Archiv der Kategorie: Luft- und Raumfahrt

Hamburg: Schnelle Hilfe aus der Luft mit Rettungswinde

Erfahrungen aus der Flutkatastrophe fließen in neues
Einsatzkonzept. Startschuss für Probebetrieb der gemeinnützigen ADAC Luftrettung.

München (ots) (ADAC Luftrettung gGmbH) Das Jahrhunderthochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Diskussion um die Bedeutung von Rettungshubschraubern mit Rettungswinde in Deutschland neu entfacht.

Am Himmel über Hamburg: Ab morgen fliegt “Christoph Hansa”, wie hier beim Hafengeburtstag 2022, mit einer Rettungswinde.

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung war beim größten Katastropheneinsatz der deutschen Nachkriegsgeschichte mit bis zu sechs Rettungshubschraubern in den Hochwassergebieten aktiv – und flog dort mehr als 200 Rettungseinsätze, darunter 111 Windenrettungen. Von den Erfahrungen aus der Flutkatastrophe profitiert nun auch die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Einsatzspektrum des ADAC Rettungshubschraubers “Christoph Hansa” wurde ausgebaut und der am BG Klinikum in Hamburg-Bergedorf stationierte Helikopter als Teil eines neuen Einsatzkonzeptes mit einer Rettungswinde ausgerüstet. Startschuss für die Windenrettung in Hamburg im Rahmen eines Probebetriebs ist am morgigen Samstag, 24. September, um 8 Uhr.

Da war es noch eine Übung – spektakuläre Windendemonstration beim Hamburger Hafengeburtstag 2022: Ab sofort fliegt “Christoph Hansa” jetzt im Regelbetrieb mit einer Rettungswinde.

“Wir können mit “Christoph Hansa” nun Menschen in Not auch dort versorgen, wo ein Rettungswagen schlecht oder gar nicht hinkommt, etwa in Wasser, Watt oder Wald, in Industrieanlagen, auf Containerbrücken oder Kränen”, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, die neuen Möglichkeiten der Rettung aus schwer zugänglichem Gelände und betont: “Für uns gehört die Entscheidung für eine Winde in Hamburg zur kontinuierlichen Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung aus der Luft. So wie bereits im Frühjahr die Stationierung einer größeren und leistungsstärkeren Maschine des Typs H145 am BG Klinikum, um dem steigenden Bedarf an Intensivtransporten in der Region gerecht zu werden.”

Dr. Harald Müller, Geschäftsführung des BG Klinikums in Hamburg-Bergedorf: “Wir begrüßen, dass mit dem Start der Winde eine weitere Möglichkeit geschaffen wurde, Menschen aus Extremsituationen zu retten. Seit mehr als 30 Jahren ist der Rettungshubschrauber “Christoph Hansa” am BG Klinikum Hamburg stationiert und seitdem ist der ADAC ein verlässlicher Partner an unserer Seite. Unsere Notärzte und Notfallsanitäter freuen sich auf die neuen Einsatzmöglichkeiten zur Rettung und von Patientinnen und Patienten.”

Die Crew von “Christoph Hansa” besteht bei Windeneinsätzen aus drei Personen: Neben Pilot und Notarzt übernimmt nun der Notfallsanitäter (TC HEMS) zusätzlich die Funktion als Windenoperator an Bord – im Fachjargon TC HHO genannt, was für Technical Crew Member Helicopter Hoist Operator steht. Aktuell sind bei den fliegenden Gelben Engeln die Maschinen an fünf Standorten mit einer Rettungswinde ausgestattet: Murnau, München, Straubing, Sande und Imsweiler. Die Zahl der Einsätze mit Rettungswinde ist über die Jahre gestiegen. 2021 waren es insgesamt über 400, von denen rund zehn Prozent im Zuge der Ahrtal-Hochwasserkatastrophe erfolgten. Regelmäßige Windentrainings stellen sicher, dass die Crews ihre Windenkompetenz erweitern und spezifische Einsatzroutinen stärken.

Die Crew von “Christoph Hansa” wurde in den vergangenen Monaten mit umfangreichen Schulungen auf ihre neue hochanspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Wie Spezialeinsätze mit Rettungswinde nach einer Explosion auf einem Transportschiff geflogen werden, konnten sie kürzlich bereits vor mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern beim Hamburger Hafengeburtstag demonstrieren – im engen Zusammenspiel mit Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hamburg Port Authority (HPA), Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und Technischem Hilfswerk (THW).

