Schlagwort-Archive: Harz

Deutschland-Scout.de – Hängeseilbrücke an der Rappbodetalsperre im Harz

Hallo ich bin Ben, Ihr Deutschland Scout .
Ich werde Sie, an viele schöne und historische Orte in Deutschland führen.

Deutschland-Scout.de – Hängeseilbrücke an der Rappbodetalsperre im Harz

Ich stehe hier vor der „längsten Hängeseilbrücke im Harz“ an der Rappbodetalsperre. Wenn man hier vor der Stahlseilkonstruktion steht, ist es schon spannend ob die Brücke hält was sie verspricht. Langsam nähert man sich der Startgondel auf leicht schwankenden Gitterrosten. Ein tolles Gefühl. Sie ist 118 Tonnen schwer, hat eine Länge von 483 Metern und befindet sich 100 Meter über der Rappbode. Der Blick ins Tal ist sehenswert, auf der anderen Seite kann man die Staumauer der Rappbode Talsperre aus einer nicht gekannten Perspektive betrachten. Die gesamte Länge der „längsten Hängeseilbrücke im Harz“ kann man am besten von der Staumauer aus betrachten. Ein touristisches Zusammenspiel von modernen Hotspots im Freizeitbereich und der ewigen Schönheit der Harzlandschaft ist hier gelungen. Da an dieser Stelle der Mensch schon durch die Rappbodetalsperre massiv in die Natur eingegriffen hat, passt sich die Hängeseilbrücke gekonnt in die Landschaft ein. Die imposante Staumauer ist mit 106 Metern die Höchste in Deutschland. Es handelt sich um eine nahezu vollständig gerade Schwergewichtsmauer aus Beton, deren Krone 415 Meter lang ist. Im Jahr 1959 ging diese Anlage schon in Betrieb. Also besuchen Sie die „längste Hängebrücke“ und die Rappbodetalsperre im Harz.
Danke.

Nationalpark Harz für Zuhause – Der Waldlaubsänger

Wir wollen wieder ein bisschen Nationalpark-Feeling zu euch nach Hause bringen.

Nationalpark-Rangerin Steffi war diesmal im Laubwald unterwegs und stellt euch in diesem Video den kleinen, aber stimmgewaltigen Waldlaubsänger genauer vor. Viel Spaß.

Besucht uns auch auf http://www.nationalpark-harz.de​

Das Harzer Bergtheater wird in diesem Jahr wieder bespielt Sommerfestspiele finden endlich wieder statt

„Endlich dürfen wir wieder Kultur bieten.“ sagt der Intendant Ronny Große. Nachdem der Sommer 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, ist es umso erfreulicher, dass in diesem Jahr wieder drei beliebte Familientheaterproduktionen aufgeführt werden können.

Doch bevor die aktuellen Proben beginnen konnte, musste die „wohl schönste Naturbühne Deutschlands“, wie Große sagt, zunächst zur Veranstaltungsstätte erneut umgestaltet werden. „Wie bereits berichtet wurde, werden wir das Bergtheater mit einem Umbau zukunftssicher, moderner und komfortabler aufstellen.

Da wir aufgrund des erfreulichen Tempos der bis hier geplanten Baumaßnahmen einen Baustopp haben, möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern wieder Theater- und Konzertangebote bieten. Sowohl die Gäste, aber auch die Künstler verspüren einen gewissen Kulturdurst.“ freut sich der Intendant.

Den Beginn bildet das Nordharzer Städtebundtheater mit der Familientheaterinszenierung von „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren am 19.06.. Es wird abenteuerlich und stimmungsvoll zu gleich.

Mit der ersten Aufführung des beliebtesten Grimm’schen Märchens „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ vom Theater „Fairytale“ am 27.06. begeht die Freilichtbühne eine Woche später die nächste Premiere.

Diese verspricht Tanz, Musik, Freude und natürlich den Kampf zwischen Gut und Böse. Der Reigen der Theaterinszenierungen wird mit der Premiere von „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ am 31.07. geschlossen. Insgesamt werden 31 Vorstellungen des Familientheaters gezeigt.

