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Kann ein Nasenspray eine Corona Infektion abkürzen?

Mannheim (ots) Im Mai berichtete ein unabhängiges Labor in Zusammenarbeit mit einer deutschen Universitätsklinik, dass das Plasma Liquid Nasensprüh-Gel 99,9 % der Corona-Viren auf der Nasenschleimhaut reduziert.

Nasensprüh-Gel gegen Corona

Jetzt wurde festgestellt, dass Corona-Infizierte Patienten ihre Erkrankung mit dem Plasma Liquid Nasensprüh-Gel signifikant verkürzen können. Dazu äußert sich Herr Professor Dr. med. Georg Daeschlein aus dem MVZ Dessau wie folgt:

Aktueller Stand der Forschung und Erhebungen:

Im Bereich Plasmaforschung erfolgt die weitere Differenzierung, Substantiierung und Optimierung der in situ Behandlung kontaminierter Oberflächen an einem HNO-fokussierten Schädelmodell in vitro. Hierbei werden alle klinisch bedeutenden bakteriellen und mykotischen Erreger auf Empfindlichkeit gegenüber Plasma Liquid getestet. Dazu werden aktuell auch weitere Flächen der inneren Schleimhäute im Mund, Nasen und Kehlkopfbereich artifiziell kontaminiert und dann behandelt. Die Erregertests sind per se (wichtige Rolle der Bakterien bei allen infektiösen Prozessen in diesem Bereich) sowie als gesichertes Surrogatmodell für Viren, explizit Covid-19 Viren zur Prüfung auf eradikative wie präventive Aspekte wichtig.

Außerdem findet ein ständiger Austausch mit allen im Umfeld der weitläufig aktiven MVZ-Hautpraxis sowie von der Klinikspezialambulanz versorgten Patienten statt. Dies in Bezug auf COVID-19-assoziierte Beschwerden im HNO Bereich (z.B. Riechstörungen). Den Patienten wird das Liquid empfohlen und die Patientenresponse wird dokumentiert.

Fazit: Bisher vorwiegend positive Rückmeldungen auf der Patientenseite zum Plasma Liquid. Corona-Infizierte berichten über schnelle Besserung und Verkürzung der Infektion, respektive Minderung der Symptome.

Statistische Angaben zur Bewertung des Plasma Liquids nach COVID-Infektion sind geplant.

Web: www.plasma-liquid.de

Antikörper im Kampf gegen das Vergessen

Berlin (ots) Im Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung gibt es neue Therapieansätze. Diese setzen anders als bisherige Arzneimitteltherapien an dem zu Grunde liegenden Krankheitsmechanismus an: Monoklonale Antikörper zielen darauf ab, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die gefährlichen Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen entweder gar nicht erst entstehen zu lassen oder aufzulösen.

Plaques: Bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich Eiweiße zwischen den Nervenzellen im Gehirn ab. (c) Shutterstock/Juan Gaertner

Gute Nachrichten anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages!

Alzheimer kurz erklärt

Bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich Eiweiße zwischen den Nervenzellen ab und bilden sogenannte „Plaques“. Diese Plaques behindern die Verbindung von Nervenzellen und zerstören ihr umliegendes Nervengewebe. In der Folge verlieren Betroffene oft ihre kognitiven Fähigkeiten – ihr Gedächtnis, ihren Orientierungssinn, ihre Sprache. Auch emotionale und soziale Fähigkeiten können in Folge der Erkrankung schwinden. Dabei können alle Symptome bei Alzheimer-Patienten individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eins haben alle Begleiterscheinungen jedoch gemein: Sie nehmen im Laufe der Zeit zu.

Alzheimer-Forschung braucht einen langen Atem

Ziel der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung ist es, Arzneimittel zu entwickeln, die bestenfalls einem Entstehen der Erkrankung vorbeugen oder zumindest in einem frühen Krankheitsstadium zum Einsatz kommen. Alzheimer beginnt meist schleichend. Heutzutage ist bekannt, dass die Erkrankung bereits etwa zwanzig Jahre vor dem Auftreten erster Symptome beginnt. Daher forschen Pharmaunternehmen intensiv daran, mit Therapeutika einen vorbeugenden Effekt zu generieren, oder zumindest den Zerfall des Nervensystems maximal zu verzögern.

