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ErsteHilfeCard hilft Leben retten

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2. LupoLeo Award unterstützt Kinder und Jugendliche im Umgang mit Corona

Braunschweig (ots)

· 100.000 Euro Fördermittel für Projekte im Kinder- und Jugendbereich

· Bewerbung für den bundesweiten Engagement-Preis bis 20. Februar möglich

· Campino und ROCK YOUR LIFE! waren Preisträger des 1. LupoLeo Awards

· Ausrichter ist das Kindernetzwerk United Kids Foundations

Die mit der Corona-Krise einhergehenden Beschränkungen wirken sich nachweislich auch stark auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus. Die negativen Folgen im Hinblick auf psychische Gesundheit, motorische Entwicklung, soziale Interaktionen und Bildung sind bereits jetzt spürbar. Nach dem großen Erfolg der ersten Auflage des LupoLeo Awards 2020 (über 350 teilnehmende Projekte) wird der bundesweite Engagement-Preis von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo, in diesem Jahr gemeinnützige Akteure in Deutschland auszeichnen, die sich für Kinder und Jugendlichen engagieren, um die Folgen von Corona zu mildern bzw. dagegen anzukämpfen.

Bewerbung bis zum 20. Februar möglich

Vom 19. Januar bis 20. Februar 2022 können sich gemeinnützige Projekte und Initiativen um Fördermittel von insgesamt 100.000 Euro in drei Award-Kategorien bewerben.

– Fotos „Rock your life_Pokalübergabe“: Volksbank BraWo Bildunterschrift: Monika Schmidt (links) und Thomas Fast (rechts) vom Kindernetzwerk United Kids Foundations überreichten im vergangenen Jahr „ROCK YOUR LIFE!“ offiziell zum Gewinn des 1. Projekte-Awards den entsprechenden Pokal, der mit einem Fördergeld von 30.000 Euro dotiert war.

Für die Auswahl der Preisträger sorgt eine prominent besetzte Jury unter dem Vorsitz von Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, und ein Komitee, das mit Kindern und Jugendlichen besetzt ist. Schirmherr dieses bundesweiten Sozialpreises ist der niedersächsische Ministerpräsident Stefan Weil. Am 19. November 2022 erfolgt im Braunschweiger Staatstheater die Preisverleihung, wenn es die aktuelle Corona-Lage dann zulässt.

„Mit dem zweiten LupoLeo Award möchten wir Projekten und Organisationen, die sich in diesen schweren Corona-Zeiten für die Zukunft unserer Kinder einsetzen, Mut machen, wir wollen sie fördern, ihnen eine Plattform bieten und uns für ihr Engagement bedanken“, betont Jürgen Brinkmann, Initiator des Kindernetzwerks und Vorstandsvorsitzender Volksbank BraWo. Und Mit-Initiator Robert Lübenoff (München) sagt: „Die Verantwortung unserer Generation liegt darin, Voraussetzungen zu schaffen, die unseren Kindern eine eigenständige Entwicklung ermöglichen, ihnen alle Chancen offenlassen und Freiraum für Kreativität und Zukunftsgestaltung bieten. Das ist in Corona-Zeiten wichtiger denn je.“

Tote Hosen-Frontmann Campino lobt LupoLeo Award

Der LupoLeo Award wurde 2019 von der Volksbank BraWo anlässlich des 15. Geburtstags ihres Kindernetzwerks initiiert und war bereits bei seiner Premiere für mehr Miteinander in der Gesellschaft mit 350 Bewerbungen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen ein großer Erfolg.

– Foto „Campino“: Brauer Photos / M. Neugebauer Bildunterschrift: Beim 1. LupoLeo Award wurde unter anderem Campino, Frontmann der Musikgruppe „Die Toten Hosen“, für sein soziales Engagement ausgezeichnet.

Unter anderem erhielt Campino, Frontman der Musikgruppe „Die Toten Hosen“, für sein soziales Engagement eine Auszeichnung. Die Fördermittel über 20.000 Euro stellte der Sänger der Stiftung Kinderhilfezentrum Düsseldorf zur Verfügung und sagte dazu: „Es ist mir eine Ehre, den LupoLeo Award entgegenzunehmen. Ich hoffe, ich kann mit der Art, wie ich mich gegen Rassismus, Homophobie, rechte Gewalt, Antisemitismus und Armut einsetze, weiterhin ein Beispiel für andere und vor allen Dingen junge Menschen sein.“

Jugend entscheidet mit

Eine Besonderheit des LupoLeo Awards ist das Jugendkomitee, das neben der Jury einen maßgeblichen Anteil bei der Award-Vergabe übernimmt. Unter dem Vorsitz der 18-Jährigen Emily Dehning, die bereits bei der 1. Auflage des Awards Mitglied im Jugendkomitee war, wird es Verantwortung übernehmen. Das Jugendkomitee unterstützt die Jury bei der Auswahl der Preisträger und wird auch eigenständig einen Preisträger bestimmen. Es ist sozusagen ein Preis von Kindern für Kinder. Genau dies lobte Stefan Schabernak, Geschäftsführer der ROCK YOUR LIFE! gGmbH aus München.

