ZDF-Politbarometer Extra September in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Projektionswerte

Auch hier ist noch nicht klar, wer am Schluss stärkste Partei werden wird. Aktuell ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die SPD käme auf 34 Prozent und die AfD auf 37 Prozent. Die CDU würde 7 Prozent erreichen, die Linke 10 Prozent, die Grünen lägen bei 5 Prozent, das BSW bei 4 Prozent und für die anderen Parteien ergäben sich zusammen 3 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Damit hätte aktuell die amtierende Regierung aus SPD und Linke keine parlamentarische Mehrheit mehr.

Wie oben stellen diese Projektionswerte keine Prognose für den Wahlausgang dar. Dies gilt nicht nur für die Frage, wer stärkste Partei wird, sondern insbesondere auch für die Frage, ob die kleinen Parteien die Fünf-Prozent-Grenze überspringen. In Mecklenburg-Vorpommern wissen zurzeit 25 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Landtagswahl 2021 erreichte die SPD 39,6 Prozent, die AfD 16,7 Prozent, die CDU 13,3 Prozent, die Linke 9,9 Prozent, die Grünen 6,3 Prozent und die anderen Parteien zusammen 14,2 Prozent.

Gewünschte/r Ministerpräsident/in und Regierungspräferenzen

In Mecklenburg-Vorpommern dominiert die Amtsinhaberin: Im direkten Vergleich mit ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm von der AfD, den nur 28 Prozent zukünftig als Ministerpräsident wollen, spricht sich eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent für Manuela Schwesig (SPD) aus (keinen: 5 Prozent; kennen nicht/weiß nicht: 6 Prozent). Auch wenn es aktuell nicht für eine Regierung von SPD und Linke reichen würde, ist das von allen realistischen Koalitionsmodellen das einzige, das mit 46 Prozent mehr Befürworter findet als Gegner (41 Prozent; egal/weiß nicht: 13 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 7. bis zum 10. September 2026 unter 1.100 beziehungsweise 1.053 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in den beiden Bundesländern telefonisch und online erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer-Extra zu diesen beiden Wahlen sendet das ZDF am Donnerstag, 17. September 2026, im „heute journal“.

ZDF

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