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Weltrat der Religionsführerinnen und Religionsführer trifft sich in Lindau

Zur Vollversammlung, um im interreligiösen Dialog Generationen miteinander zu verbinden.

Lindau (ots) Austausch und Zusammenarbeit zwischen jungen und alten Generationen in Religionsgemeinschaften und internationalen Beziehungen wird das Thema einer Konferenz sein, die von 4. bis 7. Oktober in Lindau am Bodensee stattfinden wird: Die „Conference of the World Council of Religious Leaders on Faith and Diplomacy: Generations in Dialogue“. Die Versammlung wird hybrid organisiert: Etwa 150 Personen werden in Lindau anwesend sein und virtuell werden etwa 700 Teilnehmende weltweit erwartet.

Mitglieder des Weltrats der Religionsführerinnen und Religionsführer von Religions for Peace unterhalten sich miteinander während der „Ring for Peace Ceremony“ 2019 in Lindau am Bodensee. Der Weltrat hat 61 Mitglieder und besteht aus Repräsentantinnen und Repräsentanten der größten Glaubensgemeinschaften.

Vier Tage lang wird es dabei in Diskussionsrunden und interaktiven Workshops um die drei Hauptthemen Frieden und Sicherheit, Umweltschutz und Humanitäre Arbeit gehen – und zwar immer im Hinblick darauf, inwieweit junge Menschen als Multiplikatoren in globale Friedensprozesse eingebunden werden können und müssen. Angesichts weltumspannend aktiver Jugendbewegungen stellen sich die Fragen: Wie werden aus Aktivistinnen und Aktivisten die nächsten Führungspersönlichkeiten und wo sind sie es heute schon?

Auftakt der Konferenz wird das formale Treffen des „Weltrats der Religionsführerinnen und Religionsführer“ sein, der 2019 während der 10. Weltversammlung in Lindau neugewählt wurde. Der Rat besteht aus 61 Mitgliedern und stellt das wichtigste Entscheidungsorgan von Religions for Peace dar. Die dazugehörigen Religionsführerinnen und -führer repräsentieren Millionen von Gläubigen auf der ganzen Welt und ihre Stimmen haben Einfluss und Gewicht in ihren Glaubensgemeinschaften und darüber hinaus.

Zum Weltrat gehören unter anderem die beiden Deutschen Margot Käßmann und Thomas Schirrmacher (Christentum), die in Südafrika lebende Enkelin Mahatma Gandhis Ela Gandhi (Hinduismus) und Vinu Aram aus Indien (Hinduismus), Kosho Niwano aus Japan (Buddhismus), die Rabbiner David Rosen aus Israel (Judentum) und Joseph Potasnik aus New York, Kardinal Charles Bo (Christentum) aus Myanmar sowie die beiden Muslime Shaykh Abdallah Bin Bayyah aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Sultan Muhammad Sa’ad Abubakar III aus Nigeria – die 2020 von „The Muslim 500“ als zwei der 20 einflussreichsten Muslime der Welt eingestuft wurden.

Veranstalter ist – wie schon bei der 10. Weltversammlung 2019 und der vorwiegend virtuell abgehaltenen 1. Assembly on Women, Faith & Diplomacy 2020 – die Lindauer Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft (kurz: Ring for Peace). Das Programm arbeitet die bei den Vereinten Nationen akkreditierte NGO Religions for Peace aus. Finanziert wird die Versammlung vom Referat Religion und Außenpolitik des Auswärtigen Amts Deutschland. Ein Großteil der Veranstaltung wird für Interessierte aus der ganzen Welt live übertragen. An ausgesuchten Workshops können registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch virtuell teilnehmen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Zeremonie an der bekannten Holzskulptur Ring for Peace geben. Dieser Ring for Peace ist das Markenzeichen der Stiftung und findet sich im Logo wieder. Zu dieser „Ring for Peace Ceremony“, die für den Abend des 5. Oktober geplant ist, werden neben den Teilnehmenden auch Bürgerinnen und Bürger aus Lindau eingeladen.

Das vollständige Programm und die teilnehmenden Personen werden bei einer international übertragenen Pressekonferenz am 15. September 2021 vorgestellt. Ab 1. Juli wird außerdem ein monatlicher Newsletter erscheinen, der über die thematischen Schwerpunkte der Konferenz vorab informieren wird.

Web: ringforpeace.org

Größte Bibelschmuggelaktion aller Zeiten verändert China

Heute mehr Christen als Mitglieder der kommunistischen Partei

Kelkheim (ots) Genau vor 40 Jahren, in der Nacht zum 18. Juni 1981, brachten 20 Männer auf dem Seeweg eine Million Bibeln nach China. Mit dieser streng geheimen Aktion reagierte Open Doors auf die Bitte verfolgter Christen im Land, die keinen Zugang zu dem verbotenen Buch hatten.

