Archiv der Kategorie: Luft & Raumfahrt

Jubiläum für „Christoph 33“: 30 Jahre im Höhenflug

München (ots)

  • Am 21. Dezember 1991 flog der ADAC Rettungshubschrauber seinen ersten Einsatz
  • Bis heute rückte der in Senftenberg stationierte Helikopter über 42.000-mal aus
  • Doppelstation mit „Christoph Brandenburg“ größter Standort der ADAC Luftrettung
Gemeinsam stark: Die Heimat von „Christoph 33“ in Senftenberg ist eine Doppelstation: Der ADAC Rettungshubschrauber fliegt dort zusammen mit dem Intensivtransporthubschrauber „Christoph Brandenburg“.

Als „Christoph 33“ kurz vor Weihnachten im Jahr 1991 von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung in Dienst gestellt wurde, war er einer der ersten Rettungshubschrauber in den neuen Bundesländern. Und seine Bedeutung für das Rettungsdienstwesen der Niederlausitz wurde, gemessen an den Einsatzzahlen, in den folgenden Jahrzehnten immer größer. Von 667 Einsätzen im Jahr 1992 steigerten sich die Einsätze auf 1030 im Jahr 1996 bis zu durchschnittlich rund 1650 in den vergangenen drei Jahren. Geflogen wird von frühestens 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang.

Von seinem Standort in Senftenberg versorgt „Christoph 33“, seit 2007 ein Hubschrauber des Typs EC135 von Airbus Helicopters, die Patienten in einem Radius von 50 bis 70 Kilometern. Gemeinsam mit dem 1994 zusätzlich in Dienst gestellten Intensivtransporthubschrauber „Christoph Brandenburg“, der im 24-Stunden-Betrieb fliegt, ist die Doppelstation in Senftenberg eine der leistungsfähigsten und modernsten Luftrettungsstationen Deutschlands und gleichzeitig die größte der 37 Stationen der ADAC Luftrettung.

Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, sprach der Station zum Jubiläum von „Christoph 33“ seinen Dank und Anerkennung aus: „In Senftenberg wird seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit geleistet, um die notfallmedizinische Versorgung aus Luft sicherzustellen. Gerade in Ausnahmezeiten wie diesen zeigt sich, wie hoch professionell und engagiert unsere Crews den Menschen in der Region beistehen“, lobte er.

Bis zur Fertigstellung im Jahr 2011 investierte die ADAC Luftrettung im Auftrag des Landes 1,6 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Station, die neben der Einsatzzentrale für die beiden Helikopter auch modernste Räume für die Unterbringung der Crews beherbergt. Des Weiteren steht den fliegenden Gelben Engel ein moderner Schulungsraum zur Verfügung, der auch für gemeinsame Trainings mit anderen Rettungskräften verwendet wird.

In Senftenberg besteht die Crew aus insgesamt 13 Piloten der ADAC Luftrettung sowie 35 Notärzten und zehn Notfallsanitätern (TC HEMS) des Klinikums Niederlausitz.

Stationsleiter ist Frank Girschik, Leitender Notarzt Dr. Oliver Eckermann und Leitender Notfallsanitäter Steffen Hirsch.

Alarmiert wird der Helikopter vor allem wegen Verletzungen nach Unfällen, bei internistischen Notfällen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen sowie neurologischen Notfällen.

Ein zum Jubiläum geplanter Tag der offenen Tür muss wegen der Corona-Pandemie leider verschoben werden.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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ACM Aerospace von Kununu als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet

Memmingen (ots) Die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform im deutschsprachigen Raum – kununu.com – zeichnet die ACM Aerospace (Aircraft Cabin Modification GmbH) aus Memmingen mit dem Top Company-Siegel 2022 aus. ACM gehört damit zu den beliebtesten Unternehmen auf kununu.

V.l.n.r.: Roger Hohl (Managing Director), Rahime Kayahan (HR-Manager)

Die ACM Aerospace kann sich über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Das bekannte Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.com hat dem Memminger Unternehmen die Auszeichnung Top Company 2022 verliehen. ACM gehört somit zu den Top-Arbeitgebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vor 14 Jahren gegründet, weist das Online-Portal zwischenzeitlich rund 4.9 Millionen Bewertungen, zu über einer Million Unternehmen aus. Arbeitnehmer, Bewerber und Azubis haben auf kununu die Möglichkeit, die Firma anonym in verschiedenen Kategorien zu bewerten. Dabei hat ACM 4.0 von 5 Sternen erhalten und wird von 78 Prozent der Befragten als Arbeitgeberin weiterempfohlen. „Mit dieser Bewertung gehört unsere Firma zu den 5 Prozent der beliebtesten Unternehmen auf kununu. Das ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein überragender Erfolg unserer kontinuierlichen Investition in tolle Menschen“, freut sich ACM Aerospace Geschäftsführer Roger Hohl.

Regional stark verankert

V.l.n.r.: Roger Hohl (Managing Director), Rahime Kayahan (HR-Manager)

„Diese Auszeichnung freut uns wirklich sehr. Sie bestätigt, dass wir ein zuverlässiger und attraktiver Arbeitgeber sind – ganz besonders auch in den Corona-bedingten schwierigen Zeiten“, betont Roger Hohl. „An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an unser hervorragendes Team aussprechen. Sie haben auch in den vergangenen Monaten viel Flexibilität bewiesen und täglich hervorragende Arbeit geleistet.“ Das international tätige Unternehmen mit über 120 Mitarbeitern ist regional stark verankert und hat in den vergangenen Jahren dank des guten Geschäftsverlaufs zur Stärkung des schwäbischen Wirtschaftsstandorts beigetragen. So stammt der größte Teil der Beschäftigten und der Groß-Lieferanten aus der Region.

