Archiv der Kategorie: Politik

Landkreis Harz startet Jobvermittlungs Offensive für Generation 60+

Immer mehr Unternehmen im Harz fehlen schon heute die Arbeits- und Fachkräfte. Um den Bedarf abzudecken, ruft der Landkreis Harz eine neue Beschäftigungsinitiative „Generation 60+“ ins Leben. Den offiziellen Startschuss gaben heute Landrat Thomas Balcerowski und Cathleen Cassel als Ansprechpartnerin der Kommunale Beschäftigungsagentur Jobcenter Harz (KoBa).

Landrat Thomas Balcerowski präsentierte heute mit Cathleen Cassel die Beschäftigungsinitiative „Generation 60+“.

„Für die Unternehmen können Senioren dank ihrer Erfahrung eine Bereicherung sein“, erläutert der Landrat. Thomas Balcerowski spricht von einer Win-Win-Situation. Denn selbst nach dem aktiven
Erwerbsleben haben viele Rentner und Pensionäre Spaß bei der Arbeit, brauchen den Kontakt zu anderen Menschen oder wünschen sich weiterhin eine Aufgabe. Zudem können diese mit der Erwerbstätigkeit steigende Preise abfangen. Viele wollten sich vom Verdienst „Extrawünsche“ erfüllen.

Die Beschäftigungsinitiative „Generation60+“ schließt nach Worten des Landrates zudem eine Kommunikationslücke zwischen Frauen und Männern, die im Altersruhestand arbeiten wollen und den
Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen und keine finden. „Wir bringen mit Hilfe der KoBa Harz, die in der klassischen Arbeitsvermittlung Erfahrung hat, diese beiden Gruppen zusammen“, freut sich der Thomas Balcerowski.

Früher undenkbar, ist heute der neue Trend: Arbeitgeber rollen älteren Arbeitnehmern und sogar Rentnern den roten Teppich aus, damit sie möglichst lange dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Damit ist im Idealfall beides möglich: Lohn kassieren und Rente.

Weiterer Vorteil, die Generation 60+ für die Arbeit in der Rentenzeit zu begeistern: Von mehr älteren Beschäftigten profitierten die jüngeren. „Denn Unternehmen brauchen jede Fachkraft, die mit ihrer Produktivität zum Unternehmenserfolg beitragen und so weitere Beschäftigungschancen schaffen“, ist Thomas Balcerowski überzeugt. Auch könnten Rentner ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen im Job einbringen und an Jüngere weitergeben.

Fakt ist: Wer jenseits der Regelaltersgrenze arbeitet, muss keinerlei Rücksicht auf Hinzuverdienstgrenzen nehmen. Er oder sie kann unbegrenzt zur Rente hinzuverdienen. Oder – um es noch einfacher zu sagen – er oder sie kann beides problemlos kassieren: Lohn und Rente! 

Ansprechpartnerin Vermittlung Generation 60 +Cathleen Cassel
Telefon: 015110942202
E-Mail: generation60plus@kreis-hz.de

Hintergrund:
Als Grund für eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter geben Befragte einer repräsentativen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) überwiegend soziale und persönliche Motive an: Jeweils rund 90 Prozent der erwerbstätigen Rentner haben Spaß bei der Arbeit, brauchen den Kontakt zu anderen Menschen oder wünschen sich weiterhin eine Aufgabe. Mehr als die Hälfte der Befragten nennt allerdings auch finanzielle Gründe für die Erwerbsarbeit. Das gilt insbesondere für Frauen, die nach eigenen Angaben häufiger als Männer auf einen Hinzuverdienst zur Altersrente angewiesen sind. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Bei den Frauen beträgt der Anteil 31 Prozent, bei den Männern 28 Prozent.

Eine Beschäftigung bis zum Renteneintritt steigert die Wahrscheinlichkeit, auch nach dem Übergang in die Altersrente erwerbstätig zu sein. Bei den bis zuletzt erwerbstätigen Frauen ist diese Wahrscheinlichkeit fast doppelt so hoch wie bei den vormals nicht erwerbstätigen Frauen (41 Prozent gegenüber 26 Prozent). Bei den Männern liegen die entsprechenden Anteile bei 31 bzw. 24 Prozent.

Eine gute finanzielle Lage nach dem Renteneintritt geht bei Frauen wie bei Männern mit einer höheren Erwerbstätigenquote im Rentenalter einher. Während 29 Prozent der befragten Rentnerinnen bzw. 26 Prozent der befragten Rentner mit einem Einkommen unter 1.000 Euro erwerbstätig sind, erhöhen sich die Werte bei einem Einkommen von 2.500 Euro und mehr auf 58 bzw. 59 Prozent. Das zusätzlich erwirtschaftete Erwerbseinkommen ist bei den ermittelten Einkommensgrenzen von 1.000 bzw. 2.500 Euro nicht enthalten.

Unter den nicht erwerbstätigen Rentenbeziehern würden 13 Prozent aller Frauen und 20 Prozent der Männer gerne eine Erwerbsarbeit aufnehmen. „Politik und Betriebe sollten mit flexiblen Regelungen günstige Rahmenbedingungen schaffen, damit Erwerbswünsche im Rentenalter besser realisiert
werden können“, heißt es in der Studie. So könnte beispielsweise in Tarifverträgen generell auf die Festlegung einer automatischen Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Erreichen der Regelaltersgrenze verzichtet werden.

WEB: https://www.kreis-hz.de

Stoppt das weltweite Massenaussterben
Zooverband fordert Trendwende auf der Weltnaturkonferenz

Berlin (ots) Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) begrüßt, dass die Bundesregierung mit einer klaren Zielstellung in die Verhandlungen der UN-Biodiversitätskonferenz geht, die ab dem 7. Dezember in Montreal, Kanada stattfinden wird. Spätestens seitdem der Bundestag am 1. Dezember dem Antrag der Koalitionsfraktionen „Ein Paris-Moment für die Natur – Für einen ambitionierten globalen Rahmen zum Schutz der Biodiversität“ zugestimmt hat, ist die deutsche Linie für die Verhandlungen klar.

Die Weltnaturkonferenz muss jetzt die Trendwende für den Artenschutz bringen. Die Zoos des VdZs züchten nicht nur weltweit bedrohte Arten, sondern auch heimische, wie den Europäischen Feldhamster. Von dort werden die Tiere wieder ausgewildert. Dafür muss jedoch auch der passende natürliche Lebensraum wieder zur Verfügung stehen.

„Wer Klimakrise sagt, muss auch Artensterben sagen, denn beide bedrohen unsere Zukunft. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen auf der Weltnaturkonferenz mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die Zielsetzung weitreichend umgesetzt werden. Nur wenn unsere Lebensräume reich an Tieren und Pflanzen sind, sind es auch wertvolle Lebensräume für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ. „Die Weltnaturkonferenz ist eine einzigartige Chance. Wir müssen die Trendwende einleiten, um bis 2030 den Artenschwund massiv zu bremsen und wieder mehr Biodiversität weltweit aufzubauen. Die angestrebten 30 Prozent Schutzfläche jeweils an Land und im Meer können hierfür eine wichtige Voraussetzung sein. Wir Zoos wollen nicht der Ort sein, an dem Kinder und Erwachsene die Letzten ihrer Art kennenlernen können.“

Mindestens eine Million Arten sind derzeit vom Aussterben bedroht. Der Antrag der Koalitionspartner im Bundestag hält unter anderem fest, dass moderne Zoos eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Biodiversität spielen. Denn wenn es gelingt, die Lebensräume bedrohter Tierarten wieder herzustellen, können Tiere, die in den Zoos gehalten werden, also außerhalb ihres eigentlichen Lebensraums (Ex situ), wieder in ihrem natürlichen Lebensraum ausgewildert werden (In situ). Dies ist in der Vergangenheit bereits bei zahlreichen bedrohten Tierarten gelungen, vor allem bei Säugetier- und Vogelarten. In der Zukunft wird das eine noch größere Rolle spielen. Von Bedeutung ist dabei die begleitende Forschung zur Erfolgskontrolle, die in den VdZ-Zoos beginnt und die Wiederansiedlung in die Wildnis erst erfolgreich macht. Die Arbeit von Zoos wird daher für das Überleben bedrohter Arten immer wichtiger.

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten. Rund 45 Millionen Menschen besuchen jährlich die 71 VdZ-Zoos, mehr als eine Million profitiert von den besonderen Bildungsangeboten der Zoos in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien. Geschäftsführer des Verbands ist Volker Homes und Präsident ist Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Zoo Leipzig. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbands WAZA.

Website: www.vdz-zoos.org

Gemeinsam gegen die Pneumonie – Neues Forschungslabor eröffnet

Berlin (ots) Die noch immer laufende Pandemie hat eindrucksvoll gezeigt, dass gerade die während der Beatmung durch multiresistente Erreger verursachte Lungenentzündung, eine zunehmende Bedrohung darstellt. Um dem entgegen wirken zu können, haben die Berliner Charité und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin am 29. November das neue NoVaP-Forschungslabor eröffnet.

