Archiv der Kategorie: Energie

Mehr Sonnenkilometer mit dem Elektroauto: ADAC und Zolar starten Photovoltaik-Offensive

München (ots)

  • ADAC SE und Zolar GmbH kooperieren beim Ausbau privater Photovoltaik-Anlagen
  • Kostengünstige und klimafreundliche Mobilität mit selbst produziertem Sonnenstrom
  • Mit ‚ADAC Solar‘ persönliches Photovoltaik-Potenzial und Sonnenkilometer berechnen
Mit dem ADAC Solarrechner lässt sich die geeignete Photovoltaik-Anlage fürs Eigenheim planen.

(ADAC SE) Mit einer gemeinsamen Offensive für nachhaltige Mobilität kooperieren die ADAC SE und Zolar, der digitale Anbieter für individuelle Solarlösungen, auf dem Feld des Photovoltaik-Ausbaus. Transparente Information und einfache Lösungen sollen noch mehr Menschen von den Kosten- und Klima-Vorteilen sauberen Solarstroms vom eigenen Dach überzeugen. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen die Vorteile, die sich aus einer kombinierten Nutzung von Photovoltaik und Elektromobilität erzielen lassen.

ADAC E-Mobilität – alles aus einer gelben Hand!

Mit dem gemeinsam entwickelten Solar-Rechner ADAC Solar wird Photovoltaik-Interessierten die notwendige Kalkulation einfach gemacht: Sie können für ihr Eigenheim berechnen, wie viele Kilowattstunden des eigenen Bedarfs durch Sonnenstrom gedeckt werden können. Nutzerinnen und Nutzer von Elektromobilität können dabei nun den Sonnenstrom-Bedarf ihrer E-Fahrzeuge in die Berechnung einbeziehen: Anhand ihrer Fahrprofile können sie vorab errechnen, wie viele ‚Sonnenkilometer‘ sie mit ihrem selbst produzierten Strom zurücklegen können.

„Schon bald zählen wir eine Million reine Elektroautos in Deutschland und ihr Marktanteil wird stetig anwachsen“, so Sascha Coccorullo, strategischer Leiter der ADAC SE. „Bereits in wenigen Jahren werden sie in den meisten Privathaushalten zu den größten Stromverbrauchern gehören. Mit unserer Kooperation wollen wir Photovoltaik-Interessierten ermöglichen, ihren künftigen Mobilitätsbedarf mit einzuplanen und diesen umweltschonend durch Solarstrom zu decken.“

„Jede und jeder kann mit dem eigenen Haus und Auto einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – und sogar persönlich davon profitieren“, so Alex Melzer, CEO von Zolar. „Der Schlüssel liegt auf dem eigenen Dach: Wer seinen Strom selbst erzeugt und für das E-Auto nutzt, macht sich vom Strommix im Netz genauso unabhängig wie von der Preisentwicklung. Und das Beste ist: Wir können damit sofort anfangen.“

Kombination aus Solaranlagen und Elektromobilität vorteilhaft

Ökonomisch macht die Kombination von Elektroauto und einer eigenen PV-Anlage Sinn: Die sogenannten Stromgestehungskosten, also die Kosten, um aus Sonnenenergie mit einer privaten Solaranlage Strom zu erzeugen, liegen zwischen acht und 18 Cent pro Kilowattstunde. So sparen Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber dem aktuellen Strompreis von 39 Cent pro Kilowattstunde, vor allem dann, wenn sie den selbst erzeugten Strom selbst verbrauchen. Für überschüssigen Solarstrom, den sie ins Netz einspeisen, erhalten sie darüber hinaus zwischen 7,1 und 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem E-Auto kann der Eigenverbrauch des Solarstroms nochmals gesteigert werden und erhöht damit die Wirtschaftlichkeit der eigenen Solaranlage.

Die gemeinsame Photovoltaik-Initiative von ADAC SE und Zolar leistet somit einen Beitrag zu mehr Solarstrom in privaten Haushalten und setzt hierfür zentrale Anreizpunkte wie eine transparente und einfache Planung und den individuellen Nachweis, in welchem Umfang Photovoltaik mit Haushalt und E-Mobilität in positiver und rentabler Weise zusammenwirken können.

Der Solar-Rechner zeigt basierend auf dem Bundesland und den individuellen Voraussetzungen der Immobilie die zu erwartenden Sonnenstrom-Erträge über den Jahresverlauf, den Reststrombedarf vom herkömmlichen Energieversorger sowie die potenziell möglichen Sonnenkilometer, die mit dem Solarenergie-Anteil zurückgelegt werden können. Abhängig von Fahrzeugklasse, Fahrleistung und Verbrauch lassen sich jährlich in einem durchschnittlichen Vier-Personen-Eigenheim bei 80-prozentiger Autarkie zum Beispiel mehrere Tausend „Frei-Kilometer“ erwirtschaften und mehr als vier Tonnen CO2 einsparen.

Produktangebot: ‚ADAC Solar‘ errechnet die passende PV-Anlage

Die ADAC SE und Zolar bieten mit ADAC Solar eine einfache Lösung bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen: Die individuell bezifferten Vorteile durch Photovoltaik und E-Mobilität werden verständlich und kalkulierbar aufbereitet. Mit nur wenigen Angaben zu ihrer Immobilie können sich Interessierte die Leistungsfähigkeit und Kosten einer Solaranlage für ihr Haus berechnen und diese anschließend von Zolar individuell planen und installieren lassen.

ADAC Solar ist gemeinsam mit den Leasing- und Finanzierungsangeboten der ADAC SE auf der Angebotsplattform ADAC Fahrzeugwelt beheimatet. Es müssen keinerlei persönliche Daten für die individuelle Berechnung hinterlegt werden. Bei Nutzung von ADAC Solar erhalten ADAC Mitglieder mit Abschluss eines entsprechenden Installationsvertrages bei Zolar einen exklusiven Mitgliedervorteil im Gegenwert eines Solarmoduls.

Sonnenkilometer machen? Dr. E erklärt, wie´s geht.

WEB: adac.de

Weitere Informationen unter: www.zolar.de

Aktuelle Strompreise – Grundversorger fast immer die teuerste Option

Münster (ots) Eine Strompreis-Analyse des Vergleichsportals StromAuskunft.de zeigt: Die Neukundenpreise für Strom außerhalb der Grundversorgung sind seit dem Jahresbeginn stark gesunken. Gleichzeitig haben viele Grundversorger die Preise deutlich erhöht. In der Konsequenz ist die Grundversorgung damit fast immer die teuerste Option am Markt. Ein Wechsel des Anbieters kann sich also auch mit Preisbremse wieder lohnen.

Das kostet Strom für Neukunden

Deutschland-Karte mit den Preisunterschieden zwischen der Grundversorgung und dem günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorung. Der sogenannte Stromwechsel-Atlas zeigt auf einen Blick, wo die Preisunterschiede besonders groß sind. Die Karte ist interaktiv und um Mouse-Over werden die folgenden Werte angezeigt.

Laut der Analyse von StromAuskunft kostet eine Kilowattstunde Strom für Neukunden aktuell im Schnitt 48,78 Cent pro kWh in der Grundversorgung. Beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung kostet die Kilowattstunde im Vergleich 39,17 Cent. Während ein Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 kWh in der Grundversorgung also 1707 Euro zahlt, kostet die gleiche Menge Strom beim günstigsten Anbieter nur 1371 Euro. Das ist ein Preisunterschied von 336 Euro.

Deutschland-Karte zeigt mögliche Ersparnis für Haushalte

StromAuskunft hat zur besseren Darstellung eine Deutschland-Karte mit den Preisunterschieden zwischen der Grundversorgung und dem günstigsten Anbieter erstellt. Der sogenannte Stromwechsel-Atlas zeigt auf einen Blick, wo die Preisunterschiede besonders groß sind.

