Schlagwort-Archive: Vereine & Aktionen

Unwetter Deutschland: So werden die Spendengelder eingesetz.

Interview mit Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“

Bonn (ots) Nach der enorm positiven Resonanz auf die Spendenaufrufe und den Benefiztag der ARD sowie die Sat1-Gala am vergangenen Wochenende interessieren sich sowohl Spender:innen als auch Betroffene sehr dafür, wie die Gelder, die an das Hilfsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ gespendet wurden, eingesetzt werden. Der aktuelle Spendenstand für die Hochwasser-Katastrophe beläuft sich auf 100 Millionen Euro.

Manuela Roßbach ist geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“.

Dazu Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“ im Interview:

Worin liegt der Vorteil eines Bündnisses wie „Aktion Deutschland Hilft“?

Manuela Roßbach: „Das Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ ist ein Zusammenschluss renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen und Notsituationen im Ausland – und in Ausnahmefällen auch in Deutschland – humanitäre Hilfe leisten. Die über 20 Hilfsorganisationen des Bündnisses stehen bei großen Krisen in ständigem Austausch miteinander und bündeln ihre jahrzehntelange Erfahrung. Sie koordinieren ihre Hilfsmaßnahmen in enger Abstimmung und gemäß ihrer Schwerpunkte und Kompetenzen. Das bedeutet wirksamere und schnellere Unterstützung für die Betroffenen.

In diesem Hochwassereinsatz sind die Bündnisorganisationen von ‚Aktion Deutschland Hilft‘ von der ersten Stunde auch mit den Krisenstäben der Bezirksregierungen in den betroffenen Regionen vernetzt. Die Organisationen haben in den betroffenen Regionen daher den besten Überblick, was der tatsächliche Bedarf der Menschen ist. So können unsere Spendengelder durch die Hilfsorganisationen bedarfsgerecht eingesetzt werden.“

Wer kann Spendengelder für das Hochwasser bei „Aktion Deutschland Hilft“ abrufen?

Manuela Roßbach: „Die Spenden, die bei ‚Aktion Deutschland Hilft‘ gesammelt werden, können ausschließlich von unseren Bündnisorganisationen abgerufen werden. Dazu melden sie uns die Bedarfe aus den betroffenen Regionen und die Hilfsmaßnahmen, die sie dementsprechend umsetzen wollen. Zu den Hilfsorganisationen im Bündnis, die sich aktuell im Hochwassereinsatz befinden, zählen beispielsweise der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder der Arbeiter-Samariter-Bund.

‚Aktion Deutschland Hilft‘ zahlt daher keine Spendengelder direkt an Betroffene aus. Dies kann aufgrund der Satzung des Bündnisses und seiner Vereinsstruktur nur mittelbar über die Hilfsorganisationen erfolgen.“

Wie setzen Sie die Spendengelder für das Hochwasser ein?

Manuela Roßbach: „Das Bündnis stellt den Hilfsorganisationen Spenden für die Soforthilfe, die sich anschließende mittelfristige Hilfe und die langfristige Hilfe zur Verfügung. In der Soforthilfe finden weiterhin Hilfsmaßnahmen der Notversorgung statt, wie die Versorgung von Menschen in Notunterkünften mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Die Hilfskräfte stellen medizinische Produkte und Verbandsmaterial für Menschen, die sich bei Aufräum- und Reparaturarbeiten verletzen, zur Verfügung. Sie bieten außerdem psychosoziale Dienste für Betroffene und Helfer an und unterstützen bei der Wiederaufbereitung von Trinkwasser.

Vielerorts beginnt bereits die mittelfristige Hilfe: ASB, Johanniter und Malteser stellen Bautrockner, Notstromaggregate, Werkzeuge und Räumgeräte zur Verfügung. Diese Hilfsgüter werden den Betroffenen direkt oder auch Freiwilligen-Initiativen vor Ort ausgehändigt. Ebenso wurden durch Hilfsorganisationen einige mobile Krankenstationen errichtet, da Arztpraxen und Apotheken zerstört wurden.

Angesichts der Ausmaße der Katastrophe wird der Wiederaufbau Jahre dauern. Die Bündnisorganisationen planen dementsprechend auch langfristige Hilfe, wie die Unterstützung von Menschen, die keine ausreichende Unterstützung aus staatlichen Quellen oder von Versicherungen erhalten. Auch am Wiederaufbau von Altenheimen, Kindergärten, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen beteiligen sie sich.“

Haben Sie bereits Spendengelder eingesetzt?

