„Christoph 70“ in Jena fliegt 30.000. Rettungseinsatz

München (ots) Crew des ADAC Rettungshubschraubers versorgt in Weimar Frau mit schwerer Luftnot – Seit Übernahme des Standortes vor 23 Jahren rund 1300 Alarmierungen jährlich – Mario Klose löst Ralf Plüch als Stationsleiter ab

„Christoph 70“: Den ersten Einsatz hatte der am Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 70“ im Juni 1994 – damals noch unter dem Rufnamen „SAR77“. Mit dem Rückzug der Bundeswehr aus der zivilen Luftrettung übernahm knapp vier Jahre später, im Januar 1998, die gemeinnützige ADAC Luftrettung die Station.

Der im thüringischen Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 70“ der gemeinnützigen ADAC Luftrettung ist in der vergangenen Woche seinen 30.000. Einsatz geflogen. Seit der Übernahme des Flugbetriebes von der Bundeswehr im Jahr 1998 wurden die fliegenden Gelben Engel damit durchschnittlich 1300 Mal pro Jahr alarmiert.

Bei ihrem „Jubiläumseinsatz“ musste die Crew um Stationsleiter und Pilot Mario Klose, Leitenden Notarzt Dr. Lars Kummer und Leitenden Notfallsanitäter Alexander Meixner (TC-HEMS) eine junge Frau in Weimar mit schwerer Luftnot im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung versorgen. Die Patientin wurde nach der notfallmedizinischen Erstversorgung in Begleitung des Notarztes bodengebunden in die Zentralklinik Bad Berka gebracht. Insgesamt flog die Crew am Tag ihres 30.000. Einsatzes zu weiteren sieben Rettungseinsätzen.

„Christoph 70“: Den ersten Einsatz hatte der am Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 70“ im Juni 1994 – damals noch unter dem Rufnamen „SAR77“. Mit dem Rückzug der Bundeswehr aus der zivilen Luftrettung übernahm knapp vier Jahre später, im Januar 1998, die gemeinnützige ADAC Luftrettung die Station.

Bei dem in Jena eingesetzten Rettungshubschrauber handelt es sich um eine Maschine des Typs Airbus EC 135. Das Einsatzgebiet von „Christoph 70“ erstreckt sich über ganz Thüringen, Nordbayern, das südliches Sachsen-Anhalt und Westsachsen. Zu bundeslandübergreifenden Rettungseinsätzen kommt es häufig bei schweren Unfällen und Unglücken mit mehreren Verletzten.

„Die Station in Jena hat zu den bis heute mehr als 1 Million Einsätzen der ADAC Luftrettung einen entscheidenden Beitrag geleistet. In der Region ist die Crew mit ihrer hohen Professionalität und ihrem großen Engagement als schneller Lebensretter aus der Luft nicht mehr wegzudenken“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Die Crews sind innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit. Geflogen wird täglich von 7 Uhr bis Sonnenuntergang. Alarmiert wird „Christoph 70“ über die Notrufnummer 112, disponiert von der Zentralen Leitstelle in Jena. Sie alarmiert das jeweils nächstgelegene, am besten geeignete Rettungsmittel. Die großen Vorteile des Hubschraubers sind seine Einsatzgeschwindigkeit von rund 230 km/h, seine Schnelligkeit und seine Unabhängigkeit von schwierigen Straßen- oder Verkehrslagen. So kann er 70 Kilometer Entfernung in nur 20 Minuten zurücklegen.

Die Crew von „Christoph 70“ besteht aus drei Piloten der ADAC Luftrettung, 18 Notärzten der Uniklinik Jena und fünf Notfallsanitätern (TC HEMS) des DRK Jena. Neuer Leiter der Station ist seit kurzem Pilot Mario Klose. Der 40-Jährige, der zuvor in Bautzen und Berlin für die ADAC Luftrettung flog, löste den langjährigen Stationsleiter Ralf Plüch ab, der nach 23 Jahren als Pilot von „Christoph 70“ in den Ruhestand ging. Plüch war Thüringens dienstältester Pilot.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 teilt sich das Einsatzspektrum in 39 Prozent Internistische Notfälle wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen, 25 Prozent Verletzungen nach Unfällen, worunter Verkehrs-, Sport, Schul- und Freizeitunfälle fallen, 21 Prozent neurologische Notfälle, wie zum Beispiel einen Schlaganfall sowie Einsätze aus dem Bereich Kindernotfälle.

Den ersten Einsatz hatte der am Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 70“ im Juni 1994 – damals noch unter dem Rufnamen „SAR77“. Mit dem Rückzug der Bundeswehr aus der zivilen Luftrettung übernahm knapp vier Jahre später, im Januar 1998, die gemeinnützige ADAC Luftrettung die Station. Gerade in ländlichen Regionen, wo es oft an Notärzten mangelt, ist der Rettungshubschrauber häufig der schnellste und einzige Weg, den Notarzt zeitgerecht zu schwer verletzten oder kranken Menschen zu bringen – und diese schonend in eine geeignete Klinik zu transportieren.