Mit seinem Projekt gewann er die Hauptkategorie, den Projekt-Award des 1. LupoLeo Awards und konnte 30.000 Euro Fördermittel in Empfang nehmen. Schabernak: „Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass auch die für uns allerwichtigsten Experten, nämlich Kinder und Jugendliche, für uns gestimmt haben.“ Mit dem mindestens einjährigen Mentoring-Programm verbessert ROCK YOUR LIFE! den Einstieg von sozial benachteiligten Jugendlichen in das Berufsleben. Sie werden von Studierenden gecoacht und erhalten Kontakt zu Unternehmen, die Auszubildende suchen.

100.000 Euro Fördergelder

Mit dem 2.LupoLeo Award vergibt die Volksbank BraWo Fördermittel in Höhe von insgesamt 100.000 Euro aufgeteilt in drei Kategorien: „Projekt-Award“, Award für „Wahre Helden“ und Award für die „Persönlichkeit des Jahres“.

Projekt-Award sucht drei Gewinner

In der Hauptkategorie „Projekt-Award“ werden drei Awards vergeben: Die erste prämierte Organisation erhält 30.000 Euro, die Zweitplatzierte 20.000 Euro und die Organisation auf dem dritten Platz erhält 10.000 Euro. Für die Auswahl der Gewinner stellt United Kids Foundations ein Jugendkomitee zusammen, das aus engagierten jungen Persönlichkeiten aus der Region Braunschweig-Wolfsburg besteht. Sie nominieren bis zu 20 Projekte aus dem Kreis der Bewerber. Eine prominent besetzte Jury kürt danach die ersten drei Preisträger.

Award für „Wahre Helden“

Im Rahmen der Bewerbung besteht die Möglichkeit, einen Vorschlag für den zusätzlichen Award „Wahre Helden“ einzureichen. Damit werden ehrenamtliche Projektmitarbeitende ausgezeichnet, die sich in besonderer und vorbildlicher Weise engagieren und als „das Gesicht“ eines Projekts wahrgenommen werden. Dieser Award ist mit Fördermitteln in Höhe von 20.000 Euro für das Projekt verbunden und wird durch ein Publikums-Voting in Kooperation mit dem Magazin FOCUS online vergeben. United Kids Foundations möchte damit das besondere ehrenamtliche Engagement wertschätzen und ihm zugleich mehr Sichtbarkeit verschaffen.

Award für die „Persönlichkeit des Jahres“

Der Award „Persönlichkeit des Jahres“ wird an eine Person des öffentlichen Lebens vergeben, die sich für Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie engagiert und durch ihre Arbeit oder ihr Auftreten die Kinder in ihrer Entwicklung fördert. Diese Auszeichnung ist mit Fördermitteln in Höhe von 20.000 Euro für ein Projekt der eigenen Wahl verbunden und wird vom Jugendkomitee vergeben.

Bewerbung über Internet

Die Bewerbung ist im Internet unter www.lupoleo.de möglich. Dort ist ein Bewerbungsformular vorhanden, das auszufüllen und dann bis zum 20. Februar 2022 per E-Mail an bewerbung@lupoleo.de zu senden ist. Fragen richten die Bewerber bitte an info@lupoleo.de.

Bewerben sollten sich Projekte, die

· leicht nachvollziehbar darstellen können, wie ihr Projekt die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie im Hinblick auf psychische Gesundheit, motorische Entwicklung, soziale Interaktionen oder Bildung fördert.

· wissen, was sie mit ihrem Projekt für wen bewirken wollen bzw. bereits bewirken.

· in besonderem Maße auf Kooperationen ausgelegt sind, diese mitdenken und aktiv pflegen.

Auswahlkriterien

Beim LupoLeo Award können nur Projektbewerbungen berücksichtigt werden,

· deren Aktivitäten ihren Schwerpunkt in Deutschland haben,

· deren Trägerorganisation in Deutschland als gemeinnützig anerkannt ist,

· die ihre Aktivitäten für und mit Kindern und Jugendlichen seit mindestens 12 Monaten regelmäßig durchführen, und

· Wirkungen ihrer Arbeit benennen können.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Projekte,

· die sich noch in der Konzeptionsphase befinden,

· die keine ausreichende Projektlaufzeit haben, um erste Erfolge ihrer Arbeit nachvollziehbar darstellen zu können, und

· deren Trägerorganisation eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist.

Hintergrundinfos

Bei der Bezeichnung des bundesweiten Awards habe die Volksbank ganz bewusst ein Kunstwort verwendet, das den Bezug zum Aktionsgebiet von United Kids Foundations im Großraum Braunschweig-Wolfsburg (Löwe und Wolf) widerspiegelt.

