Archiv der Kategorie: Presse & Medien

Kampfansage an die eigene Partei? Sahra Wagenknecht über ihr Buch „Die Selbstgerechten“

Das neue Buch von Sahra Wagenknecht hat nicht nur unter Parteigenossen für Wirbel gesorgt. In „Die Selbstgerechten“ attackiert die Linken-Politikerin so genannte „Lifestyle-Linke“.

Sie hätten den Bezug zu echten gesellschaftlichen Problemen verloren und beschäftigten sich stattdessen mit „immer kleineren und skurilleren Minderheiten“. Für viele liest sich das Buch wie eine Kampfansage an die eigene Partei. Wen Sahra Wagenknecht erreichen möchte, erklärt sie im Gespräch mit Sandra Maischberger. Aus der Sendung vom 5.5.2021 #Wagenknecht#DieLinke#Wahlkampf

Die Gewinner*innen des ADC Wettbewerbs stehen fest: Grands Prix für Digitale Medien, Editorial und Design

Berlin (ots) Drei Grands Prix, 33-mal Gold, 101-mal Silber, 187-mal Bronze und 255 Auszeichnung verlieh die ADC Jury im ADC Wettbewerb 2021. In der 57. Ausgabe des ADC Wettbewerbs tagten die 29 Jurys zum zweiten Mal ausschließlich virtuell. Sie diskutierten die Einreichungen mit mehr als 8.900 Bestandteilen.

Moderator Steven Gätjen präsentiert die besten Cases des Jahres in der ADC Award Show

„What a competition, in every sense. Fantastic cases with creativity that transcended the covid-related year – including several from Germany staking their claim on the international scene. Laser-focused judges who brought so much intensity and energy to the jurying processes. The rigor shows in the final selection, with only three campaigns picking up the prestigious Grand Prix. Competition at its best. That’s ADC.“ Liz Taylor, Global CCO bei Leo Burnett Worldwide sowie CCO bei Publicis Communications North America und Chairwoman des diesjährigen ADC Wettbewerbs.

Der Anteil der Neueinreicher im ADC Wettbwerb 2021 ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Ohnehin im Verlauf der Einreichungsfrist schon auf einem hohen Niveau, konnte die Zahl der Neueinreicher mit der Solidaritätsaktion des Clubs zusätzlich gesteigert werden: Im März konnte je eine Einreichung kostenlos getätigt werden, insbesondere um kleinen Agenturen, Start-ups und Freelancern eine Chance auf Teilnahme am wichtigsten Kreativwettbewerb Deutschlands zu geben. Mit #StolenMemory hat nun eine Arbeit aus der Aktion sogar einen Grand Prix gewonnen.

Deutschlandreise 2020 | Grand Prix Design

Den Grand Prix im Fachbereich Design erhält der Case Deutschlandreise 2020. Der Fotograf Ingmar Björn Nolting hielt fest, was er erlebte, als er zu Beginn der Corona-Krise zwei Monate lang alleine durch die Rupublik fuhr. Veröffentlicht wurden die Arbeiten des 1995 geborene Fotografen im ZEITmagazin.

Die Jury zum Grand Prix:

„Großartig intensiv, leise ganz laut – ein historisches Zeitdokument! Auf sensible und beklemmende Weise bekommen wir einen neuen Blick auf die Dystopie. Fast malerisch wie Aquarelle liegt ein Schleier über der Stadt, in jedem Foto. Der unsichtbare Virus wird spürbar. Die bewusst stilisierte Farbpalette in Kombination mit dem klaren zentralperspektivischen Bildaufbau transportiert die Melancholie und Stille dieser Zeit auf unglaubliche Art und Weise.“