Heute mehr Christen als Mitglieder der kommunistischen Partei / Typische Hauskirche in China in den 70er Jahren und danach

Es war nicht die erste und auch nicht die letzte Bibellieferung von Open Doors nach China, sicherlich aber die kühnste. Seit 65 Jahren bringt das christlichen Hilfswerk Bibeln und christliche Materialien in Länder, in denen Christen verfolgt werden. Verschiedene Regierungen haben die Bibel als „gefährliches Buch“ indiziert, in Nordkorea kann der Besitz das Todesurteil bedeuten, in anderen Ländern droht Gefängnis. Im heutigen China lässt das Regime gerade eine verfälschte Version der Bibel drucken und verbreiten, die mit den Kernwerten des Regimes vermischt wird.

Mao wollte sie auslöschen – heute fast 100 Millionen Christen in China

Unter Mao wurden zahlreiche Christen in Straflager verschleppt oder ermordet, darunter viele Pastoren. Tausende Kirchen wurden zerstört. Christen wurden öffentlich gedemütigt und gezwungen, ihren Glauben zu widerrufen. 1960 waren es noch etwa eine Million Christen. Doch sie begannen sich heimlich zu treffen und zu beten. Eine große Erweckung mit vielen Wundern und Heilungen führte zur Entstehung der größten Untergrundgemeinde aller Zeiten. 1980 waren es bereits 10 bis 15 Millionen Christen. Heute wird die Zahl der Christen in China auf annähernd 100 Millionen geschätzt. Damit liegt sie höher als die Zahl der kommunistischen Parteimitglieder.

Am 18. Juni 1981 hatte ein Team von Open Doors in nur zwei Stunden eine Million Bibeln, wasserdicht eingeschweißt in 232 großen Paketen, an einen Strand in Südchina gebracht. Das „Projekt Perle“ barg für jeden Beteiligten enorme Risiken – vor allem aber für die vielen chinesischen Christen, die die schwimmenden Pakete am Strand in Empfang nahmen und die Bibeln später unter Lebensgefahr im Land verteilten. Dieses „Saatgut“ diente als Basis für das enorme Wachstum der Untergrundkirche. Noch heute sind die Bibeln in Gebrauch.

Seit der Machtübernahme von XI Jinping sind Christen erneut sehr hoher Verfolgung ausgesetzt. Kirchen werden systematisch überwacht, nicht-regierungstreue Pastoren verhaftet; Kindern unter 18 Jahren ist es verboten an christlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Wer am Glauben festhält, riskiert die Streichung staatlicher Unterstützung oder den Verlust seiner Arbeitsstelle. Pfarrer und Pastoren sind verpflichtet, die Führung der kommunistischen Partei zu unterstützen und das sozialistische System aufrecht zu erhalten. Seit 2013 hat das Regime mindestens 18.000 Kirchen oder kirchliche Einrichtungen schließen oder zerstören lassen.

Der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode, blickt am 40. Jahrestag von „Projekt Perle“ dankbar zurück, aber auch nach vorne: „Eine Million Bibeln haben Millionen verfolgter Christen Zuversicht gebracht und im Glauben an Jesus Christus gestärkt. Auch die aktuelle Verfolgungswelle unter Xi Jinping wird ihr Ziel verfehlen und viele Christen sogar darin bestärken, ihren Glauben noch aktiver zu verbreiten, so wie damals unter Mao. Wir werden weiter an der Seite der verfolgten Christen in China stehen und dafür beten, dass China von dem Evangelium der rettenden Botschaft Gottes durchdrungen wird.“

Web: www.opendoors.de

Kinder in der Pandemie: Thementag im ZDF und in der ZDFmediathek

Mainz (ots) Die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Coronapandemie wurde lange zu wenig beleuchtet. Dass ihnen nicht nur der Unterricht fehlte, sondern besonders in beengten Wohnverhältnissen auch Bewegung und Fitness zurückgingen, ist eine von vielen Erkenntnissen.

Wie Grundschüler wieder in den Schulalltag zurückfinden, ist eines der Themen des Schwerpunkts #KinderInDerPandemie. Nutzung des Bildes nur in Verbindung mit der Sendung.

Welche Auswirkungen die Pandemiemonate auf die Verfassung von Kindern, auf ihre Schulerfahrungen und auf ihr Sozialleben hatten und haben – dieser Frage geht das ZDF am Montag, 21. Juni 2021, im Themenschwerpunkt „Kinder in der Pandemie“ nach: Von „Volle Kanne – Service täglich“ über das „ZDF-Mittagsmagazin“ bis zum „heute journal“ berichten die aktuellen Nachrichten- und Magazinsendungen an diesem Tag über die verschiedenen Probleme, die sich für den Nachwuchs aus der Coronakrise ergeben, verbunden mit dem Ausblick, wie es nach den Sommerferien weitergehen kann.

