Archiv der Kategorie: Politik

Bundespolizei Direktion München: Mutmaßliche Schleuser an B2 gefasst

Junge muss von Slowenien bis Deutschland auf Mittelkonsole sitzen

Garmisch-Partenkirchen / Mittenwald (ots) Die Bundespolizei hat am Pfingstmontag an der B2 in Garmisch-Partenkirchen einen mutmaßlichen Schleuser gefasst. Der Ukrainer beförderte in seinem Auto sechs syrische Migranten. Ein Junge musste die stundenlange Fahrt auf der Mittelkonsole zubringen. Bereits am Pfingstsonntag lieferten die Bundespolizisten einen anderen ukrainischen Fahrzeugführer, der fünf Syrer mit seinem Pkw über die Grenze gebracht hatte, ins Gefängnis ein. Er war an der B2 auf Höhe Mittenwald festgenommen worden.

Ein Junge musste offenbar während der Fahrt von Slowenien bis zur Kontrolle durch die Bundespolizei in Garmisch-Partenkirchen auf der Mittelkonsole sitzen. Drei Männer und ein Minderjähriger hatten auf der Rückbank Platz zu finden. Der mutmaßliche Schleuser, der mit seinem Auto insgesamt sechs syrische Migranten befördert hatte, wurde in Untersuchungshaft genommen. (Foto: Bundespolizeiinspektion Rosenheim)

Am Garmisch-Partenkirchner Ortseingang stoppten die Beamten den in Polen zugelassenen Fünfsitzer, in dem sich insgesamt sieben Personen befanden. Auf der für drei Mitfahrer ausgelegten Rückbank saßen drei Männer und ein Minderjähriger. Das Anlegen der Sicherheitsgurte war somit nicht mehr möglich. Ein weiterer Junge befand sich sogar ungesichert zwischen den vorderen Sitzen auf der Mittelkonsole. Abgesehen vom ukrainischen Fahrer konnte sich keiner der Insassen ausweisen. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den offenkundig Geschleusten um syrische Staatsangehörige. Einer der Erwachsenen schilderte, dass sie in Slowenien zugestiegen wären. Dabei hätte es sich um die letzte Etappe einer organisierten Tour gehandelt. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge verlangten die Schleuser in der Heimat für die Beförderung zunächst 9.000 Euro pro Person. Dabei wäre es jedoch nicht geblieben, denn sie hätten, wie einer der Geschleusten berichtete, unterwegs zum Teil auf bis zu 14.000 Euro „aufgestockt“. Die erwachsenen Syrer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Bei den beiden Minderjährigen handelt es sich um Brüder im Alter von 11 und 14 Jahren. Sie vermuten, dass sich ihre Familie in Deutschland befinden könnte, jedoch wüssten sie nicht, in welcher Stadt sich ihre Verwandten tatsächlich aufhalten. Beide wurden der Obhut des Garmisch-Partenkirchner Jugendamts anvertraut. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 36-jährige Fahrer am Dienstag in Untersuchungshaft genommen und in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim eingeliefert.

Dorthin hatten die Bundespolizisten zuvor bereits einen 46-jährigen Ukrainer gebracht. Auch in diesem Fall entsprach das Münchner Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft an. Der Mann wird ebenfalls beschuldigt, mehrere syrische Migranten eingeschleust zu haben. Die Bundespolizei war nahe Mittenwald bei der Kontrolle der Insassen des Wagens mit polnischen Kennzeichen auf fünf Mitfahrer getroffen. Sie hatten im Gegensatz zu ihrem ukrainischen Fahrer keine Papiere dabei. Nach eigenen Angaben handelt es sich um Syrer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren. Sie erklärten, dass sie diese letzte Schleusungsetappe in Slowenien begonnen hätten. Für die gesamte Schleusung von Syrien bis Deutschland hätten sie selbst oder ihre Verwandten in der Heimat bis zu 8.000 Euro pro Person „hinterlegen“ müssen. Sie wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle in München weitergeleitet.

Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by

Kreative Unternehmer*innen aufgepasst – im Namen der Bundesregierung suchen wir die Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland 2024/25!

Berlin (ots) Unternehmer*innen mit Impact gesucht: Kultur- und Kreativpilot*innen starten in die Bewerbungsphase 2024/25

15. Mai bis einschließlich 1. Juli 2024 können sich Unternehmer*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft wieder als Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland bewerben. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich im Namen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vergeben. Ausgezeichnet werden 32 mutige und engagierte Unternehmer*innenpersönlichkeiten, die gesellschaftlichen Herausforderungen mit innovativen, kreativen Lösungen begegnen.

Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland – Key Visual 2024

Julian Römer, Geschäftsführer des u-instituts und Projektleitung für die Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland, betont die transformative Kraft der Kultur- und Kreativwirtschaft: „Die Herausforderungen unserer Gesellschaft werden immer vielfältiger und komplexer. Es braucht kreative Köpfe, die mit ihren unternehmerischen Konzepten gesellschaftlichen Wandel bewirken. Innovative Ideen aus Musikwirtschaft, Architektur oder Software- und Games-Industrie und anderen Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft zeigen, wie wichtig diese Lösungsansätze für die Probleme unserer Zeit sind.“

In ganz Deutschland werden Selbständige, Gründer*innen, Unternehmen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie aus interdisziplinären- und angrenzenden Branchen gesucht. Egal, ob es sich um eine Idee im Anfangsstadium handelt oder das Unternehmen bereits am Markt etabliert ist, ob soloselbstständig oder im Team, erfahrene*r Expert*in oder motivierte*r Quereinsteiger*in: Jede*r kann sich bewerben.

Die Titelträger*innen erwartet neben großer medialer Aufmerksamkeit ein einjähriges, individuell abgestimmten Mentoring-Programm. Sie werden zudem ein aktiver Teil von inotiv, einem der größten Netzwerke aus Expert*innen und erfolgreichen Gründer*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Unkompliziert und einfach Bewerben

Die Bewerbung erfolgt über das Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de in drei einfachen Schritten: eine kurze Beschreibung des Unternehmens oder der Unternehmensidee, Informationen zur einreichenden Person oder zum Team und ein knappes Motivationsschreiben, welches erklärt, warum man Kultur- und Kreativpilot*in werden möchte.

