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Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Hamburg (ots) Kinder und Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können sich ab sofort online anmelden

Unter dem Motto „Zufällig genial?“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, in der Wettbewerbsrunde 2022 spannende und innovative Forschungsprojekte zu präsentieren.

Jugend forscht Plakat 2022 / Jugend forscht: „Zufällig genial?“ – Auftakt zur 57. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Jugend forscht ermutigt alle Jungforscherinnen und Jungforscher, sich der Herausforderung zu stellen, zu forschen und zu experimentieren, zu tüfteln und zu erfinden – und dem Zufall Raum zu geben. Für alle interessierten Kinder und Jugendlichen gilt: Wenn Du mitmachen willst, musst Du kein zweiter Thomas Edison sein, aber mit Neugier, Kreativität und auch Beharrlichkeit Dein Ziel verfolgen. Und vielleicht entsteht dabei ganz zufällig ein genialer Gedanke oder eine bahnbrechende Idee. Also, worauf wartest Du? Melde Dich an bei Jugend forscht 2022!

Am Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Stichtag für diese Vorgaben ist der 31. Dezember 2021. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Die Anmeldung für die neue Runde ist bis 30. November 2021 möglich. Bei Jugend forscht gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass sich die Fragestellung einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet sind zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts ausreichend. Im Januar 2022 müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2022. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

„Nach der erfolgreichen Online-Durchführung der 56. Runde von Jugend forscht/Schüler experimentieren freuen wir uns bereits heute auf die im kommenden Jahr hoffentlich im ganzen Bundesgebiet wieder in Präsenz stattfindenden Wettbewerbsveranstaltungen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Denn zur DNA unseres Wettbewerbs gehören sowohl die Präsentation der Forschungsprojekte live vor Ort als auch der direkte persönliche Austausch der Teilnehmenden untereinander wie auch mit Expertinnen und Experten sowie der interessierten Öffentlichkeit.“

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung sowie weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de.

Vorstellung des neuen Biotech-Reports 2021: Innovationsmotor medizinische Biotechnologie in Deutschland

Berlin (ots) Marktanteil von Biopharmazeutika erreicht Spitzenwert – Beschäftigtenzahl wächst auf Rekord – Wettbewerb der Produktionsstandorte bleibt hart

Biopharmazeutika, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung, setzten 2020 neue Bestmarken im deutschen Markt: mit einem Umsatz von 14,6 Mrd. Euro (2019: 12,8 Mrd. Euro) und einem Marktanteil von 30,8 % (2019: 29,0 %). Die Belegschaften der Biopharmazeutika-Hersteller wuchsen um 5,4 % auf 44.600 Mitarbeitende. Dies sind Ergebnisse des heute veröffentlichten Branchenreports „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2021“ von der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag von vfa bio.

„Deutschland kann sich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten. Das zeigte sich im Pandemiejahr 2020 auf beeindruckende Weise bei der mRNA-Technologie und gilt auch insgesamt für die medizinische Biotechnologie“, kommentiert Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der Rentschler Biopharma SE.

Vorstellung des Biotech-Reports 2021 von vfa bio und Boston Consulting Group (BCG) am 29.06.2021 in Berlin. V.l.n.r.: Jens Machemehl (vfa Kommunikation), Dr. Jürgen Lücke (Senior Partner BCG, Studienautor), Dr. Sabine Sydow (Leiterin vfa bio) und Dr. Frank Mathias (Vorsitzender von vfa bio und CEO von Rentschler Biopharma).

„Bei der Produktion von Biopharmazeutika hat der Standort Deutschland einen wichtigen Anteil“, so Dr. Mathias weiter. „Von dieser Vielfalt und Stärke lebt die medizinische Biotechnologie in Deutschland – zum Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie für den Wirtschaftsstandort. Wir haben in Deutschland hervorragende Forschungseinrichtungen, hoch innovativ arbeitende Firmen, herausragende Unternehmerpersönlichkeiten unphard viele glänzend ausgebildete Fachkräfte. Davon brauchen wir aber noch mehr.“

Hoffnungsträger Antikörper

Vertieft geht der aktuelle Biotech-Report auf rekombinante Antikörper ein. Das sind biotechnologisch hergestellte Antikörper nach dem Vorbild der Natur oder auch ganz neue, so in der Natur nicht vorkommende Varianten. Sie ermöglichen wichtige innovative Therapien für Erkrankungen, die bisher nur unzureichend oder gar nicht behandelt werden können.

Ende 2020 waren bereits 82 Vertreter dieser Wirkstoffklasse in Deutschland zugelassen, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Mit 32 % aller zugelassenen Biopharmazeutika bilden Antikörper die wichtigste Gruppe und kommen in unterschiedlichsten medizinischen Gebieten zum Einsatz. Die Krebsmedizin steht dabei erneut auf Platz eins, gefolgt von Infektionsmedizin und Immunologie.

Rekombinante Antikörper sind der Wachstumsmotor für die medizinische Biotechnologie. Auch bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie leisten Antikörper ihren Beitrag. Und mit 65 % machen sie den Löwenanteil an der gesamten biopharmazeutischen Pipeline aus, die sich seit 2005 mehr als verdoppelt hat: von anfangs 256 Kandidaten in klinischer Entwicklung auf 657 Ende 2020. In dieser Pipeline befinden sich auch Entwicklungskandidaten für neue Impfstoffe und Gentherapeutika.

Internationaler Wettbewerb bleibt hart

„Europa nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Rund 165 Biopharmazeutika werden in Europa produziert – das liegt deutlich vor den USA mit 102. Diese Vielfalt zeigt sich auch in Deutschland – mit 44 hierzulande produzierten Biopharmazeutika“, sagt Studienautor Dr. Jürgen Lücke, Senior Partner bei BCG.

„Deutschland und Europa sind wichtige Produktionsstandorte für Innovationen – das sollte nicht gefährdet werden“, sagt Lücke und ergänzt: „Andere Länder holen auf oder ziehen sogar an uns vorbei. Lag Deutschland 2018 noch auf Platz drei bei den Gesamtkapazitäten, reicht es 2021 nur für Platz 5. Überholt haben uns die Schweiz und Irland. Auch China rückt näher (Platz 9). Andere Länder wie die USA oder Südkorea bleiben unerreicht. Daran ändert auch der Ausbau der Impfstoffkapazitäten nichts.“

Dazu Mathias: „Deutschland kann das in der Pandemie bewiesene Potenzial und die hochgekrempelten Ärmel nutzen und seine Stärken in Wissenschaft und Technologie im internationalen Wettbewerb ausspielen! Wenn die Politik will, dass künftig wieder mehr Medikamente hierzulande produziert werden, sollten das Hightech-Produkte wie Biopharmazeutika sein. Sie haben sich in der Corona-Pandemie als Trumpfkarte für Deutschland erwiesen

Der Biotech-Report 2021

Der Report analysiert die Aktivitäten aller Unternehmen in der medizinischen Biotechnologie in Deutschland und beleuchtet den Gesamtmarkt (Apotheken und Klinik) mit von IQVIA erhobenen Daten.

