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„Ford Power-Up“: Over-The-Air-Updates für die kontinuierliche Aktualisierung der bordeigenen Software

Köln (ots) Eigentümer des neuen Mustang Mach-E profitieren als erste Ford-Kunden von diesem kabellosen Service – Den Update-Auftakt macht Ford Sketch, ein Touchscreen-Programm zum Zeichnen und Spielen, während das Fahrzeug geparkt ist. Weitere innovative Updates folgen in Kürze – Ford wird bis 2028 weltweit 33 Millionen OTA-fähige Fahrzeuge produzieren

In Europa erhalten die Eigentümer des neuen batterie-elektrischen Ford Mustang Mach-E (Bild) in diesen Tagen die ersten Software-Updates kabellos, also „Over-the-Air“ (OTA), aufgespielt. Eine neue, vollständig vernetzte elektronische Fahrzeug-Architektur der zweiten Generation und eine innovative Technologie-Plattform bilden die Grundlage für diese Software-Updates, die fast alle Computermodule des Fahrzeugs aktualisieren und verbessern können

In Europa erhalten die Eigentümer des neuen batterie-elektrischen Ford Mustang Mach-E* in diesen Tagen die ersten Software-Updates kabellos, also „Over-the-Air“ (OTA), aufgespielt. Eine neue, vollständig vernetzte elektronische Fahrzeug-Architektur der zweiten Generation und eine innovative Technologie-Plattform bilden die Grundlage für diese Software-Updates, die fast alle Computermodule des Fahrzeugs aktualisieren und verbessern können – für mehr Fahrvergnügen bei gleichzeitig reduziertem Service-Aufkommen, da Updates nicht mehr beim Fachhändler realisiert werden müssen. Ford spricht in diesem Zusammenhang von „Ford Power-Up“. Mehr als sechs Millionen Ford-Fahrzeuge weltweit verfügen bereits über das ins Fahrzeug integrierte Ford PassConnect-Modem – es ermöglicht die kontinuierliche Aktualisierung der bordeigenen Software und damit auch die Ausweitung des Fahrzeug-Funktionsumfangs per kabelloser OTA-Übertragung. Ford kündigte in diesem Zusammenhang an, bis 2028 weltweit 33 Millionen OTA-fähige Fahrzeuge produzieren zu wollen.

Neue Funktionen, weiterentwickelte Qualität

Die erste neue Funktion, die bald für den Ford Mustang Mach-E in Europa zur Verfügung steht, ist ein Programm namens „Ford Sketch“, das in manchen Fahrzeugmenüs als „Notes“ bezeichnet wird. Es ermöglicht zu Beispiel das elektronische Zeichnen und Malen auf dem Fahrzeug-Touchscreen, während das Auto geparkt ist1. In den kommenden Wochen werden darüber hinaus weitere Updates installiert2, darunter:

– Remote Vehicle Setup und Trip Logs. Mit diesen Funktionen können Mustang Mach-E-Kunden die FordPass Smartphone-App nutzen, um Profileinstellungen in der Cloud einzurichten und Fahrzeugdetails wie die Batterienutzung auf jeder Fahrt zu verfolgen.

– Mustang Mach-E SYNC 4-Upgrades einschließlich Navigationserweiterungen für automatische Zielvorschläge und neuer Cloud-Konnektivität in Kombination mit alltagssprachlicher Spracherkennung und internetbasierter Suchfunktion.

– Apple CarPlay®-Kompatibilitätserweiterung, um bei der Navigation zusätzliche Richtungsdetails angezeigt zu bekommen.

– Digital Owner – diese Erweiterung ermöglicht eine papierlose Nutzung des Fahrzeug-Handbuchs (Bedienungsanleitung).

Dies der Link auf ein entsprechendes Video: https://www.youtube.com/embed/H_pnHo4z78A

„Software-Updates für Smartphones, Computer und technologische Konsumgüter sind längst an der Tagesordnung, aber für Fahrzeuge noch nicht selbstverständlich. Over-The-Air-Updates von Ford werden dies ändern, indem sie Millionen von Menschen schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen“, sagt Mark Harvey, Director, Enterprise Connectivity, Ford of Europe. „Wir haben in diese Technologie investiert, damit Updates quasi über Nacht erfolgen können, was bereits die nächste Fahrt zu einem noch positiveren Erlebnis machen kann“.

Die meisten Software-Updates werden für die Kunden praktisch unsichtbar realisiert werden, weil viele Updates wenig bis gar keine Maßnahmen von ihnen erfordern. Für Updates, die einen System-Neustart erfordern, rät Ford den Kunden, diese zu günstigen Zeiten zu planen, etwa über Nacht, wenn das Fahrzeug nicht benutzt wird. Im Gegensatz zu Updates für Geräte wie zum Beispiel Laptops, die mitunter in unpassenden Momenten erfolgen, bemerken Fahrzeugbesitzer meist nicht einmal, dass die Installation stattgefunden hat, bis sie ihr Fahrzeug wieder starten.

1) Fahren Sie nicht, während Sie abgelenkt sind oder mobile Endgeräte verwenden. Nutzen Sie nach Möglichkeit sprachgesteuerte Systeme. Einige Funktionen können gesperrt werden, während sich das Fahrzeug in Bewegung befindet. Nicht alle Funktionen sind mit allen Mobiltelefonen kompatibel.

2) Erfordert ein Smartphone mit aktivem Datenservice und kompatibler Software. SYNC 4 kontrolliert keine Produkte von Drittanbietern, für deren jeweilige Funktionalität sind ausschließlich die Anbieter verantwortlich.

*Verbrauchswerte nach § 2 Nrn. 5, 6, 6a Pkw-EnVKV in der jeweils geltenden Verfassung: Daten nicht verfügbar. Der Gesetzgeber arbeitet an einer Novellierung der Pkw-EnVKV und empfiehlt in der Zwischenzeit für Fahrzeuge, die nicht mehr auf Grundlage des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) homologiert werden können, die Angabe der realitätsnäheren WLTP-Werte.

Verbrauchswerte nach WLTP (kombiniert): Stromverbrauch: 19,5-16,5 kWh/100 km; CO2- Emissionen im Fahrbetrieb: 0 g/km.

Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure, WLTP), einem neuen, realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Seit dem 1. September 2018 hat das WLTP den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), das bisherige Prüfverfahren, ersetzt. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Die angegebenen Werte dieses Fahrzeugtyps wurden anhand des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt. Bitte beachten Sie, dass für CO2-Ausstoß-basierte Steuern oder Abgaben seit dem 1. September 2018 die nach WLTP ermittelten Werte als Berechnungsgrundlage herangezogen werden.

Hinweis zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen:

Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG: Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst. CO2 ist das für die Erderwärmung hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen‘ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei http://www.dat.de/ unentgeltlich erhältlich ist.

Web: ford.com

„Infektions-GPS“: Neue Technologie verspricht Lockdown-Exit & effektive Covid19-Öffnungsstrategie

Frankfurt am Main (ots) Frankfurter IT-Unternehmen will mit innovativer Entwicklung die Lücken in der Nachverfolgung von Infektionsketten final schließen und so Deutschland den Weg aus dem Lockdown ermöglichen.

Die HIWIFI-API schließt essentielle Lücken bei der aktuellen Verfolgung von Infektionsketten und liefert erstmalig valide, verlässliche Daten zum Infektionsort.

