Archiv der Kategorie: Natur & Umweltschutz

“Wie können wir unser Klima retten?” Jenke von Wilmsdorff wagt in der Green Seven Week ein neues Experiment

Unterföhring (ots) Deutschland, 2050: Dürre und sengende Hitze einerseits, Starkregen mit Überflutung andererseits. Wie sieht unser Klima in wenigen Jahren aus? Was richtet der Klimawandel bei uns in Deutschland an?

Titel: JENKE. Das Klima-Experiment; Ausstrahlungszeitraum bis: 2022-10-02; Person: Jenke von Wilmsdorff; Copyright: ProSieben / Willi Weber; Fotograf: Willi Weber;

Jenke von Wilmsdorff wagt in der Green Seven Week 2022 am 3. Oktober auf ProSieben ein neues Experiment. In “JENKE. Das Klima-Experiment” versetzt sich der Journalist in ein Deutschland im Jahr 2050, wie es von Wissenschaftlern prophezeit wird – sollte der Klimawandel so fortschreiten wie bisher.

Wird der Rhein austrocknen? Wie wirkt sich die Wasserknappheit auf unser tägliches Leben aus? Kommt der Wein 2050 aus Norwegen und die Wassermelone aus Brandenburg? Ist es aufgrund der Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit überhaupt noch möglich, sich 2050 tagsüber im Freien aufzuhalten? Werden in Deutschland 2050 Krankheiten wie das Dengue-Fieber, Malaria oder das West-Nil-Fieber aufgrund der herrschenden, heißeren Temperaturen allgegenwärtig sein?

Und was kann jeder von uns jetzt schon im Alltag besser machen, um dieses Szenario abzuwenden?

Direkt im Anschluss spricht der Journalist in “Jenke. Live. Der Talk danach” live über seine Erkenntnisse.

Eine Woche später fordert Louis Klamroth im “ProSieben Klimatalk” am 10. Oktober, um 20:15 Uhr, von Klima-Experten und Politikern Antworten auf die Frage “Wie können wir unser Klima retten?”.

Person: Louis Klamroth; Fotograf: Hahn + Hartung;

Auch die ProSieben-Magazine “taff” (17:00 Uhr) und “Galileo” (19:05 Uhr) widmen sich eine Woche lang dem Thema Klima. Über den Tag verteilt vermitteln 90-sekündige Infoclips zudem weiteres Wissen.

ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann: “Der Klimawandel betrifft uns alle, in ganz Deutschland. Jetzt. Hier. Direkt. Jeden. Deswegen stellt ProSieben in der Green Seven Week 2022 die Frage: ‘Wie können wir unser Klima retten?’ Jenke von Wilmsdorff zeigt in seinem neuen Experiment die erschreckenden Folgen des Klimawandels und holt sich Tipps, was jeder von uns im Alltag besser machen kann. Louis Klamroth lässt im ‘ProSieben Klimatalk’ Klima-Experten und Politiker Rede und Antwort stehen.”

Die “Green Seven Weeks” der vergangenen Jahre auf ProSieben im Überblick:

Green Seven 2021: “Die Wahrheit über unser Essen.”

Green Seven 2020: “Unser Wald brennt!”

Green Seven 2019: “Save The Oceans”

Green Seven 2018: “Save The Future”

Green Seven 2017: “Save the Ice”

Green Seven 2016: “Save the Water”

Green Seven 2015: “Save the Bees”

WEB: seven.one

Artenschutz Maßnahme im Nationalpark Harz: Lebensbedingungen für Brockenanemone verbessert

Mit Mitteln aus Artenschutzsofortprogramm des Landes Sachsen-Anhalt wurden Heideflächen auf Brocken vergrößert

Um seltene Pflanzenarten vor dem Aussterben zu bewahren, wurden vom Umweltministerium des Landes Sachsen Anhalt finanzielle Mittel im Rahmen des Artenschutzsofortprogramms zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln konnte u.a. im Nationalpark Harz auf dem Brocken der Flächenanteil der sogenannten subalpinen Zwergstrauchheiden erhöht werden, um zum Beispiel optimale Standortbedingungen für die Brockenanemone (Pulsatilla alpina ssp. Alba) zu schaffen. Da die Brockenanemonen und auch andere seltene Pflanzenarten des Brockens bevorzugt in diesen Heidegesellschaften vorkommen, wurden auf ausgewählten Flächen die Gräser entfernt und die Besenheide (Calluna vulgaris) gepflanzt.