Mitentscheiden

Während der Bewerbungsphase haben Unterstützende, Freund*innen und Interessierte der Auszeichnung und Branche außerdem die Möglichkeit, für ihre Favoritenprojekte abzustimmen. Die drei Unternehmen mit den meisten Stimmen beim Online-Voting erhalten direkte Einladungen zu den Auswahlgesprächen und umgehen somit die Vorauswahl.

Ebenso besteht die Möglichkeit, innovative und wichtige Unternehmer*innen vorzuschlagen, welche unbedingt bei der Auswahl der Kultur-und Kreativpilot*innen berücksichtigt werden sollten.

Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland

Jedes Jahr werden 32 Unternehmen als Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland im Namen der Bundesregierung ausgezeichnet. Bewerben können sich Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Initiativen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Schnittstellen zu anderen Branchen. Bei der Auszeichnung steht die Unternehmer*innenpersönlichkeit im Mittelpunkt. Die Titelträger*innen nehmen an einem einjährigen, individuell abgestimmten Mentoring-Programm teil. Dazu gehören Workshops, die Begleitung durch zwei Coaches, der Austausch mit den anderen Teams und mit Expert*innen sowie die bundesweite Aufmerksamkeit durch die Titelvergabe.

Die Auszeichnung der Kultur und Kreativpilot*innen Deutschland wird organisiert und durchgeführt vom u- institut GmbH & Co. KG. Das Projekt wird im Rahmen der gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gesteuerten Initiative Kultur-und Kreativwirtschaft mit Mitteln des BMWK gefördert.

Weitere Infos

Website: www.kultur-kreativpiloten.de

Mail: kreativpiloten@u-institut.de

Facebook: www.facebook.com/kreativpiloten

Instagram: www.instagram.com/kreativpilot_innen

YouTube: www.youtube.com/@Kreativpiloten

LinkedIn: Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland

75 Jahre Grundgesetz: Freiheit statt grüner Autoritarismus

Vor 75 Jahren sollte mit unserem Grundgesetz ein demokratisches und friedliebendes Deutschland begründet werden.

75 Jahre Grundgesetz: Freiheit statt grüner Autoritarismus

Ein liberales Land, in dem sich niemand mehr anmaßt, freie Meinungen zu unterdrücken oder Grundrechte willkürlich einzuschränken, Ein gerechtes Land, in dem Eigentum verpflichtet und dem Allgemeinwohl dient. In meiner Rede im Bundestag begründe ich, warum von diesem Anspruch heute nur noch wenig übrig ist. #BSW #bswbt — Ihr findet mich im Netz: Webseite: https://www.sahra-wagenknecht.de Newsletter: https://www.team-sahra.de

Lieber zu Ende denken – Lebensmittelwirtschaft startet Aufruf zur Europawahl

Berlin (ots) Ein vereintes Europa ist unverzichtbar für Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Deshalb zeigt die deutsche Lebensmittelwirtschaft Haltung und startet eine Multichannel-Kampagne unter dem Hashtag #LieberZuEndeDenken.

BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff startet die Europawahl-Tour in Lübeck.
Bildrechte: Bundesvereinigung Ernährungsindustrie

Darin bekennen sich die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Lebensmittelverband Deutschland, die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) sowie ihre Mitglieder der gesamten Lebensmittelkette zu einem Europa der Mitte und des Zusammenhalts und weisen auf die Konsequenzen hin, die ein Erstarken der politischen Ränder nach sich ziehen könnte.

Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff erklärt: „Bei der Europawahl droht eine Stärkung der extremen Parteien und damit eine antieuropäische Blockade im Parlament. Das können wir als Lebensmittelbranche nicht tatenlos hinnehmen. Die zahlreichen Bekenntnisse zu Europa von vielen Verbänden und Unternehmen waren ein notwendiger Anfang, aber wir müssen den Wählerinnen und Wählern deutlich vor Augen führen, was passieren kann, wenn sie am 9. Juni nicht wählen gehen. Bequemlichkeit am Wahlsonntag könnte unbequeme Konsequenzen für alle nach sich ziehen. Was es zum Beispiel für den Bereich der Lebensmittelvielfalt und -verfügbarkeit bedeuten würde, zeigen wir mit emotionalen und faktenbasierten Anzeigenmotiven, die an bekannte Redewendungen mit Lebensmitteln angelehnt sind. Unsere Branche war und ist geprägt von Vielfalt und Weltoffenheit. Essen und Trinken sind regional und international, sind Kultur, Auswahl und Verschiedenartigkeit. Essen und Trinken bedeuten Genuss und Genuss und Hass schließen sich aus. Wer Menschen nach Äußerlichkeiten und kulturellen Hintergründen diskreditiert, diskreditiert sich selbst.“

Mit dem Wahlaufruf „Geh Wählen!“ und der dazugehörigen Wahlkampagne #LieberZuEndeDenken setzen die Verbände jetzt ein Zeichen für Europa. Mit der Landingpage www.lieber-zu-ende-denken.de, deutschlandweiten, offensiven Anzeigenmotiven in Zeitungen, Zeitschriften, Onlinemedien, hintersinnigen Videoclips im Social Web, gedruckten und digitalen Informationsangeboten sowie Veranstaltungen soll ein gesellschaftlicher Diskurs darüber angestoßen werden, wie unersetzbar ein vereintes Europa geworden ist.

Parallel startet durch ganz Deutschland eine Tour mit mobilen Werbeträgern. In acht Städten erregen Transporter, die mit den Wahlaufruf-Plakaten versehen sind, die Aufmerksamkeit. Die Tour-Daten sind wie folgt:

13./14. Mai Lübeck: Startschuss für die Tour mit HGF Christoph Minhoff

15./16. Mai Berlin

17./18. Mai Magdeburg

21./22. Mai Dortmund

23./24. Mai Bonn

27./28. Mai Koblenz

29./31. Mai Mannheim

03./04. Juni Füssen

Bundesvereinigung Ernährungsindustrie (BVE)

http://www.ernaehrungsindustrie.de

DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit an Silje Evensmo Jacobsen für A NEW KIND OF WILDERNESS verliehen

München (ots) Gestern wurde bei der Preisverleihung des 39. DOK.fest München der DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit an Silje Evensmo Jacobsen verliehen: Die norwegische Regisseurin wurde für ihren Film A NEW KIND OF WILDERNESS ausgezeichnet.

