Schlagwortarchiv: KI & Netzwerke

„Own it!“: Über Verantwortung und Souveränität – MEDIENTAGE München.

Medienprodukte gelten als Vertrauensgüter, da ihre Qualität und ihr Wahrheitsgehalt kaum vollständig überprüft werden können. Umso wichtiger wird der Faktor Vertrauen in einer von Desinformationen bedrohten und zunehmend durch Künstliche Intelligenz geprägten Medienwelt. Die fortschreitende KI-Integration und wachsende digitale Bedrohungen zwingen die Medienbranche mehr denn je zum Handeln.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Talk des MEDIENTAGE Gipfel 2026 unter dem Motto „Own it!“ /

Auf der einen Seite eröffnen KI-Modelle tiefgreifende technologische Chancen und kreative Potenziale, auf der anderen Seite stehen Plattformen, Verlage und Sender vor der Herausforderung, ihre Infrastruktur so effektiv wie möglich zu schützen und die Hoheit über ihre Inhalte zu behalten. Daher lautete das Motto der 40. MEDIENTAGE München „Own it!“. Drei Tage lang diskutierten im House of Communication der Serviceplan Group etwa 350 Referent:innen und mehr als 5.000 Besucher:innen die drängendsten Fragen der Medienwelt.

Der englische Ausdruck „Own it!“ bedeutet übersetzt so viel wie „Steh dazu!“, „Übernehme die Verantwortung!“ oder „Mach es Dir zu eigen!“. Je nach Kontext fordert der Appell dazu auf, eine Angelegenheit selbstbestimmt und verantwortungsbewusst in die Hand zu nehmen oder eigene Handlungen kritisch zu reflektieren. Die Medienbranche befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation, bei der digitale Selbstbestimmung und Sicherheit zur Überlebensfrage werden. Das spiegelte sich bei einer der führenden europäischen Fachkonferenzen in mehr als 100 Sessions, Keynotes und Masterclasses wider. Dabei wurde über fundamentale Fragen debattiert: Wie sichern Medienhäuser ihre wirtschaftliche Basis gegen die Dominanz globaler Tech-Plattformen? Wer übernimmt die rechtliche und ethische Verantwortung für automatisierte Entscheidungen? Welche Strategien helfen gegen gezielte Desinformation und Polarisierung? Es wurde deutlich: Medienhäuser dürfen sich nicht in die Abhängigkeit internationaler Tech-Giganten begeben, sondern müssen ihre technologische und inhaltliche Souveränität aktiv zurückerobern, um als unabhängige Säule der Demokratie bestehen zu können.

Der Konsens der meisten Diskussionen der MEDIENTAGE München lautet: Der Schutz von Meinungsfreiheit, journalistischer Qualität und Medienvielfalt in einer demokratischen Gesellschaft benötigt angesichts des rasanten technologischen Wandels neue Leitplanken. Gefordert wurden wirksame regulatorische Maßnahmen gegen Plattformmonopole und gegen algorithmische Verzerrungen. Zugleich warnten Branchenvertreter:innen vor „Überregulierung“, um die Innovationsfähigkeit heimischer Medienmarken im globalen Wettbewerb nicht zu bremsen.

Polarise startet souveräne KI-Cloud auf der NVIDIA GTC Berlin.

Und liefert Enterprise-KI vom Rechenzentrum bis zur Anwendung.
Mit Polarise Rise und Polarise Drive erweitert der deutsche KI-Anbieter seine eigenen europäischen AI Factories zu einer souveränen Full-Stack-Cloud

Polarise is promoting the launch of its sovereign AI cloud during NVIDIA GTC in Berlin.

Polarise hat heute auf der NVIDIA GTC Berlin den Start der Polarise AI Cloud bekanntgegeben, eine souveräne KI-Plattform, die vollständig auf der unternehmenseigenen Infrastruktur in Europa läuft. Die ersten beiden Produkte, Polarise Rise und Polarise Drive, bieten Unternehmen einen sicheren Weg, modernste KI zu nutzen – von einem sofort einsatzbereiten Chat-Assistenten für Unternehmen bis zu einem API-Zugang zu führenden Open-Weight-Modellen – ohne die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren.