Unter dem Hashtag #KinderInDerPandemie und im Online-Nachrichtenangebot ZDFheute gibt es dazu weiteren Infomehrwert: von Zahlen und Fakten zu Kindern und Jugendlichen in Deutschland bis zu der viel diskutierten Frage, ob Kinderrechte ins Grundgesetz gehören. In der ZDFmediathek ist das Schwerpunktthema am Montag, 21. Juni 2021, top-gesetzt.

Zum Start des Thementages bietet „Volle Kanne“ mit Moderator Florian Weiss ab 9.03 Uhr im ZDF zum Thema „Kinder und Jugendliche während Corona“ einen Talk mit einem Jugendtherapeuten. Gerade die Engpässe bei der psychologischen Betreuung traten in den zurückliegenden Monaten deutlich zutage. Und auch die gestiegenen Zahlen zur häuslichen Gewalt gegen Kinder zeigten die zusätzlichen negativen Auswirkungen der Coronapandemie an.

Wie Kinder in der Pandemie leiden, welche Auffälligkeiten und Krankheiten sie entwickeln, das schildert ab 13.00 Uhr im „ZDF-Mittagsmagazin“ mit Moderator Daniel Pontzen eine Reportage aus dem Alltag eines Jugendhauses und einer Klinik. Und auch in der 19-Uhr-„heute“-Ausgabe mit Moderatorin Barbara Hahlweg werden die überfüllten Kinderpsychiatrien ein Thema sein. Wie wiederum Schulsozialarbeiter mit den Folgen der Pandemie bei Grundschülern umgehen, das beleuchtet ab 21.45 Uhr im „heute journal“ mit Moderatorin Bettina Schausten ein Beitrag darüber, wie Grundschülerinnen und Gründschüler in Weimar wieder in den Schulalltag integriert werden.

Auch das Thema „Impfungen von Kindern und Jugendlichen“ ist Teil des Schwerpunkttages im ZDF. So gibt ZDFheute einen Überblick über Studien aus den USA zu etwaigen Nachwirkungen von Impfungen bei Kindern und Jugendlichen.

Der Themenschwerpunkt in der ZDFmediathek bietet nicht nur die Beiträge vom Tage, sondern darüber hinaus viele weitere Dokus und Berichte zu den Belastungen für Kinder durch die Corona-Einschränkungen, zu den Folgen der Coronapandemie, zu Coronapandemie und Schule sowie zur Debatte um Impfungen für Kinder.

"Kinder in der Pandemie" ab Montag, 21. Juni 2021, in der ZDFmediathek:
https://zdf.de/politik-gesellschaft/kinder-in-der-pandemie-100.html 

Alles, was man über Apotheken wissen muss: Statistisches Jahrbuch 2021 erschienen

Berlin (ots) Bis zu 450.000 Botendienste pro Tag durchgeführt, mehr als 5,1 Millionen Liter Desinfektionsmittel hergestellt und 19,3 Millionen Grippeimpfdosen an den Arzt oder die Ärztin geliefert:

Die neue Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2021“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände steht ab sofort online auf www.abda.de bereit.

Das sind nur einige der Leistungen, die die deutschen Apotheken im Corona-Jahr 2020 erbracht haben. Diese und weitere Versorgungsdaten sind in der neuen Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2021“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zu finden. Das gut neunzig Seiten starke Dokument steht ab sofort online auf www.abda.de bereit und wird zusätzlich in einer Druckauflage von mehr als 10.000 Stück an Empfänger in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Presse und Apotheke versandt.

Neben bewährten Rubriken zur Entwicklung der Apothekenzahl oder zum Management von Lieferengpässen enthält das Statistische Jahrbuch 2021 auch neue Zahlenreihen zu Themen von öffentlichem Interesse. Erstmalig aufgenommen wurden Daten zur Rolle der Apotheken in der Drogenersatztherapie. Bei den Arzneimitteln mit spezifischen Anforderungen sind nun auch Hämophilie-Präparate gegen Blutgerinnungsstörungen ausgewiesen, die in Folge einer Gesetzesänderung seit September 2020 in Apotheken erhältlich sind. Neu sind auch Daten zu Schmerz- und Betäubungsmitteln, bei denen die verschreibungspflichtigen Präparate den Großteil des Umsatzes ausmachen.

Weitere Informationen unter www.abda.de

Mit Atombomben und Killerdrohnen für Menschenrechte? Wie der Westen den Frieden verzockt

Auch wenn es nun ein Treffen zwischen US-Präsident Biden und dem russischen Präsidenten Putin gegeben hat: Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind auf einem Tiefstand. Statt Initiativen für Entspannung zu ergreifen, hat die NATO China und Russland zu neuen Feindbildern erklärt, gegen die massiv aufgerüstet wird: 780 Mrd. US$ gaben die USA im Coronajahr 2020 für Rüstung aus, mehr als doppelt so viel wie China und Russland zusammen.