#StolenMemory | Grand Prix Editorial

Im Fachbereich Editorial erhält die Agentur Goldener Westen für die Arbeit #StolenMemory einen Grand Prix. Die Initiatoren des Projektes #StolenMemory suchen Verwandte ehemaliger KZ-Insassen, um Gegenstände – Effekte genannt – zurückzugeben, die diesen einst gehörten. Wie viel Fiktion ist erlaubt, wenn man über historische Fakten und Biografien von realen Menschen erzählt? Goldener Westen hat für die Arolsen Archives mit #StolenMemory eine spannende Antwort auf diese Frage entwickelt:

Drei Animationsfilme und eine interaktive Scrollytelling-Webseite zeigen einen alternativen Ansatz, um junge Generationen zu erreichen. Das gesamte Projekt wurde um Filme herum aufgebaut. Die Website dient sowohl als Vertiefung, als auch zur Darstellung einer Auswahl persönlicher Gegenstände.

Die Jury zeigt sich beeindruckt:

„Die Brieftasche eines jungen Polizisten, ein alter Füller, ein Paar Ohrringe, die die Großmutter getragen hat – jedes Jurymitglied könnte jetzt auf der Stelle die Geschichte jener Menschen rekapitulieren, denen diese Gegenstände einst gehörten, so lebendig und eindringlich sind die Videos rund um die ehemaligen KZ-Häftlinge Johannes, István und Helena. In ruhigen, unpathetischen Schwarz-Weiß-Animationen erzählt #StolenMemory vom Überleben und vom Menschbleiben in unmenschlichen Zeiten. Das gründlich recherchierte und unprätentiös erzählte Multimediaprojekt stellt die durchdachte Gestaltung vollständig in den Dienst der Erinnerung und des konkreten Anliegens. Mit wenigen wirkungsvoll gesetzten Akzenten erzeugt #StolenMemory eine unglaubliche Emotionalität, und zieht nicht nur junge Menschen in den Bann, sondern die komplette Jury gleich mit. Eine interaktive „Scrollytelling-Website“ setzt die Suche nach den Angehörigen der Opfer fort, denn rund 2500 Gegenständen warten noch auf die Rückgabe an ihre Familien.“

Uncensored Library | Grand Prix Digitale Medien

Auch die DDB Group erhält einen Grand Prix. Die Juryvorsitzenden prämierten den Case The Uncensored Library im Fachbereich Digitale Medien. Weltweit wachsen Millionen Jugendliche in Staaten auf, in denen eine strenge Presse- und Internetzensur herrscht. Reporter ohne Grenzen wollte zwei Jahre nach der „Uncensored Playlist“ erneut ein Zeichen gegen Internetzensur setzen und damit gezielt junge Menschen erreichen. DDB Berlin nutzte dafür erstmalig ein Computerspiel als „digitales Schlupfloch“. Minecraft ist eines der größten Computerspiele weltweit und auch dort spielbar, wo viele Medien blockiert werden. Am Welttag gegen Internetzensur 2020 eröffnete Reporter ohne Grenzen die „Uncensored Library“: Eine digitale Bibliothek, gebaut aus 12,5 Millionen Blöcken. Hier wurden zuvor zensierte Artikel von renommierten Journalist*innen als Minecraft-Bücher wiederveröffentlicht – für jeden verfügbar. Eine interaktive Microsite mit Hintergrundinfos zum Projekt und zu den Journalist*innen begleitete den Launch. Die „Library“ veröffentlicht stetig neue Artikel – um jungen Menschen ihr Recht auf freie Informationen zurückzugeben.

„Die Grundidee ein Open World Multiplayer Game zu nutzen um restriktive Firewalls von Autoritäten Staaten zu umgehen ist schon innovativ, das dann aber auch noch so monumental umzusetzen verdient aus unser Sicht auf jeden Fall Gold“, so die ADC Jury.

Die Juryvorsitzenden vergaben keinen Grand Prix für Werbung, Film und Ton, sowie Kommunikation im Raum und Event. Die Jurys der ADC Wettbewerbe bewerten die Einsendungen nach den Bewertungskriterien Originalität, Kraft, Klarheit, Machart und Freude.