Er kann unter www.vfa-bio.de/publikationen als pdf heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden.

Studie „3M State of Science Index“: Vertrauen in die Wissenschaft wächst im Pandemie-Jahr

Neuss (ots) Geht es darum, Wege aus der COVID-19-Pandemie zu finden, setzen mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland ihre Hoffnung in die Wissenschaft. Gerade die junge Generation hat auch die Themen Klima und Umwelt im Fokus. Das sind einige der Ergebnisse des globalen „3M State of Science Index 2021“ (SOSI). Der SOSI, erstellt im Auftrag des Multitechnologieunternehmens 3M, untersucht seit vier Jahren, wie sich die Einstellung der Menschen weltweit zur Wissenschaft entwickelt. Die Daten für die aktuellen Ergebnisse wurden im Februar und März 2021 in einer repräsentativen Umfrage in 17 Ländern erhoben.

Studie „3M State of Science Index“: Vertrauen in die Wissenschaft wächst im Pandemie-Jahr / Hoffnung ist das zentrale Thema des diesjährigen 3M State of Science Index. Grafik: 3M /

„Wissenschaft gibt mir Hoffnung für die Zukunft“, dem stimmen in Deutschland 82% (global 89%) zu. Dass mit Wissenschaft positive Zukunftserwartungen verbunden sind, zeigt sich auch daran, dass 67% (global 87%) erwarten, dass das Jahr 2021 dank der Wissenschaft ein besseres Jahr wird als 2020. Ebenfalls 67% (global 79%) sind überzeugt, dass die Wissenschaft in den nächsten fünf Jahren ihr Leben verbessern wird. Dazu passt, dass in Deutschland 85% (global 91%) zustimmen, dass die Menschen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ratschlägen folgen sollten, um die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen. Und 59% (global 79%) erwarten, dass es dank der Wissenschaft möglich sein wird, im Jahr 2021 zu einem vergleichbar normalen Zustand wie vor der Pandemie zurückzukehren. Auffällig ist allerdings, dass Hoffnung und Optimismus in Verbindung mit Wissenschaft in Deutschland weniger verbreitet sind als in den meisten anderen Ländern.

Hoffnung basiert auf Vertrauen

Das Vertrauen in die Wissenschaft ist in Deutschland im Vergleich zur Pre-Pandemie-Befragung um 7 Prozentpunkte auf 85% (global 91%) gewachsen. Damit korreliert, dass 79% (global 85%) denken, dass die Missachtung von Wissenschaft negative Folgen für die Gesellschaft hat. Die Daten zeigen zudem einen – statistisch allerdings nicht relevanten – Anstieg der „Skeptiker“ von 29% bei der „Pandemic-Pulse“ Umfrage im Juli/August 2020 auf aktuell 31% (global 27%). Gleichzeitig bestätigen 77% (global 84%) der Befragten, dass sie eher geneigt sind, wissenschaftliche Inhalte zu glauben, wenn diese von Wissenschaftlern ausgesprochen werden. Nur geringe Glaubwürdigkeit genießen in Deutschland Politiker mit 22% (global 26%), Social Media 12% (global 24%) und Prominente mit 12% (global 19%).

MINT ist besonders wichtig für jüngere Generationen

Es braucht mehr Menschen, die eine Karriere in MINT-Fächern anstreben. Diese Meinung vertreten in Deutschland 84% (global 90%). Wissenschaftler und Mediziner waren da während der Corona Krise Vorbilder. Bei den Befragten aus den jungen Generationen in Deutschland (18-34 Jahre) sind 55% der Meinung, dass diese dazu inspirieren, MINT-Berufe zu ergreifen. Das Interesse an einer eigenen MINT-Karriere beträgt in dieser Altersgruppe 50%. Wie wichtig die jungen Menschen für die Zukunft der Wissenschaft sind, zeigen die Vergleiche mit den Durchschnittswerten in Deutschland: Nur 35% Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland (global 60%) wollen eine eigene MINT-Karriere anzustreben, nur 42% (global 62%) sehen Wissenschaftler als Inspiration für MINT-Karrieren.

Umweltthemen besonders wichtig für junge Menschen

Die Pandemie hat das eigene Bewusstsein für die Umwelt geschärft. Dem stimmen in Deutschland 58% (global 77%) zu. Und sogar 78% (global 84%) halten die Konzentration auf Nachhaltigkeit für den Schlüssel, um zu einer „Vor-Pandemie-Normalität“ zurückzukehren. Zu den größten Herausforderungen, von denen sich die Menschen Lösungen von der Wissenschaft erhoffen, zählen der Klimawandel mit 54% (global 47%) und Plastikmüll in den Meeren mit 53% (global 41%). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Befragten im Alter von 18-34 Jahren (65%) eher geneigt zu sagen, dass der Klimawandel ihnen Sorge bereitet als die Generation 51+ (55%). Für das hohe Vertrauen in die Wissenschaft spricht, dass 81% (global 89%) meinen, dass die Menschen dem Rat der Wissenschaft folgen sollten, um die Welt nachhaltiger zu machen.

Verantwortung teilen

Auch der private Sektor steht in der Verantwortung für die Zukunft. Die drei wichtigsten Aufgaben, denen sich Unternehmen widmen sollen, liegen dabei in der Bewertung fast gleichauf: die Vorbereitung auf künftige Pandemien mit 58% (global 55%), Investitionen gegen den Klimawandel mit 55% (global 46%) und die Zusammenarbeit mit Regierungen zur Lösung globaler Probleme mit 54% (global 51%). Dass Investitionen im wissenschaftlichen Bereich ihr Land stärken, meinen in Deutschland 88% (global 91%). Und 76% (global 85%) sind der Meinung, dass die Wissenschaft politische Entscheidungen unterstützen sollte.

Über den State of Science Index

Der „State of Science Index“ (SOSI) ist eine repräsentative Umfrage, die seit 2018 im Auftrag von 3M durchgeführt wird. Im Fokus steht die Frage, wie die Einstellungen zum Thema Wissenschaft bei der allgemeinen Bevölkerung sind und wie sich diese entwickeln. Anfangs waren 10 Länder involviert, aktuell sind es 17 Länder.

Web: mmm.com

Patienten profitieren, wenn moderne Arzneimittel in Deutschland erforscht und produziert werden

Frankfurt/Main (ots) Wenn moderne Standorte von Gesundheitsunternehmen mit Forschung und Produktion in Deutschland angesiedelt sind, profitieren davon sowohl das Gesundheitssystem als auch die Patienten hierzulande. So sieht es eine deutliche Mehrheit (84 Prozent) der Menschen in Deutschland.