Für den Wettbewerb setzt die Bank wieder auf die Unterstützung der Agentur lübMEDIA aus München. Als weiterer Partner ist die gemeinnützige Phineo gAG aus Berlin im Boot. Das herausragende Analysehaus und kompetenter Projekt-Umsetzer unterstützt als neutrale Instanz die Bewerbungs- und Award-Phase, die das EngagementZentrum aus Braunschweig, eine gemeinwohlorientierte Tochtergesellschaft der Volksbank BraWo, durchführt.

Nähere Informationen zum LupoLeo Award und dem vierstufigen Bewerbungsverfahren sind unter www.lupoleo.de zu finden.

Steuern: Das ändert sich 2022

Neustadt a. d. W. (ots) Länger Corona-Bonus, weiterhin Homeoffice-Pauschale, mehr betriebliche Altersvorsorge, höhere Grenze für steuerfreie Sachbezüge: Für das Jahr 2022 stehen etliche steuerliche Änderungen an. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) zeigt, wo Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner künftig besser Steuern sparen können.

Steuern: Das ändert sich 2022

1. Alleinerziehende Mütter und Väter

Der höhere Entlastungsbetrag gilt unbefristet

Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer entlastet: mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Um die besondere Belastung von Alleinerziehenden während der Pandemie zu berücksichtigen, wurde der Entlastungsbetrag für die Jahre 2020 und 2021 mehr als verdoppelt: von ursprünglich 1.908 Euro auf 4.008 Euro jährlich – und dieser Betrag gilt ab dem Jahr 2022 dauerhaft.

Eltern können mehr Unterstützungsleistungen absetzen

Eltern, die ein volljähriges Kind finanziell unterstützen, obwohl sie keinen Anspruch mehr auf Kindergeldzahlungen haben, können diese Unterstützung steuerlich geltend machen. Diese Unterstützungsleistungen gelten als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“. 2022 sind es maximal 9.984 Euro. Diese Summe erhöht sich zusätzlich um die Beiträge des Kindes zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Wiederum gesenkt wird der Beitrag durch eigenes Einkommen und steuerfreie Bezüge des Kindes, die 624 Euro im Jahr übersteigen. Keine Vergünstigungen erhalten Eltern, sollte das Kind mehr als 15.500 Euro besitzen. Unterstützungsleistungen gelten aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die ihre Eltern finanziell unterstützen.

2. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Der Grundfreibetrag wird erhöht

Das so genannte Existenzminimum muss für alle steuerfrei sein, so der Gesetzgeber. Dafür gibt es bei der Einkommensteuer den sogenannten Grundfreibetrag, der im letzten Jahr bei 9.744 Euro lag. Für das Jahr 2022 wird der Betrag erneut angehoben, nämlich auf 9.984 Euro für Alleinstehende und 19.968 Euro für Ehe- bzw. eingetragene Lebenspartner. Das heißt: 9.984 Euro darf jede und jeder in Deutschland verdienen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen.

Der steuerfreie Bonus kann weiter ausgezahlt werden

Noch bis zum 31. März können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Corona-Bonus in Höhe von maximal 1.500 Euro von ihrem Arbeitgeber erhalten – steuerfrei. Voraussetzungen ist, dass das Geld zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt wird. Das heißt: Haben Sie den Bonus 2020 oder 2021 noch nicht bekommen, können Sie jetzt noch profitieren.

Die Homeoffice-Pauschale soll auch 2022 gelten

Wer im Homeoffice arbeitet, wird wohl auch für dieses Jahr noch eine besondere Pauschale bei der Steuererklärung geltend machen können – eigentlich war die Homeoffice-Pauschale auf die Jahre 2020 und 2021 beschränkt. Die Bundesregierung will die derzeit geltende Pauschale für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer allerdings bis Ende dieses Jahres verlängern. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus. Die Pauschale ist auf höchstens 600 Euro im Jahr begrenzt. Das entspricht 120 Arbeitstagen (120 Tage x 5 Euro = 600 Euro).

Die Freigrenze für Sachbezüge steigt

Sachbezüge waren bisher bis zu einer Grenze von 44 Euro im Monat steuerfrei. Ab 2022 steigt die Freigrenze auf 50 Euro im Monat. Allerdings gelten dafür bestimmte Voraussetzungen – so darf zum Beispiel der ohnehin geschuldete Arbeitslohn nicht zugunsten eines Sachbezugs verringert oder bei Wegfall des Sachbezugs erhöht werden. Verwendungs- oder zweckgebundene Leistungen dürfen außerdem nicht als Ersatz für eine bereits vereinbarte künftige Lohnerhöhung dienen.