Während die Corona-Warn-App verfolgt, ob Menschen Kontakt hatten, können Luca- und ähnliche Apps erkennen, welche Menschen an den gleichen Orten waren. Kombiniert man beide Apps, gewinnt man einen höheren Grad der Kontaktverfolgung. Mehr jedoch nicht. Der (wahrscheinliche) Großteil an potentiellen Infektionsorten bleibt nach wie vor unerfasst: Öffentlicher Verkehr, Innenstädte, Plätze, Busse, Bahnen, Supermärkte, Schulen usw.. Die Lücken und Schwächen beider Apps und ähnlicher Konzepte traten in den letzten Tagen medial viel diskutiert zu Tage. Eine neuartige API-Technologie verspricht nun, den „Missing Link“ zu liefern. Nicht nur bei der Rückverfolgung von Infektionsketten. Die Technologie kann mehr: Schnell und bereits im Lockdown eingesetzt, kann sie erstmals exakt definitive Infektionsübertragungsorte lokalisieren. Darunter auch Orte, die bisher gar nicht erfasst werden – wie Discounter, Busse, Bahnen, Straßen und Plätze. Dank erstmals vollständig zuverlässiger Daten kann die „Innovation made in Frankfurt“ tatsächlich den Weg aus anhaltenden Lockdowns ebnen, effektiv Öffnungsstrategien ermöglichen und später nachhaltig die Wiederbelebung deutscher Innenstädte ermöglichen.

Die gute Nachricht: Die patentierte Technologie der Frankfurter ist auch kompatibel mit allen bereits eingesetzten Apps am Markt, vor allem aber: schnell und sofort einsetzbar.

Dass sie überzeugend und sicher funktioniert, davon konnten die Entwickler bereits Entscheider in der Wirtschaft überzeugen. So wird die HIWIFI API-Technologie bereits bei der Deutschen Bahn eingesetzt: Sie ermöglicht hier wichtige Funktionen der DB Navigator App, die immerhin über 12 Millionen Menschen täglich nutzen. Auch Mobilgerätehersteller haben an der Entwicklung bereits Interesse angemeldet. So ist man beispielweise mit SAMSUNG in Verhandlung, die API-Technologie der Frankfurter in über 600 Millionen Geräten einzusetzen. Bereits heute verarbeitet die API über 40 Millionen Datensätze täglich. Das System ist nach oben hin problemlos skalierbar. Eine Überlastung (wie bei aktuell eingesetzten Apps) ist ausgeschlossen.

Die sogenannte HIWIFI API-Technologie löst laut Entwicklern nicht nur die Schwächen und Probleme bereits eingesetzter Apps, die das QR Code Verfahren nutzen, sie vernetzt auch lückenlos automatisiert, flächendeckend und barrierefrei. Die innovative Schnittstelle arbeitet automatisiert mit allen nutzbaren WLANs einer Stadt und kombiniert diese zu einem „Seamless WLAN“ (also einem übergangslosen WLAN-Netz). Ein- und Ausgangstempel zu Locations (wie Einzelhandel, Gastronomie, Friseure, Fitness-Studios usw.) vergibt die neuartige Schnittstelle automatisiert. Damit könnte nicht nur QR-Code-Scannen bald der Vergangenheit angehören. Die Möglichkeiten der Technologie gehen jedoch viel weiter: Dank der Nutzung vieler sogenannter „Access Points“ innerhalb einer Location, ist die API fähig, einen Infektionsradius effektiv und sehr genau einzugrenzen. Vor allem dort, wo bisher nur ein QR-Code für große Locations reichen musste (z.B. bei Flächen über 50qm²). Das kann nachhaltig für niedrige Inzidenzwerte in deutschen Städten sorgen und erstmals eine wirklich überzeugende, weil lückenlose Öffnungsstrategie ermöglichen.

Digitale Technologie beseitigt essentielle Schwachstellen aller Check-In-Apps.

Aktuelle Öffnungsstrategien basieren auf der Kombination verschiedener Apps, lassen dabei jedoch große Teile des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens außen vor. Bei aktuellen Check-In-Apps müssen Locations oft mit nur einem QR-Code für das gesamte Gelände auskommen. Eine schlüssige Kontaktverfolgung bei einer solchen Größe scheint aussichtslos. Weiter werden u.U. relevante Infektions-Übertragungsorte nicht erfasst: ÖPNV, Discounter, öffentliche Plätze, Parks usw. Die neuartige API-Technologie der Frankfurter IT’ler schließt diese Lücke: schnell implementierbar, ohne Aufwand, kompatibel mit allen gängigen Apps wie der Luca App, der Corona-App oder den Apps der Start-Up-Initiative „Wir für Digitalisierung“.

Wie GPS: Aber outdoor, indoor und 100% zuverlässig.

Die patentierte HIWIFI API-Technologie basiert auf dem Konzept „Seamless WLAN“, also der Summe aller öffentlichen und privaten WLAN-Netze einer Kommune. Dank neuartiger, aber ausgiebig erprobter Technologie werden die WLANs einer Stadt (in denen sich die User bewegen) automatisiert erkannt. Hierfür ist es nicht zwingend notwendig, dass der User im WLAN eingeloggt ist. Das ermöglicht der API anonymisiert, potentielle Infektions-Sektoren genau zu lokalisieren. Und im Gegensatz zum altbekannten, satellitengestützten GPS-System, funktioniert die API nicht nur unter freiem Himmel, sondern auch indoor (z.B. in Gebäuden) zuverlässig.

Datenschutz – Hand in Hand mit Infektionsschutz.

Die innovative Schnittstelle liefert zu keiner Zeit datenschutzrechtlich relevante Nutzerdaten. HIWIFI arbeitet in allen Mobilgeräten zu jeder Zeit anonymisiert. Nur mit der Zustimmung des Users in der App, die die neue Schnittstelle nutzt, kann dessen Handy über ein anonyme UID (Unique identifier) mit Accesspoints des lokalen WLAN-Netzes kombiniert werden. Zum Beispiel im Falle einer realen Infektion: Dann ist u.U. kein mühevolles Abtelefonieren potentieller Kontaktpersonen des Infizierten durch überlastete Gesundheitsämter mehr nötig. Diese können mit automatisierter, kontextsensitiver Push-Nachricht in Echtzeit gewarnt werden. Dabei werden alle Gefährdeten anonym erfasst, auch jene, die vielleicht vergessen haben, sich mittels QR-Code am Infektionsort einzuchecken bzw. wieder auszuchecken. Sofern dieser denn überhaupt über einen QR-Code zur Identifikation verfügt.

Künstliche Intelligenz, die nicht überlistet werden kann.

Darüber hinaus deckt die Technologie automatisiert die Infektionsorte ab, die mit aktuellen Check-In-Konzepten gar nicht abgedeckt werden, wie z.B. in Einkaufszentren, Schulen, Bahnhöfen, Bussen & Bahnen usw.. Anders als mit aktuellen QR-Code-Lösungen, können Gesundheitsämter nach Angaben der Entwickler damit auf absolut valide Daten zur Nachverfolgung von Infektionsketten und zur Bestimmung eines realen Infektionsradius zurückgreifen. Unabhängig davon, ob sich der User tatsächlich mittels QR-Code in Locations ein- und auscheckte. Genau das ist die aktuell größte Schwachstelle von Check-In-Apps: Allein durch das Abscannen eines QR-Codes checkten hier Tausende User (darunter Jan Böhmermann) vom Sofa aus an weit entfernten Orten (wie einem geschlossen Zoo oder einem kleine Laden) ein, demonstrierten damit nicht nur die Unzuverlässigkeit dieses Systems, sondern brauchten die Apps auch teilweise zum Absturz. Kann mit der HIWIFI API-Technologie nicht passieren, behaupten deren Entwickler: Bewegt sich der User mit seinem Handy nicht tatsächlich vor Ort, ist das System nicht zu überlisten.

Team-Up: Die Innovation arbeitet problemlos mit gängigen Apps.