Der Kommandeur Gesundheitseinrichtungen, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps (links) informiert sich bei Professor Dr. Martin Witzenrath von der Charité (Mitte) und Oberstabsarzt Dr. Christian Zobel (rechts) über das Forschungsvorhaben.

NoVaP steht für „Nosocomial Ventilator associated Pneumomia“, also für die im Zusammenhang mit der Beatmung auftretende Lungenentzündung. Die Bedrohung durch multiresistente Erreger im Allgemeinen und die Erkrankung der Lunge durch diese Keime im Speziellen, hat zuletzt durch die SARS-CoV-II Pandemie, die Flüchtlingskrise und den Ukraine-Konflikt erheblich an Bedeutung gewonnen. Diese Problematik wird die Gesundheitssysteme europa- und weltweit absehbar vor kaum lösbare Herausforderungen stellen. Mit dem neu gegründeten NoVaP-Forschungslabor in Berlin haben die Charité und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin dieser Bedrohung den Kampf angesagt.

Zitat Prof. Dr. Martin Witzenrath, Direktor der Klinik für Pneumologie und Intensivmedizin an der Charité: „Die Bundeswehr bringt einfach unheimlich viel Drive und Motivation mit.“

Neue Lungenmodelle

Die Kliniken für Pneumologie und für Infektiologie der Charité und die Klinik für Innere Medizin und die Abteilung für Mikrobiologie des Bundeswehrkrankenhauses haben dazu das Forschungsvorhaben „Die infizierte Lunge in 2D3D“ gestartet. Dieses wird sich dem medizinisch immer relevanteren Thema der durch multiresistente Bakterien ausgelösten Lungenentzündung widmen. Zugleich wird diese Kooperation Voraussetzungen zur schnellen Erforschung zukünftig neu auftretender Krankheiten der Lunge schaffen. Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité und des Bundeswehrkrankenhauses Berlin werden sich dazu dieses Themas annehmen.

Oberstarzt Dr. Ralf Hartmann: „Das NoVaP-Forschungslabor ist ein ganz besonderes Projekt, weil es vom Labor, über den Patienten bis zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen ganz viele Möglichkeiten bietet.“

Zitat Oberstarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin Bundeswehr: „Das NoVaP-Forschungslabor ist ein ganz besonderes Projekt, weil es vom Labor, über den Patienten bis zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen ganz viele Möglichkeiten bietet.“

Herausragende Bedeutung

Die Klinik für Pneumologie und Infektiologie der Charité und die Infektiologie des Bundeswehrkrankenhauses im Herzen Berlins bauen damit die bereits seit langer Zeit bestehende zivil-militärische Kooperation weiter aus. Fähigkeiten und Wissen können so in einem Umfeld immer knapper werdender Ressourcen gemeinsam besser genutzt werden.

Oberstabsarzt Dr. Christian Zobel (links) ist der Wissenschaftliche Leiter des neuen Forschungslabors.

„Der Vorteil des Bundeswehrkrankenhauses Berlin ist, dass Diagnostik auf höchstem Niveau, Forschung, Medikamentenherstellung und die modernste Infektionsstation der Bundeswehr an einem Standort vereint sind“, weiß Oberstabsarzt Dr. Christian M. Zobel, Wissenschaftlicher Leiter des NoVaP-Labors zu berichten.

Weitere Informationen über den Sanitätsdienst der Bundeswehr:

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/sanitaetsdienst

Stadt Halle (Saale) „Smart City“ weiter entwickeln

Lasst uns gemeinsam unsere „Smart City“ weiterentwickeln!
Heute am Freitag, 2. Dezember 2022, laden wir gemeinsam mit unserem Partner Science2Public zu einer Kreativwerkstatt ein.

Von 10 bis 16 Uhr in der Neustädter Passage 13. Wir möchten Projektideen entwickeln und diskutieren.

Halle (Saale) hat sich im Jahr 2021 als eine von 32 Kommunen in der dritten Förderstaffel des Programms des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen erfolgreich als „Smart-City-Modellprojekt“ qualifiziert. Damit ist die Stadt Teil des bundesweiten Netzwerks Modellprojekt Smart City (MPSC), das aus derzeit 73 Kommunen besteht.

Der englische Begriff Smart City heißt übersetzt „intelligente Stadt”. Gemeint ist der Einsatz digitaler Technologien für eine nachhaltige Entwicklung von Städten und Regionen. Bausteine hierfür können die intelligente Planung des öffentlichen Nahverkehrs, der Ausbau digitaler Kompetenzen oder eine innovative Weiterentwicklung von Gewerbeflächen zur Schaffung neuer Perspektiven für die Stadt sein. Das Ziel ist, technische und soziale Innovationen miteinander zu verknüpfen, um vielfältige Herausforderungen der Stadtentwicklung zu lösen und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern.

Das Programm besteht aus einer Strategiephase (bis Juni 2023), an deren Ende in einem Strategiepapier eine Vision, Leitbilder und konkrete Projektideen erarbeitet werden. Es folgt eine Umsetzungsphase (bis 2026), in der die definierten Maßnahmen umgesetzt werden.

Strategie, Visionen und Leitbilder

Was?

Als Stadt Halle (Saale) haben wir uns auf den Weg gemacht, Smart City zu werden. Mit dem Bewusstsein für eigene Stärken und Schwächen sowie Chancen und Herausforderungen, kann Halle (Saale) Transformationen aktiv gestalten. Der Schwerpunkt der Smart City Halle (Saale) liegt auf den Verschneidungen der Handlungsfelder smarte Bildung, smarte Wirtschaft, smarte Mobilität und smarte Verwaltung.

Wo?

Die Smart-City-Strategie wird als Querschnittsthema verstanden, das alle Bereiche der Stadt betrifft. Konzeption und erste Umsetzungsprojekte werden hierfür in Beispielquartieren erprobt. Ausgewählt wurden das Wirtschaftsquartier hallescher Osten mit dem RAW-Gelände und dem Star Park sowie das Bildungsquartier Neustadt. Die Quartiere bieten die Möglichkeit, die Ergebnisse auf andere Stadtteile zu übertragen.

Wie?

Die Smart-City-Strategie Halle (Saale) soll partizipativ, gemeinwohlorientiert, inklusiv und nachhaltig gestaltet werden. Bewährte und neue Formate der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie weiterer Interessensgruppen sollen umgesetzt werden.

In der Smart-City-Strategiephase sollen die Anforderungen aus der Verwaltung, der Politik, der Wissenschaft, der Wirtschaft und vor allem der Bürgerschaft heraus definiert werden und die Perspektiven der einzelnen Zielgruppen und Anforderungen hin zu einer vernetzten Stadt Halle (Saale) aufgenommen werden. Die Erarbeitung der strategischen Leitlinien dient der Schaffung von Kriterien zur Auswahl der Maßnahmen und Projekte. Hierfür ist die Teilhabe und Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft erwünscht.

Wer?

Das Projekt Smart City wird betreut durch das in der Stadtverwaltung angesiedelte Smart-City-Büro Halle (Saale). Dieses besteht aus vier Projektkoordinatoren für die Handlungsfelder sowie einer Expertin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Es ist die Schaltzentrale zur Steuerung der Strategieerarbeitung inkl. Kommunikations- und Partizipationsprozess sowie zur Projektkoordination, Maßnahmenbegleitung und des Monitorings während der sich anschließenden Umsetzung der Smart-City-Strategie.

In diesem Team werden die Schwerpunktthemen der Smart-City-Strategie der Stadt Halle (Saale) gebündelt koordiniert, um die einzelnen Maßnahmen und Prozesse zielorientiert aufeinander abzustimmen, Akteure der Stadt zu vernetzen sowie Synergien zu heben. Die im Zuge der Strategieerarbeitung und -umsetzung aufgebauten Kompetenzen und Netzwerke sollen in der Stadtverwaltung langfristig etabliert und verstetigt werden, um den Transformationsprozess auch über die Projektlaufzeit hinaus zu begleiten und maßgeblich zu steuern.

Jeder ist gefragt – die Bürgerbeteiligung

Da Beteiligung und Teilhabe Kernaspekte der Nationalen Smart-City-Charta sind, fokussiert sich das Modellprojekt Smart City Halle (Saale) ebenfalls auf die transformative Kraft von Beteiligungsprozessen. Im Anschluss an die Strategiephase folgt ein Projektaufruf für die Umsetzungsphase. Das Smart-City-Team erhofft sich durch den Projektaufruf eine aktive Teilhabe aller sowie die Sammlung kreativer und innovativer Projektideen, die den digitalen Wandel eigenständig und langfristig vorantreibt.

Um die Stadtgesellschaft aktiv und transparent zu beteiligen, werden verschiedene Partizipationsformen angeboten. Ein Mitmachen wird sowohl analog in Form von Zukunftswerkstätten als auch auf einer digitalen Plattform möglich sein. Hierzu wird das Smart-City-Büro immer aktuell informieren.

WEB: https://www.halle.de

Wie Mecklenburg-Vorpommern Potenziale findet und fördert

Frankfurt am Main (ots) Kooperationsprojekt von Karg-Stiftung und Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung stärkt die Begabtenförderung im Land

Mecklenburg-Vorpommern liegt die Förderung seiner besonders begabten, leistungsstarken oder potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler seit langem am Herzen.