Aber auch Konzerte sollen stattfinden, soweit es die Coronaregeln hergeben. Mit CITY – 40 Jahre „Am Fenster“ am 09.07. beginnen die Abendproduktionen. Es folgen „The Magical Music of Harry Potter“ (15.07.), „Ostrock meets Classic“ (07.08.), „Ute Freudenberg & Band“ (20.08.), „Frank Schöbel und Bad – Hit auf Hit“ (22.08.), „Die schottische Musikparade“ (26.08.) und „The Gregorian Voices“ (28.08.).
Den Abschluss der Sommerfestspiele bietet „Das Kleine Musicalkonzert“ mit Evergreens aus den beliebtesten Musicals wie „Elisabeth“, „Tanz der Vampire“, selbst „Die Eiskönigin“ usw. Und danach wird dann der Umbau fortgesetzt. Wer also die ehrwürdige Dame des Harzer Bergtheaters in der jetzigen Form nochmals erleben möchte, sollte sich die Chance in diesem Jahr nicht nehmen lassen.

Tickets gibt es unter www.tickets.bodetal.de, direkt über Eventim oder in der Bodetal-Information Thale (sogar noch günstiger!) unter Tel.: 03947.7768022 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Zu beachten ist, dass nach derzeitigem Stand die 3 G’s erfüllt sein müssen. Sind Sie nicht genesen oder haben bereits 14 Tage Ihre volle Impfung hinter sich, dann ist ein Zutritt nur mit einem negativen Test möglich. Es empfiehlt sich, das Testzentrum auf dem Großparkplatz im Bodetal Thale zu nutzen. Dieses öffnet von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr täglich, ab 21.06. sogar bis 18:00 Uhr. Für Schnellentschlossene gibt es auch die Testmöglichkeit vor Ort am Bergtheater. Dennoch sollte das aus Kapazitätsgründen und Gründen des pünktlichen Beginns der Veranstaltung nur ausnahmsweise benutzt werden.

Bodetal Tourismus GmbH  
– Geschäftsführung –
Walpurgisstraße 37
D- 06502 Thale

Tel.:   +49 (0) 39 47 / 77 68 0 – 31
Fax:   +49 (0) 39 47 / 77 68 0 – 49

E- Mail:  r.grosse@bodetal.de

www.bodetal.de

Nationalpark Harz nimmt Bildungsarbeit und Exkursionen wieder auf

Veranstaltungen des Naturerlebnis-Programms und Öffnung der Nationalpark-Einrichtungen ab 1. Juni 2021

Ab 1.6.2021 startet der Nationalpark Harz wieder mit zahlreichen Besucherangeboten (Fotos: Nationalpark Harz)

Ab dem 1. Juni 2021 startet der Nationalpark Harz das Angebot seiner Einrichtungen und Draußen-Veranstaltungen wieder. Nationalparkhäuser und -Besucherzentren sowohl im sachsen-anhaltischen als auch im niedersächsischen Teil des Naturschutzgebietes öffnen wieder ihre Türen für Gäste. Die zahlreichen Veranstaltungen des Naturerlebnisprogramms im Außenbereich finden ebenfalls wieder statt. Auch die beliebte tägliche tägliche Rundwegsführung um die Brockenkuppe und der Besuch im Brockengarten sind ab morgen wieder möglich. Die gedruckte Version unseres Natur-Erlebnisprogramms ist in zahlreichen touristischen Einrichtungen des Harzes kostenfrei erhältlich.

Voraussetzung ist in dem Landkreis, in dem die Veranstaltung stattfindet, eine konstante Inzidenz von weniger als 100. Aktuell (Stand 30.5.2021) ist das in den Landkreisen Goslar, Göttingen und Harz der Fall. Bitte beachten Sie, dass sich je nach Entwicklung der 7-Tages-Inzidenzen auch kurzfristige Änderungen ergeben können. Corona-bedingt gelten natürlich noch einige besondere Regelungen, beispielsweise ist eine Voranmeldung für Veranstaltungen oder den Besuch im Brockengarten notwendig. Es gelten zudem die bekannten Hygieneregeln. Aktuell wird auch noch ein Nachweis für Negativ-Test, Impfung oder Genesenen-Status benötigt. 