Die Gewinnerarbeiten wurden im Rahmen der ADC Award Show am Freitagnachmittag live auf YouTube ausgezeichnet. ProSieben-Moderator Steven Gätjen führte durch die digitale Preisverleihung, die nach wie vor online einsehbar ist.

Mit Bekanntgabe der Gewinner*innen 2021 am Freitagabend werden in derADC App neben den Gewinnerarbeiten weitere ausgewählte Cases zu finden sein: In der neuen Kategorie Choices präsentieren und erklären kreative Köpfe – unter anderem ADC Juryvorsitzenden – die Arbeiten und zeigen: Kreativität findet auch in herausfordernden Zeiten immer einen Weg.

Alle Videos des ADC Festivals 2021 hier.

Alle Informationen zum ADC Festival im Überblick hier.

Web: ADAC.de

Joana Cotar: „Wie mit der Meinungsfreiheit umgegangen wird, ist eine Schande!“

Berlin (ots) Unter dem Titel „Meinungsfreiheit schützen, Zensur verhindern – Debattenkultur bewahren“ hat die AfD eine Aktuelle Stunde im Bundestag veranlasst. Grund sind die zunehmenden massiven Angriffe auf die Meinungsfreiheit in fast allen gesellschaftlichen Bereichen des Landes.

Dazu Joana Cotar, Mitglied im Bundesvorstand und digitalpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bundestag:

Joana Cotar, Mitglied im Bundesvorstand und digitalpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bundestag

„Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat jüngst den 3. bis 10. Mai zur Woche der Meinungsfreiheit erklärt. Tatsächlich brauchen wir das Recht, angstfrei und offen unsere Meinung sagen zu können, nicht nur eine Woche lang, sondern 365 Tage im Jahr. So sieht es das Grundgesetz auch vor. Doch was in unserer Demokratie selbstverständlich sein müsste, ist es de facto nicht mehr: 78 Prozent der Deutschen stimmten zuletzt bei einer Umfrage des Allensbach-Institutes der Aussage zu, man könne seine Meinung zu bestimmten Themen nicht oder nur mit Vorsicht frei äußern. Das ist eine Schande! Wer das vermeintlich Falsche sagt, schreibt oder auch nur bei Facebook und Co. mit einem ‚like‘ versieht, muss mit Arbeitsplatzverlust, Mobbing und sozialer Ächtung rechnen. Manchmal rücken auch die Gewalttäter von der Antifa an.

Politik, Teile der Medien und andere selbsternannte Meinungspolizisten fällen das Urteil. Beispiele gibt es genug, und täglich werden es mehr. Ein Arzt, der mit der ‚allesdichtmachen‘-Kampagne in Verbindung gebracht wurde, soll seinen Mietvertrag verlieren – denunziert hat ihn ausgerechnet eine Mitarbeiterin der SPD-Bundestagsfraktion.

Betroffen sind auch Richter, die das falsche Urteil fällen, Professoren, die an die Freiheit der Wissenschaft glauben, oder Schauspieler, die es wagen, der Regierungspolitik satirisch den Spiegel vorzuhalten. All dies fügt unserer Demokratie schwersten Schaden zu. Die Freiheit ist schnell verloren, aber nur schwer wiederzuerlangen. Die AfD tritt dafür ein, dass es wieder ganz normal wird, die eigene Meinung auszusprechen: In den sozialen Medien, in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz – wo auch immer sich die Bürger dieses Landes austauschen möchten.“

Web: AfD.de

Lokaljournalismus in Europa ernsthaft gefährdet

Brüssel (ots) Die Geschäftsmodelle lokaler Medien und ihre Unabhängigkeit sind durch den beschleunigten Übergang zu digitalen Vertriebskanälen, veränderte Nutzergewohnheiten und sinkende Werbeeinnahmen gefährdet.