Die ADAC Luftrettung ist ein wichtiger Pfeiler des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystems in der Region und darüber hinaus. Das Zuhause der fliegenden Gelben Engel in der Hansestadt ist seit 1990 am BG Klinikum Hamburg-Boberg. Dort übernahm “Christoph Hansa” anfangs ausschließlich Sekundäreinsätze, also Intensivtransporte oder Verlegungsflüge zwischen zwei Krankenhäusern. Inzwischen zählen mehrheitlich auch Primäreinsätze zum Einsatzspektrum. Das sind Rettungseinsätze, bei denen der Notarzt auf schnellstem Weg zum Patienten gebracht wird.

Die Hamburger Crews bestehen aus drei Piloten der ADAC Luftrettung, denen Stationsleiter Michael Gomme vorsteht, 15 Notärztinnen und Notärzte des BG Klinikums, geleitet von Dr. Tim Lange, sowie Rettungsfachkräften des BG Klinikums, geleitet von Jörn Öllrich. Die Einsatzbereitschaft beginnt täglich um 8 Uhr und dauert bis Sonnenuntergang, spätestens 21 Uhr. Hubschrauberführende Leitstelle ist die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg (Notruf 112).

Von Januar bis August 2022 wurden die fliegenden Gelben Engel aus Hamburg schon 990-mal angefordert, im Jahr 2021 rückten sie insgesamt 1.454-mal aus. In Summe haben sie bislang bereits 37.741 oft lebensrettende Einsätze übernommen.

WEB: adac.de

Luftwaffe bei NATO-Days in Ostrava

Erstmalige Betankung tschechischer Gripen, Auszeichnung für den Inspekteur

Ostrava (ots) Im Rahmen der am 17. und 18. September 2022 stattfindenden NATO-Days in Ostrava (Tschechische Republik) wurden der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad’ und der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, mit dem “Czech Slovak Transantlantic Award” ausgezeichnet.

Es handelt sich um einen seit 2012 verliehenen Preis für Personen, die sich wesentlich um Freiheit und Demokratie in Osteuropa, die Stärkung der transatlantischen Beziehungen und bei der Integration Osteuropas in die euro-atlantischen Institutionen verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright oder der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen aus Dänemark. Generalleutnant Gerhartz ist der erste aktive deutsche General, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.

Auf den NATO-Days ist die Luftwaffe mit einem Tornado am Boden zur Besichtigung durch die erwarteten 200.000 Zuschauer, sowie mit einem Airbus A400M bei den Flugvorführungen vertreten.

Luftbetankungen mit tschechischen Saab JAS 39 Gripen

Mit dem Transportflugzeug werden parallel zum Programm der Air-Show erstmals Luftbetankungen mit tschechischen Saab JAS 39 Gripen trainiert. In 2022 war die diesbezügliche Zulassung gemeinsam mit dem schwedischen Hersteller dieses Flugzeugs erreicht worden.

Website www.luftwaffe.de

Expertise aus der Raumfahrt für Schifffahrt und Logistik

OHB erstmals auf der SMM in Hamburg
Maritime Anwendungen von führenden Space-Experten

Bremen (ots) Über dem Messestand ein großer Satellit, an der Wand ein Containerschiff: Unter dem Motto “Maritime Solutions inspired by space experience” zeigen die Digital-Experten des Raumfahrtunternehmens OHB, wie durch die intelligente und vorausschauende Nutzung von Satellitendaten sowohl Produktivität als auch Effizienz in maritimen Unternehmen und der Logistik gesteigert werden können.

Freuen sich auf den Austausch mit der maritimen Wirtschaft: Dr. Arne Gausepohl, Geschäftsführer der OHB Digital Services GmbH und Christian Stelljes, Schifffahrtsexperte und Manager Innovation & Sales.

Schiffbau, Werften, Häfen, Reedereien, Logistik, Meerestechnik und Wissenschaft – wenn sich vom 6. bis 9. September das “Who is Who” der maritimen Wirtschaft in Hamburg trifft, ist OHB erstmals unter den mehr als 2000 Ausstellern aus fast 70 Ländern. Workshops, Symposien und Konferenzen begleiten die Messe, die dieses Jahr mehr denn je die maritime Energiewende, die digitale Transformation und den Klimawandel in den Fokus setzt. “Für uns ist die SMM eine Premiere. Wir sind wohl auch der einzige Raumfahrtkonzern, der sich dort mit einem Stand präsentiert, aber schon seit vielen Jahren arbeiten wir ja sehr erfolgreich mit Kunden aus der maritimen Branche zusammen. Deswegen freuen wir uns, auf dieser großen und international wichtigen Messe noch tiefer in die Welt der Schifffahrt einzutauchen”, sagt Dr. Arne Gausepohl, Geschäftsführer der OHB Digital Services GmbH und Geschäftsentwickler von OHB Digital.

