Archiv der Kategorie: Vereine & Aktionen

Troopermania: Kulturevent mit vereintem ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen der Leverkusener Kunstnacht

Die Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH veranstaltete eine Fotoausstellung mit Star-Wars-Parade

Leverkusen (ots) Am 28.10.2022 fand die Leverkusener Kunstnacht zum 18. Mal statt. In den Räumen der Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH war die Fotoausstellung „Troopermania“ des Fotokünstlers Mario van Veen zu sehen. Den Auftakt bildete eine Star-Wars-Parade durch die Leverkusener Waldsiedlung, bei welcher verschiedene gemeinnützige Organisationen mitwirkten – der Kulturverein Irlandfreunde Leverkusen e.V., die Wupper District Pipe Band e.V. und der Kostümclub German Garrison der 501st Legion. Die Veranstaltung zog über 1.000 Personen an.

Troopermania: Fotokunst des Leverkuseners Mario van Veen

45 Jahre nach dem Beginn der Star-Wars-Filme entführte der Leverkusener Fotokünstler Mario van Veen in die Kinderstube der weiß gekleideten Stormtroopers. Ähnlich wie bei seiner Reihe „Little People“ arbeitete er mit Figuren im Miniaturformat, welche er in einen neuen Kontext setzte. Durch das Einbinden typischer Alltagsgegenstände sowie extra geschaffener Mini-Requisiten eröffnen sich neue Perspektiven. „Die Ausstellung „Troopermania“ ermöglichte es mir, meine Kunst Jung und Alt zu zeigen und zum Nachdenken anzuregen. Die größte Anerkennung ist für mich, ein Lächeln des Betrachters zu sehen und die Kunst als Kunst zu erkennen,“ fasst Mario van Veen zusammen.

Gruppenfoto nach der Parade mit Michael Rheindorf (Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH) und ehrenamtlichen Mitgliedern des Kulturvereins Irlandfreunde Leverkusen e.V., der Wupper District Pipe Band e.V. und des Star-Wars-Kostümclubs German Garrison der 501st Legion.

„Bis heute ist die fiktionale Star-Wars-Welt in aller Munde. Mich fasziniert es, wenn etwas die Menschen so begeistert – unabhängig von der Generation, dem Geschlecht oder der Herkunft. Daher bat ich Mario van Veen, eine passende Fotoreihe zu entwickeln. Die Bilder der Miniatur-Stormtrooper hatte er sofort im Kopf,“ berichtet Michael Rheindorf, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Rheindorf Stiftungsmanagement GmbH. Seit vielen Jahren verbinde die beiden Leverkusener eine tief empfundene Freundschaft.

Star-Wars-Parade: Gemeinnützige Organisationen feiern die Kunstnacht in der Waldsiedlung

Den Auftakt der „Troopermania“-Fotoausstellung bildete eine Parade um 19 Uhr: Begleitet von Dudelsackspielern und dem Clan der lokalen Irlandfreunde liefen rund 20 Stormtroopers vom Brauhaus Schlebusch entlang der Saarstraße zu den Räumlichkeiten der Rheindorf Stiftungsmanagement. Erstmalig traten ehrenamtliche Mitglieder des Kulturvereins Irlandfreunde Leverkusen e.V., der Wupper District Pipe Band e.V. und der German Garrison der 501st Legion gemeinsam auf. Letztere zählt zum weltweit größten Star-Wars-Kostümclub – mit über 1.000 aktiven Mitgliedern allein in Deutschland. Diese basteln sich die originalgetreuen Kostüme selbst, um im Rahmen von Conventions und Charity-Events aufzutreten.

Michael Rheindorf konnte die Mitwirkenden für die gemeinsame Aktion begeistern. Er freut sich, dass alle den Abend im Zeichen von Kunst und Kultur auf ihre Weise bereicherten: „Gemeinsam haben wir die Kunstnacht in der Waldsiedlung gefeiert, was vom Publikum begeistert angenommen wurde. Gerade in diesen Zeiten war dies ein Abend des unbeschwerten Miteinanders. Die verschiedenen gemeinnützigen Organisationen haben perfekt harmoniert und etwas Einzigartiges geschaffen.“

Gerade im dritten Sektor seien die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt unendlich wichtig, betont Michael Rheindorf. „Ein kleiner Beitrag jedes Partners lässt gemeinsam Großes bewirken. Die Rheindorf Stiftungsmanagement schenkt solchen gemeinnützigen Projekten Raum, Kraft und Zeit. Auf diese Weise fördern wir das bürgerschaftliche Engagement und damit auch das Gemeinwohl: Wenn sich Menschen gemeinsam für das Gute einsetzen, ist dies die Keimzelle der Demokratie und die Grundlage des Friedens und der Freiheit,“ erläutert der Firmengründer, der seit 2004 in der aktiven Geschäftsführung und Beratung von Stiftungen tätig ist.

Erfolgreiche Plattform für einen Leverkusener Fotokünstler und Einnahmen für den guten Zweck

Im Rahmen der „Troopermania“-Ausstellung konnte der Künstler Mario van Veen seine limitierten Fotografien einem breiteren Publikum zugänglich machen. Eines der Bilder wurde während der Kunstnacht mit den Unterschriften aller Beteiligten versehen, um dieses im Nachgang zugunsten der HKM Stiftung zu versteigern. Diese wird damit ein Projekt des PalliLev-Hospizes in Leverkusen unterstützen. Wer sich ein Bier am Stand der Irlandfreunde Leverkusen e.V. gönnte, unterstützte einen guten Zweck direkt vor Ort: Während der Pandemie schuf der Verein mit seinem Clan Eirinn Caraidean unter der Leitung des Vorsitzenden Matthias Brandes ein eigenes Clanbier. Ein großer Teil des Preises fließt direkt in die Arbeit des gemeinnützigen Vereins, dessen Bier bei der bayerischen Kauzen-Brauerei entsteht. Rund 1.000 EUR kamen dem Verein zugute.

„Die Rheindorf Stiftungsmanagement ist zum zweiten Mal als Veranstalter bei der Leverkusener Kunstnacht dabei. Diese besondere Nacht verwandelt die gesamte Stadt in eine Hochburg der Kunst und Kultur. Das Event ist weitläufig bekannt und beliebt: Es verbindet die Menschen und lädt zum Reden, Sehen und gemeinsamen Staunen ein,“ resümiert Michael Rheindorf.

WEB: https://rhsm.de/

seedalive gewinnt Innovationspreis Moderne Landwirtschaft 2022

Den Sonderpreis für innovative Betriebe darf der Bauernhof Nelben entgegennehmen

Berlin (ots) Das Forum Moderne Landwirtschaft (FML) und top agrar fördern auch 2022 wieder die Innovationskraft der deutschen Landwirtschaft. In diesem Jahr heißt der Gewinner seedalive.

Joachim Rukwied, Präsident DBV mit dem Gewinner Jens Varnskühl von seedalive

Das junge Unternehmen konnte sich gegen seine 61 Mitbewerber durchsetzen und die Auszeichnung mit nach Hause nehmen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Start-ups E-VITA und LiveSen.

Den Sonderpreis für den innovativsten Betrieb darf der Bauernhof Nelben mit nach Hause nehmen für das Projekt: Ökologischer Zuckerrübenanbau mit dem Feldroboter. Die Verleihung fand gestern im Palais der Kulturbrauerei in Berlin statt unter dem Motto „Nacht der Innovationen“.

Innovativster Betrieb – Bauernhof Nelben / Marie Saudhof mit Bauernpräsident Joachim Rukwied

Bewerben konnten sich in diesem Jahr Start-ups, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Verbände mit ihren innovativen Projekten. Der Gewinner Seedalive hat sich auf die Keimfähigkeit von Pflanzensamen spezialisiert. Mit dem Keimfähigkeitsschnelltest für Pflanzensamen von seedalive kann unter Einsatz einer selbst entwickelten KI schnell, einfach und zuverlässig bestimmt werden, ob Saatgut vital, alternd oder bereits tot ist. Auch dormante (ruhende) Samen können sicher beurteilt werden. Das Projekt wurde von der siebenköpfigen Jury bestehend aus Arndt, Schwaiger – Business Angel, Anna Catharina Voges – Landwirtin, Jörg Reuter – Food Campus Berlin, Henrdik Haase – Foodblogger & Journalist, Nikola Steinbock – Vorständin der Rentenbank, sowie Lea Fließ – Forum Moderne Landwirtschaft und Matthias Schulze Steinmann – top agrar genaustens unter die Lupe genommen. Alle Projekte wurden dabei in verschiedenen Kategorien von der Jury bewertet, wie beispielsweise Einsatz neuer Technologie, Skalierbarkeit und Innovationsgrad.