Alle Hinweise zu Corona-Regelungen der Einrichtungen, Veranstaltungen und für allgemeine Touren in den Nationalpark Harz haben wir auf unserer Corona-Infoseite unter www.nationalpark-harz.de/corona zusammengestellt. Dort gibt es auch den Download für das Teilnahmeformular, das zu allen Veranstaltungen mitgebracht werden sollte.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Wirtschaftsministerium fördert „Erlebnis-App“ für Schloss Wernigerode

Wernigerode ist ein Top-Ausflugsziel im Harz. Zu den touristischen Highlights der Stadt gehört neben der malerischen Innenstadt mit Fachwerkhäusern auch das weithin sichtbare Schloss.

„Erlebnis-App“ für Schloss Wernigerode

Das Bauwerk, dessen Wurzeln bis ins frühe 12. Jahrhundert zurückreichen, erhält jetzt eine digitale „Erlebnis-App“. Besucher können das Schloss künftig noch intensiver erleben. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Digitalisierungsprojekt im Rahmen der „Digitalen Agenda“ des Landes. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann übergab einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von 80.000 Euro an Dr. Christian Juranek, Geschäftsführer der Schloss Wernigerode GmbH.

Web: https://www.kulturmd.de/

Am 1. Juni beginnt die Brockengartensaison 2021

Besenheide mit Fördermitteln des Umweltministeriums gepflanzt

Unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Bedingungen können in diesem Jahr ab 1. Juni die ersten Brockengartenführungen angeboten werden. Da die Gartenbesichtigungen stets im Beisein eines Nationalparkmitarbeiters und unter freiem Himmel stattfinden, ist die Einhaltung der Hygieneregelungen garantiert.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Führungen, die jeweils um 11.30 Uhr und 14 Uhr stattfinden, ist die telefonische Anmeldung unter der 0170 570 9015, da die Teilnehmerzahl noch begrenzt ist. Der Nachweis eines Corona-Negativtests ist ebenfalls erforderlich. Treffpunkt ist der Brockengarten-Stempelkasten am Eingang zur Wetterwarte. Um das Ausfüllen eines Kontaktformulars für eine eventuelle Nachverfolgung wird gebeten.

An den Wochenenden ermöglichen die Ranger des Nationalparks im Rahmen der Brocken-Rundwegsführung um 12.15 Uhr die Gartenbesichtigung. Somit erfolgt für Samstag und Sonntag die Anmeldung über das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus unter der Nummer 039455 50005. Am Wochenende ist der Treffpunkt das Brockenhaus.

Bitte beachten Sie, dass sich je nach Entwicklung der 7-Tages-Inzidenzen auch kurzfristige Änderungen ergeben können. Aktuelle Corona-Hinweise und das Teilnahmeformular zum herunterladen finden Sie hier

Was erwartet die Gartenbesucher? Natürlich blühende Brockenanemonen, viele alpin verbreitete Primel- und Steinbrecharten, alpin verbreitete Veilchen und blau, aber auch gelb blühende Enziane. Bei der gelb blühenden Art handelt es sich aber nicht um den Gelben Enzian (Gentiana lutea), der erst im Juli blüht, sondern um den Tüpfel-Enzian (Gentiana punctata).

Parallel zu den Arbeiten im Brockengarten wurden in diesem Jahr im Rahmen einer Weiterbildung für Forstwirte des Nationalparks Harz unter anderem 5. 000 Stück Besenheiden auf vorher vorbereitete Flächen gepflanzt, Besucherlenkungseinrichtungen repariert und kleine Wegereparaturen vorgenommen. Die Brockenheidepflanzen wurden in der Gärtnerei Robert Pake in Bad Harzburg herangezogen. Der Auftrag konnte erteilt werden, da das Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Artensofortprogramms das Geld hierfür zur Verfügung gestellt hatte.