Digitale Zwillinge für eine smarte Logistik

OHB Digital ist neben “Space Systems” und “Aerospace” der dritte Geschäftsbereich des Raumfahrtkonzerns OHB. “Wir nutzen unser Wissen aus der Raumfahrt für smarte Lösungen auf der Erde. OHB baut Satelliten, bringt sie ins All und ist bei vielen großen Erdbeobachtungsmissionen führend. Wir wissen also, welche Art von Daten verfügbar sein wird, lange bevor Satelliten sie aus dem All senden. Haben also einen Zeitvorsprung bei der Entwicklung neuer Anwendungen”, sagt Gausepohl. In seinem Team arbeiten erfahrene Softwareentwickler, Sicherheitsexperten, UX-Designer sowie Experten aus Logistik, Schifffahrt, Luftfahrt und weiteren Branchen. Gemeinsam entwickeln sie mit innovativen Tools und intelligenter Software individuelle Lösungen für Kunden, denen es wichtig ist, Prozesse durch Satellitendaten smart und effizient zu gestalten. So entstand zum Beispiel die Lager- und Transportmanagement-Software “LogTwin”, mit der ein digitaler Zwilling des Hafenlagers von Rhenus Weserport entwickelt wurde. Auf der Basis von Satellitendaten in Kombination mit smarten Sensoren konnte hier eine konventionelle Lager-Logistik sehr erfolgreich in eine smarte, digitale Logistik umgewandelt werden. Kräne, Bagger, Hubfahrzeuge, Material – alles ist in Echtzeit auf dem Bildschirm in der 3D-Abbildung des Terminals verfügbar und per Mausklick steuerbar.

Schiffe weltweit verfolgen

Auch im weltweiten Schiffstracking setzt OHB mit dem “OrbitSailor” von LuxSpace hohe Maßstäbe. Die OHB-Tochterfirma mit Sitz in Luxemburg ist führend im Bereich der AIS-Datenservices und bietet einen 24-Stunden-Datendienst an, der es ermöglicht Schiffsbewegungen weltweit und nahezu in Echtzeit zu erfassen. Alle Schiffe senden AIS-Signale, die über ein terrestrisches Stationsnetzwerk oder via Satelliten empfangen werden können. Bis zu 30 Millionen dieser Positionsmeldungen gehen täglich bei LuxSpace ein und werden im eigenen “Data Processing Center” verarbeitet. Je nach Wunsch können Kunden dann Informationen über den gesamten, globalen Schiffsverkehr erhalten, einzelne Seegebiete genauer betrachten, bestimmte Schiffe und Schiffstypen oder die eigene Flotte verfolgen.

Weitere Themen auf der SMM 2022 am OHB-Stand sind unter anderem Cyber Security und Cloud-Sicherheit, die Überwachung von Navigationssignalen aus dem All zur frühzeitigen Erkennung von Störungen sowie Downstream Services und Geodaten-Analyse. Von den zehn Firmen, die im Geschäftsbereich OHB Digital mit ihrer Expertise gebündelt sind, präsentieren Experten von OHB Digital Services, LuxSpace, OHB Digital Connect, OHB Digital Solutions und Geosystems ihre Produkte und Anwendungen.

WEB: ohb.de

ADAC HEMS Academy baut ihr Angebot umfangreich aus

München (ots) (ADAC HEMS Academy GmbH) Die ADAC HEMS Academy, ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, wächst deutlich.

Freuen sich auf den neuen Standort: CEO Steven Igodt (rechts) und Geschäftsführer Dr. Matthias Ruppert beim Spatenstich für das neue Trainingszentrum der ADAC HEMS Academy im bayerischen Oberpfaffenhofen.

Das internationale Trainingszentrum für Personal in Luftrettung, Luftfahrt, Akut- und Notfallmedizin investiert am Standort Sankt Augustin bei Bonn in mehrere innovative Trainingsangebote und richtet ein neues Trainingszentrum in Oberpfaffenhofen ein. In den Räumen der ADAC HEMS Academy trainieren jährlich über 3.000 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern.

Piloten und Notfallsanitäter im Luftrettungsdienst (Fachbegriff TC HEMS) müssen regelmäßig Feuerlöschtrainings absolvieren, in Europa mindestens alle drei Jahre. Die ADAC HEMS Academy hat dafür mit einem australischen Unternehmen ein weltweit neues Training auf Basis von Virtueller Realität (VR) entwickelt.

Ein Rettungshubschrauber brennt: Die ADAC HEMS Academy hat für diesen Ernstfall mit einem australischen Unternehmen ein weltweit neues Training auf Basis von Virtueller Realität (VR) entwickelt.

