Wahl in Sachsen-Anhalt | Live: ARD-Sondersendung

Die Wahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag ist der letzte Stimmungstest, bevor am 26. September ein neuer Bundestag gewählt wird. Welche bundespolitischen Signale setzt diese Wahl in einem Bundesland mit starker AfD und der ersten Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen in Deutschland?

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Armin Laschet erneut eine klare Abgrenzung von der AfD gefordert. Bedenken, dass es bei der CDU in Sachsen-Anhalt in dieser Hinsicht Defizite geben könnte, hat er aber nicht. In einem Interview im Deutschlandfunk antwortete er auf die Frage, ob die Brandmauer der Union gegen die AfD auch in Ostdeutschland stehe, mit einem klaren Ja. „Wir wollen keine Kooperation mit der AfD auf keiner Ebene. Mehr Brandmauer geht nicht“, so Laschet. Die AfD in Sachsen-Anhalt gilt – auch für AfD-Verhältnisse – als besonders weit rechts. Innerhalb der Landes-CDU wiederum waren in der Vergangenheit mehrfach Politiker damit aufgefallen, dass sie durchaus Sympathien für eine Zusammenarbeit mit der AfD erkennen ließen. Den prominentesten von ihnen, den früheren Innenminister und Landeschef Holger Stahlknecht, kostete das die Ämter. Ministerpräsident Reiner Haseloff warf ihn aus dem Kabinett, nachdem Stahlknecht für den Fall eines Koalitionsbruchs eine CDU-Minderheitsregierung ins Spiel gebracht hatte, die praktisch auch auf Stimmen der AfD angewiesen wäre.