Renommierter Kundenstamm

ACM Aerospace ist im Luftfahrbereich spezialisiert auf die Entwicklung, die Produktion und die Überholung des gesamten Kabinen-Interieurs. Hier wird deutsche Ingenieurskunst mit Sinn für Qualität und Praktikabilität verbunden. ACM kreiert gleichermassenßen kostengünstiges wie ästhetisches Design, das alle vorgeschriebenen Anforderungen in der Luftfahrt erfüllt. Dank der langjährigen Erfahrung, des internen Qualitätsmanagements und Sicherungsteams gehören sowohl kleine Flugzeughersteller als auch die weltweit größten Airlines zum Kundenstamm. Seit knapp eineinhalb Jahren stellt ACM auch textile Schutzausrüstungen zur Bekämpfung der Corona-Virus Pandemie her. Nebst dem Standort Memmingen verfügt das Unternehmen durch die Konzern-Gruppe über verschiedene internationale Standorte wie Dubai, Toulouse, St. Nazaire und Bangalore.

Web: www.acm-aerospace.com

ADAC Luftrettung in Ulm: Mit Nightvision in die vierte Welle

München (ots)

  • „Christoph 22“ ab sofort auch abends zu Notfalleinsätzen alarmierbar
  • Flüge in der Dunkelheit mit Nachtsichtbrillen möglich
  • Verbesserung der Notfallhilfe aus der Luft und Entlastung für überbelegte Kliniken
„Christoph 22“ im Einsatz bei Dunkelheit: Ab sofort kann der ADAC Rettungshubschrauber auch in den Abendstunden alarmiert werden.

„Christoph 22“, der am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus stationierte Rettungshubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, wird ab sofort auch im Winterhalbjahr bis 20 Uhr alarmiert. So sind auch in der Dämmerung und bei Dunkelheit Notfalleinsätze und Patientenverlegungen möglich, wenn Patienten mit Schlaganfall, Herzinfarkt oder schweren Verletzungen in der nächstgelegenen Klinik aus Kapazitätsgründen keine Aufnahme finden. „Wir sind froh, dass das Innenministerium Baden-Württemberg als Träger der Luftrettung dieses Projekt insbesondere auch in der derzeit angespannten Coronalage unterstützt,“ lobte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Die für das Winterhalbjahr 2021/2022 genehmigten Flüge nach Sonnenuntergang sind Teil einer bundesweiten Initiative der ADAC Luftrettung, die das Ziel hat, den Rettungsdienst aus der Luft mit einer Erweiterung der Einsatzzeiten in die Dämmerung und Dunkelheit hinein deutlich zu verbessern: Und zwar ressourcen- und kostenschonender als ein 24-Stunden-Betrieb, für den es flächendeckend in vielen Regionen in Deutschland – vor allem in den Nachtstunden – keinen Bedarf gibt.

Die Testphase mit „Christoph 22“, die vom Ulmer Bundeswehrkrankenhaus im Rahmen eines zivil-militärischen Projekts mit der ADAC Luftrettung wissenschaftlich begleitet wird, soll die Chancen der sogenannten bedarfsgerechten Randzeitenerweiterung im Rettungsdienst aufzeigen. Das von der ADAC Luftrettung entwickelte Konzept wird in Mainz bereits bis 22 Uhr erfolgreich umgesetzt – und soll grundsätzlich auf weitere Stationen ausgeweitet werden.

Für die fliegenden Gelben Engel in Ulm bedeutet die Alarmierung bis 20 Uhr eine deutliche Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in der Region. Bisher werden Rettungshubschrauber in den meisten Regionen nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Technisch möglich werden die Rettungsflüge bei Dunkelheit durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“ (NVIS). Es ermöglicht den Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen an unbekanntem und unbeleuchteten Einsatzorten sicher zu starten und zu landen.

Für die NVIS-Einsätze wurde die Ulmer Crew in den vergangenen Wochen intensiv geschult. Der ADAC Rettungshubschrauber, der zu den modernsten Maschinen gehört, wurde zeitgleich mit einem zusätzlichen Scheinwerfer zur besseren Ausleuchtung von Einsatzorten ausgerüstet. Die ADAC Luftrettung hat langjährige Erfahrung im Nachtflug: Seit 2011 fliegen die Crews bei nächtlichen Verlegungstransporten mit Nachtsichtbrillen. 2020 starteten die ADAC Rettungshubschrauber fast 3000-mal in der Dämmerung und bei Nacht. Nach Sanderbusch (Niedersachsen), Senftenberg (Brandenburg), Mainz (Rheinland-Pfalz) und Greven (Westfalen) ist Ulm die fünfte Station, die die hochmoderne NVIS-Technologie nutzt.

„Christoph 22“ ist mit einer Einsatzgeschwindigkeit von rund 230 Stundenkilometern unterwegs und deckt einen Einsatzradius von 70 Kilometern rund um Ulm ab. Er wird schwerpunktmäßig im Raum Ulm/Neu-Ulm, Schwäbischer Alb sowie Teilen von Oberschwaben und Bayerisch-Schwaben eingesetzt. Alarmiert wird der Helikopter vor allem wegen Verletzungen nach Unfällen, bei internistischen Notfällen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen sowie neurologischen Notfällen. Hier kann er seine Vorteile besonders ausspielen.

