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DrohnenLexikon & -Recht

Ausweichpflicht:

Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Betriebsverbot:

Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme

+ außerhalb der Sichtweite
für Geräte unter 5 kg in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;

+ über bestimmten Verkehrswegen;
+ in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),

+ in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis.

+ über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,

+ über 25 kg (gilt nur für „Unbemannte Luftfahrtsysteme“).

Bußgelder:

Der Betrieb eines unbemannten Fluggeräts über 2 Kilogramm ohne Kenntnisnachweis eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 44 Absatz 1 Nummer 17c LuftVO, der Betrieb ohne entsprechende Kennzeichnung eine Ordnungswidrigkeit gemäß §108 Absatz 1 Nummer 3 LuftVO darstellt.

Die Ahndung der Ordnungswidrigkeiten liegt in der Zuständigkeit der Landesluftfahrtbehörden.

Erlaubnisfreiheit:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc..

Erlaubnispflicht:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

DrohnenRecht:

Unterhalb eines Startgewichts von fünf Kilogramm* benötigen Nutzer keine Aufstiegsgenehmigung der Behörden.

Ein Gewicht ab fünf bis 25 Kilogramm dagegen ist meldepflichtig, in der Regel beim zuständigen Luftfahrtbundesamt des jeweiligen Bundeslandes.

Multicopter sind „zum Zwecke der Sport- und Freizeitgestaltung“ laut § 16 Abs. 1 Nr. 1a LuftVO von der Zulassungspflicht ausgenommen, sofern sie weniger als 5 Kilogramm wiegen. Darunter fallen die meisten der semiprofes sionellen Multicopter – damit sind sie nicht zulassungspflichtig und benötigen keine Aufstiegserlaubnis.

Neu!

*Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme mit mehr als 250 Gramm Gewicht müssen künftig mit einer Plakette gekennzeichnet sein. Damit bei Schäden schnell der Besitzer festgestellt werden kann, müssen darauf Name und Adresse stehen.

Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab fünf Kilogramm Gewicht ist künftig eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt. Verlangt wird außerdem eine Art Führerschein.

Kenntnisnachweis: Um diesen „Drohnen-Führerschein“ zu erhalten, müssen Nutzer eine Prüfung bei einer anerkannten Stelle ablegen – dies soll auch online möglich sein. Vorgesehen ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Die Bescheinigung soll zehn Jahre gelten.

Dabei gilt laut deutschem Modellflieger Verband (DMFV): Auch wenn der Flug eines Multicopters gegen Entgelt geschieht, ist nicht automatisch der Sport- und Freizeitzweck ausgeschlossen. Damit kann unter gewissen Umständen den noch eine für einfache Flugmodelle notwendige Aufstiegsgenehmigung ausreichen.

Über Menschenansammlungen und im Umkreis von 100 Metern von Menschenansammlungen dürfen Drohnen grundsätzlich nicht betrieben werden, auch nicht die kleinen Versionen.

Flughöhe und Sichtweite

Außerhalb der kontrollierten Lufträume in der Nähe von Flughäfen darf die Drohne bis zu 100 Meter aufsteigen. Weiter oben wird es genehmigungspflichtig, da der Luftverkehr gestört werden kann.

Zusätzlich muss eine Drohne in Deutschland immer in Sichtweite ihres Piloten sein. Hilfsmittel wie Videobrille oder Display beispielsweise auf größeren Fernsteuerungseinheiten sind also tabu.

Ebenfalls wichtig: Man benötigt eine Haftpflichtversicherung, die durch einen Flugapparat verursachte Schäden abdeckt. Normale Policen tun das häufig nicht, deshalb sollten Drohnen-Piloten die Schadensabdeckung ihrer Versicherung prüfen und gegebenenfalls aufstocken.

Flugdrohnen über dem Haus

Der Luftraum über seinem eigenen Haus gehört grundsätzlich auch dem Eigentümer. Hier darf er filmen und veröffentlichen so viel er mag. Einschränkungen gibt es auch hier in Regionen mit Flughäfen in der Nähe (siehe unten). Allerdings kann es leicht passieren, dass das Flugobjekt über die Grenze zum Nachbarn schwebt oder geweht wird.

Fotos und Videos aus der Luft

Generell können sich Drohnenpiloten an die Regel halten: Alles, was mit dem bloßen Auge und von einer normalen Perspektive aus zu sehen ist, darf man auch fotografieren.
Abgesehen davon bedarf das geschützte Recht am eigenen Bild immer der Einwilligung des Abgebildeten (§ 22 KUG).
Dies gilt jedoch nur, wenn die Person auf der Aufnahme auch für Dritte eindeutig erkennbar abgebildet ist. Eine Aufnahme senkrecht von oben wird in der Regel nicht ausreichen, die Person eindeutig zu identifizieren. Ist die Person jedoch klar zu erkennen, ist eine Veröffentlichung nur mit der Zustimmung des Abgebildeten erlaubt.

Drohnen als VerkaufshilfeWer seine Immobilie verkaufen möchte, kann außerhalb kontrollierten Luftraums so viele Bilder davon machen, wie er möchte. Das gilt für Einfamilienhäuser sowieso, aber auch für Mehrfamilienhäuser.