Beruflich bedingte Umzugskosten sind steuerlich absetzbar

Wer als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen umziehen muss, kann gegenüber dem Finanzamt eine Umzugspauschale geltend machen. Ein Nachweis der tatsächlichen Kosten ist nicht nötig. Stattdessen gelten bestimmte Pauschalsätze pro Erwachsenen und Angehörigen (Ehepartner, Lebenspartner oder Kind), so dass ab 1. April 2022 bis zu 1.476 Euro pauschal für einen beruflich bedingten Umzug als Werbungskosten angesetzt werden können. Ein Umzug gilt als beruflich bedingt, wenn der Arbeitnehmende durch den Umzug täglich eine Stunde Fahrtzeit zur Arbeit spart.

Bei bestimmten Verträgen gibt es mehr Geld für die betriebliche Altersversorgung

Grundsätzlich gilt: Möchte einen Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter einen Teil des Weihnachts- oder Urlaubsgelds in eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder eines Pensionsfonds einzahlen, sind die Beiträge 2022 bis zu einem Höchstbetrag von 6.768 Euro steuerfrei.

Mehr Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge, nämlich 15 Prozent, bekommt jede oder jeder, der bereits 2019 eine entsprechende Vorsorge abgeschlossen hat. Mit dem Beginn des Jahres 2022 müssen diese 15 Prozent auch für ältere Verträge gewährt werden. Wer unterhalb der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenkassen liegt, der hat Anspruch auf den vollen Zuschuss. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2022 bei 58.050 Euro brutto.

Vorsorgeaufwendungen sind steuerlich besser absetzbar

Sogenannte Vorsorgeaufwendungen werden in Altersvorsorgeaufwendungen und sonstige Vorsorgeaufwendungen unterteilt. Beide Arten sind bis zu einem eigenen Höchstbetrag steuerlich absetzbar. Die Freistellung von Beiträgen zum Beispiel zur gesetzlichen Rentenversicherung wird seit 2005 kontinuierlich erweitert, bis die Rentenbeiträge ab dem Jahr 2025 zu 100 Prozent absetzbar sind.

Für geförderte private und für die gesetzliche Rentenversicherung lassen sich verschiedene Ausgaben absetzen, die in die Steuererklärung eingetragen werden. Das Finanzamt erkennt allerdings für 2022 nur 94 Prozent der angegebenen Ausgaben an – man kann als Single maximal 24.101 Euro absetzen. Für Verheiratete und eingetragene Lebenspartner sind es 48.202 Euro. Nach aktuellen politischen Plänen sollen sie bereits ab 2023 zu 100 Prozent abgesetzt werden können.

3. Rentnerinnen und Rentner

Die Kosten für Pflegeheime sind besser absetzbar

Wer krankheits- oder pflegebedingt in ein Heim zieht, kann die selbst getragenen Heimkosten als außergewöhnliche Belastung absetzen. Konkret gilt das vor allem für Ausgaben zur Pflege, Betreuung, Unterkunft und Verpflegung. Das Finanzamt zieht von den selbst getragenen Kosten jedoch eine Haushaltsersparnis ab. Diese Haushaltsersparnis beläuft sich 2022 auf 9.984 Euro und reduziert sich für jeden Tag, an dem die Steuerzahlerin oder der Steuerzahler noch nicht im Heim lebte. Der Sachverhalt ist etwas komplex – Betroffene sollten sich dazu am besten an einen Einkommensteuerexperten wenden.

Rentner müssen 2022 über 80 Prozent ihrer Rente versteuern

Wer 2022 in die Rente eintritt, muss 82 Prozent seiner Brutto-Rente versteuern. Nach insgesamt zwölf erhaltenen Rentenbezügen ermittelt das Finanzamt dann 2023 den individuellen sogenannten „Rentenfreibetrag“ von rund 18 Prozent der Brutto-Rente. Dieser ermittelte Rentenfreibetrag hat dann bis zum Lebensende Bestand. Übrigens: Der steuerfreie Teil der Rente wird in den kommenden Jahren immer kleiner, bis 2040 alle Renten zu 100 Prozent versteuert werden müssen

4. Weitere wichtige Steueränderung für alle

Nachzahlungszinsen sind verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht erklärte jüngst die Nachzahlungszinsen seitens des Finanzamts als verfassungswidrig – und das rückwirkend seit dem 1. Januar 2019. Deshalb muss die neue Bundesregierung dazu einen neuen Beschluss vorlegen.

Bis dieser Beschluss vorliegt, gilt im Jahr 2022 statt der bislang festgeschriebenen sechs Prozent Zinsen ein deutlich niedrigerer Zinssatz. Allerdings gilt dieser auch für Erstattungszinsen. Denn: Schuldet das Finanzamt den Bürgerinnen und Bürgern Geld und benötigt lange Zeit, bis das Geld ankommt, ist es verpflichtet, auf die Summe Zinsen zuzuschlagen („Erstattungszinsen“).