Von der AI Factory zur AI Cloud

Polarise betreibt bereits eigene Rechenzentren („AI Factories“) in Deutschland und Norwegen, darunter den Standort Tucherpark in München, der in Rekordzeit gemeinsam mit Partnern wie einem der größten Telekommunikationsunternehmen Europas realisiert wurde. Mit dem Start der eigenen AI Cloud deckt Polarise nun den gesamten Stack selbst ab: Rechenzentren, NVIDIA Accelerated Computing, Cloud-Software und die KI-Anwendungen, die Unternehmen täglich nutzen. Jede dieser Ebenen wird letztlich von einer europäischen Gesellschaft gehalten und betrieben.

Statt neue Rechenzentren von Grund auf zu errichten, baut Polarise bestehende Gebäude um, die bereits über Netzanschlüsse und Genehmigungen verfügen. Dafür nutzt das Unternehmen seine modularen AI Pods: kleine, in sich geschlossene Rechenzentren, die vor Ort installiert und angeschlossen werden. So hat Polarise seinen Münchener AI Hub in nur sechs Monaten in Betrieb genommen, während konventionelle Projekte Jahre dauern. Die Polarise AI Cloud lässt sich daher schnell mit der Kundennachfrage skalieren.

Ein souveräner Chat-Assistent für Unternehmen

„Invest in Germany Summit“: Amazon kündigt 16 Milliarden Euro Investitionen für 2027 in Deutschland an

Amazon plant, 2027 mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Die neuen Investitionen umfassen Arbeitsplätze, Technologie und Infrastruktur. Dazu gehören der Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur, schnelles Satelliteninternet über Amazon Leo, neue Logistikprojekte im ganzen Land sowie ein umfangreiches neues Programm von Prime Video. Das Unternehmen gab dies am Dienstag beim „Invest in Germany Summit“ der Bundesregierung in Berlin bekannt.

Bundeskanzler Friedrich Merz, David Zapolsky, Chief Global Affairs and Legal Officer bei Amazon, Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie beim „Invest in Germany Summit“

Die neuen Investitionen knüpfen an einen kürzlich erreichten Meilenstein an: Seit 2010 hat Amazon mehr als 100 Milliarden Euro in Deutschland investiert und unterstreicht damit die Bedeutung Deutschlands als eines der weltweit wichtigsten Länder für Amazon.

„Deutschland ist ein Zentrum für Innovation und einer der attraktivsten Investitionsstandorte Europas. Deshalb haben wir hier seit 2010 mehr als 100 Milliarden Euro investiert und planen, 2027 weitere 16 Milliarden Euro zu investieren. Wir wollen Unternehmen, Kommunen und Kreativen in Deutschland die Infrastruktur und Werkzeuge an die Hand geben, die sie benötigen, um wettbewerbsfähig zu sein und zu wachsen“, kündigte David Zapolsky, Chief Global Affairs and Legal Officer bei Amazon, beim „Invest in Germany Summit“ an.

Amazon Mitarbeiter im Robotik Logistikzentrum

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, erklärt: „Amazons Investition ist ein klares Vertrauensvotum für den Zukunftsstandort Deutschland. Leistungsfähige Rechenzentren sind das Fundament der digitalen Wirtschaft. Mit dem Datenschatz unserer Industrie haben wir zugleich das Potenzial, bei industrieller KI weltweit führend zu werden. Genau solche Investitionen brauchen wir: Sie stärken Deutschlands Position im internationalen Technologiewettbewerb – und schaffen dabei Wertschöpfung und Arbeitsplätze.“

Amazon eröffnet derzeit ein zweites Forschungslabor für Robotik und künstliche Intelligenz in Berlin und verdoppelt damit seine Forschungspräsenz in der Hauptstadt. Amazon will an diesem Standort die intelligente Zusammenarbeit zwischen Menschen und Technologie weiterentwickeln, damit Kundinnen und Kunden ihre Bestellungen noch schneller und verlässlicher erhalten und Mitarbeitende bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt werden. Mit dem neuen Forschungslabor entstehen hochspezialisierte Stellen, unter anderem für Wissenschaftler sowie Hardware-, Software- und Systemingenieure im Bereich Robotik.