Im vergangenen Jahr mussten die fliegenden Gelben Engel bundesweit zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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Bremer Piloten-Legende verlässt das Cockpit

München (ots) Abschied von „Christoph 6“-Stationsleiter Rüdiger Engler nach über 40 Dienstjahren – In der ADAC Luftrettung die Rolle seines Lebens gefunden – Verabschiedung im Klinikum Links der Weser – Nachfolger Marc Fahning

Pilot und Stationsleiter der ADAC Luftrettungsstation „Christoph 6“ Rüdiger Engler.

Nach rund 24 Jahren bei der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und über 40 Jahren als Pilot fängt mit dem heutigen Tag für Rüdiger Engler ein neuer Lebensabschnitt an. In einer Corona-konformen und sehr persönlichen Veranstaltung im Klinikum Links der Weser würdigten zahlreiche Mitarbeiter des Klinikums und des ADAC, ehemalige Crewmitglieder, Kolleginnen und Kollegen und weitere Gäste aus dem persönlichen Umfeld die beruflichen Leistungen des langjährigen Piloten und Leiters der Luftrettungsstation „Christoph 6“ in Bremen per Videobotschaft.

Nach seiner Ausbildung zum Polizeibeamten ließ sich der gebürtige Schleswig-Holsteiner zum Hubschrauberpiloten ausbilden. Im Jahr 1985 wechselte er zur Bremer Luftrettung. Hier flog Engler zunächst für den Bundesgrenzschutz (BGS). Als die ADAC Luftrettung 1997 die Station in der Hansestadt übernahm, benötigte die gemeinnützige Luftrettung auch Piloten, so dass Hubschrauberpiloten vom BGS zur ADAC Luftrettung wechselten. Auch der langjährige Stationsleitende Pilot Rüdiger Engler stieg vom „natogrünen“ in den „gelben“ Helikopter um. Die Station der ADAC Luftrettung am Klinikum Links der Weser leitete er sehr engagiert bis heute. Engler ist seit über 40 Jahren Pilot, unfallfrei, mit fast 8000 Flugstunden und über 30000 Landungen.

Pilot und Stationsleiter der ADAC Luftrettungsstation „Christoph 6“ Rüdiger Engler im Cockpit.

„Die Station des ‚Christoph 6‘, mit seinem stets gut gelaunten Leiter Rüdiger Engler, ist etwas ganz Besonderes. Die Zusammenarbeit mit allen in Bremen an der Luftrettung beteiligten Partnern – von Klinikum, Rettungsdiensten, Feuerwehren bis zu den Polizeidienststellen – sowie dem örtlichen ADAC ist herausragend. Dass das so ist, haben wir unter anderem der Begeisterung und dem Engagement Rüdiger Englers zu verdanken“, würdigte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, die Arbeit des fliegenden Gelben Engels.

Die Geschichte der Luftrettung begann 1970 mit „Christoph 1“ in München. Drei Jahre später begann „Christoph 6“ seinen Auftrag als Katastrophenschutzhubschrauber in Bremen. Bereits in der Zeit betreute der ADAC die Station mit. Das Klinikum Links der Weser stellte Anästhesisten, der Arbeiter-Samariter-Bund die Rettungssanitäter. Die Piloten kamen damals vom Bundesgrenzschutz (heute: Bundespolizei) der Grenzschutzfliegerstaffel Küste aus Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein.

1996 gab es Bestrebungen seitens des Bundes, „Christoph 6“ abzuziehen. Bremen wollte seinen Rettungshubschrauber behalten und die ADAC Luftrettung erhielt ein Jahr später den Zuschlag zur Übernahme der Station am Krankenhaus Links der Weser. Seitdem sorgt ein festes Team dafür, dass der Hubschrauber seine Patienten sicher erreicht und transportiert: Ein Pilot der ADAC Luftrettung, Notärzte des Klinikums sowie Notfallsanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Rüdiger Engler für die zahlreichen Videobotschaften, fasste seine Zeit als Hubschrauberpilot zusammen und sprach noch mal über die Zeit, nach dem Pilot sein. „Wäre ich ein Schauspieler, würde ich sagen: In der ADAC Luftrettung habe ich die Rolle meines Lebens gefunden!“ und: „Ich habe einen Traumberuf!“, so der Leitspruch von Rüdiger Engler. „Ich habe vor, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen, ich bin bereits stolzer Großvater und möchte selbst Musik machen. Gerne möchte ich im sozialen Bereich tätig sein, Zeit mit Personen mit Behinderungen verbringen, wo und wann, weiß ich noch nicht,“ so Engler weiter.

Die Nachfolge von Rüdiger Engler wird bereits seit mehreren Monaten gründlich vorbereitet. Als neuer Stationsleiter wird Marc Fahning berufen.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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Innovationswettbewerb „Gravity Challenge“ findet erstmals in Deutschland statt

München (ots) Innovationen fallen nicht vom Himmel, auch wenn sie dort vielfach eine frühe Anwendung finden. Um Technologien aus der Luft- und Raumfahrttechnik für neue Lösungsansätze auf der Erde einzusetzen, führt Deloitte Deutschland in diesem Jahr erstmals die „Gravity Challenge“ durch.