Die HIWIFI API-Technologie ersetzt keine bereits etablierten Anwendungen: Sie benötigt eine App, um anzudocken. Zwar können die Entwickler diese ebenfalls zur Verfügung stellen, weisen aber darauf hin, dass ihre Schnittstelle problemlos in jede gängige APP (wie Corona-App, Luca oder andere) implementiert werden kann. Das sind die besten Voraussetzungen für ihren schnellen Einsatz, schließlich haben sich bereits mehrere Bundesländer – neben der staatlichen Corona-App – die Luca-App gesichert. Wenn diese nun von der beschriebenen HIWIFI API-Technologie komplettiert würde, wären alle gefährlichen Lücken in der Nachverfolgung von Infektionsketten zuverlässig ausgeräumt. Darüber hinaus sind nach Angaben der Frankfurter öffentliche Verkehrsmittel und Supermärkte bereits in der API erfasst: Orte, die keinerlei Check-In-Konzepte nutzen und die damit „schwarze Löcher“ in der Rückverfolgung von Infektionsketten bilden.

Aktuell befinden sich die Entwickler bereits in Gesprächen mit Vertretern von Politik und Wirtschaft. Aber: Die Räder mahlen langsam. So kontaktierten die Frankfurter bereits deutsche Städte in dreistelliger Zahl – das Feedback auf die revolutionäre Entwicklung fiel dabei erstaunlicherweise sehr verhalten aus. Bis auf einige Kommunen, die in jüngster Vergangenheit ohnehin durch die Umsetzung aktiver Öffnungsstrategien von sich Reden machten (wie Tübingen oder Rostock), meldete überraschenderweise keine deutsche Stadt Interesse an der Technologie an. Das mag auch daran liegen, dass das Konzept der Innovation schwerer zu vermitteln ist, als das einer App.

Web: wifi-connect.eu

Mit Köpfchen den Büroalltag erleichtern

Aachen (ots)

Blue Waves | Der Podcast für die Bau- und Immobilienwelt (dreso.com)

Digitalisierung ist in: Egal ob intelligente Verkehrssysteme, autonomes Fahren oder der immer wichtigere Breitbandausbau, der vor allem durch die Corona-Krise vermehrt in den Fokus gerückt ist. Die technologischen Entwicklungen sind rasant und verändern die Art, wie wir uns informieren, wie wir kommunizieren, wie wir konsumieren – kurz: wie wir leben. Zum Tragen kommt dieser Aspekt also vor allem dort, wo das Gros die meiste Zeit des Tages verbringt – in einem Bürogebäude.

Die Welt der intelligenten, digitalisierten Gebäude schildert Klaus Dederichs, Head of ICT von Drees & Sommer am spannenden Beispiele des futuristischen Bürokomplexes „The Cube“ in Berlin. Außerdem verrät er, wieso er mit seinem Team auch schon Staubsauger-Roboter aus China getestet hat – und das mit erschreckendem Ergebnis.

Doch wie funktioniert das? Wo normalerweise der Mensch mitdenken und Hand anlegen muss, agieren digitalisierte Bürogebäude im Idealfall absolut selbstständig. Schließlich handelt es sich bei dem auf den Bedarf des Kunden angepassten „Customized Smart Building“ um eine Immobilie mit Köpfchen: Über eine Art zentrales Gehirn lernt es von seinen Nutzern und passt sich deren Bedürfnissen individuell an. Künstliche Intelligenz (KI), das sogenannte „Brain“, verknüpft unter höchsten IT-Sicherheitsstandards alle technischen Anlagen, Sensoren sowie Planungs-, Betriebs- und Nutzerdaten intelligent miteinander und steuert so die Prozesse im Gebäude. Dabei bildet sich das „Gehirn“ ständig weiter. Es lernt aus den Daten des Betriebs, der Nutzer und der Umwelt und formuliert daraus Verbesserungsvorschläge. Wenn Tracking-Sensoren also ungenutzte Räumlichkeiten melden, fährt die KI in den betroffenen Zimmern den Energieverbrauch selbständig herunter. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist auch umweltfreundlich: Denn der wirksamste Weg, Energie einzusparen ist, sie überhaupt nicht zu brauchen.

Enormes nachhaltiges Potential

An einem normalen Arbeitstag könnte das beispielsweise so aussehen: Bei der Einfahrt in die Tiefgarage des Bürogebäudes erkennen Sensoren das Kennzeichen des hauseigenen Carsharing-Fahrzeugs, so dass sich die Schranke automatisch hebt. Für die Dauer des Aufenthalts ist der Parkplatz samt Ladestation gebucht. Den Weg dorthin zeigt das Indoor-Navi der Gebäude-App, die auf dem Smartphone installiert ist. Genauso wie zum Arbeitsplatz, der sich neben den Kollegen befindet, mit denen eine dringende Abstimmung ansteht. Weil auf dem Smartphone die passenden Zugangsberechtigungen hinterlegt sind, öffnen sich sämtliche Türen von selbst. Das System merkt sich zudem trotz Desksharings die bevorzugten Einstellungen des einzelnen Nutzers. Auch der benachbarte Konferenzraum samt technischer Ausstattung sowie Verpflegung ist per App reserviert. Und sollte zwischendurch der Aufzug erste Anzeichen von Verschleiß zeigen, hat die KI bereits den Service-Mitarbeiter informiert, bevor es einer Reparatur bedarf. Intelligente Immobilien könnten demnach sowohl enorme wirtschaftliche als auch nachhaltige Potentiale für Nutzer, Bestandshalter, Investoren und nicht zuletzt für die Umwelt erschließen.

Mehr über das Thema „Customized Smart Buildings“ gibt es auch in der aktuellsten Episode von „Blue Waves“, dem Podcast von Drees & Sommer. Dort nimmt Klaus Dederichs, Head of Information and Communication Technologies, die Hörer:innen mit in die Welt der intelligenten, digitalisierten Gebäude und schildert spannende Beispiele am futuristischen Bürokomplex „The Cube“ in Berlin. Außerdem verrät er, wieso er mit seinem Team auch schon Staubsauger-Roboter aus China getestet hat – und das mit erschreckendem Ergebnis.

Der Link zum Podcast: Blue Waves | Der Podcast für die Bau- und Immobilienwelt (dreso.com)

Die Gewinner*innen des ADC Wettbewerbs stehen fest: Grands Prix für Digitale Medien, Editorial und Design

Berlin (ots) Drei Grands Prix, 33-mal Gold, 101-mal Silber, 187-mal Bronze und 255 Auszeichnung verlieh die ADC Jury im ADC Wettbewerb 2021. In der 57. Ausgabe des ADC Wettbewerbs tagten die 29 Jurys zum zweiten Mal ausschließlich virtuell. Sie diskutierten die Einreichungen mit mehr als 8.900 Bestandteilen.

Moderator Steven Gätjen präsentiert die besten Cases des Jahres in der ADC Award Show

„What a competition, in every sense. Fantastic cases with creativity that transcended the covid-related year – including several from Germany staking their claim on the international scene. Laser-focused judges who brought so much intensity and energy to the jurying processes. The rigor shows in the final selection, with only three campaigns picking up the prestigious Grand Prix. Competition at its best. That’s ADC.“ Liz Taylor, Global CCO bei Leo Burnett Worldwide sowie CCO bei Publicis Communications North America und Chairwoman des diesjährigen ADC Wettbewerbs.

Der Anteil der Neueinreicher im ADC Wettbwerb 2021 ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Ohnehin im Verlauf der Einreichungsfrist schon auf einem hohen Niveau, konnte die Zahl der Neueinreicher mit der Solidaritätsaktion des Clubs zusätzlich gesteigert werden: Im März konnte je eine Einreichung kostenlos getätigt werden, insbesondere um kleinen Agenturen, Start-ups und Freelancern eine Chance auf Teilnahme am wichtigsten Kreativwettbewerb Deutschlands zu geben. Mit #StolenMemory hat nun eine Arbeit aus der Aktion sogar einen Grand Prix gewonnen.

Deutschlandreise 2020 | Grand Prix Design

Den Grand Prix im Fachbereich Design erhält der Case Deutschlandreise 2020. Der Fotograf Ingmar Björn Nolting hielt fest, was er erlebte, als er zu Beginn der Corona-Krise zwei Monate lang alleine durch die Rupublik fuhr. Veröffentlicht wurden die Arbeiten des 1995 geborene Fotografen im ZEITmagazin.