Rocco Bräuniger, Country Manager von Amazon Deutschland, ergänzt: „Wir haben in Deutschland bereits mehr als 40.000 unbefristete Arbeitsplätze geschaffen, mehr als 100 Standorte aufgebaut und über 100 Milliarden Euro investiert – und wir haben noch viel vor. Unsere Kundinnen und Kunden erwarten, dass wir weiterhin Innovationen vorantreiben, und genau das werden wir tun: mit noch schnellerer Logistik, modernster KI, schnellem Satelliteninternet und deutschen Prime Video Produktionen für Zuschauerinnen und Zuschauer auf der ganzen Welt.“

Investitionen von 4,8 Milliarden Euro für den Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur von AWS geplant

Von der Cloud bis zum digitalen Briefkasten.

STACKIT stärkt das souveräne IT-Ökosystem für die öffentliche Verwaltung.

STACKIT ist erster Approved Sovereign Service Provider im neuen openDesk-Partnerprogramm des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS).

Bernie Wagner, Chief Revenue Officer Schwarz Digits, auf der Smart Country Convention 2026

Damit baut der Cloud-Provider von Schwarz Digits seine Rolle im Ökosystem für digital souveräne Verwaltungs-IT weiter aus. Wie souveräne Cloud-Infrastruktur mit konkreten digitalen Services kombiniert wird, zeigt die Zusammenarbeit mit d.velop. Für die d.velop postbox stellt STACKIT Rechenzentrumsleistungen bereit und unterstützt damit die sichere digitale Zustellung von Dokumenten an Bürgerinnen und Bürger.

Beide Entwicklungen stehen für einen Ansatz, der zentrale Prinzipien des Deutschland-Stacks aufgreift: Souveräne Infrastruktur, interoperable Software und digitale Services sollen in einem offenen Ökosystem zusammenspielen. Die Bundesregierung will mit dem Deutschland-Stack bis 2028 eine gemeinsame technologische Grundlage für einfach nutzbare, zuverlässige und sichere digitale Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen schaffen. Offene Standards, Interoperabilität und europäische digitale Souveränität gehören dabei zu den zentralen Leitlinien.

Digitale Souveränität entsteht in einem starken Ökosystem

Mit dem im September 2026 gestarteten openDesk-Partnerprogramm öffnet ZenDiS neue Bezugswege für seine souveräne Open-Source-Office- und Kollaborationssuite. Ziel ist ein leistungsfähiges Netzwerk aus Betriebs-, Vertriebs- und Implementierungspartnern, das den Rollout souveräner Lösungen in Verwaltung und Wirtschaft beschleunigt. Für Approved Sovereign Service Provider gelten dabei besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und Souveränität. ZenDiS verlangt hierfür unter anderem ein BSI-C5-Testat. Als erster Approved Sovereign Service Provider unterstreicht STACKIT damit seinen Anspruch, Organisationen eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, auf der sie digitale Angebote souverän und selbstbestimmt betreiben können.

Doc-Einstein.de – Ab wann gibt es das Internet?

Willkommen auf Doc-Einstein.de

Es zählt wohl zu einer der schwierigsten Aufgaben dieses Datum zu fixieren. Das Internet hat auf dem Weg zu seiner heutigen Form viele verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen. Für den einen beginnt das Internet mit der Einführung des Netzwerkprotokolls TCP/IP, für andere bereits mit dem ARPANET. 1958 wurde von den USA die Forschungsbehörde Advanced Research Projects Agency, kurz ARPA genannt, gegründet. Diese Behörde hatte die Aufgabe, Projekte ausfindig zu machen und zu unterstützen, die den Vereinigten Staaten den entscheidenden technologischen Vorsprung im so genannten kalten Krieg sichern sollten. Paul Baran von der Rand Corporation schlug 1964 ein distributed network (verteiltes Netzwerk) vor.
Dieses System hatte anstatt dem bisherigen, sternförmigen Aufbau, ein dem Spinnennetz (WEB) ähnlichen Aufbau mit einer Vielzahl von Verbindungen zwischen den einzelnen Rechnern. Ein Totalausfall diese Netzwerkes war somit fast auszuschließen. 1989 schlug Berners-Lee seinem Arbeitgeber CERN ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte.