Von 2019 bis heute sind von der Gärtnerei „Harzerfrischend” in Bad Harzburg 17.500 Heidepflanzen angezogen worden. Das Stecklingsmaterial für die Anzucht stammte vom Brockenplateau und wurde von Nationalparkmitarbeitern geerntet. Es wurde somit autochthone „Brockenheide” angezogen. Die durchgewurzelten Pflanzen wurden in einer guten Qualität geliefert und zum einen im Rahmen eines Arbeitseinsatzes mit Ehrenamtlichen, zum anderen durch Mitarbeiter des Nationalpark Harz auf die hierfür vorbereiteten Flächen gepflanzt. In der zweiten Juliwoche sind die letzten 1.000 Besenheiden von Nationalpark-Mitarbeiter Ingo Matscheroth gepflanzt worden.

Der Nationalpark Harz bedankt sich bei allen an dem Projekt Beteiligten, beim Umweltministerium des Landes Sachsen Anhalt und besonders bei der Gärtnerei „Harzerfrischend”, der Familie Pake aus Bad Harzburg, die 2.500 Pflanzen über den abgeschlossenen Vertrag hinaus spendete.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Erster Standort der Wertgarantie Group klimaneutral

Nachhaltigkeits- und Erfolgsbonussystem für Mitarbeitende

Hannover (ots) Der Klimawandel ist wohl die größte Herausforderung unserer Zeit. Die Folgen der stetigen Erderwärmung sind massiv und haben gravierende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 haben sich rund 200 Länder darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf maximal 2° Celsius, möglichst auf 1,5° Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen weltweit die CO2-Emissionen gesenkt werden. Nicht nur deshalb ist Klimaschutz ist bei der Wertgarantie Group ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie.

Der erste Standort der Wertgarantie Group ist klimaneutral.

Für die Wertgarantie Group gilt wie für Unternehmen aller Größen und Branchen: Um die Pariser Klimaziele zu erreichen sind alle gefordert, einen Beitrag zu leisten. “Aufgrund der Dringlichkeit dieser Thematik haben wir den klimaneutralen Geschäftsbetrieb für den Standort Hannover bereits dieses Jahr realisiert”, sagt Konrad Lehmann, Vorstand Wertgarantie.

Zusammen mit dem Dienstleister ClimatePartner wird jährlich ein Bericht über die CO2-Bilanz erstellt, in dem neben den Einzelwerten auch die Berechnungsmethodik sowie die Ergebnisse detailliert beschrieben sind. “Mit der Umstellung auf Ökostrom und Recyclingpapier, energetischen Gebäudesanierungen und mehr konnten wir klimaschädliche CO2-Emissionen vermeiden und reduzieren”, erläutert Konrad Lehmann. “Alle unvermeidbaren CO2-Emissionen gleichen wir zudem durch Klimaschutzprojekte aus, so dass unser Standort bilanziell klimaneutral ist.”

Die Wertgarantie Group fördert die Renaturierung von Mooren in Deutschland. In einem weiteren Klimaschutzprojekt geht es um internationalen Klimaschutz: Auf über 97.000 Hektar schützt das Projekt den Wald in Pará an der brasilianischen Amazonasmündung und vermeidet die kommerzielle Abholzung.

Die Kompensation der Emissionen ist ein wichtiger notwendiger Schritt, allerdings setzt man in der Unternehmensgruppe schon vorher an: bei der Reduzierung und Vermeidung der CO2-Emissionen. “Langfristig ist es unser Ziel, den durchschnittlichen CO2-Fußabdruck pro Mitarbeitenden auf unter 2 Tonnen zu senken”, verdeutlicht Konrad Lehmann. In der Unternehmensgruppe sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Nachhaltigkeitsthematik involviert. Die Erreichung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsziele zahlt auf den Unternehmenserfolg ein, davon ist man bei der Wertgarantie Group überzeugt, erklärt Konrad Lehmann weiter. Und diesen Erfolg möchte man gerne teilen: “Die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks pro Mitarbeitenden ist zum Beispiel einer von vier Parametern, den wir in ein innovatives Nachhaltigkeits- und Erfolgsbonussystem haben einfließen lassen. Die Mitarbeitenden bringen ihren persönlichen Beitrag ein und profitieren so jährlich in Form einer Bonuszahlung vom Engagement aller.”

