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BMW Art Car von Julie Mehretu feiert Weltpremiere

Paris/München (ots) Im Pariser Centre Pompidou stellte die BMW Group das 20. BMW Art Car erstmals öffentlich vor. Das von der zeitgenössischen Künstlerin Julie Mehretu gestaltete Fahrzeug, ein Langstreckenprototyp BMW M Hybrid V8, setzt eine lange Rennsporttradition der BMW Art Cars Collection fort. Nur wenige Wochen nach seiner Weltpremiere in der französischen Hauptstadt wird es beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start gehen.

20th BMW Art Car with artist Julie Mehretu. Photo: Tereza Mundilová © BMW AG

„Mir wurde klar, dass sich das ganze Art Car Projekt darum dreht, etwas Neues zu schaffen, erfindungsreich zu sein und Grenzen zu verschieben, um zu sehen, was möglich ist“, sagt Julie Mehretu. „Ich verstehe das Fahrzeug als performatives Gemälde – es ist für die Rennstrecke geschaffen und nicht fürs Museum. Das Art Car wird erst fertig sein, wenn das Rennen in Le Mans vorbei ist.“

„Die BMW Art Cars sind essenzieller Bestandteil unseres weltweiten Kulturengagements“, sagt Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. „Seit knapp 50 Jahren kooperieren wir mit Künstlerinnen und Künstlern, die von Mobilität und Design ebenso fasziniert sind wie von Technologie und Motorsport. Julie Mehretus Kunst auf einem Rennfahrzeug ist ein außerordentlich starker Beitrag in der Reihe unserer BMW Art Cars. Julie Mehretu hat mehr als ein großartiges Art Car erschaffen. Ihre Vision gab den Impuls, dass wir das kulturelle Engagement der Art Cars erstmals um ein gesellschaftliches Projekt erweitern, um die Kreativität junger Menschen in Afrika zu fördern.“

Die Zusammenarbeit zwischen BMW und Julie Mehretu umfasst auch ein gemeinsames Engagement bei den PanAfrican Translocal Media Workshops für Künstler und Filmschaffende, die 2025 und 2026 durch verschiedene afrikanische Städte führen werden.

BMW Group

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ADAC Test: Zwei Kindersitze fallen wegen Schadstoffen bzw. Sicherheitsmängeln durch.

Alle anderen getesteten Modelle sind empfehlenswert – Richtiges Anschnallen ist entscheidend

München (ots) Gravierende Sicherheitsprobleme beim Modell „Viaggio Twist + Base Twist“ des Herstellers Peg Perego sowie eine zu hohe Schadstoffbelastung führen dazu, dass dieser Kindersitz beim aktuellen ADAC Test gleich zweimal durchfällt.

Die Kindersitze werden vom ADAC auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und ihren Schadstoffgehalt getestet Bildrechte: ADAC / Test und Technik

Den Testkriterien bei der Schadstoffbelastung nicht entsprochen hat auch der Kindersitz „Silver Cross Discover i-Size“, der zu viel vom Weichmacher DPHP aufweist, was Schilddrüse und Hypophyse schädigen kann. Alle anderen der 24 getesteten Modelle sind empfehlenswert, 15 schneiden sogar mit der Note „gut“ ab.

Bei den Babyschalen für die ganz Kleinen (Größe 40 bis 87 cm) gibt es durchwegs gute Noten. Dabei erreicht das Modell Nuna Pipa Urbn als Spitzenreiter die Note 1,6. Bei den Kleinkindersitzen bis 105 cm schneiden der „Maxi-Cosi Mica 360 Pro“ und der „Cybex Sirona GI i-Size“ am besten ab (jeweils Note 2,2), und bei den Sitzen für die Großen bis 150 cm der „Avova Sora-Fix“ (Note 2,0).

Der Test zeigt, dass es bei Kindersitzen erhebliche Qualitätsunterschiede gibt und nicht alle der 24 untersuchten Modelle die hohen Anforderungen des ADAC Verbraucherschutztests erfüllen. Bildrechte: ADAC / Test und Technik

Die Kindersitze werden vom ADAC auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und ihren Schadstoffgehalt getestet. Die jahrelange Testpraxis des ADAC, die über die gesetzlichen Anforderungen deutlich hinausgeht, zeigt Wirkung: Der „Maxi-Cosi Pebble 360 Pro“ wurde im Herbst 2023 aufgrund des Schadstoffgehalts im Bezugsstoff abgewertet. Sein Nachfolger, der „Maxi-Cosi Pebble 360 Pro2“, enthält keine Schadstoffe mehr, er erreicht jetzt sowohl mit als auch ohne Isofix-Station „FamilyFix 360 Pro“ das ADAC Urteil „gut“.

Der Test zeigt, dass es bei Kindersitzen erhebliche Qualitätsunterschiede gibt und nicht alle Modelle die hohen Anforderungen des ADAC Verbraucherschutztests erfüllen. Eltern sollten Kindersitze daher nicht kaufen, ohne sich vorher gründlich zu informieren. Die Auswahl an getesteten Produkten ist groß: Seit 2015 hat der Mobilitätsclub rund 450 Kindersitzmodelle getestet und die Ergebnisse veröffentlicht.

Das sollte bei einem Kindersitz-Kauf und der Verwendung beachtet werden:

  • Kind und Fahrzeug zum Kauf mitnehmen und sich in einem Fachgeschäft beraten lassen, um Fehler bei der Bedienung zu vermeiden
  • Der Kindersitz muss sich möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug einbauen lassen, alle Bedienelemente müssen gut erreichbar sein
  • Darauf achten, dass sich der Gurt selbstständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt; andernfalls einen Sitz wählen, dessen Schultergurtführung besser zum Fahrzeug passt
  • Beim Anschnallen Hosenträger- und Fahrzeuggurte straff anziehen, Jacken unter dem Beckengurt hervorziehen
  • Gurte und Rückenlehne regelmäßig entsprechend des Wachstums nachjustieren, nicht zu früh auf nächstgrößeren Sitz wechseln

ADAC

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High End 2024 begeistert an vier Tagen die Audiocommunity

Die internationale Leitmesse präsentiert sich so vielfältig wie nie

München (ots) Die internationale Audiomesse HIGH END 2024, die vom 9. bis 12. Mai 2024 im MOC Event Center Messe München stattfand, hat am vergangenen Sonntag nach vier erfolgreichen Tagen ihre Tore geschlossen. Mit einer Fülle an Höhepunkten, Weltneuheiten, Trends und Innovationen konnte die Leitmesse ihre Position erneut behaupten und der Branche zahlreiche neue Impulse geben.

HIGH END 2024 im MOC München Bildrechte: HIGH END SOCIETY Service GmbH
Fotograf: Holger Rauner

In den Hallen und Atrien des MOC herrschte durchgehend eine hervorragende Stimmung, die insbesondere an beiden Fachbesuchertagen von einem intensiven Dialog und Informationsaustausch sowie ausgezeichneten Geschäftsabschlüssen geprägt war. Die Aussteller äußerten sich positiv zu Organisation und Frequentierung ihrer Stände und Räume. „Die HIGH END 2024 war ein voller Erfolg für alle Beteiligten und hat bewiesen, dass die Branche lebendiger ist als je zuvor“, bilanziert Stefan Dreischärf, Geschäftsführer des Messeveranstalters HIGH END SOCIETY Service GmbH. „Für die internationale Fachwelt ist die HIGH END Jahr für Jahr ein Pflichttermin, den die meisten nicht verpassen möchten. Darüber hinaus schätzen Audiophile, Musikliebhaber und Technikenthusiasten die Messe, weil sie hier die gesamte Bandbreite der Audiowelt geboten bekommen“, ergänzt der Messechef.

Hochkarätige Aussteller treffen auf internationales Flair

Mit einer unvergleichlichen Produktvielfalt hochwertiger Audiotechnologie lockte die Messe bei sommerlichen Temperaturen an zwei Fachbesucher- und zwei Publikumstagen insgesamt 22.198 Besucherinnen und Besucher in das MOC. Damit liegen die Zahlen knapp über dem Vorjahr, wobei der Anteil der Fachbesucher mit 11.237 gegenüber den Publikumszahlen in Höhe von 10.373 zum ersten Mal höher gewesen ist. Die HIGH END 2024 war mit Menschen aus 108 Nationen so international wie noch nie; die benachbarten Länder Großbritannien, Italien und Niederlande waren neben Deutschland am häufigsten vertreten. Außerdem reisten 588 Medienvertreter nach München, um sich über die Neuheiten der Branche zu informieren und nicht nur diese, sondern auch die Atmosphäre auf der Messe in die Welt hinauszutragen.

Einen überwältigenden Besucherzulauf erlebte die HIGH END 2024 am ersten Publikumstag, wo der Ansturm der Besucher zeitweilig so hoch war, dass Bereiche in den Atrien vorübergehend abgesperrt werden mussten, um eine Überfüllung der Gänge und Räume zu vermeiden. Obwohl sich die Fläche im MOC insgesamt in den vier Hallen und drei Atrien auf über 30.000 Quadratmeter verteilt, zieht es die Besucher insbesondere in die Atriumsräume, in denen fantastische Vorführungen mit exklusiven Produkten stattfinden. Auch in den Hallen wurde bis in den letzten Winkel jeder Meter von den insgesamt 513 ausstellenden Unternehmen genutzt, die Messe war also wie im Vorjahr vollständig ausgebucht. Parallel zur HIGH END gab es auch in diesem Jahr wieder die beiden Spezialmessen IPS – International Parts + Supply sowie die WORLD OF HEADPHONES in der Halle 1. Letztere präsentierte auf einer erneut gewachsenen Fläche eine riesige Auswahl an hochwertigen Kopfhörern, tragbaren Audioplayern und entsprechendem Zubehör für den Hörgenuss direkt auf die Ohren. Dort wurden zum Messestart gleichzeitig neun Weltneuheiten am Stand des Heidelberger headphone.shop vorgestellt. Die Premiere der benachbarten GAMING ZONE verbuchte der Kooperationspartner konsolenfan.de als Erfolg. Insbesondere jüngere Besucher nutzten den neuen Bereich, aber auch Aussteller wurden aufmerksam und bezeugten Interesse an einer Kooperation. Anders als auf klassischen Gaming-Messen, stand hier der Sound beim Spielen im Vordergrund. Mit einer Auswahl an Headsets, Lautsprechern und Soundbars eröffnete die GAMING ZONE faszinierende Möglichkeiten, den Klang beim Spielen zu erleben. Auf der Zuliefermesse IPS konnten sich all diejenigen umsehen, die Lösungen für die Herstellung ihrer Produkte benötigen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um hochwertige elektronische Bauteile, maßgeschneiderte Lautsprechersysteme, High-End-Kontaktlösungen sowie moderne Gehäuseproduktionen.