Im Sanofi Gesundheitstrend Q2/2021 wurden 1.000 Menschen in Deutschland gefragt: „Was denken Sie müssen moderne Standorte von Gesundheitsunternehmen erfüllen?“ und „Was trifft Ihrer Meinung nach auf moderne Arzneimittel wie Biologika zu?“

Ähnlich viele (85 Prozent) sind der Meinung, dass eine gute Vernetzung von Forschung, Produktion und Vertrieb an einem Standort vorteilhaft ist. Das sind Ergebnisse des Sanofi Gesundheitstrends, der aktuell untersucht, welche Anforderungen die Menschen in Deutschland an moderne Standorte eines Gesundheitsunternehmens haben und wie sie moderne Arzneimittel definieren. Dafür fragt das Meinungsforschungsinstitut NielsenIQ im Auftrag von Sanofi jedes Quartal repräsentativ etwa 1.000 Menschen in Deutschland zu einem Schwerpunktthema und zu ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden allgemein.

Der innovative Sanofi BioCampus in Frankfurt vernetzt Experten und Infrastrukturen. Er ist einer der größten integrierten Standorte des weltweit tätigen Gesundheitsunternehmens, in dem von der frühen Erkenntnis bis zum fertigen Produkt für die Patienten alles zusammengeführt ist. Hier kommt modernen Arzneimitteln wie Biologika eine große Bedeutung zu. Insgesamt sind bei Sanofi derzeit 80 Arzneimittel- und Impfstoffkandidaten in der Entwicklungspipeline. Mehr als zwei Drittel davon sind Biologika.

Schon bei der Forschung an die Produktion denken

Moderne Biologika wie Antikörper, Proteine oder Enzyme spielen in der heutigen Medizin grundsätzlich eine immer bedeutendere Rolle. Eingesetzt werden Biologika beispielsweise in der Krebsbehandlung. Es sind große Moleküle, oft 200 bis 1.000-mal so groß wie „klassische“ kleine Moleküle in chemisch hergestellten Medikamenten, und können deshalb nicht als Tablette verabreicht werden. Auch eine Aufnahme als Creme ist nicht möglich, sodass der Wirkstoff oft gespritzt wird. Lediglich jeder zweite Befragte (49 Prozent) des Sanofi Gesundheitstrends weiß das. Einem Drittel (33 Prozent) der Menschen hierzulande ist dabei nicht bewusst, dass bereits bei der Entwicklung solch moderner biotechnologischer Arzneimittel eine Applikationshilfe wie etwa eine Spritze oder ein Pen frühzeitig mit entwickelt werden muss.

Im Gegensatz zu den bisher meist üblichen „Chemicals“ oder auch „Small Molecules“ sind Biologika in ihrer Molekülstruktur deutlich komplexer und gegenüber Umwelteinflüssen empfindlicher. Nicht zuletzt deshalb sind Entwicklung und Produktion dieser modernen Arzneimittel anspruchsvoller als bei einer Tablette. Auch dieser Aspekt ist etwa einem Drittel (32 Prozent) der Menschen in Deutschland nicht bewusst. Die Mehrheit (82 Prozent) ist sich aber sicher, dass es Experten, innovative Technik und die Digitalisierung braucht, um die modernen Medikamente zu erforschen und herzustellen. Gerade diese Mühe lohnt sich für die Patienten, denn biotechnologisch hergestellte Arzneimittel ermöglichen oftmals eine gezieltere Behandlung.

Menschen hierzulande erachten einen vernetzten Standort in Deutschland als vorteilhaft

Um auch mit Biologika Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen zu unterstützen, überführen die Mitarbeitenden von Sanofi wissenschaftliche Innovationen in medizinischen Fortschritt. Laut 84 Prozent der Menschen in Deutschland profitieren hierzulande das Gesundheitssystem als auch die Patienten, wenn moderne Standorte für Forschung und Produktion von Gesundheitsunternehmen in Deutschland angesiedelt sind. Darüber hinaus ist den Befragten des Sanofi Gesundheitstrends besonders wichtig, dass die Forschung des Standorts bestens vernetzt ist, sowohl innerhalb als auch außerhalb. 85 Prozent erachten eine gute Vernetzung von Forschung, Produktion und Vertrieb an einem Standort als vorteilhaft. Ebenfalls 85 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ein moderner Standort gut mit Universitäten und weiteren Forschungsinstitutionen vernetzt sein muss.

Sanofi BioCampus: interne und externe Vernetzung der Forschung und Entwicklung

Auf lange Sicht sind nur solche Standorte zukunftsfähig, die Kontakte und Übergänge von der Forschung zur Entwicklung bis hin zur Anwendung fördern. Diese Vernetzung unterschiedlicher Experten und Infrastrukturen ist auf dem BioCampus von Sanofi in Frankfurt gegeben. Er ist einer der größten integrierten Standorte, in dem von der frühen Erkenntnis bis zum fertigen Produkt für die Patienten alles zusammengeführt ist. Zusammen machen Mensch und Technik aus Ideen Innovationen und Produkte.

Doch nicht nur innerhalb des BioCampus setzt Sanofi auf Vernetzung und Kollaboration. Auch über die Grenzen des Frankfurter Industrieparks und aller Sanofi-Forschungsstandorte hinaus findet ein beständiger Wissensaustausch statt. Dazu zählen über 30 Kooperationen und strategische Partnerschaften mit nationalen und internationalen Institutionen, Unternehmen oder akademischen Organisationen. Eine Brücke zwischen akademischer Forschung und der Entwicklung neuer Medikamente bilden zudem Programme wie die Sanofi Innovation Awards (iAwards). In dem multiinstitutionellen akademischen Partnerschaftsprogramm werden Projekte mit renommierten akademischen Einrichtungen unter anderem in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gefördert, um neue wissenschaftliche Ansätze in die klinische Forschung und somit schneller zum Patienten zu bringen. „Kooperationen zwischen Universitäten, kleinen und großen Unternehmen sowie die Mitwirkung von Behörden können große Hebelwirkung entfalten und wechselseitig Nutzen stiften: Während Universitäten und Startups häufig als Brutstätte für innovative Ideen fungieren, braucht es die großen Gesundheitsunternehmen für die klinische Entwicklung und Produktion“, so Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung bei Sanofi in Deutschland. „Das Ziel dabei muss immer der Patient sein: Eine Innovation, die nicht zu den Patienten gelangt, ist letztlich keine Innovation, sondern ein bloßer Erkenntnisgewinn.“

Integrierter Standort mit innovativer Technik für pharmazeutischen Fortschritt

Um einen modernen Standort voranzubringen, erachten 84 Prozent der Menschen in Deutschland laut Sanofi Gesundheitstrend die Digitalisierung und moderne Technik als Erfolgstreiber. Beispielsweise versuchen die Forscher in Frankfurt mit Hilfe modernster Technik, die Eigenschaften mehrerer Antikörper, von denen jeder ganz spezifische Eigenschaften hat, effektiv miteinander zu kombinieren. So lassen sich theoretisch Hunderttausende neuer multispezifischer Antikörper bauen.