Gestern wurde bei der Preisverleihung des 39. DOK.fest München der DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit an Silje Evensmo Jacobsen verliehen: Die norwegische Regisseurin wurde für ihren Film A NEW KIND OF WILDERNESS ausgezeichnet Bildrechte: SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. Fotograf: DOK.fest

Wie leben wir auf dieser Welt, was machen wir mit unserer Natur und wie lernen unsere Kinder einen Bezug zur Umwelt und Natur kennen? Diesen Fragen geht Jacobsen in A NEW KIND OF WILDERNESS nach. „Auf berührende Weise“, wie es in der Jurybegründung heißt, „die uns Zuschauer*innen tief in die Geschichte eintauchen lässt, ruft Silje Evensmo Jacobsen tiefe Emotionen wach und ruft zum Nachdenken über unseren Planeten auf.“

Der Film erzählt die Geschichte von Maria und Nik, die erfüllt von Idealismus, ihre vier Kinder Ulv, Falk, Freja, und Ronja in der Natur Norwegens aufziehen, mit Homeschooling, in Freiheit und in der Wildnis. Nach dem Krebstod von Maria versucht Nik alleine, ihren Traum eines Lebens im Einklang mit der Natur weiterzuleben. Die Kinder erleben viel Liebe, leben aber in Trauer um ihre Mutter, und die alternative Lebensform bringt die Familie an ihre Grenzen. Die ältere Halbschwester verliert den Zugang zu ihrer Familie, weil sie die verbindende, gemeinsame Mutter verloren hat. Erst als sie in den Norden zieht, gelingt es ihr dank dieser neuen Erfahrungswelt und der Nähe zur Natur, aus ihrer emotionalen Sprachlosigkeit herauszufinden. Sie kann nun wieder auf ihre Familie zugehen, vor allem aber auf ihre Schwester.

Preisträgerin Silje Evensmo Jacobsen:

„Mein gesamtes Team und ich möchten und ganz herzlich beim DOK.fest, bei den SOS-Kinderdörfern und bei der Jury bedanken. Diese Anerkennung bedeutet uns wirklich sehr viel. Wir möchten den Preis auch der Familie Payne widmen, deren Reise uns dazu inspiriert hat, über unser eigenes Leben, unsere Lebensentscheidungen und die Art und Weise, wie wir unseren Kindern und der Natur begegnen, nachzudenken. Ich hoffe, der Film kann weiterhin um die Welt reisen und uns inspirieren. Also nochmals, vielen Dank.“

Die in Norwegen geborene Regisseurin studierte Kultur- und Medienwissenschaften an der Universität Bergen und der Universität Buenos Aires und „Film und Fernsehen“ an der Westerdals School of Communication in Oslo. Zahlreiche ihrer Dokumentarfilme und Serien wurden mit Preisen ausgezeichnet. Herauszuheben sind ihr erster Film „Tochter Gottes“, „Team Ingebrigtsen“ (2016, 2018), und „Der Glaube kann Berge versetzen“ (2021). A NEW KIND OF WILDERNESS feierte 2024 auf dem Sundance Filmfestival Premiere und gewann den Grand Jury Prize im Wettbewerb für weltweite Dokumentarfilme.

Der DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit wurde in diesem Jahr zum elften Mal verliehen. Silje Evensmo Jacobsen nahm ihn bei der gestrigen Preisverleihung des 39. DOK.fest München entgegen. Der Film wird heute Abend bei einem weiteren Screening in Anwesenheit der Preisträgerin gezeigt. Außerdem ist er noch bis zum 20. 05.2024 online auf der digitalen Leinwand zu sehen unter www.dokfest-muenchen.de.

Der DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit wird gestiftet von B.O.A. Videofilmkunst und ist mit 3.000 Euro dotiert. Er schafft Aufmerksamkeit für Filme, die in besonderer Weise die Perspektive von Kindern und Jugendlichen sichtbar machen.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Michaela May (Schauspielerin), Prof. Dr. jur. Heribert Prantl (Journalist, Publizist, Buchautor und politischer Kommentator für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen), Heike Schnaar (ZDF, Chefin vom Dienst der Chefredaktion), Prof. Nadia Kailouli (ARD-Fernsehjournalistin, Professorin für Fernsehjournalismus an der HFF München), Ulrich Brochhagen (Geschäftsführer der ARD-Koordination Dokumentation), Prof. Michaela Braun (Rechtsanwältin) und Christine Kehrer (Leiterin TV/Video SOS-Kinderdörfer weltweit).

SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.

https://www.sos-kinderdoerfer.de

Alles Gute zum Muttertag!

Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Er hat sich seit 1914, beginnend in den Vereinigten Staaten, in der westlichen Welt etabliert.

Im deutschsprachigen Raum, den USA und anderen Ländern wird er am zweiten Sonntag des Monats Mai gefeiert. Im Vereinigten Königreich wird hingegen der vierte Sonntag in der Fastenzeit als Muttertag begangen.

Der Muttertag ist ein Feiertag, der dazu dient, Mütter und ihre Rolle in der Familie und Gesellschaft zu ehren. Er wird in vielen Ländern weltweit gefeiert, meistens am zweiten Sonntag im Mai. An diesem Tag zeigen Menschen ihre Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber ihren Müttern, indem sie ihnen Blumen, Geschenke oder Karten schenken, sie zum Essen einladen oder besondere Aktivitäten mit ihnen unternehmen. Es ist ein Tag, um die bedingungslose Liebe und Opferbereitschaft der Mütter anzuerkennen und zu feiern.