„seedalive verbindet Technologie mit einem klaren Nutzen für die Kunden und einem reifen Projektgrad“, erklärt Matthias Schulze Steinmann, Chefredakteur von top agrar „Für uns – die Jury – war schnell klar, hier finden wir unseren Gewinner.“ „Darüber hinaus kann man aber auch 2022 sagen, dass wir wieder tolle innovative Ideen und Projekte bewerten konnten, die zeigen, die Landwirtschaft ist schon heute eine der innovativsten Branchen überhaupt“, ergänzt Lea Fließ, Geschäftsführerin Forum Moderne Landwirtschaft.

Neben der Hauptkategorie wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für innovative Betriebe geschaffen. Hier konnte sich der Bauernhof Nelben der Familie Saudhof gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Familie Saudhof bewirtschaftet ihren ökologischen Zuckerrübenanbau mit einem Feldroboter, der durch viel Eigenarbeit und Erfindergeist bis zu 24 Stunden durchgängig im Einsatz sein kann. Möglich macht das der Einbau eines zusätzlichen Aggregats, das neben Solarenergie auch sehr ressourcenschonend mit Kraftstoff betrieben wird.

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten eine Mischung aus Preisgeldern von bis zu 7.000EUR und Beratungsleistungen sowie Branchenkontakte und Medienberichterstattungen auf den Kanälen von top agrar und dem Forum Moderne Landwirtschaft.

Über das Forum Moderne Landwirtschaft e.V.:

Im Forum Moderne Landwirtschaft haben sich Verbände, Organisationen und Unternehmen der Agrarbranche zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, über die moderne Landwirtschaft zu informieren und den Dialog zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft zu stärken. Der Verein zählt 67 Mitglieder und wird von rund 164 landwirtschaftlichen Betrieben unterstützt. Zusätzlich sind über 700 AgrarScouts, Landwirtinnen und Landwirte, ehrenamtlich für das FML ehrenamtlich in der Öffentlichkeitsarbeit für die Branche im Einsatz.

Alle weiteren Informationen zum Innovationspreis Moderne Landwirtschaft finden Sie unter: innovationspreis-landwirtschaft.de

Goslar blüht auf: Gemeinsame Pflanzaktion zum Stadtjubiläum am 29. Oktober und 5. November

Goslar blüht auf“

An zwei Samstagen, dem 29. Oktober und dem 05. November 2022 zwischen 10:00 und 13:00 Uhr, werden rund 40.000 Narzissenzwiebeln in die Goslarer Grünflächen gesetzt. Durch die, in den darauffolgenden Frühjahren, blühenden Narzissen, wollen wir uns an das schöne Jubiläumsjahr erinnern und unsere Stadt noch lebenswerter gestalten.

Goslar blüht auf“

Wir bitten Sie als Einwohner, Familie, Schule, Kindergarten, Verein, Verband oder Unternehmen diese Aktion durch tatkräftigen Einsatz zu unterstützen. Für eine gemeinsame Stärkung nach dem Pflanzen ist gesorgt. Denn bei dieser Aktion wollen wir uns auch menschlich als Goslarer begegnen.

Anmeldungen zur Pflanzaktion mit Angabe der Personenzahl führen Sie bitte über die unten genannte Mailadresse bis zum 15. Oktober 2022 durch. Nähere Angaben zum Ablauf der Pflanzaktion erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

In der Hoffnung auf eine positive Resonanz verbleiben wir mit einem herzlichen Glück Auf

Veranstalter:
Lions Club Goslar-Kaiserpfalz
Meinhardt Fulst
(Verantwortlicher für „Goslar blüht auf“)

Meinhardt.fulst@i-mf.de
Tel. 0171 / 471 96 36

WEB: https://www.goslar.de

ADAC Luftrettung: Wiederbelebung kann jeder

München (ots)

  • „Prüfen – Rufen – Drücken“ bei „Christoph 1“ zum „World Restart a Heart Day“
  • Wiederbelebungskurs mit Deutschlands bekanntester Notärztin „Doc Caro“
  • Münchner Schulklasse auf der ADAC Luftrettungsstation am Klinikum Harlaching
  • Ziel: Bundesweite Einführung von Wiederbelebungskursen ab der 7. Klasse
Wiederbelebungskurs mit einer Münchner Schulklasse mit Deutschlands bekanntester Notärztin „Doc Caro“ auf der ADAC Luftrettungsstation am Klinikum Harlaching.

(ADAC Luftrettung gGmbH) Rund 70.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand – nur jeder zehnte Betroffene überlebt. Je schneller Hilfe geleistet werden kann, desto größer sind die Überlebenschancen. Und weil es im Notfall auf jede Sekunde ankommt, wirbt die gemeinnützige ADAC Luftrettung zum „World Restart a Heart Day“, dem weltweiten Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober 2022, für eine bundesweite Einführung von Wiederbelebungskursen in den Schulunterricht. Für das Einmaleins der Reanimation luden die fliegenden Gelben Engel jetzt die Klasse 6a der Haldenberger Mittelschule München auf die Luftrettungsstation von „Christoph 1“ an der München Klinik Harlaching ein. Als Kursleiterin mit dabei: Deutschlands bekannteste Notärztin, Dr. Carola Holzner, besser bekannt als „Doc Caro“, die bei der ADAC Luftrettung als Hubschraubernotärztin tätig ist.

Wichtigste Botschaft von „Doc Caro“ und Notarzt Dr. Philipp Lakatos, dem Leiter Medical Operations der ADAC Luftrettung: „Jeder kann ein Leben retten“. Deshalb ging es für die 19 Schülerinnen und Schüler mit Klassenlehrerin Nora Roever gleich in die praktische Umsetzung einer Herzdruckmassage. Frei nach dem Motto: „Wiederbelebung ist kinderleicht“. Die drei Zauberworte heißen dabei „Prüfen – Rufen – Drücken“: Erst prüfen, ob der Betroffene nicht oder nicht normal atmet. Dann rufen, und zwar den Notruf 112. Dann drücken. Für die Herz-Druck-Massage drückt man den Brustkorb bei Erwachsenen etwa 100-mal pro Minute tief ein. Zehntausende Leben könnten durch beherzte Ersthilfe so gerettet werden, erklärten „Doc Caro“ und Dr. Lakatos den Kindern.

Bei einem plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand ist auch das schnellste Rettungsmittel, der Hubschrauber, auf Ersthelfer und Laienreanimation angewiesen. Da es bereits innerhalb von Minuten aufgrund von Sauerstoffmangel zu Schäden am Gehirn kommt, ist die Hilfe durch anwesende Laien überlebensnotwendig. Der alarmierte Rettungsdienst benötigt durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Patienten. Diese Zeit kann durch Herzdruckmassage eines Laien oder eines Ersthelfers überbrückt werden. Aktuell helfen jedoch nur 39 Prozent der Deutschen. Damit liegt die Laienanimationsrate in Deutschland deutlich unter der Quote von anderen europäischen Ländern mit bis zu 80 Prozent.

„In einem Notfall Erste Hilfe zu leisten, muss für jeden von uns zur Selbstverständlichkeit werden“, betonten die Kursleiter und machen sich so wie die ADAC Stiftung und die zur ihr gehörende ADAC Luftrettung für die Integration des Themas Wiederbelebung als praktisches Element in den Schulunterricht stark. Spätestens ab der 7. Klasse. Für diese Forderung hat Dr. Carola Holzner, Initiatorin „Wir beleben Deutschland wieder“ unter anderem bereits eine Petition mit rund 85.000 Unterschriften an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übergeben. Als erste Bundesländer haben inzwischen Rheinland-Pfalz und Bayern das Erlernen von lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Lehrplan aufgenommen.