Während man sich vor noch nicht allzu langer Zeit wegen des hohen Aufwands auf 30 bis 50 möglichst aussichtsreiche Kandidaten beschränken musste, ermöglichen es heute neue Roboteranlagen und Datenmaschinen am BioCampus in Frankfurt Höchst bis zu 10.000 Kandidaten parallel zu testen. Damit sind nicht nur die Erfolgschancen deutlich höher, einen geeigneten Wirkstoff zu finden. Es entstehen auch große und informationsreiche Datensätze, die sich wiederum mit Hilfe Künstlicher Intelligenz auswerten lassen. Dadurch ist es möglich, aus der großen Datenflut zu lernen und Prinzipien für die Entwicklung noch besserer Wirkstoffe abzuleiten. Sind erfolgversprechende Wirkstoffe gefunden, erfordert die Biologika-Entwicklung im nächsten Schritt frühzeitige Überlegungen zu der biotechnologischen Herstellung mit Hilfe lebender Zellen, Bakterien oder Hefen sowie zur Formulierung und Darreichungsform.

Der Entwicklungs- und Herstellungsprozess für diese innovativen Medikamente ist aufwändig und interdisziplinär. Dazu braucht es die Fachkenntnis vieler Experten und die passende Infrastruktur. Der in Frankfurt gelebte Plattformgedanke ermöglicht es, innerhalb einer Anlage sowohl Biologika für die klinische Entwicklung als auch nach der Zulassung für den Markt zu produzieren. Neben der schnellen Realisierung bietet der BioCampus von Sanofi so auch die Möglichkeit, zukünftige Produktionsbedingungen bereits in der frühen Forschung zu berücksichtigen. 81 Prozent der Menschen hierzulande schreiben für Standorte dieser Fähigkeit eine besondere Relevanz zu.

Der Sanofi Gesundheitstrend

Gesundheit beschäftigt uns ein Leben lang, mit allen Höhen und Tiefen und allen Herausforderungen. Sie können groß oder klein sein, lebenslang oder akut – für jeden, jederzeit und überall. Sanofi ist ein lebenslanger Begleiter in Gesundheitsfragen. Mit Leidenschaft arbeiten über 100.000 Beschäftigte weltweit und mehr als 9.000 Mitarbeitende in Deutschland jeden Tag daran, die Gesundheitsprobleme der Menschen weltweit zu verstehen und Lösungen zu finden. Dabei ist eine Frage wichtig, die im Sanofi Gesundheitstrend regelmäßig abgefragt wird: „Wie geht es Ihnen?“. Sanofi möchte mit seinen Gesundheitslösungen dabei helfen, positiv darauf zu antworten.

In der aktuellen Befragungswelle fühlen sich 46 Prozent der Menschen hierzulande wohl. Das sind 5 Prozentpunkte weniger als noch im Vergleichszeitraum vor einem Jahr und damit in der Hochphase der Corona-Pandemie. Die jungen Befragten zwischen 18 und 39 Jahren sind zufriedener als ältere: 58 Prozent vs. 40 Prozent. Dabei ist beim gesundheitlichen Wohlbefinden ein signifikanter Unterschied zwischen Menschen in der Gesundheitsbranche und allen anderen Befragten: 58 vs. 43 Prozent. In den regelmäßigen Befragungswellen werden darüber hinaus Schwerpunktthemen beleuchtet. Ende April 2021 lag der Fokus auf den Anforderungen der Menschen in Deutschland an moderne Standorte eines Gesundheitsunternehmens und wie sie moderne Arzneimittel definieren.

Referenz

NielsenIQ Sanofi Gesundheitstrend Q2/2021, April 2021, Online-Befragung, n=1.000

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweites biopharmazeutisches Unternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Mit unseren Impfstoffen beugen wir Erkrankungen vor. Mit innovativen Arzneimitteln lindern wir ihre Schmerzen und Leiden. Wir kümmern uns gleichermaßen um Menschen mit seltenen Erkrankungen wie um Millionen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in 90 Ländern weltweit und mehr als 9.000 Mitarbeitenden in Deutschland übersetzen wir wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt.

Web: sanofi.com

Weltbeste Startups für die zukunftsweisende Stadt mit dem Future Hamburg Award ausgezeichnet

Hamburg (ots) Der Future Hamburg Award 2021 wurde im Rahmen des digitalen International Innovation Day von Plug-and-Play Hamburg am 10. Juni 2021 verliehen.

Future Hamburg Award 2021 winners Breeze (1st place), traceless materials (2nd place)and infinity mobility (3rd place)with the award trophies(Credit: Hamburg Marketing / Stefan Groenveld)

Die Startups „Breeze Technologies“, „traceless materials“ und „Infinite Mobility“ wurden mit Hamburgs internationalem Startup-Award ausgezeichnet. Mit ihren smarten Lösungen für die nachhaltige Stadt von morgen überzeugten die Startups aus Norwegen und Deutschland die Expertenjury. Die drei zukunftsweisenden Unternehmen werden zu einem maßgeschneiderten Programm durch Hamburg‘s Startup Unit in die Hansestadt eingeladen. Als Erstplatzierter nimmt Breeze Technologies am internationalen Accelerator-Programm von Plug-and-Play im Silicon Valley teil. Nachwuchsunternehmen aus 15 Nationen hatten sich beworben. Die Teams von KONVOI und Blue Atlas Robotics erhielten Bonuspreise durch den Award-Partner homePORT.

Gewinner des Future Hamburg Award 2021:

Arne Lotze from the Hamburg Startup-Unit and Livia Toth from Plug and Play Tech Center Hamburg announce the startup Breeze as winner for the first price of the Future Hamburg Award 2021 (Credit: Hamburg Marketing / Stefan Groenveld)

1. Platz: Breeze Technologies, Deutschland

Das Startup mit Sitz in Hamburg und Kopenhagen zählt bereits heute zu den Technologieführern für Luftqualitätssensoren, -daten und -analysen. Die Sensoren von Breeze bieten eine flächendeckende Überwachung der Luftqualität in Echtzeit; egal ob in Geschäftsräumen oder im städtischen Umfeld. www.breeze-technologies.de

2. Platz: traceless materials, Deutschland

Das Bioökonomie-Startup traceless materials hat einen umweltfreundlichen Ersatz für Plastik entwickelt und leistet somit einen Beitrag zur Lösung der globalen Plastikverschmutzung. Die Technologie ermöglicht, aus Nebenprodukten der Agrarindustrie lagerstabile Folien, feste Materialien sowie hauchdünne Beschichtungen herzustellen, die vollständig kompostierbar sind. www.traceless.eu

3. Platz: Infinite Mobility, Norwegen

Infinite Mobility entwickelt leichte, mit Solarenergie betriebene Fahrzeuge für die städtische Mobilität und könnte die innerstädtische Mobilität revolutionieren. Das Unternehmen will zu den UN Nachhaltigkeitszielen (SDG) sowie zur Nachhaltigkeit von Städten beitragen, indem das Design des Solar-Tuk-Tuks kostengünstig, sicher und platzsparend ist. www.infinite-m.no

Die Stadt Hamburg vergibt den Future Hamburg Award über die Hamburg Marketing GmbH seit 2019 zum zweiten Mal. Als internationales Zentrum für die Mobilität der Zukunft findet in Hamburg im Herbst der ITS Weltkongress 2021 statt. Hamburgs Metropolregion stellt sich zudem als zukunftsweisender Standort für grünen Wasserstoff im Herzen Europas vor. Als Nordeuropas wichtigste Handelsmetropole und zweitgrößte Stadt Deutschlands ist Hamburg mit rund 1,8 Millionen Einwohnern der ideale Ort, um neue Märkte mit innovativen Ideen zu erschließen.