Die meisten Flächen sind lila eingefärbt, dort beträgt der Preisunterschied mehr als 400 Euro pro Jahr. Diese Gebiete finden sich über ganz Deutschland verteilt, jedoch mit einem Schwerpunkt in der Mitte sowie im Norden und Osten der Republik. Insbesondere in Bayern und und Nordrhein-Westfalen gibt es Regionen mit Preisunterschieden von weniger als 200 Euro. Die Karte ist interaktiv und um Mouse-Over werden die folgenden Werte angezeigt.

Stadt / Landkreis

Stromkosten / Jahr

Kosten lokaler Versorger in Euro

Kosten günstigster Anbieter in Euro

Maximale Wechselersparnis in Euro

Per Klick gelangt der User auf die zugehörige Städteseite mit weitreichenden Informationen zu der jeweiligen Stadt und kann dort den Anbieter wechseln.

Mehr Informationen: Wo kann ich wie viel bei einem Anbieterwechsel sparen?

So werden die Preise berechnet

Das Internet-Portal StromAuskunft.de bietet die umfassendste Analyse der aktuellen und regionalen Strompreise in Deutschland an. Dazu werden täglich die Strompreise für über 6300 Städte in Deutschland abgefragt. Basierend auf diesen Daten wird der Atlas für Strompreise erzeugt.

Durch diese einzigartige Analyse bietet StromAuskunft ein nahezu vollständiges Bild über die Strompreise in Deutschland.

Grundlage für die Berechnung der Strompreise ist ein Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Stromtarife mit Kaution und/oder Vorauskasse werden nicht berücksichtigt. Weitere Kriterien für die Preisberechnung:

Vertragslaufzeit: max. 12 Monate

Preisgarantie: min. 12 Monate

Kündigungsfrist: max. 6 Wochen

Anmerkung: Das errechnete Sparpotenzial bezieht sich auf einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Die mögliche Ersparnis wird in Bezug zum Tarif des lokalen Anbieters berechnet. Die eingeführten Strompreisbremse von 40 Cent pro kWh für 80% des Vorjahresverbrauchs wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Web: www.stromauskunft.de

Das kostet Strom aktuell in Deutschland

Atlas für Strompreise zeigt regionale Strompreise und Preisunterschiede für Bundesländer, Landkreise und Städte an.

Münster (ots) Ohne Strompreisbremse kostet Strom aktuell für Neuverträge in Deutschland am 11. Januar 2023 47,72 Cent pro kWh in der Grundversorgung. Im günstigsten Stromtarif außerhalb der Grundversorgung liegen die Kosten bei 43,01 Cent pro kWh. Die Preise liegen damit in Durchschnitt knapp oberhalb des Preisdeckels von 40 Cent pro kWh durch die Strompreisbremse.

Der Strompreis-Atlas zeigt die aktuellen Stromkosten für Bundesländer, Landkreise und Städte in Deutschland an. Grundlage sind tägliche Analysen der Strompreise für rund 6.400 Städte und Gemeinden. Die Stromkosten sind farblich unterschiedlich dargestellt, so dass die Karte die regionalen Strompreisunterschiede auf einen Blick visualisiert. Die interaktive Karte finden Sie auf der Seite https://www.stromauskunft.de/strompreise/strompreis-atlas/ Fahren Sie einfach mit dem Pfeil über die Deutschlandkarte. Auf einen Blick erkennen Sie die durchschnittlichen Stromkosten pro Jahr, die günstigste Alternative und die mögliche Wechselersparnis für die entsprechende Region. Stand: 11. Januar 2023

„Noch vor ein paar Wochen war es in fast ganz Deutschland so, dass die Grundversorgungstarife die günstigsten Tarife am Markt waren. Das hat sich durch die zahlreichen Preiserhöhungen der Grundversorger jetzt wieder geändert. Sichtbar wird das durch einen Blick auf den Atlas für Strompreise. In allen gelb und rot eingefärbten Regionen ist Strom in der Grundversorgung deutlich teurer als beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung“, sagt Dr. Jörg Heidjann, Energieexperte vom Vergleichsportal StromAuskunft.

Regionale Strompreise

Je nach Bundesland und Wohnort ergeben sich deutliche Preisunterschiede. Insbesondere in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland liegen die Preise in der Grundversorgung deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg und in Nordrhein-Westfalen liegen die Preise in der Grundversorgung unterhalb des Durchschnitts.

Region                    Strompreis lokaler Anbieter         Strompreis günstigster Anbieter
Deutschland               47,72 Cent pro kWh                  43,01 Cent pro kWh 
 Baden-Württemberg         46,05 Cent pro kWh                  42,66 Cent pro kWh
 Bayern                    44,88 Cent pro kWh                  42,04 Cent pro kWh
 Berlin                    44,91 Cent pro kWh                  43,09 Cent pro kWh
 Brandenburg               58,27 Cent pro kWh                  45,81 Cent pro kWh
 Bremen                    38,02 Cent pro kWh                  40,59 Cent pro kWh
 Hamburg                   46,44 Cent pro kWh                  46,59 Cent pro kWh
 Hessen                    47,32 Cent pro kWh                  42,46 Cent pro kWh
 Mecklenburg-Vorpommern    57,49 Cent pro kWh                  46,49 Cent pro kWh
 Niedersachsen             47,13 Cent pro kWh                  42,43 Cent pro kWh
 Nordrhein-Westfalen       43,57 Cent pro kWh                  43,13 Cent pro kWh
 Rheinland-Pfalz           45,62 Cent pro kWh                  42,81 Cent pro kWh
 Saarland                  54,11 Cent pro kWh                  43,99 Cent pro kWh
 Sachsen                   49,69 Cent pro kWh                  43,20 Cent pro kWh
 Sachsen-Anhalt            47,32 Cent pro kWh                  43,37 Cent pro kWh
 Schleswig-Holstein        59,69 Cent pro kWh                  47,63 Cent pro kWh
 Thüringen                 56,64 Cent pro kWh                  42,20 Cent pro kWh

Tabelle „Durchschnittliche Strompreise ohne Strompreisbremse für Neuverträge am 11. Januar 2023 in Deutschland und den Bundesländern bei einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh“. Quelle: StromAuskunft.de

Bezogen auf einzelne Städte sind die Preisunterschiede noch viel größer. StromAuskunft hat dazu in einer Tabelle die Unterschiede zwischen der Grundversorgung und dem günstigsten Tarif außerhalb der Grundversorgung erstellt. Auf Platz 1 dieser Liste steht Beuren bei Nürtlingen im Landkreis Esslingen. Dort beträgt der Unterschied sagenhafte 1875 Euro im Jahr. Auf den weiteren Plätzen folgt Neuffen, Apolda, Weimar und Rüsselsheim.

Die vollständige Tabelle mit dem Preisranking finden Sie auf der Seite https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/wechselersparnis/

So werden die Preise berechnet

Das Internet-Portal StromAuskunft.de bietet die umfassendste Analyse der aktuellen und regionalen Strompreise in Deutschland an. Dazu werden täglich die Strompreise für über 6300 Städte in Deutschland abgefragt. Basierend auf diesen Daten wird der Atlas für Strompreise erzeugt.

Durch diese einzigartige Analyse bietet StromAuskunft ein nahezu vollständiges Bild über die Strompreise in Deutschland. StromAuskunft führt diese Preisanalysen bereits seit über 10 Jahren durch, so dass ebenfalls eine historisch einmalige Analyse der Entwicklung der Strompreise in Deutschland möglich ist.