Innovationswettbewerb „Gravity Challenge“ findet erstmals in Deutschland statt / Innovationen fallen nicht vom Himmel, auch wenn sie dort vielfach zu finden sind. Die Deloitte Gravity Challenge fördert Innovationen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrttechnik.

Gemeinsam mit 12 Partner-Unternehmen – darunter NASA Harvest und Lufthansa Technik ebenso wie die Stadt Aachen und Amazon Web Services – hat Deloitte 16 Aufgabenstellungen aus 12 Ländern ausgewählt. Auf die Lösung dieser Challenges können sich ab Dienstag (13. April) Teams aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Start-up-Szene in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, USA, Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Australien sowie Japan bewerben.

„Offene Netzwerke und diverse Denkweisen sind eine grundlegende Voraussetzung für innovative Lösungen“, sagt Egbert Wege, Consulting-Partner bei Deloitte. „Mit der Gravity Challenge holen wir jetzt eine global vernetzte Innovationsplattform nach Deutschland, mit der wir in anderen Ländern erfolgreich neue Ansätze gefördert haben.“

Die ausgewählten Herausforderungen sind vielfältig: So sucht zum Beispiel NASA Harvest nach technologiebasierten Lösungen, um landwirtschaftliche Flächen mit den zugehörigen Feldfrüchten auf Satellitenbildern korrekt zu identifizieren; Lufthansa Technik will die Internet-Konnektivität in Passagierflugzeugen verbessern und die Stadt Aachen möchte den innerstädtischen Verkehrsfluss optimieren, um damit Emissionen zu reduzieren.

„Angebote für klimaschonende Mobilitätslösungen sind für die Stadt Aachen als Wissenschaftsstandort selbstverständlich, vernetzt in der ganzen Welt werden hier Lösungen für die Menschen vor Ort entwickelt und umgesetzt“, sagt Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin für Aachen. „Dabei sind wir auf moderne Technologien angewiesen und sind sehr gespannt, welche neuen Impulse uns die Gravity Challenge bei dieser Herausforderung geben wird.“

Teams, die sich für die Gravity Challenge qualifizieren, erhalten für die Dauer des Wettbewerbs exklusiven Zugang zu Daten aus der Weltraumtechnologie. „Mit der Gravity Challenge stellen wir die Bewerberteams nicht nur vor einige der spannendsten Herausforderungen unserer Zeit, sondern wir fördern damit auch den Austausch zwischen Innovatoren, Wissenschaft und Unternehmen“, so Wege. „So mancher Ansatz, der hier in den nächsten neun Monaten diskutiert wird, mag noch wie Zukunftsmusik klingen. Doch angesichts der Herausforderungen einer globalen Wirtschaft sind wir gut beraten, innovative und zukunftsfähige Ideen frühzeitig in allen Branchen und Lebensbereichen zu fördern.“

Mit rund 20 Experten aus den Bereichen Data Science, Space Technology und Innovation wird Deloitte die Auswahl vielversprechender Lösungsansätze begleiten und den Austausch zwischen ausgesuchten Teams und den jeweiligen Unternehmen orchestrieren. Pro Challenge wählt eine Jury fünf Teams aus, um die Lösungsansätze erarbeiten. Ab September wird ein Team mit der jeweiligen Firma in die konkrete Umsetzung und Implementierung gehen.

Die Gravity Challenge wurde 2019 von Deloitte Australien ins Leben gerufen. Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://gravitychallenge.space/

Landrat Markus Bauer zur Eröffnung des Nationales Erprobungszentrums für Unbemannte Luftfahrtsysteme

Themen in diesem Video: Der DLR-Standort Cochstedt wird der Entwicklung und Erprobung neuer Luftfahrttechnologien im Bereich UAS dienen und für die Nutzung durch Kunden aus der Wirtschaft, von Startups bis hin zu etablierten Luftfahrtunternehmen, zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen zu diesem Beitrag unter: https://bit.ly/3mcSYYt​ Die unbemannte Luftfahrt erlebt gegenwärtig ein rasantes Wachstum, einhergehend mit der Entwicklung neuer Konzepte und Technologien, aus denen schrittweise eine neue Industrie entsteht. In einer europaweit einmaligen Einrichtung, dem Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme, bündelt das DLR seine vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen auf dem Gebiet Unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS). Gemeinsam mit Partnern und Behörden wird an Technologieentwicklungen und Regelwerken zum Betrieb von UAS geforscht. BBGLIVE bietet eine Vielzahl an 10 Jahren Regionalgeschichte aus Bernburg und dem Salzlandkreis. ✔ Social Media: ► Website: https://www.bbglive.de/​​​ ► Facebook: https://www.facebook.com/salzlandmaga…​ ► Twitter: https://twitter.com/bbglive​​​​ ► Instagram: https://www.instagram.com/bernburgerf​​​​… ► Playstore: https://bbglive.chayns.net/​​​​ ► Telegram: https://t.me/salzlandmagazin​​​​ Abonnier uns, damit du immer auf dem laufenden bleibst. ►Youtube: https://www.youtube.com/c/BBGLIVE1​​​