Archiv der Kategorie: Soziales

Youtube-Stars unterstützen Hochwasserhilfe – „Real Life Guys“ werben um Freiwillige für Samaritan’s Purse & „To All Nations“

Berlin/Bornheim (ots) Auch zehn Tage nach der Jahrhundertflut im Westen Deutschlands ist der Bedarf an Hilfe groß: Nun rufen die „Real Life Guys“ ihre Follower dazu auf, gemeinsam mit anzupacken. Koordiniert wird der Einsatz von der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse (Berlin) und dem Missions- und Hilfswerk „To All Nations“ (Bornheim bei Bonn).

Ehrenamtliche der internationalen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse helfen den Flutopfern bei den Aufräumarbeiten in Ahrweiler

Damit die Einsätze der bis zu 300 Freiwilligen pro Tag geplant werden können, ist eine Anmeldung unter https://do-something.de zwingend erforderlich. Samaritan’s Purse ist bereits seit dem 15. Juli mit Mitarbeitern in der Katastrophenregion. Seitdem haben rund 350 Ehrenamtliche mehr als 50 Häuser von Schlamm und Schutt befreit. Unterstützt werden sie von einem internationalen Team erfahrener Katastrophenhilfe-Spezialisten. Um die Hilfsaktivitäten zu bündeln, hat sich Samaritan´s Purse für den Einsatz nun mit der christlichen Organisation „To All Nations “ zusammengetan. Die Hilfsorganisation konnte in der vergangenen Woche bereits ihre langjährigen Erfahrungen in weltweiten Katastrophen und ihr Netzwerk von befreundeten Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Helfern in der Region nutzen, um Betroffenen mit mittlerweile über 250 Helfern täglich beim Aufräumen und der Versorgung zu helfen. „Wir sind dankbar über die vielen Freiwilligen, Spenden und Gebete. Unser Ziel ist es, praktisch anzupacken und den Betroffenen Hoffnung und Gottes Liebe zu vermitteln“, sagt Samaritan’s Purse-Einsatzkoordinator Alexander Becker.

Über Samaritan’s Purse e. V.

Samaritan’s Purse e. V. – Die barmherzigen Samariter mit Sitz in Berlin reagiert auf die körperlichen und spirituellen Bedürfnisse von Menschen in Krisensituationen – insbesondere an Orten, an denen nur wenig andere arbeiten. Der Verein im deutschsprachigen Raum wird von Sylke Busenbender und Gary Lundstrom geleitet, internationaler Präsident ist Franklin Graham. Die Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Boone (US-Bundesstaat North Carolina) engagiert sich in mehr als 100 Ländern, um den Opfern von Krieg, Krankheit, Katastrophen, Armut, Hungersnot und Verfolgung zu helfen. Die Organisation trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist u. a. Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

Web: die-samariter.org

Johanniter aus allen Landesverbänden helfen in Hochwasserregionen

Mehr als 1.700 Einsatzkräfte seit dem 14. Juli im Einsatz

Berlin (ots) Unzählige Notfallrettungen, Evakuierungen sowie Hilfs-, Betreuungs- und Versorgungseinsätze haben die mehr als 1.700 Einsatzkräfte der Johanniter seit dem 14. Juli in den Hochwasserregionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geleistet.

Helfende der Johanniter in Bad Neuenahr-Ahrweiler begleiten eine Seniorin aus ihrer Wohnung.

Besonders die Einheiten aus den Verbänden Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar waren von Beginn an mit vielen hundert Einsatzkräften vor Ort. Allein aus NRW waren bisher rund 1.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Nun erhalten die Verbände in den betroffenen Gebieten bundesweite Unterstützung aus allen Johanniter-Verbänden.

Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe, sagt: „Meine größte Hochachtung gebührt allen Helferinnen und Helfern, die in den Hochwasserregionen aktiv sind. Wir möchten mit unserem Engagement auch den betroffenen Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und unsere Hilfe weitergeht.“

Medizinische Grundversorgung und Unterstützung des örtlichen Rettungsdienstes

Im besonders betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler sind durch das Hochwasser große Teile der medizinischen Grundversorgung stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden. Rund 90 Helfende des Regionalverbandes Südniedersachsen verlegten daher am 19. Juli ihre mobile Krankenstation, den Behandlungsplatz 50 (BHP50), in die Stadt im Ahrtal. Dort können je nach Schwere der Verletzungen 50 Menschen pro Stunde medizinisch versorgt werden. Noch in der Nacht richteten die Johanniter in der Stadt zwei mobile Behandlungsplätze ein, um die Versorgungslücke zu schließen. Sie wurden in der Zwischenzeit von rund 140 ehrenamtlichen Einsatzkräften aus 16 Ortsverbänden aus Weser-Ems abgelöst.