Aufsehenerregende Produktpräsentationen und brillante Klangerlebnisse

Das positive Flair auf der HIGH END 2024 war erneut geprägt von der Begeisterung für Technik und Musik, die in den unterschiedlichsten Darbietungen zum Ausdruck kamen und für Freude, Staunen und Überraschungen sorgten. So startete bereits der Eröffnungstag mit einem spektakulären Produktrelease der Firma Technics. In Kooperation mit Automobili Lamborghini präsentierte das deutsche Unternehmen die Sonderedition eines Plattenspielers mit dem entsprechenden Branding der Luxusautomarke. Bis zum offiziellen Messestart hatten die Verantwortlichen die Spannung hochgehalten, als sie um punkt zehn Uhr unter den erwartungsvollen Blicken der zahlreich erschienenen Zuschauer einen orangefarbenen Lamborghini enthüllten. Als Symbol für die klangvolle Symbiose von Motorengeräuschen und Musikwiedergabe stand der Sportwagen im laufenden Messebetrieb ununterbrochen im Fokus der Kameras. Für nicht weniger Aufsehen sorgte unter vielen anderen großartigen Audiosystemen der chinesische Aussteller ESD Acoustic, der mit seiner eindrucksvollen Anlage inklusive riesiger Hornlautsprecher im Studio E/F über dem Atrium 4 regelrecht thronte.

Während Newcomer in der Start-Up-Area eine Bühne bekamen, sind etablierte Unternehmen schon so lange am Start, dass sie mit Jubiläumsmodellen zur HIGH END aufwarteten. Bei Clearaudio gab es neben dem Jubiläumsplattenspieler einen weiteren Eyecatcher: den Al Di Meola Plattenspieler in Form eines Gitarrenkörpers, inspiriert von einem Originalinstrument des Musikers. Die Zusammenarbeit des Musikers, dem Plattenlabel Impex Records und Clearaudio entstand im Rahmen der letzten HIGH END, für die der Gitarrenvirtuose als Markenbotschafter vor Ort war.

Hochkarätige Ehrengäste aus der Musikszene bereichern die Messe

Die HIGH END 2024 setzte in ihrer Außendarstellung auf Vielfalt, die sich nicht nur in der unvergleichlichen Bandbreite der vorgestellten Produkte und teilnehmenden Unternehmen zeigte. Während in den vergangenen vier Jahren die Testimonials auf der Messe für Furore sorgten, gaben sich dieses Mal gleich mehrere angesehene Künstler mit ihrer Präsenz die Ehre. Steven Wilson, Markenbotschafter der HIGH END 2019, lud die Besucher in Kooperation mit dem Lautsprecherhersteller PMC und dem Veranstalter HIGH END SOCIETY Service GmbH an allen vier Tagen zu immersiven Sounderlebnissen ein. Zweifelsohne war dies für viele Teilnehmer ein unvergesslicher Höhepunkt des Messebesuchs. Mit vorgespielten Musiktiteln verschiedener Musiker, Genres und Jahrzehnte demonstrierte Wilson in den ausgebuchten Vorführungen den Sound von Spatial Audio und erläuterte den Unterschied zwischen Stereo, Dolby Surround und immersiver Wiedergabe. Der Brite begeisterte seine Zuhörer nicht nur mit fantastischem Klang und Gänsehautmomenten, sondern auch mit seiner lockeren, offenen Art, mit dem Publikum zu interagieren.

Glanz auf die Bühne brachte außerdem Musiker und Produzent Leslie Mandoki, der im Rahmen der HIGH END am 10. Mai das neue Album „A Memory Of Our Future“ der Mandoki Soulmates veröffentlichte. Gemeinsam mit seinen „seelenverwandten“ Bandmitgliedern Tony Carey von Rainbow und John Helliwell von Supertramp gab er in einer Sonderpressekonferenz einen spannenden Einblick in die Entstehung des neuen Albums, das vollständig analog aufgenommen und produziert wurde. Am Merchandise-Stand konnten die Besucher das Meisterwerk, das Mandoki selbst als „handgeschriebenen Liebesbrief an seine Zuhörer“ bezeichnet, direkt erwerben und von ihm signieren lassen.

Auf weitere Stargäste traf man bei verschiedenen Ausstellern. Nick Getz, der Sohn von Jazzlegende Stan Getz, präsentierte bei Audio Reference die Jubiläumsausgabe „60th Anniversary Edition 1STEP of Getz/Gilberto“. Dabei teilte er mit den Besuchern auch persönliche Erlebnisse und Insiderwissen aus dem bewegten Leben seines Vaters. Außerdem war Boris Blank, Gründungsmitglied der Schweitzer Elektropopband Yello, am Messestand der Firma Horch House zu Gast, wo zum ersten Mal die Musik von Yello auf Tonband präsentiert wurde. Die exklusive Bandmaschine, auf der sie abgespielt wurde, ist ein limitiertes Meisterwerk, von dem nur zehn Exemplare produziert wurden.

Abwechslung auf der X-PERT STAGE

Wer etwas Abstand vom Messetrubel suchte, fand einen etwas ruhigeren Platz in den Reihen vor der Bühne der X-PERT STAGE, dem neuen Talk- und Vortragsprogamm auf der HIGH END. Dort gab es spannendes Wissen von Ellis Blackford Stroud, der mit seinen Ausführungen die Anforderungen an intelligente Verstärker in modernen Audiosystemen erläuterte. Meinungsaustausch und Diskussionen kennzeichnen hingegen die Podiumsveranstaltungen auf der X-PERT STAGE, bei denen unterschiedliche Stakeholder gemeinsam auf der Bühne sitzen. Thematisch orientieren sich die Gespräche am aktuellen Geschehen im HiFi-Business, wobei der Blick in die Zukunft ebenfalls gefordert war. In der englischsprachigen Veranstaltung, moderiert von dem amerikanischen HiFi-Journalist Michael Fremer, stellten sich erfahrene Analogexperten der Frage, ob die Grenzen des technisch Möglichen in der Wiedergabe von Schallplatten bereits erreicht sind. Unter den Podiumsteilnehmern, die Hersteller, Handel und Medien repräsentierten, wurde das zweite Thema „Wo steht das HiFi-Business in zehn Jahren?“ kontrovers diskutiert. Die dritte Podiumsrunde behandelte zum Abschluss die Zukunft des HiFi-Streamings und bot informative Einblicke in die technischen Möglichkeiten des Streamings.

Die positive Resonanz aller Beteiligten und die enormen Besucherzahlen auf der HIGH END 2024 haben deutlich gemacht: Die Begeisterung für exzellente Musikwiedergabe bleibt bestehen und hochwertige Audiotechnologie erreicht nach wie vor viele Menschen. Die Messe sendet ein vielversprechendes positives Signal und gibt weiterhin wichtige Impulse in die gesamte Audiobranche. Die nächste HIGH END findet vom 15. bis 18. Mai 2025 im MOC Event Center Messe München statt.

Über die HIGH END:

Die HIGH END – die international renommierte Audio-Messe – gibt unangefochten den guten Ton der erstklassigen Musikwiedergabe an. Seit über vier Jahrzehnten ist sie Impulsgeber für Produzenten, Verkäufer und Konsumenten hochwertiger Unterhaltungselektronik. An vier Tagen im Mai kommt in München die gesamte Fachwelt zusammen, wenn Hunderte Aussteller aus rund 40 Ländern ihre Neuheiten in den Hallen und Atrien des MOC präsentieren.

www.highendmunich.com

Klimaschutz kann auch günstig sein: Initiative „wirfahren“

und Fraunhofer FOKUS veröffentlichen Studie für mehr Nachhaltigkeit bei Taxis und Mietwagen

Berlin (ots)

  • Taxis und Mietwagen in Deutschland fahren jedes Jahr bis zu 3 Milliarden Kilometer. Dies hat einen großen Einfluss auf die Erreichung der Klimaziele.
  • Innovatives Konzept der Eco-Pause für mehr Nachhaltigkeit und Förderung von Gesundheit
  • Täglich rund 200.000 Kilometer unnötige Leerfahrten allein in Berlin, die ohne Kostenaufwand durch die Abschaffung der Rückkehrpflicht verhindert werden können.
Das Fraunhofer FOKUS schlägt das innovative Konzept der sogenannten „Eco-Pause“ vor. Diese kombiniert Ladeinfrastruktur mit der Möglichkeit einer angenehmen Pausengestaltung. Fahrerinnen und Fahrer haben während der Ladezeiten beispielsweise Zugang zu komfortablen Ruheräumen, Gesundheits- und Fitnessangeboten sowie zu gastronomischen Einrichtungen.
Bildrechte: wirfahren.de Fotograf: Janó Schmidt

Die Initiative „wirfahren“, der größte Zusammenschluss von Mietwagenunternehmen in Deutschland, und das Fraunhofer FOKUS veröffentlichen eine Studie zur Förderung einer nachhaltigeren Mobilität. Unter dem Titel „Transformation des Taxi- und Mietwagengewerbes“ blicken die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts auf den aktuellen Stand der Branche in Bezug auf Nachhaltigkeit und analysieren Wege und Konzepte, die helfen können, den Wandel zur „grüneren Mobilität“ voranzutreiben.