Drücken wir uns allen die Daumen, dass die Brockengartensaison 2021 weitestgehend ohne die bisher notwendigen Einschränkungen stattfinden kann. Die letzte Gartenführung des Jahres 2021 findet planmäßig am Freitag den 15. Oktober statt.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Es grünt so grün

Der Mai macht den Waldwandel sichtbar

In den letzten Tagen hat der Frühling Fahrt aufgenommen. Überall grünt es und selbst in den höheren Lagen sind die ersten grünen Blättchen an den kleinen Buchen zu erkennen. Die neue Waldgeneration wird zunehmend sichtbar.

Junge Buchen grünen unter abgestorbenen Altfichten – die neue Waldgeneration steht in den Startlöchern (Foto: Sabine Bauling)

Das Bild erscheint etwas grotesk: abgestorbene Fichten und darunter grünen die Initialpflanzungen. Doch genau das gibt Hoffnung. Im Frühjahr diesen Jahres wurden eine knappe Viertelmillion kleine Laubbäume, vornehmlich Buchen, im Nationalpark Harz gepflanzt. Zum Jahresende sollen es insgesamt 600.000 werden. Ziel ist es, möglichst viele der Fichtenreinbestände mit Laubholzinitialen zu versehen. Für die Waldentwicklungsarbeiten bedeutet das jetzt und in den beiden Folgejahren nochmal richtig Vollgas beim Pflanzen zu geben.

Junge Buchen als Samenbäume der nächsten wilden Waldgeneration (Foto: Sabine Bauling)

Das Pflanzen unter dem Schirm der abgestorbenen Altfichten ist durchaus gewöhnungsbedürftig, bringt aber für die kleinen Bäume und die Waldentwicklung insgesamt viele ökologische Vorteile, Schattenwurf, Windruhe, geringere Austrocknung, auch Schutz vor Spätfrösten. Die dann in sich zusammenbrechenden alten Bäume werden langsam zersetzt und die freiwerdenden Nährstoffe gehen wieder in den Stoffkreislauf ein.

Es lohnt sich also, gerade jetzt die Augen im Wald aufzumachen und sowohl nach oben als auch nach unten zu schauen. Es wird deutlich, hier tut sich was und das oft schneller als erwartet.

Hintergrund

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen. Die Fichte ist im Nationalpark Harz erst ab rund 750 Höhenmetern von Natur aus heimisch.

Um die Rückkehr der ursprünglichen Laubwälder der mittleren und tieferen Lagen zu unterstützen, werden in den ehemaligen Fichtenforsten der Naturentwicklungszone kleine Buchen und andere heimische Laubbäume als Samenbäume der nächsten Waldgeneration gepflanzt (Grafik: Mandy Gebara)

Von 2008 bis 2020 wurden im Nationalpark Harz rund 5,2 Millionen Laubbäume gepflanzt – vor allem Rotbuchen, aber auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der aktuell 70,1 % umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Urwaldstieg am Brocken eröffnet ab Pfingsten wieder

Überarbeitetes Teilstück des beliebten Erlebnispfades wieder zugänglich

Pünktlich zum Pfingstwochenende lädt der Urwaldstieg im Nationalpark Harz wieder Harzgäste dazu ein, in einen kaum vom Menschen beeinflussten natürlichen Bergfichtenwald am Brocken einzutauchen.

Hier im natürlichen Reich der Fichte bietet der kurze Stichweg neben Einblicken in einen seltenen Lebensraum Informationen zum nicht nur von der Klimakrise entfachten Waldwandel im sogenannten Brockenurwald, zu heimischen Tieren und Pflanzen, aber auch zur wissenschaftlichen Begleitung des Waldes in der hier am Brockenosthang gelegenen Waldforschungsfläche.