Der Muttertag in seiner heutigen Form wurde in der englischen und US-amerikanischen Frauenbewegung geprägt. Die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen. An von ihr organisierten Mothers Day Meetings konnten Mütter sich zu aktuellen Fragen austauschen. 1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort peace and motherhood gestartet. Sie hatte das Ziel, dass die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

Ab den 1860er-Jahren entstanden auch in Europa diverse Frauenbewegungen und Frauenvereine, die sich neben Friedensprojekten und mehr Frauenrechten auch für bessere Bildungschancen für Mädchen einsetzten. In den 1890ern wurde der Internationale Frauenrat gegründet, der in internationalen Frauenkongressen auch für mehr Anerkennung der Mütter eintrat.

(C) Wikipedia

KI-Bilder.Art – Cannabis nun auch in Deutschland

Hanf (Cannabis) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze werden ungenauerweise ebenfalls als Hanf bezeichnet.

Seit dem 1. April 2024 ist das umstrittene Cannabis-Gesetz in Kraft. Besitz und Anbau von Cannabis sind damit in Deutschland für Erwachsene unter bestimmten Vorgaben legal. Das Gesetz sieht zudem vor, dass Konsumenten Cannabis künftig über nicht-kommerzielle Anbauvereinigungen beziehen können.

(C) bei KI-Bilder.Art

Schnelle medizinische Hilfe aus der Luft für die Menschen in Berlin und Umgebung

DRF Luftrettung weiht ihre Station in Berlin-Buch ein

Filderstadt (ots) Seit Anfang des Jahres ist im Himmel über Berlin ein neuer Rettungshubschrauber im Einsatz: der von der DRF Luftrettung betriebene Christoph 100. In Anwesenheit des Staatssekretärs für Inneres des Landes Berlin, Christian Hochgrebe, und zahlreicher Vertreter aus der Politik und der Region fand heute die offizielle Einweihung der Station in Berlin-Buch statt.

Vlnr: Dr. Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor Berlin, Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Klinikgeschäftsführer und Geschäftsführer der Helios Region Ost, Carmen Bier, Geschäftsführerin Helios Klinikum Berlin Buch, Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender DRF Luftrettung, Generalarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin, Dr. Eiko Spielmann, Stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr, Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin (Quelle DRF Luftrettung/Foto Niklas Schader)

Rund 150 Gäste waren der Einladung zu dem Festakt an der Station Berlin-Buch gefolgt, zu dem die DRF Luftrettung gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr und dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin eingeladen hatte. Dr. Krystian Pracz, Vorstand der DRF Luftrettung, hieß die Anwesenden im Hangar der neu errichteten Station willkommen: „Es ist unser zentraler Auftrag, Menschen in medizinischen Notsituationen die beste und schnellstmögliche Hilfe zukommen zu lassen. In den ersten vier Monaten wurde Christoph 100 zu rund 500 Einsätzen alarmiert – hinter dieser bloßen Zahl steht für die DRF Luftrettung jeder einzelne Mensch, den wir schnell versorgen und bei Bedarf in eine Klinik bringen konnten“. Außerdem wies Dr. Krystian Pracz auf die Besonderheiten und das Einsatzspektrum der Station hin: „Unser Rettungshubschrauber Christoph 100 ist von 6 bis 22 Uhr verfügbar, so dass wir eine Zeitspanne abdecken, in der erfahrungsgemäß die meisten Notfälle stattfinden. Rund 100 Einsätze haben wir in den ersten Monaten in der Dunkelheit geleistet“.

Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, betonte in seiner Ansprache vor allem die Bedeutung des neu errichteten Hubschrauberstandorts für die Menschen in Berlin und dem Umland: „Die DRF Luftrettung ist ein zuverlässiger Partner der Notfallrettung in Berlin. Das beweist das Team des Intensivtransporthubschraubers Christoph Berlin seit fast 30 Jahren. Ich freue mich sehr, dass der neue Christoph 100 in Berlin auch in Zukunft eine exzellente Notfallversorgung ermöglicht. Mein Dank gilt allen Luftrettungsteams mit ihren ‚fliegenden Intensivstationen‘, deren Dienst im Notfall und in der Krise unverzichtbar ist.“

Stellvertretend für die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus, die jeweils zur Hälfte die Notärzte und Notfallsanitäter an Bord von Christoph 100 stellen, sprachen Dr. Eiko Spielmann, Stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr und Generalarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin. Sie betonten, ebenso wie Carmen Bier, Geschäftsführerin des Helios Klinikums Berlin-Buch, die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe Qualität der Patientenversorgung.

Die Station Berlin-Buch

Beauftragt durch die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, hat die DRF Luftrettung am 02. Januar 2024 den Dienstbetrieb von Christoph 100 in Berlin-Buch aufgenommen. Die Station ist als einzige der deutschen Stationen mit Randzeitenerweiterung ganzjährig von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr einsatzbereit. Einsätze in der Dunkelheit fliegen die Piloten mit Nachtsichtgeräten, sogenannten Night Vision Goggles. Christoph 100 wird als schneller Notarztzubringer in der Notfallrettung alarmiert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann die rot-weiße Maschine, die während ihrer Einsatzbereitschaft mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzt ist, in maximal 15 Flugminuten erreichen. Darüber hinaus kann Christoph 100 bei Bedarf für Intensivtransporte zum Einsatz kommen.

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Von 32 Stationen an 30 Standorten in Deutschland aus starten die Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge der gemeinnützigen Organisation zu ihren Einsätzen. Hierzu gehören Einsätze in der Notfallrettung, Verlegungsflüge von kritisch kranken oder verletzten Personen zwischen Kliniken und Rückholungen von Patientinnen und Patienten aus dem Ausland. An zwölf dieser Stationen sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an einer weiteren Station ist die Besatzung im Tagbetrieb mit erweiterten Randzeiten (06:00 bis 22:00 Uhr) einsatzbereit. An vier Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung 36.413 Einsätze im Jahr 2023. Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Rund 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite. Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Kleiner Jahresbericht der Berliner Feuerwehr

Erstaunlich, was man für 25 Cent am Tag bekommt … oder eher verlangt!