Teilnehmer:innen Karg-Campus Schule Mecklenburg-Vorpommern 1.0 © Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

In einem Ende Oktober abgeschlossenen Kooperationsprojekt hat das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung daher gemeinsam mit der Karg-Stiftung die inklusiven, begabungsgerechten Bildungsstrukturen im Land weiter ausgebaut. Im Projekt Karg Campus Schule Mecklenburg-Vorpommern 1.0 haben sich vier Grundschulen und vier gymnasiale Leitschulen rund viereinhalb Jahre lang in der inklusiven Begabungs- und Begabtenförderung und -beratung weiter qualifiziert. Das Ministerium hat damit sowohl seinen Auftrag im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative LemaS erfüllt als auch einen weiteren Meilenstein in der landeseigenen Förderagenda umgesetzt.

Konkrete Maßnahmen

Nach einer anfänglichen Situationsanalyse, um den Status Quo der Förderstrukturen in den Schulen festzuhalten, wurde deren individuelle Begleitung geplant. Es wurden Angebote auf den drei Ebenen Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und Netzwerkentwicklung geschaffen. Dazu gehörte unter anderem die Qualifizierung von Kompetenzteams und Schulleitungen in Form von Modulen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie schulinterne Angebote für die Gesamtkollegien.

Die kontinuierliche Prozessbegleitung vor Ort durch die Karg-Stiftung hat entscheidend zum Erfolg des Projekts beigetragen, denn die Teilnehmenden fühlten sich dadurch gut unterstützt bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung zur Begabtenförderung.

Um das Thema nachhaltig zu verankern, spielt die Vernetzung der Schulen untereinander und mit regionalen Akteuren der Begabtenförderung in den Schulamtsbereichen eine wichtige Rolle. Daher wurde der Aufbau eines Schulnetzwerkes der Begabtenförderung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Intensive Begleitung

„In unserem Kooperationsprojekt Karg Campus Mecklenburg-Vorpommern haben wir besonderes Augenmerk auf die Individualität der Schulen gelegt. Es wurden vielfältige und auf die jeweiligen Schulen zugeschnittene Ideen und Angebote zur Begabungsförderung (weiter-)entwickelt. Gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern konnten wir so exemplarisch zeigen, wie die Ziele der Bund-Länder-Initiative am wirkungsvollsten erreicht werden können. Nun setzen wir das Projekt unter dem Namen Karg Campus Mecklenburg-Vorpommern 2.0 fort – und freuen uns auf drei weitere spannende Jahre mit engagierten Lehrkräften und einem Bundesland, das sich für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher tatkräftig einsetzt „, so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand Zweckerfüllung der Karg-Stiftung.

Folgeprojekt Karg Campus Schule Mecklenburg-Vorpommern 2.0

Seit Anfang des Jahres 2022 läuft bereits das Folgeprojekt zur Weiterentwicklung und Verstetigung der Hochbegabten- und Begabungsförderung, das von der gemeinnützigen Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung finanziell gefördert wird. Dietlind Hentschel, pädagogische Leitung der Werkstattschule in Rostock, freut das: „Es braucht eine große Vernetzung und einen guten Austausch der Schulen untereinander. Wir haben jetzt gesehen, dass die Schulen auf dem Weg sind und bestimmte Projekte in den letzten Jahren entwickelt haben. Meine Vision wäre eine Stelle in Mecklenburg-Vorpommern, an der sich die ganzen Initiativen, die ganzen Schulen wiederfinden können. Als Anlaufpunkt, als Beratungspunkt, als Gestaltungspunkt für Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Das wäre großartig für das Land.“

Mit dem Folgeprojekt können die gewonnenen Erkenntnisse weiter ausgebaut werden. So wird unter anderem dem Thema Underachievement mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Das kommt Schülerinnen und Schülern zugute, die aus unterschiedlichen Gründen ihr hohes kognitives Potenzial nicht in entsprechende Leistung umsetzen können. Uwe Röser, Koordinator für den Schulzweig Hochbegabung im Alexander von Humboldt Gymnasium in Greifswald, begrüßt daher eine Weiterführung sehr: „Wir sind eine Schule mit einem Hochbegabtenzweig und dadurch war das Thema Begabtenförderung immer schon Thema für uns. Zum anderen haben wir aber profitiert, dass wir ganz neue Impulse bekommen haben, dass wir neu über bestimmte Phänomene nachgedacht haben, zum Beispiel das Problem Underachievement. Warum hat ein Schüler mit einem IQ von 135 bei den Schulnoten zur Hälfte Fünfen und Sechsen? Im Rahmen dieses Projekts konnten wir tatsächlich ein Programm entwickeln, das Schülerinnen und Schülern, die erwartungswidrige Minderleister sind, hilft. Daraus sind zwei Schulversuche geworden, an denen wir jetzt ein knappes Jahr arbeiten, um etwas zu entwickeln, was auch das Land voranbringt. Wir freuen uns sehr, dass es ein Nachfolgeprojekt im Karg Campus Schule Mecklenburg-Vorpommern 2.0 geben wird, bei dem weitere Zielgruppen dazukommen.“

Erweiterung des Netzwerks

Das bestehende Netz soll in den nächsten 3 Jahren ausgebaut und weiterentwickelt werden. Jeweils 2 der 4 Schulamtsbezirke werden zu einem Netzwerk mit jeweils 2 Kompetenzzentren zusammengefasst. Jeweils 2 Berater bzw. Beraterinnen der 4 Schulamtsbereiche werden im Thema der Begabungs- und Begabtenförderung entsprechend des Karg Campus-Curriculums weitergebildet. Zudem werden sie im Prozessbegleitungskonzept der Karg-Stiftung geschult und auf die Aufgabe vorbereitet, die neu hinzukommenden Netzwerkschulen in ihrem Schulentwicklungsprozess zu begleiten. Insgesamt werden bis zu 20 Schulen zum Netzwerk hinzukommen.

Weiterführende Links

Stadtrat Brink liest in der Kita in Osmarsleben

Der linke Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Güsten Ernst Hermann Brink nahm – wie jedes Jahr – am Bundesweiten Vorlesetag teil.

Kinder hören gerne zu

Er hat am Freitag, 18.11.2022 in der Kindertagesstätte „Pünktchens Stromerland“ im Güstener Ortsteil Osmarsleben vorgelesen. Seine Zuhörer war die große Gruppe „Glücksbärchis“ von Frau Anja Schirrmeister. Nachdem die Kinder das Märchen vom gestiefelten Kater gehört hatten, beantworteten sie alle Fragen: Was der Müller welchem der Söhne übergeben hat und nach den Taten des Katers. Dies zeigt, dass sie alle sehr aufmerksam zugehört haben.

Der Kommunalpolitiker Ernst Hermann Brink unterstützt das bundesweite Vorlesen bereits seit 2013, da er den Kindern eine Welt neben Computerspielen und Handys näher bringen will. Kinder sollen eine positive Einstellung zum Lesen gewinnen. Studien zeigen, Kindern, denen regelmäßig vorgelesen wird, verfügen über einen größeren Wortschatz, haben bessere Noten und mehr Spaß am Selberlesen. In fast jeder dritten Familie bekommen Kinder zu wenig – oder gar nicht vorgelesen. Mit dem diesjährigen Motto: „Gemeinsam einzigartig“ stellen wir – die Vorleser – die Bedeutung des Einzelnen und die der Gemeinschaft in den Fokus. Denn regelmäßiges Zusammenleben und Wertschätzung untereinander sind wichtige Bestandteile der demokratischen Gesellschaft. Gemeinsames Lesen und Vorlesen macht Spaß, regt die Fantasie an und fördert nebenher auch die Lesekompetenz und Sprachentwicklung. Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit vorgelesen wurde, entwickeln einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, Verantwortungsgefühl, Fantasie, Sprachkompetenz und haben nachweislich bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg. Der Vorlesetag ist eine gute Imagewerbung für eine der wichtigsten und schönsten Kulturtraditionen: „Deutschland – das Land der Dichter und Denker!“

Ernst H. Brink

OV Saale-Wipper

Der Totalumbau ist beendet: Stadträtin Dr. Tatjana Körner eröffnet den neuen XXXLutz in Nürnberg

Nürnberg (ots)

  • Binnen sieben Monaten wurde das Möbelhaus mit dem Roten Stuhl auf einer Verkaufsfläche von über 35.000 Quadratmetern komplett umgebaut
  • Beim Umbau und in der Produktpallette spielt Nachhaltigkeit eine tragende Rolle
  • Die Gesamtinvestition von rund zehn Millionen Euro und die Schaffung 60 zusätzlicher Arbeitsplätze unterstreichen die Position von XXXLutz als Vorreiter in der Einrichtungsbranche
  • Völlig neues Einkaufserlebnis: XXXLutz präsentiert in Nürnberg ein digitales Möbelhaus der Extra-Klasse und zeigt dabei auch eine neue Art der Erlebnisgastronomie
  • Die deutschlandweite Tierwohl-Kooperation der XXXLutz Restaurants mit „Hütthalers Hofkultur“ feiert in Nürnberg ihren ersten Geburtstag
  • XXXLutz Versprechen: Unerreichte Auswahl, Präsenz aller namhaften Hersteller und gelebter Rundum-Service in exzellenter Qualität, dazu der garantiert beste Preis
XXXL-Neueröffnung: Stellvertretend für Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König eröffnete Stadträtin Dr. Tatjana Körner gemeinsam mit Gebietsverkaufsleiter Günter Raudner (links), Hausleiter Sebastian Lüders (Zweiter von links) sowie Alois Kobler (rechts, CEO XXXLutz Deutschland) das neue XXXLutz Möbelhaus.