Neben vielen Informationen und Einblicken bietet der überarbeitete Urwaldstieg zudem lyrische Kost für die Seele. Die schon früher entlang des Pfades platzierten Steintafeln mit Sinnsprüchen und Versen des Harzer Schriftstellers Bernd Wolff wurden aufgearbeitet und teilweise versetzt. Sie begleiten den Gast weiterhin auf seinem Weg in ein echtes Stück Wildnis, denn im Bereich des Brockenurwaldes blieb der Wald schon seit mehr als 300 Jahren weitestgehend sich selbst überlassen. Hier gewährt uns die Natur einen seltenen Einblick in das Werden und Vergehen weitgehend naturbelassener Fichtenwälder und kann uns zeigen, wie sie künftig den klimatischen Herausforderungen unserer Zeit begegnen werden.

In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter der Nationalpark-Werkstatt Drängetal den neuen Eingangsbereich, Infoschilder und Steintafeln für die Wiedereröffnung des Naturerlebnispfades am Brocken installiert (Fotos: Kai Bauer).

Hintergrund

Der 2005 eingerichtete Urwaldstieg musste 2017 für den Besucherverkehr gesperrt werden, da der Waldwandel auch hier im Bereich des Brockenurwalds sehr dynamisch voranschritt und abgestorbene Altfichten auf den Pfad zu fallen drohten. Zudem hatte das raue Klima einigen Holzteilen arg zugesetzt.

Im vorderen Bereich des Pfades ist die Gefahr umstürzender Bäume oder herabfallender Kronen und Äste mittlerweile durch den natürlichen Zusammenbruch der Altfichten gebannt. Eine Teileröffnung des beliebten Stichwegs wurde deshalb nun wieder möglich.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Tierpark und Hexentanzplatz im Harz laden an Pfingsten zum Besuch ein

Straße halbseitig freigegeben

Der sagenumwobene Hexentanzplatz in Thale lockt Jahr für Jahr tausende Besucherinnen und Besucher an. Auch an Pfingsten lohnt sich ein Ausflug zu diesem herrlichen Ausblickort.

Zum Verweilen und Schlendern lädt auch der Tierpark auf dem Hexentanzplatz ein, der an allen Tagen von Freitag bis Montag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet hat.

Die Sperrung der Straße von Thale nach Friedrichsbrunn und umgekehrt wird teilweise aufgehoben und mit Ampelverkehr geregelt, um eine geringere Anfahrt – sonst über Bad Suderode – zu haben.

Im Tierpark ist ein 24 Stunden alter Corona-Negativtest vorzuzeigen, vor Ort sind aber auch Schnelltests vorhanden. Die Wölfe, Eulen, Luchse, Füchse und der (noch namenlose) 2-jährige Neuzugang, der Braunbär warten auf Sie.

Bodetal Tourismus GmbH  

Ronny Große Geschäftsführer und
Intendant des Harzer Bergtheaters
& der Waldbühne Altenbrak
Walpurgisstraße 37
D- 06502 Thale

Tel.:   +49 (0) 39 47 / 77 68 0 – 31
Fax:   +49 (0) 39 47 / 77 68 0 – 49

E- Mail:  r.grosse@bodetal.de

www.bodetal.de

www.facebook.com/Tierpark.Thale

»QUEER« HEISST IM GRUNDE EINFACH »ANDERS«

Festival THEATERNATUR 2021 widmet sich einem starken Thema: QUEER

Das Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR 2021 geht mit einem starken Thema und ebenso starken Motiven in die diesjährige Saison. Mit »QUE(E)R DURCH DEN WALD« fühlt THEATERNATUR auf einen Nerv.