Grundlage für die Berechnung der Strompreise ist ein Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Stromtarife mit Kaution und/oder Vorauskasse werden nicht berücksichtigt. Weitere Kriterien für die Preisberechnung:

  • Vertragslaufzeit: max. 12 Monate
  • Preisgarantie: min. 12 Monate
  • Kündigungsfrist: max. 6 Wochen

Anmerkung: Das errechnete Sparpotenzial bezieht sich auf einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Die mögliche Ersparnis wird in Bezug zum Tarif des lokalen Anbieters berechnet. Die eingeführten Strompreisbremse von 40 Cent pro kWh für 80% des Vorjahresverbrauchs wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Web: www.stromauskunft.de

Energiesparen im Winter ohne Schimmelgefahr: So geht’s

Die Räume nicht komplett auskühlen lassen

Alle wollen und müssen derzeit Energie sparen. Für die meisten Menschen bedeutet das, weniger und gezielter zu heizen. Schließlich spart jedes Grad, auf das wir verzichten, sechs Prozent Energie. Doch die Temperatur sollte gerade jetzt im Winter nicht zu stark abgesenkt werden, da durch abgekühlte Wandflächen leicht Schäden wie zum Beispiel Schimmel entstehen. Die Initiative WÄRME+ gibt Tipps, wie sich die „Gratwanderung“ zwischen Energieeinsparung und Schimmelgefahr meistern lässt.

Die Initiative WÄRME+ gibt Tipps, wie sich die „Gratwanderung“ zwischen Energieeinsparung und Schimmelgefahr meistern lässt.

Wie entsteht Schimmel?

Jede:r Bewohner:in gibt durchschnittlich zwei bis drei Liter Wasser an die Raumluft ab – durch den Atem, Duschen, Wäschewaschen, Kochen und Hausarbeit. Die Luftfeuchtigkeit hängt auch von der Raumtemperatur ab: Kalte Luft nimmt Feuchtigkeit nicht so gut auf, deshalb bildet sich schnell Kondenswasser an den Fenstern und Außenwänden. Das kann nach und nach zu Schimmelbildung führen. Anfangs sind es nur feuchte Wände und ein modriger Geruch, dann zeigen sich Stockflecken. Wenn großflächig ungesunder schwarzer Schimmel zu sehen ist, ist die Substanz des Mauerwerks bereits gefährdet.

Temperatur nicht unter 16 Grad sinken lassen

„Es ist wichtig, einen gesunden Mittelweg zu finden und Haus oder Wohnung auf einem Temperaturniveau zu halten,“ empfiehlt Michael Conradi von der Initiative WÄRME+. „Einen Raum zu sehr auskühlen zu lassen, ist nicht energiesparend, denn das Wiederaufheizen kostet übermäßig viel Energie. 19 Grad sind in der Wohnung normalerweise ausreichend, 16 Grad sollten auf keinen Fall unterschritten werden.“ Wer friert, dem empfiehlt der Experte, lieber zum dicken Pullover oder der Wolldecke zu greifen als sofort die Heizung hochzudrehen. Die Türen zu wenig beheizten oder ungeheizten Zimmern sollten geschlossen bleiben.

Zusätzlich hilft regelmäßiges Stoßlüften gegen Schimmelbildung. Die warme Luft und mit ihr die Feuchtigkeit werden so aus dem Raum heraustransportiert. Als Faustregel fürs Lüften gilt: bis zu viermal täglich – von Dezember bis Februar jeweils fünf Minuten, im März und November je zehn Minuten. Im April und September, wenn es langsam wieder wärmer wird, sollte eine Fensterlüftung jeweils 15 Minuten dauern und die Heizung während des Lüftens heruntergedreht werden. Durchgängiges Lüften über gekippte Fenster hingegen ist äußerst ineffizient, denn es bringt wenig Luftaustausch und die Räume verlieren zu viel kostbare Wärme.

Auf Nummer sicher mit Feuchtigkeitsmesser und Lüftungsanlage

Wer ganz sicher gehen will, setzt zur Kontrolle am besten einen Feuchtigkeitsmesser ein. Die kleinen Handgeräte bestimmen den Feuchtigkeitsgrad in der Wand schnell und einfach. So lassen sich größere Schäden vermeiden. Die Geräte sind für meist kleines Geld im Handel erhältlich. „Wenn die Bewohner:innen tagsüber längere Zeit nicht zu Hause sind oder nachts schlafen, ist es kaum möglich, den nötigen Luftaustausch über reine Fensterlüftung zu gewährleisten“, so Michael Conradi. „Gerade im Schlafzimmer ist Lüften aber wichtig. Um einen gesunden und erholsamen Schlaf zu gewährleisten, sollte alle zwei Stunden das gesamte Luftvolumen ausgetauscht werden.“ Da das nachts manuell nicht möglich ist, empfiehlt die Initiative WÄRME+ die Luftqualität über eine Lüftungsanlage zu regeln. Sie tauscht die Raumluft automatisch aus und verhindert so eine Schimmelbildung. Besonders energiesparend arbeiten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Sie gewinnen einen Großteil der Wärme aus der Abluft zurück und führen sie wieder mit der Zuluft ins Gebäude. Damit ist eine gute Luftqualität garantiert und die Heizkosten lassen sich spürbar senken.

Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte auf der Homepage der Initiative Wärme+: www.waerme-plus.de

Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur: Kompass für Kommunen

Stuttgart/Wiesbaden (ots) Ab 2035 werden in Deutschland keine Verbrenner-Fahrzeuge mehr zugelassen. Städte und Kommunen stehen bereits jetzt vor der enormen Herausforderung, ihre Infrastruktur für den Markthochlauf der E-Mobilität fit zu machen. Im urbanen Raum sind Bewohner:innen meist auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen. Die Stadt Wiesbaden hat deshalb gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer ein Konzept zum Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Landeshauptstadt erarbeitet. Die Ergebnisse des Umsetzungskonzeptes sowie Erkenntnisse aus Experteninterviews des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML führen die Projektpartner in einem „Leitfaden zum Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur“ zusammen.

2020 begann die Wiesbadener Stadtverwaltung damit, ihre Dienstflotte auf E-Fahrzeuge umzustellen. Nun geht die Stadt den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur an.

Wiesbaden ist eine der wenigen deutschen Großstädte ohne ein U-Bahn- oder Straßenbahn-Netz. Der ÖPNV wird in Form von Bussen und Schnell- beziehungsweise Regionalbahnen bedient. Im Jahr 2021 kamen in Wiesbaden 96,2 Pkw auf 100 Haushalte – statistisch gesehen besaß also fast jeder Haushalt einen Pkw. Die bereits angespannte Verkehrssituation innerhalb des Stadtgebiets verschärft sich in den Stoßzeiten durch zahlreiche Einpendelnde. Bis 2019 hat Wiesbaden die Grenzwerte des Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerts mehrfach überschritten. Die Aufgabe für die kommenden Jahre ist klar: den Anteil an E-Fahrzeugen im Individualverkehr erhöhen, Rad- und Fußverkehr fördern, einen klimafreundlichen ÖPNV stärken und innovative Konzepte für den innerstädtischen Lieferverkehr entwickeln.

Verkehrswende in Wiesbaden

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will die hessische Landeshauptstadt im Rahmen des Forschungsvorhabens „E-Mobility-Hub“ zusammen mit dem Fraunhofer IML die öffentliche Ladeinfrastruktur zielgerichtet aufbauen. Seit November 2021 ist das Beratungsunternehmen Drees & Sommer mit Hauptsitz in Stuttgart von der Stadt damit beauftragt, ein Umsetzungskonzept zu entwickeln. Das Fraunhofer IML führte Interviews mit Vertreter:innen aus Kommunen, die bereits eine öffentliche Ladeinfrastruktur aufgebaut haben oder derzeit planen. Darunter sind die Städte Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Hannover, Köln, München, Offenbach und Stuttgart.