Berlin (ots) Die heutige Vorstellung des Jahresberichts der Berliner Feuerwehr ist ein Beleg für Teilerfolge der letzten 18 Monate in der Umgestaltung des Rettungsdienstes. Doch es gibt auch Red Flags. Die Notfallrettung ist in seinem Versorgungsverständnis auf dem richtigen Weg, dennoch fehlt es an Personal. Sanierungsstau und Ähnliches treten angesichts dieser Brocken eher in den Hintergrund.

Die heutige Vorstellung des Jahresberichts der Berliner Feuerwehr ist ein Beleg für Teilerfolge der letzten 18 Monate in der Umgestaltung des Rettungsdienstes. Doch es gibt auch Red Flags. Die Notfallrettung ist in seinem Versorgungsverständnis auf dem richtigen Weg, dennoch fehlt es an Personal. Sanierungsstau und Ähnliches treten angesichts dieser Brocken eher in den Hintergrund.
Bildrechte: Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)

Zu Beginn findet Innensenatorin Iris Spranger deutliche Worte: „Gut 514.000 Einsätze übers Jahr, davon 90 % dem Rettungsdienst zuzuordnen, das macht deutlich, wie hoch der Rettungsdienst belastet wurde. Dabei sind die Bagatellfälle konstant hoch, vielfach wird die Notfallrettung für Situationen in Anspruch genommen, die alles andere als Notfälle sind“

Senatorin Spranger stellt die Notwendigkeit der Institutionalisierung des sogenannten RTW-B noch einmal klar. Die abweichende Besetzung von Rettungsmitteln im Kontext einer durchdachten Verwendung ist mit der dritten Änderung des RDG zurecht verstetigt. Ganz ohne Qualitätsverlust.

„Man arbeitet in der standardisierten Notrufabfrage mit Wahrscheinlichkeiten. Hilfesuchende beschreiben nicht immer das, was Rettungskräfte tatsächlich dann vorfinden. Unser Ziel war es stets, einen bedarfsgerechten Rettungsdienst einzuführen und anzuwenden. Wir sehen bei der Berliner Feuerwehr deutliche Fortschritte in diesem Bereich, doch die Möglichkeiten der Codeanpassungen sind endlich. Man wird sich auch zukünftig bei unklaren Schilderungen am Notruf die Menschen erst mal anschauen müssen. Aber eben nicht ausschließlich mit dem hoch qualifizierten Rettungsmittel, der mit Notfallsanitätern besetzt ist. Jene brauchen wir, wenn es um Leben und Tod geht. Daher müssen wir weiter auf abgestufte Systeme hinarbeiten“, so Manuel Barth, Vizelandesvorsitzender der DFeuG Berlin-Brandenburg.

Enttäuschend ist die fehlende Entwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Zumindest können wir kaum Verbesserung wahrnehmen. Die Berliner Feuerwehr zieht ein positives Fazit hinsichtlich der steigenden Patientenabgabe an die Kassenärztliche Vereinigung. Diese Einschätzung können wir nicht teilen. Wenn man nicht aufzeigt, wie viele Einsätze durch die KV über welche Wege zur Berliner Feuerwehr zurückkommen, sind die Zahlen wenig aussagekräftig.

Weiterhin fehlen zusätzliche RTW aus der Bedarfsanerkennung, ob durch Hilfsorganisationen oder freie Träger besetzt ist dabei unerheblich. Auch eine Zusammenarbeit mit Akutpflegediensten oder eine simple Strategie, wie man mit Anrufern umgeht, die einfach nur einen Rat wollen, ist jeweils nicht gegeben.

Wie wichtig eine Laufbahnentwicklung im Bereich des Rettungsdienstes ist, zeigt die Verteilung der Azubis in den Zugangswegen. Über 40 Prozent derer, die in Ausbildung sind, haben keine unmittelbare Perspektive, sich über den Praxisanleiter hinaus monetär und inhaltlich im Rettungsdienst zu entwickeln. Damit riskiert man die Abwanderung von Personal hin zu Arbeitgebern, die das bieten.

Fun Fact des heutigen Termins war ein kleiner Dreisatz. Wie „teuer“ ist die Rundumversorgung durch die Berliner Feuerwehr für jeden Einwohner pro Tag: 25 Cent. Auskömmlich ist das schon lange nicht. Dafür bekommen Sie „im echten Leben“ weder ein Auto noch ein Lastenrad versichert.

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)

Bundespolizei Direktion München: Gemeinsames Zentrum Passau unter neuer Führung

Bundespolizist Hans Zettl folgt auf Klaus Liebl von der Landespolizei Bayern.

München (ots) Das Gemeinsame Zentrum Passau hat einen neuen deutschen Koordinator. Polizeirat Hans Zettl von der Bundespolizei hat die Führung von Polizeioberrat Klaus Liebl von der Landespolizei Bayern übernommen.

Bild: Polizeirat Hans Zettl (links) übernimmt das Steuer von Polizeioberrat Klaus Liebl (Mitte); rechts: Kontrollinspektor Franz Schwarz.
Quelle: Bundespolizei.

Ende Dezember 2023 endete turnusgemäß, wie alle drei Jahre, die Amtszeit des Koordinators. Wegen des plötzlichen Todes eines
Nürnberger Bundespolizisten fand die offizielle Übergabe der
Amtsgeschäfte dieses Mal nur im kleinem Kreis statt.

Seit der Gründung des Gemeinsamen Zentrums am 20. November 2015 hat sich die Zusammenarbeit der beteiligten Polizeibehörden etabliert:
Die Kooperation der Bundespolizei, der Landespolizei Bayern und der
österreichischen Polizei ist zu einem maßgeblichen Baustein in der
grenzüberschreitenden deutsch-österreichischen Sicherheitsarchitektur geworden.

Insbesondere die Koordinierung der Dienstgeschäfte während der
schwierigen Zeit der Corona-Pandemie stellt eine herausragende
Leistung von Klaus Liebl dar und ist ganz wesentlich seiner
Führungsstärke und Integrationskraft sowie der hervorragenden
Zusammenarbeit mit der Führung des österreichischen Kontingents unter Kontrollinspektor Franz Schwarz zu verdanken. Aber auch die
politischen und dienstlichen Vorgaben der drei Partner „unter einen
Hut“ zu bringen, erledigte Klaus Liebl meisterhaft.