Versorgung von Menschen, die durch die Katastrophe obdachlos geworden sind

In Erftstadt, Nordrhein-Westfalen, setzten die baden-württembergischen Einsatzkräfte der Johanniter ihren Betreuungsplatz 200 (BTP200) ein. Mit dem BTP200 kann in kürzester Zeit eine Notunterkunft errichtet werden, in der bis zu 200 Personen untergebracht und versorgt werden können. An ihrem Einsatzort unterstützten die Helferinnen und Helfer beim Aufbau und Betrieb einer Notunterkunft. Auch betreuten sie in Köln Menschen, die aus ihren teils überfluteten, teils zerstörten Wohnungen und Häusern im stark betroffenen Erftstadt evakuiert werden mussten.

Suche nach Verletzten und Vermissten

Der Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen unterstützte mit seiner Rettungshundestaffel bei der Suche nach Verletzten und Vermissten. In Begleitung eines Notarztes durchkämmte die Staffel das Gebiet entlang des Ufers der Swist in der Region Euskirchen und konnte zwei unverletzt gebliebene Menschen bergen. Der normalerweise zwei Meter breite Fluss hatte sich während der Flut auf 200 Meter ausgeweitet. Insgesamt waren rund 30 Hundeführer mit ihren Rettungshunden in Nordrhein-Westfalen im Hochwassereinsatz.

Die Hilfe geht weiter

Parallel zum Einsatz des Katastrophenschutzes in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereiten die Johanniter mittel- und längerfristige Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Menschen, Einrichtungen und Organisationen vor Ort vor. Geprüft wird der Bedarf an unkomplizierter Unterstützung z.B. mit Materialien zur Reinigung der Häuser, Entfeuchtern, Haushaltsgeräten und Lebensmitteln. In Orten, in denen die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen ist, können mobile Arztpraxen bzw. ärztliche Betreuung im Rahmen eines Sanitätseinsatzes sowie psychosoziale Betreuung für Betroffene und Helfer umgesetzt und mit Spenden unterstützt werden. Zudem können ehrenamtliche Initiativen, Betreuungs-, Freizeit- und Ferienangebote für junge und ältere Menschen sowie Schulen unterstützt werden. Die Hilfen richten sich in erster Linie nach dem Bedarf der Menschen und werden mit den Behörden und anderen Hilfsorganisationen vor Ort eng koordiniert.

Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Deshalb planen die Johanniter den Einsatz von Spendengeldern für den Wiederaufbau von Gebäuden der betroffenen Personen und Familien sowie von Einrichtungen und Organisationen in den Gemeinden sowie eine Stärkung der Strukturen des Katastrophenschutzes der Johanniter.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden auf:

Stichwort: „Hochwasserkatastrophe“

IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft)

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Aktion Deutschland hilft“

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 43.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Web: johanniter.de

Ford hilft Flutopfern: Allradfahrzeuge und Transporter für Helfer und Rettungskräfte im Rhein-Erft-Kreis

Köln (ots) Kölner Autohersteller stellt DRK und Katastrophenschutz im besonders schwer von der Flut getroffenen Rhein-Erft-Kreis schnell und unbürokratisch eine Fahrzeugflotte bereit

Ford stellt den Einsatzkräften im Rhein-Erft-Kreis Einsatzfahrzeuge für die Katastrophenhilfe zur Verfügung.

Geländegängige Ford Ranger für Bergung und Aufräumarbeiten; Transporter der Transit-Familie als Schutz und Rückzugsort für Menschen, deren Wohnung zerstört wurde

Ford stellt eine Fahrzeugflotte für die Katastrophenhelfer in dem von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffenen Rhein-Erft-Kreis zur Verfügung. Seit Donnerstagabend werden bei Ford in Köln allradgetriebene Ranger-Pick-ups* und verschiedene Transporter der Transit-Familie* für den Einsatz in Erftstadt und Umgebung vorbereitet. Seit Freitagnachmittag werden sie den Einsatzkräften übergeben und rollen in das Katastrophengebiet. Damit will Ford die Helfer, die sich für die Unwetteropfer der Region südwestlich von Köln einsetzen, schnell und unbürokratisch unterstützen.