Der ADAC Rettungshubschrauber ist tagsüber in rund zwei Minuten startklar, bei NVIS-Alarmierungen werden vor dem Start aus Sicherheitsgründen ein bis zwei weitere Minuten benötigt, um die nötigen Wetterdaten einzuholen. Anschließend bringt der Hubschrauber Notarzt und Notfallsanitäter auf schnellstem Wege zum Patienten. Auch die Landung erfolgt vorsichtiger als am Tag und benötigt etwas mehr Zeit. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es zu überprüfen, in welchen Situationen der Einsatz des Rettungshubschraubers auch nach Einbruch der Dunkelheit und trotz des etwas erhöhten Zeitbedarfs sinnvoll möglich ist.

Für „Christoph 22“ sind an der Station in Ulm insgesamt 28 Teammitglieder im wechselnden Einsatz: drei Piloten der ADAC Luftrettung sowie 18 Notärzte und sieben Notfallsanitäter (TC HEMS) der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. 2020 hob „Christoph 22“ zu fast 1.500 Einsätzen ab.

Ulm ist der zweite Standort der Luftrettung in Deutschland. Am 1. November 2021 feierte die Station 50-jähriges Bestehen. Bis 2003 wurde sie mit Piloten und Hubschraubern der Luftwaffe betrieben – mit dem Rufnamen „SAR Ulm 75“. Danach wurde der Hubschrauber gelb und fliegt seitdem unter dem zivilen Rufnamen „Christoph 22“. Aktuell ist die Maschine bei Einsätzen mit der „50 Jahre Christoph“-Sonderbeklebung der ADAC Luftrettung unterwegs.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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Innovator des Jahres 2021 – DDW Die Deutsche Wirtschaft ruft zum Voting Ehrenpreis für Matthias Maurer

Neuss, Düsseldorf, Darmstadt (ots)

  • Die Publikumswahl ist gestartet
  • 17 Kandidaten stehen zur Wahl
  • Der Ehrenpreis steht fest und geht an Astronaut Matthias Maurer

Das Unternehmerportal DDW Die Deutsche Wirtschaft verleiht den renommierten Wirtschaftspreises „Innovator des Jahres“ zum fünften Mal in Folge. DDW ehrt mit diesem Preis Akteure und Hidden Champions der deutschen Wirtschaft, die die Herausforderungen des wirtschaftlichen Handelns und Wandelns meistern und besser noch: als Innovatoren prägen.

Der Ehrenpreis Innovator des Jahres 2021 von Die Deutsche Wirtschaft geht an Matthias Maurer.

Vom Weltkonzern bis zum Mittelständler, von High-Tech bis zur praktischen Neuerung: Innovation zeigt sich in vielen Formen. Die Deutsche Wirtschaft kürt alljährlich Musterbeispiele solcher Innovationen. Denn Innovationskraft braucht es, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt!

17 Unternehmen stehen zur Wahl zum Publikumspreis des „Innovator des Jahres 2021“ und buhlen um die Stimmen der größten Wirtschaftsjury des Landes. Aufgefordert zum Wählen sind die 80.000 im DDW-Mailnewsletter verbundenen Inhaber, CEO und Führungskräfte Deutschlands – und alle, die bei der Abstimmung mitmachen wollen. Traditionell werden unter den abgegebenen Stimmen exklusive Preise verlost.

Die Abstimmungsphase geht bis zum 3. Dezember 2021. Wer den begehrten Publikumspreis gewinnen wird, entscheidet sich auf der Votingseite des Portals: Die Nominierten zum Innovator des Jahres 2021 – Die Deutsche Wirtschaft (die-deutsche-wirtschaft.de)

Zur Wahl stehen: Adidas: Nachhaltigkeitsstrategie in der Textilproduktion, alimex: Nachhaltige Aluminiumbearbeitung , Bucher + Suter: Digitale Servicecenter für Krankenkassen, Drägerwerk: Innovationen in der Medizintechnik, ehotel: Hotelbuchungen neu gedacht, Gigaset: DECT-Mobilteil für Unified Communications Lösungen, I.G. Office-Systems: Analoge Dokumentenverarbeitung, Kern-System: Profiling für Führungskräfte, macmon: ZukunftsweisendeIT-Security, Markthalle Zwanzig: Onlineshop für qualitativ hochwertige Lebensmittel, moccamedia: Moderne Kommunikationsarbeit, MRM: Nachhaltiges Wirtschaften mit Software-Lizenzen, Obermeyer: Bauplanung, Ratiodata: Hardware2Go, Shippeo: Marktführende Supply-Chain Visibility-Plattform, Südvers: Digitales Versicherungshandbuch, Wiseforce: Alter als strategischer Vorteil für nachhaltiges Unternehmenswachstum.

Ehrenpreisträger „Innovator des Jahres 2021“ ist der deutsche Astronaut Matthias Maurer

Dr. Matthias Maurer steht mit seiner aktuellen Mission beispielhaft für Pioniergeist und den Mut, Grenzen zu überwinden. Er repräsentiert – an wortwörtlicher exponierter Stelle – den Forschungs- und Technologiestandort Deutschland, und seine Karriere steht stellvertretend für die persönlichen Chancen, die Forschung und Wissenschaft eröffnen können. Nicht zuletzt zeigt er mit seinem aktuellen Einsatz, dass Spitzentechnologie immer auch des Menschen bedarf, diese zu nutzen und für sinnvolle Zwecke einzusetzen. Dafür erhält Dr. Matthias Maurer den Ehrenpreis INNOVATOR DES JAHRES von Die Deutsche Wirtschaft. Er folgt auf Frank Thelen, Dr. Wladimir Klitschko und Judith Williams, die den Preis in den letzten Jahren entgegen genommen haben.