Einen Nerv, der aktiv ist und schmerzt. Und das ist notwendig. Sehr sogar. Wem der Begriff »Queer« nicht geläufig ist: Man »lebt oder handelt queer als Person«, so oder ähnlich der Duden, und meint damit, sich einer Geschlechtsidentität zugehörig zu fühlen, die nicht »klassisch« heterosexuell ist. Was das heißt? Nun, eine ganze Menge. Es heißt, dass man entweder homosexuell, also gleichgeschlechtlich weiblich oder männlich lebt, oder bisexuell, also beiden Geschlechtern zugetan, oder transsexuell, also zwischen den Geschlechtern agierend. Das heißt, sich einem, zumeist dem eigenen Geschlecht nicht oder nicht in Gänze zugehörig fühlend. Und das wiederum öffnet ein weites Spektrum an Lebens- und Empfindungsweisen, das – ja, schlicht bunt ist. »Queer« als Begriff findet sich zum Beispiel im Englischen. Er bedeutet so viel wie »andersartig«, »sonderbar«, »merkwürdig«. Im deutschsprachigen Raum, insbesondere in der als »lgbtq« (lesbian/gay/bisexual/tansgender/queer – Lesben/Schwule/Bisexuelle/TransgenderPersonen/Queere) bezeichneten Community hat er sich als solcher etabliert. Heterosexualität ist normativ. Und auch Homosexualität ist zumindest in Deutschland mittlerweile weitgehend gesellschaftlich anerkannt (2001 Anerkennung der eingetragenen Lebenspartnerschaft, 2017 Möglichkeit der Ehe). Deutlich anders sieht das im Falle von transsexuellen Menschen aus. Nun finden sich in Annoncen und Ausschreibungen bereits Angaben wie »w/m/d« – »weiblich/männlich/divers«, und auch sanitäre Anlagen sind mitunter entsprechend gelabelt. Das Leben transsexueller Menschen allerdings ist in der Regel weit entfernt von sogenannter Normalität und lediglich in engen Grenzen geprägt von gesellschaftlicher Akzeptanz. Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) e.V. geht von 60.000 bis
100.000 sogenannten trans*-Personen in Deutschland aus. Genaue Zahlen gibt es aufgrund der verschiedenen Ausprägungen nicht. Auch die hohe Dunkelziffer spielt hier hinein. Das auf männlich/weiblich ausgelegte binäre Geschlechtsmodell unserer Gesellschaft trägt diesem Rechnung. Und nur ausgesprochen zögerlich beginnt man, dieses zu hinterfragen und in der Forschung entsprechend zu berücksichtigen.

FORSCHUNG UND OFFENERE SICHTWEISEN
Auch wenn, um lediglich ein Beispiel zu nennen, neurowissenschaftliche Forschungsthesen existieren, die neben dem binären Geschlechtsmodell – männlich/weiblich – weitere Modelle plausibel aufzeigen und entsprechend belegen, ist unsere Gesellschaft weit davon entfernt, dies als Möglichkeit anzunehmen, trans* schlicht zu akzeptieren und inkludieren. Viel ist von Toleranz die Rede. Diese allerdings sollte selbstverständlich sein und damit lediglich kleinster gemeinsamer Nenner. Identitätsbezogene Lebensweisen, welcher Formen auch immer, in Gänze zu akzeptieren, bedeutet jedoch, sie als normativ anzusehen. Und zwar so, dass diese vollständig in der Gesellschaft aufgegangen sind, nicht mehr als „anders“ wahrgenommen werden. Wie das Tragen von Hosen bei Frauen (ein Dank an Coco Chanel). Oder lange Haare und Röcke bei Männern (selbst wenn ER nicht Highländer ist). Dann, und nur dann, werden Begriffe wie „Queer“ obsolet. Weil „anders“ nicht mehr anders ist, sondern „gleich“ oder „auch“ oder normativ. Noch immer ist diesbezüglich viel, sehr viel zu (er)klären. (Er)Klären funktioniert über Verstehen und Verständnis, und damit letztlich über Kommunikation. In welcher Form auch immer. Am besten jedoch in einer Form, die Positionen, Grenzen, Meinungen öffnet statt zu verhärten. Die spielerisch, bunt, mit einer guten Brise Humor, auch schwarzem, daherkommt. Wer könnte dafür besser geeignet sein, als die
Darstellenden Künste.