„Alle, die zukünftig ein E-Auto besitzen möchten, sollen in unserer Stadt die Möglichkeit haben, dieses einfach und preiswert zu laden“, erklärt Stadtrat Andreas Kowol, Dezernent für Bauen und Verkehr der Stadt Wiesbaden. „Dafür werden wir nun die Voraussetzungen schaffen. Wir arbeiten dazu eng mit Parkhausbetreibern, Energieversorgern, Unternehmen, Einzelhandel, Wohnungsbaugesellschaften und der Wissenschaft zusammen.“

1.700 Ladepunkte bis 2030

Für eine valide Planungsgrundlage ermittelten die Mobilitäts-Experten von Drees & Sommer den Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet bis zum Jahr 2030. Dabei kamen Hochlaufszenarien und der zukünftige Energiebedarf der Elektrofahrzeuge als Prognosegrößen zum Einsatz. Das Ergebnis: Bis 2030 werden in Wiesbaden rund 50.000 Elektroautos erwartet – das entspricht 35 Prozent der Gesamtzulassungen. Daraus ergibt sich für 2030 ein Bedarf von insgesamt rund 1.700 öffentlichen Ladepunkten. „Besonders hoch ist der Bedarf im innerstädtischen Gebiet, wo den Bewohner:innen von Mehrfamilien- und Mietshäusern nur selten private Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen“, sagt Martin Huber, Senior Consultant im Team Smart Charging bei der Drees & Sommer SE.

Laden im Hub oder an der Laterne

Neben privaten Ladepunkten an Wohnhäusern oder Firmenparkplätzen kommen Lademöglichkeiten auf öffentlichen Parkplätzen und im halböffentlichen Raum, zum Beispiel auf Kundenparkplätzen von Supermärkten, in Frage. Weitere mögliche Szenarien sind Lade-Hubs mit Schnellladesäulen, beispielsweise innerorts auf öffentlichen Parkplätzen oder an Tankstellen. Außerdem denkbar: das Laden an Laternen. Dabei wird eine Straßenlaterne mit einer Steckdose ausgestattet, sodass ein Elektroauto daran angeschlossen werden kann. Allerdings sind die Laternen in den meisten deutschen Städten gruppenweise anstatt einzeln mit der Hauptstromleitung verbunden, wodurch sich niedrige Anschlussleistungen je Laterne und damit lange Ladezeiten ergeben. „Das Laden an Laternen kann eine sinnvolle Alternative zu Ladesäulen sein, jedoch muss die Machbarkeit in jeder Stadt individuell geprüft werden“, erklärt Johannes Bracke, Senior Consultant und Experte für Energiekonzepte bei Drees & Sommer.

Private und öffentliche Lademöglichkeiten in Einklang bringen

Wichtig ist: „Ladepunkte im öffentlichen und im halböffentlichen Raum stehen in einem direktem Zusammenhang mit privaten Ladepunkten“, so Infrastruktur-Experte Huber. „Steigt die Verfügbarkeit in einem der Räume, sinkt der Bedarf an Ladepunkten im anderen Raum. Möglicherweise gibt es Straßenzüge oder Viertel, die bereits ausreichend versorgt sind. Um Parallelplanungen zu vermeiden und einen bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Ausbau über das gesamte Stadtgebiet hinweg zu erreichen, empfiehlt sich deshalb eine enge Abstimmung aller Beteiligten.“ Dazu fand im Rahmen der Konzepterstellung im Frühjahr 2022 ein Dialogprozess mit Vertreter:innen der Politik, der städtischen Verwaltung, des städtischen Energieversorgers, des Wohnungsbaus, der Arbeitgeber, der Parkhausbetreiber sowie des Einzelhandels statt.

Blaupause für andere Städte und Kommunen

Die wichtigsten Ergebnisse des Umsetzungskonzeptes, des Dialogprozesses sowie der Experteninterviews haben die Projektpartner in einem Leitfaden für Kommunen gesammelt. „Auch wenn es für den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur keinen Standardprozess gibt, können Städte und Kommunen dennoch voneinander lernen. Für die Verwaltungen ist es jetzt wichtig, den zukünftigen Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur zu kennen und ein Umsetzungskonzept als langfristige Planungsgrundlage zu erstellen“, erklärt Daniela Kirsch, Teamleiterin Urbane Logistik und Elektromobilität beim Fraunhofer IML. „Unser Leitfaden soll hier als Kompass und Orientierungshilfe dienen, damit Kommunen es in der Umsetzung leichter haben.“

Zum Leitfaden geht es hier.

Energiepreisen ein Schnäppchen schlagen

Wie Smart-Home-Anwendungen dabei helfen, Energie zu sparen

Rhede/Westfalen (ots) Viele Menschen haben in den vergangenen Tagen oder Wochen einen Brief von ihrem Energieversorger erhalten, in dem dieser auf eine drastische Preissteigerung bei Strom und Gas aufmerksam macht.

Ganz leicht Heizkosten reduzieren dank smarter Thermostate am Heizkörper.

Viele Verbraucher suchen deshalb nach einer Lösung, die Energieeffizienz im eigenen Haushalt zu erhöhen und so Geld zu sparen. „Hier lohnt es sich, über Smart-Home-Anwendungen nachzudenken. Durch bedarfsgerechte Automatisierungen der alltäglichen Abläufe helfen sie besonders effizient Energie zu sparen“, informiert Ralf Kern, Geschäftsführer der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH. „Schon einzelne Komponenten wie ein elektronisches Heizkörperthermostat, ein sogenannter Heizkörperstellantrieb, oder ein Bewegungsmelder können viel bewirken. Besonders effektiv wird es, wenn Anwendungen in energieoptimierten Szenen miteinander verknüpft sind und automatisiert zusammenspielen.“ Möglich ist das zum Beispiel mit dem Smart Home System HomePilot.

Laut der aktuellen Bitkom Studie von 2022 nutzen schon 43 % der Deutschen ein Smart-Home-Gerät in ihrem Zuhause, Tendenz steigend. Smarte Anwendungen gewinnen an Beliebtheit, da sie nicht nur für Sicherheit und Komfort sorgen, sondern zugleich auch zum Energiesparen beitragen. Diese drei Gründe liegen laut Studie fast gleichauf bei der Entscheidung zum Smart Home. Die wichtigsten Einsatzgebiete stellen laut Studie Licht und Heizung dar.

Elektronische Thermostate am Heizkörper reduzieren Heizkosten

Mit dem unmittelbar bevorstehenden Winter ist es für viele Menschen am dringendsten, Energiekosten zu sparen. Dabei hilft der DuoFern-Heizkörperstellantrieb zur Einbindung in das HomePilot Smart Home. Dieses elektronische Thermostat kann auf jeden gängigen Drehregler am Heizkörper aufgesetzt werden; es steuert das Heizkörperventil und regelt die Raumtemperatur nach individuellen Vorgaben. Durch einen internen Sensor lässt sich der Stellantrieb als Stand-alone-Lösung verwenden, effizienter ist jedoch sein Einsatz in Kombination mit dem HomePilot. Dann sind umfangreiche Automatikfunktionen für die Heizung einstellbar. Gehen beispielsweise alle Bewohner zu einer bestimmten Zeit am Morgen aus dem Haus, schalten sich über den Heizkörperstellantrieb vorher festgelegte Heizkörper automatisch in den Energiesparmodus. Bevor die Bewohner abends wieder nach Hause kommen, regeln die Stellantriebe die Temperatur wieder nach oben. Möglich ist auch eine Steuerung über die HomePilot-App – besonders praktisch, wenn Nutzer ihre Heizung von unterwegs aus steuern möchten.

„Wer noch mehr Effizienz und auch Komfort haben möchte, ergänzt den Heizkörperstellantrieb um Fenster-/Türkontakte“, erklärt Kern. „Sie registrieren, wenn ein Fenster geöffnet wird und leiten die Information über den HomePilot an die Heizung weiter. Diese regelt sich dann automatisch herunter und man verschwendet keine wertvolle Heizenergie.“ Wer über eine Fußbodenheizung oder Elektroheizkörper verfügt, kann über ein DuoFern-Raumthermostat effizient und kostensparend heizen. Es misst und regelt automatisch die Raumtemperatur einzelner Räume und funktioniert auch ohne HomePilot.