Web: https://die-deutsche-wirtschaft.de/

OHB-Chef Marco Fuchs zum Kampf gegen den Klimawandel: „Der Mars ist nicht unser Rettungsschiff“

Bremen (ots) Marco Fuchs, CEO des Raumfahrtunternehmens OHB SE, hält die Vorstellung, dass die Menschheit vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels auf andere Planeten wie etwa den Mars flüchten könnte, für Hirngespinste. „Dass wir dereinst einfach in Raumschiffe steigen werden, um auf den Mars oder einen anderen Planeten unseres Sonnensystems umzuziehen, wird nicht passieren.

Marco Fuchs, CEO des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB SE

Der Traum der mulitplanetaren Gesellschaft klingt ganz schmissig, ist aber noch sehr, sehr lange unrealistisch“, schreibt Fuchs in seiner Kolumne „Space Encounter“, die im Digitalmagazin der firmeneigenen Internetseite erscheint. „Vor allem der viel diskutierte Mars eignet sich nun mal ganz und gar nicht dafür. Es gibt fast keine Atmosphäre und der Boden ist giftig. Dagegen ist der fieseste Antarktiswinter ein Wellnessprogramm“, sagt der Raumfahrtunternehmer aus Bremen.

Er sei kein Gegner von wissenschaftlichen Marsmissionen, und eines fernen Tages könne er sich sogar vorstellen, dass die Menschheit dort eine Forschungsstation wie in der Antarktis betreibe. „Aber der Mars ist nicht die Lösung für unser Klimaproblem auf der Erde“, betont Fuchs. „Anders formuliert: der Mars ist nicht unser Rettungsschiff! Statt uns also mit dem Exodus von der Erde zu beschäftigen, sollten wir viel lieber all unsere Kraft und Kreativität darauf verwenden, den Schlamassel, in den wir uns in den vergangenen 200 Jahren auf unserem eigenen Planeten gebracht haben, wieder zu beseitigen.“

Die Ereignisse der vergangenen Monate hätten der Menschheit endgültig vor Augen geführt, dass etwas nicht mehr stimme mit dem Klima. Es sei klar und deutlich geworden, dass nun wirklich keine Zeit mehr zum Reden und Debattieren sei – es müsse gehandelt werden. „Um dafür aber möglichst gute Entscheidungen zu treffen, brauchen wir jedoch noch mehr und noch bessere Daten über den Zustand des Klimas“, fordert Fuchs. „Vom All aus ist es schlicht einfacher, die Nutzung und auch die Zerstörung der Oberfläche zu erfassen. Etwa indem illegale Fischerei, Brandrodung oder Holzschlag genau dokumentiert werden können. Das Problem derzeit besteht ja darin, dass es einfach noch viel zu leicht ist, sich wegzumogeln. Das geht nicht mehr, wenn vom Weltall auf die Erde geschaut wird“, so Fuchs.

„Wir sind gerade in einer Phase angekommen, in der wir mit Satellitenprogrammen wie der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus in die operative Klimaüberwachung der Erde einsteigen“, schreibt der Unternehmer. „Die Mission CO2M, die gerade im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus entwickelt wird, wird es etwa in einigen Jahren ermöglichen, CO2-Emmissionen in der Atmosphäre zu messen und somit die Verursacher ganz konkret zu verorten. Mehr noch: künftig werden Satelliten durch eine Rund-um-die-Uhr-Abdeckung der Erde diese Verursacher sogar im wahrsten Sinn des Wortes auf frischer Tat ertappen können.“ Künftig werde es ein 24/7-Klimamonitoring geben. „Das wird auch dringend nötig sein, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen, vor allem aber jene Länder zu sanktionieren, die sich nicht daran halten. Politiker werden also künftig bessere Daten haben, um ihre Entscheidungen nicht nur zu treffen, sondern deren Richtigkeit und vor allem Notwendigkeit auch zu belegen. Das wiederum macht die Entscheidungen auch legitimer. In einer Zeit, in der Querdenker und andere Verschwörungsgruppen Zweifel an der Seriosität von Wissenschaft säen, ist es enorm wichtig, mit Daten und Fakten zu arbeiten, die über jeden Zweifel erhaben sind“, so Fuchs.

Web: ohb.de

DRF Luftrettung fliegt 1.000.000sten Einsatz

Mehr als eine Zahl: Luftretter erzählen persönliche Geschichten

Filderstadt (ots) Am 19. August 2021 leistete die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen den eine millionsten Luftrettungseinsatz – jeden einzelnen mit dem Ziel, Menschen in Not möglichst schnell medizinisch zu versorgen. Neben der historischen Zahl, die an der Station München stellvertretend für alle Einsatzcrews erreicht wurde, stehen für die Luftretter vor allem die Menschen und ihre Geschichten, die sich hinter den Einsätzen verbergen, im Mittelpunkt. Unter #TeamEineMillionPlus erzählen Mitarbeitende, Partner und Patienten von ihren persönlichen Erlebnissen aus einer Million Einsätzen und machen die Welt der Luftretter erlebbar.