Die ADAC Luftrettung engagiert seit vielen Jahren auf vielen unterschiedlichen Ebenen für das Thema Wiederbelebung und gehört bereits zu den langjährigen Unterstützern des „World Restart a Heart Day“. Durch die finanzielle Unterstützung der ADAC Stiftung konnten für Wiederbelebungskurse an Schulen zum Beispiel 1250 Reanimationspuppen beschafft werden.

Infos und Clips zum Thema Wiederbelebung und „World Restart a Heart Day“ gibt es am Sonntag, 16. Oktober 2022 auf luftrettung.adac.de, bei @Doc.Caro.Holzner und den Social Media Kanälen der ADAC Luftrettung zusehen.

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WEB: adac.de

Der Greenpeace Magazin-Kalender 2023 zeigt Porträts charakterstarker Tierpersönlichkeiten

die aus Notsituationen befreit wurden und nun ein neues und gesundes Leben führen dürfen

Hamburg (ots)Das erste und das zweite Leben: 28 liebevolle Porträts charakterstarker Tierpersönlichkeiten

Tiere in Not brauchen eine Stimme: Der zweiwöchentliche Wandkalender EIN NEUES LEBEN zeigt 28 liebevolle Porträts von Tieren, die aus unterschiedlichen Notsituationen befreit wurden und nun ein neues und gesundes Leben führen dürfen. Dank des selbstlosen Einsatzes von Tierschützern, durch individuelle Pflege und medizinisch-therapeutische Unterstützung leben sie seither auf verschiedenen Lebens- und Gnadenhöfen in Deutschland und Österreich in Sicherheit und Frieden.

Der Greenpeace Magazin-Kalender 2023 „Ein neues Leben“ soll den Blick für die Zwangslagen nicht artgerecht gehaltener Tiere schärfen und dazu ermutigen, nicht wegzuschauen, sondern Partei für Tiere in Not zu ergreifen.

EIN NEUES LEBEN soll den Blick für die Zwangslagen nicht artgerecht gehaltener Tiere schärfen und dazu ermutigen, nicht wegzuschauen, sondern Partei für Tiere in Not zu ergreifen. Der Kalender erzählt mit faszinierenden Tierfotos Geschichten wie die vom verspielten Weißbüschelaffen Herrn Nilson, den kein Zoo aufnehmen wollte, nachdem er, geschlechtsreif geworden, die Wohnungseinrichtung seiner Halter zerlegte. Berührend auch die Geschichte von Straßenhündin Amanda, die, schwer verletzt, von einer engagierten Tierschützerin aus einem rumänischen Tierheim gerettet wurde. Ein neues Leben in Tiergesellschaft genießt auch Gelbhaubenkakadu Laura. Nachdem sie ohne Partner in Einzelhaltung zunehmend vereinsamte, rupfte sie sich in ihrer Not das eigene Federkleid aus.

„Meiner Erfahrung nach braucht es circa ein Jahr, bis sich ein bei uns angenommenes Tier gesundheitlich und psychisch regeneriert hat – und diese Zeit muss man dem Tier auch geben“, sagt Gabriele Wodak vom Gnadenhof Tierpark Wolfsgraben im Wienerwald, der neben der Tieroase Stefanshof in Niederbayern und dem Tierhilfeverein Kellerranch im hessischen Weiterstadt seine Pforten für das Projekt öffnete.

Wer die Kalenderbilder betrachtet, sieht auf den ersten Blick einfach liebenswerte, schöne Tiere – ein beeindruckendes Zeugnis der ausgezeichneten Arbeit der Tierhöfe. Wer tiefer schaut und ihre Geschichten liest, die in den komprimierten Tierbiografien aufgeschrieben sind, erkennt womöglich mehr. Und wird bestenfalls vom Tierfreund zum Tierhelfer. Das wäre wunderbar – denn genug zu tun gibt es wohl immer und überall: Unzählige Lebenshöfe landauf, landab freuen sich über Ehrenamtliche und Unterstützerinnen.

Fotograf Manfred Jarisch, Jahrgang 1966, lebt in München. Er hat in den letzten Jahren für die Greenpeace Magazin Kalender unter anderem Schafe, Esel, Schweine und Rinder auf einzigartige Weise in Szene gesetzt. Alle Tiere wurden in ihrer natürlichen Umgebung im Stall oder Gehege fotografiert – vor jeweils farblich passenden Hintergründen.

In der Greenpeace Magazin Edition erscheinen Bücher („Süße Welt! Vegan“, „Tu was! Spontan Vegan“, „Tu was Kids!“, „Tu Was“, „Die Biene – Eine Liebeserklärung“), Kalender und andere Druckwaren wie Poster. Die Greenpeace Magazin Edition gehört zur Greenpeace Media GmbH, die das zweimonatliche Greenpeace Magazin herausbringt und einen Onlineshop mit nachhaltigen Produkten (warenhaus.greenpeace-magazin.de) betreibt. Greenpeace Media ist eine Tochter des Greenpeace e. V.

WEB: greenpeace-magazin.de

Journalist:innen mit Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2022 geehrt

Ulrich Wickert und Ministerin Svenja Schulze würdigen herausragende Medienbeiträge

Hamburg (ots) In Berlin sind die Sieger:innen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2022 ausgezeichnet worden. Den Journalistenpreis in der Sparte Deutschland/Österreich überreichte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze an logo-Reporter Sherif Rizkallah für die Sendung „Kinder auf der Flucht – Wer kümmert sich um ihre Rechte?“.

Ulrich Wickert, Stifter und Plan-Kuratoriumsmitglied, mit der Journalistin Sonja Ernst und dem Reporter Sherif Rizkallah (v. r. n. l.) bei der Preisverleihung des Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2022 in Berlin.

Der diesjährige Peter Scholl-Latour Preis, der für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten verliehen wird, ging an Sonja Ernst für den SWR 2-Hörfunkbeitrag „Kinder aus Kriegsvergewaltigungen“. Die Journalistin nahm die Trophäe von Stifter und Plan-Kuratoriumsmitglied Ulrich Wickert persönlich entgegen.

Rose Wangui Wanyiri, Redakteurin des Fernsehsenders NTV in Nairobi, erhielt den Preis International für die Reportage „How Covid-19 pandemic ruined Laikipia girls‘ lives“ (Wie die Covid-19-Pandemie das Leben von Mädchen in Laikipia ruinierte). Der Girls LEAD Award für die Medienarbeit Jugendlicher zur Gleichberechtigung wurde an das Plan-Projekt „Sichere Städte für Mädchen in Hanoi“ vergeben.

Ulrich Wickert, Stifter und Plan-Kuratoriumsmitglied, sagte: „Sherif Rizkallah und der logo!-Redaktion gelingt es, tagesaktuelle Nachrichten und komplizierte Sachverhalte für Kinder verständlich und spannend aufzubereiten. Die extra-Sendung „Kinder auf der Flucht – Wer kümmert sich um ihre Rechte?“ ist ein Musterbeispiel für kindgerechte Aufklärung und macht bewusst, dass jeder aufmerksame Zuschauer einen Beitrag für eine menschenwürdigere Welt leisten kann. Mit dem Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte wollen wir den Einsatz und Mut von Journalisten würdigen, die sich für die Schwächsten einer Gesellschaft einsetzen.“

Jurymitglied Charlotte Maihoff, Moderatorin der Nachrichtensendung RTL aktuell: „Die Reportage „Kinder aus Kriegsvergewaltigungen“ von Sonja Ernst ist ein ganz besonderes Stück Radio. Das Thema ist so schwer zu ertragen, dass es oft totgeschwiegen wird: Kriegsvergewaltigungen bzw. die Kinder, die daraus entstehen. Gerade durch den Ukraine-Krieg ist es wieder auf grausame Art aktuell geworden. Sonja Ernst zeigt, dass sich die Probleme, die Fragen, die Identitätskrisen dieser Kinder ähneln – ganz gleich wann oder wo sie geboren wurden, in Nachkriegsdeutschland, Ex-Jugoslawien oder Ruanda.“

77 Journalist:innen aus zwölf Ländern bewarben sich für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2022, der mit insgesamt 24.000 Euro dotiert ist. Zur Jury gehören: Susanne Amann (Der Spiegel), Matthias Deiß (ARD-Hauptstadtstudio), Thomas Frankenfeld (Journalist und Autor), Brigitte Huber (Brigitte), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Thomson Foundation), Markus Lanz (ZDF), Charlotte Maihoff (RTL aktuell), Jürgen Merschmeier (Journalist und Politikberater), Barbara Scherle (ProSiebenSat1), Viola Wallmüller (Funke Entertain GmbH), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte und Kampagnen von Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird zu Ehren seines besonderen Engagements vergeben.

