Während jedes dritte Großunternehmen seine Fehlerkultur als Innovationshemmnis sieht, sehen im Gesamtschnitt 56 % der befragten Unternehmen keinen Einfluss ihrer Fehlerkultur auf Innovation. 27 % berichten von einer fördernden und nur 17 % von einer erschwerenden Wirkung. Doch nicht nur nach Größe, sondern auch nach Branchen gibt es Unterschiede: So sehen in der Industrie 24 % ihre Fehlerkultur als Innovationsbremse, im Dienstleistungssektor 15 %. Dort berichten zugleich 30 %, dass ihre Fehlerkultur Innovation eher erleichtert.
„Wenn wir über die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland sprechen, geht es nicht allein um Investitionen und Technologie“, sagt Wißfeld. „Unternehmen müssen auch zulassen, dass Neues ausprobiert wird und Fehlversuche früh sichtbar werden. Prozesse nach einem Fehler zu verbessern, ist wichtig. Innovation braucht zusätzlich den Spielraum, Erkenntnisse schnell für neue Ansätze zu nutzen. Sonst perfektionieren Unternehmen vor allem das Bestehende, während neue Ideen zu langsam durch die Organisation kommen.“
Über die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q3 2026. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt. Die Studie befragt bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen. In Q3 haben 469 Unternehmen geantwortet.