„Das Leid und die Schäden dieser Katastrophe machen uns sehr betroffen, zumal auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ford Partner und deren Angehörige betroffen sind. Wir freuen uns, dass wir die Einsatzkräfte auf diesem Weg bei ihrer Arbeit unterstützen können“, sagt Hans Jörg Klein, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und geschäftsführender Direktor Ford Deutschland, Ford Österreich und Ford Schweiz.

„Alle unsere Kräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen. Die Fahrzeuge von Ford helfen uns beim Transport der Menschen und insbesondere die Infrastruktur in den gefährdeten Gebieten abzusichern“, erklärt Dirk Wolfrum, Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes DRK e. V.

Das Deutsche Rote Kreuz benötigt die Ford Transit und Transit Custom unter anderem, damit betroffene Familien darin ihr verbliebenes Hab und Gut trocken und sicher unterbringen können. Soweit möglich, sollen Flutopfer im Personentransporter Ford Tourneo Custom zu Notunterkünften oder zu Verwandten und Freunden gefahren werden.

Der Katastrophenschutz ist für die Bergung von Menschen und Tieren sowie für die Aufräumarbeiten in den schwer betroffenen Gebieten auf allradgetriebene Fahrzeuge angewiesen. Mit dem Ford Ranger können die Helfer auch überflutete oder zerstörte Straßen befahren.

Web: ford.com

Unwetter Deutschland: Rettung von Leben weiterhin oberste Priorität

Organisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen bei Evakuierungen, betreuen Betroffene und überlastete Einsatzkräfte

Bonn (ots) Nach dem heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Lage vielerorts noch unübersichtlich – zahlreiche Menschen befinden sich noch immer in Lebensgefahr.

Hochwasser in Deutschland

Organisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren bei den andauernden Evakuierungen und der Suche nach vermissten und verschütteten Personen. Neben dem Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter-Samariter-Bund ist die Johanniter-Unfall-Hilfe mit ihren Einheiten des Katastrophenschutzes und einem geländegängigen Rettungswagen im Hochwassergebiet unterwegs. Auch der Bundesverband Rettungshunde ist mit allen in NRW und Rheinland-Pfalz ansässigen Einheiten im Einsatz. Die Rettungshundeführer suchen mit ihren Tieren in den Trümmerlagen nach vermissten Personen. Gerettete werden in sicheren Notunterkünften untergebracht und dort von den Hilfsorganisationen betreut.

Große Sorge und Ohnmacht bei Betroffenen

Dabei haben die Helfer:innen auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Betroffenen, spenden Trost und betreuen überlastete Einsatzkräfte. Mit ihrer Arbeit und auch psychosozialer Betreuung leisten Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund einen wichtigen Beitrag, für Betroffene wie auch für die Angehörigen der Vermissten. „Zusätzlich zu dem immensen wirtschaftlichen Schaden belastet die Betroffenen insbesondere die Sorge um Freunde und Familie, die Ungewissheit um deren Verbleib und ein Gefühl der Ohnmacht angesichts dieser Katastrophe unerwarteten Ausmaßes“, berichtet Manuela Roßbach geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“ und ergänzt: „Viele Menschen werden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. Wo Schäden behoben werden können, werden die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten viel Zeit beanspruchen, denn aktuell hat die Rettung der Menschen oberste Priorität.“

Einsatz auch für Hilfskräfte belastend

Die Arbeit ist auch für die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die teilweise selbst vom Hochwasser betroffen sind, sehr belastend. Einsatzstellen sind nur schwierig zu erreichen, die Kommunikation ist abgeschnitten. Die zum Teil schwere körperliche Arbeit, Schlafmangel und die Witterungsbedingungen erschweren die Hilfeleistung zusätzlich. Hinzu kommt eine hohe psychische Belastung. Die Johanniter und der Malteser Hilfsdienst verpflegen und betreuen daher auch hunderte Einsatzkräfte, die in Dauereinsätzen helfen. Christian Mienert, Einheitsführer einer Verpflegungseinheit der Johanniter in Hagen erklärt: „Wir verpflegen täglich über 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundeswehr, die hier in Hagen aktiv sind. Die Lage war anfangs hochdramatisch, denn die Menschen haben nicht erwartet, dass plötzlich Straßen zu reißenden Flüssen werden und sie abgeschnitten von jeglicher Versorgung sind. Aktuell ist das Wasser immer noch da, aber die Lage entspannt sich etwas.“

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen Spenden entgegen:

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

(10EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzfristige Programmänderung. SAT.1 zeigt die Spendengala „Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala“ am Samstag, 24. Juli, live aus Köln

Unterföhring (ots) Jede Hilfe zählt. Das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland Hilft“ und SAT.1 sammeln mit der Gala „Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala“ Spenden für die Opfer der Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Zahlreiche Stars unterstützen die große Live-Gala am Samstag, 24. Juli 2021, um 20:15 Uhr, im Studio und nehmen am Telefon Spenden entgegen.