WEB: plan.de

Termin für LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix Deutschland 2023 steht fest

München (ots) Der Termin für eines der größten Sportereignisse 2023 in Deutschland steht fest: Der LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix Deutschland findet vom 16. bis 18. Juni auf dem Sachsenring bei Chemnitz statt.

Der Motorrad Grand Prix ist Deutschlands grösstes Einzelsportereignis

Damit gehen die Stars der MotoGP rund um Marc Marquez und Fabio Quartararo zu dem gewohnten Termin Mitte Juni auf dem Traditionskurs an den Start. Erstmals gibt es im kommenden Jahr zwei MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring: Vor dem Grand Prix am Sonntag wird am Samstag ein Sprintrennen ausgetragen. Tickets für das Motorsport-Highlight gibt es bereits ab 29 Euro online unter adac.de/motogp.

„Der LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix hat in diesem Jahr mit einer Rekordkulisse bewiesen, dass er Deutschlands Motorsportevent Nr. 1 ist. Wir freuen uns auf den 25. Grand Prix auf dem neuen Sachsenring im kommenden Jahr, der zum traditionellen Termin Mitte Juni stattfinden wird. Mit neuen Ticketangeboten machen wir den Motorrad Grand Prix noch attraktiver, insbesondere für Familien“, sagt ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser.

Der deutsche MotoGP-Lauf war in diesem Jahr einer für die Geschichtsbücher. Weltmeister Quartararo beendete die Siegesserie des abwesenden Superstars Marquez, zudem wurden auf der Strecke und auf den Tribünen Rekorde gebrochen. Insgesamt 232.202 Zuschauer bei Deutschlands größtem Sportevent verwandelten den Sachsenring in einen wahren Hexenkessel.

Im kommenden Jahr wird der schon am Freitag mit dem neuen „Friday-for-all“-Ticket interessanter. Das Ticket kostet 29 Euro und ermöglicht den Inhabern am Freitag Zugang zum Stehplatzbereich und auf alle verfügbaren Tribünenplätze. Auch Familien profitieren: Kinder unter 14 Jahren haben gratis Zugang in die Stehplatzbereiche. Beim neu eingeführten Kindertribünenticket für Fans unter 14 Jahren gibt es im Vorverkauf 50 Prozent Rabatt für die Tribünen T2, T4, T7 und T13. Dieses Angebot gilt für die Ticket-Kategorien Platin (Drei-Tages-Ticket) und Gold (Samstag/Sonntag). Erstmals im Angebot ist das Flex-Ticket mit freier Sitzplatzwahl am Freitag, einem Sitzplatz am Samstag für die Qualifyings und das Sprintrennen auf der Dekra-Tribüne T13 und am Sonntag auf der Honda-Tribüne T7.

Karten sind im Online-Ticketshop unter adac.de/motogp, telefonisch über die Hotline 03723/8099111 oder per Mail an info@sachsenring-event.de erhältlich.

WEB: adac.de

Elektroauto-Leasing: ADAC SE und Polestar führen erfolgreiche Kooperation fort

München (ots) ADAC SE und Polestar, der Hersteller von Premium Elektroautos, setzen ihre Leasing-Kooperation aufgrund des hohen Interesses der ADAC Mitglieder fort. „Die bisherigen Tranchen, die von den vollelektrischen Polestar-Modellen über die ADAC Fahrzeugwelt geordert wurden, waren meist innerhalb weniger Tage vergriffen. Dies zeugt von der rasant wachsenden Beliebtheit der Marke, der wir mit unserem Angebot entgegenkommen“, so Markus Groiß, Geschäftsführer für die ADAC Fahrzeugwelt. Trotz der weiterhin angespannten Marktsituation in Sachen Verfügbarkeit von E-Autos bleibt es ein großer Vorteil der Kooperation, weiterhin schnell liefern zu können.

ADAC Leasing: Mit Polestar in die Verlängerung

In die Verlängerung der Leasing-Kooperation gehen Fahrzeugwelt, Polestar und Vertriebspartner MeinAuto.de mit dem Polestar 2 Long Range Single Motor (Reichweite bis zu 551km, Monatsrate 429 Euro) sowie dem stärker motorisierten Polestar 2 Long Range Dual Motor (Reichweite bis zu 487km, Monatsrate 469 Euro). Beide Modellvarianten sind vorkonfiguriert und mit einer Jahreslaufleistung von 10.000 km sowie einer Leasing-Laufzeit von 24 Monaten eingepreist.

Für diese vollelektrischen Pkw besteht für ADAC Mitglieder ein Preisvorteil von 300 Euro. Dieser wird auf Rückgabeschäden im Leasing angerechnet. Und: Nicht nur in puncto Lieferfähigkeit und Sonderkonditionen hat sich die Kooperation bewährt, auch der sogenannte Brandspace, in welchem das Elektroauto Polestar 2 hervorgehoben und umfassend präsentiert wird, findet Anklang bei den ADAC Mitgliedern.

Markus Groiß: „Wir sind von der bisherigen Zusammenarbeit überzeugt und können es kaum erwarten, unseren Mitgliedern künftig weitere Fahrzeuge der wachsenden Modellpalette von Polestar anbieten zu können.“ Für das Leasinggeschäft bestehen in puncto Elektroauto positive Aussichten. Wie eine Umfrage der ADAC SE ergeben hat, wird sich bei der Beschaffung privater Pkw in den nächsten drei Jahren eher die Antriebsart und nur in geringerem Maße die Finanzierungsform ändern. Elektrofahrzeuge und Leasing gehen dabei Hand in Hand Elektroauto kaufen | ADAC SE Studie.

Produktangebot

Zu Sonderkonditionen für ADAC Mitglieder sind die Polestar-Modelle unter Alle Angebote: Leasing & Vario-Finanzierung | ADAC verfügbar.

Das derzeitige Gesamtportfolio der ADAC Fahrzeugwelt ist unter https://www.adac.de/fahrzeugwelt online. Die jeweiligen Monatsraten sind anhand konkreter Leasing- und Finanzierungsbeispiele ausgewiesen. Die Online-Bestellung erfolgt vollständig digital in nur 15 Minuten. ADAC Mitglieder profitieren bei der Leasing-Rückgabe zusätzlich von einem Schadensrabatt in Höhe von 300 Euro.

WEB: adac.de

Die Jagd zum Vergnügen ist überholt – lasst sie uns abschaffen – Petition

Mainz (ots) Die Skepsis gegenüber der Jagd nimmt auch in Europa kontinuierlich zu. Selbst im EU-Umweltkommissariat scheint man seit einigen Jahren zu sehen, dass die als Freizeitgaudi willkürlich ausgeübte Hobbyjagd erheblichen Schaden im Hinblick auf die Biodiversität anrichtet. Wildtierschutz Deutschland beobachtet, dass den Jägern nicht nur in Deutschland der Filzhut brennt.

Das Bild kann kostenfrei genutzt werden.

Auf Landesebene – wie derzeit in Hessen – wie auch auf europäischer Ebene gibt es Petitionen der Jägerschaft für den Erhalt der Jagd. So langsam sieht die Jägerschaft die Felle davonschwimmen.

Mit einer aktuellen Petition wendet sich Wildtierschutz Deutschland e.V. an die zuständigen Ministerien in Deutschland und an das EU-Umweltkommissariat.

„Die Jagd erfüllt keinen ökologischen Zweck, sondern dient in all ihren Facetten beinahe ausschließlich nur eigenen individuellen Interessen, der Pflege von Traditionen und der Lust am Töten,“ sagt Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland. „Jagd und Jäger sind Teil unserer Naturschutzprobleme und stellen eine große Belastung für die Natur dar.“

Das werde auch dadurch deutlich, dass das Jagdrecht von allen arten-, natur- und tierschutzrechtlichen Neuregelungen der letzten Jahrzehnte abgeschottet wurde. Das Jagdrecht hat sich den Allgemeininteressen endgültig entzogen. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Möglichkeit, die Interessen des Tier- und Naturschutzes höher zu gewichten als die Eigentumsinteressen der Grundbesitzer und damit der Jagdausübungsberechtigten.