Die Jury zum Grand Prix:

„Großartig intensiv, leise ganz laut – ein historisches Zeitdokument! Auf sensible und beklemmende Weise bekommen wir einen neuen Blick auf die Dystopie. Fast malerisch wie Aquarelle liegt ein Schleier über der Stadt, in jedem Foto. Der unsichtbare Virus wird spürbar. Die bewusst stilisierte Farbpalette in Kombination mit dem klaren zentralperspektivischen Bildaufbau transportiert die Melancholie und Stille dieser Zeit auf unglaubliche Art und Weise.“

#StolenMemory | Grand Prix Editorial

Im Fachbereich Editorial erhält die Agentur Goldener Westen für die Arbeit #StolenMemory einen Grand Prix. Die Initiatoren des Projektes #StolenMemory suchen Verwandte ehemaliger KZ-Insassen, um Gegenstände – Effekte genannt – zurückzugeben, die diesen einst gehörten. Wie viel Fiktion ist erlaubt, wenn man über historische Fakten und Biografien von realen Menschen erzählt? Goldener Westen hat für die Arolsen Archives mit #StolenMemory eine spannende Antwort auf diese Frage entwickelt:

Drei Animationsfilme und eine interaktive Scrollytelling-Webseite zeigen einen alternativen Ansatz, um junge Generationen zu erreichen. Das gesamte Projekt wurde um Filme herum aufgebaut. Die Website dient sowohl als Vertiefung, als auch zur Darstellung einer Auswahl persönlicher Gegenstände.

Die Jury zeigt sich beeindruckt:

„Die Brieftasche eines jungen Polizisten, ein alter Füller, ein Paar Ohrringe, die die Großmutter getragen hat – jedes Jurymitglied könnte jetzt auf der Stelle die Geschichte jener Menschen rekapitulieren, denen diese Gegenstände einst gehörten, so lebendig und eindringlich sind die Videos rund um die ehemaligen KZ-Häftlinge Johannes, István und Helena. In ruhigen, unpathetischen Schwarz-Weiß-Animationen erzählt #StolenMemory vom Überleben und vom Menschbleiben in unmenschlichen Zeiten. Das gründlich recherchierte und unprätentiös erzählte Multimediaprojekt stellt die durchdachte Gestaltung vollständig in den Dienst der Erinnerung und des konkreten Anliegens. Mit wenigen wirkungsvoll gesetzten Akzenten erzeugt #StolenMemory eine unglaubliche Emotionalität, und zieht nicht nur junge Menschen in den Bann, sondern die komplette Jury gleich mit. Eine interaktive „Scrollytelling-Website“ setzt die Suche nach den Angehörigen der Opfer fort, denn rund 2500 Gegenständen warten noch auf die Rückgabe an ihre Familien.“

Uncensored Library | Grand Prix Digitale Medien

Auch die DDB Group erhält einen Grand Prix. Die Juryvorsitzenden prämierten den Case The Uncensored Library im Fachbereich Digitale Medien. Weltweit wachsen Millionen Jugendliche in Staaten auf, in denen eine strenge Presse- und Internetzensur herrscht. Reporter ohne Grenzen wollte zwei Jahre nach der „Uncensored Playlist“ erneut ein Zeichen gegen Internetzensur setzen und damit gezielt junge Menschen erreichen. DDB Berlin nutzte dafür erstmalig ein Computerspiel als „digitales Schlupfloch“. Minecraft ist eines der größten Computerspiele weltweit und auch dort spielbar, wo viele Medien blockiert werden. Am Welttag gegen Internetzensur 2020 eröffnete Reporter ohne Grenzen die „Uncensored Library“: Eine digitale Bibliothek, gebaut aus 12,5 Millionen Blöcken. Hier wurden zuvor zensierte Artikel von renommierten Journalist*innen als Minecraft-Bücher wiederveröffentlicht – für jeden verfügbar. Eine interaktive Microsite mit Hintergrundinfos zum Projekt und zu den Journalist*innen begleitete den Launch. Die „Library“ veröffentlicht stetig neue Artikel – um jungen Menschen ihr Recht auf freie Informationen zurückzugeben.

„Die Grundidee ein Open World Multiplayer Game zu nutzen um restriktive Firewalls von Autoritäten Staaten zu umgehen ist schon innovativ, das dann aber auch noch so monumental umzusetzen verdient aus unser Sicht auf jeden Fall Gold“, so die ADC Jury.

Die Juryvorsitzenden vergaben keinen Grand Prix für Werbung, Film und Ton, sowie Kommunikation im Raum und Event. Die Jurys der ADC Wettbewerbe bewerten die Einsendungen nach den Bewertungskriterien Originalität, Kraft, Klarheit, Machart und Freude.

Die Gewinnerarbeiten wurden im Rahmen der ADC Award Show am Freitagnachmittag live auf YouTube ausgezeichnet. ProSieben-Moderator Steven Gätjen führte durch die digitale Preisverleihung, die nach wie vor online einsehbar ist.

Mit Bekanntgabe der Gewinner*innen 2021 am Freitagabend werden in derADC App neben den Gewinnerarbeiten weitere ausgewählte Cases zu finden sein: In der neuen Kategorie Choices präsentieren und erklären kreative Köpfe – unter anderem ADC Juryvorsitzenden – die Arbeiten und zeigen: Kreativität findet auch in herausfordernden Zeiten immer einen Weg.

Alle Videos des ADC Festivals 2021 hier.

Alle Informationen zum ADC Festival im Überblick hier.

Web: ADAC.de

Lokaljournalismus in Europa ernsthaft gefährdet

Brüssel (ots) Die Geschäftsmodelle lokaler Medien und ihre Unabhängigkeit sind durch den beschleunigten Übergang zu digitalen Vertriebskanälen, veränderte Nutzergewohnheiten und sinkende Werbeeinnahmen gefährdet.

Berichterstatter Jan Trei zeigt sich über die Zukunft des Lokaljournalismus besorgt

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) begrüßt daher den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Aktionsplan, betont jedoch, dass die alarmierende Finanzlage lokaler und regionaler Medien noch stärker berücksichtigt werden muss. In einem politischen Mehrebenensystem wie der europäischen Demokratie sind kleinere Lokalmedien, die direkt mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vertraut sind, von entscheidender Bedeutung, um demokratische Kontrolle und Legitimität zu gewährleisten – so heißt es in der Stellungnahme des Berichterstatters Jan Trei (EE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, die auf der AdR-Plenartagung im Mai vorgestellt wurde.

Als Eckpfeiler einer gesunden und nachhaltigen Demokratie bieten pluralistische Medienlandschaften den Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Informationen und Plattformen für offene politische Debatten. Allerdings werden die Vielfalt und Unabhängigkeit der Medien in ganz Europa durch kommerziellen Druck und ein sich rasch veränderndes technologisches Umfeld bedroht.

Daher forderten die AdR-Mitglieder unter Bezugnahme auf die Charta der Grundrechte der Europäischen Union mehr finanzielle Unterstützung und begrüßten den Plan der Kommission, die Unterstützung für den audiovisuellen und den Nachrichtenmediensektor in dem branchenübergreifenden Aktionsbereich des Programms Kreatives Europa 2021-2027 effizienter zu gestalten. Die finanzielle Unterstützung soll auf eine Weise gewährt werden, die Freiheit und Medienpluralismus achtet und fördert.