Manuela Roßbach: „Die Hilfsmaßnahmen der ersten Notphase und der aktuellen Hilfe finanzieren die Hilfsorganisationen im Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ in Vorleistung aus Rücklagen, die sie extra für den schnellen Hilfseinsatz direkt nach einer Katastrophe bilden. Das ist eine übliche Vorgehensweise, denn noch haben wir selbst nicht alle Spenden verbucht. Wir hoffen, dass wir zum Ende dieser Woche die meisten Spenden auf der Bank erhalten haben und erwarten Abrufe für Hilfsmaßnahmen durch die Bündnisorganisationen im Laufe der nächsten 10 Tage.“

Wird es auch Bargeldleistungen für Betroffene geben?

Manuela Roßbach: „Es ist der Wunsch der Hilfsorganisationen, dass Bargeldleistungen und Soforthilfen schnell an die Betroffenen gelangen. Das soll, so es die Landesregularien der Steuerbehörden erlauben, schnell und unbürokratisch möglich gemacht werden. Sicher wird es eine einfache Bedürftigkeitsprüfung geben müssen, denn das Bündnis, wie auch die angeschlossenen Verbände sind als gemeinnützig anerkannt und müssen sich an die damit verbundenen Regeln halten. Alle Bündnisorganisationen befinden sich dafür gerade in der Abstimmung und Koordinierung dieser Maßnahme. Zur Vermeidung von potentiellen Doppelzahlungen an einzelne Begünstigte ist eine zentrale Datenbank in der Planung, mit der man bereits beim Hochwasser 2013 gute Erfahrungen gemacht hat.“

Was müssen die Betroffenen tun, um Bargeldleistungen aus dem Spendentopf von „Aktion Deutschland Hilft“ zu erhalten?

Manuela Roßbach: „Die Beantragung von nichtstaatlichen Geldern soll es zeitnah auf lokaler und regionaler Ebene auch über die Hilfsorganisationen im Bündnis geben: So setzen jetzt die Landesverbände, Geschäftsstellen und Regionalbüros, zum Beispiel der Arbeiterwohlfahrt als auch des Arbeiter-Samariter-Bundes, Strukturen auf, um zeitnah regionale und lokale Büros in den betroffenen Regionen zu eröffnen, die als Anlaufstelle für Betroffene und die Beantragung von Hilfe dienen werden.“

An die Redaktionen: Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner, die zur aktuellen Lage in den Hochwassergebieten berichten können.

„Aktion Deutschland Hilft“ ruft als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen zu Spenden auf:

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

(10EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de

Youtube-Stars unterstützen Hochwasserhilfe – „Real Life Guys“ werben um Freiwillige für Samaritan’s Purse & „To All Nations“

Berlin/Bornheim (ots) Auch zehn Tage nach der Jahrhundertflut im Westen Deutschlands ist der Bedarf an Hilfe groß: Nun rufen die „Real Life Guys“ ihre Follower dazu auf, gemeinsam mit anzupacken. Koordiniert wird der Einsatz von der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse (Berlin) und dem Missions- und Hilfswerk „To All Nations“ (Bornheim bei Bonn).

Ehrenamtliche der internationalen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse helfen den Flutopfern bei den Aufräumarbeiten in Ahrweiler

Damit die Einsätze der bis zu 300 Freiwilligen pro Tag geplant werden können, ist eine Anmeldung unter https://do-something.de zwingend erforderlich. Samaritan’s Purse ist bereits seit dem 15. Juli mit Mitarbeitern in der Katastrophenregion. Seitdem haben rund 350 Ehrenamtliche mehr als 50 Häuser von Schlamm und Schutt befreit. Unterstützt werden sie von einem internationalen Team erfahrener Katastrophenhilfe-Spezialisten. Um die Hilfsaktivitäten zu bündeln, hat sich Samaritan´s Purse für den Einsatz nun mit der christlichen Organisation „To All Nations “ zusammengetan. Die Hilfsorganisation konnte in der vergangenen Woche bereits ihre langjährigen Erfahrungen in weltweiten Katastrophen und ihr Netzwerk von befreundeten Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Helfern in der Region nutzen, um Betroffenen mit mittlerweile über 250 Helfern täglich beim Aufräumen und der Versorgung zu helfen. „Wir sind dankbar über die vielen Freiwilligen, Spenden und Gebete. Unser Ziel ist es, praktisch anzupacken und den Betroffenen Hoffnung und Gottes Liebe zu vermitteln“, sagt Samaritan’s Purse-Einsatzkoordinator Alexander Becker.