Gebiete in der Nähe von Flughäfen

Seit dem 1. Juni 2016 anders, die Deutschen Flugsicherung (DFS) hat für Flugmodelle bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm und einer Flughöhe von 30 Metern eine Pauschalerlaubnis erteilt. Das gilt für die Kontrollzonen der 16 großen deutschen Flughäfen. Die Fluglotsen sahen sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Anfragen der wachsenden Zahl von Hobby-Drohnenpiloten in letzter Zeit sprunghaft angestiegen ist.

Schlechte Karten haben Hausbesitzer, die innerhalb einer besonders geschützten Kontrollzone im Umkreis der 16 deutschen Verkehrsflughäfen wohnen. Innerhalb von 1,5 Kilometer Abstand ist hier jegliche Nutzung von Flugmodellen und Kamera-Drohnen komplett verboten.

dynamische Auftrieb:

Der dynamische Auftrieb ist eine zentrale Größe in der Strömungslehre. Er ist der Anteil der auf einen umströmten Körper wirkenden Kraft, der senkrecht zur Anströmrichtung steht. Der dynamische Auftrieb ist das physikalische Grundprinzip für das natürliche Fliegen von Vögeln und Fledertieren. Außerdem ist er die Grundlage für die Funktion der Tragflächen von Flugzeugen, der Propeller.

Gyroskope:

Ein Kreiselinstrument, auch Kreiselstabilisator oder Gyroskop (griechisch γύρος gyros, deutsch ‚Drehung‘ und σκοπεῖν skopein ‚sehen‘) genannt, ist ein rasch rotierender, symmetrischer Kreisel, der sich in einem beweglichen Lager dreht. Ferngesteuerter Modell-Quadrocopter, mittig das mechanische Gyroskop zur Stabilisierung Modell-Quadrocopter mit rein elektronischer Stabilisierung Grundlage für die Weiterentwicklung der Modell- und UAV-Quadrocopter sind Fortschritte in der Elektronik und Sensorik, die auf dem Markt ab etwa 2000 verfügbar waren und ab 2004 in Serienmodellen erschienen: Leistungsfähige Mikrocontroller werten die Daten von Gyroskopen aus und können so Kippmomente – die höher und plötzlicher auftreten als bei Hubschraubern, da der Auftriebsschwerpunkt meist in der Rotorebene liegt – automatisch ausregeln.

Hexacopter:

Die griechische Silbe „Hexa“ steht für die Zahl sechs und gibt damit Auskunft über die Anzahl der Motoren beziehungsweise Rotoren. Auch bei diesem Multicopter sind alle Rotoren auf einer Ebene angeordnet und drei Rotoren drehen im Uhrzeigersinn und die anderen entgegen dem Uhrzeigersinn. Durch mehr Motoren und Ausleger erhöht sich das Abfluggewicht. Gleichzeitig erlaubt es den Transport schwerer Lasten, wie beispielsweise einer Spiegelreflexkamera oder einer Videokamera

Kennzeichnungspflicht:

Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.

Kenntnisnachweis:

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband (DMFV oder DAeC) oder eines von ihm beauftragten Vereins (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Luftfahrzeug:

Ein Luftfahrzeug ist ein Fahrzeug, das innerhalb der Erdatmosphäre fliegt oder fährt. Obwohl die Erdatmosphäre keine scharfe obere Grenze zum Weltraum hat, wird ab einer Flughöhe von etwa 100 km zwischen Luftfahrt und Raumfahrt unterschieden. Technisch wird unterschieden zwischen Luftfahrzeugen leichter als Luft, die mittels statischen Auftriebs in der Luft schweben, und Luftfahrzeugen schwerer als Luft, die mittels dynamischen Auftriebs fliegen.

Multicopter:

Bei einem Multicopter handelt es sich um ein Fluggerät, bei dem mehrere fest montierte Rotoren für Auftrieb sorgen. Der Begriff Multicopter ist der Überbegriff für alle Fluggeräte dieser Art, im Detail unterscheiden sich die Bezeichnungen an der Anzahl der Rotoren

Octocopter:

„Octo“, die griechische Silbe für die Zahl acht, steht stellvertretend für die Anzahl der Propeller und Motoren. Wie beim Hexacopter sind auch hier die Rotoren in einer Ebene angeordnet. Vier Propeller drehen sich im Uhrzeigersinn, die anderen vier entgegengesetzt. Manchmal wird auch nur der Begriff Multicopter verwendet. Mit dieser stattlichen Anzahl an Motoren lässt sich ein ordentlicher Auftrieb erzeugen – perfekt zum Befördern von schwereren Lasten. Damit ist ein Octocopter gut geeignet, eine schwere Film- oder Fotokamera zu transportieren.

Quadrocopter:

Ein Quadrocopter oder Quadrokopter (lat. quadrum ‚Viereck‘ und gr. πτερόν pteron ‚Flügel‘), auch Quadricopter, Quadrotor oder Schwebeplattform, ist ein Luftfahrzeug, das vier in einer Ebene angeordnete, senkrecht nach unten wirkende Rotoren oder Propeller benutzt, um Auftrieb und durch Neigung der Rotorebene auch Vortrieb zu erzeugen. Es gehört zu den Hubschraubern und kann wie diese senkrecht starten und landen.

Videobrillen:

Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

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