Stellvertretend für alle Crews der DRF Luftrettung hob das Team von Christoph München am 19. August 2021 zum eine millionsten Luftrettungseinsatz ab (v.l.n.r.): Stationsleiter und Pilot Sascha Netzer, Notarzt Dr. med. Torsten Dilger und Notfallsanitäter Franz Trebo.

Als am 19. August 2021 kurz vor 17 Uhr der Alarmmelder an der Station München schrillt, hebt die Einsatzcrew wie gewohnt innerhalb von wenigen Minuten in Richtung Einsatzort ab. Eine 27-jährige Frau muss aufgrund vorzeitiger Wehen so schnell wie möglich für die weitere medizinische Versorgung in eine Spezialklinik gebracht werden. Die dreiköpfige Besatzung übernimmt die Patientin vom bodengebundenen Rettungsdienst und fliegt sie auf direktem Weg ins Klinikum Großhadern. Mit diesem Einsatz wurde die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen zu ihrem 1.000.000sten Einsatz alarmiert. „Wir sind sehr stolz und dankbar, dass wir über eine Million Mal Menschen in medizinischen Notsituationen beistehen konnten. Daher bedanken wir uns von Herzen bei allen, die das mit ihrem Engagement für unsere Patientinnen und Patienten und ihrem Vertrauen in unsere Arbeit möglich gemacht haben“, erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

1.000.000sten Einsatz

Angefangen hat alles mit einem einzigen Hubschrauber, der am 19. März 1973 zum ersten Mal abhob, um einem Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu leisten. Heute fliegt die DRF Luftrettung gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen rund 40.000 Einsätze im Jahr, das sind im Durchschnitt etwa 110 Einsätze pro Tag. „Uns ist es besonders wichtig, aufzuzeigen, dass hinter jeder einzelnen Zahl ein Mensch steht und damit ein individuelles Schicksal. Daher stellen wir die persönlichen Geschichten, erlebt und erzählt aus vielen Perspektiven, in den Mittelpunkt“, führt Dr. Krystian Pracz weiter aus. „Das sind zig Millionen Eindrücke und Erlebnisse. Von unseren Crews, von Patientinnen und Patienten, aber auch von unseren Partnern im Rettungsdienst und unseren Fördermitgliedern und Fans. Denn Luftrettung gelingt nur im Team, wenn sich alle Hand in Hand für das Leben einsetzen.“

#TeamEineMillionPlus macht die Welt der Luftretter erlebbar

An bundesweit elf Stationen sind die Crew der DRF Luftrettung rund um die Uhr einsatzbereit. Ausschließlich zur redaktionellen Verwendung unter Angabe der Quelle „DRF Luftrettung“. Hubschrauber, Rettungshubschrauber, Notfall, Notruf, Notarzt, Notärztin, Notfallsanitäter, Notfallsanitäterin, Pilot, Pilotin, Rettungseinsatz, Rettungskräfte, Rettungskette, H145, Fünfblattrotor

Seit jeher macht die DRF Luftrettung, zum Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, einen Schritt mehr, um die Luftrettung weiterzuentwickeln. „Wir bilden aus, engagieren uns in Gremien, geben unser Wissen weiter, entwickeln neue Methoden, bauen exzellentes Know-how aus und nutzen modernste Technik. Alles mit dem Ziel, morgen noch besser und auch hoffentlich mehr Menschen helfen zu können“, erläutert Dr. Krystian Pracz. Über dieses Plus an Herzblut, Engagement und Teamarbeit berichten Luftretter, Partner und Patienten mit bewegenden und emotionalen, aber auch lustigen und alltäglichen Geschichten rund um eine Million Einsätze der Luftretter. Mit #TeamEineMillionPlus lässt die DRF Luftrettung in den nächsten Wochen und Monaten die Menschen an der Welt der Luftretter teilhaben, um auf deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen. Die Luftretter-Community ist eingeladen, die vielfältigen und unterschiedlichen Geschichten kennenzulernen und aktiv ihre eigenen persönlichen Erlebnisse auf Facebook und Instagram zu teilen.

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. An 29 Stationen in Deutschland leistet die gemeinnützige Organisation Einsätze in der Notfallrettung und führt Verlegungsflüge von kritisch kranken oder verletzten Personen zwischen Kliniken durch. An elf dieser Stationen sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an drei Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patientinnen und Patienten aus dem Ausland zurück.

Zur DRF Luftrettung gehören seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern Helicopter GmbH, die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung und ihre Tochterunternehmen 39.971 Einsätze im Jahr 2020.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Jubiläum in Neustrelitz: 25 Jahre Luftrettung

Seit 1. Juli 1996 starten in Neustrelitz Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen „Christoph 48“ der ADAC Luftrettung wird täglich mehrmals alarmiert.

München (ots) Über 25.000 Mal ging es in den vergangenen 25 Jahren von Neustrelitz aus in die Luft. Bis 2006 absolvierte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D rund 8.200 Rettungseinsätze, danach wurde ihr letzter ziviler Luftrettungsstandort von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung mit einer modernen EC135 von Airbus Helicopters übernommen. Der an der DRK Rettungswache Nord stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 48“ wird heute im Durchschnitt drei bis vier Mal am Tag alarmiert.