Über Samaritan’s Purse e. V.

Samaritan’s Purse e. V. – Die barmherzigen Samariter mit Sitz in Berlin reagiert auf die körperlichen und spirituellen Bedürfnisse von Menschen in Krisensituationen – insbesondere an Orten, an denen nur wenig andere arbeiten. Der Verein im deutschsprachigen Raum wird von Sylke Busenbender und Gary Lundstrom geleitet, internationaler Präsident ist Franklin Graham. Die Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Boone (US-Bundesstaat North Carolina) engagiert sich in mehr als 100 Ländern, um den Opfern von Krieg, Krankheit, Katastrophen, Armut, Hungersnot und Verfolgung zu helfen. Die Organisation trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist u. a. Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

Web: die-samariter.org

Johanniter aus allen Landesverbänden helfen in Hochwasserregionen

Mehr als 1.700 Einsatzkräfte seit dem 14. Juli im Einsatz

Berlin (ots) Unzählige Notfallrettungen, Evakuierungen sowie Hilfs-, Betreuungs- und Versorgungseinsätze haben die mehr als 1.700 Einsatzkräfte der Johanniter seit dem 14. Juli in den Hochwasserregionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geleistet.

Helfende der Johanniter in Bad Neuenahr-Ahrweiler begleiten eine Seniorin aus ihrer Wohnung.

Besonders die Einheiten aus den Verbänden Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar waren von Beginn an mit vielen hundert Einsatzkräften vor Ort. Allein aus NRW waren bisher rund 1.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Nun erhalten die Verbände in den betroffenen Gebieten bundesweite Unterstützung aus allen Johanniter-Verbänden.

Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe, sagt: „Meine größte Hochachtung gebührt allen Helferinnen und Helfern, die in den Hochwasserregionen aktiv sind. Wir möchten mit unserem Engagement auch den betroffenen Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und unsere Hilfe weitergeht.“

Medizinische Grundversorgung und Unterstützung des örtlichen Rettungsdienstes

Im besonders betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler sind durch das Hochwasser große Teile der medizinischen Grundversorgung stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden. Rund 90 Helfende des Regionalverbandes Südniedersachsen verlegten daher am 19. Juli ihre mobile Krankenstation, den Behandlungsplatz 50 (BHP50), in die Stadt im Ahrtal. Dort können je nach Schwere der Verletzungen 50 Menschen pro Stunde medizinisch versorgt werden. Noch in der Nacht richteten die Johanniter in der Stadt zwei mobile Behandlungsplätze ein, um die Versorgungslücke zu schließen. Sie wurden in der Zwischenzeit von rund 140 ehrenamtlichen Einsatzkräften aus 16 Ortsverbänden aus Weser-Ems abgelöst.

Versorgung von Menschen, die durch die Katastrophe obdachlos geworden sind

In Erftstadt, Nordrhein-Westfalen, setzten die baden-württembergischen Einsatzkräfte der Johanniter ihren Betreuungsplatz 200 (BTP200) ein. Mit dem BTP200 kann in kürzester Zeit eine Notunterkunft errichtet werden, in der bis zu 200 Personen untergebracht und versorgt werden können. An ihrem Einsatzort unterstützten die Helferinnen und Helfer beim Aufbau und Betrieb einer Notunterkunft. Auch betreuten sie in Köln Menschen, die aus ihren teils überfluteten, teils zerstörten Wohnungen und Häusern im stark betroffenen Erftstadt evakuiert werden mussten.

Suche nach Verletzten und Vermissten

Der Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen unterstützte mit seiner Rettungshundestaffel bei der Suche nach Verletzten und Vermissten. In Begleitung eines Notarztes durchkämmte die Staffel das Gebiet entlang des Ufers der Swist in der Region Euskirchen und konnte zwei unverletzt gebliebene Menschen bergen. Der normalerweise zwei Meter breite Fluss hatte sich während der Flut auf 200 Meter ausgeweitet. Insgesamt waren rund 30 Hundeführer mit ihren Rettungshunden in Nordrhein-Westfalen im Hochwassereinsatz.