Der Startschuss ist gefallen, die neue Einrichtungs-Attraktion der Region ist offiziell eröffnet: Stellvertretend für Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat Stadträtin Dr. Tatjana Körner an diesem Donnerstag (24. November 2022) das symbolische rote Band des neuen XXXLutz Möbelhauses in der Ingolstädter Straße durchtrennt. In der Rekord-Umbauzeit von gerade einmal sieben Monaten ist ein nahezu komplett neues und digitales Möbelhaus entstanden: XXXLutz in Nürnberg setzt damit einmal mehr Maßstäbe und bietet mit der Fertigstellung des Millionen-Projektes ein Einkaufserlebnis der Superlative für die ganze Familie.

„XXXLutz hat hier bei uns in Nürnberg rund zehn Millionen Euro in diesen großen Umbau investiert, um sich fit und digital aufzustellen. Das Ergebnis ist erstaunlich, das kann jeder sehen. Was wir aber nicht gleich auf den ersten Blick erkennen, sind die vielen energetischen Aspekte, die Sie bei diesem Umbau berücksichtigt haben. Hut ab, damit dürften Sie wieder einmal Pionier sein – diesmal in Sachen Energieoptimierung! Ich möchte mich für jetzt schon fast 20 Jahre Dienst am Kunden und die Bereicherung der Nürnberger Einkaufswelt bedanken. Ich wünsche Ihnen aber vor allem viel Erfolg für diesen Neustart!“, sagte Stadträtin Dr. Tatjana Körner.

Die umfassenden Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis zum Erfolgs-Standort Nürnberg: Das inhabergeführte Unternehmen hat in den Komplettumbau rund zehn Millionen Euro investiert und dabei 60 zusätzliche und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten ist auf mehr als 250 allein im Einrichtungshaus angewachsen. Auf der baulich veränderten und neu konzipierten Verkaufsfläche von über 35.000 Quadratmetern lässt das Möbelhaus mit dem weithin sichtbaren Roten Stuhl keine Wünsche offen und präsentiert alles rund ums Einrichten in Perfektion. Noch mehr Auswahl, noch größere Markenvielfalt und der bekannt exzellente Service – darauf dürfen sich die Kunden mit der großen Neueröffnung bei XXXLutz freuen. Gefeiert wird mit zahlreichen Aktionen für Groß und Klein. Auch über die Eröffnungstage hinaus gibt es Nachlässe von 40 Prozent in allen Abteilungen. Inhaber der Freundschaftskarte erhalten zusätzlich nochmals Nachlässe von weiteren 15 Prozent.

Große Resonanz bereits während der Umbauphase

„Unser Möbelhaus in Nürnberg ist seit der Errichtung im Jahr 2004 schon immer ein ganz besonderes: So schaffte es seinerzeit der Rote Stuhl mit einer Höhe von 25 Metern, der auch jetzt in neuem Glanz erstrahlt, ins weltbekannte Guinness Buch der Rekorde. Auch wenn das Einrichtungshaus noch vergleichsweise jung ist, so bleibt es unser Anspruch, der Zeit voraus zu sein und unseren treuen Kunden mit völlig neuen Konzepten ein unvergessliches Einkaufserlebnis zu bieten. Genau deshalb haben wir an diesem attraktiven Standort für den Möbeleinzelhandel eine echte Erfolgsgeschichte schreiben können, die jetzt um ein weiteres, großes Kapitel reicher ist“, betont XXXLutz Hausleiter Sebastian Lüders: „Die Resonanz und das Interesse waren schon während der Bauphase sehr groß. Die Kunden wissen um die Attraktivität des Hauses hier in Nürnberg und sind eng mit ihm verbunden. Das haben wir gerade in dieser Zeit gespürt. Die Neugierde war groß und zudem das Verständnis vorhanden, dass wir den Umbau während des laufenden Betriebes gemeistert haben. Diese außergewöhnliche Treue ist zusätzlicher Ansporn für uns, all den Kundenwünschen in Sachen Auswahl und Service sowie Preis-Leistung über alle Maße hinaus gerecht zu werden.“

Klares Bekenntnis zum Standort: 60 neue Arbeitsplätze

In den Totalumbau des Möbelhauses der Superlative hat die XXXLutz Unternehmensgruppe als zweitgrößter Möbelhändler der Welt rund zehn Millionen Euro investiert. Insgesamt sind bei XXXLutz in Nürnberg über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einrichtungshaus beschäftigt, durch die Umbaumaßnahme sind nochmals etwa 60 neue Arbeitsplätze in den Bereichen wie etwa Verkauf und Logistik geschaffen worden, darunter auch über 20 Ausbildungsplätze. Architektonisches Highlight ist dabei die weithin sichtbare, weil neu konzipierte Fassade. Tiefgarage und Parkhaus wurden ebenfalls saniert und mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet – insgesamt stehen den XXXLutz Kunden in Nürnberg weit mehr als 1000 Parkplätze zur Verfügung.

Auf der baulich komplett veränderten und neu konzipierten Verkaufsfläche von über 35.000 Quadratmetern lässt das Möbelhaus mit dem Roten Stuhl keine Wünsche offen und präsentiert alles rund ums Einrichten in Perfektion – entstanden sind dabei über 1000 Wohnbilder. Noch mehr Auswahl, noch größere Markenvielfalt und der bekannt exzellente Service mit den großen Kompetenz-Centern und der Expertise der Einrichtungs-Profis in allen Bereichen. Auf vier Ebenen finden sich fortan Möbel und Einrichtung aller namhafter Hersteller und sämtlicher XXXLutz Exklusivmarken. Hinzu kommen Fachsortimente wie beispielsweise Leuchten, Heimtextilien, Deko-, Haushalts- und Babyartikel. Premiere feiert der „Depot“-Shop mit einer bekannt breiten und innovativen Produktauswahl im neuen Lichthof. Allein die Küchenausstellung bietet ein eigenes Beratungscenter und jetzt über 150 Küchen in allen Preiskategorien und Designs – von modern bis traditionell, ausgestattet mit modernster Technik. Als zusätzlichen Service bietet XXXLutz auch vorab online buchbare Planungstermine – etwa bei Küchen – unter www.xxxlutz.de an.

Eröffnungsrabatte und 1500 Gratis-Frühstücke

„Die Eröffnung feiern wir mit großzügigen Sonderangeboten“, kündigt der Hausleiter an. Ein kunterbuntes Programm wartet von Donnerstag (24. November 2022) bis Samstag (26. November 2022) auf Groß und Klein, dazu gibt’s sensationelle Eröffnungsangebote mit Nachlässen von bis zu über 50 Prozent. An jedem der drei Eröffnungstage gibt es zudem für die ersten 500 Gäste ein kostenfreies Bauern-Frühstück im neuen XXXLutz Restaurant.

WEB: xxxlgroup.com

Papst Franziskus empfängt deutsche Bischöfe zum Gespräch

Bonn (ots) Papst Franziskus hat gestern (17. November 2022) die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich ihres Ad-limina-Besuchs in Audienz empfangen.

Audienz der deutschen Bischöfe bei Papst Franziskus anlässlich des Ad-limina-Besuchs in Rom

Die zweistündige Begegnung gestaltete sich als offene Gesprächsrunde, bei der die Bischöfe ihre Fragen und Themen anbringen konnten und der Papst individuell antwortete.

Inhaltlich ging es um Überlegungen zur Seelsorge in veränderter Zeit, um das Selbstverständnis des priesterlichen und bischöflichen Amtes, um das Engagement von Laien in der Kirche sowie um die Herausforderung, wie Evangelisierung im Kontext einer säkularen Welt gelingen kann. Außerdem konnten die Bischöfe über ihre Erfahrungen in den (Erz-)Bistümern und dem weltweiten kirchlichen Engagement berichten. Die Frage nach politischer Verantwortung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer Perspektive für den Frieden, angesichts globaler und regionaler Konflikte, prägte die Begegnung. Im Gespräch kamen auch Aspekte des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland und des weltweiten synodalen Prozesses zur Sprache. Diese werden morgen bei einem Treffen der Bischöfe mit den Leitern mehrerer vatikanischer Dikasterien vertieft.