Mit einer VR-Brille werden die Trainierenden in virtuelle Umgebungen versetzt, um Triebwerksbrände oder Feuer im Cockpit mit dem maßstabsgetreuen Modell eines – in der Luftfahrt am meisten eingesetzten – Halon-Feuerlöschers zu bekämpfen. Dabei können sie verschiedene Löschtechniken und die Dosierung des Löschmittels trainieren. Das neue Trainingsangebot kann bereits gebucht werden. Zudem arbeitet die ADAC HEMS Academy an weiteren neuen VR-basierten Trainingsverfahren und testet inzwischen einen Prototyp für VR-Outside-Sicherheitschecks vor dem Hubschrauberstart.

Albtraum für die Crew – Feuer im Hubschrauber: Mit einer VR-Brille werden die Trainierenden in virtuelle Umgebungen versetzt, um Triebwerksbrände oder Feuer im Cockpit mit dem maßstabsgetreuen Modell eines – in der Luftfahrt am meisten eingesetzten – Halon-Feuerlöschers zu bekämpfen.

Für das ebenso vorgeschriebene Trainieren von Notausstiegen aus Helikoptern hat die ADAC HEMS Academy ab sofort einen neuen Simulator im Programm. Er hat die Maße einer Helikopterkabine, ist mit passenden Sitzen bestückt und verfügt über exakt nachgebildete Türen und Fenster. So bietet er eine gewohnte Umgebung zum Trainieren des Öffnens, Herausdrückens und Abwerfens von Türen und Fenstern. Die ADAC HEMS Academy konzipiert zudem bereits eine erweiterte Version dieses Simulators, der auf die Seite gekippt werden kann wie eine havarierte Maschine. Der gesteuerte Ausfall der Beleuchtung oder Qualm sollen für besonders realistische Trainingsszenarien sorgen.

Dr. Matthias Ruppert, Geschäftsführer der ADAC HEMS Academy, erklärt: “Flugbetrieb, Medizin, Sicherheits- und Teamtrainings mit Fokus auf den ´Faktor Mensch` sind die vier Säulen unserer Fort- und Weiterbildung. Unser cross-professioneller Ansatz verschränkt diese Bereiche miteinander, um bestes Ausbildungsniveau und höchste Patientensicherheit sicherzustellen. Das belegen unser neues VR-Feuerlöschtraining und unser neuer Notausstiegstrainer.”

Hier absolvieren Piloten aus ganz Europa ihre vorgeschriebenen Checkflüge: Die ADAC HEMS Academy unterhält am Flugplatz Bonn/Hangelar eine Halle mit drei Flugsimulatoren, welche die 170 Pilotinnen und Piloten der ADAC Luftrettung sowie die internationalen Kunden für Flugtraining wie unter realen Bedingungen nutzen.

Die ADAC HEMS Academy unterhält am Flugplatz Bonn/Hangelar Schulungsräume, computerbasierte Trainingsgeräte, modernste Medientechnik und eine Halle mit drei Flugsimulatoren, welche die 170 Pilotinnen und Piloten der ADAC Luftrettung sowie die internationalen Kunden für Flugtraining wie unter realen Bedingungen nutzen. Dazu zählen das Fliegen und Manövrieren bei unterschiedlichem Wetter oder in der Nacht – bei Wunsch mit Nachtsichtgeräten – sowie in Notsituationen wie bei Triebwerksausfällen oder dem Verlust des Heckrotors. Die Piloten bringen eigenes Schulungspersonal mit oder greifen auf qualifizierte Trainer der ADAC HEMS Academy zurück und trainieren in Summe mehrere tausend Stunden pro Jahr.

Herzstück der ADAC HEMS Academy in St. Augustin bei Bonn: der H145-Full-Flight-Flugsimulator. Das Cockpit im Simulator ist eine exakte 1:1 Nachbildung. Die Schalter und Bedienelemente sind identisch mit dem Original-Hubschrauber. Foto: ADAC / Christoph Papsch

Einer der Simulatoren erhält Ende dieses Jahres ein umfassendes Upgrade. Das hochmoderne Trainingsgerät bekommt ein mobiles, wechselbares Cockpit, welches die Konfigurationen der modernsten in der Luftrettung eingesetzten Helikoptertypen H135 und H145 mit verschiedenen Triebwerkstypen simulieren kann. Das ermöglicht Piloten, Fluglizenzen für die einzelnen Typen zu erwerben und die in Europa alle sechs Monate vorgeschriebenen Checkflüge für jeden Hubschraubertypen, den sie fliegen, zu machen. Ein zusätzlicher Mehrwert: Individuelle Simulationsumgebungen etwa zum Trainieren von Landungen auf speziellen Objekten wie Dachlandeplätzen von Krankenhäusern oder in rauer See können auf Wunsch konfiguriert und bereitgestellt werden.