Gerry Woop(DE/SPE), Berliner Europastaatssekretär, sagte: „Wir müssen die lokalen und regionalen Medien bei der digitalen Transformation nachhaltig unterstützen. Blieben sie auf der Strecke, würde dies dem Medienpluralismus in Europa dauerhaften Schaden zufügen. Gerade die COVID-19-Pandemie hat noch einmal die Bedeutung eines starken Mediensektors verdeutlicht. Wir brauchen unabhängige Medien, die auch in Krisensituationen in der Lage sind, die Bevölkerung mit faktenbasierten Informationen zu versorgen. Dabei dürfen wir uns nicht nur auf die größten und reichweitenstärksten Akteure verlassen. Gerade die lokalen und regionalen Medien spielen für das öffentliche Leben und die politische Debatte eine wichtige Rolle.“

AdR-Berichterstatter Jan Trei (EE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Viimsi, betonte: „Die COVID-19-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig starke Medien als Institutionen sind, die die Gesellschaft faktengestützt und ausgewogen informieren, um eine offene Debatte zu ermöglichen. Gleichzeitig hat die durch die Krise verursachte Rezession die Möglichkeiten der Medien beschnitten, ihrer Verantwortung nachzukommen. Damit es auf allen Ebenen weiterhin eine qualitativ hochwertige Medienberichterstattung gibt, sind Unterstützungsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere gilt es, das Überleben lokaler und regionaler Medienunternehmen zu sichern. Dabei müssen die besonderen Gegebenheiten kleiner Länder berücksichtigt werden, in denen die Ressourcen für lokale und regionale Medien aufgrund der geringen Größe des Marktes begrenzt sind.“

In seiner Stellungnahme weist Jan Trei darauf hin, dass bei künftigen Rechtsvorschriften und Fördermaßnahmen je nach der wirtschaftlichen Lage der lokalen und regionalen Medien differenziert vorgegangen werden muss. Große nationale und europäische Medienunternehmen werden derzeit mit der externen Konkurrenz durch amerikanische Technologieriesen und die Plattformwirtschaft konfrontiert – dieses Problem sollte durch die Anwendung des neuen Gesetzespakets über digitale Dienste gelöst werden. Ganz anders sehen hingegen die Herausforderungen für kleinere lokale Zeitungen und Radiosender aus: Da sie ein begrenztes Publikum in einem bestimmten geographischen Gebiet bedienen, verfügen sie häufig auch nur über ein eingeschränktes Wachstumspotenzial. Um das Entstehen von „Nachrichten-Wüsten“ in dünn besiedelten Gebieten zu verhindern, sollten die öffentlich-rechtlichen Medien ihre regionale Berichterstattung erweitern und für das Publikum über ein breites Spektrum von Kommunikationskanälen zugänglich bleiben.

„Das Fehlen eines ausreichenden rechtlichen, regulatorischen und politischen Rahmens im digitalen Ökosystem behinderte den erfolgreichen Übergang für den Mediensektor bereits vor dem COVID-19-Ausbruch. Die lokalen und regionalen Medien sind in einer besonders schwierigen Lage. Wir brauchen eine umfassende Strategie, um die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des europäischen Mediensektors wiederherzustellen. Wir müssen europäischen Medienunternehmen bei der Erholung helfen, gleiche Wettbewerbsbedingungen für sie und neue Marktteilnehmer gewährleisten und ihren Wandel unterstützen“, so Dace Melbarde (LV/EKR), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, die an der Plenardebatte teilnahm.

Web: europa.eu

Eine Schulserverlösung erobert das Saarland

Heilbronn / Saarbrücken (ots) Gütesiegel sollen Orientierung geben und Aussagen über die (hohe) Qualität eines Produkts oder einer Leistung treffen. Sie stellen sicher, dass bestimmte Anforderungen an den Inhalt, die Sicherheit oder Umwelt erfüllt sind.

Viele digitale Schulen haben keine Probleme mit Distanzunterricht.

Auch im Bildungsbereich helfen Gütezeichen dabei, die Qualität einer Schule zu bewerten und so die passende Schule auszuwählen. Zu den wohl bekanntesten Auszeichnungen für Schulen gehören „Digitale Schule“ und „MINT-freundliche Schule“. In 2020 wurden über 2.000 Schulen mit einem (oder sogar beiden) Siegel von der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ und ihren Partnern ausgezeichnet.

Beim Rückblick sind sich die prämierten Schulen einig: Die Arbeit, die zur Auszeichnung führte, hat Strukturen geschaffen, mit denen sie besonders gut durch die Corona-Pandemie kamen.

Auszeichnung „Digitale Schule“

Digitalisierung erhält seit Jahren immer mehr Einzug in unser Miteinander. Informations- und Kommunikationstechnologien verändern alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Um Chancen und Herausforderungen von Digitalisierung reflektieren und beurteilen zu können, bedarf es einer guten schulischen Bildung.

Die Auszeichnung „Digitale Schule“ soll Schulen prämieren, die im besonderen Maße Bildung in einer digital vernetzten Welt, oder kurz: Digitale Bildung, vermitteln. Sie tragen dem Thema „Digitalisierung“ inhaltlich, strukturell und methodisch Rechnung. Bei ihnen wird die digitale, vernetzte Welt zum Unterrichtsgegenstand, die aus technologischer, gesellschaftlicher und anwendungsbezogener Sicht betrachtet wird.

Die Auszeichnung wird von einer Jury vergeben, die sich aus Partnern sowie MINT-Fach-und Wissensverbänden zusammensetzt. Beteiligte Partner sind: die Gesellschaft für Informatik (GI), die Wissensfabrik, das Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS), der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Eco, der größte Verband der Internetwirtschaft in Europa, sowie Daimler und Südwestmetall.

Besonders Augenmerk legt die Jury auf die Vermittlung informatischer Grundlagen und den Erwerb von Medienkompetenz sowie auf die Kompetenzbildung mit Hilfe von digitalen Medien und Technologien.

Die Auszeichnung wird anhand eines Kriterienkatalogs vergeben, der fünf Konzept-Module enthält: 1. Pädagogik & Lernkulturen, 2. Qualifizierung der Lehrkräfte, 3. Regionale Vernetzung, 4. Konzept und Verstetigung sowie 5. Technik und Ausstattung. Entwickelt wurden die Module u. a. von der Gesellschaft für Informatik und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“, Digitalstaatsministerin Dorothee Bär hat die Schirmherrschaft.

6 von 10 Schulen

Im Saarland wurden zehn weiterführende Schulen mit dem Siegel „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Sechs der zehn Schulen setzen die gleiche Schulserverlösung ein:

1.  Martin-Luther-King Schule Saarlouis / Gemeinschaftsschule 
2.  Kettelerschule Schmelz / Gemeinschaftsschule 
3.  Otto-Hahn-Gymnasium Saarbrücken / Gymnasium 
4.  Kaufmännisches Berufsbildungszentrum Halberg KBBZ Saarbrücken / Berufliche Schule 
5.  Gemeinschaftsschule Freisen / Gemeinschaftsschule 
6.  Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley / Gemeinschaftsschule  

Alle sechs Schulen werden von nur einem Systemhaus betreut, der G&M IT-Systeme GmbH.

Partner vor Ort

Die Schulserverlösung LogoDIDACT des Softwareherstellers SBE network solutions GmbH wird über zertifizierte Systemhäuser vertrieben, installiert und supportet. Im Saarland übernimmt die G&M IT-Systeme GmbH die Installation und Betreuung der Linux-basierten Schulserverlösung. Das Partner-Unternehmen mit Gold-Status gibt es seit 2006 und hat seinen Hauptsitz in St. Wendel sowie eine Niederlassung in Saarbrücken.

Drei Geschäftsführer und ein Team aus neun Mitarbeitern kümmern sich um 51 Schulen, die die Schulserverlösung LogoDIDACT für das Management von 4.330 PCs und Notebooks einsetzen. Für 22 von ihnen verwalten sie auch das Mobile Device Management, in dem 2.485 mobile Endgeräte eingeschrieben sind.