Dem nun erfolgten Schritt der Klimaneutralität am Standort Hannover werden weitere folgen, blickt Konrad Lehmann voraus: “Bis 2025 wollen wir konzernweit klimaneutral sein und so aktiv den Europäischen Green Deal und das Pariser Klimaabkommen unterstützen.”

WEB:wertgarantie.com

Glutnester gelöscht: Löschrucksack bewährt sich bei Waldbrandbekämpfung im Nationalpark Harz

Während einer Brandwache hat Nationalpark-Revierleiter Lukas Wachsmann das Wiederaufflammen eines Feuers verhindert.

Um für die schnelle Bekämpfung kleinerer Waldbrände in der Anfangsphase gerüstet zu sein, hat die Harzer Nationalparkverwaltung Löschrucksäcke und Wärmebildkameras angeschafft. Damit sind die Dienstfahrzeugen der Revierleiter, Forstwirte und der Ranger bestückt. Das sich diese Ausrüstungsgegenstände als sehr nützlich erweisen, hat Revierleiter Lukas Wachsmann in dieser Woche festgestellt: Er konnte unter Einsatz von Kamera und Löschrucksack das gefährliche Wiederaufflammen eines bereits gelöschten Brandes im Revier Schierke in der Nacht von Montag auf Dienstag verhindern.

Nationalpark-Revierleiter Lukas Wachsmann demonstriert den Einsatz des Löschrucksacks an der Brandstelle. (Foto: Nationalpark Harz)

Wachsmann, der eigentlich das Revier Scharfenstein leitet, hatte nach einem Brand am Montagvormittag seinen Schierker Kollegen Olaf Eggert gegen 20 Uhr bei der Brandwache abgelöst. „Die Brandstelle war vormittags gemeldet worden und die Feuerwehr hatte das Feuer gelöscht. Nachmittags war es das erste Mal wieder aufgeflammt”, berichtet Wachsmann. Als er abends die Brandwache übernommen hatte, waren keine Glutnester mehr zu sehen. Er überwachte den Brandort weiter mit der Wärmebildkamera. „Plötzlich war ein erster heller Fleck im Sucher zu sehen. Ich habe mir die Stelle aus der Nähe angesehen und mit der Hand am Boden gefühlt und konnte schon die Wärme spüren. Ich bin sofort zum Auto gegangen und habe den Löschrucksack geholt. Als ich zurückkam, war schon eine kleine Rauchentwicklung zu sehen.”