Doc-Einstein.de – Willkommen auf meiner Webseite, ihr Doc Einstein.

Willkommen auf Doc-Einstein.de

Ab sofort gehe ich hier den Rätseln der Natur, der Gesellschaft, der Technik und des Internets auf den Grund.
Ich erkläre Ihnen bekanntes näher und zeige andere Sichtweisen auf. Ich schaue auch mal unter der Oberfläche nach und zeige verborgene Strukturen auf.

Wie drohnenfreundlich sind Deutschlands Großstädte?

Neue Auswertung zeigt: In 19 der 20 größten deutschen Städte gelten auf mehr als der Hälfte der Stadtfläche besondere Vorgaben für Drohnenflüge.

Drohnenflüge in der Stadt: Die Kopter-Profi Geo-Zonen-Datenanalyse 2026 zeigt, dass in 19 der 20 größten deutschen Städte auf mehr als der Hälfte der Stadtfläche besondere Vorgaben für Drohnenflüge gelten. Bild: Kopter-Profi GmbH

Wie viel Raum bleibt Drohnenpiloten in deutschen Großstädten? Wo müssen sie mit besonderen Vorgaben rechnen? Eine neue Studie von Kopter-Profi zeigt, welche Anteile der Stadtflächen von geografischen Gebieten nach § 21h Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) erfasst werden. In diesen Gebieten gelten für Drohnenflüge besondere Regeln und Voraussetzungen. Im Folgenden werden die geografischen Gebiete vereinfachend als Geo-Zonen bezeichnet.

Für die Untersuchung hat Kopter-Profi die offiziellen Geodaten der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (DIPUL) mit den Verwaltungsgrenzen der 20 größten deutschen Städte verschnitten.

Das Ergebnis: In 19 der 20 Städte liegen mehr als 50 Prozent der Stadtfläche innerhalb mindestens einer berücksichtigten Geo-Zone. In 15 Städten sind es mehr als 60 Prozent, in neun sogar über 70 Prozent.

Den höchsten Wert erreicht Bremen: 82,73 Prozent des Stadtgebiets werden von mindestens einer Geo-Zone erfasst. Es folgen Düsseldorf mit 78,89 Prozent und Nürnberg mit 78,86 Prozent. Den niedrigsten Wert unter den untersuchten Städten weist Münster mit 46,66 Prozent auf.

Besonders deutlich zeigt die Analyse den Einfluss von Wohngrundstücken. Werden diese nicht berücksichtigt, beträgt der ungewichtete Mittelwert der 20 untersuchten Städte 48,80 Prozent. Unter Einbeziehung der Wohngrundstücke liegen 66,89 Prozent des Stadtgebiets in Geo-Zonen.

Am stärksten verändert sich das Ergebnis in Bochum: Hier steigt der Anteil der von Geo-Zonen erfassten Stadtfläche durch die Berücksichtigung von Wohngrundstücken von 32,88 auf 61,71 Prozent, ein Plus von 28,83 Prozentpunkten. In Essen beträgt der Unterschied 27,58 Prozentpunkte.

Für mehr Nachrichtenkompetenz in Baden-Württemberg: Pilotprojekt startet in Schwäbisch Gmünd.

Social Media, KI-Chatbots und Desinformation prägen den Informationsalltag junger Menschen zunehmend. Umso wichtiger ist es, Informationen einzuordnen und ihre Verlässlichkeit beurteilen zu können.