Die G&M IT-Systeme GmbH hat sich als Unternehmen vor Jahren auf Prozesse in verschiedenen Branchen spezialisiert. Sie beraten ihre Schulkunden bei der Auswahl, Handhabung und Einführung einer innovativen Schulnetzlösung. G&M IT-Systeme unterstützt seine Kunden bei sämtlichen Prozessen in der IT-Infrastruktur und übernimmt die zukünftige IT-Betreuung, gemeinsam mit ihren Kunden im Team.

Über die SBE network solutions GmbH, Heilbronn: Seit mehr als zwanzig Jahren bietet die SBE innovative Lösungen im Bildungsbereich. Mit ihrer Schul-IT-Komplettlösung LogoDIDACT konnte sich der Softwarehersteller als Marktführer etablieren. Die Beratung, Planung und Realisierung von Netzwerken, die Lieferung von Hard- und Software, sowie die Installation und Wartung von Servern, Clients und Netzwerken übernehmen Partner. Partner von SBE sind Systemhäuser, die Schulkunden kompetente Ansprechpartner vor Ort garantieren.

Web: www.sbe.de

Die ALDI-Online-Offensive: Mit „ALDI Möglichkeiten“ digitale Angebote neu entdecken

Essen / Mülheim an der Ruhr (ots) Das Online-Shopping bei ALDI Nord und ALDI SÜD wird für die Kunden künftig deutlich stärker erlebbar. Dafür stellen sich die Discounter digital neu auf und bündeln ihre Online-Angebote unter der Servicewelt „ALDI Möglichkeiten“. In diesem Rahmen erhalten die ALDI Services einen modernen, neuen Look. Zum Relaunch startet eine umfangreiche 360-Grad-Awareness-Kampagne unter dem Motto „ALDI Möglichkeiten, die das Leben schöner machen“.

Das Online-Shopping bei ALDI Nord und ALDI SÜD wird für die Kunden künftig deutlich stärker erlebbar. Dafür stellen sich die Discounter digital neu auf und bündeln ihre Online-Angebote unter der Servicewelt ,,ALDI Möglichkeiten“.

Ob Fotobücher gestalten, zu günstigem Ökostrom wechseln oder den ALDI TALK Tarif verwalten – das alles und noch mehr ermöglichen die ALDI Services. Bisher standen diese jedoch relativ losgelöst voneinander. So konnten die einzelnen Services bislang wenig voneinander profitieren. „Mit ‚ALDI Möglichkeiten‘ schaffen wir nun eine übergeordnete Servicewelt und machen unsere digitalen Angebote innerhalb der ALDI Welt für unsere Kunden stärker erlebbar“, sagt Lars Klein, Managing Director Buying & Services bei ALDI SÜD. „Damit positionieren wir uns auch digital als starker Partner für unsere Kunden.“ „ALDI Möglichkeiten“ steht künftig unter anderem für die Online Services ALDI TALK, ALDI Grüne Energie, ALDI Foto, ALDI Reisen, ALDI Blumen, ALDI Gaming und ALDI liefert.

Webseiten im neuen Look

Zum Relaunch startet eine umfangreiche 360-Grad-Awareness-Kampagne unter dem Motto ,,ALDI Möglichkeiten, die das Leben schöner machen“.

Die Webseiten der Online-Services wurden im Zuge eines umfangreichen Relaunches optisch neu gestaltet: Die einzelnen Services erscheinen ab 2. Mai in jeweils eigenen Farbwelten, welche die individuellen Stärken jedes Angebotes stärken und gleichzeitig in einer Markenwelt vereinen. „Unser Ziel war es, den ALDI Services einen einheitlichen, modernen Look zu geben und sie durch ihre Gestaltung gleichzeitig stärker an die Dachmarke ALDI anzulehnen“, sagt Sabine Zantis, Managing Director Marketing and Communications bei ALDI Nord. „So wollen wir das große Vertrauen unserer Kunden in unsere ALDI Markenwerte auch auf unser digitales Angebot übertragen.“ Ein Fokus liegt auf der Optimierung der User-Experience und des digitalen Shoppingerlebnisses. Neben bereits etablierten Services wie „ALDI TALK“ sollen so perspektivisch auch die vielen weiteren Online Angebote in Bekanntheit und Image gestärkt sowie Cross-Selling-Effekte ermöglicht werden. „Unsere Botschaft lautet hierbei: Deine ganze Welt online bestellt. Vor allem in der aktuellen Zeit möchten wir unseren Kunden so zeigen, dass wir mit einem umfangreichen Angebot auch online rund um die Uhr für sie da sind. Und das natürlich zum gewohnten ALDI Preis“, so Zantis.

ALDI Gaming wird eigenständiger Online-Service

Im Zuge der Neugestaltung wurden die Services teilweise neu strukturiert: Mit ALDI Gaming wollen die Discounter das Gaming-Angebot noch stärker in den Fokus der Kundinnen und Kunden rücken. Der Bereich Musik (bisher ALDI life Musik) wird künftig als Tarifoption bei ALDI TALK angesiedelt. „Damit passen wir das Angebot dem aktuellen Nutzerverhalten an und folgen aktuellen Markttrends“, so Lars Klein. Im Rahmen eines Renamings führt ALDI Grüne Energie außerdem das Angebot von ALDI Grünstrom weiter.

360-Grad-Awareness-Kampagne

Den Relaunch kommunizieren ALDI Nord und ALDI SÜD mit einer breit angelegten 360-Grad-Awareness-Kampagne unter dem Motto „ALDI Möglichkeiten, die das Leben schöner machen“. Diese nutzt die phonetische Doppeldeutigkeit und Lesart des Markennamens ALDI für seine Zwecke. So werden die vielseitigen Möglichkeiten, die den Kunden mit den ALDI Online-Services geboten werden auf moderne Weise präsentiert. Gleichzeitig wird der Anspruch der Discounter als umfassenden Multi-Service-Anbieter unterstrichen. In diesem Rahmen startet am 2. Mai ein 30-sekündiger Dachmarken-Spot im TV. Der internationale Hit „Parachute“ (Tony Romera Remix) des französischen Newcomers Petit Biscuit verleiht dem Spot den passenden pulsierenden Beat. Neben dem Hauptspot folgen drei weitere Hero-Spots zu ALDI TALK, ALDI Grüne Energie und ALDI Foto. Umfangreichen Maßnahmen in Radio-Spots, auf den Social-Media-Kanälen, in Anzeigen, im Handzettel und in den Filialen begleiten die Kampagne.

Für die Kampagne zeichnet die Agentur laut von leise verantwortlich.

Den neuen Online-Auftritt der ALDI Services bei ALDI Nord und bei ALDI SÜD finden Sie ab dem 2. Mai unter den folgenden Links:

ALDI Nord: aldi-nord.de/aldi-moeglichkeiten , ALDI SÜD: aldi-süd.de/aldi-möglichkeiten

Heldenherz 2021 – Medienpreis für Kinderschutz bundesweit ausgeschrieben

Bewerbung für Beiträge der Sparten Print, TV, Hörfunk und Online

Hamburg (ots) Medienpreis HELDENHERZ Die Stiftung Mittagskinder schreibt in 2021 wieder ihren Kinderschutzpreis HELDENHERZ bundesweit aus. Der Medienpreis ist mit insgesamt EUR 20.000 dotiert. Ausgezeichnet werden journalistische Beiträge zu Kinderrechten und Kinderschutz der Mediensparten Print, TV, Hörfunk und Online. Die Preisverleihung findet im Herbst 2021 statt.