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt sie außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt sämtliche Steuerermäßigungen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der eingeschränkten Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Web: www.vlh.de

Größter Hilfseinsatz der Bundeswehr in Deutschland

10.000 Anträge auf Amtshilfe seit Beginn der Corona-Krise

Bonn (ots) Längst schon ist die Amtshilfe für Länder, Städte und Gemeinden in der Corona-Krise der größte Hilfseinsatz der Bundeswehr in Deutschland seit ihrem Bestehen. 10.000 Amtshilfeanträge wurden seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 an die Bundeswehr gestellt – mehr als je zuvor in ihrer Geschichte.

Feldjäger unterstützen im Impfzentrum des Sana Klinikums Borna im Rahmen der Amtshilfe während der Corona-Pandemie, am 10.12.2021.

Der zehntausendste Hilfsantrag erreichte die Bundeswehr heute Morgen. Er kommt aus Nordrhein-Westfalen: Die Stadt Dortmund braucht dringend personelle Unterstützung für den Betrieb eines Impfzentrums.

Angesichts der steigenden Inzidenzwerte haben auch die Amtshilfeanträge an die Bundeswehr zum Jahresende 2021 wieder deutlich zugenommen, so dass das „Einsatzkontingent Corona“ aktuell auf 17.500 Kräfte verstärkt wurde.

Derzeit unterstützt die Bundeswehr mit 8.825 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe bei 560 Maßnahmen in allen 16 Bundesländern. Aktuell sind 3.500 Kräfte in 283 Gesundheitsämtern, 1.700 Kräfte in 120 Impfeinrichtungen und 1.150 Kräfte in 100 Krankenhäusern eingesetzt.

Soldatinnen und Soldaten unterstützen das Krankenhauspersonal auf der Corona-Station des Erzgebirgsklinikums Annaberg-Buchholz im Rahmen der Amtshilfe während der Corona-Pandemie, am 14.12.2021.

Geografische Schwerpunkte der Amtshilfe liegen mit 1.890 Kräften in Bayern und mit 900 Kräften in Nordrhein-Westfalen. Weitere 85 Maßnahmen mit 1.030 Kräften sind in der Vorbereitung.

Nicht alle beantragten Unterstützungsleistungen konnten von der Bundeswehr tatsächlich auch erbracht werden, denn die Amtshilfe der Bundeswehr wird immer „subsidiär“ geleistet, d.h. die Bundeswehr darf nur dann helfen, wenn die zuständigen Behörden in Städten, Landkreisen und Kommunen selbst nicht schneller und besser helfen können. So wurden von den Antragstellern in der Corona-Krise auch 430 Anträge auf Amtshilfe wieder zurückgezogen.

Ferner muss die Bundeswehr die rechtliche Zulässigkeit der beantragten Unterstützungsleistung überprüfen und über die notwendigen Ressourcen verfügen.

Das heißt, ein Amtshilfeantrag kann auch abgelehnt werden, wenn die gewünschte Hilfeleistung die Dienststelle und somit die Bundeswehr in ihrer Einsatzfähigkeit beeinträchtigen würde. Das war bei 580 Anträgen der Fall, die zurückgewiesen oder abgelehnt werden mussten.

So hat die Bundeswehr letztlich 8.900 Anträge auf Amtshilfe gebilligt, von denen bis heute 8.290 erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Generalleutnant Martin Schelleis:

„Wir haben den Unterschied gemacht, insbesondere dann, wenn die zivilen Strukturen an ihre Grenzen gestoßen sind und der Ruf nach Unterstützung laut wurde. Wir helfen, solange wir gebraucht werden.“

Weitere Informationen zum Thema Amtshilfe finden Sie immer auch hier: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/auftrag/heimatschutz

Umfrage: Hohe Unzufriedenheit mit digitalem Bürgerservice

Berlin (ots) Nur 4,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind mit den digitalen Serviceangeboten ihrer Bürgerämter richtig zufrieden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey sagen weitere 16,9 Prozent, dass sie mit den digitalen Serviceangeboten der Behörden eher zufrieden sind. 31,1 Prozent sind unentschieden, allerdings ist fast die Hälfte aller Befragten nicht zufrieden: 24,5 Prozent sind weniger zufrieden und 23,1 Prozent sogar gar nicht zufrieden.

Nur 4,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind mit den digitalen Serviceangeboten ihrer Bürgerämter richtig zufrieden.

Die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durchgeführte Befragung zeigt, dass beim Thema Digitalisierung die Messlatte für die neue Bundesregierung recht niedrig liegt. „Die Deutschen sind alles andere als verwöhnt, wenn es um schnellen, digitalen Service der Behörden geht“, so der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr. „Bei der Digitalisierung muss die Bundesregierung jetzt liefern und Bürgerinnen und Bürger von komplizierten Antragsformularen sowie unnötigen Terminen im Amt – auf die man auch noch ewig warten muss – befreien. Mehr digitaler Bürgerservice, der seinen Namen auch verdient, würde alle entlasten. Wer Deutschland digital machen will, muss zuerst die Behörden digital machen.“

Eine Grafik und weitere Informationen zu dieser Umfrage finden Sie auf insm.de.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

Web: insm.de

Corona-Inzidenzen steigen: Kommt ein Lockdown für Ungeimpfte? | extra 3 | NDR

extra 3

Corona hat uns länger im Griff als gedacht. Die Inzidenz ist auf dem höchsten Wert im Verlauf der Corona-Pandemie.