Die Kürzung von Jagdzeiten und ganzjährige Schonzeiten für viele Tierarten – wie derzeit in Hessen für Rebhühner und Feldhasen vorgesehen – kann deshalb schon heute rechtlich gerichtsfest begründet werden.

Wildtierschutz Deutschland fordert in seiner Petition deshalb:

  • Jagdstopp in sämtlichen europäischen Schutzgebieten
  • Sofortiger Stopp der Jagd auf gefährdete Tierarten (Rote Liste ab Vorwarnstufe)
  • Keine Jagd auf Großraubtiere wie Luchs oder Wolf
  • Keine Jagd auf Beutegreifer wie Fuchs, Dachs, Goldschakal und Co.
  • EU-weites Verbot von tierquälerischen Jagdmethoden (Fallenjagd, Baujagd, Bogenjagd u.a.)
  • Streichung aller Vogelarten aus dem Katalog der jagdbaren Arten
  • Schluss mit der Hobbyjagd

Auch in Konfliktsituationen im Bereich des Naturschutzes, des Waldumbaus, bei Wildtierkrankheiten oder wirtschaftlichen Schäden ist die vergnügungsgeleitete Hobbyjagd keine Lösung. Das zeigt u.a. die Entwicklung der Bestände von Wildschweinen oder Waschbären in Deutschland, die trotz – oder gerade wegen – der intensiven Jagd seit Jahrzehnten zunehmen. Auf der anderen Seite zeitigen aber auch die Hegebemühungen der Jägerschaft für im Bestand bedrohte Tierarten wie Feldhase oder Rebhuhn keine nachhaltigen Erfolge. Die Natur ist ein dynamisches, eigengesetzliches, grundsätzlich zur Selbsterhaltung fähiges, aber eben auch störungsanfälliges Wirkungsgefüge.

Dort, wo es offensichtlich zu Konflikten mit Wildtieren kommt, sollten jeweils im Einzelfall konkrete Managementpläne durch die Naturschutzbehörden erarbeitet und verfolgt werden. Zwingend erforderlich in diesem Zusammenhang hält Wildtierschutz Deutschland eine Beurteilung aller Maßnahmen (Evaluierung) hinsichtlich ihrer Zielerreichung in jeweils kurzen Zeiträumen. Das findet bis heute bei jagdlichen Maßnahmen so gut wie nicht statt.

Bitte unterstützen Sie unsere Petition. Sie finden sie auf www.wildtierschutz-deutschland.de/hobbyjagd

Über Wildtierschutz Deutschland e.V.: Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

DLRG fordert Stärkung des Bevölkerungsschutzes

Bad Nenndorf (ots) Etwa 1.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren während der Flutkatastrophe im Juli 2021 allein in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Es würdigt unter anderem der Innenminister des Landes NRW, Herbert Reul, offiziell die Helfer in der Essener Grugahalle. „Wir freuen uns, dass auch die Politik die herausragenden Leistungen unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte während der Flutkatastrophe erkannt hat und entsprechend ehrt. Jetzt braucht es für die Zukunft jedoch weitere Fortschritte beim Status der Wasserrettung insbesondere für eine Helfergleichstellung“, so DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

DLRG-Strömungsretter bei einer Katastrophenschutzübung.

Die DLRG leistet einen erheblichen Beitrag in Gefahrenabwehr und im Bevölkerungsschutz – gerade durch ihre vielfältigen Spezialisierungen von Strömungsrettern, Bootsführern und Einsatztauchern bis hin zu Drohnenpiloten. Es ist davon auszugehen, dass die Folgen der Klimaerwärmung, insbesondere Starkregenereignisse und Überflutungen, künftig zunehmen. „Wir müssen uns darauf vorbereiten. Dank unserer Spezialisierungen können wir schon gut reagieren; nun gilt es jedoch, unsere Ressourcen in der Fläche weiter auszubauen und auch bei der Helfergleichstellung voranzukommen, was letztlich den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz insgesamt stärkt“, fordert Vogt. Die Wasserrettungsorganisation verfüge über Qualifikationen und Ausrüstung, die andere Hilfsorganisationen nicht haben. Mehr finanzielle Unterstützung seitens der Länder wäre wünschenswert – nicht nur für Material und Ausbildung, sondern auch darüber hinaus.

Ungleiche Voraussetzungen

Einerseits sind weder die gesetzlichen Regelungen bezüglich Freistellung, Absicherung und Kostenerstattung in den verschiedenen Bundesländern einheitlich geregelt, noch besteht eine zentrale Lösung auf der Bundesebene. Andererseits ist eine Gleichberechtigung von Einsatzkräften beispielsweise der DLRG mit denen der staatlichen Strukturen Feuerwehr oder Technisches Hilfswerks (THW) allenfalls erst im konkreten Katastrophenfall und dort nur in Teilen gegeben. „Diese Umstände sind für unsere ehrenamtlichen Kräfte nicht besonders motivierend und sorgen für vermeidbare Defizite im Bevölkerungsschutz“, erklärt Vogt. So haben Einsatzkräfte der DLRG nicht in jedem Einsatzfall immer den erforderlichen Versicherungsschutz, können nicht auf die finanzielle Unterstützung ihrer Tätigkeit zählen (zum Beispiel für Ausbildungen, Übungen oder Aufwandsentschädigungen) oder haben nicht das Recht auf Freistellung durch den Arbeitgeber, wie es bei THW und Feuerwehren der Fall ist.

„Es darf nicht sein, dass im Einsatzfall Unsicherheiten darüber bestehen, ob eine Einsatzkraft unter bestimmte Regelungen fällt oder nicht und es kann keine ungleiche Behandlung von staatlichen und privaten Helfern geben“, kritisiert die DLRG-Präsidentin. Eine Möglichkeit wäre ein Muster- oder Rahmengesetz auf Bundesebene. So könnte etwa das Helferrecht der Länder für den Katastrophenschutz mit den Regelungen für den Zivilschutz in Einklang gebracht werden. Zu diesem Ergebnis kam ein Rechtsgutachten, das das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vergangenes Jahr in Auftrag gegeben hatte. Eine Aktualisierung und Fortschreibung des Gutachtens werden derzeit geprüft.

Mit Sorge betrachtet die DLRG zudem den Regierungsentwurf des Haushaltsgesetzes 2023 der Bundesregierung. Dieser sieht Kürzungen im Etat des Bundesinnenministeriums von über 2,22 Milliarden Euro vor. Davon wären in der Folge auch Ausgaben für den Bevölkerungsschutz betroffen. „Es ist für uns unverständlich, warum nun nach Flutkatastrophe, Coronapandemie, Flüchtlingen in Folge des Ukrainekriegs sowie zuletzt mehreren großen Waldbränden derartige Kürzungen vorgesehen sind. Es muss mehr und nicht weniger in den Bevölkerungsschutz investiert werden“, mahnt die DLRG-Präsidentin.

Zusätzliche Unterstützung nach der Flut 2021

Bereits in der Nacht der Flut waren erste Wasserrettungszüge der DLRG im Einsatz, um Menschen zu finden und zu evakuieren. Die speziellen Fähigkeiten der DLRG in strömenden Gewässern waren gefragter denn je. „Da der Staat nur bedingt seine Aufgabe wahrnimmt, ist all das jedoch nur möglich durch die großzügige Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer. Nur so können unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte ihre Aufgaben auch in Zukunft erfüllen. Dafür ist die DLRG sehr dankbar“, so Ute Vogt. Die Flutkatastrophe sorgte für eine enorme Welle der Solidarität und so erreichten die DLRG Spenden in erheblichem Umfang. Auch Unternehmen wie die Beiersdorf AG, Burger King, die BMW AG, die Canada Life Assurance Europe plc, die RWE AG oder die Rügenwalder Mühle GmbH und Co. KG unterstützten.

Über die DLRG

Die DLRG ist mit über 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die DLRG ist der größte private Anbieter in der Schwimmausbildung und die Nummer eins in der Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2020 hat sie fast 23 Millionen Schwimmprüfungen und über fünf Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In rund 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr rund 6,8 Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Rund 45.000 Mitglieder wachen jährlich fast 2,5 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.