Der neue Koordinator Hans Zettl wurde im September 2008 in der
Bundespolizei als Anwärter im gehobenen Dienst eingestellt. Nach
abgeschlossener Ausbildung verrichtete Hans Zettl zunächst als
Kontroll- und Streifenbeamter am Flughafen München seinen Dienst.
Sehr schnell erkannte man dort seine Führungsfähigkeiten und so wurde
er ab 2014 als Gruppenleiter im Terminal II eingesetzt. Von 2017 bis
2019 war Hans Zettl bei der Bundespolizeidirektion München als
Sachbearbeiter Grenze im Stabsbereich Einsatz eingesetzt. 2019
wechselte der gebürtige Regensburger als Dienstgruppenleiter an die
deutsch-österreichische Grenze zur Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Dann ging es für ihn zurück in die bayerische Landeshauptstadt, wo er wesentlichen Anteil am Aufbau der Koordinierungsstelle Corona der Bundespolizeidirektion München hatte. Nach einem einjährigen Einsatz im Bundespolizeipräsidium in Potsdam absolvierte Hans Zettl von September 2021 bis September 2023 den Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei und wurde im Herbst 2023 zum Polizeirat ernannt. Seit Oktober 2023 ist Hans Zettl stellvertretender Leiter der mitarbeiterstärksten Inspektion der Bundespolizei in Bayern, der Bundespolizeiinspektion Passau, und seit dem 1. Januar 2024 zugleich Deutscher Koordinator des Gemeinsamen Zentrums Passau.
http://www.bundespolizei.de

2,6 Mrd. Euro Umsatz mit Fairtrade-Produkten

Fairtrade Deutschland veröffentlicht Jahresbericht 2023/2024

Köln (ots)

  • Umsatz mit Fairtrade-Produkten steigt 2023 in Deutschland um 8,5 Prozent, Absätze leicht gesunken.
  • Pro-Kopf-Ausgaben für Fairtrade-Produkte erstmals über 30 Euro.
  • Fairtrade als vielseitiger Partner: von Lieferkettengesetz bis zivilgesellschaftlichem Engagement.
Fairtrade setzt sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbäuerinnen und -bauern ein, beispielsweise im Kaffeeanbau, sowie für Beschäftigte auf Plantagen. Fotograf: Fairtrade / Juan Becerra Manriqu

Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland stieg 2023 um 8,5 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Erstmals lagen die Pro-Kopf-Umsätze hierzulande bei über 30 Euro. „Konsumentinnen und Konsumenten bleiben auch in Zeiten von Inflation und finanzieller Unsicherheit Fairtrade treu“, so Detlev Grimmelt, Vorstand Marketing und Vertrieb von Fairtrade Deutschland, auf der Jahrespressekonferenz des Vereins. „Allerdings blieb auch Fairtrade 2023 nicht von der generellen Kaufzurückhaltung verschont: Während die Umsätze stiegen, gingen die Absätze leicht zurück“. Positiv stimmen die wachsende Verfügbarkeit auf zuletzt 8.500 gesiegelte Produkte und erste Zahlen 2024: Fairtrade-Absätze nehmen wieder zu.

Claudia Brück, Vorständin für Kommunikation und Politik, fügte hinzu: „Am Megatrend Nachhaltigkeit ist nicht zu rütteln. Politische Regulierungen wie das neue EU-Lieferkettengesetz fordern Verantwortung von Unternehmen. Hier leistet Fairtrade wichtige Unterstützung.“ Ziel der Gesetzgebung ist es, Menschenrechte in globalen Lieferketten zu wahren. Dafür und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in Asien, Afrika und Lateinamerika setzt sich Fairtrade ein. Stabile Mindestpreise als Sicherheitsnetz und ein zusätzlicher Aufschlag, die Fairtrade-Prämie, tragen dazu bei. Die Prämieneinnahmen durch Absätze auf dem deutschen Markt lagen 2023 bei 42 Mio. Euro. „Die Prämie ist für die Menschen vor Ort ein wichtiges Werkzeug für Investitionen, gerade jetzt, wo sie mit Preissteigerungen und höheren Lebenshaltungskosten umgehen müssen“, so Brück.

Kaffee, Bananen, Kakao und Blumen

Während die Absätze im Lebensmittelhandel und Discount zurückgingen, stiegen die Fairtrade-Verkäufe in Drogeriemärkten und in der Gastronomie. 2023 wurden rund 23.000 Tonnen fair gehandelter Kaffee verkauft (-3,6 Prozent), ein Marktanteil von 5 Prozent. Der Absatz von Fairtrade-Bananen ging um -3 Prozent auf 114.000 Tonnen zurück, von Kakaobohnen leicht um -1,4 Prozent auf 80.300 Tonnen. Der Marktanteil von Kakao bleibt stabil bei 17 Prozent. 2023 wurden rund 466 Mio. faire Blumen verkauft (-3,9 Prozent). Jede dritte Rose in Deutschland ist fair gehandelt. Weitere Zahlen und Hintergründe im Jahresbericht von Fairtrade Deutschland.