„Christoph 48“ über dem Schloss Schwerin: Seit 25 Jahren starten von Neustrelitz aus Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen in der Region. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Die ADAC Luftrettung stellt in Neustrelitz die Piloten und die Maschine, das medizinische Personal wird vom DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte gestellt. Neben alltäglichen Notfällen wie Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen nach Unfällen konnten die Crews von „Christoph 48“ in den vergangenen Jahrzehnten auch bei großen Unglücken helfen, wie etwa beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug auf der Strecke Teterow-Malchin am 3. Juni 2007 oder der durch Flugsand verursachten Massenkarambolage auf der A19 bei Laage am 8. April 2011. „Nicht zuletzt solche Ereignisse unterstreichen, welche große Bedeutung die Luftrettungsstation in Neustrelitz für die Notfallversorgung der Menschen in der Region hat“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, und hebt zum Jubiläum die hochprofessionelle Arbeit und das große Engagement der Crew von Christoph 48″ hervor.

Am 26. März 2019: Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern feiern gemeinsam mit der Crew von „Christoph 48“ 1.000.000 Rettungseinsätze der ADAC Luftrettung. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Oft ist der Hubschrauber das schnellste und manchmal auch einzige verfügbare Rettungsmittel. Rund zwei Minuten braucht die Crew, um zum Einsatzort aufzubrechen. Überfüllte Straßen oder zeitraubende Umwege sind dabei kein Hindernis. Am 26. März 2019 konnte die Station ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Stellvertretend für alle Stationen der fliegenden Gelben Engel wurde die Crew für den 1.000.000. Einsatz der ADAC Luftrettung von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, in Schwerin geehrt. „Christoph 48“ war an diesem Tag zu einem neurologischen Notfall in Waren (Müritz) gerufen worden.

Mit dem 25. Jahrestag der Inbetriebnahme ist auch ein Abschied verbunden: Die bisherige Leitende Hubschraubernotärztin Claudia Lossin beendet ihren aktiven Dienst auf dem Rettungshubschrauber. Die Fachärztin für Anästhesie war seit 25 Jahren Teil des Teams in Neustrelitz und übernahm mit dem Wechsel zur ADAC Luftrettung im Jahr 2006 die ärztliche Leitung von „Christoph 48“. Sie hat die Geschichte der Luftrettungsstation Neustrelitz von Anfang an miterlebt und maßgeblich mitgestaltet.

Ihre Position übernimmt Notarzt Dr. Roland Kersten, der seit 2010 zum Team von „Christoph 48“ gehört und ebenfalls Facharzt für Anästhesie ist. Geleitet wird die Station in Neustrelitz von Pilot Steffen Arnold. Leitender Notfallsanitäter (TC HEMS) ist Maik Schuppenhauer. Im vergangenen Jahr wurde „Christoph 48“ zu 1.274 Einsätzen gerufen. Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 38 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen.

Bundesweit mussten die fliegenden Gelben Engel 2020 zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Für die ADAC Luftrettung gGmbH, die ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Stiftung ist, arbeiten bundesweit fast 1300 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 600 Notärzte, 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und 150 Techniker.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Web: ADAC.de

Urlaub zwischen Feuer und Eis

Erstflug der Airline Play von Island nach Berlin-Brandenburg an den BER

Berlin-Brandenburg (ots) Ab sofort verbindet die junge Fluglinie Play die nördlichste Hauptstadt der Welt Reykjavik mit dem deutschen Hauptstadtflughafen BER. Viermal pro Woche fliegt die isländische Airline von dem Inselstaat im hohen Norden Europas in die deutsche Hauptstadtregion und zurück.

Am Flughafen Berlin Brandenburg angekommen. Die Crew der Airline Play wird nach dem Erstflug von Island zum BER begrüßt. Im Bild: Die Crew der Fluglinie Play, Flughafenmitarbeiter/innen, das Flugzeug von der Airline Play am Gate des Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER).

Jung, modern und quietschrot – das ist die neue Fluglinie, die mit Play die Verspieltheit bereits im Namen trägt. Come out and play lautet der Slogan der neu formierten Fluggesellschaft, der eigentlich nicht so recht in das gediegene Auftreten traditioneller Luftfahrtunternehmen passt. Das ist bei Fly Play, wie die Webseite und die Auftritte auf den sozialen Netzwerken heißen, aber nicht auf Unbeholfenheit oder einen Zufall zurückzuführen, sondern Teil des jungen und frischen Markenauftritts. Das etwas andere Auftreten endet dann auch nicht beim Slogan und den feuerwehrroten Flugzeugen. Betritt man die Maschine, wird man nicht von Herren in Anzügen und Damen im Kostüm begrüßt. Das Kabinenpersonal empfängt seine Gäste in weißen Turnschuhen, Hosen, die so knallrot wie das Flugzeug sind, T-Shirt oder Pullover. Die Garderobe des Flugpersonals entspricht dabei so gar nicht den althergebrachten Klischees und Rollenbildern. Und für das Personal endet die Freiheit im Auftritt nicht bei der Kleiderwahl. Auch auf die üblichen Vorgaben zu Frisuren, Nagelfarben oder Tätowierungen verzichtet die Fluglinie vollständig.

Nicht nur das Erscheinungsbild der Marke sowie des Flugpersonals sind bei Play frisch und modern. Auch das Fluggerät ist auf dem neuesten Stand. Auf ihren Strecken setzt das Unternehmen drei Maschinen des Typs A321neo mit jeweils 192 Sitzplätzen ein. Die Mittelstreckenflugzeuge gehören zu der neusten Modellreihe des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Die Flugzeuge der Neo-Serie sind im Vergleich zu den Vorgängerversionen rund zwanzig Prozent effizienter im Verbrauch und somit deutlich emissionsärmer. Auch die Geräuschentwicklung gerade beim Start und der Landung ist durch die markanten Sharklets, den nach oben gebogenen Flügelenden, merklich optimiert.