Berichterstatter Jan Trei zeigt sich über die Zukunft des Lokaljournalismus besorgt

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) begrüßt daher den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Aktionsplan, betont jedoch, dass die alarmierende Finanzlage lokaler und regionaler Medien noch stärker berücksichtigt werden muss. In einem politischen Mehrebenensystem wie der europäischen Demokratie sind kleinere Lokalmedien, die direkt mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vertraut sind, von entscheidender Bedeutung, um demokratische Kontrolle und Legitimität zu gewährleisten – so heißt es in der Stellungnahme des Berichterstatters Jan Trei (EE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, die auf der AdR-Plenartagung im Mai vorgestellt wurde.

Als Eckpfeiler einer gesunden und nachhaltigen Demokratie bieten pluralistische Medienlandschaften den Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Informationen und Plattformen für offene politische Debatten. Allerdings werden die Vielfalt und Unabhängigkeit der Medien in ganz Europa durch kommerziellen Druck und ein sich rasch veränderndes technologisches Umfeld bedroht.

Daher forderten die AdR-Mitglieder unter Bezugnahme auf die Charta der Grundrechte der Europäischen Union mehr finanzielle Unterstützung und begrüßten den Plan der Kommission, die Unterstützung für den audiovisuellen und den Nachrichtenmediensektor in dem branchenübergreifenden Aktionsbereich des Programms Kreatives Europa 2021-2027 effizienter zu gestalten. Die finanzielle Unterstützung soll auf eine Weise gewährt werden, die Freiheit und Medienpluralismus achtet und fördert.

Gerry Woop(DE/SPE), Berliner Europastaatssekretär, sagte: „Wir müssen die lokalen und regionalen Medien bei der digitalen Transformation nachhaltig unterstützen. Blieben sie auf der Strecke, würde dies dem Medienpluralismus in Europa dauerhaften Schaden zufügen. Gerade die COVID-19-Pandemie hat noch einmal die Bedeutung eines starken Mediensektors verdeutlicht. Wir brauchen unabhängige Medien, die auch in Krisensituationen in der Lage sind, die Bevölkerung mit faktenbasierten Informationen zu versorgen. Dabei dürfen wir uns nicht nur auf die größten und reichweitenstärksten Akteure verlassen. Gerade die lokalen und regionalen Medien spielen für das öffentliche Leben und die politische Debatte eine wichtige Rolle.“

AdR-Berichterstatter Jan Trei (EE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, betonte: „Die COVID-19-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig starke Medien als Institutionen sind, die die Gesellschaft faktengestützt und ausgewogen informieren, um eine offene Debatte zu ermöglichen. Gleichzeitig hat die durch die Krise verursachte Rezession die Möglichkeiten der Medien beschnitten, ihrer Verantwortung nachzukommen. Damit es auf allen Ebenen weiterhin eine qualitativ hochwertige Medienberichterstattung gibt, sind Unterstützungsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere gilt es, das Überleben lokaler und regionaler Medienunternehmen zu sichern. Dabei müssen die besonderen Gegebenheiten kleiner Länder berücksichtigt werden, in denen die Ressourcen für lokale und regionale Medien aufgrund der geringen Größe des Marktes begrenzt sind.“

In seiner Stellungnahme weist Jan Trei darauf hin, dass bei künftigen Rechtsvorschriften und Fördermaßnahmen je nach der wirtschaftlichen Lage der lokalen und regionalen Medien differenziert vorgegangen werden muss. Große nationale und europäische Medienunternehmen werden derzeit mit der externen Konkurrenz durch amerikanische Technologieriesen und die Plattformwirtschaft konfrontiert – dieses Problem sollte durch die Anwendung des neuen Gesetzespakets über digitale Dienste gelöst werden. Ganz anders sehen hingegen die Herausforderungen für kleinere lokale Zeitungen und Radiosender aus: Da sie ein begrenztes Publikum in einem bestimmten geographischen Gebiet bedienen, verfügen sie häufig auch nur über ein eingeschränktes Wachstumspotenzial. Um das Entstehen von „Nachrichten-Wüsten“ in dünn besiedelten Gebieten zu verhindern, sollten die öffentlich-rechtlichen Medien ihre regionale Berichterstattung erweitern und für das Publikum über ein breites Spektrum von Kommunikationskanälen zugänglich bleiben.