Corona-Inzidenzen steigen

Und auch die Intensivstationen sind wieder sehr stark ausgelastet. Kommt nun ein Lockdown für Ungeimpfte? Autoren: Christian Ehring, Jakob Leube extra 3 auf allen Kanälen:
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Das Ahrtal nach der Flut – Erst verwüstet, dann vergessen?

Mainz (ots) Reportage am Mittwoch, 12. Januar 2022, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen / Anschließend „betrifft: Extremes Wetter – Was kommt da auf uns zu?“ / Anschließend in der ARD Mediathek

SWR Fernsehen DAS AHRTAL NACH DER FLUT – ERST VERWÜSTET, DANN VERGESSEN, am Mittwoch (12.01.22) um 21:00 Uhr. Das Haus von Familie Krämer steht nicht mehr, es wurde von der Flut komplett weggerissen. © SWR,

Als die Ahr am 14. Juli 2021 zu einer tödlichen Flutwelle wurde, zerstörte sie Leben und komplette Dörfer. Schätzungen gehen von einer Wasserhöhe von sieben Metern aus, aber es könnte auch weitaus mehr gewesen sein. Die Bilder der Zerstörung haben alle gesehen. Aber wie geht es den Menschen heute – ein halbes Jahr danach? Das SWR Fernsehen zeigt die Reportage „Das Ahrtal nach der Flut – Erst verwüstet, dann vergessen?“ am Mittwoch, 12. Januar 2022, ab 20:15 Uhr. Anschließend die „betrifft“-Dokumentation „Extremes Wetter – Was kommt da auf uns zu?“.

Deutliche Spuren der Verwüstung auch noch nach einem halben Jahr

Der Umweltjournalist und SWR Reporter Tobias Koch beschäftigt sich schon lange mit dem Klimawandel. Aber dass ein solches Ereignis hier in Deutschland passiert und Wasser solchen Schaden anrichtet, hat auch ihn sehr nachdenklich gemacht. Auf seiner dreimonatigen Recherche-Reise durch das Ahrtal trifft er die von der Katastrophe betroffenen Menschen. Selbst Monate nach der Flut sieht das Tal in Teilen immer noch aus wie ein Katastrophengebiet. Er trifft Familien, die zu sechst in zwei Zimmern leben müssen. Wie Familie Krämer. Ihr Haus wurde von der Ahr einfach weggerissen. Trotzdem wollen sie bleiben. „Wir wollen auf jeden Fall wieder aufbauen. Hier ist unsere Heimat. Aber viele Nachbarn können nicht mehr zurück. Sie ertragen es nicht mehr. Die Erinnerung an den Tod und die Angst in dieser Nacht“, erzählt Björn Krämer. Und viele finden einfach keinen Wohnraum mehr in ihrer Heimat. Denn die Mieten für noch bewohnbare Immobilien sind teils unverschämt in die Höhe geschossen.

Die Menschen aus dem Ahrtal berichten

Viele Geschichten, die der Reporter hört, sind kaum zu ertragen, doch manche bringen auch Helden hervor. Einer davon ist Hasan Mahmoud. In der Nacht, als die Ahr zum tödlichen Fluss wurde, hat er ein Mädchen aus den Fluten gerettet. Sie stand einfach mitten in den Wassermassen, mit einem Kaninchen im Arm. „Ich habe gar nicht drüber nachgedacht, sondern sie einfach gepackt. Und dann kam auch schon ein Auto angeschwommen, das uns fast zerquetscht hätte“, erzählt er.

Wird die Aufbauhilfe reichen?

Dankbarkeit haben die Menschen im Ahrtal. Für die vielen Helfer:innen, die ihnen teils immer noch beistehen, auch wenn es langsam immer weniger werden. Aber es gibt immer häufiger auch Abzocker. So erzählt z. B. Hasan Mahmoud, er habe Handwerkerangebote von über 150.000 Euro nur für seinen Garten bekommen: „In Zeiten wie diesen macht man sich nicht die Taschen voll. Das macht man nicht.“ Wie wird die Zukunft der Menschen aussehen? Werden sie genug Aufbauhilfe bekommen, damit sie ihr Leben wieder aufbauen können? Ein Film von Kathrin Lindemann und Nele Pasch.

Ab 21 Uhr folgt ein Film aus der Reihe „betrifft“: „Extremes Wetter – Was kommt da auf uns zu?“ von Christoph Würzburger.