Montags, donnerstags, freitags und sonntags heben die strahlend roten Flugzeuge von Play am BER ab und landen nach einer Flugzeit von unter vier Stunden auf der Vulkaninsel im äußersten Nordwesten Europas. Flüge gibt es online bereits ab 88 Euro pro Strecke. Und eine Reise in das Land von Feuer und Eis lohnt sich nicht nur aufgrund der günstigen Flüge. Auf der Insel erwarten die Besucherinnen und Besucher atemberaubende Naturphänomene. Island beheimatet mit dem Vatnajökull den größten Gletscher Europas. Neben dem ewigen Eis prägen die Landschaft auf Island 30 aktive Vulkansysteme. Diese sind nicht nur Kulisse für spektakuläre Bilder von Feuerfontänen, sie sind die Grundlage für die vielen warmen Quellen, die zur Erholung inmitten der Natur einladen. Die Hot Pots genannten natürlichen Whirlpools gibt es verteilt über die ganze Insel und die wohl bekannteste Quelle ist die Blaue Lagune im Südwesten unweit der Hauptstadt Reykjavik und gerade einmal 20 Autominuten vom Flughafen entfernt.

Mit der Nordküste in 40 Kilometern Luftlinie zum Polarkreis bietet der Himmel über der Insel regelmäßige faszinierende Naturschauspiele. Im milden Winter ist die Zeit von September bis März perfekt, um nachts die grün flackernden Nordlichter zu beobachten. In den Wintermonaten bleibt dazu aufgrund der äußerst kurzen Tage viel Zeit. Das andere Extrem erlebt man in dem Land der Gegensätze im Sommer. Um die Sommersonnenwende geht die Sonne gar nicht unter und das Land lässt sich auch in der Nacht unter dem Schein der Mitternachtssonne erkunden.

Die Flora und Fauna der nordeuropäischen Insel, mit den nach ihr benannten Islandpferden und der Möglichkeit Wale in freier Natur zu beobachten, ist auch Hollywood nicht verborgen geblieben. Abenteuer von James Bond, Lara Croft und Captain America wurden vor der beeindruckenden Naturkulisse Islands gedreht, ebenso wie die Geschichten von Game of Thrones und Teile der Star Wars Saga. Wer jetzt aber Angst vor übervölkerten Tourismus Hot Spots hat, sei beruhigt. Dass es auf der Insel nicht zu voll wird, verhindert Islands Elfenbeauftragte. Baugenehmigungen werden durch den Schutz des Lebensraums für Elfen und Trolle nur ganz behutsam vergeben. So wurde so manches Hausbauprojekt bereits verworfen und sogar eine geplante Autobahn musste hinter einer Elfenkirche anstehen.

Web: www.berlin-airport.de

Der Traum vom Fliegen: Die DRF Luftrettung startet Ausbildungsprogramm für Berufshubschrauber pilot*innen

Filderstadt (ots) Künftig bildet die DRF Luftrettung Berufshubschrauberpilot*innen aus. Im Jahr 2022 startet die erste „integrierte Ausbildung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in CPL (H) mit ATPL Theorie“. Dabei können erstmals Flugschüler*innen von der geballten Expertise der Luftrettungsorganisation mit ihrer über 45-jährigen Erfahrung in der HEMS-Operation und hochqualifizierten eigenen Fluglehrer*innen profitieren.

Ab 2022 geht die DRF Luftrettung mit ihrem Ausbildungsangebot zum/zur Berufshubschrauberpilot*in an den Start.

Die Akademie der DRF Luftrettung erweitert ihr Portfolio: Voraussichtlich können sich bereits ab dem kommenden Jahr die ersten Flugschüler*innen bei der DRF Luftrettung zum*zur Berufshubschrauberpilot*in ausbilden lassen. Noch laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die Lehrinhalte und Bewerbungsmodalitäten werden präzisiert sowie die nötigen Abstimmungen mit den Behörden vorgenommen. Die knapp zweijährige Ausbildung soll in der Akademie der DRF Luftrettung in Bühl und am Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stattfinden. So werden die Teilnehmer*innen zusätzlich zu den regulären Schulungsinhalten auch von den praktischen Einblicken in die vielfältigen Bereiche der Luftrettungsorganisation profitieren, z.B. in Seminaren mit den Fachbereichen Technik und Medizin der DRF Luftrettung.

„Seit Jahren besteht ein stetig hoher Bedarf an Hubschrauberpilot*innen. Daher möchten wir uns am Markt mit einem qualitativ hochwertigen Ausbildungsprogramm positionieren und zugleich unseren eigenen Pilot*innennachwuchs rekrutieren. Außerdem ist es als eine der größten europäischen Luftrettungsorganisationen unser Ziel, unsere Expertise an Dritte weiterzugeben und einen weiteren Beitrag für die Sicherheit in der Luftfahrt zu leisten. Es besteht auch die Möglichkeit, das Ausbildungsangebot zu erweitern und andere Luftrettungsorganisationen, Polizeibehörden und Privatkunden anzusprechen“, erklärt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.