Pharma sucht weiter nach Lösungen

Trotz eines meist ungewissen Ausgangs über den Erfolg von Forschungsprojekten stieg in den vergangenen drei Jahren die Anzahl an Forschungsprojekten in der klinischen Arzneimittelentwicklung für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) um 30 Prozent an. Jedes fünfte Entwicklungsprojekt für Arzneimittel aus dem ZNS-Bereich zielt auf einen Einsatz bei der Alzheimer-Erkrankung ab. Aktuell laufen laut dem EU-Studienregister 76 Studien mit Arzneimitteln gegen Alzheimer, die sich in der klinischen Phase III befinden – die Hälfte davon auch in Deutschland. Das sind gute Nachrichten für die Alzheimer-Forschung.

Web: bpi.de

Wettbewerb „Jugend testet 2022“ Neue Runde startet jetzt

Welcher Korrekturstift trocknet am schnellsten? Sind feste Duschseifen besser als das Duschgel aus der Flasche? Welcher Online-Shop hat den besten Kundenservice? Wie fit machen Fitness-Apps?

Fragen wie diese können Schülerinnen und Schüler beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12.000 Euro und Reisen nach Berlin.
Die Anmeldung ist ab sofort unter jugend-testet.de möglich.

Ob alleine, im Team oder als gesamte Klasse – alle, die zwischen 12 und 19 Jahre alt sind, können beim Wettbewerb mitmachen. Was man dafür braucht? Eine spannende Testidee, genaue Beobachtung und eine nachvollziehbare Dokumentation. Und das Testthema? Das kann nach den eigenen Interessen frei gewählt werden, von Apps über Milchalternativen und Textmarkern bis zu Streamingdiensten und zuckerfreien Kaugummis ist alles möglich. Hauptsache, es passt in eine der beiden Wettbewerbskategorien Produkttests oder Dienstleistungstests. Ein Tipp: Erfahrungsgemäß ist die Konkurrenz bei den Dienstleistungstests weniger groß als bei den Produkttests.

Was gibt’s zu gewinnen? Für die Top 3 in jeder Wettbewerbskategorie winken Preise von 1.500 bis 2.500 Euro und Reisen nach Berlin. Daneben gibt es zahlreiche Sach- und Anerkennungspreise.

Wie geht’s los? Mit der Anmeldung. Interessierte suchen sich eine betreuende Lehrkraft, die das Team anmeldet. Das ist ab sofort bis zum 30. November 2021 möglich unter www.jugend-testet.de.

Airbag und Gurt: Erhöhtes Risiko für große und schwere Insassen

Adaptive Systeme können schwere Verletzungen verhindern
Kein erhöhtes Risiko für Frauen

München (ots) Im Jahr 2019 kamen in Deutschland bei Verkehrsunfällen mehr als 3.000 Menschen ums Leben, 1984 waren es noch 12.000. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben Rückhaltesysteme wie Gurt und Airbag.

Test Rückhaltesysteme / Airbag und Gurt: Erhöhtes Risiko für große und schwere Insassen / Adaptive Systeme können schwere Verletzungen verhindern / Kein erhöhtes Risiko für Frauen

Dennoch stehen die Entwicklungsziele dieser Systeme häufig in der Kritik, weil der Standard-Dummy lediglich einen 77 kg schweren Mann repräsentiert. Ob sie bei allen Menschen gleich gut funktionieren können, wollte der ADAC herausfinden und hat hierfür erstmals vergleichbare Crashtests mit Dummys unterschiedlicher Größe und Gewicht durchgeführt. Unklar war bislang, wie gut die Rückhaltesysteme auf Menschen außerhalb von durchschnittlichen Normen wirken.

Adaptive Systeme

Anhand einer Analyse von Unfalldaten wurde zudem untersucht, ob Pkw-Insassen bei Frontalzusammenstößen aufgrund von Größe und Gewicht ein erhöhtes Verletzungsrisiko aufweisen. Die ADAC Unfallforschung zeigt, dass es bei den Unfallfolgen keine Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Insassen gibt. Allerdings kann das Alter eine Rolle spielen: Aufgrund abnehmender Knochendichte mit zunehmendem Alter, erleiden Menschen jenseits der 60 häufiger schwere Verletzungen. Besonders betroffen sind dabei Kopf, Brustkorb und der Bauchraum.