Automatisierte Rollläden: Schutz vor Heizwärmeverlust

Kern bringt noch einen weiteren Aspekt ins Spiel, der helfen kann, Heiz- und damit Energiekosten zu sparen. „Vielen ist nicht bewusst, dass sie bereits über ein einfaches Mittel verfügen, die wertvolle Wärme länger im Raum zu halten, nämlich über rechtzeitig heruntergelassene Rollläden. Sie bilden dann ein Luftpolster, das verhindert, dass kalte Luft die Fenster und damit die dahinterliegenden Räume abkühlt. Vor allem bei älteren Fenstern kann das viel bringen.“ Komfortabel ist es, wenn Rollläden über einen elektrischen Gurtwickler oder gar einen Rollladenmotor automatisiert sind. Beides lässt sich meist unkompliziert nachrüsten. Beide können zugleich in ein Smart-Home-System eingebunden werden. Dann läuft alles automatisch ab: Sinkt gegen Abend die Außentemperatur, fährt der Rollladen herunter – um die vorhandene Wärme im Inneren zu halten.

Energie sparen mit automatisierter Beleuchtung

Ein anderer Ansatzpunkt fürs Energiesparen ist die Beleuchtung. „Das geht auf dem smarten Weg natürlich am einfachsten“, so Ralf Kern. Es ist zum Beispiel sinnvoll, Leuchten mit Bewegungsmeldern zu kombinieren, insbesondere in Fluren, Eingangsbereichen, Treppenhäusern oder im Keller. Das Licht ist dann nur eingeschaltet, wenn es benötigt wird; das spart Energie und Kosten. Sind Bewegungsmelder in ein Smart-Home-System eingebunden, können programmierte Szenen den Spareffekt vergrößern: Für den Fernsehabend werden zum Beispiel mit nur einem Klick die Lampen im Wohnzimmer gedimmt und gleichzeitig die anderen Lichtquellen im Haus ausgeschaltet.

Ausführliche Informationen zum Smart-Home-System HomePilot und seinen Anwendungsmöglichkeiten gibt es online unter www.homepilot.de.

BMW Group sichert sich CO2-reduzierten Stahl für das weltweite Produktionsnetzwerk

Ab 2026 bereits über ein Drittel des weltweiten Stahl-Einkaufsvolumens mit weniger CO2 Emissionen

München (ots) Die BMW Group verfolgt ihre Klimaziele im Lieferantennetzwerk konsequent und reduziert den CO2-Fußabdruck im Stahl-Einkauf deutlich. Nach ersten Verträgen mit europäischen Lieferanten hat die BMW Group nun weitere Vereinbarungen zur Lieferung von CO2-reduziertem Stahl in den USA und China abgeschlossen.

BMW Group sichert sich CO2-reduzierten Stahl für das weltweite Produktionsnetzwerk

„Stahl ist einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen in unserer Lieferkette. Deshalb bauen wir unser Stahl-Portfolio umfassend um und werden unser weltweites Produktionsnetzwerk ab 2026 zu mehr als einem Drittel mit CO2-reduziertem Stahl beliefern. So verringern wir den CO2-Fußabdruck unserer Lieferkette jährlich um rund 900.000 Tonnen und fördern gleichzeitig die Transformation der Stahlindustrie“, sagt Joachim Post, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk.

Mittelfristig wird die BMW Group die CO2-Einsparungen durch Vereinbarungen mit weiteren Stahl-Lieferanten steigern und damit die Dekarbonisierung des Lieferantennetzwerks konsequent vorantreiben. Derzeit entfallen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in der Lieferkette eines mittelgroßen vollelektrischen Fahrzeugs auf Stahl und stehen damit an dritter Stelle – nach Batteriezellen und Aluminium. Trotzdem ist Stahl mit seinen vielseitigen Eigenschaften einer der wichtigsten Werkstoffe im Automobilbau und wird auch für zukünftige Fahrzeugkonzepte und -generationen nicht an Bedeutung verlieren.

Fokus auf erneuerbare Energien in USA und Mexiko

Für die Region Amerika wurden mit den US-amerikanischen Stahlherstellern Steel Dynamics (SDI) und Big River Steel Steel, einem U. S. Steel-Unternehmen, Vereinbarungen zur Umstellung der lokalen Stahlproduktion auf Strom aus erneuerbaren Energien getroffen.

In den USA und Mexiko bezieht die BMW Group rund die Hälfte des benötigten Flachstahl-Volumens über das Elektrostahlverfahren, bei dem Eisen und Stahlschrott mithilfe elektrischer Energie eingeschmolzen werden. Dieses Herstellungsverfahren bietet durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien hohe CO2-Einsparpotentiale. Aus dem CO2-reduzierten Stahl entstehen in den BMW Group Werken Spartanburg und San Luis Potosí Rohkarosserien für BMW Fahrzeuge. Aufgrund seiner Materialeigenschaften eignet sich der Elektrostahl vor allem für Strukturbauteile, wie zum Beispiel den Unterboden.

Einsatz innovativer Technologien in China

In China hat die BMW Group bereits im August eine Vereinbarung mit dem Stahlhersteller HBIS Group geschlossen, die die BMW Group Werke in Shenyang ab 2023 mit ersten Mengen an CO2-reduziertem Stahl beliefern wird. Die HBIS Group stellt ab 2026 schrittweise auf ein wasserstoffbasiertes Verfahren in Kombination mit dem Elektrostahlverfahren um, was weitere CO2-Einsparungen ermöglicht. Die BMW Group ist der erste Automobilhersteller in China sein, der den CO2-reduzierten Stahl der HBIS Group in der Serienproduktion einsetzen wird.

CO2-reduzierter Stahl in Europa

Mit der Salzgitter AG hat die BMW Group eine Vereinbarung zur Lieferung von CO2-reduziertem Stahl abgeschlossen. Der Stahl soll ab 2026 für die Serienproduktion von Automobilen in den europäischen Werken der BMW Group eingesetzt werden. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hat die BMW Group eine Vereinbarung mit dem schwedischem Start-Up H2 Green Steel getroffen. Das Unternehmen wird die europäischen BMW Group Werke mit Stahl beliefern, der ausschließlich mit Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.

WEB:bmwgroup.com

Treibhausgasminderungs-Quote senkt CO2-Emissionen um über 15 Millionen Tonnen

Berlin (ots) Die Vorgaben zur Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) im Verkehr haben die CO2-Emmissionen im vergangenen Jahr um 15,2 Millionen Tonnen CO2eq reduziert. Dies geht aus den von der Zollverwaltung veröffentlichen statistischen Angaben über die Erfüllung der Quote für das Jahr 2021 hervor, auf die der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) aufmerksam macht. Mehr als 11 Millionen Tonnen dieser CO2-Minderung leisteten dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biodiesel und Biogas aus Anbaubiomasse sowie aus Abfall- und Reststoffen. Angesichts dieser Bedeutung von Biokraftstoffen für die Emissionsminderung im Verkehr schaden die aus dem Frühjahr stammenden Überlegungen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse bei der THG-Quote künftig nicht mehr zu berücksichtigen, nach Auffassung des BDBe den Klimaschutzbemühungen im Verkehrssektor erheblich. Denn kurz- und mittelfristig fehlt es an Alternativen.

2021 wurden 3,1 Mio. Tonnen CO2 durch Bioethanol im Benzin eingespart.

Laut Angaben des Zolls stieg die durch die Vorgaben der THG-Quote errechnete Emissionsminderung im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr von 14,2 auf 15,2 Millionen Tonnen CO2eq an. Maßgeblich hierfür war neben einer leicht höheren Beimischung von Bioethanol zu Benzin vor allem die Anrechnung so genannter Upstream-Emissionsminderungen (UER-Minderungen) durch die Mineralölwirtschaft sowie aus den Jahren 2019 und 2020 stammende Übererfüllungen der THG-Quote von insgesamt über 3,7 Millionen Tonnen CO2eq. Die Anrechnung von Strom für die Elektromobilität spielte auch im vergangenen Jahr praktisch keine Rolle. Die hierdurch erreichte Emissionsminderung betrug knapp 25.000 Tonnen CO2eq und wird durch die erlaubte dreifache Berücksichtigung des verbrauchten Stroms dabei noch rechnerisch überzeichnet.