Die Hilfe geht weiter

Parallel zum Einsatz des Katastrophenschutzes in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereiten die Johanniter mittel- und längerfristige Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Menschen, Einrichtungen und Organisationen vor Ort vor. Geprüft wird der Bedarf an unkomplizierter Unterstützung z.B. mit Materialien zur Reinigung der Häuser, Entfeuchtern, Haushaltsgeräten und Lebensmitteln. In Orten, in denen die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen ist, können mobile Arztpraxen bzw. ärztliche Betreuung im Rahmen eines Sanitätseinsatzes sowie psychosoziale Betreuung für Betroffene und Helfer umgesetzt und mit Spenden unterstützt werden. Zudem können ehrenamtliche Initiativen, Betreuungs-, Freizeit- und Ferienangebote für junge und ältere Menschen sowie Schulen unterstützt werden. Die Hilfen richten sich in erster Linie nach dem Bedarf der Menschen und werden mit den Behörden und anderen Hilfsorganisationen vor Ort eng koordiniert.

Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Deshalb planen die Johanniter den Einsatz von Spendengeldern für den Wiederaufbau von Gebäuden der betroffenen Personen und Familien sowie von Einrichtungen und Organisationen in den Gemeinden sowie eine Stärkung der Strukturen des Katastrophenschutzes der Johanniter.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden auf:

Stichwort: „Hochwasserkatastrophe“

IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft)

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Aktion Deutschland hilft“

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 43.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Web: johanniter.de

Kindertransport mit dem Fahrrad – ADAC vergleicht fünf Transportsysteme für Kinder

München (ots) Neben dem klassischen Fahrradanhänger liegen in Großstädten vor allem Lastenräder im Trend, um die Kinder von A nach B zu transportieren. Doch bieten diese Transportsysteme den Kindern auch ausreichenden Schutz vor Verletzungen bei einem Unfall? Wie sieht es mit der Handhabung und dem Komfort für die Sprösslinge aus? Der ADAC hat fünf Systeme verglichen, die das Befördern von zwei Kindern ermöglichen: drei verschiedene Typen von Lastenfahrrädern, einen Fahrradanhänger, als gefederte und ungefederte Variante, sowie ein Nachläufersystem samt Kindersitz für den Fahrradgepäckträger.

Crash mit dem Fahrradanhänger / Kindertransport mit dem Fahrrad / ADAC vergleicht fünf Transportsysteme für Kinder

Der Fokus lag dabei auf den Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme in puncto Handhabung, Fahrverhalten, Komfort und Sicherheit inklusive Seitencrashversuch mit einem Auto. Getestet wurde der Transport von zwei Kleinkindern im Alter von etwa 1,5 und 3 Jahren, die durch entsprechende Crash-Dummies simuliert wurden.

Beim Crashversuch wurde ein Unfallszenario nachgestellt, bei dem ein Auto mit 30 km/h und einem Winkel von 45 Grad in das stehende System fährt. Den besten Unfallschutz bietet dabei die Lastenrad-Variante „Backpacker“, bei dem zwei Kindersitze auf dem Gepäckträger montiert werden. Bei einem Aufprall mit einem Pkw befinden sich die Kinder durch die hohe Sitzposition nicht im direkten Crashbereich. Wichtig ist, dass sichere Fahrradkindersitze verwendet werden – diese müssen im Zubehörmarkt separat gekauft werden.

Der Fahrradanhänger schneidet immerhin mit gut ab, da er das Kind durch die Gurtfixierung und den stabilen Rahmen schützt. Nachteil beim Fahrradanhänger: Die Kinder sitzen sehr niedrig, wodurch sie sich im direkten Aufprallbereich des Pkw befinden.

Bei den Systemen mit einer Transportbox (Lastenfahrrad zweispurig und Lastenfahrrad einspurig „Long John“) kann die Box beim Kontakt mit dem Auto die Insassen zwar schützen, allerdings wurden beide Systeme umgeworfen und schlitterten auf Grund der glatten Oberfläche über die Straße. Hier ist die Gefahr groß, dass es zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr kommt. Außerdem versagten beim Crash einzelne Gurt- und Rückhaltesysteme. Hier sieht der ADAC erhöhten Nachholbedarf bei den Herstellern.

Das Nachläufersystem schneidet bei den Crashversuchen am schlechtesten ab. Da das Kind auf dem angehängten Kinderfahrrad ungeschützt ist, werden Hüfte und Beine beim Zusammenstoß mit dem Auto direkt getroffen. Der Dummy prallt danach mit dem Kopf auf den Asphalt.

Überraschend fielen auch die Ergebnisse der Komfortmessungen aus: So bietet der gefederte Fahrradanhänger den mit Abstand besten Komfort für die Kinder. Im Vergleich zum ungefederten Anhänger werden die Belastungen beim Überfahren von Randsteinen oder Schlaglöchern um bis zu 50 Prozent reduziert. Der Aufpreis für die Federung lohnt sich also durchaus.

