Der Bedeutungsgewinn von Digitalisierung in der Arbeitswelt zeigt sich unabhängig vom Bildungsabschluss. Bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss steigt der Anteil derer, die für Wirtschaft und Beruf künftig eine große persönliche Bedeutung erwarten, um zehn Prozentpunkte (51 Prozent). Bei mittlerem Bildungsabschluss liegt der Wert bei 49 Prozent (plus drei Punkte), bei hohem Bildungsabschluss bei 61 Prozent (plus acht Punkte).
Auch für den Lebensbereich Bildung und Weiterbildung gewinnt die Digitalisierung an Gewicht. Bei Befragten mit mittlerem Bildungsabschluss steigt der entsprechende Anteil von 40 auf 45 Prozent. Und 53 Prozent der Menschen mit hohem Bildungsabschluss (plus vier Punkte) erwarten hier eine große Bedeutung der Digitalisierung in ihrem Leben.
Generationen setzen unterschiedliche Schwerpunkte
Hohe Bedeutung messen die Befragten der Digitalisierung weiterhin auch in den Bereichen Medizin und Gesundheitsversorgung (60 Prozent), Geld und Finanzvorsorge (58 Prozent), Verkehr und Mobilität sowie Einkäufe und Versorgung (jeweils 57 Prozent) bei. Diese Lebensbereiche führen, wie im Vorjahr, die Wertung an.
Bei den 16- bis 29-Jährigen steigt vor allem die erwartete Bedeutung der Digitalisierung beim Wohnen (44 Prozent, plus acht Punkte). So können sich bei der jüngsten Gruppe der Befragten beispielsweise rund 55 Prozent gut vorstellen, dass der eigene Kühlschrank darüber Listen führt, was im Haushalt fehlt. Auch bei Wirtschaft und Beruf (59 Prozent, plus vier Punkte) ist die Relevanz gestiegen. Dies gilt auch für die 30- bis 44-Jährigen (58 Prozent). Für diese Befragtengruppe wird die Digitalisierung auch im Umfeld von Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung noch einmal deutlich relevanter (54 Prozent, plus fünf Punkte). Dies deutet darauf hin, dass das Thema „lebenslanges Lernen“ für die Menschen an Bedeutung gewinnt.
Die 45- bis 59-Jährigen sehen die größte Bedeutung der Digitalisierung künftig im Bereich Geld und Finanzvorsorge (64 Prozent, plus drei Punkte), gefolgt von Medizin und Gesundheitsversorgung (62 Prozent, plus zwei Punkte). Wirtschaft und Beruf erreichen 57 Prozent (plus fünf Punkte).
In der Altersgruppe 60+ steigen die Werte besonders deutlich bei Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung – von 21 auf 34 Prozent – sowie bei Wirtschaft und Beruf von 35 auf 47 Prozent. Bei Medizin und Gesundheitsversorgung sinkt der Anteil dagegen von 65 auf 55 Prozent. Offenbar haben KI-Themen in der Medizin ihren Platz in der Alltagswahrnehmung noch nicht gefunden. Dafür spricht auch, dass mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe (55 Prozent) es ablehnen, eine medizinische Diagnose zuerst einmal durch Künstliche Intelligenz erstellt zu bekommen.
„Die Ergebnisse unterstreichen, wie präsent die Digitalisierung in unserem Alltag ist. Die Erwartungshaltung ist stark an die individuelle Lebensrealität der Altersgruppen geknüpft. Dies verdeutlicht, dass digitale Lösungen, die maßgeschneidert für die Zielgruppen sind, den nachhaltigsten Einfluss haben“, so Ruben Queimano.
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