Programmtipp:

„Das Ahrtal nach der Flut – Erst verwüstet, dann vergessen?“ sendet das SWR Fernsehen am Mittwoch, 12. Januar 2022, ab 20:15 Uhr. Anschließend ist „Extremes Wetter – Was kommt da auf uns zu?“ aus der Reihe „betrifft“ zu sehen. Beide Produktionen sind nach der Ausstrahlung und dann in der ardmediathek.de abrufbar.

WEB: swr.de

Das säkulare Jahrzehnt: Wie sich Deutschland verändern wird

2022 wird der Bevölkerungsanteil der Katholiken und Protestanten erstmals unter 50 Prozent fallen, spätestens 2032 werden die konfessionsfreien Menschen die absolute Mehrheit in Deutschland stellen. In seiner Neujahrsansprache hat gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon ausgeführt, welche politischen Veränderungen mit diesem gesellschaftlichen Wandel einhergehen sollten.

„Der Staat als unparteiischer Schiedsrichter“: Collage aus dem gbs-Neujahrsvideo 2022

In den letzten 150 Jahren hat sich der Bevölkerungsanteil der Konfessionsfreien vervierzigfacht und der Anteil der Katholiken und Protestanten halbiert. Wie Schmidt-Salomon in seiner Ansprache betonte, hat mit Olaf Scholz erstmals in der deutschen Geschichte ein Konfessionsfreier die Regierungsverantwortung übernommen und haben fast die Hälfte der Kabinettsmitglieder auf die traditionelle Gottesformel bei der Vereidigung ins Amt verzichtet. Diese „neue Säkularität der verantwortlichen Politikerinnen und Politiker“ äußere sich, so der gbs-Sprecher, auch in dem Koalitionsvertrag, den SPD, FDP und Grüne ausgehandelt haben, etwa in der Streichung des umstrittenen §219a (die sogenannte „Werbung für den Schwangerschaftsabbruch“) aus dem Strafgesetzbuch.

Das säkulare Jahrzehnt: Wie sich Deutschland verändern wird

Diese Streichung sei ein wichtiger erster Schritt, meinte Schmidt-Salomon, aber er dürfe keineswegs der letzte sein. Denn die Bandbreite der religiös begründeten Gesetze, welche die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger unzulässig einschränkten, reichten „von der Wiege bis zur Bahre, ja sogar darüber hinaus, nämlich vom sogenannten Embryonenschutz, der zur Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs geführt hat, bis hin zum Friedhofszwang, der uns verbietet, die Asche unserer Verstorbenen im eigenen Garten zu verstreuen“. Derartige Gesetze müssten in den nächsten Jahren fallen, forderte der Stiftungssprecher: „Denn warum auch sollte sich eine konfessionsfreie Mehrheit weiterhin Gesetzen unterwerfen, die von überkommenen religiösen Dogmen bestimmt sind?!“

Eine starke säkulare Lobbyorganisation

Es bestehe Hoffnung, dass die neue Bundesregierung „die historische Chance zu einer neuen, säkularen Rechtspolitik“ ergreife, allerdings werde dieses Projekt „kein Selbstläufer“ sein. Es brauche gesellschaftlichen Druck, damit sich die Dinge ändern, nötig sei nun vor allem „eine starke säkulare Lobbyorganisation, die den Politikerinnen und Politikern auf den Füßen steht und sie daran, erinnert, dass die Mehrheit der Deutschen – ob konfessionsfrei oder nicht – längst schon ein Leben jenseits religiöser Gängelungen führen will“. Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Das säkulare Jahrzehnt“ werde die Giordano-Bruno-Stiftung die Etablierung einer solchen Lobbyorganisation mit ihren Mitteln maßgeblich unterstützen, nämlich den Aufbau des „Zentralrats der Konfessionsfreien“, der sich 2022 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Bis 2032, also bis zum Ende dieses ersten säkularen Jahrzehnts, will Schmidt-Salomon einiges erreicht haben: „So sollte die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs bis 2032 Geschichte sein. 150 Jahre lang hat die Frauen-Bewegung gegen diese Kriminalisierung gekämpft, wir wollen alles daransetzen, dass es am Ende keine 160 oder noch mehr Jahre sein müssen. Fallen sollten natürlich auch die historischen Staatsleistungen, die seit über 100 Jahren verfassungswidriger Weise an die Kirchen gezahlt werden. Ebenso fallen muss das kirchliche Arbeitsrecht, das nicht nur Konfessionsfreie, sondern auch Juden und Muslime, Schwule und Lesben diskriminiert.“

Für einen modernen, weltanschaulich neutralen Staat

Am Schluss seiner Neujahrsansprache stellte der gbs-Vorstandssprecher klar, dass das Schwerpunktthema „Das säkulare Jahrzehnt“ zwar eine „Kampfansage an die herrschenden Rechtsverhältnisse“ sei, keineswegs aber eine „Kampfansage an Gläubige“: „Wir wissen sehr wohl, dass es in den Kirchen viele Menschen gibt, die die Dinge ähnlich sehen wie wir. Auch sie wollen in einer offenen Gesellschaft leben, in der niemand aufgrund seines Glaubens oder Unglaubens privilegiert oder diskriminiert wird.“