„Diese Studie ist der Startpunkt, um Mobilität – vor allem im Taxi- und Mietwagenbereich – neu, modern und nachhaltig zu denken“, sagt Thomas Mohnke, Sprecher der Initiative „wirfahren“. „Das Fraunhofer FOKUS präsentiert innovative Konzepte und konkrete Handlungsempfehlungen an Unternehmen und Politik. Jetzt liegt es an uns, diese umzusetzen, denn in Sachen Klimaschutz ist es bereits fünf vor zwölf!“

Mit der Eco-Pause den Anteil elektrischer Fahrzeuge steigern

Die Studie zeigt auf, dass das Taxi- und Mietwagengewerbe als Teil des Verkehrssektors einen entscheidenden Einfluss auf das Erreichen der Klimaziele hat. Denn der gesamte Verkehrssektor steht für 20 Prozent aller Treibhausemissionen in Deutschland. Taxis und Mietwagen legen jedes Jahr insgesamt zwischen 2,5 und 3 Milliarden Kilometer in Deutschland zurück. Gleichzeitig kommt die Studie zum Ergebnis, dass lediglich rund 17 Prozent der Taxi- und Mietwagenfahrzeuge einen elektrischen Antrieb haben. Hier liegen enorme Potenziale zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Um die Transformation zu einer nachhaltigeren Mobilität zu schaffen, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler technologische Lösungen wie batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge. Sie schätzen dabei batterieelektrische Antriebe als die am besten geeignete Lösung für emissionsfreie Mobilität ein. Darüber hinaus wurden innovative Ladetechnologien, wie das induktive Laden oder der Batteriewechsel, genauer analysiert. Auf dieser Grundlage schlägt Fraunhofer FOKUS das innovative Konzept der sogenannten „Eco-Pause“ vor. Diese Idee, die speziell für das Taxi- und Mietwagengewerbe entwickelt wurde, adressiert sowohl die Herausforderungen beim Wandel zu mehr Elektromobilität als auch die Bedürfnisse der Fahrerinnen und Fahrer. Die Eco-Pause kombiniert Ladeinfrastruktur mit der Möglichkeit einer angenehmen Pausengestaltung. Fahrerinnen und Fahrer haben während der Ladezeiten beispielsweise Zugang zu komfortablen Ruheräumen, Gesundheits- und Fitnessangeboten sowie zu gastronomischen Einrichtungen. Weiterhin können sie sich hier als eine Art Begegnungsstätte auch untereinander austauschen. Die Infrastruktur könnte an bestehende Ladeinfrastruktur oder Tankstellen angeschlossen werden oder an Orten wie Flughäfen oder Bahnhöfen entstehen.

Große CO2-Einsparung ohne Kosten durch Abschaffung der Rückkehrpflicht

Darüber hinaus haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Auswirkungen eines Gesetzes angeschaut, das in den 1980er-Jahren erlassen wurde: die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagen. Die besagt, dass Fahrerinnen und Fahrer von Mietwagenunternehmen nach einem abgeschlossenen Auftrag zu ihrem Betriebssitz zurückfahren müssen – es sei denn, es liegt ein Folgeauftrag vor.

Auf Grundlage von realen Datensätzen erstellte das Fraunhofer FOKUS eine Simulation, die aufzeigt, welche enormen Auswirkungen die Rückkehrpflicht auf Verkehr und Umwelt hat. Sie zeigt, dass etwa 30 Prozent aller Fahrstrecken im Mietwagengewerbe durch die Rückkehrpflicht entstehen. Allein in Berlin sind das täglich fast 200.000 Kilometer an unnötigen Leerfahrten. Dies entspricht fünf Erdumrundungen pro Tag. Die durch die Abschaffung eingesparten Emissionen sind signifikant. Darüber hinaus würde auch der Verkehr in der Hauptstadt entlastet: Mehr als ein Prozent der gesamten Verkehrsmenge würde bei der Abschaffung der Rückkehrpflicht entfallen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland würden sich enorme Einsparpotenziale ergeben – und das zum Nulltarif.

Dr. Ilja Radusch, Leiter des Geschäftsbereichs Smart Mobility am Fraunhofer-Institut FOKUS, sagt: „Die Simulation ist ein wichtiges Planungstool für die Abschätzung und Bewertung von Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes. Grundlage hierfür bilden umfangreiche Basisszenarien, die die Realität genau als digitalen Zwilling der Stadtmobilität abbilden.“

„Wir diskutieren laufend über Möglichkeiten, CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Zahlen zeigen nun eindrücklich, dass die Abschaffung der Rückkehrpflicht eine zwingende und einfache Maßnahme darstellt, um dabei zu helfen, unsere Klimaziele zu erreichen. Und das Beste daran: Sie kostet den Steuerzahler keinen Cent,“ erklärt Mohnke, „Neben der sofortigen Einsparung würde die Aufhebung der Rückkehrpflicht auch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge enorm erleichtern, die aufgrund ihrer noch geringen Reichweite für den kommerziellen Einsatz nicht wirtschaftlich sind.“

Über die Initiative „wirfahren“

wirfahren ist der größte Zusammenschluss von Mietwagenunternehmen in Deutschland. Als Interessenvertretung vertritt die Initiative die Anliegen der Unternehmen und ihrer mehr als 45.000 Fahrerinnen und Fahrer. Dabei beschäftigt sie sich mit allen relevanten Fragestellungen der Branche und vertritt die Meinungen nach außen. wirfahren informiert darüber hinaus über die Leistungen und Zukunftsprojekte der deutschen Mietwagenunternehmen und unterstützen bei der Verbesserung der Servicequalität, der Sicherheit der Personenbeförderung und beim Wandel zu mehr nachhaltiger Mobilität.

Raum für Originale: Zur IFAT 2024 zeigt FAUN das Müllfahrzeug der Zukunft

Und die erste serienreife autonom fahrende Kehrmaschine trombia free.

München (ots) Ran ans Fahrzeug, die Tonne dem Lifter übergeben und dann ab mit dem Abfall in den Sammelaufbau. Grundsätzlich lässt sich am Prinzip der Müllabfuhr kaum noch etwas verbessern, sollte man meinen. Was FAUN aber tut: Mit innovativen Technologien und künstlicher Intelligenz die Entsorgung effizienter und sicherer gestalten – für Bürger, für Anwohner und vor allem für das Bedienpersonal.

Burkard Oppmann (links, Geschäftsführer FAUN und Patrick Hermanspann (rechts, CEO FAUN GRUPPE) mit der VAK-Innovationsurkunde für den 2. Platz für das Sicherheitssystem Safety User Display. Bildrechte: FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG
Fotograf: Daniel Reißig

Auf Modul-Basis sind verschiedene Assistenz-Systeme im FAUN Safety & Performance System erhältlich. Ab Werk im Neu-LKW oder auch zum Nachrüsten. „Die Sicherheit und der Komfort der Bediener und Menschen im Alltag ist unser oberstes Ziel“, erläutert FAUN CEO Patrick Hermanspann das Müllfahrzeug der Zukunft. Der Hecklader ist mit einer Vielzahl an technischen Details ausgestattet, darunter ganz neu das Safety User Display (SUD). Das Safety User Display, das dem Ladepersonal an seinem Arbeitsplatz am Heckteil des Müllwagens via Kamera zusätzliche Perspektiven (nach vorn, hinten und ins Innere des Wagens) gibt, um sicherer und vorausschauender agieren zu können. Für diese Option wurde FAUN mit dem 2. Platz beim VAK-Innovationspreis ausgezeichnet.

Safety-User-Display (SUD)

Ganz neu in 2024 und den 2. Platz beim VAK-Innovationspreis erhalten: Das SAFETY USER DISPLAY (SUD), das dem Ladepersonal an seinem Arbeitsplatz via Kamera zusätzliche Perspektiven (nach vorn, hinten und ins Innere des Wagens) zeigt, um sicherer und vorausschauender agieren zu können. Aktuell verfügbar für FAUN VARIOPRESS und ROTOPRESS in Verbindung mit einem FAUN SKYLIFT X.

FAUN x IFAT 2024 Bildrechte: FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG
Fotograf: Daniel Reißig

Das System besteht aus zwei Monitoren im Bedienelementeträger und drei Kameras. Die Front-View-Kamera zeigt dem Lader auf dem Display ein Abbild der Sicht des Fahres. Sie schaltet sich ab 6 km/h oder bei Aktivierung des Trittbretts an. So hat der Lader den Überblick in Fahrtrichtung und muss sich zur Orientierung nicht mehr in den Gegenverkehr lehnen. Rear-View-Kamera: Zeigt in einer Art Rückspiegel-Funktion den Bereich hinter dem Fahrzeug. So hat der Lader den vollen Überblick über die Geschehnisse, sogar wenn er vor dem kompletten Stillstand des Fahrzeugs schon rückwärts absteigt.

FAUN macht die IFAT zum „Home of Originals“. Getreu seinem diesjährigen Motto präsentiert der Spezialist für Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen bei der Weltleitmesse für Umwelttechnologien vom 13. bis 17. Mai in München jede Menge Originale – Fahrzeuge sowie die Menschen dahinter. In der mehr als 1.500 Quadratmeter großen Erlebniswelt von FAUN bekommt jedes Produkt und jeder Akteur Raum und kann seine Stärken zeigen. Im Mittelpunkt stehen 2024 das Müllfahrzeug der Zukunft, ein auf absolute Sicherheit ausgelegter Müllwagen, die autonomfahrende Kehrmaschine Trombia und die neue Generation Wasserstoffmüllwagen ENGINIUS BLUEPOWER.

TROMBIA FREE – mit Sicherheit nachhaltig, effizient und leise

Autonomfahrende Kehrmaschine TROMBIA free Bildrechte: FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG Fotograf: Daniel Reißig

TROMBIA FREE aus Finnland ist das weltweit einzige leistungsstarke, autonome und elektrische Kehrmaschinen-System, für die automatische Reinigung von Industriegebieten oder geschlossenen Stadtgebieten. Inbegriffen ist eine vollautomatische Servicestation. Die Batterie hält neun Stunden und schafft mühelos 24.000 m² mit einer Ladung und einer Kehrgeschwindigkeit bis zu 4km/h. Das Besondere: die Kehrmaschine ist serienreif und verfügt über das weltweit einzige ISO 3691-4-konforme PlD-Sicherheitssystem, mit vollem Zugang zu hektischen Industriegebieten mit automatisiertem und bemanntem Verkehr. Der Behälter fasst 1,2 m³ und die Entleerung erfolgt an der Tankstelle in einen normalen Industriemüllcontainer. Der vollelektrische Antrieb sorgt außerdem für völlig emissionsfreies und geräuscharmes Kehren: Die Lärmbelastung ist um mehr als 20db geringer, als bei herkömmlichen Kehrmaschinen.