Zum Angebot der ADAC HEMS Academy gehört darüber hinaus ein medizinisches Trainingszentrum mit maßstabsgetreuem Hubschraubermodell, Rettungswagen, Schockraum und modernen Patientensimulatoren. Das Schulungsangebot umfasst über 40 Standard- und kundenindividuelle Kurse etwa für Schwerverletztenversorgung oder COVID-19-Spezialtansporte, die sich auf mehr als 300 Veranstaltungstage im Jahr verteilen. Zu den Highlights zählt eine Rettungshubschrauber-Schulung speziell für Notärzte. Übergreifender Schwerpunkt ist das sogenannte “Crew Ressource Management” für eine bessere Zusammenarbeit bei Rettungseinsätzen. Wenn Luftrettung, Feuerwehr und Hilfsorganisationen auch über Hierarchieebenen hinweg effizient miteinander kommunizieren, verbessert das die Versorgungsqualität.

Das Anforderungsprofil in Luftfahrt und Medizin entwickelt sich laufend weiter. Um höchste Trainings- und damit Personalqualität auch in Zukunft sicherzustellen, richtet die ADAC HEMS Academy einen neuen hochmodernen Standort im bayerischen Oberpfaffenhofen ein. Der Spatenstich wurde in diesen Tagen gesetzt. Steven Igodt, CEO der ADAC HEMS Academy, betont: “Zahlreiche internationale Luftfahrt- und Rettungsorganisationen setzen seit Jahren auf uns als Trainingspartner. Mit dem zweiten Standort möchten wir ihnen künftig noch mehr Möglichkeiten bieten, qualifiziertes Training in Theorie und Praxis zu erhalten. Wir freuen uns über den Baubeginn”.

In Oberpfaffenhofen werden beste Voraussetzungen geschaffen für die Personalentwicklung in den Bereichen Hubschrauber-Flugbetrieb, Notfall- und Akutmedizin, operationelle Sicherheit sowie Team-Interaktion und -Führung. Unter anderem geplant sind ein medizinischer Bereich mit mehreren Klinikräumen sowie ein großer Außenbereich, in dem das optimale Zusammenwirken technischer Rettung und notfallmedizinischer Versorgung etwa bei Verkehrsunfällen, an Baugerüsten oder in Baugruben trainiert werden können. Die Fertigstellung ist für 2024 anberaumt.

Über die ADAC HEMS Academy GmbH

Die ADAC HEMS Academy steht weltweit allen Luftrettungsorganisationen, Polizeiorganisationen, Off-Shore-Hubschrauberunternehmen und sonstigen Betreibern von Airbus-Hubschraubern der Typen EC135, EC145, H135 und H145 zur Verfügung. Hubschrauberpiloten und medizinisches Personal erfahren den neuesten Wissensstand im Flug- und Rettungsbetrieb sowie der Notfall- und Akutmedizin. Sie können dort das intensive Zusammenspiel zwischen den einzelnen Crewmitgliedern verbessern und wichtige Einsatzabläufe in Extremsituationen perfektionieren.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,1 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. “Gegen die Zeit und für das Leben” lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

WEB: adac.de

Premiere: Eurofighter und Transportflugzeuge der Deutschen Luftwaffe verlegen erstmals in den Indopazifik

Berlin (ots) Das hat es so noch nicht gegeben: Heute am Montag, den 15. August, starten in Neuburg an der Donau sechs Eurofighter in Richtung Asien. Ihr ambitioniertes Ziel: Die Verlegung nach Singapur innerhalb von 24 Stunden. Unterstützt wird das logistisch herausfordernde Vorhaben namens “Rapid Pacific 2022”, in das etwa 250 Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe eingebunden sind, von vier Transportflugzeugen des Typs A400M sowie drei A330 der Multirole MRTT Unit aus Eindhoven zur Betankung der Kampfflugzeuge in der Luft.

Ein Transportflugzeug Airbus A400M des Lufttransportgeschwaders 62 und vier Eurofighter fliegen in Formation im Rahmen der Evakuierungsübung SNAP (Significance of National Air Power) beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 “Boelcke” in Nörvenich, am 09.09.2020.

Anschließend geht es weiter nach Australien, wo die Besatzungen im August und September – gemeinsam mit einer Vielzahl von Wertepartnern aus der Region – an den zwei multinationalen Übungen “Pitch Black” (Luftkampf) und “Kakadu” (Seekriegsführung) der australischen Streitkräfte teilnehmen werden.