Sieben Glutnester an abgelöschter Brandstelle entdeckt

Wachsmann entfernte mit einer Pflanzhacke zuerst das Erdreich über der Stelle, um an die Glut zu gelangen, und besprühte diese dann mit dem Wasser aus dem Löschrucksack. Doch damit war die Arbeit noch nicht getan: „Als ich die eine Stelle abgelöscht hatte, sah ich schon die nächste.” Bis gegen 23.30 Uhr habe er insgesamt sieben Glutnester entdeckt – und das, obwohl die Brandstelle oberflächlich noch nass von den vorangegangenen Löscharbeiten der Feuerwehr war. „Aber der Boden ist so ausgedörrt, dass das Wasser abgelaufen ist und gar nicht an die versteckten Glutnester im Boden gelangt war.” Rund eine Stunde lang konnte Wachsmann mit den 20 Litern Wasser, die der Löschrucksack fasst, nachlöschen. Das reichte für fünf Glutnester. Dann füllte er den Rucksack am nahegelegenen Schierker Bahnhof wieder auf.
Die Waldbrand-Ausrüstung habe sich sehr gut bewährt, so Wachsmann: „Ohne die Kamera hätte ich die aufkeimende Glutnester wahrscheinlich zu spät entdeckt.” Die Glut hätte sich unterirdisch schon weiter ausbreiten können. Die Kombination aus Wärmebildkamera, Pflanzhacke und Löschrucksack habe bei der Feuerbekämpfung gut funktioniert. „Ohne diese wäre ich aufgeschmissen gewesen.”
Diese Situation zeigt auch, welch hohe Gefahr von mutmaßlich gelöschten Lagerfeuern ausgehen kann, die im Nationalpark auch deswegen generell verboten sind und was bei Zuwiderhandlung durch ein hohes Bußgeld geahndet wird. „Sollten Besucher beim Feuermachen ertappt werden, wird das teuer”, sagt Sabine Bauling, die für die Waldbehandlung zuständige Fachbereichsleiterin der Harzer Nationalparkverwaltung.
Die Nationalparkverwaltung trifft seit Langem Vorkehrungen zur Waldbrandbekämpfung: So finden regelmäßig Befahrungen mit den Feuerwehren im Nationalpark unter Begleitung der Revierleiter statt. Auch die Waldbrandkarten werden regelmäßig aktualisiert. Der Bahnparallelweg wurde im vergangenen Jahr zwischen Bahnhof Schierke und Brockenstraße ertüchtigt, diese Arbeiten werden derzeit fortgesetzt. Zudem wurden durch den Landkreis Harz und das Technische Hilfswerk (THW) große Löschwassertanks in der Nähe des Scharfensteins aufgestellt. Des Weiteren wurden temporäre Staustufen zur Löschwasserentnahme an Durchlässen von ganzjährig wasserführenden Gewässern eingebaut – dies wird Standard werden, wenn derartige Bauwerke errichtet oder saniert werden. Die Investition in Löschrucksäcke und Wärmebildkameras hat sich damit nun bereits ausgezahlt.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Schüler zeigen: So geht Nachhaltigkeit in der IT

Potsdam (ots) Schülerinnen und Schüler entwickeln grüne Geschäftsideen für den IT-Sektor – das will die neue Think Green Academy des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des IT-Unternehmens SAP, mit seinem Young Thinkers Programm, unter Beweis stellen. Noch bis zum 14. August können sich Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11 als Einzelperson oder direkt als Team für die Think Green Academy anmelden und den gesamten Prozess von der Ideenentwicklung für ein nachhaltiges Projekt bis zum Pitch durchlaufen.

Nachhaltigkeit; IT; Schülercamp; Green IT;

Das Online-Event startet im Oktober mit verschiedenen Workshops in den Bereichen Entrepreneurship, Design Thinking und Informatik und geht über mehrere Monate.

“Wir möchten im Rahmen der Think Green Academy das unternehmerische Denken und Handeln der Schülerinnen und Schüler fördern und ihnen die Möglichkeit geben, aus eigenen ersten Ideen Gründungsprojekte entstehen zu lassen.”, so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel.

Mit dem Projekt zeigen HPI und SAP den Schülerinnen und Schülern, dass die Informatik die Kraft hat, die Welt aktiv und nachhaltig zu gestalten. Der Ausbau der Projektidee erfolgt in freier Teamarbeit. Zum Ende der Think Green Academy pitchen die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vor einer Jury und zeigen, wie sie mit Apps, Datenerhebung oder Software-Anwendungen Umweltprobleme lösen wollen.Unterstützt wird das Format von der HPI School of Entrepreneurship und der HPI School of Design Thinking.

Kurzprofil HPI-Schülerakademie

Die Schülerakademie des Hasso-Plattner-Instituts bringt jungen Informatikinteressierten die vielfältigen Anwendungsgebiete und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der Informatik näher – digital und am Campus. Je nach Altersgruppe und Interesse können die Schülerinnen und Schüler im HPI-Schülerkolleg, im HPI-Sommercamp, Coder Dojo oder beim Girls’ Day die Welt der Programmiersprachen spielerisch kennenlernen.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten des HPI für Schülerinnen und Schüler finden Sie hier: https://hpi.de/open-campus/schuelerakademie.

Bundesregierung unterstreicht positiven Beitrag pflanzlicher Streu für den Klimaschutz

Berlin (ots) 33 kg weniger C02 pro Haushalt – Verbot mineralischer Streu gefordert

Die Bundesregierung hat mit Blick auf den Klimaschutz und eine nachhaltigere Haustierhaltung den alternativen Einsatz pflanzlicher Katzenstreu positiv bewertet.