Der ADAC rät: Fahrer wie auch Insassen sollten grundsätzlich immer einen Helm tragen, um bei einem Unfall die Verletzungsgefahr im Kopfbereich zu reduzieren.

Weitere Informationen zur ADAC Untersuchung der Kindertransportsysteme finden Sie unter adac.de

30-Jahre JBO Staßfurt e.V.

Anlässlich unseres 30-jährigen Vereinsjubiläums veranstalten wir am 24. Juli 2021 – 17 Uhr ein Jubiläumskonzert im Ringheiligtum Pömmelte.

Freuen Sie sich auf eine einmalige Akustik und ein tolles Programm durch die letzten 30 Jahre des Orchesters. 

Aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung müssen wir die maximale Teilnehmerzahl auf 180 Personen beschränken.

Ticketpreis: 10€

https://tickets.salzlandtheater.de/saalplan?param=3122

Das Jugendblasorchester Staßfurt ist die Heimat für Musiker jeden Alters. 45 aktive Mitstreiter treffen sich jeden Freitag zu einer 150-minütigen Probe im Salzlandtheater. Gemeinsam üben wir für Auftritte, lernen neue Musikrichtungen kennen, bilden uns weiter und reden über alles, was uns bewegt.

Unser Repertoire umfasst eine große musikalische Breite. Wir spielen traditionelle Blasmusik, konzertante,festliche Musik genauso wie Schlager, Oldies, Gospel, Volkslieder und Operettenmusik.

Web: http://www.jbo-sft.de

Neue Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll – Solarstrom-betriebenes Müllsammelschiff „Circular Explorer“ in Hamburg getauft

München-Garching, Hamburg (ots) Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (oeoo) hat mit tatkräftiger Unterstützung des Baustoffkonzerns Holcim Ltd. heute in Hamburg das Müllsammelschiff „Circular Explorer“ an den Start gebracht.

Der Solarstrom-getriebene Katamaran „Circular Explorer“. Die neueste und modernste Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll.

Zur Taufe des rein Solarstrom-betriebenen Katamarans war auch der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard gekommen, der als Vorsitzender der von ihm gegründeten Solar Impulse Foundation den Circular Explorer und Holcim als Partner begleitet.

Der „Circular Explorer“ wurde von oeoo (www.oeoo.world) entwickelt und von Holcim (https://holcim.com) finanziert. Er ist eine Weiterentwicklung des bereits im Einsatz befindlichen Müllsammelschiffs „Seekuh“ und kann 4.000 kg Plastikmüll pro Tag aus dem Meer fischen. Nach der Taufe bleibt der Circular Explorer bis Oktober in der Ostsee, um vor Fehmarn Geisternetze aus dem Meer zu bergen und ist als Botschafter für den Schutz der Meere auf der Kieler Woche und der Klimawoche in Hamburg präsent. Im kommenden Jahr wird das Schiff dann in Container verpackt in die Bucht von Manila/Philippinen transportiert, um in einigen der weltweit am stärksten verschmutzten Gewässer als Flaggschiff einer kleinen Flotte elektrisch betriebener oeoo-Müllsammelschiffe den Kampf gegen den Plastikmüll aufzunehmen. Bei jedem Einsatz des Circular Explorers werden begleitend Umweltweiterbildungsprojekte und wissenschaftliche Studien durchgeführt, Kooperationen mit lokalen Behörden und Umweltschutzorganisationen sorgen außerdem dafür, dass der Kampf gegen den Plastikmüll auch dann weitergeführt wird, wenn die Experten von oeoo mit ihrem Circular Explorer zum nächsten Einsatz in andere Gefilde weitergezogen sind.

Alle Unternehmen, die Teil der Lösungen sein wollen, sind willkommen

Günther Bonin hat oeoo gegründet. Er sagt: „Der Circular Explorer ist unsere neueste und modernste Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll. Wir sind CEO Jan Jenisch und seinem Unternehmen Holcim sehr dankbar für ihre Unterstützung und freuen uns, gemeinsam gegen den Meeresmüll vorzugehen.“ Im Rahmen der Schiffstaufe rief Bonin weitere global operierende Unternehmen auf, mit oeoo gemeinsame Sache zu machen. Alle Unternehmen und Personen, die Teil der Lösungen sein wollten, seien willkommen, Hilfe werde weiterhin dringend benötigt. Denn ein Circular Explorer alleine reiche nicht, um gegen die Müllflut anzukommen.