Titel: Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala; Ausstrahlungszeitraum bis: 2021-07-23

SAT.1-Chef Daniel Rosemann: „In manchen Situationen kann man kaum die richtigen Worte finden. Aber helfen kann man immer. Mit der Spendengala ‚Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala‘ möchten wir gemeinsam mit ‚Aktion Deutschland Hilft‘ einladen, die Menschen, die durch das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und NRW innerhalb von Sekunden alles verloren haben, zu unterstützen. Schnell. Und unbürokratisch.“

„‚Aktion Deutschland Hilft‘ ist mit seinen Hilfsorganisationen – insbesondere den Johannitern, den Maltesern und dem ASB – unmittelbar vor Ort, um den betroffenen Menschen zu helfen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass SAT.1 unsere Arbeit mit diesem großartigen Engagement unterstützt. In solchen Zeiten ist wichtig, schnell gemeinsam zu handeln und zusammen zu stehen“, betont Manuela Rossbach, geschäftsführende Vorständin des Zusammenschlusses deutscher Hilfsorganisationen.

„Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala“ ist eine Produktion von Constantin Entertainment im Auftrag von SAT.1.

„Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala“ – am Samstag, 24. Juli 2021, um 20:15 Uhr live in SAT.1

Web: seven.one

Hochwasser zerstört Existenzen und wichtige Einrichtungen – Help unterstützt beim Wiederaufbau

Bonn (ots) Nach einer Unwetterkatastrophe stehen weite Teile Deutschlands unter Wasser. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zerstörten reißende Fluten die Existenzen zehntausender Familien, soziale Einrichtungen und Infrastruktur. Help – Hilfe zur Selbsthilfe wird den Wiederaufbau in der Region unterstützen. Aktuell ist die Lage noch immer bedrohlich, ganze Ortschaften werden evakuiert. Mindestens 80 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Die massiv geschädigten Straßen- und Stromnetze schneiden Rettungskräfte von Katastrophengebieten ab und isolieren die Betroffenen.

Help: Hochwasser Deutschland 2021 – Zerstörung in Altenahr

„Mir fehlen die Worte“, erzählt eine Help-Mitarbeiterin, die selbst von den verheerenden Folgen des Unwetters betroffen ist. Help entwickelt aktuell Maßnahmen, um den Betroffenen des Hochwassers schnell und unkompliziert beim Wiederaufbau ihrer Heimat zu helfen, vor allem in den Regionen Bonn, Ahrtal und Rhein-Erft-Kreis. Als internationale Hilfsorganisation mit Sitz in Bonn liegt uns die Nothilfe in unserem direkten Umfeld besonders am Herzen. Um vorrangig Kindern schnellstmöglich wieder einen Weg in den Alltag zu ebnen, setzt Help auf die Unterstützung von Bildungseinrichtungen. Dazu gehört unter anderem der Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten, der durch eine enge Zusammenarbeit mit Fördervereinen und Initiativen beschleunigt werden soll. Bereits 2013 konnte Help nach dem tragischen Hochwasser in Deutschland Nothilfe leisten und soziale Einrichtungen sanieren. Getreu unserem Motto der „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird unsere Unterstützung die Betroffenen auf direktem Weg erreichen und langfristig stärken.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Bianca Kaltschmitt, Stellv. Geschäftsführerin von Help. Sie erreichen uns unter der 0228 91529-11, mobil: 0172 2559668 oder per E-Mail unter kaltschmitt@help-ev.de für Interviewtermine.

Help – Hilfe zur Selbsthilfe bittet um Spenden. Stichwort: Hochwasser Deutschland, IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00, Commerzbank Köln, www.help-ev.de

Kämpfen lohnt sich! Jan Korte begrüßt Fortschritt bei AMEOS-Tarifverhandlungen

Salzlandkreis. Nach knapp eineinhalb Jahren zähem Arbeitskampf haben sich AMEOS und ver.di auf Arbeitsbedingungen für einen Manteltarifvertrag in den Krankenhäusern im Salzlandkreis geeinigt, der mehr Urlaub, Zuschläge und eine Jahressonderzahlung für die Beschäftigten vorsieht.