Die TROMBIA FREE Kehrmaschinen nutzen GNSS-Satellitendaten, Odometriedaten und sind mit einer autonomen, Lidar-basierten Bildverarbeitungstechnologie ausgestattet. Dies ermöglicht präzise Navigation und Hinderniserkennung ganz unabhängig von Witterungsbedingungen und Lichtverhältnissen: Drinnen oder draußen, bei Dunkelheit oder strahlendem Sonnenschein, bei Regen oder Schnee – TROMBIA FREE ist immer sicher im Einsatz.

Patrick Hermanspann, CEO FAUN Gruppe: „Klimawandel und zunehmende Umweltverschmutzung erfordern ein radikales Umdenken in vielen Lebensbereichen. TROMBIA FREE verkörpert, wie aus innovativen Gedanken Realität wird, und ebnet den Weg in eine sauberere, gesündere und leisere Zukunft des Kehrmaschinensektors.“

www.FAUN.com

Schnelle medizinische Hilfe aus der Luft für die Menschen in Berlin und Umgebung

DRF Luftrettung weiht ihre Station in Berlin-Buch ein

Filderstadt (ots) Seit Anfang des Jahres ist im Himmel über Berlin ein neuer Rettungshubschrauber im Einsatz: der von der DRF Luftrettung betriebene Christoph 100. In Anwesenheit des Staatssekretärs für Inneres des Landes Berlin, Christian Hochgrebe, und zahlreicher Vertreter aus der Politik und der Region fand heute die offizielle Einweihung der Station in Berlin-Buch statt.

Vlnr: Dr. Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor Berlin, Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Klinikgeschäftsführer und Geschäftsführer der Helios Region Ost, Carmen Bier, Geschäftsführerin Helios Klinikum Berlin Buch, Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender DRF Luftrettung, Generalarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin, Dr. Eiko Spielmann, Stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr, Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin (Quelle DRF Luftrettung/Foto Niklas Schader)

Rund 150 Gäste waren der Einladung zu dem Festakt an der Station Berlin-Buch gefolgt, zu dem die DRF Luftrettung gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr und dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin eingeladen hatte. Dr. Krystian Pracz, Vorstand der DRF Luftrettung, hieß die Anwesenden im Hangar der neu errichteten Station willkommen: „Es ist unser zentraler Auftrag, Menschen in medizinischen Notsituationen die beste und schnellstmögliche Hilfe zukommen zu lassen. In den ersten vier Monaten wurde Christoph 100 zu rund 500 Einsätzen alarmiert – hinter dieser bloßen Zahl steht für die DRF Luftrettung jeder einzelne Mensch, den wir schnell versorgen und bei Bedarf in eine Klinik bringen konnten“. Außerdem wies Dr. Krystian Pracz auf die Besonderheiten und das Einsatzspektrum der Station hin: „Unser Rettungshubschrauber Christoph 100 ist von 6 bis 22 Uhr verfügbar, so dass wir eine Zeitspanne abdecken, in der erfahrungsgemäß die meisten Notfälle stattfinden. Rund 100 Einsätze haben wir in den ersten Monaten in der Dunkelheit geleistet“.

Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, betonte in seiner Ansprache vor allem die Bedeutung des neu errichteten Hubschrauberstandorts für die Menschen in Berlin und dem Umland: „Die DRF Luftrettung ist ein zuverlässiger Partner der Notfallrettung in Berlin. Das beweist das Team des Intensivtransporthubschraubers Christoph Berlin seit fast 30 Jahren. Ich freue mich sehr, dass der neue Christoph 100 in Berlin auch in Zukunft eine exzellente Notfallversorgung ermöglicht. Mein Dank gilt allen Luftrettungsteams mit ihren ‚fliegenden Intensivstationen‘, deren Dienst im Notfall und in der Krise unverzichtbar ist.“

Stellvertretend für die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus, die jeweils zur Hälfte die Notärzte und Notfallsanitäter an Bord von Christoph 100 stellen, sprachen Dr. Eiko Spielmann, Stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr und Generalarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin. Sie betonten, ebenso wie Carmen Bier, Geschäftsführerin des Helios Klinikums Berlin-Buch, die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die hohe Qualität der Patientenversorgung.

Die Station Berlin-Buch

Beauftragt durch die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, hat die DRF Luftrettung am 02. Januar 2024 den Dienstbetrieb von Christoph 100 in Berlin-Buch aufgenommen. Die Station ist als einzige der deutschen Stationen mit Randzeitenerweiterung ganzjährig von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr einsatzbereit. Einsätze in der Dunkelheit fliegen die Piloten mit Nachtsichtgeräten, sogenannten Night Vision Goggles. Christoph 100 wird als schneller Notarztzubringer in der Notfallrettung alarmiert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann die rot-weiße Maschine, die während ihrer Einsatzbereitschaft mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzt ist, in maximal 15 Flugminuten erreichen. Darüber hinaus kann Christoph 100 bei Bedarf für Intensivtransporte zum Einsatz kommen.

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Von 32 Stationen an 30 Standorten in Deutschland aus starten die Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge der gemeinnützigen Organisation zu ihren Einsätzen. Hierzu gehören Einsätze in der Notfallrettung, Verlegungsflüge von kritisch kranken oder verletzten Personen zwischen Kliniken und Rückholungen von Patientinnen und Patienten aus dem Ausland. An zwölf dieser Stationen sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an einer weiteren Station ist die Besatzung im Tagbetrieb mit erweiterten Randzeiten (06:00 bis 22:00 Uhr) einsatzbereit. An vier Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung 36.413 Einsätze im Jahr 2023. Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Rund 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite. Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Frischer Wind im Hamburger Hafen: Schiff ahoi! Käpt’n iglo ab sofort mit eigener Hafenfähre

Hamburg (ots)

  • Käpt’n iglo sticht passend zum 835. Hafengeburtstag auf der Elbe in See
  • Hafenfähre im Käpt’n-Design als Anziehungspunkt für Hamburger und Touristen
Käpt’n iglo mit Tanja Cohrt, HADAG Vorständin, und Philipp Kluck, iglo Deutschlandchef
Bildrechte: iglo Deutschland

Schiff ahoi! Die Freie und Hansestadt Hamburg hat seit heute ein neues Highlight im Hafen: Die Käpt’n iglo HADAG Hafenfähre nimmt ihren Betrieb auf, rechtzeitig zum Start des Hamburger Hafengeburtstages (09. – 12.05.24). Die Fähre verkehrt unter anderem auf der beliebten HVV-Linie 62 zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder und wird ab sofort ein unverzichtbarer und aufmerksamkeitsstarker Bestandteil des Hamburger Nahverkehrs sein.

Zur offiziellen Einweihung war neben iglo Deutschlandchef Philipp Kluck und den HADAG Vorständen Tanja Cohrt und Martin Lobmeyer auch Käpt’n iglo höchstpersönlich vor Ort, um „seine“ Fähre in Empfang zu nehmen. Philipp Kluck äußerte sich begeistert über die Fähre: „Die Käpt’n iglo Hafenfähre ist ein Symbol für die Verbundenheit von iglo mit der Stadt Hamburg. Wir sind stolz darauf, Teil dieser maritimen Tradition zu sein und freuen uns, dass unsere Fähre den Hamburgern sowie den Besuchern der Stadt eine inspirierende und ungewöhnliche Möglichkeit bietet, den Hafen zu erkunden.“

Die Käpt’n iglo Hafenfähre ist ab jetzt nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. „Der Hamburger Hafen ist ein Herzstück unserer Stadt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Käpt’n iglo HADAG Hafenfähre wird nicht nur Pendler über die Elbe bringen, sondern auch ein Highlight für Gäste aus aller Welt sein, die Hamburg besuchen“, so Tanja Cohrt, Vorständin mit Kapitänspatent.

Ob für eine entspannte Hafenrundfahrt oder den täglichen Weg zur Arbeit – Mit einem HVV-Ticket, der Hamburg CARD oder auch dem Deutschlandticket kann man ganz einfach alle Linien der Hafenfähren und somit die Käpt’n iglo Fähre nutzen.

Über iglo

iglo Deutschland mit Sitz in Hamburg ist in Deutschland Marktführer im Food-Segment Tiefkühlkost. Rund 1300 Mitarbeitende produzieren und vermarkten an drei deutschen Standorten die Produkte. Das Portfolio umfasst Fisch, Gemüse, Fertiggerichte sowie Fleischalternativen. Neben den ikonischen Produkten wie Käpt’n iglos „Glücklichmacher-Fischstäbchen“, die 2024 65. Geburtstag feiern und dem berühmten Spinat mit dem Blubb konzentriert sich die Marke aber auch auf innovative vegetarische und vegane Produkte unter den modernen Submarken ‚Veggie Love‘ und ‚Green Cuisine‘.

Über die HADAG Seetouristik und Fährdienst AG

Die HADAG ist der Anbieter von Hafenfährverkehr im Hamburger Hafen und auf der Elbe innerhalb des hvv. Auf sieben Linien mit 20 Anlegern und einer jährlich zurückgelegten Strecke von mehr als 330.000 Seemeilen sichert die HADAG mit ihren 26 Schiffen und jährlich mehr als 180.000 Abfahrten an 365 Tagen im Jahr selbst bei widrigen Wetterlagen wie Eis, Nebel oder Sturm den sicheren, zügigen und komfortablen Fährbetrieb auf der Elbe. Gegründet wurde die HADAG 1888 als Reederei unter dem Namen „Hafendampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft“.

iglo Deutschland

http://www.iglo.de

Consors Finanz Studie – Elektromobilität: Durchbruch mit Restzweifeln

München (ots)

  • Mitten im Durchbruch: Mehrheit der Deutschen plant, ein Elektroauto zu kaufen.
  • Mitten im Technologiewandel: Nur jede:r Zweite glaubt, dass die Elektromobilität den ökologischen Wandel bringt.
  • Mitten in der Preisfindung: Für die Hälfte der Deutschen sind Anschaffungskosten für Elektroautos weiterhin abschreckend.
Deutsche haben ein zwiegespaltenes Verhältnis zum Elektroauto (Bild-Quelle: Consors Finanz). Bildrechte: Consors Finanz BNP Paribas

Die Elektromobilität auf deutschen Straßen nimmt zu. Der Anteil der Elektroautos am Pkw-Bestand in Deutschland stieg laut Kraftfahrtbundesamt in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Er lag im Januar 2024 mit rund 4,32 Millionen (BEV und Hybrid) bei circa 7,1 Prozent des Fahrzeugbestands. Davon waren circa 1,4 Millionen reine E-Autos (BEV) – 39,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im ersten Quartal 2024 schwächten sich jedoch die Zulassungszahlen ab und lagen bei vollelektrischen Fahrzeugen 14,1 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Dennoch – bei den Konsument:innen besteht Interesse an der Elektromobilität. Laut den Ergebnissen des Automobilbarometers 2024 „Motorists are in a fog“ von Consors Finanz zeigt sich, dass sich erstmals die Mehrheit der Deutschen vorstellen kann, ein Elektroauto zu kaufen (30 Prozent vollelektrisch, 24 Prozent Plug-in-Hybrid). Diesel und Benziner kommen zusammen nur auf 48 Prozent. Damit liegt Deutschland etwa im weltweiten Durchschnitt von 57 Prozent (32 Prozent vollelektrisch, 25 Prozent Plug-in-Hybrid). Zum Vergleich: In Norwegen planen allein 43 Prozent der Befragten, ein reines Elektroauto zu kaufen. In China sind es sogar 65 Prozent.