„Das Fehlen eines ausreichenden rechtlichen, regulatorischen und politischen Rahmens im digitalen Ökosystem behinderte den erfolgreichen Übergang für den Mediensektor bereits vor dem COVID-19-Ausbruch. Die lokalen und regionalen Medien sind in einer besonders schwierigen Lage. Wir brauchen eine umfassende Strategie, um die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des europäischen Mediensektors wiederherzustellen. Wir müssen europäischen Medienunternehmen bei der Erholung helfen, gleiche Wettbewerbsbedingungen für sie und neue Marktteilnehmer gewährleisten und ihren Wandel unterstützen“, so Dace Melbarde (LV/EKR), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, die an der Plenardebatte teilnahm.

Web: europa.eu

ZDF-Politbarometer Mai I 2021: Projektion: Grüne knapp vorn – Union auf Rekordtief

Corona: Klare Mehrheit für Aufhebung der Impfreihenfolge

Mainz (ots) Vor gut zwei Wochen haben CDU/CSU und Grüne entschieden, wen sie ins Rennen um das Kanzleramt schicken. Für beide Parteien gibt es jetzt in der Politbarometer-Projektion starke Veränderungen: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die Union nur noch auf 25 Prozent (minus 6 im Vergleich zu Mitte April), das ist ihr bisher schlechtester Wert.

Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre …:

Die SPD könnte mit 14 Prozent rechnen und die AfD mit 11 Prozent, beide unverändert. Die FDP erhielte 10 Prozent (plus 1), und die Linke bliebe bei 7 Prozent. Die Grünen würden sich mit 26 Prozent (plus 5) deutlich verbessern und damit knapp vor der CDU/CSU liegen. Die anderen Parteien zusammen kämen weiterhin auf 7 Prozent. Damit hätte sowohl eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als auch eine Koalition aus Grünen, SPD und FDP eine Mehrheit. Knapp reichen würde es auch für Grün-Rot-Rot, nicht jedoch für eine Fortführung der Regierung aus CDU/CSU und SPD.

Künftige Regierung: Lieber unter Führung der Union als der Grünen

Vor die Wahl gestellt wünscht sich die Hälfte (50 Prozent) der Befragten nach der Bundestagswahl eine CDU/CSU-geführte Regierung, während 39 Prozent eine von den Grünen geführte Regierung favorisieren (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Dabei wollen jeweils Mehrheiten in der Unions- (92 Prozent), der FDP- (75 Prozent) und der AfD-Anhängerschaft (64 Prozent) lieber die Union an der Spitze der Regierung, während sich die meisten Grünen- (90 Prozent), SPD- (53 Prozent) und Linke-Anhänger/innen (59 Prozent) für eine von den Grünen angeführte Koalition aussprechen. Auch in West und Ost sind die Präferenzen unterschiedlich ausgeprägt. Mit 49 Prozent zu 41 Prozent fällt der Abstand zwischen CDU/CSU und Grünen bei Befragten im Westen weniger groß aus als bei Befragten im Osten, die in der Frage der Regierungsführung deutlich stärker auf die CDU/CSU (54 Prozent) setzen als auf die Grünen (29 Prozent).