Der für die Übung Rapid Pacific 2022 sonderfolierte Eurofighter Air Ambassador vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 steht auf einer Abstellfläche auf dem Fliegerhorst in Neuburg an der Donau, am 21.07.2022.

Vor der Rückverlegung nach Deutschland Anfang Oktober wird es zusätzlich gemeinsamen Flugbetrieb mit der Singapur Air Force, sowie Kurzbesuche deutscher Luftfahrzeuge und Besatzungen in Japan und Südkorea geben.

4. August 2022 – Erster Flug des Sonderfolierten Eurofighters für die Verlegung in den Indopazifik. Am 15. August 2022 verlegt die Luftwaffe mit einem Verbund aus mehreren Luftfahrzeugen in den indo-pazifischen Raum und demonstriert so ihre Einsatzbereitschaft: Sechs Eurofighter, vier A400M und drei A330 MRTTMulti Role Tanker Transport (Multi Role Tanker Transport) haben den Auftrag, Singapur in nur 24 Stunden zu erreichen.

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, hebt die besondere Bedeutung des Vorhabens heraus: “Bei Rapid Pacific handelt es sich um die größte und herausforderndste Verlegung, die es je in der Luftwaffe gegeben hat. Mit der Entsendung, unserer Teilnahme an den Übungen in Australien und den weiteren gemeinsamen Vorhaben mit unseren Partnern in Singapur, Japan und Südkorea senden wir ein klares Signal: Die Luftwaffe ist schnell und weltweit einsetzbar – auch bei mehreren parallel zu erfüllenden Aufträgen.”

Neben der Verlegung in den Indopazifik kommt die Luftwaffe weiterhin ihren Verpflichtungen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung (z.B. NRF, achtmonatige Verstärkung Air Policing Baltikum, Sicherheit im deutschen Luftraum) nach.

Website www.luftwaffe.de

WEB: bundeswehr.org

ADAC Luftrettung weiht modernsten Standort in Sande ein

München (ots) Eröffnung der neu gebauten Luftrettungsstation Sanderbusch .

Deutlich mehr Platz für Rettungs- und Spezialausrüstung zur Patientenversorgung .Feierstunde im Hangar am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch

Stehen gemeinsam für schnelle Hilfe aus der Luft im Norden und freuen sich über den modernsten Standort der ADAC Luftrettung (von links): Sven Ambrosy (Landrat LK Friesland), Oberstarzt Dr. Grüne (Kommandeur des Bundeswehrkrankenhaus Westerstede), Dirk Hessenius (Stationsleiter und Pilot), Frédéric Bruder (Geschäftsführer ADAC Luftrettung gGmbH) und Dr. Werner Wodrich (Geschäftsführer Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch)

Landrat Ambrosy und Klinik-Geschäftsführer Wodrich loben Partnerschaft

Provisorische Luftrettungsstation am JadeWeserAIRPORT eingestellt

Der ADAC Rettungshubschrauber “Christoph 26” ist wieder am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch stationiert. Nach umfassender Modernisierung und Erweiterung hat die gemeinnützige ADAC Luftrettung die von ihr betriebene Station auf dem Klinikgelände heute eingeweiht und startet wieder von dort zu Rettungseinsätzen. Die Station wurde nach modernsten Standards und Anforderungen in weniger als einem Jahr neu errichtet. In der Zwischenzeit führten “Christoph 26” und die Crews ihre Arbeit vom JadeWeserAIRPORT in Mariensiel fort.

Im Fokus des Medieninteresses: Stationsleiter und Pilot Dirk Hessenius erklärt die Vorteile der neu gebauten Luftrettungsstation: Unter anderem gibt es deutlich mehr Platz für Rettungs- und Spezialausrüstung zur Patientenversorgung.

Bei einer Feierstunde im neuen Hangar dankte der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung Frédéric Bruder allen Verantwortlichen für den erfolgreichen Aus- und Umbau der Station: “Als Windenstation mit 24-Stunden-Betrieb und Night-Vision-Kompetenz ist Sanderbusch eine unserer leistungsstärksten Stationen.

“Als Windenstation mit 24-Stunden-Betrieb und Night-Vision-Kompetenz ist Sanderbusch eine unserer leistungsstärksten Stationen”. Geschäftsführer Frédéric Bruder bei der Einweihung der modernsten Hubschrauberstation der ADAC Luftrettung.

Für die nachhaltige Fortführung und den weiteren Ausbau des besonders breiten Einsatzspektrums legen wir heute das Fundament: Sanderbusch ist jetzt die modernste Hubschrauberstation der ADAC Luftrettung”.