WEB: dlrg.de

Deutscher Kinderschutzpreis für Krisenchat

Karlsruhe (ots) Auf Initiative der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel und acht weiterer Kinderschutz-Organisationen wird der Deutsche Kinderschutzpreis regelmäßig Menschen, Initiativen und Projekten verliehen, die sich durch besondere Leidenschaft, Kreativität und Professionalität im Kinderschutz auszeichnen. Der Impulspreis soll deutschlandweit herausragende Initiativen und Menschen würdigen und an Politik, Gesellschaft und Medien das unmissverständliche Signal senden, dass Kinderschutz und die verfassungsmäßig garantierten Kinderrechte in Deutschland höchste Priorität haben.

Erster Preisträger des Deutschen Kinderschutzpreis Krisenchat, vertreten durch Mitgründer Kai Lanz, bekommt den Preis von Schauspieler Florian Stetter und Rennrodlerin Dajana Eitberger überreicht. Umrahmt von den Initiatoren der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel (Jerome Braun, sitzend) und Partner-Organisationen sowie Talkgästen des „Zukunftsblick Kinderschutz“ sowie Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup

„Der Deutsche Kinderschutzpreis soll den Kinderschutz stetig präsent halten und in der Bürgerschaft eine Haltung fördern, die jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin veranlasst, hinzuschauen und sich um den Schutz der Kinder zu kümmern. Die Partner-Organisationen sind davon überzeugt, dass das vor allem durch die Würdigung herausragender und Mut stiftendender Beispiele gelingt“, sagt Jerome Braun, Initiator des Preises und Geschäftsführer der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, im Rahmen der 25-Jahre Jubiläumsveranstaltung der Stiftung in Karlsruhe. Er ergänzt: „Solange nicht jeder Ort in Deutschland dem Kinderschutz höchste Priorität einräumt und solange die einmal jährlich veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik mit mehr als 15.000 erfassten betroffenen Kindern von sexualisierter Gewalt nur an diesem Tag der Veröffentlichung Fassungslosigkeit verursacht und noch viel zu wenig Handlung auslöst, so lange dürfen wir nicht aufhören uns für den Schutz der Kinder einzusetzen.“

Sonja Howard, Mitglied im Betroffenenrat der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs übernahm für die erkrankte Rebecca Immanuel kurzfristig die Moderation des „Zukunftsblick Kinderschutz“ und sagte: „Wir brauchen überall in Deutschland ‚Kinderschutznester‘, also ’sichere Orte‘ wo Kinder gesund und ohne Gewalterfahrung aufwachsen und bezieht sich dabei auf den Preis, der ein Kinderschutznest symbolisiert“. Sie ergänzt: „Leider gibt es diesen Schutz für Kinder immer noch viel zu wenig, wenn laut der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse von sexualisierter Gewalt betroffen sind, müssen wir als Gesellschaft inklusive der Politik noch viel mehr dafür tun, damit Kinder in Deutschland geschützter aufwachsen und jederzeit Hilfe bekommen.

Schauspieler Florian Stetter hat den Deutschen Kinderschutzpreis gemeinsam mit Rennrodlerin Dajana Eitberger von Athleten Deutschland e.V. Kai Lanz, einem der Mitgründer von Krisenchat, überreicht und sagte: „ich bin tief beeindruckt von der substanziellen Arbeit von Krisenchat aber vor allem von der Schnelligkeit, wie junge Menschen heute anpacken und unsere Gesellschaft auf diese Weise prägen; bitte mehr davon!“. Ipad-Magier Simon Pierro fasst in seiner Laudatio per Videobotschaft die Argumente und die einstimmige Entscheidung der Jury für Krisenchat, als erste Preisträger-Organisation des Deutschen Kinderschutzpreises, zusammen.

„Die Partner-Organisationen und gleichzeitig Jurymitglieder finden, dass Krisenchat seit Mai 2020 außerordentliches für Kinder und Jugendliche in Deutschland und auch in der Ukraine geleistet hat. Krisenchat hat nicht zugelassen, dass zwei der größten Krisen nach dem zweiten Weltkrieg Kinder in Deutschland, Geflüchtete und Kinder im Krisengebiet noch mehr belasten, als dies ohnehin geschieht. In der Corona-Pandemie hatten drei 18-jährige Schüler die Idee, Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr -also 24/7- Hilfe in persönlichen Krisen zu bieten. Sie haben einfach angepackt und sich in dieser kurzen Zeit zu einer wichtigen Säule des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland entwickelt. Krisenchat erreicht aktuell mit 430 Ehrenamtlichen und einem professionellen hauptamtlichen Team junge Menschen da, wo diese sind, in der digitalen Welt. Seit Mai 2020 wurden laut eigenen Angaben über 50.000 Beratungen durchgeführt und damit mehr als 2 Mio. Nachrichten ausgetauscht“.

Auch Ex-Ministerpräsident und Stiftungsschirmherr Günther H. Oettinger sowie Staatssekretär Volker Schebesta, MdL und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup gratulierten der Stiftung zu ihrem 25-jährigen Jubiläum sowie Krisenchat zum Gewinn des ersten Deutschen Kinderschutzpreises. Günther H. Oettinger sagt: „Wir haben soeben im „Zukunftsblick Kinderschutz“ mehr als deutlich die Dramatik der Situation von Kindern und die Heraus-forderungen für den Kinderschutz vor Augen geführt bekommen. Da tut es gut, zu sehen, dass unsere Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel gemeinsam mit Partner-Organisationen die Initiative für den Deutschen Kinderschutzpreis ins Leben gerufen hat. Nur das Anpacken, nicht das Wegsehen bringt den Kinderschutz voran“.

Live Stream der Veranstaltung:

TV-Spot zum Deutschen Kinderschutzpreis:

WEB: haensel-gretel.de

Unternehmen gehen für mehr Klimaschutz auf die Straße

Berlin (ots) Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) unterstützt auch in diesem Jahr den globalen Klimastreik. Dem Aufruf von Fridays For Future (FFF) folgend, ruft der BNW seine Mitgliedsunternehmen dazu auf, sich an den heutigen Demonstrationen zu beteiligen.

Der Demozug des BNW zum Klimastreik

„Die Klimakrise macht keine Pause – sie wartet nicht, bis sich aktuelle Verwerfungen in der Wirtschaft beruhigt haben. Daher ist es gerade in diesem Jahr entscheidend, den Druck auf die Bundesregierung nicht abreißen zu lassen“, so Dr. Katharina Reuter, BNW-Geschäftsführerin und Mit-Initiatorin der Entrepreneurs For Future.

Der heutige Klimastreik findet auch in diesem Jahr in zahlreichen Ländern und Städten statt. Er soll die Politik in aller Welt an ihre selbstgesteckten Ziele erinnern und klarmachen, dass ambitionierter Klimaschutz die einzige Antwort auf die Krisen unserer Zeit ist. „Wir sehen jetzt in Deutschland das dramatische Ausmaß des Verschleppens und Verzögerns der Energiewende in den letzten 16 Jahren. Unabhängigkeit von fossiler Energie – das wissen wir heute, ist kein Traum von Ökospinnern, sondern knallharte Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Dafür gehen wir auf die Straße!“, so Katharina Reuter weiter.

Der Klimastreik ist auch für Unternehmen ein wichtiger Anlass, um der Politik zu zeigen, dass sie für eine nachhaltige und zukunftssichere Wirtschaft bereit sind. Die Forderungen des BNW und der Entrepreneurs For Future, die gemeinsam für mehr als 5.500 Unternehmen stehen, sind am 1,5 Grad Klimaziel ausgerichtet. Für einen geminderten Energie- und Ressourcenverbrauch braucht es vor allem mehr Effizienz und Suffizienz in der Wirtschaft. Die Bundesregierung muss noch deutlicher mit einer Förder-Offensive in diesen Bereichen aktiv werden. Die geplante Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie bietet ebenfalls Chancen, die Weichen für einen klimafreundlichen Umbau der Produktionsprozesse zu stellen – hin zur Dekarbonisierung der Wirtschaft.