Basierend auf den Erkenntnissen der Unfalldatenauswertung wurden insgesamt zwölf Schlittenversuche durchgeführt, bei denen die verschiedenen Dummys von 48 bis 125 Kilogramm Gewicht und einer Körpergröße von 1,51 bis 1,91 Metern jeweils einmal auf dem Fahrer- und Beifahrersitz Platz nahmen. Dabei haben die ADAC Tester die Wirkung von herkömmlichen und von adaptiven Rückhaltesystemen untersucht und verglichen. Adaptive Rückhaltesysteme erkennen mithilfe modernster Sensortechnik die Unfallschwere der Kollision, sowie die Größe und das Gewicht der Insassen. So können unterschiedliche Insassen optimal bei jedem Unfall geschützt werden.

Im Test zeigte sich, dass adaptive Systeme die Belastung eines Unfalls auf den durchschnittlichen Mann, die kleine Frau und auch die ältere Dame reduzieren. Den großen und schweren Insassen konnten hingegen nur die konventionellen Gurte und Airbags ausreichend schützen. Laut ADAC könnten zusätzlich alternative Rückhaltesysteme wie ein Knieairbag oder eine mehrfache Gurtstraffung in dieser Personengruppe für eine Verbesserung der Insassensicherheit sorgen.

Ausführliche Informationen zum Test gibt es unter adac.de/rueckhaltesysteme

OHB-Chef Marco Fuchs zum Kampf gegen den Klimawandel: „Der Mars ist nicht unser Rettungsschiff“

Bremen (ots) Marco Fuchs, CEO des Raumfahrtunternehmens OHB SE, hält die Vorstellung, dass die Menschheit vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels auf andere Planeten wie etwa den Mars flüchten könnte, für Hirngespinste. „Dass wir dereinst einfach in Raumschiffe steigen werden, um auf den Mars oder einen anderen Planeten unseres Sonnensystems umzuziehen, wird nicht passieren.

Marco Fuchs, CEO des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB SE

Der Traum der mulitplanetaren Gesellschaft klingt ganz schmissig, ist aber noch sehr, sehr lange unrealistisch“, schreibt Fuchs in seiner Kolumne „Space Encounter“, die im Digitalmagazin der firmeneigenen Internetseite erscheint. „Vor allem der viel diskutierte Mars eignet sich nun mal ganz und gar nicht dafür. Es gibt fast keine Atmosphäre und der Boden ist giftig. Dagegen ist der fieseste Antarktiswinter ein Wellnessprogramm“, sagt der Raumfahrtunternehmer aus Bremen.

Er sei kein Gegner von wissenschaftlichen Marsmissionen, und eines fernen Tages könne er sich sogar vorstellen, dass die Menschheit dort eine Forschungsstation wie in der Antarktis betreibe. „Aber der Mars ist nicht die Lösung für unser Klimaproblem auf der Erde“, betont Fuchs. „Anders formuliert: der Mars ist nicht unser Rettungsschiff! Statt uns also mit dem Exodus von der Erde zu beschäftigen, sollten wir viel lieber all unsere Kraft und Kreativität darauf verwenden, den Schlamassel, in den wir uns in den vergangenen 200 Jahren auf unserem eigenen Planeten gebracht haben, wieder zu beseitigen.“

Die Ereignisse der vergangenen Monate hätten der Menschheit endgültig vor Augen geführt, dass etwas nicht mehr stimme mit dem Klima. Es sei klar und deutlich geworden, dass nun wirklich keine Zeit mehr zum Reden und Debattieren sei – es müsse gehandelt werden. „Um dafür aber möglichst gute Entscheidungen zu treffen, brauchen wir jedoch noch mehr und noch bessere Daten über den Zustand des Klimas“, fordert Fuchs. „Vom All aus ist es schlicht einfacher, die Nutzung und auch die Zerstörung der Oberfläche zu erfassen. Etwa indem illegale Fischerei, Brandrodung oder Holzschlag genau dokumentiert werden können. Das Problem derzeit besteht ja darin, dass es einfach noch viel zu leicht ist, sich wegzumogeln. Das geht nicht mehr, wenn vom Weltall auf die Erde geschaut wird“, so Fuchs.