HELDENHERZ Medienpreis für Kinderschutz

Unsägliches ansprechen. Aufrütteln. Missstände aufzeigen. „Immer wieder müssen wir durch aktuelle Nachrichten erfahren, dass Kindern Unrecht geschieht oder dass sie grausam misshandelt werden – oft gerade durch Menschen, denen sie als Schutzbefohlene anvertraut waren. Das ist beschämend für unsere Gesellschaft“, kritisiert Susann Grünwald, die Stiftungsvorsitzende. „Kinder haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt. Die Stiftung Mittagskinder tritt dafür ein, dass unsere Gesellschaft den Kinderschutz und die Beachtung der Kinderrechte als Verantwortung und Verpflichtung annimmt.“

Die Stiftung Mittagskinder will mit dem HELDENHERZ-Preis ein nachhaltiges Zeichen für Kinderschutz und Kinderrechte setzen. Um eine entsprechende Berichterstattung der Medien anzuregen, wird der Kinderschutzpreis HELDENHERZ als Medienpreis in vier Preiskategorien ausgelobt. Bis 11. August 2021 können journalistische Beiträge eingereicht werden, die unsere Gesellschaft für die Bedeutung von Kinderrechten und Kinderschutz sensibilisieren.

HELDENHERZ-Schirmherrin ist erneut die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, selbst Mutter von drei Kindern: „Unsere Kinder haben das Recht auf gleiche Chancen und Fürsorge. Wir müssen alles dafür tun, sie vor körperlicher und seelischer Gewalt zu schützen – und sie auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu begleiten. Das mag selbstverständlich sein, leider mussten wir aber in der Vergangenheit auch das Gegenteil sehen. Deshalb unterstütze ich als Schirmherrin den Kinderschutzpreis HELDENHERZ. Er zeichnet Medienbeiträge aus, die sich für Kinderschutz einsetzen und damit die Wahrnehmung von Kinderrechten in unserer Gesellschaft steigern.“

Alle Einzelheiten für Bewerbungen sind nachzulesen unter https://heldenherz.hamburg/

Leipziger Startup Immunkarte.de stellt Covid-19-Impfnachweis aus der Apotheke vor

Leipzig (ots) Das Leipziger Startup Immunkarte.de stellt heute seinen fälschungssicheren und maschinenlesbaren Covid-19-Impfnachweis aus der Apotheke vor.

Alltagsfreundliche Eingangkontrolle mit der Immunkarte Covid-19 (Beispieldarstellung) / Leipziger Startup Immunkarte.de stellt Covid-19-Impfnachweis aus der Apotheke vor Aufnahme: am 24.04.2021 in Berlin

Die scheckkartengroße Immunkarte Covid-19 wird ab Montag in Partnerapotheken deutschlandweit ausgestellt. Die Immunkarte Covid-19 weist fälschungssicher und alltagsfreundlich den Corona-Impf-Status des Trägers aus – zum Beispiel bei einem Friseurbesuch. „Bei jedem Träger der verifizierten Immunkarte können Sie sicher sein, dass er vollständig gegen Covid-19 geimpft ist und praktisch keine Gefahr mehr für seine Mitmenschen darstellt“, erklärt Tamim Al-Marie, Apotheker und Geschäftsführer von Immunkarte.de. „Die Immunkarte erfüllt damit die Anforderungen der neuen Corona-Verordnungen in den Bundesländern Bayern, Berlin und Hessen.“ Ein QR-Code auf der Rückseite der Karte kann – z.B. am Eingang eines Restaurants oder Clubs – einfach gescannt werden und bestätigt so den Impfstatus seines Trägers.

Die Immunkarte kann im Alltag schnell kontrolliert werden – durch einen einfachen Scan mit der ebenfalls ab Montag im Apple– und Playstore verfügbaren App „Immunkarte“: Automatisch wird hier geprüft, ob die Impfung gegen Covid-19 vollständig ist und bereits die vorgeschrieben 14 Tage zurückliegt. Es wird bei gültigem Immunisierungsstatus ein Passbild des Kartenträgers angezeigt, damit nicht bei jeder Eingangskontrolle zusätzlich der Personalausweis kontrolliert werden muss. So kommt es zu kürzeren Warteschlangen bei Eingangskontrollen. Das Bild kann nur durch zertifizierte Partner-Apotheken bei der Ausstellung der Karte hinterlegt werden. Bei der Ausstellung wird vom Apotheker auch der Personalausweis geprüft. Das Start-up Immunkarte.de arbeitet dafür zunächst mit 75 Apotheken zusammen, ab dem 15.5. soll die Zahl der ausstellenden Apotheken auf über 500 anwachsen.

„Die Immunkarte ist leicht zu handhaben, fälschungssicher und durch den Code auf der Rückseite im Alltag leicht überprüfbar“, sagt Geschäftsführer Al-Marie, der das Immunkarte-Team, zu dem auch mehrere Apotheker gehören, als Start-up vor acht Wochen in Leipzig gegründet hat, und fügt hinzu: „Das Risiko jemanden mit Covid-19 anzustecken, ist bei Geimpften nach aktuellem Kenntnisstand sogar geringer als bei Menschen, die einen negativen Schnelltest vorweisen“.

Website: https://immunkarte.de

#UseTheNews-Studie: Jungen Menschen fehlt bei journalistischen Nachrichten oft der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit

Hamburg (ots) Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen. Journalistische Angebote sind allerdings nur noch eine von vielen genutzten Informationsquellen.

Eine bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren.

Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie „Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden heute beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert.

Erstmals schlüsselt eine Studie derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. #UseTheNews liefert damit neue fundierte Erkenntnisse für Medienunternehmen und Medienpädagogik. Denn auch, wenn viele häufig Social Media nutzen, so muss das nicht automatisch bedeuten, dass sie nicht an Nachrichten interessiert sind. Denn viele konsumieren zusätzlich auch die Nachrichten im Fernsehen oder Radio, lesen eine Tageszeitung oder informieren sich über die Online-Angebote klassischer Nachrichtenanbieter. So zeigen sich innerhalb einer Alters- und Bildungsgruppe verschiedene Typen mit spezifischen Ausprägungen von Interesse, Nutzung, zugeschriebener Meinungsbildungsrelevanz und Informiertheit.

Diese vier identifizierten Typen sind:

1. Journalistisch Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer Quellen bei geringer Relevanz nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

2. Gering Informationsorientierte: geringes Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei ebenfalls geringer Nutzung und Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

3. Umfassend Informationsorientierte: hohes Nachrichteninteresse, umfangreiche Nutzung und große Relevanz journalistischer und nicht-journalistischer Angebote; gut informiert

4. Nicht-Journalistisch Informationsorientierte: mittleres Nachrichteninteresse, keine Nutzung und Relevanz journalistischer Quellen bei hoher Relevanz nicht-journalistischer Angebote; nicht gut informiert

Oft fehlt bei journalistischen Nachrichten der Bezug zum eigenen Leben

Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Das sagen beispielsweise in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen mehr als zwei Drittel der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten (67 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es etwas weniger (59 Prozent). Aber auch bei den Journalistisch Informationsorientierten – also den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den stärksten Bezug zu klassischen Medien haben – ist der Wert in beiden Altersgruppen mit jeweils knapp 40 Prozent vergleichsweise hoch.

Mit 46 Prozent widmet sich insgesamt knapp die Hälfte der befragten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren mehrmals pro Woche journalistischen Angeboten, aber 58 Prozent schauen auch auf nicht-journalistische Akteure. Rund die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren.

Freunde, Familie und Bekannte sind für die Meinungsbildung am wichtigsten

Nachrichten journalistischer Prägung sind bei Jugendlichen und jungen Menschen bei der Meinungsbildung nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Freunde, Familie und Bekannte haben eine spürbar höhere Relevanz. Allein bei den 18- bis 24-Jährigen liegt in der Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten das persönliche Umfeld mit den journalistischen Nachrichtenmedien gleichauf (59 Prozent, bzw. 61 Prozent). Auffällig ist die hohe Relevanz von Influencern auf die Meinungsbildung in der Gruppe der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten aber auch bei den Umfassend Informationsorientierten. So halten in der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen 41 Prozent der Umfassend Informationsorientierten, in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen 35 Prozent Influencer für äußerst und sehr wichtig für die eigene Meinungsbildung.