WEB: https://www.bnw-bundesverband.de/

Hamburg: Schnelle Hilfe aus der Luft mit Rettungswinde

Erfahrungen aus der Flutkatastrophe fließen in neues
Einsatzkonzept. Startschuss für Probebetrieb der gemeinnützigen ADAC Luftrettung.

München (ots) (ADAC Luftrettung gGmbH) Das Jahrhunderthochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Diskussion um die Bedeutung von Rettungshubschraubern mit Rettungswinde in Deutschland neu entfacht.

Am Himmel über Hamburg: Ab morgen fliegt „Christoph Hansa“, wie hier beim Hafengeburtstag 2022, mit einer Rettungswinde.

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung war beim größten Katastropheneinsatz der deutschen Nachkriegsgeschichte mit bis zu sechs Rettungshubschraubern in den Hochwassergebieten aktiv – und flog dort mehr als 200 Rettungseinsätze, darunter 111 Windenrettungen. Von den Erfahrungen aus der Flutkatastrophe profitiert nun auch die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Einsatzspektrum des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph Hansa“ wurde ausgebaut und der am BG Klinikum in Hamburg-Bergedorf stationierte Helikopter als Teil eines neuen Einsatzkonzeptes mit einer Rettungswinde ausgerüstet. Startschuss für die Windenrettung in Hamburg im Rahmen eines Probebetriebs ist am morgigen Samstag, 24. September, um 8 Uhr.

Da war es noch eine Übung – spektakuläre Windendemonstration beim Hamburger Hafengeburtstag 2022: Ab sofort fliegt „Christoph Hansa“ jetzt im Regelbetrieb mit einer Rettungswinde.

„Wir können mit „Christoph Hansa“ nun Menschen in Not auch dort versorgen, wo ein Rettungswagen schlecht oder gar nicht hinkommt, etwa in Wasser, Watt oder Wald, in Industrieanlagen, auf Containerbrücken oder Kränen“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, die neuen Möglichkeiten der Rettung aus schwer zugänglichem Gelände und betont: „Für uns gehört die Entscheidung für eine Winde in Hamburg zur kontinuierlichen Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung aus der Luft. So wie bereits im Frühjahr die Stationierung einer größeren und leistungsstärkeren Maschine des Typs H145 am BG Klinikum, um dem steigenden Bedarf an Intensivtransporten in der Region gerecht zu werden.“

Dr. Harald Müller, Geschäftsführung des BG Klinikums in Hamburg-Bergedorf: „Wir begrüßen, dass mit dem Start der Winde eine weitere Möglichkeit geschaffen wurde, Menschen aus Extremsituationen zu retten. Seit mehr als 30 Jahren ist der Rettungshubschrauber „Christoph Hansa“ am BG Klinikum Hamburg stationiert und seitdem ist der ADAC ein verlässlicher Partner an unserer Seite. Unsere Notärzte und Notfallsanitäter freuen sich auf die neuen Einsatzmöglichkeiten zur Rettung und von Patientinnen und Patienten.“

Die Crew von „Christoph Hansa“ besteht bei Windeneinsätzen aus drei Personen: Neben Pilot und Notarzt übernimmt nun der Notfallsanitäter (TC HEMS) zusätzlich die Funktion als Windenoperator an Bord – im Fachjargon TC HHO genannt, was für Technical Crew Member Helicopter Hoist Operator steht. Aktuell sind bei den fliegenden Gelben Engeln die Maschinen an fünf Standorten mit einer Rettungswinde ausgestattet: Murnau, München, Straubing, Sande und Imsweiler. Die Zahl der Einsätze mit Rettungswinde ist über die Jahre gestiegen. 2021 waren es insgesamt über 400, von denen rund zehn Prozent im Zuge der Ahrtal-Hochwasserkatastrophe erfolgten. Regelmäßige Windentrainings stellen sicher, dass die Crews ihre Windenkompetenz erweitern und spezifische Einsatzroutinen stärken.

Die Crew von „Christoph Hansa“ wurde in den vergangenen Monaten mit umfangreichen Schulungen auf ihre neue hochanspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Wie Spezialeinsätze mit Rettungswinde nach einer Explosion auf einem Transportschiff geflogen werden, konnten sie kürzlich bereits vor mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern beim Hamburger Hafengeburtstag demonstrieren – im engen Zusammenspiel mit Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hamburg Port Authority (HPA), Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und Technischem Hilfswerk (THW).

Die ADAC Luftrettung ist ein wichtiger Pfeiler des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystems in der Region und darüber hinaus. Das Zuhause der fliegenden Gelben Engel in der Hansestadt ist seit 1990 am BG Klinikum Hamburg-Boberg. Dort übernahm „Christoph Hansa“ anfangs ausschließlich Sekundäreinsätze, also Intensivtransporte oder Verlegungsflüge zwischen zwei Krankenhäusern. Inzwischen zählen mehrheitlich auch Primäreinsätze zum Einsatzspektrum. Das sind Rettungseinsätze, bei denen der Notarzt auf schnellstem Weg zum Patienten gebracht wird.

Die Hamburger Crews bestehen aus drei Piloten der ADAC Luftrettung, denen Stationsleiter Michael Gomme vorsteht, 15 Notärztinnen und Notärzte des BG Klinikums, geleitet von Dr. Tim Lange, sowie Rettungsfachkräften des BG Klinikums, geleitet von Jörn Öllrich. Die Einsatzbereitschaft beginnt täglich um 8 Uhr und dauert bis Sonnenuntergang, spätestens 21 Uhr. Hubschrauberführende Leitstelle ist die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg (Notruf 112).

Von Januar bis August 2022 wurden die fliegenden Gelben Engel aus Hamburg schon 990-mal angefordert, im Jahr 2021 rückten sie insgesamt 1.454-mal aus. In Summe haben sie bislang bereits 37.741 oft lebensrettende Einsätze übernommen.

WEB: adac.de

„Straßen sind für alle da“


Zehntausende Menschen fordern auf den Kidical Mass Fahrraddemos in über 200 Städten mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr

Kidical Mass / „Straßen sind für alle da“ / Zehntausende Menschen fordern auf den Kidical Mass Fahrraddemos in über 200 Städten mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr

Köln (ots) Zehntausende Kinder, Jugendliche, Familien und Freund*innen machten sich am Wochenende bei der weltweiten Kidical Mass für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr stark. In über 200 kleinen und großen Städten forderten die Menschen eine kinderfreundliche Verkehrspolitik.

Petitionsübergabe an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer / „Straßen sind für alle da“ / Zehntausende Menschen fordern auf den Kidical Mass Fahrraddemos in über 200 Städten mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr

Im Rahmen der Kidical Mass Demonstration wurden über 84.000 Unterschriften der Petition „Uns gehört die Straße! Wir fordern ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht“ an verkehrspolitische Entscheidungsträger*innen übergeben.

„Straßen sind für alle da“, betonte Anouk, 9 Jahre, aus Köln bei der Übergabe der Petition an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. „Wir wollen, dass Städte für Kinder, und nicht nur für Autos da sind“, ergänzte Krischer. Allein in Köln waren mehr als 2000 Menschen auf den Rädern.

Kidical Mass-Organisatorin Simone Kraus: „Die große Zahl der Teilnehmenden macht überdeutlich, wie dringend sich viele Menschen mehr Sicherheit für Radfahrende und zu Fuß Gehende wünschen. Jetzt ist es an den Politiker*innen, diese Forderungen in die Tat umzusetzen, so wie es im Koalitionsvertrag steht. Wir brauchen endlich ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht.“

Das künftige Verkehrsrecht muss die Sicherheit von Kindern in den Mittelpunkt stellen, so die Forderung des Kidical Mass Bündnisses. Dazu gehört, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts einzuführen sowie den unkomplizierten Bau geschützter oder baulich getrennter Radwege an Hauptverkehrsstraßen zu ermöglichen. Die Sicherheit von Kindern und der Klimaschutz müssen in dem reformierten Straßenverkehrsrecht Vorrang vor dem Autoverkehr bekommen.

Das Kidical Mass Bündnis hatte für das Wochenende des 24. und 25. September zu bundesweiten Fahrraddemos aufgerufen. In vielen Orten standen Bürgermeister*innen, Beigeordnete und Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages für eine Petitionsübergabe bereit. Dazu zählten unter anderem die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz Maike Schaefer in Bremen, die Verkehrssenatorin Bettina Jarasch in Berlin, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer für NRW in Köln, Verkehrssenator Anjes Tjarks in Hamburg sowie Thomas Dienberg, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau in Leipzig, Elke Zimmer, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und Petra Berg, Umwelt- und Verkehrsministerin in Saarbrücken.