Jan Korte (* 5. April 1977 in Osnabrück) ist ein deutscher Politiker und Mitglied des Bundestags für Die Linke. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Der anhaltische LINKE-Bundestagsabgeordnete Jan Korte begrüßt diesen Verhandlungsfortschritt und erklärt: „Wie wichtig gute Arbeitsbedingungen gerade im Gesundheitssystem sind, verdeutlichte allen die Corona-Pandemie. Der jetzt vorliegende Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der AMEOS-Kliniken in meinem Wahlkreis Anhalt ist deshalb ein Erfolg. Glückwunsch und Hut ab vor den Beschäftigten, die nicht locker ließen und gezeigt haben, dass sich kämpfen lohnt. Fakt ist: Noch ist aber bei einigen Punkten Luft deutlich nach oben und entscheidend wird sein, dass auch die Entgeltverhandlungen im nächsten Jahr erfolgreich werden.“

Mit Blick auf die Probleme an den AMEOS-Standorten in den letzten Wochen und Monaten ergänzt der Abgeordnete: „Stationsabmeldungen, Angebotsabbau und der Umgang mit dem Personal – und das mitten in der Pandemie – waren die logische Folge der Profitorientierung der Krankenhäuser. Wer den herrschenden Pflegenotstand in Kliniken und Pflegeeinrichtungen tatsächlich bekämpfen will, der muss endlich für gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und faire Löhne sorgen. Dazu ist auch die Abschaffung der Fallpauschalen auf Bundesebene nötig. DIE LINKE stand in dem seit 2019 andauernden Arbeitskampf für bessere Arbeitsbedingungen immer an der Seite von ver.di und den Beschäftigten. Und wir werden das natürlich auch weiter tun.“

MdB Jan Korte
1.Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE
Bürgerbüro Bernburg
Kleine Wilhelmstraße 2b
06406 Bernburg

Tel./Fax.: 03471 /622947

jan.korte.wk@bundestag.de

Web: www.jankorte.de

Spiel, Spaß und Lachen für den guten Zweck: Pixum veranstaltet „Spaß-Tage“ für die Bethanien Kinder- und Jugenddörfer

Köln (ots) Die aktuelle Krise verlangt jedem einzelnen nach wie vor viel ab – Kindern, die in Betreuung ohne ihre leiblichen Eltern aufwachsen, jedoch umso mehr. Damit die Kleinen für ein paar Stunden abschalten und nach Herzenslust spielen können, veranstaltete Pixum zum Auftakt der Sommerferien drei Outdoor-Spieltage für die Bethanien Kinder- und Jugenddörfer in Bergisch Gladbach, Schwalmtal und Eltville.

Von Hüpfburgen über Rodeoreiten bis hin zum angeseilten Trampolin-Erlebnis war hier für jede/-n Entdecker/-in das Richtige dabei.

Als zusätzliche Unterstützung spendet der Online-Fotoservice im Namen seiner Kunden an jedes der drei Kinderdörfer jeweils 5.555 Euro. Die Geldspende erfolgt im Rahmen der Aktion „Pixum.Kunden.Spenden.“

V.l.n.r.: Bethanien Kinderdorfleitung Jutta Menne (Bergisch Gladbach), Geschäftsführer Dr. Klaus Esser und Kinderdorfleitung Julia Bartkowski (Schwalmtal) bei der Scheckübergabe in Bergisch Gladbach.

Nach Monaten voller Einschränkungen konnten die Kinderdorffamilien und Wohngruppen der drei Bethanien Kinder- und Jugenddörfer endlich wieder einmal einen ganz besonderen Tag miteinander verbringen.

In wenigen Stunden hat der Online-Fotoservice Pixum das jeweilige Kinderdorfgelände in einen aufregenden Outdoor-Spielplatz mit verschiedenen Angeboten für alle Altersklassen verwandelt.