Liken und kommentieren

Die Gruppe der Journalistisch Informationsorientierten im Alter von 18 bis 24 Jahren ist beim Liken von Nachrichten affallend zurückhaltend. Während von ihnen nur 28 Prozent regelmäßig den Like-Button klicken, sind es bei den Nicht-Journalistisch Informationsorientierten 73 Prozent. Am aktivsten nutzen in beiden Altersgruppen die Umfassend Informationsorientierten die Kommentarfunktion der Sozialen Netzwerke. Kommentare auf journalistischen Nachrichtenseiten werden von allen Gruppen nur sehr sporadisch gepostet.

Handlungsempfehlungen an Medien und Bildungseinrichtungen

„Journalistische Anbieter sollten Wege entwickeln und erproben, die Alltagsrelevanz ihrer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene herauszustellen und gleichzeitig zu zeigen, dass sie aufgrund ihrer Kompetenzen und Arbeitsweisen besser als andere Informationsanbieter in der Lage sind, relevante Informationen zu liefern“, sagen die Studienautoren Uwe Hasebrink, Sascha Hölig und Leonie Wunderlich vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg. „Nur durch solides Handwerk sowie verlässliche und tiefgründige Inhalte aus verschiedenen Perspektiven kann es gelingen, sich von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren abzugrenzen und einen überzeugenden Mehrwert zu schaffen, für den man im Zweifel auch bereit ist, Geld zu bezahlen“, so die Medienforscher.

Darüber hinaus stellen die Autoren fest, dass das Wissen über Funktionen und Arbeitsweisen des Journalismus begrenzt ist. Daher erscheine es ratsam, der schulischen Medienbildung mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ziel sollte ein besseres Verständnis grundlegender Funktionen des Journalismus in einer Demokratie und der Strukturen des Mediensystems inklusive der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, aber auch die Kenntnis der Aufmerksamkeitsmechanismen und der spezifischen Arbeitsweisen des professionellen Journalismus.

Studiendesign: Face-to-Face-Befragung von gut 1500 Personen im Herbst 2020

Das Design der Studie wurde entlang mehrerer Leitfragen entwickelt: Welchen Unterschied macht es, wo und wie sich Jugendliche und junge Erwachsene informieren? Und welche allgemeinen Muster der Orientierung gegenüber Nachrichten lassen sich in der digitalen Medienumgebung beobachten? Um diese Fragen zu beantworten, wurde in der Untersuchung das Zusammenspiel zwischen Nachrichteninteresse, Nachrichtennutzung, Informiertheit und Meinungsbildung untersucht. Dabei lag der Fokus auf der Bedeutung, die den verschiedenen journalistischen und nicht-journalistischen Nachrichtenangeboten bei diesem Zusammenspiel zukommt. Es wurden acht Gruppendiskussionen mit insgesamt 35 Teilnehmenden und eine Face-to-Face-Befragung mit jeweils 500 Personen aus den Altersgruppen 14 bis 17 Jahre, 18 bis 24 Jahre und 40 bis 50 Jahre (n = 1.508) durchgeführt. Die Stichproben bilden ein strukturgleiches Abbild der deutschsprechenden Bevölkerung in Privathaushalten in den jeweiligen Altersgruppen hinsichtlich der Variablen Alter, Geschlecht, Region und Bildung (je 50 Prozent formal hoch und formal niedrig). Die Feldarbeit erfolgte durch die Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) zwischen dem 12.10. und dem 06.12.2020.

Stimmen aus dem #UseTheNews-Kuratorium

Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende, Funke-Mediengruppe:

„Gerade weil Jugendliche die sozialen Medien so intensiv nutzen, braucht es solide recherchierten, verlässlichen Journalismus, der auf Fakten und Vielstimmigkeit setzt, nicht auf eine Agenda, die Algorithmen oder Influencer festgelegt haben. Mehr denn je leisten Verlage diese demokratiebewahrende Arbeit. Wir müssen bei aller Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit jedoch auch die Wellenlänge junger Menschen treffen – etwa durch digitale Formate wie Podcasts, Videos oder Online-Beiträge direkt aus der Lebenswelt dieser Generation. Ich freue mich deshalb, dass #UseTheNews als Kompetenzzentrum für junge Zielgruppen gemeinsam mit FUNKE solche neuen Formate für die Medienbranche konzipiert. Das Projekt entbindet uns, die Verlage, allerdings nicht von der Pflicht, unsere Redaktionen auch personell so divers aufzustellen, dass sich junge Menschen mit all ihren Erwartungen und Sorgen in unseren Produkten wiederfinden können.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg:

„Die Studie ist ein Wegweiser für Journalismus und Politik. Junge Menschen artikulieren ein klares Bedürfnis nach Informationen und Fakten. Ziel professioneller Redaktionen muss es sein, den Wert guter journalistischer Arbeit gerade auch für das Leben junger Menschen deutlich zu machen. Zugleich muss die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz und der Rolle des Journalismus für die demokratische Öffentlichkeit besser gelingen. Hier tragen öffentliche Bildungseinrichtungen eine wichtige Verantwortung. Zu beiden Aspekten kann #UseTheNews wichtige Beiträge leisten.“

Dr. Peter Frey, Chefredakteur, ZDF:

„Die #UseTheNews-Studie macht noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir auf die junge Zielgruppe zugehen. Wir wollen Jugendliche und junge Erwachsene dort erreichen, wo sie sowieso unterwegs sind: in den digitalen Netzwerken. Dort müssen wir unsere journalistischen Inhalte plattform-gerecht aufbereiten. An einigen Stellen gelingt uns das bereits, aber in der Breite noch nicht. Besonders wichtig ist, dass wir eine noch bessere Übersetzungsleistung erbringen und erklären, welche konkreten Auswirkungen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft auf den Alltag von jungen Menschen haben.“

Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant Südwestrundfunk:

„Unsere Aufgabe als öffentlich-rechtlicher Medienanbieter ist es, junge Menschen für Nachrichteninhalte zu begeistern. Es geht darum, relevante Themen für diese Zielgruppe spannend aufzuarbeiten. Dafür verknüpfen wir fundierte Recherchen und verlässliche Informationen mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Wir werden auch im Informationsbereich mit unserem neu aufgestellten Nachrichtenangebot auf die jungen Nutzerinnen und Nutzer zugehen – um die ganze Gesellschaft am demokratischen Prozess zu beteiligen. #UseTheNews liefert uns dafür wichtige Einblicke und spannende Erkenntnisse.“

Peter Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung, dpa:

„Die Ergebnisse der Studie zeigen eindringlich, dass die Medienbranche stärker auf junge Menschen zugehen muss. Anbieter journalistischer Nachrichtenformate stehen vor der Herausforderung, sich ihre Relevanz immer wieder neu zu erkämpfen. Im Projekt #UseTheNews arbeiten wir in einem starken Team zusammen an den passenden Antworten für unsere künftigen Angebote. Denn nur ein Journalismus, der für das Leben der jungen Generation einen echten und spürbaren Wert hat, kann seine gesellschaftliche Aufgabe langfristig erfüllen.“

Über #UseTheNews

Das bundesweite Projekt #UseTheNews geht der Nachrichtennutzung und -kompetenz junger Menschen auf den Grund und entwickelt neue Informations- und Bildungsangebote. In einem News Literacy Lab werden auf Basis der Studienergebnisse neue Nachrichtenangebote konzipiert. Begleitet wird das News Literacy Lab von Journalismus-Experten der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Darüber hinaus werden unter dem Titel Open News Education (ONE) Bildungsangebote, Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt, um die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in Schulen zu stärken. Initiiert wurde #UseTheNews von der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Unterstützt wird das Projekt von einem Kuratorium aus namhaften Persönlichkeiten aus Medien und Politik.

Mehr: www.dpa.com/de/usethenews