Wettrüsten im Schatten der Coronakrise

Mit über 15 Mrd US-Dollar wollen die USA ihre Atomwaffen modernisieren – und weltweit wird ein zunehmender Teil der Atomwaffen scharf gestellt. Aber auch die Bundesregierung ist einem regelrechten Aufrüstungswahn verfallen: Am 23. Juni – nur einen Tag nach dem 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion – soll der Haushaltsausschuss insgesamt 27 Rüstungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 18 Mrd. Euro absegnen. Besonders pikant: Der Einstieg in das bislang größte europäische Militärprojekt, das sogenannte Future Combat Air System (FCAS), das 100 Milliarden Euro für die Entwicklung neuer Kampfjets und Drohnen vorsieht, die mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet werden sollen. Ich finde das mehr als nur verantwortungslos und wünsche mir, dass mehr darüber aufgeklärt und dagegen protestiert wird! Mein Video der Woche über das brandgefährliche Wettrüsten im Schatten der Coronakrise. Bilder & Quellen: CC-BY-NC-SA Lara-Marie Krauße / IPPNW CC-BY-SA Bundesarchiv, B 145 Bild-F033246-0009 / Wegmann, Ludwig Pixabay: WikiImage / Daniel6D / NightmareSD71 — Ihr findet mich im Netz: Webseite: https://www.sahra-wagenknecht.de Newsletter: https://www.team-sahra.de Facebook: https://www.facebook.com/sahra.wagenk… Twitter: https://twitter.com/swagenknecht Melde dich an für meinen Newsletter »Team Sahra« um die wöchentlichen Videos und mehr jeden Donnerstag direkt in Dein Postfach zu bekommen: https://www.team-sahra.de

Bonial bewegt: Sportliches und soziales Engagement bei der „Bonial Get Moving Challenge 2021“

Berlin (ots) Die Bonial International GmbH mit ihren Standorten in Berlin, Paris und Kiew hat ihre Mitarbeiter zur Bewegungsinitiative für den guten Zweck aufgerufen und unterstützt dank ihres sportlichen Einsatzes soziale Projekte mit einer Spendensumme in der Höhe von 5.000,- Euro zugunsten der Berliner Tafel und dem Französischen Roten Kreuz. / Für jeden zurückgelegten Kilometer wurde 1,- Euro an Spenden generiert.

Bonial_Christoph Eck-Schmidt Scheckübergabe Berliner Tafel

350 Mitarbeiter, 4.988,7 km in 23 Tagen! Das ist das erstaunliche Ergebnis einer Mitarbeiter-Motivationskampagne der ausgefallenen Art. Dynamische Zeiten erfordern dynamische Aktionen und so wurden die Mitarbeiter der Bonial International GmbH dazu aufgerufen grenzübergreifend sportlichen und zugleich sozialen Einsatz zu zeigen. Grundgedanke der „Bonial Get Moving Challenge 2021“ war die Motivation Bonial Mitarbeiter in Berlin, Paris und Kiew, die durch die Corona-Pandemie verstärkt getrennt waren, wieder näher zusammenrücken zu lassen. Die gesteckte Route, die insgesamt knapp 5.000 km umfasste, führte somit virtuell von Berlin nach Paris über Kiew und wieder zurück nach Berlin. Die Kilometer legte jedoch jeder Mitarbeiter für sich in seinem gewohnten Umfeld zurück. Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß im Schritt- und Lauftempo, jeder Kilometer wurde gezählt und mit 1,- Euro aufgewogen.

Aufgezeichnet wurden die gesammelten Ergebnisse mit einer App und so konnten alle Mitarbeiter den Live-Aktivitäten ihrer Kollegen folgen. Die Motivation war beeindruckend, denn aus den zuvor angedachten 8 Wochen wurden 23 Tage bis zur Erreichung des Ziels.

Christoph Eck-Schmidt, zukünftiger CEO von Bonial: „Diese sportliche Herausforderung war eine großartige kollektive Erfahrung mit dreifachem Mehrwert: Teamgeist, Gesundheit und soziales Engagement. Insbesondere in der Zeit des Lockdowns waren gemeinschaftliche Aktionen für uns essenziell, um das für uns als Unternehmen so bedeutende Miteinander zu stärken. Die Begeisterung unserer Mitarbeiter hat gezeigt, dass Team-Aktivitäten jederzeit und in vielfältiger Ausführung funktionieren, ganz abseits vom Homeoffice-Alltag. Die daraus resultierenden Spenden waren ein zusätzlicher Ansporn für alle Beteiligten. Als internationales Unternehmen sind wir unserer sozialen Verantwortung sehr bewusst und leben diese Verantwortung mit vielen Facetten. Sei es durch unsere CO2-Neutralität oder eben auch durch Aktionen wie diese. Voller Stolz konnte ich so der Berliner Tafel einen Scheck über 3.000,- Euro überreichen.“

Pier Luigi Lovisotto, Bereichsleitung Fundraising der Berliner Tafel. „Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Mitarbeitern von Bonial für ihren sportlichen und sozialen Einsatz bedanken und freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung im Wert von 3.000,- Euro.“