Eignung als Kanzler/in: Kandidaten verbessert – aber nicht überzeugend

Nach der Festlegung auf Armin Laschet als Kanzlerkandidat für die CDU/CSU und Annalena Baerbock als Kandidatin für die Grünen wird jetzt beiden häufiger als noch im April zugetraut, sich für das Kanzleramt zu eignen. Vor allem Baerbock (April: 24 Prozent; Mai I: 43 Prozent) kann sich wesentlich steigern, aber auch Laschet legt zu (April: 29 Prozent; Mai I: 37 Prozent). Olaf Scholz, schon seit längerem Kanzlerkandidat der SPD, ist für 42 Prozent (April: 37 Prozent) kanzlertauglich. Insgesamt aber überwiegen bei allen drei Kandidaten die Zweifel an deren Kanzlerfähigkeit. Bei Baerbock und Scholz verneinen das jeweils 50 Prozent und bei Laschet 56 Prozent. Bei der Frage, wen man lieber als Bundeskanzler beziehungsweise -kanzlerin hätte, liegen die Kandidaten der drei Parteien in etwa gleichauf. Das gilt sowohl in der Gegenüberstellung „lieber Laschet“ (46 Prozent) oder „lieber Baerbock“ (44 Prozent) als Kanzler/in als auch bei Laschet (43 Prozent) versus Scholz (46 Prozent) und Scholz (45 Prozent) versus Baerbock (43 Prozent).

Top Ten: Fast alle mit besserer Bewertung

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Angela Merkel weiterhin auf Platz eins mit einem Durchschnittswert von 2,2 (April: 1,9) auf der Skala von +5 bis -5. Es folgen Winfried Kretschmann mit 1,8 (April: 1,6) und Markus Söder unverändert mit 1,3. Auf Platz vier Karl Lauterbach mit 1,2 (April: 0,9), danach Robert Habeck mit 1,2 (April: 0,8), Olaf Scholz mit 1,0 (April: 0,7) und Annalena Baerbock mit 1,0 (April: 0,6). Jens Spahn rückt mit 0,3 (April.: minus 0,1) einen Platz vor, Armin Laschet kommt auf 0,2 (April: 0,1) und Christian Lindner auf 0,0 (April: minus 0,2).

Wieder größere Zufriedenheit mit Corona-Maßnahmen

Hielten im April nur 29 Prozent die geltenden Corona-Maßnahmen für gerade richtig, so äußern sich jetzt 49 Prozent zustimmend. Gesunken ist mit 23 Prozent (April: 43 Prozent) der Anteil derer, die härtere Maßnahmen fordern und unverändert 24 Prozent finden die aktuellen Vorgaben übertrieben.

Corona: Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte und Genesene

Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) finden es richtig, wenn Geimpfte und Genesene bei Alltagsaktivitäten wie zum Beispiel Friseurbesuchen keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen müssen. 31 Prozent lehnen diese Gleichstellung mit negativ Getesteten ab. Auch der Wegfall weiterer Einschränkungen wie Ausgangssperren oder Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene findet mehrheitlich Zustimmung (59 Prozent). Kritisch wird dies von 38 Prozent gesehen.

Corona-Impfung

Zwar sind weiterhin die meisten unzufrieden mit dem Impffortschritt, nach 80 Prozent im April geht dieser Anteil jetzt aber auf 62 Prozent zurück. 35 Prozent (April: 18 Prozent) meinen, dass es bei uns mit dem Impfen gut läuft. Eine deutliche Mehrheit der Befragten (70 Prozent) spricht sich dafür aus, die bisher geltende Impfreihenfolge nach Alter und Gesundheitsgefährdung aufzuheben, so dass sich dann alle, die das möchten, impfen lassen dürfen. 28 Prozent sind für die Beibehaltung der Priorisierung.

Verhaltene Hoffnung auf ein Ende der Corona-Krise

41 Prozent der Befragten glauben, wir werden die Corona-Pandemie bis zum Ende des Sommers soweit im Griff haben, dass wieder ein weitgehend normales Leben möglich ist. Eine Mehrheit von 57 Prozent bezweifelt das.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 4. bis zum 6. Mai 2021 bei 1.271 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragungen sind repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 26 Prozent, SPD: 14 Prozent, AfD: 7 Prozent, FDP: 9 Prozent, Linke: 7 Prozent, Grüne: 32 Prozent.

Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 21. Mai 2021. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf https://forschungsgruppe.de.

Rezension: Sophie Scholl – Lesen ist Freiheit!

„Jeden Tag reise ich zwischen zwei Welten hin und her: dem Bücherschreiben und der Geschichtsforschung. Wenn ich am Schreibtisch sitze — in unserem 450 Jahre alten Fachwerkhaus — sehe ich die Ritzungen der mittelalterlichen Handwerker in den Holzbalken.

Dann sind die vergangenen Zeiten ganz nah.“ lese ich auf der Webseite der Autorin Barbara Ellermeier. Dieser Tage ist ihr kleines besonderes Buch „Sophie Scholl. Lesen ist Freiheit!“ im Verlag bene! in der 2. Auflage nach 2018 erschienen. Die Historikerin Barbara Ellermeier war eine der ersten, die in dem gesamten Nachlass der Familie Scholl und ihrer Weggefährten recherchieren durfte. 2012 erschien ihre Biografie über Hans Scholl. Mit dem Buch „Sophie Scholl. Lesen ist Freiheit!“ nähert sich die Autorin der Widerstandskämpferin auf ganz persönliche und berührende Weise.

Web: https://www.kulturmd.de/

Senta Berger wird 80.

ARTE gratuliert mit einer Erstausstrahlung am Freitag und einer Auswahl ihrer Paraderollen – ab 6. Mai auch in der ARTE-Mediathek

Strasbourg (ots) Am 13. Mai feiert Senta Berger ihren 80. Geburtstag. ARTE gratuliert der Jubilarin und Ausnahmeschauspielerin mit der Erstausstrahlung ihres neuen Films „An seiner Seite“ am kommenden Freitag, 7. Mai, um 20.15 Uhr und einer Auswahl von Filmen mit ihren unverwechselbaren Rollen aus den vergangenen zehn Jahren.

Charlotte Kler (Senta Berger) ist mit ihrem Mann, dem erfolgreichen Dirigenten Walter (Peter Simonischek), nach München gezogen, um ihrem Leben noch einmal eine neue Richtung zu geben

Die komplette Kollektion ist ab Donnerstag, 6. Mai, in der ARTE-Mediathek abrufbar.

Zur ARTE-Sendung Unter Verdacht: Das Blut der Erde 8: Langner (Rudolf Krause, li.), Prohacek (Senta Berger) und Dr. Reiter (Gerd Anthoff) sind fassungslos angesichts der skrupellosen Spekulationen mit dem Wasser © ZDF/Bernd Schuller Foto: ZDF

Neben zwei Folgen der Krimireihe „Unter Verdacht“, mit Senta Berger in ihrer Paraderolle als interne Ermittlerin Eva Maria Prohacek, sind die sehr berührende schweizerische Koproduktion „Satte Farben vor Schwarz“ mit Bruno Ganz und die rasante Komödie „Willkommen auf dem Land“ Teil des Programms.

Web: arte.tv

Tag der Pressefreiheit 2

Zum „Tag der Pressefreiheit“ im vergangenen Jahr haben wir einen Kommentar gesendet. Mai 2020 – die Pandemie hatte uns erst wenige Wochen im Griff.

Tag der Pressefreiheit

Für die Presse war es umso wichtiger regelmäßig zu berichten. Leider hat in den letzten Monaten die Bewegung der Corona Leugner auch die Arbeit der Journalisten erschwert. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf die Presse. Aber auch gegen die Polizei, wie kürzlich bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Auflagen in Schmalkalden. Für uns ist es daher wichtig, unseren Kommentar aus dem Archiv zu holen – als Erinnerung, dass die Pressefreiheit ein zu schützendes Gut ist und wir immer wieder für unsere Grundwerte und unsere Demokratie einstehen.