Home: www.dbk.de

WM in Katar: ZDF-Doku über „Arabiens Traum von der Zukunft“

Mainz (ots) Am Dienstag, 22. November 2022, 22.45 Uhr, ist im Anschluss an die „sportstudio live“-Übertragung von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar der erste Teil der Dokumentation „Arabiens Traum von der Zukunft – Unterwegs mit Golineh Atai“ im ZDF zu sehen. Darin nimmt die ZDF-Korrespondentin die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf den Weg von Oman nach Saudi-Arabien. Am Donnerstag, 24. November 2022, 22.45 Uhr, führt der zweite Teil von Saudi-Arabien nach Dubai. Die Dokumentation von Nadja Kölling (Teil 2 von Nadja Kölling und Isabelle Tümena) steht ab Dienstag, 22. November 2022, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

ZDF-Korrespondentin Golineh Atai mit Weihrauchhändlerin Mariam im Souk von Salalah im Oman.

In dem Zweiteiler erkundet Golineh Atai eine Region zwischen Aufbruch und Stillstand. Die Länder am Persischen Golf haben sich innerhalb weniger Jahrzehnte von weltpolitisch eher unbedeutenden Wüstenstaaten zu wirtschaftlich prosperierenden Kräften entwickelt. Gerade in der aktuellen Energiekrise suchen die westlichen Länder verstärkt die Nähe zu den Golfstaaten – und buhlen nicht nur um deren fossile Brennstoffe. Zugleich rangieren fast alle Länder der Region auf den untersten Rängen, wenn es um Menschenrechte, Presse- und Meinungsfreiheit geht.

Im Oman trifft Golineh Atai junge Touristen, die in einer Oase den alljährlichen Nieselregen in Salalah genießen. In Saudi-Arabien, dem weltweit größten Ölexporteur, dem Kronprinz Mohammed bin Salman einen drastischen Modernisierungskurs verordnet hat, spricht sie mit einer Graffitikünstlerin aus Riad und einer Rennfahrerin über neue Freiheiten. Die Doku zeigt aber auch, dass Kritik am Königshaus weiterhin unmöglich ist und Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Golineh Atai begibt sich auf die Omrah, die kleine Pilgerreise nach Mekka, und taucht ein in die Heilige Stadt des Islam. Mit der jungen Touristenführerin Amal erkundet sie das jahrtausendealte Hegra. „Ich möchte den Menschen mehr erzählen über Saudi-Arabien, über unsere Kultur und unsere Geschichte. Und ich wünsche mir, dass wir Frauen endlich unabhängig sein können und starke Anführerinnen“, erzählt Amal.

In Kuwait begleitet die ZDF-Korrespondentin die dortigen Wahlen und besucht mit einem Kamelzüchter ein Jungtier-Rennen. Ihre Reise endet in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die mit Superlativen klotzen, schon vor Jahren den Tourismus ausgebaut haben, ihre erste Mars-Mission gestartet haben und auf erneuerbare Energien setzen. Im größten Solarpark der Welt in Dubai soll irgendwann auch Wasserstoff produziert und nach Deutschland geliefert werden. Mit der Wissenschaftsministerin spricht Golineh Atai über den arabischen Traum, seine Schattenseiten und westliche Stereotype. „Es gibt keine richtige oder falsche Gesellschaft. Wir sollten unsere Unterschiede respektieren und aufhören, für jede Nation und jede Gesellschaft denselben Maßstab verwenden zu wollen“, sagt Ministerin Sarah Al Amiri.

Während in Katar 32 Mannschaften um den Titel Fußballweltmeister 2022 kämpfen, zeigt Golineh Atai die umliegende Region, die immer stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit rückt. Welche Träume und Perspektiven haben die Menschen dort mit Blick auf Entwicklungen, die durch die Aufmerksamkeit einer Fußball-WM gestärkt werden könnten. Sind es wenige, die aufbegehren oder formiert sich gerade eine neue „Generation Golf“?

ZDF-Korrespondentin Golineh Atai ist am Mittwoch, 23. November 2022, 23.15 Uhr, zu Gast bei „Markus Lanz“ im ZDF und berichtet dort über ihre Dreherfahrungen auf der arabischen Halbinsel.

"Arabiens Traum von der Zukunft" in der ZDFmediathek:
 https://zdf.de/dokumentation/arabiens-traum-von-der-zukunft

Harzer Tourismustag 2022 mit Mitglieder Versammlung

Der Harzer Tourismusverband e.V. hatte zu Tourismustag und Mitgliederversammlung in das Klubhaus Thale geladen. Auf dem Programm standen unter anderem aktuelle Informationen zum Stand der Arbeiten auf dem Hexentanzplatz und dem Harzer Bergtheater – hier finden derzeit umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten statt.

Der Hexentanzplatz wird räumlich neu gegliedert. Zudem entstehen ein Hexendorf, ein neues Parkdeck, eine Wasserspielanlage sowie gastronomische Einrichtungen. Weitere Maßnahmen betreffen Bühne und Technik, damit die Aufführungen künftig auf dem neuesten Stand der Technik stattfinden können. Bei dem 1903 von Dr. Ernst Wachler gegründeten Harzer Bergtheater Thale wird die Besucherkapazität von 1300 auf 1900 Plätze erhöht, zudem wird die Barrierefreiheit verbessert und die technischen Anlagen erneuert. Der Charakter eines Amphitheaters mit Blick ins Harzvorland bleibt dabei natürlich erhalten.

Der Harzer Tourismusverband ist die offiziell anerkannte touristische Marketingorganisation für den Gesamtharz. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über die Harzteile in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Organisation wurde 1904 in Bad Lauterberg gegründet und ist seit 1990 wieder für die Gesamtregion tätig.

WEB: www.harzinfo.de

ADAC Stiftung erhält Präventionspreis „Der Rote Ritter“

Für ihr Verkehrssicherheitsprogramm „Aufgepasst mit ADACUS“

München (ots) 22.462 Kinder unter 15 Jahren sind im Jahr 2020 in Deutschland im Straßenverkehr verunglückt. Das bedeutet, dass alle 23 Minuten ein Kind zu Schaden gekommen ist. Besonders gefährdet sind dabei die Fünf- bis Siebenjährigen, deren physischen und kognitiven Fähigkeiten noch nicht ausreichend entwickelt sind. Hinzukommt, dass sie oftmals zum ersten Mal allein im Straßenverkehr unterwegs sind, beispielsweise auf dem Weg in die Schule.

„Der Rote Ritter“-Preisträger 2022.

Die ADAC Stiftung hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr signifikant zu erhöhen. Dazu wird das Verkehrssicherheitsprogramm „Aufgepasst mit ADACUS“ eingesetzt. Speziell pädagogisch ausgebildete Moderatoren aus ganz Deutschland vermitteln kindgerecht die wichtigsten Verkehrsregeln: Mit viel Spaß und in Begleitung des Raben ADACUS lernen die Kinder, wie wichtig das richtige Verhalten an Zebrastreifen bzw. Fußgängerampeln ist und wie sie Gefahren und Risiken im Straßenverkehr richtig wahrnehmen und einschätzen.

„Der Rote Ritter“ für „Aufgepasst mit ADACUS“

Das Team der ADAC Stiftung freut sich über den Präventionspreis „Der Rote Ritter“ für das Verkehrssicherheitsprogramm „Aufgepasst mit ADACUS“ (v. li.: Melanie Guffler, Christine Evertz).

Unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers wird seit 2010 alle zwei Jahre besonderes Engagement für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr im Rahmen der Preisverleihung „Der Rote Ritter“ von dem Verein Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. gewürdigt. Dabei werden u. a. Unternehmen, Gemeinden, Schulen und Privatpersonen ausgezeichnet, die Kinder sicherer durch den Straßenverkehr lotsen.

In diesem Jahr freut sich die ADAC Stiftung über die Auszeichnung. Das Verkehrssicherheitsprogramm „Aufgepasst mit ADACUS“ zählte am 11.11.2022 zu den glücklichen Gewinnern.

„Mit unseren Verkehrssicherheitsprogrammen, zu denen u. a. ‚Aufgepasst mit ADACUS‘ zählt, leisten wir einen Beitrag zur Vision Zero: Zukünftig soll kein Kind im Straßenverkehr zu Schaden kommen. Es freut mich sehr, dass unser Engagement in diesem Bereich mit dem Roten Ritter gewürdigt wurde. Herzlichen Dank“, so Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung.

Warum „Aufgepasst mit ADACUS“ den Preis gewonnen hat, erklärt Dr. Jan Zeibig, Vorstand Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.: „Je früher Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen, desto besser sind sie dort geschützt. ‚Aufgepasst mit ADACUS‘ vermittelt ihnen die entsprechenden Regeln ganz ohne erhobenen Zeigefinger, und setzt stattdessen auf Verinnerlichung durch Spaß und Mitmachen – in unseren Augen wichtige Bestandteile, um Kinder wirklich zu erreichen“.

„Aufgepasst mit ADACUS“ wird seit 2019 von der ADAC Stiftung durchgeführt. In rund 9.000 Veranstaltungen pro Jahr werden ca. 135.000 Kinder und 9.000 Pädagogen erreicht.

Mehr zu „Aufgepasst mit ADACUS“ finden Sie unter verkehrshelden.com.

Informationen zu den weiteren Schwerpunkten und Angeboten der ADAC Stiftung unter stiftung.adac.de.