Ab 2024 soll dann auch ein aktuell in der Planungsphase befindlicher, umgebauter Mehrzweckfrachter namens „SeeElefant“ eingesetzt werden, der den Müll nicht nur sammeln sondern auch zu 99% in Energie umwandeln und dabei mehrere tausend Tonnen laden und verarbeiten kann.

Jan Jenisch, CEO Holcim: „Jeder hat eine Rolle zu spielen, um unsere Ozeane zu erhalten. Wir sind stolze Unterstützer des Circular Explorer, um einen Teil zur Lösung beizutragen. Es ist inspirierend zu sehen, wie junge Changemaker als Katalysatoren wirken, um einige der größten Herausforderungen unserer Welt zu anzupacken. Die Bildungs- und Wissenschaftsprogramme des Circular Explorer sind darauf ausgerichtet, sie zum Handeln zu mobilisieren.“

Über One Earth – One Ocean e. V. (oeoo)

Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V.(oeoo) mit Sitz in München-Garching und Büros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang/Kambodscha und Rio/Brasilien verfolgt bereits seit 2011 das Ziel, Gewässer weltweit von Plastikmüll, aber auch von Verschmutzungen durch Öl und Chemikalien zu befreien. Das mehrstufige Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ zur Beseitigung küstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikmüll sieht vor, das Plastik mit einer Flotte von speziellen Müllsammelschiffen aus Gewässern weltweit einzusammeln und anschließend wiederzuverwerten bzw. in Öl rückzuverwandeln. Projekte zur Beseitigung von Plastikmüll aus Gewässern laufen derzeit in Kambodscha, Brasilien, Indonesien, den Philippinen und Ägypten. Zum Einsatz kommen hierbei speziell konzipierte Müllsammelschiffe namens SeeHamster und SeeKuh. Ab 2024 soll mit dem ersten „SeeElefanten“, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresmüll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines Müllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verfügbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem Öl rückverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufklärungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo für das Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein für sein Konzept des Müllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium. Die Arbeit von oeoo wird ausschließlich durch private Spenden und Sponsorengelder finanziert. Namhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) unterstützen OEOO in unterschiedlicher Weise. Weitere Informationen zu oeoo und seinen aktuellen Projekten erhalten Sie unter www.oeoo.world.

Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien – Stauprognose für 23. bis 25. Juli

München (ots) Auch wenn die Staus in diesem Reisesommer das Vor-Krisenniveau kaum erreichen dürften, drohen Autourlaubern an diesem Wochenende lange Fahrzeiten zum und vom Urlaubsort. Jetzt starten Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie der Süden der Niederlande in die Ferien.

Diese Autobahnen sind während des Sommerreiseverkehrs 2021 besonders staugefährdet

Aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie der Mitte der Niederlande rollt die zweite Reisewelle. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern sind die Schulen jetzt überall geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie Teilen Nordeuropas enden die Sommerferien in Kürze. Daher sind die Staus auf den Spuren in Richtung Heimat kaum kürzer als auf den Anreisespuren.

Wegen des Trends zum Heimaturlaub sind auch die Zufahrten der Erholungsgebiete, vor allem auf dem untergeordneten Straßennetz, sehr staugefährdet. Die Fahrt an den See oder ins Wandergebiet der Alpen und Mittelgebirge kann deshalb langwieriger werden.

Wer sich Reisefrust ersparen will, weicht auf einen Reisetag unter der Woche aus, zum Beispiel Mittwoch oder Dienstag. Das erweiterte Lkw-Fahrverbot an Samstagen im Juli und August von 7 bis 20 Uhr wird die Stausituation nur leicht lindern.

Die Spitzenzeiten am Wochenende: Freitagnachmittag, der Vormittag und frühe Nachmittag des Samstags und der Sonntagnachmittag.

Die Staustrecken (beide Richtungen):

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Bremen – Lübeck
  • A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig
  • A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
  • A 6 Mannheim – Nürnberg
  • A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A 7 Flensburg – Hamburg
  • A 7 Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – München – Salzburg
  • A 9 München – Nürnberg
  • A 19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
  • A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Die Fernstraßen im benachbarten Ausland gelangen an diesem Wochenende auch schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Betroffen sind vor allem die klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten. In Frankreich dürften die Wege in die Alpen und Pyrenäen noch voller sein als vor Corona. Nicht viel besser sieht es auf den Fernstraßen in Richtung nordeuropäische Urlaubsziele aus – darunter dänische, belgische und holländische Küste.