Auftaktevent in Schwäbisch Gmünd für mehr Nachrichtenkompetenz: Medien- und Bildungspartner stellen ihre Angebote vor. /

Um diese Kompetenzen an Schulen zu stärken, starten die Robert Bosch Stiftung und die Initiative #UseTheNews gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ein Pilotprojekt. An vier Schulen in Schwäbisch Gmünd wird zunächst erprobt, wie Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenz (NIK) nachhaltig vermittelt werden kann. Die Erkenntnisse aus der Region sollen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Projekts und seine perspektivische Ausweitung auf ganz Baden-Württemberg geben.

Auftaktevent in Schwäbisch Gmünd für mehr Nachrichtenkompetenz: Medien- und Bildungspartner stellen ihre Angebote vor.

Beim Auftaktevent am 8. Oktober kamen rund 40 Schülerinnen und Schüler sowie 15 Lehrkräfte der vier Pilotschulen in der „eule gmünder wissenswerkstatt“ zusammen. Nach einem Talk mit SWR-Redakteur Tilo Spanhel und journalistischem Creator Chris Müller gaben regionale Partner Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Medienpraxis. Die Themen reichten von Audio- und Lokaljournalismus über Auslandsberichterstattung bis zu Künstlicher Intelligenz und Desinformation.

Als Partner des Auftaktevents wirkten die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken, die eule gmünder wissenswerkstatt, die Gmünder Tagespost, Journalismus macht Schule e.V., das Kreismedienzentrum Ostalbkreis, die Landesanstalt für Kommunikation, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Radio 7, der Südwestrundfunk (SWR) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger e.V. mit. Im Laufe des Projekts sollen weitere Partner in Baden-Württemberg einbezogen werden.

Die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Perspektiven kennenlernen, mit Medienschaffenden ins Gespräch kommen und entwickelten anschließend eigene Ideen für medienpraktische Projekte an ihren Schulen. Diese werden im Laufe des Schuljahres an den vier Pilotschulen weiterentwickelt und umgesetzt.

Die medienpraktische Arbeit ist dabei ein Baustein eines umfassenderen Ansatzes. Ergänzt wird sie durch die Qualifizierung von Lehrkräften, Schulentwicklungsarbeit und ein Quartierskonzept für die Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren. So soll Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenz auf unterschiedlichen Ebenen der Schule gestärkt und als wesentlicher Bestandteil der Demokratieförderung nachhaltig verankert werden. Perspektivisch soll das Projekt auf weitere Teile Baden-Württembergs ausgeweitet werden.

Dr. Stella Voutta, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert Bosch Stiftung GmbH: „Demokratie braucht informierte Bürger:innen – und das Fundament dafür legen wir in den Schulen. Der mündige Umgang mit Nachrichten und Informationen ist weit mehr als ein Themenblock im Unterricht und sollte als grundlegender Kompetenzerwerb fest im Schulalltag verankert sein. Hier setzt unser Pilotprojekt an: Wir qualifizieren Lehrkräfte und bringen sie gezielt mit Medienprofis und außerschulischen Partnern zusammen. So stärken wir Schulen und Lehrkräfte genau da, wo sie Unterstützung brauchen.“

Vanessa Bitter, Geschäftsführerin der UseTheNews gGmbH: „Das Pilotprojekt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, Nachrichtenkompetenz bis 2030 an allen Schulen in Deutschland zu verankern. Dazu gehört, junge Menschen als aktive Mitgestaltende einzubeziehen. Wenn Schülerinnen und Schüler eigene Medienprojekte entwickeln und umsetzen, erwerben sie nicht nur wichtige Kompetenzen, sondern erfahren zudem Selbstwirksamkeit.“

Wie KI Marktforschung verändert.

Neue Research-Plattform Toluna Bina kombiniert KI-gestützte Exploration mit qualitativer und quantitativer Validierung durch reale Konsumenten.