Elektroauto für Deutsche kein alleiniger Heilsbringer

Die befragten Deutschen haben allerdings Zweifel, ob Elektroautos wirklich die ultimative Antwort auf die ökologischen Probleme sind. So sagen zwar 75 Prozent der Deutschen, dass technischer Fortschritt Autos insgesamt umweltfreundlicher machen wird (83 Prozent weltweit). Aber mit 52 Prozent glaubt nur etwa die Hälfte, dass Elektroautos den ökologischen Wandel bringen. Anders als der Rest der Welt. Hier glauben 67 Prozent der befragten Verbraucher:innen an das Elektroauto als ökologischen Problemlöser.

Die Skepsis der Deutschen zeigt sich in einem weiteren Punkt: Mit 49 Prozent glaubt weniger als die Hälfte, dass Elektroautos den Verbrenner komplett ersetzen werden. Weltweit halten dies dagegen 54 Prozent für realistisch.

Reichweite, Umweltverträglichkeit und Stromversorgung bleiben größte Sorgen

Reichweite und Umweltverträglichkeit sind für Verbraucher:innen wichtige Gründe, die gegen die Anschaffung eines Elektroautos sprechen. Für 40 Prozent der Deutschen ist die fehlende Reichweite ein Kaufhindernis (weltweit 31 Prozent). 37 Prozent verbinden mit dem Elektroauto noch ungelöste Umweltprobleme. Mit diesen Bedenken liegen die Deutschen deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 22 Prozent. In China sind es sogar nur 16 Prozent.

Zugleich machen sich 62 Prozent der befragten Deutschen Sorgen, ob sich genug Strom produzieren lässt, um den Bedarf einer flächendeckenden Elektromobilität zu bedienen (55 Prozent weltweit). Auch hier zeigen sich insbesondere die Chinesen deutlich zuversichtlicher. Dort halten 83 Prozent die Versorgung mit Strom für gesichert.

Der Kostenfaktor entscheidet nach wie vor

Knackpunkt bleibt für viele Deutsche der Kaufpreis. Er ist für 46 Prozent der befragten Deutschen das Hauptargument dafür, sich kein Elektroauto anzuschaffen (weltweit 48 Prozent). Beinahe drei Viertel sowohl der Befragten in Deutschland als auch weltweit befürchten darüber hinaus, dass steigende Stromkosten Elektroautos auf Dauer sogar teurer machen könnten als Benziner.

Dass die Bundesregierung Ende 2023 im Zuge der Haushaltsdebatte kurzfristig beschlossen hat, die staatlichen Zuschüsse für den Kauf von Elektroautos komplett zu streichen, ist daher der falsche Weg. Denn 70 Prozent der Deutschen halten Subventionen für essenziell, um Autofahrer:innen zu helfen (79 Prozent weltweit). Die Abschaffung des Umweltbonus scheint bereits Folgen zu haben, wie an den Neuzulassungszahlen von vollelektrischen Fahrzeugen im ersten Quartal 2024 erkennbar ist.

An neue Technologien herantasten

„Die Studienergebnisse zeigen, dass in verschiedenen Punkten die Deutschen dem Elektroauto weiterhin skeptischer gegenüberstehen als Befragte in anderen Ländern“, resümiert Bernd Brauer, Head of Mobility bei Consors Finanz. „Hier könnten flexible Finanzierungsmodelle wie das Leasing eine immer wichtigere Rolle spielen“, sagt Brauer. „Sie ermöglichen den Käufer:innen, neue Technik ohne Investitionsrisiko auszuprobieren und damit die Restzweifel zu nehmen.“

Consors Finanz BNP Paribas

http://studien.consorsfinanz.de

Erstes Referenzfahrzeug „Schwerer Waffenträger Infanterie“ vorgestellt

Nachweisführung kann zeitnah beginnen

Unterlüß/Koblenz (ots) Nachdem erst im März die Beschaffung von insgesamt 123 neuen „Schweren Waffenträgern Infanterie“ (sWaTrg Inf) mit einem Regierungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der australischen Regierung vereinbart wurde, konnte einige Wochen später bereits das erste Fahrzeug als sogenanntes Nachweismuster durch Rheinmetall Landsysteme vorgestellt werden und die symbolische Schlüsselübergabe an die Bundeswehr erfolgen.

Das am 02. Mai 2024 in Unterlüß vorgestellte Referenzfahrzeug des „Schweren Waffenträgers Infanterie“ in Bewegung. Bildrechte: Bundeswehr
Fotograf: Anett Groß

Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte wird das gestern präsentierte Referenzfahrzeug dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) für Entwicklungs- und Erprobungszwecke zur Verfügung stehen. Anschließend können erforderliche Nachweise, beispielsweise hinsichtlich Zulassung und Transportierbarkeit, schon frühzeitig erbracht werden und auch Verlade- und Verstautests sowie Ergonomie-Untersuchungen können bereits durchgeführt werden.

Die symbolische Schlüsselübergabe für das erste Nachweismuster erfolgte am 02. Mai 2024 bei Rheinmetall in Unterlüß. v.r.n.l.: Siemtje Möller (Parlamentarische Staatssekretärin), Björn Bernhard (Rheinmetall), Jessica Ward (Vertreterin des australischen Militärattachés), Frank Aldekamp (BAAINBw), Vizeadmiral Carsten Stawitzki (Abteilungsleiter Rüstung im BMVg) Bildrechte: Bundeswehr Fotograf: Anett Groß

Darüber hinaus können Entwicklungsarbeiten bezüglich der elektronischen Architektur und Anpassungen der Systemsoftware an die deutschen Forderungen erfolgen.

Für die Anpassungsentwicklung der Systemsoftware bietet das Referenzfahrzeug eine wertvolle Möglichkeit Softwarestände sehr kurzfristig zu testen, um somit einen hohen Reifegrad der Systemsoftware bei Serieneinführung sicherzustellen.

Bei etwaigen Mängeln können frühzeitig Änderungsvorschläge zur Behebung erarbeitet werden und in die Serienproduktion einfließen. Die derart frühe Bereitstellung eines Nachweismusters ist somit ein wesentlicher Baustein zur Erreichung des zeitlich sehr eng gesteckten Zieles einer Einführung des sWaTrg Inf in 2025.

Gemeinsam mit Rheinmetall schreibe man heute für die Truppe erneut den Hashtag „Beschaffungläuft“ in die Timeline der seit Monaten ambitionierten Beschaffungsagenda, freute sich die Parlamentarische Staatsekretärin Siemtje Möller bei der Vorstellung des Nachweismusters. Im Beisein weiterer hochrangiger Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums und der Streitkräfte betonte sie: „Der heute erreichte Meilenstein ist sichtbares Zeichen der Zeitenwende und ein weiterer Schritt, um die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr so rasch wie möglich herzustellen“.

Der Radpanzer wird, als Nachfolgesystem des Waffenträgers Wiesel, der direkten taktischen Feuerunterstützung und weitreichenden Panzerabwehr für die Infanterieverbände der Bundeswehr dienen. Er vereint die Fähigkeiten von bisher zwei Wiesel-Varianten sowie der zum Munitionstransport eingesetzten Zusatzfahrzeuge in einer Plattform und stellt einen idealen Mix aus Schutz, Mobilität, Wirkung und Durchhaltefähigkeit dar. Bereits ab 2025 sollen die ersten Systeme des „Schwere Waffenträgers Infanterie“ den Mittleren Kräften des Heeres zur Verfügung stehen.

PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung

https://www.bundeswehr.de

Quadriga 2024: Leoparden auf der AutobahnPanzer aus Pfreimd auf dem Weg nach Litauen

Strausberg (ots) Zehn Kampfpanzer Leopard 2 des Panzerbataillon 104 marschierten am 29. April 2024 frühmorgens über die Autobahn zum Bahnhof Nabburg, um für die Übung QUADRIGA 2024 auf die Bahn- und Schiffsreise nach Litauen zu gehen.

Mit 3,75 m ist ein Kampfpanzer deutlich breiter als ein Lkw, aber immer noch schmaler als der Hauptfahrstreifen einer Autobahn.
Foto: Bundeswehr/Weinrich

Mit Rücksicht auf den morgendlichen Berufsverkehr rollten die Panzer bereits um 0430 h an der Oberpfalzkaserne in Pfreimd los, um die A 93 zwischen den Anschlussstellen Pfreimd und Nabburg rechtzeitig vor den Pendlern zu passieren.

Militärische Übungen – Preis der Sicherheit

Über die Kopframpe und dann von Waggon zu Waggon verladen die Besatzungen ihre Kampfpanzer. Einweiser und Fahrer müssen dabei sehr genau handeln, denn die Panzer sind breiter als die Güterwagen. Foto: Bundeswehr/Weinrich /

Dass es auf den Straßen in diesen Wochen vermehrt zu militärischem Verkehr kommen werde, hatte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer genau eine Woche vorher angekündigt. Zugleich hatte er um Verständnis dafür gebeten. Denn die Marschbewegungen während der Übung QUADRIGA 2024 gehören zur Ausbildung der Bundeswehr und dienen letztlich der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der NATO.

Eng ging es bei den Ortsdurchfahrten in Pfreimd und Nabburg zu. Mit Gelassenheit und Umsicht kommen alle sicher voran.
Foto: Bundeswehr/Weinrich /

Die Marscheinheit der Leoparden sowie eines Bergepanzers Büffel erreichte ihr Marschziel, die Verladerampe am Bahnhof Nabburg, kurz nach Verlassen der Autobahn. Dort standen bereits die Flachwagen der Bahn an der Kopframpe bereit. Hintereinander fuhren die Panzer auf die Waggons, zum Schluss der Bergepanzer.