Mehr Informationen unter: https://future.hamburg/award.

Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung und VDE planen Aufbau eines „AI Quality & Testing Hubs“

Ziel des bundesweit ersten Pilotprojekts: KI-Systeme auf den Prüfstand stellen

Wiesbaden / Frankfurt am Main (ots) Der Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung und der VDE haben heute in einer virtuellen Pressekonferenz den Aufbau des bundesweit ersten „AI Quality & Testing Hub“ verkündet. Hierzu unterzeichneten Prof. Dr. Kristina Sinemus, Digitalministerin des Landes Hessen, und Prof. Dr. Armin Schnettler, Präsident des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.), eine gemeinsame Erklärung. Ziel der Initiative ist es, die Qualität von KI-Systemen zu fördern und nachweisbar zu machen.

„Der VDE bringt mit seinen Fachgesellschaften seine Expertise in der Wissenschaft, mit der von ihm getragenen DKE in der internationalen Normung und mit dem VDE Institut über 100 Jahre Know-how in der Zertifizierung in die Gestaltung des AI Quality & Testing Hubs ein. Auf politischer Ebene ist der VDE als neutraler Berater der KI-Enquetekommission geschätzt und treibt unter anderem Frameworks und Standards für das Lebenszyklusmanagement kognitiver Systeme sowie die nationale KI-Normungsroadmap voran,“ sagte VDE Präsident Prof. Dr. Armin Schnettler zur Gründung eines AI Quality & Testing Hub.

Gleichzeitig soll das Markenzeichen „KI made in Hessen“ gestärkt werden. Im Hub werden daher Forschung und Entwicklung sowie Normung und Zertifizierung unter einem Dach vereint, um KI-Systeme auf den Prüfstand zu stellen. Dem VDE kommt hier die wichtige Rolle zu, in einem sektorübergreifenden Ansatz Prüfherausforderungen zu lösen, um die Qualität von KI-Systemen nachweisen zu können.

Künstliche Intelligenz, Hessen und der VDE

Hessen bietet die Infrastruktur und das Potenzial, zum Zentrum der Qualitätsprüfung von KI zu werden, denn das Bundesland hat bereits eine weit entwickelte KI-Landschaft und bietet ein lebendiges KI-Ökosystem für wissenschaftliche Einrichtungen, Start-ups und KMU. Nicht zuletzt sind mit dem Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) und dem Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) bereits wichtige strategische Strukturen in Hessen entstanden. Das Land Hessen investiert hier bis zum Jahr 2024 über 45 Millionen Euro.

Auch der VDE verfügt im Bereich KI eine nachweisliche Expertise etwa in der Normung sowie der Wissenschaft mit seinen renommierten Fachgesellschaften. So stellt der VDE mit seiner von ihm getragenen Normungsorganisation DKE beispielsweise den Vorsitz der europäischen Normungsorganisation CEN-CENELEC AI Focus Group, die die Grundlagen der europäischen Normung und Standardisierung zu KI erarbeitet. Ferner den der internationalen IEC SEG10, die auf internationaler Ebene Grundlagen für die Normung der Ethik von KI und autonomen Systemen entwickelt. Auf nationaler Ebene entwickelt die DKE unter anderem Frameworks und Standards für das Lebenszyklusmanagement kognitiver Systeme sowie die praktische Umsetzung von KI-Ethik. Das VDE Institut in Offenbach ist eine weltweit anerkannte Institution für die Prüfung und Zertifizierung der Qualität und Sicherheit technologisch zukunftsträchtiger Produkte.

Die vier Säulen des AI Quality & Testing Hub

1. Testen & Prüfen gehören zu den Kernaufgaben des VDE. Neben verschiedenen Test- und Simulationsumgebungen sowie Prüflaboren gehört auch das Erforschen und ständige Weiterentwickeln der fachlichen Grundlagen dazu, die für Eigenschaften wie Auditierbarkeit, Nachverfolgbarkeit, Robustheit und Sicherheit erforderlich sind. 
2. Regulatorik umfasst die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI-Experimentierräume. Hier sollen KI-Anwendungen unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden, um so deren Weg in die Praxis vorzubereiten. Nicht zuletzt sollen die Grundlagen für Konformitätsbewertungen geschaffen werden. 
3. Kompetenzen Wissensaustausch und -transfer zwischen Wissenschaft und Aufsichtsbehörden sowie der Aufbau von KI-Qualitätskompetenz bei Kunden und Betreibern in Wirtschaft und Verwaltung durch vielfältige Formate, etwa die Bildung übergreifender Netzwerke von Expertinnen und Experten, soll forciert werden. 
4. Change spiegelt den transformativen Charakter von KI wider und umfasst die Unterstützung von Unternehmen ebenso wie Veranstaltungen, Kommunikationsmaßnahmen und Showrooms rund um das Thema KI-Qualität.  

Alle vier Säulen beruhen letztlich auf der Neu- oder Weiterentwicklung geeigneter Standards auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Mehr Infos zu KI.

Über den VDE:

Der VDE, eine der größten Technologie-Organisationen Europas, steht seit mehr als 125 Jahren für Innovation und technologischen Fortschritt. Als einzige Organisation weltweit vereint der VDE dabei Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach. Das VDE Zeichen gilt seit 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz. Wir setzen uns ein für die Forschungs- und Nachwuchsförderung und für das lebenslange Lernen mit Weiterbildungsangeboten „on the job“. 2.000 Mitarbeiter an über 60 Standorten weltweit, mehr als 100.000 ehrenamtliche Experten und rund 1.500 Unternehmen gestalten im Netzwerk VDE eine lebenswerte Zukunft: vernetzt, digital, elektrisch. Wir gestalten die e-diale Zukunft.

Hauptsitz des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main. Mehr Informationen unter www.vde.com.

Start frei für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht

Gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Science Center experimenta in Heilbronn

Heilbronn/Hamburg (ots) Online-Bundesfinale mit Deutschlands besten MINT-Talenten

Auftakt zum 56. Bundesfinale von Jugend forscht: Das Gipfeltreffen von Deutschlands besten Jungforscherinnen und Jungforschern findet aus Gründen des Infektionsschutzes erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs online statt. Bis Sonntag, 30. Mai, treten 169 junge Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit insgesamt 113 Forschungsprojekten in den wissenschaftlichen Wettstreit. Sie alle haben sich als Landessiegerinnen und Landessieger für das diesjährige Bundesfinale qualifiziert.