In besonderem Maße werden die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer staugefährdet sein – etwa in Österreich die Kärntner Seen, das Salzkammergut, der Neusiedlersee und die Erholungsgebiete der Schweizer Kantone Tessin und Wallis (Wartezeiten einplanen bei der Autoverladung Lötschberg).

Die Aufenthalte an den Grenzen bei der Ein- und Ausreise könnten durch hohes Verkehrsaufkommen und intensive Personenkontrollen schon mal ein paar Stunden dauern. Das gilt unter anderem für die Grenzen im Balkantransit. Alle Details zum Thema Grenzkontrollen unter https://bit.ly/adac_grenzen_corona.

Web: ADAC.de

Ford hilft Flutopfern: Allradfahrzeuge und Transporter für Helfer und Rettungskräfte im Rhein-Erft-Kreis

Köln (ots) Kölner Autohersteller stellt DRK und Katastrophenschutz im besonders schwer von der Flut getroffenen Rhein-Erft-Kreis schnell und unbürokratisch eine Fahrzeugflotte bereit

Ford stellt den Einsatzkräften im Rhein-Erft-Kreis Einsatzfahrzeuge für die Katastrophenhilfe zur Verfügung.

Geländegängige Ford Ranger für Bergung und Aufräumarbeiten; Transporter der Transit-Familie als Schutz und Rückzugsort für Menschen, deren Wohnung zerstört wurde

Ford stellt eine Fahrzeugflotte für die Katastrophenhelfer in dem von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffenen Rhein-Erft-Kreis zur Verfügung. Seit Donnerstagabend werden bei Ford in Köln allradgetriebene Ranger-Pick-ups* und verschiedene Transporter der Transit-Familie* für den Einsatz in Erftstadt und Umgebung vorbereitet. Seit Freitagnachmittag werden sie den Einsatzkräften übergeben und rollen in das Katastrophengebiet. Damit will Ford die Helfer, die sich für die Unwetteropfer der Region südwestlich von Köln einsetzen, schnell und unbürokratisch unterstützen.

„Das Leid und die Schäden dieser Katastrophe machen uns sehr betroffen, zumal auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ford Partner und deren Angehörige betroffen sind. Wir freuen uns, dass wir die Einsatzkräfte auf diesem Weg bei ihrer Arbeit unterstützen können“, sagt Hans Jörg Klein, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und geschäftsführender Direktor Ford Deutschland, Ford Österreich und Ford Schweiz.

„Alle unsere Kräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen. Die Fahrzeuge von Ford helfen uns beim Transport der Menschen und insbesondere die Infrastruktur in den gefährdeten Gebieten abzusichern“, erklärt Dirk Wolfrum, Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes DRK e. V.

Das Deutsche Rote Kreuz benötigt die Ford Transit und Transit Custom unter anderem, damit betroffene Familien darin ihr verbliebenes Hab und Gut trocken und sicher unterbringen können. Soweit möglich, sollen Flutopfer im Personentransporter Ford Tourneo Custom zu Notunterkünften oder zu Verwandten und Freunden gefahren werden.

Der Katastrophenschutz ist für die Bergung von Menschen und Tieren sowie für die Aufräumarbeiten in den schwer betroffenen Gebieten auf allradgetriebene Fahrzeuge angewiesen. Mit dem Ford Ranger können die Helfer auch überflutete oder zerstörte Straßen befahren.

Web: ford.com

Unwetter Deutschland: Rettung von Leben weiterhin oberste Priorität

Organisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen bei Evakuierungen, betreuen Betroffene und überlastete Einsatzkräfte

Bonn (ots) Nach dem heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Lage vielerorts noch unübersichtlich – zahlreiche Menschen befinden sich noch immer in Lebensgefahr.

Hochwasser in Deutschland

Organisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren bei den andauernden Evakuierungen und der Suche nach vermissten und verschütteten Personen. Neben dem Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter-Samariter-Bund ist die Johanniter-Unfall-Hilfe mit ihren Einheiten des Katastrophenschutzes und einem geländegängigen Rettungswagen im Hochwassergebiet unterwegs. Auch der Bundesverband Rettungshunde ist mit allen in NRW und Rheinland-Pfalz ansässigen Einheiten im Einsatz. Die Rettungshundeführer suchen mit ihren Tieren in den Trümmerlagen nach vermissten Personen. Gerettete werden in sicheren Notunterkünften untergebracht und dort von den Hilfsorganisationen betreut.