Übung NATIONAL GUARDIAN – Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur

Am Bahnhof verknüpfte sich die Verladung der Panzer auf die Eisenbahn mit einer weiteren Übung: NATIONAL GUARDIAN. Eine Heimatschutzkompanie des Landeskommandos Bayern hatte die Sicherung der Verladestelle übernommen. Die Heimatschutzkräfte kontrollierten die Zufahrt an einem Checkpoint, bestreiften das Umfeld des Bahnhofes und sicherten mit Luftraumbeobachtern im erdnahen Luftraum.

In der realen Lage eines Spannungs- oder gar Verteidigungsfalls sind dies die Richtungen, aus denen eine Bahnverladung empfindlich gestört werden könnte.

Heimatschutzkompanien unterstehen, zusammengefasst in Heimatschutzregimentern, den Landeskommandos in allen16 Bundesländern. Sie rekrutieren sich aus Reservisten, die sich für einen freiwilligen Dienst verpflichtet haben. Bewerben kann sich jeder, unabhängig von einer etwaigen aktiven Vordienstzeit in der Bundeswehr. Ungediente absolvieren ihre Ausbildung zum Heimatschützer in einer Reihe von Reservedienstleistungen.

Seetransport nach Litauen

Die verladenen Kampfpanzer haben das Ziel ihrer Eisenbahnfahrt bereits am folgenden Tag erreicht. Gegen Mittag trafen sie im Seehafen Rostock ein, wo sie Soldatinnen und Soldaten einer auf den Hafenumschlag spezialisierten Logistikkompanie in Empfang genommen und am 3. Mai auf eine Fähre zur Fahrt nach Litauen verladen haben.

Die zehn Kampfpanzer LEOPARD 2 und ein Bergepanzer BÜFFEL des Panzerbataillon 104 aus Pfreimd verstärken das Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen zum Gefechtsverband für die Teilnahme an der Großübung QUADRIGA 2024. Dessen Schützenpanzer werden den Weg nach Litauen vollständig mit der Bahn zurücklegen. Denn auch dieser Weg soll geübt und erprobt werden.

Unter Quadriga 2024 fasst die Bundeswehr mehrere Großübungen zur Verlegung von Truppen in Deutschland und im Ausland zusammen. Sie verbindet diese mit Übungsvorhaben ihrer Verbündeten über einen Zeitraum von fünf Monaten. Mehr als 12.000 Soldatinnen und Soldaten sind daran beteiligt.

PIZ Heer

http://www.deutschesheer.de

Bundeskanzler besucht HARTING auf der HANNOVER MESSE

Technologiegruppe präsentiert Innovationen für eine klimaneutrale Zukunft.

Espelkamp (ots) Bundeskanzler Olaf Scholz, Jonas Gahr Støre, Ministerpräsident von Norwegen und Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: Im Rahmen der HANNOVER MESSE 2024 informierten sie sich über die Highlights der HARTING Technologiegruppe – Konnektivitätslösungen für die Fokusthemen CO2-neutrale Produktion, Energy for Industry und KI. Auf der weltweit wichtigsten Industriemesse dreht sich alles um eine leistungsstarke und nachhaltige Industrie. Die HARTING Technologiegruppe präsentiert ihre Produkte und Lösungen für die All Electric Society. Eine grüne Zukunft, in der die gesamte Energie aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen und anschließend in Elektrizität umgewandelt wird.

Philip Harting, CEO der HARTING Technologiegruppe, präsentiert gemeinsam mit den Seniorchefs Margrit und Dietmar Harting, dem Bundeskanzler Olaf Scholz und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre Produkte für die All Electric Society.

Zum Auftakt machten Olaf Scholz und Jonas Gahr Støre Halt am HARTING Messestand: Sie ließen sich eine Brennstoffzelle erklären, in der Wasserstoff in Energie umgewandelt wird. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem norwegischen Unternehmen TECO 2030. HARTING liefert die Verbindungstechnik. Konkret steuert die Technologiegruppe einen Han-Modular® und eine Steckverbinder-Kombination aus M12/RJ45 für das Brennstoffzellenmodul bei. Darüber hinaus für die gesamte Infrastruktur: Wasserstoffgewinnung, Transport und Energieübertragung. „Wir wollen die Zukunft mit Technologien für Menschen gestalten – das ist unsere Vision. Und eins ist dabei ganz klar: Eine klimaneutrale Zukunft erschaffen wir nur mit der Gewinnung grüner Energie. Die Steckverbinder und Kabellösungen, die dafür nötig sind – liefern wir“, erläuterte Philip Harting, Vorstandvorsitzender der HARTING Technologiegruppe.

Habeck, HARTING und die Herausforderungen

Ein Projekt zur KI-gestützten Entwicklung von Steckverbindern stellte HARTING am zweiten Messetag dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, vor. Gemeinsam mit den Partnern Microsoft und Siemens präsentierte ihm die Technologiegruppe, wie Künstliche Intelligenz applikationsorientierte Entwicklungen bei industriellen Produkten revolutionieren kann: Eingaben in natürlicher Sprache werden durch hochentwickelte Microsoft-Erkennungsalgorithmen und kontextbezogenes Verständnis interpretiert, um mittels einer HARTING Steckverbinder-KI Produkte an spezifische Anforderungen anzupassen und 3D-Modelle für CAD-Software (NX Software von Siemens) zu erstellen. Dies beschleunigt Entwicklungsprozesse, ermöglicht eine optimal an die Anwendung angepasste Konnektivitätslösung und sorgt für einen geringstmöglichen Ressourceneinsatz.

Auf der Hannover Messe gab die Technologiegruppe auch Auskunft über den bisherigen Geschäftsverlauf. HARTING rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von -8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis (1.036 Mio.). „Das haben wir vor einem halben Jahr prognostiziert und sehen unsere Planung bestätigt“, so Philip Harting. Die Gründe liegen in der lahmenden deutschen Wirtschaft, den hohen Energiepreisen, den Herausforderungen durch Krieg und Terror sowie dem fehlenden Zugang zu Ressourcen und Rohstoffen. „Die Talsohle ist jedoch durchschritten. Die Auftragseingänge ziehen wieder an.“ Wachstumschancen sieht Harting mittelfristig durch die Möglichkeiten, die sich aus der De-Karbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung im Zuge der industriellen Transformation ergeben. Darauf baut das Leitbild der Technologiegruppe – „Connecting the All Electric Society“ – auf. Die Übertragung der Lebenslinien „Data“ und „Power“.

Das HARTING Zukunftsbild: Connecting the All Electric Society

Die All Electric Society beschreibt das Zukunftsbild einer Welt, in der der Energiebedarf durch Elektrizität gedeckt wird. Die Energie dafür wird aus erneuerbaren Ressourcen wie Wind und Sonne gewonnen, anschließend in Elektrizität umgewandelt und über intelligente Netzwerke bedarfsgerecht verteilt. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der AES ist die Sektorenkopplung. Mit Sektoren sind die Bereiche Mobility, Industry, Energy, Infrastructure und Agriculture gemeint. Ziel ist, diese Sektoren zu einem Gesamtsystem zu verbinden. Wie? Mit den sogenannten Lebensadern Data und Power (Daten und Energie). Diese bilden das Rückgrat für die Sektorenkopplung und müssen ungehindert übergreifend fließen können. Dafür sorgt HARTING! Mit innovativer Verbindungstechnik und individuellen Kabellösungen.

Das sind die HARTING Themen auf der Messe:

Passend zum Messe-Motto „Energizing a Sustainable Industry“, zeigt die Technologiegruppe auf ihrem Stand innovative Technologien – in diesem Jahr mit Fokus auf die Sektoren Energy, Industry, Mobility und Agriculture.

Der Bereich Energy: Im Mittelpunkt steht hier Verbindungstechnik insbesondere zum Speichern von Energie in Batteriesystemen oder in Wasserstoff-Speichern und zur intelligenten Steuerung von Energieflüssen über smart-Grid. Folgende Produkte kommen hier unter anderem zum Einsatz: neben dem Han-Modular® und den Netzwerksteckverbindern M12 und RJ45 auch der Han-Eco® – er ist Sieger des „Data Centre Excellence Award“ in der Kategorie „Stromverteilungslösung des Jahres für Rechenzentren“. Vergeben wurde die Auszeichnung von der britischen Fachzeitschrift Electrical Review.

Der Bereich Industry: In diesem Sektor präsentiert die Technologiegruppe Connectivity-Lösungen für intelligente Steuerungssysteme in der Produktion. Ein modernes Fabrikmanagement braucht jederzeit Zugriff auf alle verfügbaren Daten. So lassen sich beispielsweise der CO2-Fußabdruck oder die Energiebilanz auswerten. Auf der Messe zeigt HARTING einen Online-Konfigurator mit dem individuelle M12 Verkabelungen konfiguriert werden können.

Der Bereich Mobility: Hier fokussiert sich die Technologiegruppe in Hannover in diesem Jahr auf Ladelösungen für Elektroautos. Der NACS-Steckverbinder (North Amercan Charging Standard) beispielsweise, ist für Anwendungen in Privathaushalten und Fahrzeugen geeignet.

Der Bereich Agriculture: Auf dem HARTING Messestand zeigt das Unternehmen für den Sektor Agriculture Produkte zur elektrischen Leistungsübertragung. Traktoren sind mittlerweile hochmodern: Sie sind über GSM-Systeme mit dem Internet verbunden und um die Performance auf dem Feld noch weiter zu steigern, kommunizieren mehr und mehr Systeme miteinander. Aufholbedarf herrscht hier allerdings noch bei der Leistungsübertragung. Momentan ist diese mechanisch. HARTING hat hierzu einen Standard für die elektrische Leistungsübertragung mit entwickelt, der neben der benötigten Leistung auch eine parallele Datenkommunikation ermöglicht – den AEF Stecker.