Start frei für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht: 169 Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren online 113 innovative Forschungsprojekte. Mit dabei sind Elisabeth Nitz (15) aus Erfurt und Tobias Neidhart (18) aus Konstanz. Die Siegerinnen, Sieger und Platzierten werden am Sonntag, 30. Mai, geehrt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und weitere Ehrengäste nehmen online an der Preisverleihung teil.

„Allen Finalistinnen und Finalisten der Wettbewerbsrunde 2021 gratuliere ich herzlich zu ihrem tollen Erfolg! Sie haben bewiesen, was für ein großes kreatives Potenzial in ihnen steckt. Ihre innovativen Ideen und Ziele haben sie beharrlich verfolgt und gezeigt, dass sie herausfordernde Situationen als Chance wahrnehmen“, sagte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V. „Ich freue mich, dass Jugend forscht mit dem Motto der diesjährigen Wettbewerbsrunde ‚Lass Zukunft da.‘ Aufgaben in den Blick nimmt, die über die aktuelle Krise hinausweisen. Wir brauchen den Mut und Forschergeist von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht nur in Zeiten der Coronapandemie, sondern auch bei der Bewältigung langfristiger globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel.“

Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta gGmbH und Bundespatenbeauftragter, sowie Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. und Bundeswettbewerbsleiter, alle Teilnehmenden und Jurymitglieder zum Online-Bundesfinale 2021. „Forschung treibt uns an und gibt der Gesellschaft der Zukunft ein Fundament, um neuen Herausforderungen gewachsen zu sein. Mit Wissen, Kreativität und Methodenkenntnis lassen sich Fragestellungen innovativ angehen und lösen – nicht nur bei Jugend forscht. Das große Engagement von Deutschlands talentiertesten Nachwuchsforscherinnen und -forschern beeindruckt mich und ich freue mich auf ein spannendes Bundesfinale“, erklärte Hansch.

Beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb präsentieren die Teilnehmenden ihre Projekte in sieben Fachgebieten: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Zu den Finalistinnen und Finalisten gehört Elisabeth Nitz (15) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt im Fachgebiet Biologie. Sie fand mittels mikroskopischer Aufnahmen heraus, dass der Pilz in der Flechte Xanthoria parietina unter besonders kurzwelligem UV-Licht den gelben Farbstoff Parietin produziert. Dieser kann bei starker Sonneneinstrahlung überschüssige Wärme absorbieren und die Energie in Form von Fluoreszenz ableiten, sodass die Flechte keinen Schaden nimmt. Beim Bundeswettbewerb tritt auch Tobias Neidhart (18) von der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltungim Fachgebiet Technik an. Er beschleunigte einen speziellen Typ 3-D-Drucker, bei dem zähflüssiges Harz mit UV-Licht belichtet wird. Das Gerät bestückte er mit einem Ultraschallsender, der das Kunstharz erwärmt, das so schneller aushärtet. Dadurch nimmt die Geschwindigkeit des 3-D-Druckvorgangs um das Fünffache zu. Die beiden MINT-Talente stellen ihre Projekte stellvertretend für alle Teilnehmenden heute online bei der Auftakt-Pressekonferenz vor.

Am Samstag, 29. Mai, ab 19 Uhr werden bei der Online-Sonderpreisverleihung knapp 50 hochwertige Geld- und Sachpreise für besondere Forschungsleistungen verliehen. Höhepunkt des 56. Bundesfinales ist die Online-Siegerehrung mit Bekanntgabe der Siegerinnen, Sieger und Platzierten am Sonntag, 30. Mai, ab 11 Uhr. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und weitere Ehrengäste nehmen online an der Veranstaltung teil.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien können sich an allen Finaltagen über die herausragenden Leistungen des talentierten Forschungsnachwuchses informieren. Kurzbeschreibungen aller Projekte, Porträtfotos, Videos und weiterführende Informationen gibt es unter https://jufo-buwe-event.experimenta.science/.

Stiftung Jugend forscht e. V.

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb und eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Bundesweit führt Jugend forscht jedes Jahr 120 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Jugend forscht richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Runde werden Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben. Das Jugend forscht Netzwerk mit rund 250 Partnern ist die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5 000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuende und Wettbewerbsleitungen, über 3 000 Fach- und Hochschullehrkräfte sowie Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys.

Gesundheitsminister Jens Spahn besucht die Serumwerk Bernburg AG

✔ Themen in diesem Video: Mit seinem Besuch würdigte er das engagierte Wirken des traditionsreichen, weltweit agierenden mittelständischen Pharmaunternehmens und wollte sich gleichzeitig über dessen Leistungs- und Produktionsspektrum und die für die kommenden Jahre geplante Entwicklung informieren.

Mehr dazu sehen: https://bit.ly/3yEqQTO Diese Tatsache bewegte Herrn Spahn zum Besuch der Serumwerk Bernburg AG. Gibt es doch seit einiger Zeit eine Diskussion darüber, API-Produktionen aus Fernost nach Europa zurückzuholen oder zumindest in Europa zu halten und auszubauen, wenn bereits vorhanden. BBGLIVE bietet eine Vielzahl an 10 Jahren Regionalgeschichte aus Bernburg und dem Salzlandkreis. ✔ Social Media:
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Umkehrosmose Wasserfilter für Outdoor, Wohnmobil, Camping

BlueandClear hat sich zum Platzhirsch der Wasserfiltersysteme entwickelt

Magdeburg (ots) Dass das Leitungswasser in der Bundesrepublik hygienisch wie auch von bester Qualität ist ist, von dieser Tatsache geht die Gesamtheit aus, bekanntlich gibt es eine Behörde, die regelmäßig die Qualität testet. Doch verschiedene markante Einzelheiten fallen im Zuge dessen auf, von jenen kaum jemand weiß. Liest man sich durch, wie es wahrhaft um die Güte steht, so wirkt es gar nicht mehr so weit hergeholt, sein Trinkwasser zu filtern.

Umkehrosmose Wasserfilter für Outdoor, Wohnmobil, Camping – BlueandClear hat sich zum Platzhirsch der Wasserfiltersysteme entwickelt

Vor allem wenn Sie auf der Recherche nach „Umkehrosmose Wasserfilter für Outdoor, Wohnmobil, Camping“ sind, haben Sie mit der MAG GmbH aus Magedeburg und ihren hervorragenden Systemen zur Wasserfilterung den besten Anbieter gefunden.

Seit 1980 wurde die Grenzmarke für elektrische Leitfähigkeit im Trinkwasser fast um das Zehnfache angehoben. Dies war unvermeidlich, angesichts der Tatsache, dass selbige fortwährend zunimmt und ohne Erhöhung des Grenzwertes von den Behörden, müssten diese zugeben, dass die sehr gute Qualität nicht mehr gewährleistet ist. Pures Trinkwasser ohne Fremdstoffe ist prinzipiell nicht leitfähig, somit zeigt die höhere Konduktivität, dass die Dichte an Fremdstoffen zunimmt. Dabei hat ein niedriger Wert von Mikrosiemens eine sehr gute entschlackende Wirkungsweise, ab einem Wert von 168 verfällt diese jedoch. Liegt dieser Wert deutlich darüber, ist die Auswirkung stark belastend. Der gegenwärtige Grenzwert liegt aber bei 2500.