Die angehenden Pilot*innen lernen die wesentlichen Grundkenntnisse auf einem speziellen Ausbildungshubschrauber. Bei diesen Flügen und in ihrem gesamten Ausbildungsprozess werden sie von Fluglehrer*innen mit großer Erfahrung angeleitet und begleitet. Darunter befinden sich auch Pilot*innen von Luftrettungsstationen, deren großes fliegerisches Know-how aus vielen Jahren im Einsatz der DRF Luftrettung stammt. Ihr Erfahrungsschatz reicht von Nachtflügen und Windenrettungen über Starts und Landungen in dicht bebautem Gebiet bis hin zu Einsätzen in unwegsamem sowie alpinem Gelände. Bereits seit 2004 bietet die DRF Luftretttung innerhalb ihrer „Approved Training Organisation“ Lehrgänge zum Erwerb von Muster-, Lehr- und Instrumentenflugberechtigungen für verschiedene Hubschraubertypen an.

Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss sind die Teilnehmer*innen nicht nur berechtigt, sondern optimal vorbereitet, um ihre Karriere als Berufspilot*in zu starten. Wer sich anschließend weitere Qualifikationen und Erfahrungen aneignet, könnte auch bei der DRF Luftrettung als Pilot*in dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Erste Informationen zur Ausbildung und die Möglichkeit, sich in eine Mailing-Liste einzutragen, erhalten Interessierte unter: https://www.drf-luftrettung.de/de/pilotenausbildung

Über die DRF Luftrettung

Die DRF-Gruppe mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Insgesamt leistete die Gruppe 39.971 Einsätze im Jahr 2020. An 14 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an acht Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz.

Zur DRF-Gruppe gehören seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern Helicopter GmbH, die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patient*innen aus dem Ausland zurück.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Neuer Rekord: „Christoph 31“ knackt in Berlin die 80.000

München (ots) Crew des ADAC Rettungshubschraubers versorgt 13-Jährigen im Ortsteil Kladow – Weltweit die meisten Starts und Landungen pro Tag – ADAC Luftrettung in der Hauptstadt seit 1987 unfallfrei unterwegs

„Christoph 31“, der Berliner ADAC Rettungshubschrauber, bei seinem 80.000. Einsatz: Der Patient, ein 13-jähriger Junge, der im Ortsteil Kladow einen Fahrradunfall hatte, wurde von der Crew ins Klinikum Potsdam geflogen.

Neue Rekordmarke geknackt: Die Crew des Berliner ADAC Rettungshubschraubers ist Mitte Mai den 80.000. Einsatz seit Bestehen der Luftrettungsstation im Südwesten der Hauptstadt geflogen. Bei diesem „Jubiläumseinsatz“ wurde „Christoph 31“ in den frühen Abendstunden von der Rettungsleitstelle der Berliner Feuerwehr in den Ortsteil Kladow gerufen. Grund war die schwere Verletzung eines 13-jährigen Jungen. Die Crew um Pilot Nico Hellmann, Notfallsanitäter (TC HEMS) Philipp Lex und Notarzt Dr. Georg Girke konnte mit dem Hubschrauber direkt an der Unfallstelle landen, wo bereits die Besatzung eines Rettungswagens mit der Erstversorgung des jungen Patienten begonnen hatte.

Die Verletzung stellte sich als Unterarmfraktur heraus, die sich der Junge beim Sturz auf einem Fahrrad-Rundkurs zugezogen hatte. Im Anschluss an die Versorgung wurde er mit „Christoph 31“ sicher und schnell in das Ernst-von-Bergmann-Klinikum nach Potsdam zur weiteren Behandlung geflogen.

„Solche Einsätze im Stadtgebiet stellen die Crew jeden Tag vor besondere Herausforderungen, weil Starts und Landungen inmitten von Häuserschluchten und belebten Straßen zu den schwierigsten überhaupt gehören“, würdigte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, das Erreichen der neuen Rekordmarke. „Die Station in Berlin hat von den mehr als 1,1 Million Einsätzen der ADAC Luftrettung den bis heute größten Anteil geleistet“, lobte er das große Engagement und die hohe Professionalität der Crew. Mit 80.000 Einsätzen und fast 3000 Notfällen allein im vergangenen Jahr gilt „Christoph 31“ als Rettungshubschrauber mit den weltweit meisten Luftrettungseinsätzen.

„Christoph 31“, der Berliner ADAC Rettungshubschrauber, bei seinem 80.000. Einsatz: Der Patient, ein 13-jähriger Junge, der im Ortsteil Kladow einen Fahrradunfall hatte, wurde von der Crew ins Klinikum Potsdam geflogen.

„Christoph 31“ wurde im Jahr 1987 vom ADAC in Dienst gestellt und hat seither unfallfrei viele tausend Menschen in Berlin und Brandenburg notfallmedizinisch versorgt – und vielen davon das Leben gerettet. Der Hubschrauber und seine Crew sind von Sonnenaufgang, frühestens 7 Uhr, bis Sonnenuntergang einsatzbereit. In technischer Hinsicht und vor allem auch in puncto Flug- und Patientensicherheit gewährleistet „Christoph 31“ Luftrettung auf höchstem Niveau. Die Maschine des Typs H135 von Airbus Helicopters ist mit seiner umfangreichen und innovativen Ausstattung einer der modernsten und sichersten Hubschrauber seiner Größenklasse.

Einsatzgründe sind meist schwere internistische oder neurologische Erkrankungen. Häufig sind auch Freizeit-, Arbeits- und Verkehrsunfälle die Einsatzursache. Die Crew von „Christoph 31“ besteht aus Piloten und Notfallsanitätern (Fachbegriff TC HEMS) der ADAC Luftrettung, während die Notärzte von der Charité am Campus Benjamin Franklin in Steglitz kommen. Dort ist der Hubschrauber auch stationiert.

Im vergangenen Jahr mussten die fliegenden Gelben Engel bundesweit zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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