HARTING Stiftung & Co. KG

http://www.harting.com

Mutig, klar, atemberaubend: Opel zeigt den komplett neuen Grandland

Rüsselsheim (ots)

  • Vom Konzept zur Realität: Nächste Grandland-Generation nimmt Design-Anleihen am Opel Experimental
  • German Energy: Neuer Grandland designt, entwickelt und gebaut in Deutschland
  • Natürlich elektrisch: Top-SUV von Opel erstmals auf neuer STLA Medium-Plattform
  • Elektromobile Freiheit: Grandland Electric mit neuem flachen Batteriepack und bis zu rund 700 Kilometer lokal emissionsfreier Reichweite (WLTP1)
  • Innovative Highlights: Neues Intelli-Lux Pixel HD Licht mit über 50.000 Elementen
  • Greenovation: Stoffe und Oberflächen im Innenraum bestehen aus recyceltem PET
  • Flexibel und clever: Verstaumöglichkeiten im Innenraum wie neue semitransparente Pixel-Box fassen zusammen mehr als 35 Liter
Mutig, klar, atemberaubend: Opel zeigt den komplett neuen Grandland
Bildrechte: Opel Automobile GmbH Fotograf: Frederic Schlosser

Stylish und dynamisch, geräumig und flexibel sowie mit einem komplett elektrifizierten Antriebsportfolio – so wird der neue Opel Grandland vorfahren, den der Automobilhersteller heute erstmals zeigt. Der Newcomer lässt Träume wahr werden, denn er erweckt viele Designideen der zukunftsweisenden Studie Opel Experimental zum Serienleben. Dazu zählen insbesondere der neue 3D Vizor mit beleuchtetem zentralen Opel-Blitz an der Front sowie der durchgängig beleuchtete OPEL-Schriftzug am Heck. Weitere Highlights sind das Intelli-Lux Pixel HD Lichtsystem mit über 50.000 Elementen, die eigens auf batterie-elektrische Fahrzeuge ausgelegte STLA Medium-Plattform und der neue flache Batteriepack, der einen 98 kWh-Akku aufnehmen kann. Damit fährt der neue Opel Grandland Electric bis zu rund 700 Kilometer lokal emissionsfrei ohne Ladestopp (gemäß WLTP1).

„Der neue Grandland ist ein Meilenstein für Opel. Mit ihm ist nun jeder Opel auch elektrisch erhältlich. Das ist ein großer Schritt in unserer Elektrooffensive. Der neue Grandland wurde designt und entwickelt in Rüsselsheim, gebaut wird er in Eisenach. Die Verwandtschaft zum Opel Experimental ist unverkennbar. Er bietet Innovationen, die erstmals mit diesem außergewöhnlichen Konzeptauto zu sehen waren. Damit wird der neue Grandland unsere Position im wichtigen C-SUV-Segment stärken“, sagt Opel CEO Florian Huettl.

Batterie-elektrische Plattform ermöglicht bis zu rund 700 km Reichweite (WLTP1)

Mit der nächsten Grandland-Generation macht Opel die Elektromobilität noch attraktiver und alltagstauglicher. Der neue Grandland ist der erste Opel, der von der Stellantis STLA Medium-Plattform profitiert, die speziell auf batterie-elektrische Modelle ausgelegt wurde. Die neue Architektur, das neue flache Batteriepackaging mit einer Akkukapazität bis zu 98 kWh, der Elektromotor der neuen Generation und weitere energiesparende Einrichtungen wie die in Deutschland serienmäßige Wärmepumpe sorgen dafür, dass der neue Grandland Electric nach WLTP1 bis zu rund 700 Kilometer lokal emissionsfrei zurücklegen kann. Muss das Top-of-the-Line-SUV doch einmal Energie nachladen, ist nur ein kurzer Pausenstopp nötig: An einer öffentlichen Schnellladestation benötigt der Grandland nur rund 26 Minuten zum Laden auf 80 Prozent der Batteriekapazität.

Innovativer 3D Vizor, beleuchteter Blitz, Edge Light und Intelli-Lux Pixel Matrix HD

Der neue Unterbau gab den Designern auch mehr Freiheiten bei der Gestaltung. Auf den ersten Blick fällt der beeindruckende Stand des neuen Grandland auf. 173 Millimeter länger, 19 Millimeter höher und 64 Millimeter breiter als sein Vorgänger versprüht der Newcomer pures Selbstbewusstsein (Fahrzeuglänge: 4.650 mm, Breite: 1.905 mm, Höhe: 1.660 mm). Zusammen mit den bis zu 20 Zoll großen Leichtmetallrädern markiert der neue Grandland schon optisch klar die Spitze des Opel-SUV-Angebots. Dazu trägt entscheidend auch die geschärfte Ausführung des Opel-Markengesichts bei: Der neue 3D Vizor integriert den erstmals beleuchteten Opel-Blitz und die innovative „Edge Light“-Technologie. Zugleich greift der neue Grandland das „Opel-Kompass“-Design der Studie Opel Experimental auf: Die vertikale Bügelfalte und der horizontal verlaufende Vizor laufen mit dem „elektrifizierten“ Opel-Blitz im Zentrum zusammen.

Der neue beleuchtete Opel-Blitz ist jedoch nicht die einzige Licht-Innovation beim neuen Grandland. Premiere feiert auch das branchenführende Intelli-Lux Pixel Matrix HD Licht. Das System verfügt erstmalig über mehr als 50.000 Elemente (exakt 51.200, d.h. 25.600 pro Seite) und ermöglicht eine hochauflösende Lichtverteilung. Abhängig von der jeweiligen Verkehrssituation erkennt die Kamera vorausfahrende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer und das Intelli-Lux Pixel Matrix HD Licht schneidet diese noch präziser aus als die bisherigen Matrix-Licht-Technologien. Dabei liefert das System eine noch hellere und gleichmäßigere Lichtverteilung, ohne andere zu blenden. Einen ersten Eindruck davon, welche Lichtentwicklungen in Zukunft möglich sein werden, geben auch die neuen Begrüßungs- und Verabschiedungs-Animationen, die als Grafiken vor das Fahrzeug projiziert werden.

Seine Zweifarb-Lackierung, das visuell „schwebende“ Dach und kontrastierende Verkleidungen strecken den neuen Grandland optisch in die Länge und unterstreichen den eleganten Look. So ist das Karosseriedesign klar strukturiert und wirkt zugleich fließend und organisch. Die scharf gezogenen Linien der Radkästen fließen in die Fahrzeugseiten und verleihen den Rädern eine größere Präsenz. Die übrigen Verkleidungen um die Radhäuser und im unteren Karosseriebereich sorgen für einen robusten Auftritt. Der 2.784 Millimeter lange Radstand und die steil abfallende Heckklappe erhöhen zudem das Platzangebot im Passagier- und Heckabteil. Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 40:20:40 teilbar und gibt so ein Ladevolumen bis zu 1.641 Liter frei.

Premiere auch in der Heckansicht: So integriert der neue Grandland als erstes Serienmodell von Opel einen beleuchteten OPEL-Schriftzug zentral in seiner Kompass-Lichtsignatur. Darüber hinaus verleiht Opel dem „Greenovation“-Ansatz Nachdruck, ein Auto ressourcenschonend zu denken und zu bauen: Der Modellname erscheint nicht mehr in Chrombuchstaben, sondern ist mittig in die Heckklappe eingeprägt.

Luftiger Innenraum mit zentralem 16-Zoll-Display, AGR-Sitzen und cleveren Ablagen

Fahrer und Passagiere des neuen Opel Grandland begrüßt ein ebenso mutig und klar wie warm und anheimelnd gestalteter Innenraum. Horizontal verlaufende Linien – wie von der Instrumententafel in die Türen – verstärken das Gefühl von Weite und Geräumigkeit, während das leicht zum Fahrer hin geneigte 16 Zoll große zentrale Display und die hohe Mittelkonsole Sportlichkeit versprühen. Hinter dem Lenkrad hält ein breites und volldigitales Display die wichtigsten Informationen bereit. Zusammen mit dem Intelli-HUD Head-up-Display sorgt es dafür, dass der Fahrer den Blick stets auf der Straße halten und so den Fahrspaß genießen kann. Außerdem lässt sich manuell oder automatisch der Pure Mode anwählen. Dieser reduziert die Inhalte des Fahrerinfodisplays sowie des Head-up-Displays und des zentralen Screens auf ein nötiges Mindestmaß, was die Ablenkung insbesondere bei Regen- oder Nachtfahrten weiter minimiert. Opel-typisch lassen sich darüber hinaus häufig genutzte Einstellungen wie die Klimatisierung ganz einfach über wenige physische Tasten intuitiv regeln.

Opel Automobile GmbH

https://www.media.stellantis.com

Neues Förderprogramm für Drohnen zur Rehkitzrettung

Experte verrät, warum das überfällig war und was es zu wissen gibt.

Kirn (ots) Jedes Jahr werden tausende Rehkitze in Deutschland durch die Mahd verletzt oder getötet. Diese Jungtiere suchen Schutz im hohen Gras der landwirtschaftlichen Flächen und werden, anstatt zu fliehen, bei Gefahr regungslos. Dadurch sind sie für Landwirte beim Mähen der Felder kaum sichtbar. Die Folgen sind verheerend: Nicht nur leiden die Wildtiere – auch die Nutztiere, die später das kontaminierte Futter verzehren, sind gefährdet. Um das zu verhindern, werden nun Drohnen gefördert.

Alexander Mohr Bildrechte: Copterpro GmbH

„Mit der Einführung von Drohnen mit Wärmebildtechnik kann dieses Problem effektiv angegangen werden. Sie ermöglichen es, die Flächen schnell und effizient nach Rehkitzen abzusuchen, bevor die Mähmaschinen zum Einsatz kommen. Hohe Anschaffungskosten und fehlende Informationen haben bisher zu Zurückhaltung geführt“, erklärt Alexander Mohr. Als Berufspilot für Hubschrauber kam Alexander Mohr schon frühzeitig mit dem Thema Drohnen in Berührung und betreibt heute einen der größten Shops für gewerbliche Drohnen. Nachfolgend erklärt er, welche Drohnen staatlich gefördert werden, wie sie heute schon genutzt werden und worauf es bei der Förderung zu achten gilt.