Jenseits des Siegels – Partner für die Erfüllung von Sorgfaltspflichten

Die Arbeit von Fairtrade geht weit über zertifizierte Produkte hinaus. In einem neuen Projekt in Höhe von 1,9 Mio. Euro unterstützt Fairtrade Deutschland beispielsweise Produzentenorganisationen sowie deutsche kleine und mittlere Unternehmen, an menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten (HREDD) zu arbeiten und im Kontext neuer Gesetze und EU-Regulierungen ihren Marktzugang abzusichern. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und dem Forum Fairer Handel, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Fairtrade: Hoch bekannt und tief verwurzelt

Über 90 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande kennen das Fairtrade-Siegel. Der faire Handel baut auf starkes zivilgesellschaftliches Engagement. „Das ist eine zentrale Säule unserer Arbeit. In einer Zeit multipler Krisen vermittelt der faire Handel die positive Vision globaler Klima- und Handelsgerechtigkeit“, betont Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Lehnert. Für das vielfältige Engagement stehen stellvertretend mehr als 870 Fairtrade-Towns, über 900 Fairtrade-Schools mit mehr als 700.000 Schülerinnen und Schülern sowie 45 Fairtrade-Universities. Um die Prinzipien und Ideen des fairen Handels stärker in der EU-Politik zu verankern, richtet Fairtrade gemeinsam mit den vielen Engagierten im Vorfeld der EU-Parlamentswahl fünf Forderungen für eine faire europäische Handelspolitik an die Kandidatinnen und Kandidaten. fairtrade-deutschland.de/fairsprechen

Fairtrade Deutschland e.V.

http://www.fairtrade-deutschland.de

Sahra Wagenknecht – Immer mehr Schienen, Brücken und Straßen sind marode.

Wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage des BSW bekanntgab, stieg die Zahl der sanierungsbedürftigen Autobahnkilometer zwischen 2018 und 2022 von 5.797 auf 7.112.

Die Zahl der Bahnbrücken, die ersetzt werden müssen, stieg zwischen 2021 und 2023 sogar von 1.089 auf 1.160. Für diesen Verfall der Infrastruktur tragen CDU und CSU die Hauptverantwortung, die es über viele Jahre versäumt haben, in funktionierende Verkehrsnetze zu investieren. Allerdings schreitet der Verfall der Infrastruktur auch unter der Ampel munter voran, die sich lieber an sinnlosen Kriegen und Wirtschaftskriegen beteiligt, als sich um die Probleme in unserem Land zu kümmern. Den Preis für dieses Politikversagen zahlen wir alle: Durch vermehrte Staus, Zugausfälle und -verspätungen sowie den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Bis heute weigert sich CDU-Chef Merz, einer überfälligen Reform der Schuldenbremse zuzustimmen, die sich in der Praxis als Investitionsbremse erwiesen hat. Statt jedes Jahr zig Milliarden für Waffenexporte und Aufrüstung zu vergeuden, muss endlich in unsere Zukunft investiert werden! #bsw

Neue Höchststände bei verbotenen Kfz-Rennen: ACV Kampagne aktueller denn je

Köln (ots) Der ACV hat vor einem Jahr die Kampagne #rasenkicktanders ins Leben gerufen, um junge Menschen für die Gefahren von illegalen Autorennen zu sensibilisieren.

Coverfoto der ACV Kampagne #rasenkicktanders
Bildrechte: ACV Automobil-Club Verkehr

Die vom NRW-Innenministerium kürzlich vorgestellten Verkehrsunfallzahlen für das Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen alarmieren: 2.144 verbotene Kfz-Rennen wurden registriert – ein besorgniserregender Höchststand. 526 davon endeten mit einem Unfall, drei Menschen wurden getötet. Nicht nur in NRW steigen die Zahlen kontinuierlich an. Auch in anderen Bundesländern werden mehr illegale Rennen auf den Straßen erfasst. Etwa in Baden-Württemberg, wo das Landesinnenministerium für das erste Halbjahr 2023 einen 19-prozentigen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermeldete.

Vor allem in Großstädten sind illegale Autorennen eine erhebliche Gefahr, bei der nicht nur die Fahrzeuginsassen, sondern häufig auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in mitunter schwerste Verkehrsunfälle verwickelt werden. Um auf die Risiken dieser verbotenen Kfz-Rennen auf öffentlichen Straßen aufmerksam zu machen, startete der ACV Automobil-Club Verkehr vor einem Jahr die Kampagne #rasenkicktanders und setzt sich seitdem gemeinsam mit der Polizei Köln dafür ein, insbesondere junge Menschen für die Konsequenzen zu sensibilisieren.

Zentraler Bestandteil der Aktion sind emotionale Videoclips, die in den sozialen Netzwerken verbreitet wurden und auf einer eigenen Website des ACV abrufbar sind. Mit der Kampagne verfolgt der Kölner Automobilclub einen präventiven Ansatz. „Adressiert werden nicht die Raser selbst“, so Holger Küster, Geschäftsführer des ACV. „Wir richten uns an die Verkehrsteilnehmer von morgen und möchten ein Problembewusstsein für die schrecklichen Folgen von verbotenen Kfz-Rennen schaffen.“

Die Polizei Köln unterstützt als Partner der Kampagne die Bemühungen des ACV und trägt dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung für das Thema zu schärfen. „Die Polizei Köln arbeitet intensiv auf dem Sektor der verbotenen Kfz-Rennen sowie des illegalen Tunings. Wir wollen jungen Menschen verdeutlichen, welche Gefahren davon für sie selbst sowie unbeteiligte Dritte ausgehen. Dazu kann die Kampagne des ACV einen wertvollen Beitrag leisten“, sagt Polizeihauptkommissar Jürgen Berg, Leiter des Einsatztrupps Verkehr bei der Polizei Köln.

Im Rahmen der Kampagne #rasenkicktanders hat der ACV ein umfangreiches Dossier erstellt. Darin klärt der Automobilclub über die Hintergründe von verbotenen Kfz-Rennen auf und hat Handlungsempfehlungen erarbeitet, um dem Problem zu begegnen. Neben der emotionalen Ansprache der Autofahrer von morgen schlägt der ACV zum Beispiel vor, die Vermietung hochmotorisierter Pkw an Fahranfänger zu unterbinden. Denn oft werden leistungsstarke Modelle von Premium- und Luxusmarken extra für das Rasen im Straßenverkehr angemietet.

Zur Kampagne: https://www.acv.de/rasen-kickt-anders

Erstes Referenzfahrzeug „Schwerer Waffenträger Infanterie“ vorgestellt

Nachweisführung kann zeitnah beginnen

Unterlüß/Koblenz (ots) Nachdem erst im März die Beschaffung von insgesamt 123 neuen „Schweren Waffenträgern Infanterie“ (sWaTrg Inf) mit einem Regierungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der australischen Regierung vereinbart wurde, konnte einige Wochen später bereits das erste Fahrzeug als sogenanntes Nachweismuster durch Rheinmetall Landsysteme vorgestellt werden und die symbolische Schlüsselübergabe an die Bundeswehr erfolgen.