„Die Vorschläge aus dem Bundesumweltministerium zur weiteren Beschränkung der Anrechnung nachhaltiger Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse wirken angesichts deren Klimaschutzbeitrags von rund 10 Millionen Tonnen CO2eq jährlich und fehlender Alternativen geradezu grotesk. Sie schaden dem Klimaschutz und sollten von Bundesministerin Lemke jetzt zügig zurückgezogen werden“, fordert Norbert Schindler, Vorsitzender des BDBe. Das Bundesumweltministerium (BMU) plant bisher, die Obergrenze für die Anrechnung von Biokraftstoffen aus Futtergetreide, Zuckerrüben und Pflanzenölen für das Jahr 2023 auf 2,5 Prozent und dann bis zum Jahr 2030 auf 0 Prozent zu verringern.

Schindler erinnerte daran, dass die gesetzliche Obergrenze zur Anrechnung biogener Kraftstoffalternativen aus Anbaubiomasse erst zu Jahresbeginn 2022 von 6,5 auf 4,4 Prozent abgesenkt wurde. „Die mit einer weiteren Absenkung der Obergrenze entfallenden Emissionsminderungen durch eine weitere Anhebung der Mehrfachanrechnung von Strom und eine Verlängerung der Berücksichtigung von UER-Maßnahmen kompensieren zu wollen, ist eine Schönrechnerei des BMU, die real kein Gramm CO2 einspart“, so Schindler. Erneuerbaren Kraftstoffen wird nach Ansicht des BDBe bei der Defossilisierung des Verkehrs weiterhin die entscheidende Rolle zukommen, da die Klimaschutzbeiträge anderer Alternativen wie der Elektromobilität auf absehbare Zeit gering ausfallen werden.

Angaben der Zollverwaltung zur THG-Quote finden Sie hier https://ots.de/IcbeIw

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) vertritt branchenübergreifend die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen und -verbände, deren Spektrum von der landwirtschaftlichen Produktion der Rohstoffe bis zur industriellen Erzeugung und Weiterverarbeitung von Bioethanol und aller Co-Produkte reicht. Zu den Co-Produkten zählen DDGS, CDS, biogene Kohlensäure, Gluten, Biomethan und organischer Dünger. Für Kraftstoffanwendungen, für Getränke oder den industriellen Bereich wird unterschiedlich klassifiziertes Bioethanol aus Futtergetreide, Zuckerrüben oder biogenen Abfall- und Reststoffen produziert. In Deutschland enthalten die derzeit an Tankstellen angebotenen Benzinsorten zwischen 5 % und 10 % zertifiziert nachhaltiges Bioethanol.

WEB: www.bdbe.de
www.e10tanken.de

Ford erweitert Energieberatung für Händler

Köln (ots)

  • Erfolgreiches Programm wird neu ausgerichtet: Ford-Händlerbetriebe erhalten nicht nur konkrete Vorschläge, wie sie Energie sparen können, sondern darüber hinaus auch Beratung für eine Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Akkreditierte Energieberater berechnen für die teilnehmenden Betriebe den jeweiligen CO2-Fußabdruck und zeigen Maßnahmen auf, um Klimaneutralität zu erreichen
  • Neben langfristigen Maßnahmen werden auch Ad-hoc-Aktionen thematisiert, um angesichts explodierender Energiepreise Kosten zu reduzieren
  • Ford bietet das Programm nun auch für Händler in Österreich und der Schweiz an
Die neu ausgerichtete Ford-Energieberatung zeigt den Händlern nun sogar den Weg in die Klimaneutralität auf.

In Zeiten explodierender Energiepreise ist das Thema Energiesparen allgegenwärtig. Ford widmet sich dieser Thematik allerdings schon lange und ist im Handel damit absoluter Vorreiter: Als erster Autohersteller in Deutschland boten die Kölner bereits 2018 ihren Händlern eine Energieberatung an. Das Programm entpuppte sich als großer Erfolg. Händlerbetriebe an rund 200 Standorten nehmen daran teil und sparen durchschnittlich rund 75 Tonnen CO2 pro Jahr ein – das ist drei Mal mehr als beim Projektstart als Ziel avisiert war. Das Ford-Konzept wurde auch schon mehrfach ausgezeichnet; unter anderem wählte die Initiative Energieeffizienz und Klimaschutz-Netzwerke der Bundesregierung und der Wirtschaft die Ford-Energieberatung zu einem der drei besten Programme von mehr als 300 Energieeffizienz-Netzwerken.

Auf diesen Lorbeeren ruht sich Ford nicht aus: Vielmehr richtet der Automobilhersteller sein erfolgreiches Programm nun neu aus und erweitert es. Nach wie vor basiert das Konzept darauf, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten genau zu erfassen und dann maßgeschneiderte Maßnahmen für die jeweiligen Händler zu erarbeiten. Doch nun geht das Angebot noch einen Schritt weiter – und zwar in Richtung Klimaneutralität.

In Kooperation mit dem ecoistics.institute unter der Leitung des EffNaNet (Effizienz- und Nachhaltigkeitsnetzwerk)-Entwicklers Dr. Gregor Weber beraten beim ecoistics.EffNaNet-Programm von Ford ausschließlich vom Bund akkreditierte Energieauditoren die teilnehmenden Ford-Händler. Zunächst berechnen die Berater den CO2-Fußabdruck des jeweiligen Betriebs und zeigen dann auf, wie die Händler Klimaneutralität erreichen können. Außerdem unterstützt das Programm die Ford-Partner nun beim Erstellen von Nachhaltigkeitsberichten.

Energiesparen vermindert den CO2-Ausstoß, macht sich aber auch im Geldbeutel der Händler bemerkbar. Vor allem nach dem in Folge des Ukraine-Krieges immens gestiegenen Preisen für Öl, Gas und Strom. „Bislang verzeichnen teilnehmende Händler im Schnitt Kosteneinsparungen von rund 6.000 Euro pro Jahr“, erklärt Stefan Welter, Leiter der Ford-Händlerberatung. „Aber aufgrund der Preisexplosionen sind die Einsparpotenziale nun deutlich größer.“ Durchschnittlich lagen die Energiekosten der Ford-Händler schon im Jahr 2021 bei rund 42.000 Euro.

Um auf die vehementen Preisanstiege der vergangenen Monate zu reagieren, zielt das neu ausgerichtete Ford-Konzept nun verstärkt auf Ad-hoc-Maßnahmen. „Wir wollen den Händlern etwas an die Hand geben, mit dem sie schnell und pragmatisch den Anstieg ihrer Energiekosten eindämmen können“, betont Welter. Die Vorschläge der Energieberater richten sich einerseits auf das Verhalten der Beschäftigten in den Händlerbetrieben. Es wird beispielsweise aufgezeigt, wie viel Energie sich sparen lässt durch Ausschalten der Beleuchtung oder der Werkstattanlagen, indem man Aufträge bündelt, undichte Leitungen im Druckluftsystem umgehend abdichtet oder Werkstatttore nur so weit wie wirklich nötig öffnet.

Netzwerkgedanke bleibt beim Ford-Programm wichtig

Andererseits richten sich die Berater auch gezielt an die Geschäftsführung der Händlerbetriebe, um kurzfristige Einsparmaßnahmen umzusetzen: Die Unternehmensleitung kann Bewegungsmelder installieren lassen, um die Beleuchtung nur dort einzuschalten, wo sich auch jemand aufhält. Oder mittels getrennter Stromkreise nur die Schaufenster beleuchten. Außerdem lohnt sich das Abdichten von Fenstern und Heizkörpern oder die Installation von Deckenventilatoren, was die Temperatur im unteren Bereich der Ausstellungshalle um bis zu 3 Grad erhöht. Das heißt, man kann die Heizung entsprechend herunter regulieren.