Über die ADAC Stiftung: Die gemeinnützige und mildtätige ADAC Stiftung fördert Forschungs- und Bildungsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, um mit wissenschaftlichen Erkenntnissen die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Außerdem sensibilisiert die ADAC Stiftung Kinder und Jugendliche mit eigenen Programmen für Gefahren im Straßenverkehr. Durch die Förderung der Mobilitätsforschung trägt die Stiftung dazu bei, den Straßenverkehr nachhaltiger zu gestalten. Zudem leistet die ADAC Stiftung einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Innovation im Bereich Amateur-Motorsport. Die Stiftung unterstützt außerdem hilfsbedürftige Unfallopfer mit Maßnahmen, die ihnen ein Stück ihrer persönlichen Mobilität zurückgeben. Mit dem Förderschwerpunkt Rettung aus Lebensgefahr unterstützt die ADAC Stiftung die Luftrettung im In- und Ausland und die Verbesserung der akut- und notfallmedizinischen Versorgung von Notfallopfern. Die ADAC Luftrettung gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ADAC Stiftung und eine der größten Luftrettungsorganisationen in Europa.

WEB: stiftung.adac.de

29. Goslarer Werkstattgespräch in der Klosterbrennerei Wöltingerode

Handwerksvertreterinnen und Handwerksvertreter tauschten sich aus

Goslar. Das mittlerweile 29. Werkstattgespräch hat im November in den Räumlichkeiten der Klosterbrennerei Wöltingerode stattgefunden. In einer entspannten und freundlichen Atmosphäre sind die Handwerkstreibenden mit Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, Uwe Schwenke de Wall jun. und Andreas Rotermund aus dem Vorstand des Vereins „pro Goslar e.V.“, dem städtische Energieberater Michael Stieler sowie weiteren Vertretern der Wirtschaftsförderung ins Gespräch gekommen.

29. Werkstattgespräch

Der Einladung folgten Stephan Henneberg von der Fleischerei Eckert, Karl-Ernst Braun von der Bäckerei Braun, Christian Wolf von der Bäckerei Wolf, Odin Paul vom Brauhaus Goslar, Modefriseur Andre Schlüter, Anja Ebbers von Kamm&Schere, der Innungsmeister Stakelbeck vom Friseursalon Stakelbeck, Lutz Dreyer von Dreyer Innenausbau, Christian Seifert von der Tischlerei Seifert, Tischlermeister Mathias Gröne von der Tischlerei Gröhne sowie Martin Rahmann von der gastgebenden Klosterbrennerei Woltingerode GmbH.

Der Einladung folgten Stephan Henneberg von der Fleischerei Eckert, Karl-Ernst Braun von der Bäckerei Braun, Christian Wolf von der Bäckerei Wolf, Odin Paul vom Brauhaus Goslar, Modefriseur Andre Schlüter, Anja Ebbers von Kamm&Schere, der Innungsmeister Stakelbeck vom Friseursalon Stakelbeck, Lutz Dreyer von Dreyer Innenausbau, Christian Seifert von der Tischlerei Seifert, Tischlermeister Mathias Gröne von der Tischlerei Gröhne sowie Martin Rahmann von der gastgebenden Klosterbrennerei Woltingerode GmbH.

Im Fokus der abendlichen Veranstaltung stand das Thema Energie. Von den Auswirkungen der Energiekrise sind alle Wirtschaftszweige betroffen – auch die Stadtverwaltung in ihrem täglichen Handeln. Beispielhaft stehen dafür: das Aquantic, die öffentlichen Gebäude und die städtische Beleuchtung. Aber auch der Krieg in der Ukraine verändert europäische Standards und erfordert situative Anpassungen. In diesen Zeiten müssen wirtschaftliche Unternehmen ihre Interessen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung bündeln. So lautete das Credo von „pro Goslar“. Steigende Energiepreise, drastisch erhöhte Beschaffungspreise der Handwerksbetriebe aber auch ein möglicher Fachkräftemangel zwingen zum Umdenken. Auch die Nachwuchsrekrutierung gibt immer mal wieder Anlass zur Sorge. Selbst wenn nicht überall Auszubildende fehlen, die jungen Menschen leiden oft unter den vorhandenen schlechten Rahmenbedingungen: So müssten die zumeist minderjährigen Nachwuchskräfte oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln weite Wege nach Braunschweig zur Berufsschule auf sich nehmen, weil es in der Region Goslar manche branchenspezifische Berufsschulen nicht mehr gibt.

Tipps und Hinweise zur energetischen Kostenreduzierung gab es vom Energieberater der Stadt: Schon kleine Dinge, wie ein Bewegungsmelder für Licht und Thermostatköpfe an Heizkörpern, können die Kosten enorm reduzieren. Weitere Beratungsmöglichkeiten zum Thema Energiesparen bietet die Stadt Goslar unter dem Titel Energie Ressourcen Agentur Goslar (ERA). Drei Quellen, die die Klosterbrennerei schon zur Kostenreduzierung nutzt sind: Windkraft, Erdwärme und Solar.

Die Veranstaltungsreihe der Stadt in Kooperation mit „pro Goslar e.V.“ wurde 2012 begründet und sorgt seitdem für einen regen Meinungsaustausch zwischen einzelnen Berufsgruppen und Verwaltungsmitarbeitern, insbesondere der städtischen Wirtschaftsförderung.

WEB: https://www.goslar.de

Repräsentative Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Cannabis-Legalisierung zu Genusszwecken

Eckpunktepapier der Regierung trifft auf geteilte Meinungen

Berlin (ots)

  • Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung (66 Prozent) befürwortet die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken
  • Vorerfahrungen mit Medizinalcannabis führen zu einer insgesamt offeneren Einstellung
  • Junge Menschen erhoffen sich von der Legalisierung bessere Produktkontrolle
  • Die im Eckpunktepapier festgehaltenen Pläne der Bundesregierung zur Legalisierung begrüßen insgesamt 34 Prozent der Deutschen; die Zustimmung liegt bei jüngeren Befragten bei über 50 Prozent und nimmt mit zunehmendem Alter immer weiter ab
  • Im Osten des Landes wird das Papier kritischer gesehen als im Rest des Landes

Im Auftrag des Berliner Cannabisunternehmens Sanity Group haben das Marktforschungsinstitut Statista und das Meinungsforschungsinstitut Civey in den vergangenen Monaten die Einstellung in Deutschland zur Legalisierung von Cannabis für Erwachsene zu Genusszwecken untersucht. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Deutschen befürworten die geplante Legalisierung, Wähler:innen der Regierungsparteien sind mehrheitlich dafür. Das Eckpunktepapier der Regierung findet jede:r Dritte gut, fast genauso viele bewerten es umgekehrt als nicht gut.

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Genusscannabis-Legalisierung. Bei den Plänen im Eckpunktepapier gehen die Meinungen auseinander.

Die deutsche Bundesregierung hat Ende Oktober offiziell die Eckpunkte für eine Cannabis-Legalisierung in Deutschland vorgestellt. Unter anderem sollen Cannabis und der Wirkstoff THC demnach rechtlich nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft werden, für den Eigenkonsum sollen 20 bis 30 Gramm Cannabis straffrei sein, ein Eigenanbau von bis zu drei Pflanzen pro volljähriger Person soll erlaubt werden, ebenso der Verkauf an Erwachsene in lizenzierten Fachgeschäften und eventuell Apotheken.

Pläne im Eckpunktepapier finden besonders bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 39 Jahren Zustimmung

Ingesamt begrüßen 34 Prozent der Deutschen die im Eckpunktepapier der Bundesregierung vorgestellten Pläne zur Cannabis-Legalisierung zu Genusszwecken, fast ebenso viele (37,8 Prozent) bewerten sie umgekehrt als nicht gut, wie eine Anfang November 2022 durchgeführte repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der Sanity Group ergab. Dabei spielt das Alter eine große Rolle: Die Zustimmung liegt bei jüngeren Befragten bei über 50 Prozent und nimmt mit zunehmendem Alter immer weiter ab. So bewerten 56,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 46,9 Prozent der 30- bis 39-Jährigen die Eckpunkte positiv, bei den 40- bis 49-Jährigen sieht immer noch eine knappe Mehrheit (38,8 Prozent) die Pläne der Regierung positiv. Unentschieden ist die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen. Klar negativ bewerten Menschen über 65 Jahren die Pläne (47,3 Prozent). Interessant ist auch ein Blick auf die Zustimmungswerte je Bevölkerungsdichte: Je dichter besiedelt eine Region ist, desto positiver fällt das Urteil zu den Plänen der Regierung aus. So stehen den knapp 54 Prozent der Stadtbewohner:innen, die die Eckpunkte positiv sehen, rund 27 Prozent derjenigen, die auf dem Land wohnen und die Pläne kritisch sehen, entgegen. Im Osten des Landes wird das Papier grundsätzlich kritischer gesehen (45,1 Prozent negativ) als im Rest des Landes (35,7 Prozent negativ).

Sollten auch Edibles erlaubt werden?