„Wir sind gerade in einer Phase angekommen, in der wir mit Satellitenprogrammen wie der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus in die operative Klimaüberwachung der Erde einsteigen“, schreibt der Unternehmer. „Die Mission CO2M, die gerade im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus entwickelt wird, wird es etwa in einigen Jahren ermöglichen, CO2-Emmissionen in der Atmosphäre zu messen und somit die Verursacher ganz konkret zu verorten. Mehr noch: künftig werden Satelliten durch eine Rund-um-die-Uhr-Abdeckung der Erde diese Verursacher sogar im wahrsten Sinn des Wortes auf frischer Tat ertappen können.“ Künftig werde es ein 24/7-Klimamonitoring geben. „Das wird auch dringend nötig sein, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen, vor allem aber jene Länder zu sanktionieren, die sich nicht daran halten. Politiker werden also künftig bessere Daten haben, um ihre Entscheidungen nicht nur zu treffen, sondern deren Richtigkeit und vor allem Notwendigkeit auch zu belegen. Das wiederum macht die Entscheidungen auch legitimer. In einer Zeit, in der Querdenker und andere Verschwörungsgruppen Zweifel an der Seriosität von Wissenschaft säen, ist es enorm wichtig, mit Daten und Fakten zu arbeiten, die über jeden Zweifel erhaben sind“, so Fuchs.

Web: ohb.de

Deutscher Umweltpreis zeichnet Forschung für Artenvielfalt und Moorschutz aus

500.000 Euro für Katrin Böhning-Gaese und Hans Joosten

Osnabrück (ots) Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt den diesjährigen Deutschen Umweltpreis in einer Höhe von insgesamt 500.000 Euro an zwei international renommierte Persönlichkeiten, die in ihren Wissenschafts-Disziplinen Herausragendes für mehr Arten-, Klima- und Umweltschutz erreicht haben:

Auszeichnung für Spitzenforschung: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten erhalten dieses Jahr den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von insgesamt 500.000 Euro – eine der höchstdotierten Auszeichnungen dieser Art in Europa.

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese für ihre Spitzenforschung zur Bedeutung der biologischen Vielfalt für Planet und Mensch sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten für seine jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit über Moore als Klimaschützer – und den gravierenden Folgen von Moor-Entwässerung für die Erderwärmung. „Der Deutsche Umweltpreis 2021 soll ein Signal sein: Wir haben nur eine Erde. Und wir müssen mit der Vielfalt des Lebens behutsam umgehen“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Die beiden Ausgezeichneten haben dazu einen überragenden Beitrag geleistet.“ Der Deutsche Umweltpreis der DBU wird am 10. Oktober in Darmstadt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Wegweisende Erkenntnisse zu Artenrückgang und Moorschutz

Der Deutsche Umweltpreis in Höhe von 500.000 Euro ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Europa. Ökologin Böhning-Gaese hat nach Bondes Worten „einen enormen wissenschaftlichen Beitrag geleistet, damit wir begreifen, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für Menschen und das gesamte Zusammenwirken des Planeten hat“, sagt Bonde. „Uns allen wird dadurch klar, dass wir den Kampf gegen den Artenrückgang als große gesellschaftliche Herausforderung beherzt angehen müssen.“ Ähnliche wegweisende Erkenntnisse seien Moorforscher Joosten zu verdanken. „Er hat mit unermüdlichem Engagement überhaupt das Bewusstsein dafür geweckt, dass Moore unverzichtbare Verbündete bei der Überwindung der Klimakrise sind“, so der DBU-Generalsekretär. „Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren.“

Präzise Vorhersagen von Umweltveränderungen in Ökosystemen

International herausragendes wissenschaftliches Renommee hat sich die in Oberkochen (Baden-Württemberg) geborene Biodiversitätsforscherin speziell auf dem Gebiet der Makroökologie erarbeitet: Mit den Methoden dieses modernen Forschungsgebiets untersucht sie ökologische Zusammenhänge lokal, regional, kontinental und global sowie in unterschiedlichen Zeitskalen. Die Forscherin untersuche komplexe Folgen von Klima- und Landnutzungswandel für Biodiversität und Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen, so Bonde. Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums sei bestrebt, Umweltveränderungen in Ökosystemen in den nächsten Jahrzehnten so genau wie möglich vorherzusagen – und damit mögliche Folgen für den Menschen. Bonde: „Nur wenn wir die Prozesse erkennen und verstehen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen, um sie zu stoppen.“ Und: Die Professorin habe maßgeblich die Grundlagen für die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft für eine Agrarwende in Deutschland gelegt. Während eines USA-Aufenthalts erforschte Böhning-Gaese, welche Faktoren die Vogelpopulationen beeinflussen und welche Unterschiede es zwischen Nordamerika und Europa gibt. Ein Fazit: In Europa gingen insbesondere die Vogelbestände der Agrarlandschaften zurück.