Neben diesen Ad-hoc-Maßnahmen verdeutlichen die Berater zudem die positiven Auswirkungen von langfristigen Lösungen wie das Maximieren von Flächen für Photovoltaikanlagen oder das Einrichten von Speichermöglichkeiten. Und sie zeigen beispielsweise auf, wie viel Energie auf Dauer mit dem Austausch des Heizungssystems von Öl oder Gas auf Brennstoffzelle oder Erdwärme eingespart werden kann.

Ganz wichtig beim Ford-Programm bleibt der Netzwerkgedanke. „Die Händler sollen sich über geeignete Einsparmöglichkeiten austauschen und voneinander lernen“, erklärt Ford-Manager Welter. Beim ersten Netzwerktreffen, bei dem Ford sein neues Konzept der Energieberatung vorgestellt hat, trafen sich am Donnerstag, 10. November, Vertreter von gut 100 Händlerbetrieben in der Nähe von Crailsheim. Zwei weitere solcher Tagungen finden noch im November für weitere 190 Standorte in Leipzig und Osnabrück statt – und alle drei Veranstaltungen sind als klimaneutral zertifiziert.

Das vielfältige Beratungsangebot von Ford kommt bei den Händlern gut an. „Wir haben schon am bisherigen Programm teilgenommen und erheblich von der Beratung profitiert“, unterstreicht Volker Knapp, Geschäftsführer vom FordStore Auto Knapp in Weinheim. „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Energiepreise bedrohlich ansteigen, sind wir sehr dankbar für die Unterstützung und freuen uns auf das erweiterte Beratungsangebot von Ford.“

Das Programm wird nicht nur inhaltlich ausgeweitet, sondern auch geografisch. Ab Januar können Ford-Händler in Österreich und der Schweiz das Beratungsangebot ebenfalls in Anspruch nehmen. Diese in der Automobilbranche einmalige Energieberatung zahlt in die übergeordnete Unternehmensstrategie von Ford ein. Bis 2035 will der Automobilhersteller in Europa klimaneutral sein. Das gilt für die bis dahin ausschließlich vollelektrische Fahrzeugflotte, aber auch für die Produktionsstandorte und die Lieferkette.

WEB: ford.com

Entspannungsbad trotz Gaskrise?

Kneipp Berechnungen klären über Selfcare und therapeutische Bedürfnisse im Kontext rekordhoher Energiekosten auf

Würzburg (ots) Baden und Duschen sind wichtige Bestandteile des alltäglichen Lebens und bleiben auch im Kontext der Energiekrise hoch relevant – neben der selbstverständlichen Hygiene gilt dies umso mehr für therapeutische Bedürfnisse und Selfcare. Exemplarische Berechnungen von Kneipp zeigen: Wer smart duscht und badet, kann von den Effekten auf die physische und mentale Gesundheit profitieren, ohne auf Nachhaltigkeit zu verzichten.

Duschen und Baden sind für das eigene Wohlbefinden sowie die physische und mentale Gesundheit wichtig – und stehen Nachhaltigkeit und Energiesparen nicht im Weg.

Angesichts der aktuellen Inflation und Energiekrise hinterfragen viele Konsument*innen ihr Verhalten im Alltag. Kürzere Duschzeiten, Kaltduschen und der Verzicht auf das Entspannungsbad werden diskutiert. Dabei sind Duschen und Baden für das eigene Wohlbefinden elementar. Baden bei Muskelverspannungen, zur Stressreduktion oder bei Erkältungsbeschwerden; die Dusche als „Wachmacher“ am Morgen oder zum Tagesabschluss – diese Bedürfnisse verschwinden nicht einfach. Ganz im Gegenteil: Umfragen wie die des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass psychische Probleme in Deutschland weiter zugenommen haben. Nur noch 40 Prozent der Befragten bewerten ihre allgemeine psychische Gesundheit in diesem Jahr als sehr gut oder ausgezeichnet. Umso wichtiger ist es, Selbstfürsorge und individuelle Gesundheitsbedürfnisse nicht zu vernachlässigen.

Mehr als nur Hygiene: Kneipp fordert differenzierte Betrachtung in der Energiepreisdebatte

Durchschnittliche Kosten für Baden und Duschen im Vergleich

„Ich empfinde viele Empfehlungen in Sachen Energiesparen als zu kurz gedacht. Baden und Duschen dürfen angesichts der vielfältigen therapeutischen und gesundheitlichen Effekte nicht gegen Nachhaltigkeit ausgespielt werden. Smart umgesetzt stehen sie dem Energiesparen keinesfalls im Weg“, betont Alexander C. Schmidt, CEO der Kneipp Gruppe, einem der führenden Anbieter von Bade-, Körperpflege- und Wellnessprodukten. Konsument*innen benötigen Transparenz darüber, was eine Dusche oder ein Bad sie konkret kostet – an Geld und an Ressourcen. Dann kann jede*r für sich abwägen, wie er oder sie mit der Situation umgeht.

Vor diesem Hintergrund zeigt Kneipp eine Reihe von exemplarischen Fakten und Berechnungen, um Konsument*innen mögliche Sparpotenziale für ein smartes Badezimmer aufzuzeigen, das Gesundheit und Selfcare nicht außer Acht lässt. Die wichtigsten Stellschrauben sind dabei die Reduzierung der Wassermenge und der Temperatur: So fielen für ein Bad mit rund 150 Litern Wasser bei 40 Grad Wassertemperatur im Jahr 2021 rund 1,11 EUR Wasser- und Energiekosten an. Selbst bei weiteren Preissteigerungen am Gasmarkt auf ca. 30 Cent je kWh würde das gleiche Bad rund 2,00 EUR kosten. Verringert man das Wasservolumen jedoch auf 100 Liter und die Temperatur auf rund 36 Grad, wie von Dermatologen empfohlen, liegt der Preis noch bei ca. 1,20 EUR. Auch die regelmäßige Dusche bietet Einsparpotenzial: Eine Dusche mit einer Dauer von sieben Minuten und einer Wassertemperatur von 40 Grad kostet bei knapp 30 Cent je kWh rund 1,40 EUR. Reduziert man die Duschdauer um eine Minute und verringert die Wassertemperatur auf 36 Grad, spart man im Schnitt 32 Cent. Für die Entscheidung zwischen Dusche und Badewanne entscheidend: Wer sieben Minuten duscht, verbraucht mit einem Standard-Duschkopf bereits mehr Wasser und Energie als bei einem 100-Liter-Bad. Gerade für therapeutische Effekte, zum Beispiel bei Gelenkbeschwerden oder Einschlafschwierigkeiten, ist damit das Bad sogar nachhaltiger – ein vergleichbarer Effekt wie mit dem Bad kann mit einer Dusche nur schwer bis gar nicht erzielt werden.

Selfcare-Momente bleiben auch in der Energiekrise bezahlbar

„Es ist entscheidend, dass Verbraucher*innen sich weiterhin um ihre gesundheitlichen und therapeutischen Bedürfnisse kümmern und nicht aus Angst vor den Kosten darauf verzichten“, betont Alexander C. Schmidt.

Die Berechnungen und Vergleiche zeigen, dass wichtige Selfcare-Momente wie die morgendliche Dusche oder das Entspannungsbad am Abend auch in Zeiten hoher Energiepreise und knapper Ressourcen erschwinglich bleiben – sofern sie smart angegangen werden. Das gilt auch, wenn man diese im Vergleich zu anderen kleinen Auszeiten im Alltag betrachtet: Der Becher Kaffee bei der Rösterei mit ca. 3,00 EUR oder der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt mit durchschnittlich bei 3,13 EUR sind hier nur zwei Beispiele.