Die Bundesregierung möchte laut Eckpunktepapier bei einer Cannabislegalisierung Darreichungsformen zum Rauchen, Inhalieren, zur nasalen und oralen Aufnahme in Form von Kapseln, Sprays und Tropfen erlauben – Edibles, also Kekse und Co., sind nach Eckpunktepapier zunächst nicht geplant. Gefragt danach, ob der Verkauf von Edibles nach einer Cannabis-Legalisierung auch erlaubt werden sollte, zeigt sich fast jede:r zweite Befragte zwischen 30 und 49 Jahren offen dafür; ab 50 Jahren überwiegt die Abneigung dem gegenüber (50,2 Prozent bei den 50- bis 64-Jährigen; 67,3 Prozent ab 65 Jahren) – dies könnte damit zusammenhängen, dass ältere Befragte tendenziell eher gegen eine Cannabis-Legalisierung sind.

Starkes Interesse an der politischen Diskussion

Das grundsätzliche Interesse am Thema Cannabis-Legalisierung ist insgesamt sehr groß: 70 Prozent der Befragten einer repräsentativen Statista-Umfrage unter Bundesbürger:innen im Alter zwischen 18 und über 70 Jahren im Auftrag der Sanity Group verfolgen nach eigenen Angaben die Diskussion darum. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 87 Prozent. Dabei gaben 39 Prozent aller Befragten an, noch nie Cannabis konsumiert zu haben und es auch nicht ändern zu wollen, auch nicht im Falle einer Legalisierung. Ein knappes Viertel (23 Prozent) hat zwar ebenfalls noch nie Cannabis konsumiert, kann sich aber vorstellen, es auszuprobieren. Zwei Prozent der Befragten haben bereits aus gesundheitlichen Gründen Erfahrungen mit Cannabis gesammelt – von ihnen befürworten 89 Prozent die Legalisierung.

Mehrheit befürwortet Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken

Insgesamt befürwortet eine Zweidrittelmehrheit der Befragten (66 Prozent) die Legalisierung von Cannabis. Ein signifikantes Gefälle besteht hierbei zwischen den verschiedenen Altersgruppen: Während 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sich dafür aussprechen, sinkt der Anteil der Befürworter:innen mit zunehmendem Lebensalter; bei den 30- bis 49-Jährigen hält noch eine große Mehrheit von 68 Prozent das angestrebte Gesetz für eine gute Idee, bei den 50- bis 69-Jährigen sind es immerhin noch 65 Prozent. Bedenkenträger:innen finden sich vor allem bei den Senior:innen: Ab 70 Jahren aufwärts ist eine knappe Mehrheit von 51 Prozent sogar gegen eine Legalisierung.

Dafür, dass Cannabisbesitz grundsätzlich straffrei bleiben sollte, spricht sich ebenfalls eine signifikante Mehrheit aus – auch hier scheint das Alter Einfluss auf die Einstellung zu nehmen: Für 68 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren sowie 67 Prozent zwischen 30 und 49 Jahren sollte der Besitz von Rauschhanf prinzipiell erlaubt sein. In der Gruppe der 50-69-Jährigen sind 61 Prozent der gleichen Ansicht. Erst bei den Über-70-Jährigen sinkt der Anteil der Befürworter:innen unter den der Gegner:innen stark: Mit 49 Prozent findet immerhin noch knapp die Hälfte der Senior:innen, dass niemand für den Besitz von Cannabis bestraft werden sollte.

Darüber, wo Cannabis nach einer Legalisierung verkauft werden sollte, gibt es unterschiedliche Ansichten: Jede:r Zweite spricht sich für einen Verkauf in lizenzierten Fachgeschäften aus, wie von der Bundesregierung angestrebt; zwei von drei Personen können sich auch den Kauf in einer Apotheke vorstellen. Immer noch 27 Prozent wären einverstanden mit ausgewählten staatlichen Institutionen. Persönliche Erfahrungswerte scheinen ausschlaggebend dafür zu sein, wie weit man die Abgabe lockern würde: Wer selbst bereits krankheitsbedingt medizinisches Cannabis konsumiert hat, kann sich mit 23 Prozent deutlich häufiger einen unkomplizierten Verkauf an der Supermarktkasse bzw. mit 16 Prozent am Kiosk vorstellen. Von den Menschen, die selbst noch keine Erfahrung mit Medizinalcannabis haben, teilen hingegen nur sieben Prozent diese Meinung. Knapp die Hälfte der Befragten (54 Prozent) würde eine Deckelung der Verkaufsmenge pro Person befürworten.

Wie eine Legalisierung sich gesellschaftlich auswirken könnte, schätzen die Befragten erneut nach Alter unterschiedlich ein: Bei den Befragten über 70 Jahren befürchten 74 Prozent einen ansteigenden Konsum unter Jugendlichen und 80 Prozent einen steigenden Konsum insgesamt. Hingegen glauben 67 Prozent der jüngeren Befragten, dass die Legalisierung unerwünschte Nebenwirkungen abmildern wird.

Wie denken jeweils die Wähler:innen?

In einer weiteren Umfrage durch das Befragungsinstitut Civey im Auftrag der Sanity Group wurde u. a. untersucht, in welchem Zusammenhang Wahlabsicht und Meinung zur Legalisierung stehen: Demnach sind unter den Wähler:innen der Regierungsparteien 64,3 Prozent der Grünen-Wählerinnen, 45,5 Prozent der FDP-Wähler:innen und 43,7 Prozent der SPD-Wähler:innen für eine Cannabislegalisierung zu Genusszwecken; für die Verwendung von Cannabis nur zu medizinischen Zwecken sind jeweils 23,5 Prozent der Grünen-, 28,4 Prozent der FDP- bzw. 40 Prozent der SPD-Wähler:innen. Linke-Wähler:innen sind zu 50 Prozent für eine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken (31,3 Prozent für die medizinische Verwendung); rund jede:r fünfte Unions-Wähler:in (21,8 Prozent) begrüßt eine Legalisierung – die Mehrheit der Wähler:innen von CDU/CSU (44,3 Prozent) findet, Cannabis sollte nur für medizinische Zwecke legal bleiben. Interessant ist ein genauerer Blick in die Antworten von jüngeren Unions-Wähler:innen: Unter den 18- bis 39-Jährigen stimmen 35,8 Prozent für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken, weitere 7,9 Prozent sind der Ansicht, dass Cannabis zumindest entkriminalisiert sein sollte, 37,2 Prozent sind für die Beibehaltung von Cannabis in der Medizin und 17,7 Prozent sind der Meinung, Cannabis sollte illegal sein. AfD-Anhänger:innen sind zu 27,1 Prozent für eine Legalisierung von Genusscannabis (34,5 Prozent für die Beibehaltung für medizinische Zwecke).

Interessant ist auch ein Blick auf die Antworten ausgewertet nach Familienstand: So sind 49 Prozent derjenigen, die Kinder im Haushalt haben, für eine Legalisierung zu Genusszwecken; bei den Menschen ohne Kinder im Haushalt sind es hingegen nur knapp 39 Prozent.

Sortiert nach Wahlabsichten, fällt auch die Zustimmung bzw. Ablehnung gegenüber den im Eckpunktepapier festgehaltenen Plänen der Regierung unterschiedlich aus. So bewerten Anhänger:innen der SPD, Grünen und Linken die Pläne im Eckpunktepapier mehrheitlich positiv, während – wenig überraschend – Wähler:innen aus dem konservativen Lager die Eckpunkte negativer sehen. Interessant ist die Ansicht der FDP-Wähler:innen, die die Eckpunkte mit knapp 44 Prozent als eher negativ bewerten (35,5 Prozent positiv) – möglich, dass den Liberalen die Pläne noch nicht weit genug gehen.

WEB: www.sanitygroup.com

BAAINBw erprobt Hochenergie-Laserwaffe: erster scharfer Schuss von Bord der Fregatte Sachsen

Koblenz/Putlos (ots) An Bord der Fregatte „Sachsen“ erprobt das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zusammen mit den Spezialisten der Wehrtechnischen Dienststellen 71 und 91 sowie der Deutschen Marine derzeit den Einsatz einer Hochenergie-Laserwaffe gegen feindliche Drohnen und angreifende Flugkörper.

Die Fregatte „Sachsen“ erprobt nun für insgesamt ein Jahr den eingerüsteten Laserwaffendemonstrator.

Erstmals wurde in diesem Zusammenhang auf See vor dem Truppenübungsplatz Putlos ein scharfer Schuss abgesetzt und die Testergebnisse zeigen: die Laserwaffe hat das Potential, die Fähigkeiten der Bundeswehr sinnvoll zu erweitern.

Der Laserwaffendemonstrator ist in einem 20-Fuß-Container integriert, der auf Deck der Fregatte „Sachsen“ installiert wurde.

Nachdem Lasereffektoren knapp zehn Jahre intensiv erforscht wurden, sind die Ergebnisse dieser Anstrengungen in einem Demonstrator gebündelt worden, der die gesamte Funktionalität in einem 20-Fuß-Container integriert – von der Aufklärung über die Datenverarbeitung bis hin zur Bekämpfung mit einem Hochenergielaser. Bereits Ende Juni 2022 wurde der Laserwaffendemonstrator auf der Fregatte „Sachsen“ eingerüstet, um diesen unter realitätsnahen operationellen Bedingungen im maritimen Umfeld zu erproben. Dazu wurde durch das BAAINBw ein umfangreiches Erprobungsprogramm mit anspruchsvollen Testszenaren an Land, zu Wasser und in der Luft entwickelt, in dem der Laserwaffendemonstrator seine Eignung während einer knapp einjährigen Erprobung beweisen soll.