Laurent Landel, CEO von Bonial France, übergab den Scheck an das Französische Rote Kreuz: „Es war mir eine Ehre, diesen Scheck über 2.000,- Euro an das Croix-Rouge (Rote Kreuz) zu überreichen, der das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen bei der „Bonial Get Moving Challenge 2021″ ist. Unser Engagement und unser Wunsch, über uns hinauszuwachsen und unsere Grenzen zu verschieben, waren für uns alle von Vorteil. Der zusätzliche Nutzen für diejenigen, die Unterstützung benötigen, ist das Höchstmaß einer erfolgreichen Team-Aktion.“

ÜberBonial

Bonial gehört zur Axel Springer SE, dem führenden digitalen Verlag in Europa. Das internationale Unternehmen agiert als maßgebender Drive-to-Store Marketing Partner und Innovationstreiber der digitalen Handelskommunikation in Deutschland und Frankreich. Seit mehr als 10 Jahren verbindet Bonial Verbraucher mit Geschäften und ermöglicht dem Handel sowie Marken, ihre Angebote in der digitalen Welt bestmöglich zu kommunizieren. Als Marktführer der digitalen Angebotskommunikation und Full-Service-Dienstleister bietet Bonial individuelle Marketinglösungen für 1.500 namenhafte Einzelhändler und begeistert monatlich 10 Millionen Nutzer auf seinen Plattformen kaufDA und MeinProspekt, den größten lokalen Shopping-Apps Deutschlands.

Web: bonial.com

Amazon erhöht den Einstiegslohn in Deutschland: Jetzt verdienen alle im Unternehmen mindestens 12 Euro pro Stunde

München (ots) Alle Mitarbeitenden in Amazons deutschen Logistikstandorten erhalten vom ersten Tag an einen umgerechneten Einstiegslohn von mindestens 12 Euro brutto pro Stunde, ergänzt um ein Paket an umfangreichen Zusatzleistungen – Lohnerhöhungen für alle Logistikmitarbeitenden an den deutschen Standorten zum 1. Juli geplant – Das Unternehmen legt den Fokus weiter auf ein sicheres Arbeitsumfeld und hat mehr als 150 Prozesse seit Beginn der Pandemie angepasst

Amazon Mitarbeiter im Logistikzentrum in Winsen/Luhe

Amazon hat heute angekündigt, ab Juli 2021 die Löhne für alle Logistikmitarbeitenden in Deutschland erhöhen zu wollen. Damit wird das bestehende Lohnpaket um einen Einstiegsbasislohn von umgerechnet mindestens 12 Euro brutto pro Stunde ergänzt. Bereits heute erhalten die Mitarbeitenden standardmäßig Zusatzleistungen wie Bonuszahlungen, beschränkte Mitarbeiteraktien (Restricted Stock Units), kostenlose Lebens- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, Sondervergütungen für Überstunden sowie Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge oder dem „Career Choice“-Programm, das 95 Prozent der Kosten für eine Weiterbildung übernimmt. Das Unternehmen kündigte zudem an, den Einstiegslohn im Herbst 2022 erneut zu erhöhen auf mindestens 12,50 Euro.

Bis heute hat Amazon in Deutschland mehr als 23.000 feste Arbeitsplätze geschaffen, allein 2021 kommen zusätzliche 5.000 Stellen hinzu. Neben einem guten Arbeitsklima, fairer Bezahlung und exzellenten Aufstiegschancen für die Mitarbeitenden legt Amazon großen Wert auf ein sicheres Arbeitsumfeld. So hat das Unternehmen zum Schutz der Gesundheit seiner Teams seit Beginn der COVID-19-Pandemie in enger Abstimmung mit den Betriebsräten an den Standorten über 150 Prozesse in der Logistik angepasst.

„Ab Juli verdient jede Kollegin und jeder Kollege in Deutschland gleichberechtigt umgerechnet 12 Euro oder mehr pro Stunde, egal wo sie arbeiten. In all unseren Bemühungen für Kundinnen und Kunden stehen unsere Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Deshalb verdienen sie den besten und sichersten Arbeitsplatz. Und deshalb haben wir uns vorgenommen, der beste Arbeitgeber der Welt zu werden“, sagt Ralf Kleber, Country Manager für Amazon in Deutschland. „Amazon ist ein fairer Arbeitgeber, behandelt alle mit Respekt und bietet seinen Mitarbeitenden vom ersten Tag an hervorragende Leistungen und Karrieremöglichkeiten. Das Gegenteil zu behaupten, ist schlicht falsch.“