Synthetische Zielgruppen versprechen, Consumer Research erheblich zu beschleunigen. Doch welche Rolle spielen reale Konsumenten künftig, wenn KI erste Antworten innerhalb weniger Minuten liefern kann? Toluna verfolgt mit seiner neuen Research-Plattform Toluna Bina einen Ansatz, der beides miteinander verbindet: die schnelle Exploration mit synthetischen Personas und die anschließende qualitative und quantitative Validierung durch reale Menschen.

Toluna Bina

Teams können erste Ideen, Hypothesen oder Business-Fragen im Dialog mit synthetischen Zielgruppen untersuchen, Annahmen hinterfragen und Konzepte weiterentwickeln. Wird für eine Entscheidung eine Absicherung durch reale Konsumenten benötigt, lässt sich dieselbe Fragestellung anschließend über Toluna Start in Human Research überführen. Synthetische Exploration und menschliche Validierung werden damit nicht als Gegensätze verstanden, sondern als aufeinanderfolgende Bestandteile eines Research-Prozesses.

Marktforschung früher in Entscheidungen integrieren

Der Ansatz richtet sich dabei nicht ausschließlich an klassische Insights-Teams. Auch Marketing-, Produkt- und Innovationsteams können Research früher in ihre Entscheidungsprozesse integrieren.

Hubig kündigt schärferes Vorgehen gegen Deepfakes an.

BIG BANG KI FESTIVAL 2026 mit Besucherrekord: 11.400 Gäste
Microsoft-Manager Alexander Britz fordert KI-Verhaltenskodex, Jens de Buhr KI-Pause

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig (r., SPD), im Livegespräch mit der ehemaligen Bundeswirtschafts- und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am 17. September 2026 auf der Bühne des BIG BANG KI FESTIVALS in der „Station Berlin“

Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig hat auf dem BIG BANG KI FESTIVAL in Berlin gestern ein schärferes Vorgehen gegen Deepfakes angekündigt. Zugleich forderte Microsoft-Manager Alexander Britz einen Verhaltenskodex für Künstliche Intelligenz. Festival-Host Jens de Buhr sprach sich angesichts der rasanten technologischen Entwicklung für eine zeitweise KI-Pause aus. Das BIG BANG KI FESTIVAL hat am 16. und 17. September einen neuen Besucherrekord aufgestellt – 11.400 Gäste kamen in die „STATION Berlin“.

Hubig: Gesetzeslage reicht nicht aus

„Derzeit reicht die Gesetzeslage nach unserer Auffassung noch nicht aus, um sich gut vor Deepfakes schützen zu können“, sagte Hubig nach ihrem Live-Interview mit der ehemaligen Bundeswirtschafts- und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Ein Gesetzentwurf ihres Hauses soll zeitnah ins Bundeskabinett und anschließend in den Bundestag kommen. Vorgesehen sind unter anderem schärfere Möglichkeiten, gegen die Verbreitung von Deepfakes und die Herstellung pornografischer Deepfakes vorzugehen. Betroffene sollen Verantwortliche leichter identifizieren, Inhalte löschen lassen und unter bestimmten Voraussetzungen Accounts gerichtlich sperren lassen können.

Microsoft fordert Leitplanken für KI

Siri und Alexa bekommen einen Bruder. Und der will Geschäfte machen.

Siri kennt das Wetter. Alexa spielt Musik. swAIper soll wissen, welchen Kunden ein Unternehmen morgen braucht.

Wir haben den blauen Button gepresst: Das war der swipecor Launch mit u.a. Advisery Board Member Wolfgang Bosbach und der Vorsitzenden des Boards Britta Hübner

In Berlin hat das deutsche Technologieunternehmen swipecor eine Plattform vorgestellt, die Business-Netzwerken grundlegend anders denken will. Nicht mehr Kontakte sammeln, nicht mehr endlos suchen, nicht mehr auf den richtigen Zufall hoffen. Die eigens entwickelte künstliche Intelligenz soll erkennen, welche Unternehmen und Menschen geschäftlich zueinanderpassen. Der Anspruch ist groß: Aus einem sozialen Netzwerk soll ein Business Operating System werden.