Nach Monaten voller Einschränkungen konnten die Kinderdorffamilien und Wohngruppen der drei Bethanien Kinderdörfer endlich wieder einmal einen ganz besonderen Tag miteinander verbringen. |

Von Hüpfburgen über Rodeoreiten bis hin zum angeseilten Trampolin-Erlebnis war hier für jede/-n Entdecker/-in das Richtige dabei. Unter Beachtung der aktuellen Corona-Schutzbestimmungen wurden zuvor alle Vorkehrungen getroffen, um ein sicheres Spielen der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Die ersten zwei Pixum Spaß-Tage fanden am 26. Juni in Bergisch Gladbach und am 27. Juni in Schwalmtal statt. Ein weiterer Spaß-Tag wurde am vergangenen Samstag in Eltville veranstaltet.

Um zusätzlich ein wenig Unterstützung zu leisten und das Engagement der Kinderdörfer mit einem besonderen Dank zu würdigen, spendet Pixum im Namen seiner Kunden außerdem jeweils 5.555 Euro an die drei Einrichtungen. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt der Online-Fotoservice die Bethanien Kinderdörfer, zuletzt mit der Ausrichtung eines weihnachtlichen Foto-Shootings im Kinderdorf Bergisch Gladbach, bei der sich die Kleinen für professionelle Weihnachtsfotos ablichten lassen konnten.

„Nach über einem Jahr, in dem coronabedingt alle Feste im Bethanien Kinderdorf Bergisch Gladbach abgesagt werden mussten, hat Pixum unserem Kinderdorf die Möglichkeit gegeben, endlich wieder gemeinsam einen unbeschwerten Tag zu erleben, Spaß zu haben. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Kinderdorfleiterin Jutta Menne.

In den Bethanien Kinderdörfern leben mehrere hundert Kinder und Jugendliche, die aufgrund verschiedener Umstände nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Mit kindgerechten Therapieangeboten, wie Reit-, Musiktherapie oder Abenteuerpädagogik, gelingt es Schritt für Schritt, dass sich die Kinder öffnen und ihr Erlebtes verarbeiten. Spendengelder leisten hierbei eine wichtige finanzielle Unterstützung für die vielfältigen Therapieangebote.

„Wir freuen uns riesig über den Outdoor-Spieletag von Pixum“, so Kinderdorfleiterin Julia Bartkowski aus Schwalmtal. „Genau heute wäre auch unser Sommerfest gewesen, wenn Corona nicht wäre. Dank des Spieletages konnten wir immerhin innerhalb des Kinderdorfes ein kleines Sommerfest feiern.“

„Eine lange Zeit mussten gemeinschaftliche Zusammenkünfte im Kinderdorf ausfallen. Umso mehr konnten alle diesen wunderschöner Tag genießen“, freut sich Kinderdorfleiter Thomas Kunz für die Kinder und Jugendlichen im Bethanien Kinderdorf Eltville. „Die Stimmung war einfach klasse, denn alle hatten so viel Spaß. Wir bedanken uns herzlich bei Pixum.“

Gemeinsam Gutes tun mit der Aktion „Pixum.Kunden.Spenden.“

Insgesamt wurden 500.000 Euro bei der Aktion „Pixum.Kunden.Spenden.“ im vergangenen Jahr, im Zuge der Mehrwertsteuer-Senkung, aus vielen freiwilligen Kleinstbeträgen der Pixum Kunden gesammelt. Bei jeder Bestellung konnten Kunden entscheiden, ob sie mit der entsprechenden Mehrwertsteuer-Differenz die Spende unterstützen, oder ihn für sich selbst behalten möchten. Eine überwältigende Mehrheit der Kunden entschied sich für die Spende. Das Geld wird nun in großen Beträgen für gemeinnützige Projekte gespendet, um den Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken.

„Dass wir im Namen unserer Kunden unbürokratisch dort Hilfe leisten können, wo sie dringend benötigt wird, freut uns wirklich sehr. Kinder und Jugendliche brauchen unsere gesellschaftliche Unterstützung, um behütet und unbeschwert aufwachsen zu können. Wir danken unseren Kunden, dass sie diese Hilfe möglich gemacht haben“, erläutert Thomas Retzkowski, Head of PX, Customer Service & Office sowie Mitglied der Geschäftsleitung von Pixum.

Mehr Informationen zur Pixum MwSt.-Spenden-Aktion unter https://www.pixum.de/spenden.

Jubiläum in Neustrelitz: 25 Jahre Luftrettung

Seit 1. Juli 1996 starten in Neustrelitz Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen „Christoph 48“ der ADAC Luftrettung wird täglich mehrmals alarmiert.