Sven Ambrosy, Landrat des Kreises Friesland im Land Niedersachsen, dessen Innenministerium Träger der Luftrettungsstation ist: “Die ADAC Luftrettung leistet im Auftrag des Landes Niedersachsen einen hervorragenden Job und ist ein sehr wichtiger Partner für unseren Rettungsdienst zur Versorgung der Menschen in der Region. Wir freuen uns, dass die ADAC Luftrettung nun wieder wie gewohnt in Sanderbusch beheimatet und durch den Neubau noch fester mit dem Standort im Landkreis Friesland verbunden ist. Herzlichen Glückwunsch zu der neuen modernen Luftrettungsstation für den Hubschrauber Christoph 26!”

Besonderen Wert legten die Planer darauf, dass sich die Station auch optisch in die Region integriert. Deshalb wurde für die Fassade ein ruhiger Klinkerstein gewählt. Mit 1.080 Quadratmetern auf zwei Etagen bietet die neue Station mehr als doppelt so viel Platz wie früher, um medizinisches Gerät und Spezialausrüstung wie Nachtsichtgeräte für Rettungseinsätze in der Dämmerung oder im Dunkeln (Teil des Night-Vision-Imaging-Systems, kurz NVIS) zu lagern. Sanderbusch ist eine von drei Stationen, die 24/7 einsatzbereit sind. Piloten und Crews sind für die Einsätze bei minimalen Lichtverhältnissen speziell ausgebildet und greifen dabei auf die NVIS-Technologie zurück.

Das großzügige Raumangebot ermöglicht den Crews, sich für Ruhepausen im Rahmen ihres Schichtbetriebs zurückzuziehen und administrative Aufgaben zu erledigen. Das Vorfeld, auf dem “Christoph 26” startet und landet, wurde vollständig erneuert. Der Hangar ist direkt an das Stationsgebäude angegliedert.

Die ADAC Luftrettung betreibt den Standort in der friesländischen Gemeinde Sande seit dem Jahr 1983. Damit zählt das Zuhause von “Christoph 26” zu den längsten von den fliegenden Gelben Engel geleiteten Stationen im flächendeckenden Netz mit 37 Standorten und mehr als 50 Rettungshubschraubern. “Die Stationierung von ´Christoph 26` am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch hat sich im Rückblick als Erfolgsmodell erwiesen”, so der Geschäftsführer der Friesland Kliniken Dr. Werner Wodrich bei der Stationseinweihung. “Daraus ist eine Kooperation vieler Teilnehmer an der küstennahen Gesundheitsversorgung ohne Konkurrenzdenken entstanden – sehr zum Wohle der Menschen”.

“Christoph 26” ist einer von fünf ADAC Rettungshubschraubern, die mit einer Rettungswinde ausgestattet sind. Mit dieser können die fliegenden Gelben Engel Menschen in Notlagen auch dort versorgen und retten, wo ein Rettungswagen nicht hinkommt, zum Beispiel in Wasser, Watt oder Wald. Damit ist der ADAC Rettungshubschrauber ein wichtiger Pfeiler der medizinischen Versorgung für die ostfriesischen Inseln, wo in den letzten Jahren durchschnittlich ein Drittel aller Alarmierungen erfolgte.

In Summe haben die Sanderbuscher Crews in den vergangenen knapp vier Jahrzehnten mehr als 50.000 Einsätze übernommen, 1361 davon im Jahr 2021. Im ersten Halbjahr 2022 wurde “Christoph 26” 771-mal alarmiert – ein mehr als 20-prozentiger Anstieg im Vergleich zu 595 Einsätzen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021.

Die Crews in Sanderbusch stellen 19 Notärzte vom Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch und Bundeswehrkrankenhaus Westerstede, sieben Piloten und drei Co-Piloten von der ADAC Luftrettung sowie Rettungsfachpersonal der Rettungsdienst Friesland gGmbH: insgesamt 13 Notfallsanitäter (Fachbegriff Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services, kurz TC HEMS), von denen drei über eine Zusatzqualifikation Winde verfügen (Technical Crew Member Helicopter Hoist Operator, TC HHO). Hubschrauberführende Rettungsleitstelle ist die Gemeinsame Rettungsleitstelle Friesland/Wilhelmshafen. Die Anforderung von “Christoph 26” erfolgt über die örtlich zuständige Leitstelle (Notruf 112), Intensivtransporte über die Koordinierungsstelle Intensivtransporte Hannover.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,1 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. “Gegen die Zeit und für das Leben” lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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Das BAAINBw übernimmt zweiten Airbus A321LR für die Bundeswehr

Koblenz (ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat heute in Hamburg den zweiten Airbus A321LR (Long Range) von der Lufthansa Technik AG für die Bundeswehr übernommen.