„Wir schaffen in ganz Europa Zehntausende von Arbeitsplätzen – und das in einem sicheren und modernen Arbeitsumfeld. Wir stellen sicher, dass unsere Löhne wettbewerbsfähig sind und unser umfassendes Paket an Zusatzleistungen und Sondervergütungen in attraktiver Weise ergänzen“, betont Stefano Perego, Amazons Vice President für Customer Fulfillment in Europa. „Für Deutschland bedeutet das, dass alle bei Amazon umgerechnet mindestens 12 Euro pro Stunde plus Zusatzleistungen bekommen.“

Lina Horn arbeitet im Logistikzentrum in Winsen (Luhe) und erzählt: „Ich bin seit über dreieinhalb Jahren bei Amazon und kann mein Leben komplett gut finanzieren. Ich habe ein Auto, eine Wohnung und ich reite als Hobby. Wir haben ganz schön viele Vorteile hier. Weil mir die Arbeit gefällt, habe ich auch für meine Mutter einen Job hier im Logistikzentrum gefunden.“

In diesem Video erzählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon, was sie selbst von ihrer Bezahlung halten.

Seit 2010 hat Amazon mehr als 28 Milliarden Euro in Deutschland investiert. Ein Großteil floss in die Infrastruktur, vor allem in den Aufbau und Betrieb der Logistikstandorte und die damit verbundenen Arbeitsplätze – gerade in strukturschwachen Regionen. Einen weiteren Anteil hat das Unternehmen in den Auf- und Ausbau regionaler Rechenzentren sowie in Forschung und Entwicklung investiert. Ein wesentlicher Teil der Amazon Forschung befindet sich seit Jahren in Deutschland, u. a. in Berlin (Maschinelles Lernen), Aachen (Sprachdienste), Dresden (Cloud-Dienste) und Tübingen (Computer Vision/Maschinelles Sehen). Die Forscherteams kooperieren mit Einrichtungen in Deutschland und weltweit. Hierzu gehören lokale Universitäten wie die TU Berlin, Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, das Hasso-Plattner-Institut sowie das Einstein Center Digital Future. Dank all dieser Investitionen kann Amazon die Dienstleistungen für seine Kundinnen und Kunden täglich weiter verbessern.

Ford-Auszubildende pflanzen Bäume im Saarlouiser Werk

Saarlouis (ots) Auszubildende des Ford-Werks Saarlouis haben Geld gesammelt, um Bäume zu pflanzen – Nun schmücken 15 neue Bäume das Ford-Gelände in Saarlouis – Werkleitung und Betriebsrat sind von der Aktion begeistert und haben einen der Bäume beigesteuert – Ford-Nachwuchs engagiert sich bei verschiedenen sozialen Projekten

Baumpflanz-Aktion bei Ford in Saarlouis: Kai Girlinger von der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Ford-Werke in Saarlouis, Personalleiter Christian Fehling, Betriebsratsvorsitzender Markus Thal und Werkleiter Jürgen Schäfer (v.li.) pflanzen einen der neuen Bäume auf dem Werkgelände.

Das Ford-Werk in Saarlouis ist seit Donnerstag schöner und grüner- dafür haben die Auszubildenden gesorgt. In einer eigenständigen Aktion hat der Ford-Nachwuchs zunächst Geld gesammelt, den Kauf und Transport der Bäume organisiert und schließlich die 15 jungen Bäume eigenhändig gepflanzt. Nun stehen 13 neue Apfelbäume, eine Lorbeerkirsche sowie ein Amberbaum auf dem Werkgelände.

Bevor die Corona-Pandemie dies in den vergangenen zwei Jahren verhinderte, veranstalteten die Ford-Auszubildenden jedes Jahr ein Sportturnier für den guten Zweck. Die Einnahmen aus diesen Benefiz-Turnieren spendeten sie beispielsweise an die Sternenaktion von Radio Salü oder die Initiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. Um Geld für die Baumpflanz-Aktion zu sammeln, organisierte der Ford-Nachwuchs im November 2019 ein Volleyball-Turnier mit zehn Mannschaften aus den unterschiedlichen Berufsausbildungsgruppen und einem Ausbilder-Team. Mit dem Verkauf von Speisen und Getränken kam eine Summe von rund 600 Euro zusammen. Damit erwarben die angehenden Facharbeiter nun die Bäume für das Werksgelände.

„Mit den Bäumen setzen wir ein Zeichen für Nachhaltigkeit“, sagt Kai Girlinger von der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Ford-Werke in Saarlouis. „Außerdem sehen wir die Bäume auch als Symbol für die Zukunft unseres Standorts in Saarlouis. Dank der hohen Ausbildungsqualität hier bei Ford sind wir bereit, diese Zukunft mitzugestalten.“