16,7 Millionen Katzen leben in Deutschland, gemeinsam können ihre BesitzerInnen bis zu 551.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

,,Mineralisches Katzenstreu ist in der Erzeugung energieintensiv und muss nach der Müllverbrennung als Schlacke entsorgt werden. Als weniger klimaschädliche Alternative eignet sich Katzenstreu aus Pflanzenfasern, zum Beispiel Holzpellets”, erklärte Staatssekretar Dr. Patrick Graichen auf eine kleine Anfrage der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Ingeborg Gräßle.

Die klimafreundliche Nutzung pflanzlicher Katzenstreu lässt sich unter anderem durch eine aktuelle Studie aus der Schweiz belegen. Während die Rohstoffe mineralischer, nicht wiederverwertbarer Streu unter anderem in Minen in Kanada, Afrika, der Türkei oder Spanien abgebaut, energieintensiv verarbeitet und transportiert werden, sind vor allem regionale Abfallprodukte der holzverarbeitenden Industrie oder Getreideerzeugung die Grundlage pflanzlicher Katzenstreu. Ihre Verarbeitung verursacht nur 18 Prozent der Emissionen, die bei mineralischer Streu entstehen. Außerdem ist nachhaltige Streu wesentlich effektiver.

551.000 Tonnen weniger C02 im Jahr durch Haltungswechsel

Die Effekte für den Klimaschutz sind bei 16,7 Millionen Katzen allein in Deutschland gravierend. 33 Kilogramm C02 pro Katze und Jahr lassen sich durch die Nutzung pflanzlicher Streu statt mineralischer Produkte einsparen. In Summe ist durch die Umstellung auf nachhaltige, organische Streu eine Einsparung von 551.000 Tonnen C02 pro Jahr möglich. Daneben lässt sich durch den Umstieg auch das Müllaufkommen massiv reduzieren. 694.000 Tonnen nicht wiederverwertbarer Müll fallen durch mineralische Streu jährlich an. Mit der kompostierbaren pflanzlichen Streu lässt sich das Abfallaufkommen eines Katzenhaushalts um bis zu 200 Kilogramm jährlich reduzieren.

“Wir freuen uns über die klare Aussage der Bundesregierung zu den positiven Klimaeffekten pflanzlicher Katzenstreu. Es ist wichtig, dass auch die Politik die klimaschädlichen Aspekte mineralischer Streu erkennt und benennt”, sagt Michael Behnke, Sprecher der europaweiten Initiative Cats für Future, die sich für einen Haltungswechsel in der Haustierhaltung einsetzt. ,,Jede Katzenhalterin und jeder Katzenhalter kann direkt einen Beitrag für den Klimaschutz leisten, wenn er auf pflanzliche Streu umstellt. Außerdem schont er Ressourcen und vermeidet Abfall.”

Die Initiative Cats for Future, die u.a. von der NGO “Cradle to Cradle” unterstützt wird, setzt sich für einen Haltungswechsel zu nachhaltiger Katzenstreu ein. Sie fordert unter anderem, die Rahmenbedingungen für eine flächendeckende Entsorgung der pflanzlichen, kompostierbaren Streu im Bioabfall zu schaffen und die mineralische Streu bis 2030 zu verbieten.

WEB: https://catsforfuture.de/nachhaltige-katzenstreu/

Afrikanische Schweinepest: Nationalpark bittet alle Gäste um die Einhaltung wichtiger Verhaltensregeln

Im Schutzgebiet gibt es keine Fälle der Tierseuche. Die Nationalparkverwaltung ist aber für den Ernstfall vorbereitet.

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) breitet sich weiter aus und hat erstmals Niedersachsen erreicht, wie das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Anfang des Monats berichtete. Der Ausbruch ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb im südlichen Landkreis Emsland festgestellt worden. In Sachsen-Anhalt sind bislang keine Fälle aufgetreten.

Ein Wildschwein im Nationalpark Harz, aufgenommen mit einer Fotofalle. (Foto: Nationalpark Harz)

Auch im Gebiet des Nationalpark Harz gibt es keine Fälle von ASP, gleichwohl hat sich die Nationalparkverwaltung auf die Bekämpfung und Eindämmung der Tierseuche vorbereitet: In Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern der Landkreise wurden Bergeteams gebildet, die beim Fund von an ASP erkrankten oder verendeten Wildschweinen sofort tätig werden. Dafür werden spezielle Bergesets zum Beseitigen der infizierten Tierkörper vorgehalten.