Das am 02. Mai 2024 in Unterlüß vorgestellte Referenzfahrzeug des „Schweren Waffenträgers Infanterie“ in Bewegung. Bildrechte: Bundeswehr
Fotograf: Anett Groß

Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte wird das gestern präsentierte Referenzfahrzeug dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) für Entwicklungs- und Erprobungszwecke zur Verfügung stehen. Anschließend können erforderliche Nachweise, beispielsweise hinsichtlich Zulassung und Transportierbarkeit, schon frühzeitig erbracht werden und auch Verlade- und Verstautests sowie Ergonomie-Untersuchungen können bereits durchgeführt werden.

Die symbolische Schlüsselübergabe für das erste Nachweismuster erfolgte am 02. Mai 2024 bei Rheinmetall in Unterlüß. v.r.n.l.: Siemtje Möller (Parlamentarische Staatssekretärin), Björn Bernhard (Rheinmetall), Jessica Ward (Vertreterin des australischen Militärattachés), Frank Aldekamp (BAAINBw), Vizeadmiral Carsten Stawitzki (Abteilungsleiter Rüstung im BMVg) Bildrechte: Bundeswehr Fotograf: Anett Groß

Darüber hinaus können Entwicklungsarbeiten bezüglich der elektronischen Architektur und Anpassungen der Systemsoftware an die deutschen Forderungen erfolgen.

Für die Anpassungsentwicklung der Systemsoftware bietet das Referenzfahrzeug eine wertvolle Möglichkeit Softwarestände sehr kurzfristig zu testen, um somit einen hohen Reifegrad der Systemsoftware bei Serieneinführung sicherzustellen.

Bei etwaigen Mängeln können frühzeitig Änderungsvorschläge zur Behebung erarbeitet werden und in die Serienproduktion einfließen. Die derart frühe Bereitstellung eines Nachweismusters ist somit ein wesentlicher Baustein zur Erreichung des zeitlich sehr eng gesteckten Zieles einer Einführung des sWaTrg Inf in 2025.

Gemeinsam mit Rheinmetall schreibe man heute für die Truppe erneut den Hashtag „Beschaffungläuft“ in die Timeline der seit Monaten ambitionierten Beschaffungsagenda, freute sich die Parlamentarische Staatsekretärin Siemtje Möller bei der Vorstellung des Nachweismusters. Im Beisein weiterer hochrangiger Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums und der Streitkräfte betonte sie: „Der heute erreichte Meilenstein ist sichtbares Zeichen der Zeitenwende und ein weiterer Schritt, um die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr so rasch wie möglich herzustellen“.

Der Radpanzer wird, als Nachfolgesystem des Waffenträgers Wiesel, der direkten taktischen Feuerunterstützung und weitreichenden Panzerabwehr für die Infanterieverbände der Bundeswehr dienen. Er vereint die Fähigkeiten von bisher zwei Wiesel-Varianten sowie der zum Munitionstransport eingesetzten Zusatzfahrzeuge in einer Plattform und stellt einen idealen Mix aus Schutz, Mobilität, Wirkung und Durchhaltefähigkeit dar. Bereits ab 2025 sollen die ersten Systeme des „Schwere Waffenträgers Infanterie“ den Mittleren Kräften des Heeres zur Verfügung stehen.

PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung

https://www.bundeswehr.de

journalist-Interview mit Michel Friedman

„Wir müssen die journalistische Gesprächshoheit behalten“

Bonn (ots) Die AfD droht, stärkste Kraft zu werden, wenn im September in Brandenburg, Sachsen und Thüringen gewählt wird. Journalisten müssen sich fragen: Sollte man mit rechtsextremen Politikern sprechen – und wenn ja, wie?

journalist-Cover 5/24: Michel Bildrechte: journalist – Magazin für Journalist*innen
Fotograf: Hannes Jung

„Wenn wir das tun, müssen wir unbedingt die journalistische Gesprächshoheit behalten“, sagt dazu der Publizist, Jurist und Philosoph Michel Friedman im Titelinterview mit dem journalist. Das Magazin sprach mit Friedman über das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland. Friedman, dessen Eltern vom Unternehmer Oskar Schindler vor dem Nazi-Regime gerettet wurden, sagt: „Meine Kindheit war von der Angst vor Macht geprägt.“

Journalisten dürften nicht den Fehler machen, die Themenwünsche der AfD zu erfüllen, sonst tappten sie in die Falle, alles Migration zu verknüpfen. „Wir reden mit den Grünen zu Recht primär über die Umwelt, aber letztendlich über alle politischen Themen. Das muss auch mit der AfD geschehen, sonst triggern wir ausschließlich ihre Kernanliegen – die menschenverachtende Propaganda. Fragen wir also, was Herr Höcke oder Frau Weidel konkret zu Wirtschaft, Kulturpolitik, Pressefreiheit, Rechtstaatlichkeit oder Putin und seinem Angriffskrieg sagen.“

Kürzlich standen sich die Spitzenkandidaten von CDU und AfD in Thüringen, Mario Voigt und Björn Höcke, im TV-Studio von WELT gegenüber. Würde Friedman mit Höcke reden?

„Die Grundlage aller Gespräche ist die Anerkennung beider Seiten als vollwertige Gesprächspartner auf Augenhöhe. Wenn man Björn Höcke ernstnimmt, sieht er mich als ‚Untermensch‘ weit unter der seinen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Mai-Ausgabe des journalists und online auf www.journalist.de. Der journalist ist mit einer Druckauflage von 27.000 Exemplaren (IVW) das größte und wichtigste Magazin für Journalist*innen in Deutschland. Herausgeber ist der Deutsche Journalisten-Verband, Verlag: Journalismus3000 GmbH.

journalist – Magazin für Journalist*innen

https://www.journalist.de