Eigeninitiative wichtiger Bestandteil in der Ford-Ausbildung

Die Werkleitung und der Betriebsrat waren von der Eigeninitiative der Auszubildenden sehr angetan und unterstützten die Aktion kurzerhand mit einem zusätzlichen Baum. „Das ist eine Super-Aktion unserer Auszubildenden“, sagt Werkleiter Jürgen Schäfer begeistert. „Sie zeigt, dass sich die jungen Kolleginnen und Kollegen Gedanken über Nachhaltigkeit machen und ihre Ideen dann auch eigeninitiativ umsetzen.“ Eigeninitiative zu vermitteln sei ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung bei Ford, so Schäfer weiter. „Da freut es uns natürlich sehr zu sehen, dass diese Einstellung auch außerhalb des Ausbildungszentrums im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt.“

„Das ist eine super coole Aktion von unserem Nachwuchs“, ergänzt Markus Thal, Betriebsratsvorsitzender bei Ford Saarlouis. „Erstens Sport gemacht, zweitens Geld gesammelt und drittens sich aktiv und kreativ für Umwelt und Nachhaltigkeit eingesetzt sowie ein Zeichen für unsere Zukunft am Standort gesetzt. Da soll noch einer sagen, unsere jungen Fordler hätten es nicht drauf. Auf diese jungen KollegInnen können wir stolz sein!“

Das soziale Engagement der Ford-Auszubildenden zeigt sich nicht nur durch die Spenden aus den selbstorganisierten Benefiz-Sportturnieren. Darüber hinaus engagieren sie sich regelmäßig bei weiteren sozialen Projekten. In der vergangenen Adventszeit sammelte der Ford-Nachwuchs beispielsweise Lebensmittel für die Tafeln in Saarlouis und Dillingen, mit denen mehrere Hundert Haushalte von Bedürftigen versorgt werden konnten. Zudem absolvieren die Auszubildenden in ihrem zweiten Ausbildungsjahr ein Sozialpraktikum unter anderem in Behinderteneinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, der Lebenshilfe und der Diakonie.

Bei Ford in Saarlouis absolvieren derzeit rund 120 junge Männer und Frauen ihre Ausbildung beziehungsweise ihr berufsbegleitendes duales Studium, das sogenannte do2-Programm. Die Auszubildenden sind in sechs verschiedenen Ausbildungsberufen tätig: Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Fachkräfte für Lagerlogistik, Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Kraftfahrzeugmechatroniker. Vom 1. September 2021 an bildet Ford Saarlouis auch Fachinformatiker für Systemintegration aus.

Web: Ford.com

Von wegen „Partei der Mitte“ – Wie die CDU Politik gegen die Mehrheit macht

Sachsen-Anhalt hat gewählt und die CDU ist wieder obenauf – als hätte es all die Desaster und Skandale der letzten Wochen und Monate gar nicht gegeben.

Wie kann es sein, dass die CDU offenbar als „geringeres Übel“ von vielen gewählt wird – obwohl soziale Sicherheit das wichtigste Thema ist, das die Wählerinnen und Wähler bewegt? Mein Video der Woche über die Bilanz von 16 Jahren unsozialer Merkel-Politik und warum die Union dringend in die Opposition geschickt werden muss. Umfragen der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wahl/archiv… Symbolbilder: jumpstory.com — Ihr findet mich im Netz:
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Corona-Lernlücken bergen dauerhafte Wohlstandsrisiken für alle sozialen Schichten

Bildungs- und Entwicklungsdefizite erfordern langfristige Strategie mit individuellen Lernpfaden

München (ots) Perspektivenwechsel erforderlich: Situation und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen müssen jetzt in den Fokus rücken. – Bewusstseinswandel unverzichtbar: Fehlende Interaktion und Betreuung, ausgefallene Stunden und geringere Lernzeit lassen sich nicht in einem Sommer aufholen. – Bildungswende notwendig: Statt Standardantworten braucht es künftig individuelle Lösungen, die persönliche Lernpfade und Förderung flächendeckend ermöglichen.

Von wegen Zukunft – Kinder und Jugendliche sind die Verlierer*innen der Pandemie

Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer

Erste Untersuchungen sind alarmierend: Laut ifo Institut hat sich die Lernzeit von Schüler*innen in der Pandemie um über drei Stunden nahezu halbiert. Betroffen sind alle Kinder, unabhängig von sozialem Hintergrund und Leistungsstand. Bis zu drei Monate Unterricht haben sie verpasst, so eine Auswertung von Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik der Universität Augsburg. Die deutschen Jugendämter prognostizieren einen frühen Knick in Lebens- und Karriereweg für Jugendliche aus allen Schichten. Sie befürchten zudem, dass sich die Zahl der Schulabbrecher*innen verdoppeln könnte. „Durch die entstandenen Lern- und Entwicklungslücken drohen massive persönliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen“, hebt Prof. Zierer hervor. Das ifo Institut geht von einem geringeren Lebenseinkommen und gesamtwirtschaftlichen Wachstumsverlusten von bis zu 2,5 Billionen Euro aus. „Wir stehen vor großen sozialen Fragen, die den Zusammenhalt in unserer offenen Gesellschaft und damit die Demokratie insgesamt gefährden“, so Zierer. Kinder und Jugendliche gehören zu den Verlierer*innen der Pandemie, gleichzeitig spielen ihre Situation, Bedürfnisse und Belastungen in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle. In 120 Ausgaben der drei quotenstärksten Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Pandemiezeitraum waren sie ohne Stimme und ohne Gehör. Von 666 Gästen bei „Anne Will“, „Maybrit Illner“ und „Hart aber fair“ hatten nur 3 Prozent (20 Gäste) eine berufliche Expertise mit Bezug zu Kindern und Jugendlichen. Nur 1,6 Prozent (11 Gäste) brachten einen Hintergrund aus dem Bereich Schulwesen mit.