Zahlreiche Drohnen sind bereits im Einsatz

Dem Thema Rehkitzrettung kommt in Deutschland immer größere Beachtung zu und schon heute nutzen unterschiedliche Parteien Drohnen in diesem Bereich. Die Jägerschaft setzt Drohnen ein, um vor der Mahd die Felder systematisch abzusuchen. Die Nutzung erfolgt oft in enger Zusammenarbeit mit Landwirten, um sicherzustellen, dass die Suchaktionen rechtzeitig vor Beginn der landwirtschaftlichen Arbeiten stattfinden. Jäger nutzen die Drohnentechnologie außerdem, um ihre Kenntnisse über das Wildtierverhalten zu erweitern und Schutzbemühungen gezielter auszurichten.

Auch Naturschutz- und Jagdvereine haben Programme ins Leben gerufen, die auf die Rettung von Rehkitzen spezialisiert sind. Diese Vereine organisieren oft Schulungen für ihre Mitglieder zur effektiven Bedienung der Drohnen und zur Interpretation der Wärmebilder. Sie koordinieren zudem Einsätze und stellen die nötige Ausrüstung zur Verfügung. Nicht zuletzt setzen sich auch Privatpersonen für den Schutz der Tierwelt ein. Sie arbeiten häufig eigenständig oder in Kooperation mit lokalen Landwirten und Jägern. Durch ihren Einsatz können sie kleinere Flächen abdecken und ergänzen somit die Bemühungen der Jägerschaft und der Vereine.

So entdeckt die Drohne ein Rehkitz

Um Rehkitze verlässlich zu entdecken, fliegen die Drohnen in Höhen zwischen 80 und 100 Metern und können je nach Modell eine Flächenleistung von bis zu 40 Hektar pro Stunde erreichen. Sind die Drohnen mit einer leistungsfähigen Wärmebildkamera ausgestattet, ist der Einsatz auch bei hohen Temperaturen effektiv. Die Planung und automatisierte Abdeckung der Flächen ermöglichen eine nahezu perfekte Erfolgsrate von 99 Prozent bei der Lokalisierung von Rehkitzen.

Nicht alle Drohnen sind förderfähig

Im Rahmen dieser Initiativen zur Rehkitzrettung werden viele Drohnenmodelle staatlich unterstützt. Doch nicht jede Drohne erfüllt die Anforderungen. Ein Kriterium, damit eine Drohne gefördert wird, ist ihre hochentwickelte Technologie. Dazu zählen beispielsweise Funktionen wie Echtbildkameras und Wärmebildsensoren, die eine präzise Identifizierung der Tiere im hohen Gras ermöglichen. Weitere Kriterien sind eine Mindestakkulaufzeit von 20 Minuten pro Akku und eine Home-Return-Funktion für eine sichere Rückkehr der Drohne zum Startpunkt. Zudem müssen die Drohnen die CE-Klassenkennzeichnung tragen und mit der neuesten Drohnenverordnung konform sein, um förderfähig zu sein.

Die Förderung des Projekts ist mit einem Gesamtbudget von 1,5 Millionen Euro ausgestattet, wobei pro Drohne maximal 4.000 Euro oder bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten übernommen werden können. Förderberechtigt sind eingetragene Vereine, die eine entsprechende Satzung vorweisen können, mit der Einschränkung, dass pro Verein nur eine Drohne gefördert wird.

Bei der Beantragung der Fördermittel ist allerdings Vorsicht geboten: Eine Garantie für die Förderzusage gibt es nicht und das Risiko einer Ablehnung besteht. Eine korrekte Antragstellung ist wichtig, um die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung zu erhöhen. Deshalb ist es sinnvoll, einen Experten hinzuzuziehen, der sich mit der Materie und Förderung auskennt.

Über Alexander Mohr:

Alexander Mohr ist der Geschäftsführer der Copterpro GmbH. Mit seinem Team bietet er einen umfassenden Service rund um den Drohneneinsatz an – von der Beratung über den Kauf bis hin zur Wartung und Reparatur. Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, an der Academy der Copterpro GmbH an Schulungen teilzunehmen und per Online-Kurs den großen Drohneführerschein zu absolvieren.

Der gelernte Hubschrauberpilot kennt den Luftraum seit Langem; als passionierter Jäger setzt er sich außerdem für den Drohneneinsatz in Jagdgebieten ein.
Weitere Informationen unter: https://copterpro.de/

FAF 2024 in Köln

Messe für Ausbau, Fassadengestaltung und Raumdesign öffnet ihre Türen

Frankfurt / Köln (ots) 300 Aussteller, Tausende Besucher: Am 23. April 2024 startet die Messe FAF – Farbe, Ausbau & Fassade – in Köln. Bis zum 26. April können nicht nur Fachbesucher, sondern auch Architekten, Planer und Bauherren Produktinnovationen und neue Kreativtechniken entdecken.

Die europäische Leitmesse FAF – Farbe, Ausbau & Fassade – öffnet ihre Türen am 23. April in Köln. Bildrechte: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz
Fotograf: Bettina Koch

Die europäische Leitmesse für die kreative Ausbaubranche findet in diesem Jahr vom 23. bis 26. April in Köln statt. Auf über 16.000 Quadratmetern präsentieren über 300 Aussteller aus 24 Ländern ihre Neuheiten. Auch wenn es sich um eine Fachmesse handelt, können Besucherinnen und Besucher, die einen Hausbau in Betracht ziehen oder ihr Zuhause umgestalten wollen, die gesamte Bandbreite an Materialien und Techniken entdecken: von kreativen Wandbeschichtungen, Trend-Farben und -Tapeten, Fassadengestaltungen, Bodenbelägen bis hin zu energieeffizienten Lösungen. Die FAF 2024 ist damit für Bauherren und Eigenheimbesitzer eine ideale Informations- und Inspirationsquelle.

Tickets sowie weitere Informationen zur FAF sind
auf www.faf-messe.de erhältlich.

AIXTRON gewinnt renommierten Deutschen Innovationspreis

Herzogenrath (ots) AIXTRON (FSE: AIXA) hat den Deutschen Innovationspreis gewonnen. Der renommierte Preis wird von der WirtschaftsWoche, Accenture, EnBW und O2 Telefónica unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz verliehen. Überreicht wurde der Preis an die Gewinner in den drei Kategorien Großunternehmen, Mittelständische Unternehmen und Start-ups bei einem Festakt am vergangenen Donnerstagabend in München. AIXTRON, ein weltweit führender Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, setzte sich bei den Großunternehmen durch.

Christina Raab, Vorsitzende der Accenture-Ländergruppe DACH, überreicht den Deutschen Innovationspreis 2024 in der Kategorie Großunternehmen an Dr. Felix Grawert, Vorstandsvorsitzender AIXTRON SE, Prof. Dr. Michael Heuken, Vice President Advanced Technologies AIXTRON SE und Ragah Dorenkamp, Director Corporate Communications AIXTRON SE. (v.l.n.r.) Bildrechte: AIXTRON SE Fotograf: Marc-Steffen Unger

Seit 2010 wird die Auszeichnung an Unternehmen verliehen, die mit ihren Innovationen und Technologien die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gewährleisten und maßgeblich dazu beitragen, große globale Herausforderungen zu lösen.

Für AIXTRON nahm Dr. Felix Grawert, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON SE, die Auszeichnung in Empfang: „Es ist mir eine große Ehre, diesen wichtigen Preis für AIXTRON und damit stellvertretend für unser gesamtes Team entgegenzunehmen. Der Deutsche Innovationspreis ist nicht nur eine Anerkennung für die Innovationen, die wir geschaffen haben, sondern auch ein Zeugnis für die erstklassige Arbeit und das Engagement unseres Teams. Mit unserer neuen G10-Produktfamilie setzen wir in der Halbleiterindustrie neue Maßstäbe bei Produktivität und Leistung. Damit tragen wir dazu bei, CO2-Emissionen zu reduzieren und – indem wir einen schnelleren, umfassenderen Datenaustausch zwischen den Menschen ermöglichen – legen wir den Grundstein für die digitale Gesellschaft der Zukunft.“

Das Hightech-Unternehmen AIXTRON aus Herzogenrath (Deutschland) ist Weltmarktführer für Halbleiter-Depositionstechnologie auf Basis von MOCVD (Metal-Organic Chemical Vapor Deposition). Die von AIXTRON hergestellten Produktionsanlagen werden zur Produktion von Verbindungshalbleitern auf Basis von Siliziumkarbid (SiC), Galliumnitrid (GaN) oder Galliumarsenid (GaAs) eingesetzt. Mit der neuen G10-Produktfamilie, die seit 2022 auf dem Markt ist, hat AIXTRON entscheidend dazu beigetragen, Verbindungshalbleiter auf breiter Basis kommerziell verfügbar zu machen. In der Vergangenheit wurden Verbindungshalbleiter nur in Spezialanwendungen der Optoelektronik eingesetzt, zum Beispiel für die Datenübertragung mittels Laser und in LEDs für die klassische Beleuchtung.

Durch Verbesserungen bei der Produktivität und den Kosten ist der Einsatz von Verbindungshalbleitern nun für eine Vielzahl von Anwendungen kommerziell nutzbar. Das trägt zur Dekarbonisierung und Digitalisierung der Wirtschaft bei: Verbindungshalbleiter auf SiC-Basis sorgen für eine größere Reichweite in Elektrofahrzeugen, GaN-basierte Halbleiter senken den Stromverbrauch und die CO2-Emissionen in Rechenzentren, und GaAs-basierte Bauelemente bilden das Rückgrat der modernen Datenkommunikation: Sie bewältigen nicht nur die enorm wachsenden Datenmengen aus vernetzten Geräten aus dem sognannten „Internet der Dinge“, sondern demnächst auch innerhalb der modernsten KI-Chips.

„Diese Auszeichnung ist ein Beleg für die hervorragenden Ergebnisse, die AIXTRON in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden erzielt hat – nicht nur in Bezug auf die Leistung, sondern auch hinsichtlich der Produktivität und der Kosten. Das hat seinen Weg in eine Vielzahl an neuen Anwendungen gefunden. Die Grundlage hierfür ist die hervorragende Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen bei AIXTRON weltweit – von der Simulation, dem Labor, der Entwicklung neuer Systemkomponenten bis hin zu Vertrieb und Kundendienst. Die G10-Produktfamilie ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wir bei AIXTRON die Grenzen dessen, was mit neuen Technologien möglich ist, immer weiter verschieben“, sagte Prof. Dr. Michael Heuken, Vice President Advanced Technologies, AIXTRON SE, der den Preis mit AIXTRON-CEO Grawert entgegengenommen hat.

AIXTRON SE

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