Mehr als 600 wissenschaftliche Publikationen und Forschungsreisen von Alaska bis Nordkorea

Moorforscher Joosten ist nach einem Biologie-Studium sowie verschiedenen wissenschaftlichen Stationen in den Niederlanden 1996 an das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald gewechselt. Dort hat er seitdem bis zu seinem gerade begonnenen Ruhestand geforscht und gelehrt. In mehr als 600 wissenschaftlichen Publikationen, darunter Standardwerken wie seine Habilitation 2002 „Wise Use of Mires and Peatlands – Background and Principles“, sowie auf vielen Forschungsreisen in die Moorgebiete der Welt – von Alaska bis nach Nordkorea – hat er auf die komplexen Zusammenhänge im Lebensraum Moor immer wieder hingewiesen und neue Entdeckungen gemacht – etwa das mittlerweile als Weltnaturerbe anerkannte einzigartige sogenannte Regendurchströmungsmoor in Georgien. DBU-Generalsekretär Bonde: „Er steht wie kaum ein anderer dafür, dass wir die Moore als Landschaftstyp und Klimaschützer brauchen – und deshalb vor Entwässerung schützen müssen.“ Die Auswirkungen auf die Erderwärmung sind laut Bonde dramatisch. Weltweit seien bereits etwa ein Fünftel der Moore entwässert, in Deutschland sogar schon nahezu 95 Prozent – „mit gravierenden Folgen für die Treibhausgas-Emissionen“. Wiedervernässung und Wiederherstellung der Lebensräume seien „das Gebot der Stunde“ und „ein entscheidender Schlüssel“, um auf natürlichem Weg Kohlendioxid (CO2) zu binden. Joosten habe überdies den Begriff „Paludikultur“ geprägt, „die naturverträgliche Nutzung von Mooren und damit die Wiederherstellung dieses für den Klimaschutz so wichtigen Lebensraums“. Eine Option könnte den Gartenbau revolutionieren: Torfmoos-Anbau als Ersatz für fossilen Torf.

Web: www.dbu.de

Das Gräberfeld von Brücken | Spuren des Thüringerreichs

Teil 1 | Staffel 11 Folge 1| Museum exklusiv

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Der Aufstieg und Fall des Reichs der Thüringer (um 460 bis 531) ist in historischen Quellen gut belegt.

https://youtu.be/yOtMYSo8ee8

Archäologische Ausgrabungen eines Gräberfeldes der Sueben aus dieser Zeit bei Brücken im Landkreis Mansfeld-Südharz brachten 2019 und 2020 beeindruckende Funde hervor. Diese belegen die weitreichenden Verzweigungen und Kontakte der Region um den Kyffhäuser. Warum finden sich alemannische und langobardische Fibeln in den Frauengräbern von Brücken? Und welcher Einfluss wird anhand der Tierdarstellungen auf den thüringischen Fibeln deutlich? Diese und noch weiteren Fragen beantwortet Museumsdirektor Harald Meller in dieser Folge von „Museum exklusiv“. Im Rahmen einer Kurzführung wird dieses Highlight der Archäologie anhand der im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) ausgestellten Exponate beleuchtet. Mit der Reihe „Museum exklusiv“ laden wir Sie ein auf einen Rundgang durch das Landesmuseum, präsentieren archäologische Funde von weltweiter Bedeutung, erzählen Geschichten aus dem Leben unserer Vorfahren und werfen einen Blick hinter die Kulissen der spektakulären Inszenierungen der Dauerausstellung. Kommen Sie mit! Weitere Informationen zum Landesmuseum und zu seinen Dauer- und Sonderausstellungen finden Sie unter: https://www.landesmuseum-vorgeschicht… Eine Thomas Claus Medienproduktion im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte in der Archaeofilm-Reihe „Museum exklusiv“. „Archaeofilm“ ist eine geschützte Wort-Bild-Marke des Landes Sachsen-Anhalt (LDA). Bildgestaltung: Felix Greif Ton: Simon Hückstädt Schnitt: Alexander Woltexinger Grafik: Oliver Thomas Regie: Thomas Claus #Archaeofilm#Archäologie#Museumexklusiv#LDA#KulturLSA#SachsenAnhalt