Siri kann erklären, ob es morgen regnet. Alexa kann das Licht ausschalten, Musik starten oder an einen Termin erinnern. Seit Jahren haben sich digitale Assistenten in unseren Alltag geschoben. Sie beantworten Fragen, steuern Geräte und organisieren Kleinigkeiten. Nur ausgerechnet dort, wo eine einzige richtige Verbindung Hunderttausende oder sogar Millionen Euro wert sein kann, ist der Unternehmer noch erstaunlich oft auf sich allein gestellt: bei der Frage, wen er eigentlich kennenlernen müsste.

Genau das will ein deutsches Technologieunternehmen jetzt ändern. Der neue digitale Kollege heißt swAIper. Oder, wie man es nach der fulminanten Präsentation in Berlin auch formulieren könnte: Siri und Alexa bekommen einen Bruder. Nur will der keine Musik spielen. Der will Geschäft machen.

swAIper ist der KI-Businessagent der neuen Plattform swipecor, die in Berlin erstmals in größerem Rahmen vorgestellt wurde. Hinter dem ungewöhnlichen Namen steckt eine ziemlich grundsätzliche Idee. Denn während klassische Business-Netzwerke vor allem dokumentieren, wen ein Mensch bereits kennt, will swipecor zunehmend erkennen, wen ein Unternehmer kennen sollte. Nicht irgendwann. Sondern möglichst genau dann, wenn auf der einen Seite ein konkreter Bedarf und auf der anderen Seite die passende Lösung existiert.

Digitalklimaindex 2026

KI sorgt bei Digitalisierung in Beruf und Bildung für neuen Schub

Digitalisierungsfokus spiegelt die individuelle Lebensrealität wider

  • Die Bedeutung der Digitalisierung steigt für den Lebensbereich Wirtschaft und Beruf deutlich
  • Auch bei Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung wächst der Wert erneut
  • Relevanz bei Medizin/Gesundheit, Geld/Finanzvorsorge, Verkehr/Mobilität und Einkäufe/Versorgung weiterhin mit Spitzenwerten
Künftige Bedeutung von digitaler Technologien nach Lebensbereichen und Altersgruppen

Künstliche Intelligenz verändert die Erwartungen der Menschen an die Digitalisierung: Vor allem in Beruf und Bildung rechnen deutlich mehr Befragte als im Vorjahr mit einer großen Bedeutung digitaler Anwendungen für ihr eigenes Leben. Zugleich bleibt die digitale Ausstattung stark vom Alter abhängig. Das zeigen neue Ergebnisse des Digitalklimaindex 2026. Die repräsentative Studie der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser liefert ein umfassendes Stimmungsbild zur Digitalisierung in Deutschland.

KI prägt Erwartungen an Beruf und Bildung – in allen Bildungsgruppen

Mit Blick auf die Lebensbereiche, in welchen die Befragten künftig eine große persönliche Bedeutung der Digitalisierung für sich selbst erwarten, gibt es im Vergleich zum Vorjahr eine signifikante Veränderung. Den stärksten Zuwachs verzeichnen Wirtschaft und Beruf: Der Anteil steigt gegenüber 2025 um sieben Prozentpunkte auf 54 Prozent. Bei Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung wächst er um fünf Punkte auf 46 Prozent. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der KI-Anwendungen in Bildung und Arbeitswelt deutlich sichtbarer und breiter verfügbar werden.

„Künstliche Intelligenz macht für viele Menschen unmittelbar erfahrbar, wie schnell Digitalisierung Arbeit und Lernen verändert. Der Digitalklimaindex zeigt, dass Beruf und Bildung deshalb stärker in den Mittelpunkt der persönlichen Zukunftserwartungen rücken. Die Menschen nehmen die Veränderungen in diesem Umfeld sehr bewusst wahr und stehen diesem Thema offen gegenüber“, sagt Ruben Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser.

So geben 48 Prozent der Befragten an, dass sie es befürworten würden, wenn im Beruf verstärkt Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen würde.