Diese säkulare Haltung werde auch wichtig sein, um der Herausforderung des politischen Islam zu begegnen: „Denn der moderne Rechtsstaat kann Muslimen nicht verwehren, was er Christinnen und Christen gewährt. Wer also nicht will, dass die Muslimbrüder in die Lage versetzt werden, religiöse Sonderrechte für ihre Propaganda-Zwecke auszunutzen, darf diese Möglichkeit auch den christlichen Kirchen nicht einräumen.“ Insofern sei der „Einsatz für den weltanschaulich neutralen Staat“ zugleich auch ein „Einsatz zur Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre wiedererstarkten Feinde“.

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Die Neujahrsansprache von Michael Schmidt-Salomon wurde von Ricarda Hinz Ende Dezember 2021 im Virtuellen Studio Düsseldorf (VR3) aufgenommen und am Neujahrstag 2022 auf dem gbs-YouTube-Kanal veröffentlicht (direkter Link zum Video). Einen Einblick in die Problematik der religiös begründeten Gesetze in Deutschland vermittelt der Aufsatz „Der blinde Fleck des deutschen Rechtssystems“ (2018), die politischen Forderungen, die sich hieraus ergeben, findet man in der gbs-Broschüre „Abschied von der Kirchenrepublik“ (2019).

Web: https://www.giordano-bruno-stiftung.de

Neujahrsansprache des Bundeskanzlers

#Neujahrsansprache#Scholz#Bundeskanzler

In seiner ersten Neujahrsansprache als Bundeskanzler hat Olaf Scholz zum Zusammenhalt in der Gesellschaft aufgerufen. „Unser Land steht zusammen. Was ich überall wahrnehme, das ist eine riesige Solidarität, das ist überwältigende Hilfsbereitschaft, das ist ein neues Zusammenrücken und Unterhaken.“

Neujahrsansprache des Bundeskanzlers

Viel Raum nahmen auch die Themen Corona und Impfen ein. Scholz dankte in seiner Rede allen, die sich für das Wohl aller einsetzten: in Krankenhäusern, Pflegestationen, Arztpraxen oder Impfzentren, in den Polizeirevieren und bei der Bundeswehr. Dabei dankte er auch denen, die „sich bemühen, sich an die geltenden Regeln zu halten“, und rief dazu auf, das auch angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus weiterhin zu tun, da diese noch leichter übertragen werden könne. —– Hier auf ZDFheute Nachrichten erfahrt ihr, was auf der Welt passiert und was uns alle etwas angeht: Wir sorgen für Durchblick in der Nachrichtenwelt, erklären die Hintergründe und gehen auf gesellschaftliche Debatten ein. Diskutiert in Livestreams mit uns und bildet euch eure eigene Meinung mit den Fakten, die wir euch präsentieren. Abonniert unseren Kanal, um nichts mehr zu verpassen. Immer auf dem aktuellen Stand seid ihr auf http://www.ZDFheute.de/.

ZDF-Dokumentation „Verstörte Volkspartei. Eine Reise durch die CDU“

Mainz (ots) Bei der Bundestagswahl im September 2021 hat die CDU/CSU ihr bisher schlechtestes Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik geholt.

Bisher versuchte die CDU, als Volkspartei widerstrebende Interessen zu vereinen. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß? Und was heißt „konservativ“ im Jahr 2022?

Die ZDF-Dokumentation „Verstörte Volkspartei. Eine Reise durch die CDU“, am Sonntag, 2. Januar 2022, 19.10 Uhr, widmet sich der Partei, die seit Gründung der Bundesrepublik 52 Jahre lang Kanzler und Kanzlerin stellte. Nun ist sie in der Opposition, neben AfD und Linkspartei. Ein Absturz, der nicht nur am unglücklichen Wahlkampf liegt, sondern tiefere Wurzeln hat. In der ZDFmediathek ist der Film schon ab Samstag, 01.01.2022, 12 Uhr, für zwei Jahre verfügbar. Die ZDF-Dokumentation von Bernd Benthin und Lars Seefeldt zeigt eine Partei in tiefer Identitätskrise. Will die CDU unternehmernah sein oder arbeitnehmerfreundlich? Wo steht sie in der Klimapolitik? Wie will sie in Zukunft umgehen mit Geflüchteten und mit Wählerinnen und Wählern am ganz rechten Rand? Warum ist ihre Basis noch immer vorwiegend männlich? Bisher versuchte die CDU, als Volkspartei widerstrebende Interessen zu vereinen. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß? Und was heißt „konservativ“ im Jahr 2022? Die Autoren begleiten und interviewen CDU-Mitglieder aus unterschiedlichen Flügeln und Regionen, vom Basismitglied bis zum künftigen Parteichef Friedrich Merz.

Web: ZDF.de