Ausführliche Informationen zum nachhaltigeren Baden und Duschen finden sich unter https://www.kneipp.com/de_de/nachhaltiges-badezimmer/

Deutsche Marine trägt zur Energiesicherheit bei

Kiel (ots) Am Montag, den 24. Oktober 2022, sind das Minenjagdboot „Bad Bevensen“ und das Minentauchereinsatzboot „Bad Rappenau“ aus dem Marinestützpunkt Kiel ausgelaufen, um sich aktiv an der Altlastensuche im Seegebiet vor Lubmin (östlich Greifswald) zu beteiligen.

Das Tauchereinsatzboot 1067 Bad Rappenau fährt im Einsatzgebiet im Rahmen der multinationalen Geschwaderübung SquadEx zur Minensuche in der Ostsee, am 02.04.2019.

Dort ist die Errichtung eines LNG-Terminals vorgesehen. Die beiden Minenabwehreinheiten werden dazu den Meeresboden absuchen, um die Kampfmittelfreiheit festzustellen. Speziell für diese Aufgabe sind Einheiten des 3. Minensuchgeschwaders und die an Bord befindlichen Minentaucher des Seebataillons ausgerüstet und ausgebildet.

Der Natoverband SNMCMG1 lüft in Warnemünde ein. Das Minenjagdboot Bad Bevensen passiert als erstes die Mohlenköpfe.

Die Boote sowie die Minentaucher werden bei der Detektion von Altlasten ihr fundiertes Fachwissen einbringen und somit den Beitrag der Deutschen Marine zur Energiesicherheit in Deutschland gewährleisten.

Hintergrund

Die seit Jahrzehnten auf dem Meeresboden liegende Munition ist eine Gefahr für Leib und Leben sowie unsere Umwelt. Viele Tausend Tonnen alter Munition liegen noch auf dem Ostseeboden in deutschen Gewässern, schätzt der Expertenkreis Munition der Bund-Länder Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO) des Bundes und der Küstenländer.

Die Seeverbindungswege haben eine hohe Bedeutung in unserer international vernetzten Welt. Diese Lebensadern können durch Seeminen und andere Munition bedroht werden. Der Fähigkeit zur Abwehr dieser Gefahr kommt eine entsprechend große Bedeutung zu. Die Deutsche Marine verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die Seeverbindungswege nicht nur in Nord- und Ostsee sicherer zu machen. Wegen ihres Verteidigungsauftrages muss die Deutsche Marine in der Lage sein, Minen und auch andere unter Wasser eingesetzte Kampfmittel mit großen Ladungsgewichten zu beseitigen, um Seewege und wichtige Infrastruktur zu schützen.

Die Minenjagdboote der Deutschen Marine haben mehrere Möglichkeiten, Gefahren unter Wasser zu suchen und zu beseitigen. Kabelgelenkte Unterwasserdrohnen können Minen identifizieren und vernichten. Minentaucher des Seebataillons werden eingesetzt, um Sprengkörper an schwer zugänglichen Stellen wie Häfen oder flachen Gewässern unschädlich zu machen.

WEB: bundeswehr.org

Heizen mit 100 % Wasserstoff: Remeha ist Teil des ersten Projektes in Deutschland

Holzwickede/Emsdetten (ots) Seit dem 20. Oktober fließt erstmals reiner Wasserstoff im Erdgasnetz der Westenergie AG Essen. In einem Pilotprojekt in Holzwickede bei Dortmund werden drei Gewerbeimmobilien über das bestehende Erdgasnetz mit dem grünen Energieträger versorgt. Unter Verwendung von insgesamt vier Remeha Wasserstoffkesseln wird so die Wärmeversorgung der Gebäude sichergestellt. Heizen mit 100 % Wasserstoff ist damit nicht länger nur eine Vision.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (3.v.r.), Remeha Geschäftsführer Heinz Werner Schmidt (2.v.r.), Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG (links) sowie weitere Projektbeteiligte vor dem Wasserstoffspeicher, aus dem das 500 Meter lange Test-Netz gespeist wird.

Remeha-Geschäftsführer Heinz Werner Schmidt war stolzer Teilnehmer der Einweihung des Projektes: „Remeha und die BDR Thermea Gruppe haben bereits frühzeitig die Chancen für den Einsatz von Wasserstoff im Wärmemarkt Europa erkannt und sich bereits im März 2019 als Innovationsführer unter den Heizgeräteherstellern mit einem Wasserstoff-Heizgerät auf der Messe ISH präsentiert. Wir freuen uns sehr, hier als Projektpartner den realen Schritt zur emissionsfreien Wasserstoffanwendung in der Gebäudewärmeversorgung unter Beweis stellen zu können.“

V.l.n.r.: Remeha Geschäftsführer Heinz Werner Schmidt, Vertriebsleiter Franz Killinger und Peter Kiewardt (Leiter Regenerative Energien) im eigens für das Projekt eingerichteten Showroom. Hier können sich Besucher und Journalisten über das Projekt und die dabei verwendete Technologie informieren. Der 100 % Wasserstoffkessel von Remeha ist da natürlich zentrales Element.

Die Bedeutung von Wasserstoff in der Wärmeversorgung wird nicht nur von der Industrie schon seit langer Zeit betont. Auch die Politik hat realisiert, dass die Energiewende nur gelingt, wenn sämtliche Sektoren miteinander gekoppelt werden und man technologieoffen an das Thema herangeht. Das unterstreicht im aktuellen Projekt auch die Anwesenheit von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Die Grünen-Politikerin betonte in ihrer Rede, dass dieses Projekt echte Pionierarbeit leiste. „Es wird in NRW immer Teile geben, die nicht elektrifiziert werden können“, so die Ministerin. Und fügte hinzu: „Gerade die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen aus NRW beeindruckt mich. Da ist Kooperation, keine Konkurrenz. Wir gehen heute 500 wichtige Meter in Richtung Klimaneutralität.“

In dem Projekt namens H2HoWi wurde eine circa 500 Meter lange Erdgasleitung der öffentlichen Gasversorgung auf 100 Prozent grünen Wasserstoff umgestellt. Die vorhandene Erdgasleitung wurde dazu vom Verteilnetz getrennt und an einen Wasserstoffspeicher angeschlossen. Neben der Umstellung der Erdgasleitung waren auch kleinere Anpassungen bei den drei beteiligten Kunden erforderlich. Bislang auf dem Markt erhältliche Erdgas-Brennwertgeräte können reinen Wasserstoff nicht verbrennen. Daher wurden bei den drei Unternehmen die für 100 Prozent Wasserstoff geeigneten Brennwertgeräte von Remeha installiert. Diese sind bereits seit 2019 in Pilotprojekten in den Niederlanden, England und Frankreich im Einsatz und verfügen über das Prüfzeichen für Feldtestanlagen vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVWG). Die Kessel haben eine Leistung von 24 Kilowatt und verbrennen den reinen Wasserstoff nahezu emissionsfrei.

Remeha mit Sitz im münsterländischen Emsdetten ist Teil der internationalen BDR Thermea Gruppe. Neben dem 100 % Wasserstoffkessel mit einer Leistung von 24 kW, der inzwischen dutzende Male in Pilotprojekten installiert wurde, hat die BDR Thermea Gruppe jetzt auch einen 100 % Wasserstoffkessel mit einer Leistungsfähigkeit von 45 kW entwickelt. Dieser soll noch in 2022 in den Niederlanden erstmals in Betrieb genommen werden. In künftigen Projekten soll dabei auch die Kombination eines 100 % Wasserstoffkessels mit einer Wärmepumpe getestet werden. BDR Thermea sieht eine solche Hybrid-Konstellation, in der der Wasserstoffkessel als Spitzenlastkessel zum Einsatz kommt und die Grundlast elektrisch abgedeckt wird, als schnellen, reibungslosen und erschwinglichen Übergang zum Heizen mit erneuerbaren Energien. Weitere Informationen und Pressematerialien zum Thema Heizen mit Wasserstoff unter www.remeha.de/wasserstoff