Web: www.landesmuseum-vorgeschichte.de

Minxli Services GmbH erweitert Angebot zur KBV-zertifizierten Videosprechstunde

München (ots) In Zeiten der Pandemie erfährt die Verbreitung der digitalen Videosprechstunde in Deutschland eine intensive Beschleunigung. Beispielsweise beobachtet das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) in einer aktuellen Studie*, dass im Zeitraum vom 4. März bis zum 30. September 2020 insgesamt fast 1,7 Millionen Videosprechstunden vorgenommen wurden. Im Vorjahreszeitraum lag diese Zahl bei wenigen tausend. Spätestens mit dem dritten Digitalgesetz wird die Digitalisierung des Gesundheitswesens kontinuierlich fortgesetzt und damit der Zugang zur Videosprechstunde erleichtert.

Arzt in Videosprechstunde mit Patientin, Deutschland

Die Minxli Services GmbH als ein Anbieter für KBV-zertifizierte und datenschutzkonforme Videosprechstunde, hat diese nun um wichtige Funktionen erweitert. Die Kommunikation zwischen Ärzt*in und Patient*in kann zukünftig zusätzlich im Chat stattfinden, Dokumente können via gesichertem und verschlüsseltem Filesharing gemeinsam betrachtet und besprochen werden. Die Datenverarbeitung der Minxli-Videosprechstunde erfolgt ausschließlich in Deutschland und ist somit DSGVO-konform. Ohne aufwendige Installation, ist die Minxli-Videosprechstunde sofort anwendbar – spezielle technische Kenntnisse oder Software sind nicht notwendig.

„Wir wollen mit unseren pragmatischen und serviceorientierten Minxli-Lösungen den Ausbau des Gesundheitswesens im Bereich Telemedizin tatkräftig unterstützen und so auch zukünftig die bestmögliche Versorgung für Patient*innen ermöglichen. Gleichzeitig zeigen wir Ärzt*innen und den Praxisteams neue Optionen für ihre Arbeit auf“, so Minxli-Co-Founder Professor Dr.rer.nat. Dr.med. Dr.h.c. Prof. Dr. Uwe Bicker.

Letzteres spricht auf die Online-to-Offline (O2O) blended-care Lösung in Form der 2019 in München eröffneten Minxli-Praxis an. Dort können sich Ärzte flexibel einmieten und ihre Patienten wahlweise in voll ausgestatteten Behandlungsräumen empfangen oder ihre Sprechstunde per Video anbieten. Über die Minxli-App oder online können Patienten ihre Termine sicher buchen und verwalten. Ein lückenloser und zukunftsorientierter Service, der die klassische Sprechstunde mit den Möglichkeiten der Telemedizin und modernem, digitalem Praxismanagement verbindet.

Die Minxli Services GmbH hat bereits im innovativen Modellprojekt „docdirekt“ der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) ein bewährtes System für die Vermittlung von Videosprechstunden unter 116 117 umgesetzt und eingeführt. Damit bietet Minxli eine in der Praxis erprobte und erfolgreiche Lösung an, die auch in anderen Regionen einfach nutzbar ist, so wie es der Gesetzgeber derzeit vorsieht.

*Quellen: 3. Trendreport 1. Bis 3. Quartal 2020 : https://www.zi.de/presse/presseinformationen/12-februar-2021-2

Web: minxli.com

Ideen gesucht: LBS fördert 50 nachhaltige Projekte in NRW und Bremen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze startet Vorausdenker-Wettbewerb 2021

Münster (ots) Sie kam schwungvoll mit dem Fahrrad zum Pressetermin: Bundesumweltministerin Svenja Schulze startete am Donnerstag bei der LBS in Münster den diesjährigen Vorausdenker-Wettbewerb für nachhaltige Projekte.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze startete mit LBS-Chef Jörg Münning am Donnerstag den diesjährigen Vorausdenker-Wettbewerb für nachhaltige Projekte.

Insgesamt stehen 90.000 Euro für bis zu 50 Projekte in NRW und Bremen zur Verfügung, die Einzelförderung liegt bei maximal 5.000 Euro. Ab sofort können Projektideen unter lbs-vorausdenker.de eingebracht werden.