Auch der zweite A321LR steht künftig für Truppentransporte und den parlamentarischen Flugbetrieb zur Verfügung.

Das Flugzeug mit der taktischen Kennung 15+11 steht der Luftwaffe in Kürze für Truppentransporte und den parlamentarischen Flugbetrieb zur Verfügung. Eine Erweiterung des Einsatzspektrums auch für medizinische Transport- und Evakuierungsaufgaben (MedEvac) ist für das kommende Jahr geplant.

Eine echte Teamleistung: Zusammenarbeit der Vertreter von BAAINBw, der Luftwaffe, des BMVg und des Herstellers war Basis der schnellen Beschaffung.

“Innerhalb von knapp zwei Jahren ist es uns gelungen, zwei Flugzeuge des Typs A321-251NX (A321LR) fabrikneu zu beschaffen und auszurüsten – und das trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie. Mit der heutigen Übergabe des zweiten Flugzeuges steigern wir weiter die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe,” erklärt der zuständige Projektmanager im BAAINBw. Gemeinsam mit dem Personal der Wehrtechnischen Dienststelle 61 und der Luftwaffe führte das interdisziplinäre Projektteam auch bei diesem A321LR ein intensives Test- und Abnahmeprogramm am Boden und in der Luft durch.

Das Cockpit und die neu verbaute Kabinenausstattung mit Sitzen, Notausrüstung und MedEvac-Vorrüstungen wurden gemäß den Anforderungen der Bundeswehr angepasst. In dem Luftfahrzeug können bis zu 136 Personen transportiert werden. Im kommenden Jahr wird in einer weiteren Projektphase die Ausstattung und Zulassung der beiden Luftfahrzeuge in der MedEvac-Rolle erfolgen. Durch spezielle Umbauten können dann Verwundete, Verletzte oder erkrankte Personen und bis zu sechs Intensivpatienten transportiert werden.

Der erste A321LR mit der taktischen Kennung 15+10 war bereits am 23. Juni 2022 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin an die Luftwaffe übergeben worden. Beide Flugzeuge werden künftig auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke eingesetzt.

WEB: bundeswehr.org

Zusätzliche Drohnen zur Aufklärung im Ortsbereich für die Bundeswehr

Koblenz (ots) Kürzlich wurde zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der Firma AirRobot GmbH & Co KG ein Vertrag über die Beschaffung von 145 Mikroaufklärungsdrohnen für den Ortsbereich zur bildgebenden Aufklärung bei Tag und Nacht geschlossen. Die Bundeswehr ergänzt mit der Beschaffung ihr Portfolio um ein weltweit einsatzbereites System, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Die Bundeswehr beschafft bis Ende 2024 145 zusätzliche Mikroaufklärungsdrohnen des Typs MIKADO zur Aufklärung im Ortsbereich.

Mit dem unbemannten Luftfahrzeugsystem (unmanned aircraft system; UAS) MIKADO wird die Fähigkeit zur unabhängigen taktischen Aufklärung sowie zur aktuellen Lagebildfortschreibung im Ortsbereich auf unterster taktischer Ebene für hochmobile Kräfte sichergestellt.

Die Mikroaufklärungsdrohne wird von einem einzigen Bediener unter infanteristischen Einsatzbedingungen transportiert und betrieben. Ein Einsatzsystem besteht aus einem Luftsegment, einer Bodenkontrollstation, einem Tragerucksack und einem Ersatzteilpaket. Bei einem Gewicht von unter 15 Kilogramm ist das System innerhalb einer Minute einsatzfähig, verfügt über eine Flugzeit von mindestens 25 Minuten und ist im Temperaturbereich von -19°C bis 49°C betreibbar.

Die über drei Achsen stabilisierte Kombinutzlast ermöglicht die Aufklärung von Personen und Fahrzeugen bei Tag und Nacht und kann durch Sensorfusion den sogenannten “Point of Interest”, den Fokuspunkt der Beobachtung, hervorheben.

Die Beschaffung ist innerhalb des geplanten Zeitrahmens erfolgt. Vorangegangen war ein europaweit ausgeschriebener Teilnahmewettbewerb der zuständigen Vertrags- und Projektreferate des BAAINBw. Die Auswertung der Angebote umfasste unter anderem eine Flugdemonstration durchgeführt durch die Wehrtechnische Dienststelle (WTD) 61 in Manching.

Die nun beauftragten Aufklärungsdrohnen sollen vollständig bis Ende 2024 geliefert werden. Planmäßig sollen die ersten Systeme ab dem III. Quartal 2023 allen Teilstreitkräften der Bundeswehr zur Verfügung stehen.

WEB: bundeswehr.org