Web: https://www.kulturmd.de/

Klarer Marktführer am Morgen: „SAT.1-Frühstücksfernsehen“ mit bestem April seit 13 Jahren

Unterföhring (ots) Hervorragender Frühlingsanfang für das „SAT.1-Frühstücksfernsehen“: Mit 17,3 Prozent Marktanteil (Z. 14-49 J.) im Schnitt feiert die erfolgreichste Morningshow Deutschlands den besten April seit 2008.

Titel: SAT.1 Frühstücksfernsehen; Person: Matthias Killing; Alina Merkau; Daniel Boschmann; Marlene Lufen; Karen Heinrichs; Christian Wackert; Bildunterschrift: Klarer Marktführer am Morgen: ,,SAT.1-Frühstücksfernsehen“ mit bestem April seit 13 Jahren Hervorragender Frühlingsanfang für das ,,SAT.1-Frühstücksfernsehen“: Mit 17,4 Prozent Marktanteil (Z. 14-49 J.) im Schnitt feiert die erfolgreichste Morningshow Deutschlands den besten April seit 2008. ,,SAT.1-Frühstücksfernsehen“ – montags bis freitags, 5:30 bis 10 Uhr in SAT.1 und auf Joyn. Copyright: SAT.1 / Marc Rehbeck; Fotograf: Marc Rehbeck

„SAT.1-Frühstücksfernsehen“ – montags bis freitags, 5:30 bis 10 Uhr in SAT.1 und auf Joyn.

Basis: Marktstandard TV

Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK | videoSCOPE | Seven.One Entertainment Group | Business Intelligence / Erstellt: 30.04.2021 (28.-29.04.2021 vorläufig gewichtet)

Web: Sat1.de

WELT im April mit 1,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe

N24 Doku erzielt Bestwert im laufenden Jahr

Berlin, den 21.05.2021. (ots) Das gemeinsam vermarktete Angebot des Nachrichtensenders WELT und seines Timeshiftsenders N24 Doku erzielte im April einen Marktanteil von 1,7 Prozent bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauer*innen. Durchschnittlich 5,5 Millionen Seher*innen schalteten das WELT-Angebot täglich ein. Der Nachrichtensender selbst kam im abgelaufenen Monat auf einen Marktanteil von 1,2 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe. N24 Doku erzielte mit 0,5 Prozent Marktanteil den besten Wert im laufenden Jahr.

Das neue WELT-Nachrichtenstudio mit Alexander Siemon, Tatjana Ohm und Stefan Wittmann (v.l.) /

Zu den meistgesehenen Sendungen des Monats gehörten die Live-Übertragung der Trauerfeier für Prinz Philip am 17. April mit durchschnittlich 290.000 Zuschauer*innen (ab 3 Jahre) sowie die Doku-Reihe „Abgefahren – Die spektakulärsten Dashcam-Clips“ (350.000 Zuschauer*innen).

Seit dem 24. April sendet WELT aus dem Nachrichtenstudio im Axel-Springer-Neubau. Damit wird das gesamte journalistische WELT-Angebot aus TV, Digital und Print nun unter einem Dach produziert.

Im Mai starten auf WELT zwei spannende neue Doku-Reihen: In „Ikonen“ (sechs Folgen) treten ab dem 13. Mai (21.05 Uhr) Klassiker der Architektur- und Technikgeschichte gegen ihre modernen Nachfolger an. „Lost Ships“ geht ab dem 17. Mai (20.05 Uhr) in zehn Folgen den Geschichten berühmter Schiffswracks auf den Grund. Die packende Dokumentation „Sturm auf das Kapitol“ (21. Mai, 23.05 Uhr) zeigt den gewalttätigen Angriff auf die US-Demokratie am 6. Januar hautnah und mit unglaublicher Wucht.

Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; VIDEOSCOPE 1.4, Marktstandard: TV / WeltN24 Marketing & Commercial Sales / Definition Netto-Seher*innen: Verweildauer mindestens 1 Minute konsekutiv / Zeitraum 01.-30.04.2021 / Daten z.T. vorläufig gewichtet.

Web: welt.de