„Es sind gerade die Menschen in unseren Vereinen und gemeinnützigen Organisationen, die richtig gute nachhaltige Ideen entwickeln“, sagte die Ministerin, die die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen hat. Gefördert werden dieses Jahr nachhaltige Projekte aus den drei Themenbereichen Umweltschutz/Umweltbildung, Familie und Kinder/Grundversorgung sowie Bauen/Wohnen und Digitalisierung.

Um eine möglichst große Vielfalt zu erzielen, werden die Bewerbungen erst ab 30. August für alle sichtbar. Ein Teil der Gewinner wird dann über ein öffentliches Voting ab 13. September ermittelt. „Hier zeigt sich die Vernetzung der Initiativen vor Ort, denn es gilt, möglichst viele Mitbürger für die Idee zu gewinnen“, erläutert LBS-Chef Jörg Münning die Spielregeln. Das eingereichte Projekt solle einen Neuigkeitscharakter haben und der Allgemeinheit in der Region auf längere Zeit zu Gute kommen. So könne es Ideengeber für weitere Gemeinden sein.

Darüber hinaus wird eine Fachjury weitere Preise für richtungsweisende Projekte vergeben, 10.000 Euro sind dabei für Wiederaufbau-Projekte in den Gebieten der Flutkatastrophe reserviert. Zur Jury gehören neben Ministerin Svenja Schulze auch Bürgermeister sowie Vertreter von Kinder- und Jugendorganisationen.

Große Bandbreite an Ideen ist gefragt

Beispiele für die diesjährigen Schwerpunktthemen Bauen/Wohnen und Digitalisierung sind Betreutes Wohnen, Wohnangebote für Menschen in Notsituationen oder Nachbarschaftsnetzwerke, für die Kategorie Umweltschutz/Umweltbildung Natur- und Tierschutzaktionen, Ressourceneffizienz oder Workshops zum nachhaltigen Konsum sowie für den Bereich Familie und Kinder/Grundversorgung Betreuungs- und Freizeitangebote, Aufwertung von Aufenthaltsplätzen oder auch neue Formen von Dorfläden.

Jede Idee ist – neben der Wirkung vor Ort und als Beispiel für andere – noch in einem dritten Sinne nachhaltig: „Pro erfolgreicher Projekteinreichung finanziert die LBS zehn neu gepflanzte Bäume – im Idealfall also 1.500 Bäume“, verspricht Jörg Münning. Teilnahmebedingungen unter www.lbs-vorausdenker.de

Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Hamburg (ots) Kinder und Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können sich ab sofort online anmelden

Unter dem Motto „Zufällig genial?“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, in der Wettbewerbsrunde 2022 spannende und innovative Forschungsprojekte zu präsentieren.

Jugend forscht Plakat 2022 / Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Jugend forscht ermutigt alle Jungforscherinnen und Jungforscher, sich der Herausforderung zu stellen, zu forschen und zu experimentieren, zu tüfteln und zu erfinden – und dem Zufall Raum zu geben. Für alle interessierten Kinder und Jugendlichen gilt: Wenn Du mitmachen willst, musst Du kein zweiter Thomas Edison sein, aber mit Neugier, Kreativität und auch Beharrlichkeit Dein Ziel verfolgen. Und vielleicht entsteht dabei ganz zufällig ein genialer Gedanke oder eine bahnbrechende Idee. Also, worauf wartest Du? Melde Dich an bei Jugend forscht 2022!

Am Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Stichtag für diese Vorgaben ist der 31. Dezember 2021. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Die Anmeldung für die neue Runde ist bis 30. November 2021 möglich. Bei Jugend forscht gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass sich die Fragestellung einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet sind zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts ausreichend. Im Januar 2022 müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2022. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

„Nach der erfolgreichen Online-Durchführung der 56. Runde von Jugend forscht/Schüler experimentieren freuen wir uns bereits heute auf die im kommenden Jahr hoffentlich im ganzen Bundesgebiet wieder in Präsenz stattfindenden Wettbewerbsveranstaltungen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Denn zur DNA unseres Wettbewerbs gehören sowohl die Präsentation der Forschungsprojekte live vor Ort als auch der direkte persönliche Austausch der Teilnehmenden untereinander wie auch mit Expertinnen und Experten sowie der interessierten Öffentlichkeit.“

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung sowie weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de.