Die Möglichkeiten unserer Wasserwerke sind limitiert, so verbleiben Stoffe wie Uran, Pestizide, Hormone, Nitrate, Nitrite etc. im Trinkwasser zurück, wodurch wir selbige unwissentlich aufnehmen.

Zudem wird die Qualität des Trinkwassers gleich in den Wasserwerken überprüft, kaum unmittelbar an unserem Wasserhahn. Aber auf der Wegstrecke, den das Wasser noch absolvieren muss, können Stoffe aus den Wasserleitungen, die z. T. aus Kupfer, Kunststoff, Eisen und sogar Asbestzement bestehen, in das Trinkwasser kommen. Kommen Teile jener allgemein sogenannten „Schwermetalle“ in unseren menschlichen Körper, könnten ebendiese sich an Enzymen anlagern und jene dadurch zerstören.

Noch eine Belastung der Trinkwasserqualität stellen Verkeimungen dar. Benutzt man die Wasserleitungen für eine gewisse Dauer nicht, wie das bei Gäste-Klos der Fall sein kann, entwickeln sich Keime und verschmutzen so das Trinkwasser. Aus diesem Grund sind hygienische und reinliche Konzepte gesucht.

Im Grunde benutzen nahezu alle Geräte zur Filtration von Trinkwasser die Wirkung der Umkehrosmose. Dass dies Vorgehen seine Nutzeffekte hat, kann man nicht verleugnen, um Trinkwasser zu filtriren, kommt man kaum drumrum. Dabei wird Rohwasser mit Hilfe einer emipermeablen (halbdurchlässigen) Membran gefiltert. Während Stoffe wie Uran, Nitrat, Pestizide, Hormone und mehrere andere nicht durch den Filter gelangen, gelangen die Wassermoleküle durch und als Ergebnis ergibt sich reines Trinkwasser. Unterdies ergibt sich dessen ungeachtet eine Problematik bei einer Vielzahl der gewöhnlichen Filtersysteme. Meist wird die Hygiene und somit die Verkeimung des Systems unbeachtet gelassen. Schon durch den Leitungswasseranschluss gelangen rund einhundert Kolonien pro Milliliter in das Wasser. Genau das ist eine natürliche Keimbelastung, welche allein mit der Wasserleitung in Verbindung steht. Zusätzlich sind die Systeme meist unmittelbar an das Abflussrohr montiert, weshalb eine Rückverkeimung vorprogrammiert ist. Hierbei gelangen die Keime aus dem Abwasseranschluss in das Umkehrosmosesystem. Mitunter wird dann der Entnahmehahn des Permeates zur Quelle der Verkeimung. Rasch wird das Wasserfiltersystem zu einer reinen Bakterienzuchtmaschine, gesetzt den Fall, dass man die Hygiene unbeachtet lässt. Ist das Wasser nicht desinfiziert, kann sich ein Biofilm entwickeln und die Membrane verkeimen. Auslöser ist meistens, dass Membranen über viele Jahre hindurch in Verwendung sind, ohne gewechselt zu werden. So kann das ganze System voller Keime sowie Bakterien sein, welche dann in das neu aufbereitete Trinkwasser kommen. Auch beim Wechsel der Filterkartuschen muss man auf hygienische Sicherheit achten, dadurch, dass es schnell und ohne Berührung ablaufen kann. Hygiene ist bei herkömmlichen Geräten das Thema, das häufig kaum beachtet wird.

Wie zuvor angesprochen, ist die Umkehrosmose bei der Trinkwasseraufbereitung nicht wegzudenken. Zumal hierbei doch in der Regel die Hygiene nicht hinreichend ist, haben die Entwickler der MAG GmbH eine Lösung gefunden, die auch in weiteren Gebieten angewandt wird, wo annähernd 100%-ige Freiheit von Keimen notwendig ist.

Setzt man bei dem System zur Wasserfilterung eine Hohlfasermembran ein, ist jene geforderte Keimfreiheit so gut wie erreicht. Hier soll als 1. und finale Filterstufe eine sogenannte „Keimsperre“ eingesetzt werden, um Trinkwasser bester Qualität zu gewährleisten. Dadurch werden Verkeimungen vermieden und die Hygiene gewährleistet.

Hierbei gilt es ebenso darauf zu achten, eine retrograde Rückverkeimung zu vermeiden, deshalb wird als Rückverkeimungsschutz ein Mikrofeldgewebe benutzt.

Säubert man dann die Filter, sollte man ein dafür adäquates Mittel zur Desinfektion einsetzen, sollte aber stets darauf acht geben, keineswegs mit dem Innenleben des Systems in Hautkontakt zu gelangen, um diese keimfrei zu halten. Ein schneller und unkomplizierter Austausch des Innenlebens unterbindet Berührungen und folglich weitere Verkeimungen.

Einsatzgebiete:

>Familienhaushalte: Die klassischen Einsatzbereiche von Wasserfiltersystemen sind private Haushalte. Bei dieser Verwendung gilt es, die Umkehrosmosemembran optimal vor Verkeimungen zu schützen. Ebenso wird in diesem Zusammenhang das Abwasser der Systeme ohne Kontakt zur Abwasserleitung entsorgt, um Hygiene zu gewährleisten.

Des Weiteren ist zu beachten, dass die Filtertechnik MADE IN EUROPE und die Systemtechnik sogar MADE IN GERMANY ist!

>Heilberufe: Im Bererich der Heilberufe reicht reinliches und reines Trinkwasser häufig nicht aus. Vitalisiertes, lebendiges und energetisiertes Wasser soll bei den Prozessen der Heilung hilfe leisten. So besteht die Möglichkeit zum regulären Filtersystem auch noch einen Trinkwassersprudler zu montieren.

>Staatliche Einrichtungen: Vom Prinzip her haben öffentliche Gebäude das gleiche System wie private Haushalte. Trotzdem wird empfohlen, zusätzlich eine UV Strahlungsquelle zu nutzen, um Rückverkeimungen an sensiblen Orten wie Krankenhäusern zu vermeiden.

>Mobil: Auch hierbei wird das Trinkwasser durch Hohlfasermembrane gefiltert. Hierbei ist aber auch zu beachten, einen Wassertank aus Edelstahl oder besonderem Kunststoff zu nutzen, um Verkeimungen zu unterbinden. Bevor das gefilterte Wasser dann eingefüllt wird, sollte der Wassertank desinfiziert werden. Insbesondere die öfters minderwertige Wasserqualität in südlichen Regionen, ist für viele Camper und Touristen mit Wohnmobil ein Problem. Mittels der Wasserfiltersysteme der MAG GmbH lässt sich auch im Süden hygienisch einwandfreies Wasser produzieren.