Da der Hauptadressat Bundesverkehrsminister Volker Wissing an diesem Wochenende nicht bei der Kidical Mass dabei war, werden wir Ihn zu einer Petitionsübergabe im Rahmen der Verkehrsministerkonferenz Mitte Oktober einladen. Das Aktionsbündnis wird dafür weiter aktiv Unterschriften sammeln.

Das Kidical Mass Aktionsbündnis forderte die kommunalen Vertreter*innen auf, nicht auf das neue Verkehrsrecht zu warten, sondern ihren aktuellen Handlungsspielraum voll auszuschöpfen, So könnten sie beispielsweise schon jetzt die Schulwege sicherer gestalten und Schulstraßen einführen – viel mehr, als tatsächlich umgesetzt wird. Die Organisatoren betonen, kinder- und fahrradfreundliche Mobilität beginne vor Ort.

Aus Sicht der Organisatoren muss Verkehrsminister Wissing umgehend die Reform des Straßenverkehrsrechts auf den Weg bringen, so wie es der Koalitionsvertrag vorsieht.

Zitate der Organisationendes Kidical Mass Bündnisses:

Kidical Mass-Organisatorin Simone Kraus: „Die große Zahl der Teilnehmenden macht überdeutlich, wie dringend sich viele Menschen mehr Sicherheit für Radfahrende und zu Fuß Gehende wünschen. Jetzt ist es an den Politiker*innen, diese Forderungen in die Tat umzusetzen, so wie es im Koalitionsvertrag steht. Wir brauchen endlich ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht.“

ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können – auf dem Weg zur Schule, zu Freundinnen und Freunden, zum Sportverein oder Spielplatz. Davon sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Wir brauchen dringend kindertaugliche Radwegenetze, viel mehr Tempo 30 und Schulstraßen ohne Autoverkehr. Damit das vor Ort gelingt, muss Minister Wissing endlich das moderne Straßenverkehrsgesetz liefern, das der Koalitionsvertrag vorsieht.“

„Kinder statt Blechlawinen: Das Kidical Mass Wochenende hat bewiesen, wie lebendig und sicher die Straßen aussehen könnten – wenn Bundesverkehrsminister Volker Wissing endlich die Mobilitätswende anschiebt“, so Annika Liebert, Campaignerin bei WeAct, der Petitionsplattform von Campact.

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Der riesige Erfolg der Kidical Mass auch in diesem Jahr unterstreicht eindrucksvoll, dass es endlich eine an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Verkehrspolitik und eine echte Mobilitätswende braucht. Es ist toll, dass so viele Kinder und Erwachsene für die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses auf den Straßen unterwegs waren. Wir müssen Kinder und Jugendliche auch im Bereich der Stadt- und Verkehrsplanung kontinuierlich, umfassend und möglichst frühzeitig mitbestimmen lassen. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache, auch wenn es um ihre Sicherheit im Straßenverkehr geht.“

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Kindgerechte Straßen sind eine Einladung für Jung und Alt: zum Laufen und Radfahren, zum Spielen und sich begegnen. Die autogerechte Stadt ist nicht mehr zeitgemäß, sondern gefährlich, laut und platzraubend. Statt Straßen für Autos brauchen wir Straßen für Menschen.“

Über das Kidical Mass Aktionsbündnis

Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein.

Herzstück des Aktionsbündnisses sind mehr als 300 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk – dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Von der Kidical Mass Köln initiiert und unterstützt wird es von den überregionalen Partner*innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Clean Cities Campaign, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Pro Velo Schweiz und VCD.

Allein in Köln waren 2000 Menschen auf den Rädern.

Pressekontakt:

Hashtags: #KidicalMass #UnsGehörtDieStraße #StreetsForKids


Alle Aktionsorte und Infos hier: https://kinderaufsrad.org/

Kreativ- und Therapiewerkstatt „ORANGE PROJECT Berlin“ für das Kinder- und Jugendhilfezentrum Neukölln

Hoffmann Group Foundation unterstützt das EJF mit über 200.000 Euro

Berlin (ots) Das „ORANGE PROJECT Berlin“, die neue Kreativ- und Therapiewerkstatt für das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk, feierte heute mit Vertretern aus Wirtschaft und dem sozialen Bereich große Eröffnung. Die Hoffmann Group Foundation fördert das Kinder- und Jugendhilfezentrum (KJHZ) Neukölln mit insgesamt über 200.000 Euro. Darüber hinaus finanziert sie zwei Fachkräfte, um verschiedene Kurse und Therapien im ORANGE PROJECT Berlin anbieten zu können. Besondere Unterstützung erfährt das Engagement unter anderem von den ortsansässigen Werkzeugspezialisten Perschmann und Contorion.

v.l.nr. Norbert Schweers (Vorstand EJF), Verena Heinrich (Geschäftsführerin Hoffmann Group Foundation), Elke Heßmann (Verbundleiterin KJHZ), Nicola Januschke-Bleicher (Geschäftsführerin Hoffmann Group Foundation), Tobias Tschötsch (Geschäftsführer Contorion), Justus Perschmann (Geschäftsführer Perschmann)

Das ORANGE PROJECT Berlin ergänzt das Gesamtkonzept des KJHZ. Unter dem Motto „Ich schaff was!“ können Kinder und Jugendliche in der kindgerechten Werkstatt zukünftig durch kreatives sowie handwerkliches Arbeiten Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen, selbstwirksam eigene Wünsche und Fantasien umsetzen und neue Lebensperspektiven entdecken. Begleitende Therapien helfen den Kindern Erlebtes zu verarbeiten, neue Kraft zu schöpfen und ihre Talente zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Förderung durch die Hoffmann Group Foundation standen die Finanzierung der Umbaumaßnahmen der Kreativ- und Therapiewerkstatt sowie die komplette Ausstattung der 100 qm großen Räumlichkeiten. Zukünftig werden zudem die Anstellungen eines pädagogischen Werkstattleiters und einer Kunsttherapeutin übernommen.

„Endlich öffnet nun unser erstes Projekt in der Hauptstadt seine Pforten“, sagt Verena Heinrich, Geschäftsführerin der Hoffmann Group Foundation. „2018 fanden erste Gespräche mit dem EJF statt. Seither ist der Bedarf in Neukölln kontinuierlich gestiegen. Wegen Corona und baulicher Hürden hat sich das Projekt allerdings immer wieder verzögert. Aber nun sind wir am Ziel und freuen uns, den Kindern und Jugendlichen hier in Neukölln eine Plattform zur Förderung ihrer persönlichen Entwicklung bieten zu können.“

Norbert Schweers ist Vorstand der EJF gAG und eröffnete zusammen mit der Hoffmann Group Foundation die neue Therapiewerkstatt in Neukölln. „Das Motto des ORANGE PROJECT Berlin „Ich schaff was“ passt hervorragend zu unserem Slogan „Hilfe schaffen“. Die Zusammenarbeit mit der Hoffmann Group Foundation begrüße ich sehr und freue mich auf das weitere zukünftige gemeinsame Schaffen.“

Das KJHZ versorgt aktuell 200 Kinder und Jugendliche ambulant und beherbergt zusätzlich stationär 126 Kinder- und Jugendliche in differenzierten pädagogischen und therapeutischen Gruppen.

Über die Hoffmann Group Foundation

Die Hoffmann Group Foundation engagiert sich seit 2006 für Projekte, die die Entwicklung benachteiligter und traumatisierter Kinder und Jugendlicher fördern. Die Foundation unterstützt nach dem Leitsatz „Werkzeuge schaffen Werte“. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche nachhaltig stark zu machen für ein eigenverantwortliches Leben und eine bessere Zukunft.

Über das EJF

Das EJF (Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk) ist ein bundesweit tätiges, christlich geprägtes Unternehmen der Sozialwirtschaft aus Berlin mit mehr als 250 Einrichtungen und Angeboten, in denen rund 20.000 Menschen ambulant und stationär betreut und beraten werden.

WEB: ejf.de