Individuelle Förderung muss Schulstandard werden

„Wir brauchen jetzt einen raschen und ernstgemeinten Perspektivenwechsel“, fordert Zierer. Wer die Wirtschaft und künftige gesellschaftliche Entwicklung vor weiteren großen Schäden durch die Pandemie schützen möchte, müsse jetzt die Schüler*innen in den Blick nehmen. „Die grundlegende Neuausrichtung unseres Schulsystems ist zwingend notwendig“, fordert Prof. Zierer. „Schon vor der Bildungskrise durch Corona fehlte es flächendeckend an individueller Förderung.“ Gerade diese sei nun umso mehr gefragt, um die Entwicklungs- und Lernlücken zu schließen. „Wir müssen als Gesellschaft gegenüber den Kindern und den Eltern ehrlich sein: Ein Sommer mit Nachhilfe oder kürzeren Ferien wird nicht ausreichen, um den massiven Bildungs- und Lernverlust aufzufangen“, unterstreicht der Pädagoge. Erforderlich sind kreative und skalierbare Konzepte mit einer langfristigen Perspektive. Sie müssen bei den individuellen Anforderungen und Fähigkeiten der Schüler*innen ansetzen und gestützt auf digitale Prozesse persönlich passgenaue Wege aufzeigen. Gleichzeitig gilt es, den Lehrenden Raum für individuelle Betreuung und den regulären Unterricht zu geben. „Zunächst müssen wir den Wissensstand und die Defizite jedes einzelnen Kindes erkennen“, so Zierer. Eine Option bieten dafür digitale Testverfahren, die Lernfortschritt und -lücken erfassen und auswerten. „Ohne großen Aufwand kann das individuelle Entwicklungsniveau automatisch bestimmt werden.“ Im nächsten Schritt lassen sich, basierend auf den Ergebnissen, konkrete Lernziele, Aufgaben, Materialien und Übungen zu einem individuellen Lernpfad für jede Schülerin und jeden Schüler zusammenstellen. „Auch das kann digital erfolgen und schafft, ergänzt durch fortwährenden Abgleich der Fortschritte, die Möglichkeit für Lehrende, jedem Kind die passende Unterstützung zu geben“, so Zierer.

Persönliche Unterstützung funktioniert ganz praktisch

Wie solche kreativen und skalierbaren Lösungen in der Realität aussehen können, zeigen Prof. Zierer und sein Team gemeinsam mit dem STARK Verlag und dem Testspezialisten Alpha Test in einem Pilotprojekt. Unter dem Titel „BrückenWerk Sommerschule“ setzen die Partner in Augsburg ein wissenschaftlich begleitetes Vorhaben um, das den Ausgangspunkt für eine flächendeckende Lösung liefert. Kernelement ist das Konzept der „Starken Lernpfade“, ein digital gestütztes Diagnose- und Coaching-Tool. Basierend auf einer umfangreichen Bibliothek mit Test-Modulen und gezielten Empfehlungen für weiteres Lehren und Lernen ermöglicht es, Entwicklungs- und Lernlücken zu erkennen, zu beheben und Kinder und Jugendliche individuell zu fördern. Zunächst wird dabei der Lernfortschritt erfasst und automatisch nach einzelnen Checkpoints ausgewertet. Das persönliche Lernniveau ist dann Ausgangspunkt für den eigenen Lernpfad, der passgenaue Vorschläge zu Lehrmaterialien und Übungen bis hin zu Erklärvideos und interaktiven Aufgaben macht. Entscheidende Ergänzung ist die Begleitung durch eine Lehrkraft oder einen Lerncoach. Beim Pilotprojekt in Augsburg übernehmen Lehramtsstudent*innen diese Aufgaben. Hinzu kommt das Lernen in Kleingruppen mit individueller Beratung sowie eine fortwährende Überprüfung der Fortschritte über die Testmodule und strukturiertes Feedback an jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler. „Wir schaffen mit den ‚Starken Lernpfaden‘ ein individuelles Förderprogramm, das in der Breite eingesetzt werden kann“, sagt Prof. Zierer. „Solche Lösungen geben Antworten auf die aktuellen Fragen im Zuge der Pandemie und eröffnen gleichzeitig die Möglichkeit, unser Schul- und Bildungssystem fit für die Zukunft zu machen.“

Web: pearson.com