Mehr Information, auch zum Themengebiet „Umkehrosmose Wasserfilter für Outdoor, Wohnmobil, Camping“, bekommen Sie unter https://www.blueandclear.de/

Studie zum Umbruch im deutschen Maschinenbau

Servicegeschäft spielt entscheidende Rolle für künftige Wettbewerbsfähigkeit

Stuttgart (ots) Was auf der digitalen Hannover Messe im April deutlich zu spüren war, untermauert die Unternehmensberatung bachert&partner mit ihrer aktuellen Studie: Die deutsche Maschinenbauindustrie, eine Traditionsbranche, befindet sich im Umbruch. Das Whitepaper zur Studie zeigt eine detaillierte Marktanalyse und gibt auf dieser Basis vier strategische Handlungsempfehlungen für Maschinenbauunternehmen. Einer der wichtigsten, aber meist unterschätzten Wertschöpfungsbereiche ist das Servicegeschäft.

Studie zum Umbruch im deutschen Maschinenbau – Servicegeschäft spielt entscheidende Rolle für künftige Wettbewerbsfähigkeit/ Die deutsche Maschinenbauindustrie befindet sich im Umbruch. Ein nachhaltig funktionierendes Servicegeschäft spielt eine entscheidende Rolle für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. (Quelle: bachert&partner/Unsplash)

„Noch bis 2018 verbuchte der mittelständisch geprägte deutsche Maschinenbau Umsatzrekorde. Seither ein deutlicher Abwärtstrend, die Covid-19-Pandemie fungiert dabei als Brandbeschleuniger. „Zwar korrigierte der VDMA seine Produktions-Wachstumsprognose für 2021 im Zuge der Hannover Messe von vier auf sieben Prozent nach oben“, sagt Hans-Ulrich Bachert, Gründer und Geschäftsführer der Unternehmensberatung bachert&partner, „ein detaillierter Blick auf den deutschen Markt verrät jedoch, dass die wirtschaftliche Situation für einen Großteil der Unternehmen auch in den kommenden Jahren angespannt sein wird.“ Die Ursachen dafür liegen unter anderem in einer fortschreitenden Fragmentierung der Branche und der sehr deutlichen Verschiebung der weltweiten Marktanteile zugunsten anderer Länder, speziell China. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Maschinenbau: Strategien im ‚Post-Corona-Zeitalter‘“ von bachert&partner.

Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft sichern

Abhängig von Unternehmensgröße und Branchensegment haben diese Entwicklungen existenzielle Einflüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Maschinenbauunternehmen. Vor allem kleinere Unternehmen und speziell die Branchen Papier- und Druckmaschinen sowie Textil-, Walz- und Gießereitechnik stehen massiv unter Druck. „Wer seine Lage nicht frühzeitig erkennt und proaktiv Maßnahmen ergreift, steht schnell mit dem Rücken zur Wand“, sagt Dr. Martin Habert, Fachexperte und Projektmanager bei bachert&partner. Die Unternehmensberatung zeigt in ihrem Whitepaper vier konkrete Handlungsempfehlungen – Fokussieren, Investieren, Downsizing und Transformieren – für Unternehmen mit unterschiedlichen Ausgangslagen auf und identifiziert dabei das Servicegeschäft als einen entscheidenden Faktor für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Warum das so ist, stellt bachert&partner in den folgenden Absätzen vor.

Service im Maschinenbau: Marktkonsolidierung auf Anbieterseite

Immer mehr Instandhaltungsaufgaben werden fremdvergeben. Dabei erwarten die Kunden herstellerübergreifende technische Fähigkeiten und Ressourcen und die Bereitschaft, auch Verantwortung – beispielsweise für die Anlagenverfügbarkeit – zu übernehmen. Mittelständische Maschinenhersteller sind jedoch häufig „nur“ auf die eigenen Produkte fokussiert und scheuen sich, zusätzliche Risiken zu übernehmen. Gewinner von Outsourcing-Maßnahmen sind daher häufig etablierte Facility-Management-Unternehmen und Industriedienstleister sowie die großen OEM (Original Equipment Manufacturer). Der mittelständische Maschinenbauer gerät in Gefahr, in die zweite Reihe gedrängt zu werden.

Anwendungskompetenz wird wichtiger als technisches Produkt-Know-how

Durch eine Verbesserung ihrer Produktionsprozesse können Unternehmen ihre Produktionseffizienz um zehn bis 30 Prozent steigern (Quelle: OEE Institute). Weitere Optimierungspotenziale im Rahmen der Digitalisierung allein im Bereich der Fertigungskosten werden in ähnlicher Größenordnung erwartet (Quelle: Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik, kurz WGP). Maschinenhersteller können Ihre Kunden hierbei unterstützen, wenn sie entsprechende Serviceleistungen anbieten. Häufig haben sie aber vordergründig „nur“ technisches Know-how in Bezug auf ihre eigenen Produkte vorzuweisen und es fehlen produktionsrelevante Erfahrungen bezüglich der konkreten späteren Anwendung der Maschinen. Beratungsleistungen aus beispielsweise digital erfassten Maschinen- und Prozessdaten sind ohne diesen Einblick aber nicht möglich. Daraus resultiert: Serviceanbieter müssen Anwendungskompetenz aufbauen.

Relokalisierung der Leistung

Noch stärker als im Hardwaregeschäft verlagert sich die Wertschöpfung im Servicebereich in die Empfängerländer. Das hat zum einen externe Gründe, wie Handelspolitik, Gesetze und Normen oder Reisekosten und -einschränkungen. Zum anderen können interne Gründe, wie abnehmende Reisebereitschaft oder Work-Life-Balance-Erwartungen, dafür verantwortlich sein. Dr. Habert: „Serviceanbieter sollten entweder lokale Ressourcen aufbauen oder den digitalen Kundenzugang und digitale Leistungen stärken.“

Zunehmende Markttransparenz bedroht Alleinstellungsmerkmale

Durch die zunehmende Markttransparenz – ein Ergebnis der Digitalisierung in nahezu allen Wirtschaftssektoren – sind die Alleinstellungsmerkmale der Maschinenhersteller bedroht. Weil Preise und Bezugsquellen für Ersatzteile zunehmend verfügbar werden, ist das margenstarke Ersatzteilgeschäft gefährdet. Zudem führen neue Technologien (z. B. 3D-Druck) dazu, dass Bauteile einfacher zu kopieren sind. Und häufig sind technische Informationen im Internet frei verfügbar und können von Service-Wettbewerbern genutzt werden. Dagegen müssen sich Maschinenhersteller mit Know-how-basierten Serviceprodukten, neuen Geschäftsmodellen, hoher Kundenbindung und kosteneffizienten Prozessen behaupten.

Das Whitepaper zur Studie „Maschinenbau: Strategien im ‚Post-Corona-Zeitalter'“ können Sie auf der Website von bachert&partner kostenlos herunterladen.

Web: www.bachert-partner.de