KUNST KANN, DARF UND SOLL VERMITTELN,
ÖFFNEN – SPIELERISCH THEATRALISCH

Genau deshalb ist es löblich und notwendig, sehr sogar, dass das Festival THEATERNATUR sich dieses Jahr dem Thema „Queer“ widmet und ebendiese offenen Räume der Kommunikation, und damit auch der Diskussion, schafft. Kunst als Mittler und Vermittler auf vielerlei Weisen. So wird das vom 06.-22. August 2021 auf der Waldbühne in Benneckenstein stattfindende Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR mit „QE(E)R DURCH DEN WALD“ auf vielerlei Weisen, sehr bunt und mit großer Offenheit dieses Thema (auf)greifen, (auf)zeigen, kommunizieren, diskutieren – verschiedenste Zugangsweisen und Diskussionsräume schaffen und seinen Beitrag leisten für eine offene Gesellschaft, für die Begriffe wie „Queer“ letztlich obsolet sind.

UND WARUM … DURCH DEN WALD?
Wie nie zuvor ist der Wald, insbesondere der Wald im Harz, Spiegel dieser „Queer“-Problematik. Ein gesunder Wald ist ein Mischwald – keinesfalls Monokultur. Ein Blick in den Harz-Wald – wo er denn noch vorhanden ist – macht sichtbar: Monokultur ist ein sterbendes Konzept, es hat ausgedient. Von Beginn an hat es Grenzen. Funktioniert lediglich auf Zeit. Die Waldbühne, einst mitten im Wald gelegen, ist nicht mehr, was sie einst war. Der Wald rundum hat große Lichtungen bekommen, unübersehbar gelitten. Was könnte deutlicher die Bedeutung und Notwendigkeit von Vielfalt zeigen als der sichtbar kranke Wald. Und
symbolisch nahezu stehen für pluralistische Rollen und Gesellschaften und Konzepte – auch Geschlechterrollen. Versteht man das Öffnen der Gesellschaft für weitere Geschlechterrollen als Erweiterung im Sinne von VIELFALT, vor allem aber als Bereicherung der Gesellschaft, wird diese nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen. Eine Gesellschaft kann das. Sie kann hinzulernen, Diskussionen führen, neue Konzepte als Gewinn sehen. Auch diese Bedeutungsebene wird im diesjährigen Festival aufgegriffen und aufgezeigt. Mit einem ebenso offenen Theaterkonzept, das den gewohnten Bühnenauftritt öffnet und um verschiedenste künstlerische Darbietungsweisen ergänzt. So erwarten die Besucher auch 2021 Ensembles und Künstler*innen aller Darstellenden Künste – Schauspiel, Musik verschiedener Genres, Performance, Tanz, Solos, Lesungen, Junges Theater. Sie alle bekommen eine Bühne – nicht nur die Waldbühne, sondern auch den Wald und weitere Aufführungsorte. Auch hier wird es spannend – und vielfältig und bunt.

DER KÖNIG UNSERER WÄLDER ZEIGT SICH
ANDERS! UND IN BEGLEITUNG.

Starke Motive zu einem starken Thema. Ein Symbol-Tier des diesjährigen Festivals THEATERNATUR ist der König unserer Wälder, ein Symbol auch des Harzes: der Hirsch. Tradition und Männlichkeit vereinen sich in diesem Tier, das in besonderer Weise für den Wald, den Harz, ein intaktes System steht. Und er kommt „anders“ daher: eben bunt. Und mit Begleitern. Hier fügen sich alte und neue Darstellungen, alte und neue Perspektiven, alte und neue Rollenverständnisse – mit einem Augenzwinkern. Und dem Blick auf ein erfolgreiches Festival voller Freude, Impulse, Themen, Humor, anspruchsvoller und unterhaltender darstellender Theater-Kunst.

THEATERNATUR
Festival der Darstellenden Künste
6. – 22. August 2021
Waldbühne Benneckenstein / Harz                          

Web: www.theaternatur.de 

Veranstalter: 

KULTURREVIER HARZ e. V.
Bahnhofstraße 22c
38877 Oberharz am Brocken / OT Benneckenstein

Web: www.kulturrevier-harz.de