Menschen spielen bei Ausbreitung mitunter eine wichtige Rolle

Die Nationalparkverwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher des Schutzgebiets dringend um die Einhaltung wichtiger Verhaltensregeln, um eine Ausbreitung zu verhindern. Auch von Seiten der zuständigen Bundes- und Landesbehörden wird eine intensive Präventions- und Aufklärungsarbeit geleistet. Bei der Ausbreitung der Krankheit spielt der Mensch nämlich mitunter eine wichtige Rolle.
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft und bei den Tieren zu einer hohen Sterblichkeit führt. Für Menschen und andere Haus- und Nutztiere ist sie nicht gefährlich. Die Ansteckung kann im direkten Kontakt mit infizierten Tieren erfolgen, aber auch indirekt über die Futteraufnahme oder durch Stoffe oder Gegenstände, welche Kontakt zu infiziertem Material hatten. Der Mensch kann zum indirekten Überträger werden, wenn er zum Beispiel virushaltige Wurst oder Fleisch unachtsam entsorgt. Das ASP-Virus ist sehr widerstandsfähig und kann in frischem, gefrorenem, gepökelten und geräuchertem Zustand überleben.
2020 trat die ASP erstmals in Deutschland, in Ostsachsen und Ostbrandenburg auf. Im vergangenen Jahr gab es einen Sprung in den Bereich Parchim, nahe der nördlichen Grenze von Sachsen-Anhalt. Mit dem Auftreten in Niedersachsen ist wiederum ein großer Sprung zu verzeichnen. Das alles deutet darauf hin, dass hier vermutlich der Mensch als Verbreiter aufgetreten ist.
Jetzt beginnt die Urlaubs- und Reisezeit. Viele Menschen kommen in den Nationalpark Harz. Die Nationalparkverwaltung bittet die Besucherinnen und Besucher eindringlich, keine Speiseabfälle in der Natur zu entsorgen auch nicht in Abfallbehältern im Wald oder an Waldparkplätzen. Möglicherweise mit ASP infizierte Speiseabfälle können für Wildtieren als Futterquelle betrachtet werden und so für eine Einschleppung des Virus ins Parkgebiet führen. An vielen Waldeingangstafeln im Nationalpark wird durch ein Plakat auf die Gefahrensituation hingewiesen.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

IdentMe gewinnt IQ-Preis der Stadt Halle 2022

(halle.de/ps) Am 30. Juni wurde der IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 2022 in Köthen vergeben. Den IQ-Preis der Stadt Halle (Saale) erhielt mit der IdentMe GmbH auch 2022 ein Startup vom Technologiepark Weinberg Campus.

IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 2022

Die Innovation des Startups ermöglicht erstmals die Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten mit molekularbiologischen Methoden. Das System leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Artenschutz. Aktuell können nahezu 20 Arten wie Fischotter, Molche, aber auch Krankheitserreger bestimmt werden. Der Halle-Preis wurde vom Bürgermeister der Stadt Halle, Egbert Geier, und der Geschäftsführerin der Wacker Biotech GmbH, Melanie Käsmarker, übergeben.

Der Clusterpreis Energie/Umwelt/Solar ging an die CE Cell Engineering GmbH aus Kabelsketal.

Der IQ Innovationspreis Halle wird als Wissenschaftspreis von der Stadt Halle (Saale) und den Halle Startup Partners vergeben. Der Wettbewerb wird innerhalb der Dachmarke des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland durch die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland umgesetzt.

An dem Wettbewerb des IQ Innovationspreis Halle können sich Bewerber beteiligen, wenn sie eine Innovation beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland in einem der fünf Cluster einreichen und in Halle (Saale) ansässig sind.
Die Preisstifter loben für den IQ Innovationspreis Halle ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro aus. Bewerber aus Halle (Saale) haben auch die Chance auf weitere Preisgelder, die im Rahmen des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland vergeben werden. Clustersieger erhalten 7.500 Euro Preisgeld, der Gesamtsieger 15.000 Euro.

WEB: https://www.halle.de