München (ots) Über 25.000 Mal ging es in den vergangenen 25 Jahren von Neustrelitz aus in die Luft. Bis 2006 absolvierte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D rund 8.200 Rettungseinsätze, danach wurde ihr letzter ziviler Luftrettungsstandort von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung mit einer modernen EC135 von Airbus Helicopters übernommen. Der an der DRK Rettungswache Nord stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 48“ wird heute im Durchschnitt drei bis vier Mal am Tag alarmiert.

„Christoph 48“ über dem Schloss Schwerin: Seit 25 Jahren starten von Neustrelitz aus Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen in der Region. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Die ADAC Luftrettung stellt in Neustrelitz die Piloten und die Maschine, das medizinische Personal wird vom DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte gestellt. Neben alltäglichen Notfällen wie Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen nach Unfällen konnten die Crews von „Christoph 48“ in den vergangenen Jahrzehnten auch bei großen Unglücken helfen, wie etwa beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug auf der Strecke Teterow-Malchin am 3. Juni 2007 oder der durch Flugsand verursachten Massenkarambolage auf der A19 bei Laage am 8. April 2011. „Nicht zuletzt solche Ereignisse unterstreichen, welche große Bedeutung die Luftrettungsstation in Neustrelitz für die Notfallversorgung der Menschen in der Region hat“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, und hebt zum Jubiläum die hochprofessionelle Arbeit und das große Engagement der Crew von Christoph 48″ hervor.

Am 26. März 2019: Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern feiern gemeinsam mit der Crew von „Christoph 48“ 1.000.000 Rettungseinsätze der ADAC Luftrettung. Foto: ADAC Luftrettung / Jörn Lehmann

Oft ist der Hubschrauber das schnellste und manchmal auch einzige verfügbare Rettungsmittel. Rund zwei Minuten braucht die Crew, um zum Einsatzort aufzubrechen. Überfüllte Straßen oder zeitraubende Umwege sind dabei kein Hindernis. Am 26. März 2019 konnte die Station ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Stellvertretend für alle Stationen der fliegenden Gelben Engel wurde die Crew für den 1.000.000. Einsatz der ADAC Luftrettung von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, in Schwerin geehrt. „Christoph 48“ war an diesem Tag zu einem neurologischen Notfall in Waren (Müritz) gerufen worden.

Mit dem 25. Jahrestag der Inbetriebnahme ist auch ein Abschied verbunden: Die bisherige Leitende Hubschraubernotärztin Claudia Lossin beendet ihren aktiven Dienst auf dem Rettungshubschrauber. Die Fachärztin für Anästhesie war seit 25 Jahren Teil des Teams in Neustrelitz und übernahm mit dem Wechsel zur ADAC Luftrettung im Jahr 2006 die ärztliche Leitung von „Christoph 48“. Sie hat die Geschichte der Luftrettungsstation Neustrelitz von Anfang an miterlebt und maßgeblich mitgestaltet.

Ihre Position übernimmt Notarzt Dr. Roland Kersten, der seit 2010 zum Team von „Christoph 48“ gehört und ebenfalls Facharzt für Anästhesie ist. Geleitet wird die Station in Neustrelitz von Pilot Steffen Arnold. Leitender Notfallsanitäter (TC HEMS) ist Maik Schuppenhauer. Im vergangenen Jahr wurde „Christoph 48“ zu 1.274 Einsätzen gerufen. Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 38 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen.

Bundesweit mussten die fliegenden Gelben Engel 2020 zu insgesamt 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte, sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

Für die ADAC Luftrettung gGmbH, die ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Stiftung ist, arbeiten bundesweit fast 1300 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 600 Notärzte, 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und 150 Techniker.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Web: ADAC.de

Mutter mit 14 – Model mit 18

Im neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ spricht das deutsche Topmodel Lorena Rae darüber, was es bedeutet, früh Verantwortung zu übernehmen

München (ots) Zwei Frauen, zwei Welten: Cathy bringt mit nur 14 Jahren in Kolumbien ein Kind auf die Welt. Lorena Rae wird mit 18 Jahren als Model entdeckt. Was die beiden Frauen verbindet: Sie mussten früh Verantwortung übernehmen.

Mutter mit 14 – Model mit 18: Im ersten Teil des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ spricht das deutsche Topmodel Lorena Rae darüber, was es bedeutet, früh Verantwortung zu übernehmen

Verantwortung ist auch das Thema der ersten Episode des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“, in dem Moderatorin Britta Hofmann das deutsche Topmodel Lorena Rae interviewt. Die beiden sprechen unter anderem über die Geschichte der Kolumbianerin Cathy, die eine der vielen Teenager-Mütter in Lateinamerika ist, die sich bewusst für eine frühe Schwangerschaft entscheiden.