Die Tests zeigen: dynamische Ziele, wie bspw. Drohnen, können erfolgreich bekämpft werden.

Im Rahmen einer Testkampagne im Oktober 2022 wurde jetzt der Nachweis erbracht, dass dynamische Ziele unter einsatznahen Bedingungen erfolgreich bekämpft werden können.

„Aufgrund seiner Fähigkeiten eignet sich ein zukünftiges System insbesondere für die Bekämpfung von kleinen und agilen Zielen, wie Drohen oder Schnellbooten, im Nah- und Nächstbereich. Denkbar ist aber auch die Abwehr von Mörsergeschossen und Lenkflugkörpern“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw. „Diese Erprobungen legen den Grundstein für die mögliche Entwicklung eines einsatzfähigen Laserwaffensystems für die Deutsche Marine.“

WEB: bundeswehr.org

Arbeit muss sich für Trennungseltern lohnen – angemessene Erhöhung des notwendigen Eigenbedarfs

Die Kritik unterhaltspflichtiger Mütter und Väter an den großzügigen Regelungen beim Bürgergeld reißt nicht ab.

Kindesunterhalt – Selbstbehalt: – Bürgergeld

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hebt immer wieder hervor: „Arbeit lohnt sich immer.“ Aber das nehmen ihm Trennungseltern, Unterhaltspflichtige mit geringem und mittlerem Einkommen nicht ab. Sie vergleichen die Segnungen des Bürgergeldes mit dem eigenen Status. Kritisiert werden die hohen Vermögensfreigrenzen, die Abschaffung von Sanktionen, bessere Hinzuverdienste, Vorrang der Ausbildung vor Aushilfsjob, gesicherte Anpassung und Anhebung der Grundsicherung an die Teuerungsrate. „Die Politikverdrossenheit unterhaltspflichtiger Mütter und Väter mit mittlerem und niederem Einkommen ist groß. Sie müssen mit 1160 EURO – klarkommen. Seit drei Jahren wurde der Selbstbehalt trotz Inflation, Explosion der Miet- und Energiekosten nicht erhöht. Gleichzeitig stieg der Kindesunterhalt um fast 15 Prozent. Einseitig wurden Unterhaltspflichtige schlechter gestellt. Jetzt muss der notwendige Eigenbedarf, der Selbstbehalt, auf 1482 EURO angehoben werden“, fordert die ISUV-Vorsitzende Melanie Ulbrich.

Notwendiger Eigenbedarf: Erhöhung von Regelbedarf, Wohnungspauschale,

ISUV fordert eine Anhebung des notwendigen Eigenbedarfs für Unterhaltspflichtige auf Grund von Nachholbedarf sowie jetzt inflationsbedingt von 1160 EURO auf 1482 EURO pro Monat ab 1. Januar 2023. „Wir fordern eine angemessene Erhöhung des notwendigen Eigenbedarfs der berufstätigen unterhaltspflichtigen Trennungseltern, wie ihn Sozialminister Heil den nicht erwerbstätigen Bürgergeldempfänger/Innen zusichert“, fordert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.

Die stellvertretende ISUV-Vorsitzende, Rechtsanwältin Maren Waruschewski macht folgende Rechnung auf: Ausgangspunkt ist der Regelsatz nach SGB II – zukünftig „Bürgergeld“, der ab 1. Januar 2023 von 449 auf 502 EURO angehoben wird. Folglich muss der Regelbedarf auch plus 10 Prozent Selbstbedarf auf 552 Euro angehoben werden. Des Weiteren „müssen“ im Rahmen des notwendigen Eigenbedarfs die Wohnkosten von monatlich 430,00 € auf 600,00 € erhöht werden. Für 600 EURO – bisher für 430 EURO – sollen Unterhaltspflichtige eine angemessene – warme – Wohnung finanzieren. „Mir ist bewusst, dass dies nur in einigen Fällen zu schaffen sein wird. Da bleibt dann nur die Klage auf höheren Selbstbehalt – oder Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen“, schränkt Waruschewski ein. „Das Wohngeld wird ab 1.1.2023 kräftig erhöht und ausgeweitet, entsprechend muss auch die Wohnungspauschale berufstätiger Trennungseltern angehoben werden. Was immer außer Acht gelassen wird, sie brauchen eine Wohnung, in der sie auch Kinder betreuen können“, hebt Waruschewski hervor.

Entsprechend dem Motto von Sozialminister Heil – „Arbeit lohnt sich immer“ muss sich dies im Selbstbehalt niederschlagen. Entsprechend dokumentiert der Erwerbstätigenselbstbehalt um wieviel EURO sich Arbeit lohnt. Jetzt sind das monatlich 200,00 €, die einem Erwerbstätigen gegenüber einem Nichterwerbstätigen zugebilligt werden. Diesen Lohnabstand möchte ISUV auf 300,00 € angehoben wissen. „Auch in der Krise muss klar sein: Erwerbstätigkeit muss sich lohnen. Arbeit lohnt sich immer, sagt der Bundesarbeitsminister, das muss beim Selbstbehalt deutlich hervortreten“, fordert Waruschewski. Im Selbstbehalt wird zudem auch eine Versicherungspauschale von monatlich 30 EURO eingerechnet, was dann die Summe von 1482 EURO ergibt.

Was Trennungseltern am Bürgergeld kritisieren

„Die Ansätze des Bürgergelds, die von der Ampel hervorgehoben werden – mehr Respekt vor der Lebensleistung, weniger Sanktionen, vertrauensvolle Kooperation zwischen Arbeitssuchenden und Job-Center, verlässliche Existenzsicherung, lange Karenzzeiten für die Unterkunftskosten, ausgeweitetes Schonvermögen – sind mir zwar sympathisch, aber unterhaltspflichtige Trennungseltern erleben das anders. Sie vergleichen die Regelungen im Unterhaltsrecht mit den Regelungen beim Bürgergeld. Berufstätige Trennungseltern fühlen sich grob benachteiligt, respektlos behandelt“, hat Ulbrich festgestellt.

Im Einzelnen wird kritisiert:

Hohes Schonvermögen: „Wenn es um Kindesunterhalt geht, muss jeder Euro abgegeben werden, obwohl man arbeitet. Jemand der nicht arbeitet darf 60 000 EURO behalten, bekommt den Lebensunterhalt bezahlt, obwohl er den selbst zahlen kann“, wird in einer Mail kritisiert.

Zur Abschaffung der Sanktionen: „Ich kann den Mindestunterhalt nicht zahlen für meine zwei Kinder. Die Richterin hat mir gesagt, dass ich einen zweiten Job suchen soll. Warum soll ich noch arbeiten, mit Bürgergeld geht es mir besser, ohne zu arbeiten.“

Verlässliche Existenzsicherung: „Ich lebe seit 5 Jahren vom Selbstbehalt, hoffe seitdem darauf, dass der Selbstbehalt angehoben wird, ich mir eine größere Wohnung leisten kann, die Kinder bei mir übernachten können, ich nicht mehr schwarzarbeiten muss, um einigermaßen über die Runden zu kommen.“

Übergangszeit bei Wohnen: „Stimmt es, dass das Jobcenter in den ersten zwei Jahren die Miete und die Heizung bezahlt, auch wenn ich Geld gespart habe. Bei der Trennung hat mich mein Mann aus der Wohnung geklagt. Ich musste meine Ersparnisse einsetzen, zahle für eine viel kleinere Wohnung 630 EURO und Heizkosten 89 EURO monatlich. Für die Einrichtung der Wohnung hat mein Erspartes nicht mehr gereicht. Dafür gehe ich jeden Tag arbeiten und zahle Mindestunterhalt.“

Unterhaltspflichtige Trennungseltern aus den Augen verloren?

Die Ampel rechtfertigt die Regelungen, schiebt Kritik beiseite und bezichtigt Kritiker der „sozialen Kälte“. „Bei Trennungseltern dringt die Regierung damit nicht durch. Trennungseltern nehmen zurecht in Anspruch Leistungsträger zu sein, verweisen darauf voll berufstätig zu sein, Kinder zu betreuen, den eigenen Unterhalt und den der Kinder sowie Steuern nach Steuerklasse I zu zahlen. Sie fühlen sich von der Politik im Vergleich zu Bürgergeld-Beziehern im Stich gelassen, respektlos behandelt. Benachteiligt die Ampel Berufstätige, hat sie die Probleme von Familien, Trennungsfamilien mit mittlerem und geringem Einkommen aus den Augen verloren?“ fragt ISUV-Pressesprecher Linsler.

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 45 Jahren Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen – elterliche Sorge, gemeinsame Elternschaft trotz Trennung, Umgangsrecht, Unterhalt für Kinder und ehemaligen Eheatten, Vermögensausgleich Ausgleich der Rentenansprüche – betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt. Der ISUV finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Unterstützen Sie unser Anliegen durch Ihre Mitgliedschaft und Ihre Spenden.

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