Große Sorge und Ohnmacht bei Betroffenen

Dabei haben die Helfer:innen auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Betroffenen, spenden Trost und betreuen überlastete Einsatzkräfte. Mit ihrer Arbeit und auch psychosozialer Betreuung leisten Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund einen wichtigen Beitrag, für Betroffene wie auch für die Angehörigen der Vermissten. „Zusätzlich zu dem immensen wirtschaftlichen Schaden belastet die Betroffenen insbesondere die Sorge um Freunde und Familie, die Ungewissheit um deren Verbleib und ein Gefühl der Ohnmacht angesichts dieser Katastrophe unerwarteten Ausmaßes“, berichtet Manuela Roßbach geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“ und ergänzt: „Viele Menschen werden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. Wo Schäden behoben werden können, werden die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten viel Zeit beanspruchen, denn aktuell hat die Rettung der Menschen oberste Priorität.“

Einsatz auch für Hilfskräfte belastend

Die Arbeit ist auch für die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die teilweise selbst vom Hochwasser betroffen sind, sehr belastend. Einsatzstellen sind nur schwierig zu erreichen, die Kommunikation ist abgeschnitten. Die zum Teil schwere körperliche Arbeit, Schlafmangel und die Witterungsbedingungen erschweren die Hilfeleistung zusätzlich. Hinzu kommt eine hohe psychische Belastung. Die Johanniter und der Malteser Hilfsdienst verpflegen und betreuen daher auch hunderte Einsatzkräfte, die in Dauereinsätzen helfen. Christian Mienert, Einheitsführer einer Verpflegungseinheit der Johanniter in Hagen erklärt: „Wir verpflegen täglich über 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundeswehr, die hier in Hagen aktiv sind. Die Lage war anfangs hochdramatisch, denn die Menschen haben nicht erwartet, dass plötzlich Straßen zu reißenden Flüssen werden und sie abgeschnitten von jeglicher Versorgung sind. Aktuell ist das Wasser immer noch da, aber die Lage entspannt sich etwas.“

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen Spenden entgegen:

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

(10EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Hochwasser zerstört Existenzen und wichtige Einrichtungen – Help unterstützt beim Wiederaufbau

Bonn (ots) Nach einer Unwetterkatastrophe stehen weite Teile Deutschlands unter Wasser. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zerstörten reißende Fluten die Existenzen zehntausender Familien, soziale Einrichtungen und Infrastruktur. Help – Hilfe zur Selbsthilfe wird den Wiederaufbau in der Region unterstützen. Aktuell ist die Lage noch immer bedrohlich, ganze Ortschaften werden evakuiert. Mindestens 80 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Die massiv geschädigten Straßen- und Stromnetze schneiden Rettungskräfte von Katastrophengebieten ab und isolieren die Betroffenen.

Help: Hochwasser Deutschland 2021 – Zerstörung in Altenahr

„Mir fehlen die Worte“, erzählt eine Help-Mitarbeiterin, die selbst von den verheerenden Folgen des Unwetters betroffen ist. Help entwickelt aktuell Maßnahmen, um den Betroffenen des Hochwassers schnell und unkompliziert beim Wiederaufbau ihrer Heimat zu helfen, vor allem in den Regionen Bonn, Ahrtal und Rhein-Erft-Kreis. Als internationale Hilfsorganisation mit Sitz in Bonn liegt uns die Nothilfe in unserem direkten Umfeld besonders am Herzen. Um vorrangig Kindern schnellstmöglich wieder einen Weg in den Alltag zu ebnen, setzt Help auf die Unterstützung von Bildungseinrichtungen. Dazu gehört unter anderem der Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten, der durch eine enge Zusammenarbeit mit Fördervereinen und Initiativen beschleunigt werden soll. Bereits 2013 konnte Help nach dem tragischen Hochwasser in Deutschland Nothilfe leisten und soziale Einrichtungen sanieren. Getreu unserem Motto der „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird unsere Unterstützung die Betroffenen auf direktem Weg erreichen und langfristig stärken.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Bianca Kaltschmitt, Stellv. Geschäftsführerin von Help. Sie erreichen uns unter der 0228 91529-11, mobil: 0172 2559668 oder per E-Mail unter kaltschmitt@help-ev.de für Interviewtermine.

Help – Hilfe zur Selbsthilfe bittet um Spenden. Stichwort: Hochwasser Deutschland, IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00, Commerzbank Köln, www.help-ev.de