Ausweg Schwangerschaft?

Ein Entschluss, der für uns nicht einfach nachzuvollziehen ist. Aber die Mädchen versprechen sich als Schwangere und Mutter zum Beispiel Schutz – vor den Avancen anderer Männer. Außerdem sehnen sie sich nach Sicherheit an der Seite des Kindsvaters. Leider sieht die Realität dann in den meisten Fällen anders aus: Die jungen Mütter stehen als Alleinerziehende da und kämpfen im Alltag gegen Armut. So kam auch Cathy zum Sozialzentrum der SOS-Kinderdörfer in Bogota, als ihr Sohn medizinische Hilfe brauchte. Dort unterstützten die Sozialarbeiter die junge Mutter ebenfalls: mit einer Ausbildung und weiteren Maßnahmen, damit Cathy heute selbstbestimmt leben und für sich und ihren Sohn sorgen kann.

Zwei Frauen, zwei Lebensentwürfe

So komplett auf sich selbst gestellt zu sein, musste Lorena Rae noch nie in dieser Form erfahren: „Ich hatte glücklicherweise immer den Rückhalt meiner Familie und Freunde!“ Dennoch fühlte sich die heute 26-Jährige manchmal alleine und überfordert, als sie mit 22 Jahren nach New York zog, um dort ihre Model-Karriere auszubauen: „Natürlich hatte ich dort auch Ängste, zum Beispiel davor, ob das alles überhaupt Sinn macht, oder ob ich das finanziell stemmen kann. Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem, was eine Teenager-Mutter an Verantwortung trägt“, sagt Lorena Rae. „Wenn ich mir überlege, was ich als 14-Jährige gemacht habe: ich musste bloß zusehen, dass meine Hausaufgaben für den nächsten Tag erledigt sind, und dann konnte ich mit meinen Freunden ‚Highschool Musical‘-Choreographien nachtanzen. Solche Sorgen wie: ‚Ich muss einen Mann finden‘, gab es da natürlich nicht.“

Teenager-Schwangerschaften Lateinamerika

Den Wunsch, möglichst früh Mutter zu werden, haben hingegen viele Mädchen in Kolumbien: 42 Prozent der Schwangerschaften bei Jugendlichen dort sind beabsichtigt und sozial durchaus anerkannt. Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO sind weltweit jedes Jahr elf Prozent der Gebärenden zwischen 15 und 19 Jahren alt. Dabei können die frühen Schwangerschaften negative Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit der jungen Mütter und ihrer Babys haben. Die Fehlgeburtenrate und die Mütter- und Kindersterblichkeit sind bei Teenager-Schwangerschaften beispielsweise sehr hoch.

Fehlende Bildung führt zu Fehlentscheidungen

Doch dieses Risiko nehmen viele Mädchen in Kauf, schlichtweg, „weil ihnen die Bildung fehlt. Sie kennen keinen anderen Weg. Sie wollen die Rolle einnehmen, die ihnen von ihren Müttern vorgelebt wurde“, sagt Lorena Rae. „Es ist traurig, dass sie sich in dieser Situation befinden.“ Das zeige einem umso mehr, wie wertvoll es sei, dass man sich in der Schule Wissen aneignen konnte, sagt das Model, das im norddeutschen Diepholz aufwuchs, bevor es den Sprung auf die internationalen Laufstege schaffte.

Hilfe zur Selbsthilfe

Da nicht jeder das Glück hat, Bildung und Rückhalt zu erhalten als Kind oder Jugendlicher, „stehen wir in der Verantwortung, Menschen wie Cathy zu unterstützen, damit sie eine Perspektive im Leben haben“, meint Lorena Rae, die deshalb auch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit schätzt.

Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“

Die ganze Geschichte von Cathy und mehr aus dem Leben von Model Lorena Rae erfahren Sie in der ersten Folge des neuen Podcast der SOS-Kinderdörfer „Mut heißt Machen“ ab dem 1. Juli, alle zwei Wochen.

In sieben weiteren Episoden spricht Moderatorin Britta Hofmann mit Laura Karasek, Dieter Nuhr und weiteren Prominenten über Wendepunkte im Leben sowie das Scheitern und Wiederaufstehen.

Mehr Infos und alle Folgen finden Sie hier:

sos-kinderdoerfer.de/podcast

Web: www.sos-kinderdoerfer.de