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Linux-Gratiskurs lehrt Kommandos für Automatisierung von Alltagsaufgaben

Potsdam (ots) Das Betriebssystem Linux steht im Mittelpunkt eines besonderen kostenlosen Onlinekurses auf der offenen Lernplattform openHPI des Hasso-Plattner-Instituts. Vom 9. Februar an sollen allen Interessierten vor allem die Möglichkeiten vorgestellt werden, schnell und effektiv mit der Linux-Kommandozeile zu arbeiten.

Linux-Gratiskurs lehrt Kommandos für Automatisierung von Alltagsaufgaben / Linux; Pinguin;

Ein studentisches Expertenteam stellt in dem dreiwöchigen Gratiskurs zum Beispiel vor, wie man viele alltägliche Aufgaben automatisieren und kleinere Programme zu großen zusammenschließen kann.

Die Anmeldung für das Angebot unter dem Titel „Linux in der Kommandozeile“ ist online möglich unter: https://open.hpi.de/courses/linux2022.

„Mit dem Betriebssystem Linux kommt man öfter in Berührung, als man denkt“, sagt HPI-Masterstudent Felix Roth, einer der beiden Kursleiter. Die frei zugängliche und kostenlose Open-Source-Software laufe zum Beispiel auf Handys, in smarten Lampen und sogar auf Supercomputern. „Auch für die Bildungsplattform openHPI selbst ist Linux, als dessen Markenzeichen ein Pinguin fungiert, gewissermaßen der Motor“, betont Roths Kommilitonin Clara Granzow.

Die Kursleitung hat als Zielgruppe alle im Auge, die die Kommandozeile im Linux-Betriebssystem bislang überhaupt noch nicht oder nur wenig benutzt haben bzw. sich schon länger fragen, wie man sie bedient. „In Filmen sieht man oft, wie Hacker per Tastatur etwas auf einem schwarzen Bildschirm in grüner Schrift eingeben und dann sagen ‚Ich bin drin!‘. Das ist genau die Situation, in der man über eine Kommandozeile mit dem Computer interagiert – ein sehr vielseitiger, aber für manchen etwas undurchsichtiger Weg“, sagt Roth.

Die studentischen Linux-Fachleute des HPI demonstrieren deshalb in der ersten Kurswoche einige grundlegende Kommandos, wenn sie in die Grundlagen der Navigation einführen. In der zweiten Woche stellen sie Filter und Pipelines vor und geben einen Überblick über Anwendungen in der Kommandozeile. Die dritte Kurswoche dient der Abschlussprüfung und ihrer Vorbereitung.

Eine Einführung in die Grundlagen von Linux ist das neue Angebot nicht. Dafür gibt es bereits den openHPI-Kurs „Linux für alle“ aus 2018. Er ist auf der Lernplattform nach wie vor im Selbststudium nutzbar. Darin erläutern HPI-Informatiker, wie Personen, die mit dem am weitesten verbreiteten Betriebssystem Windows unzufrieden sind oder einfach eine Alternative kennenlernen möchten, den Umstieg vollziehen können. Demonstriert wird zum Beispiel, dass es problemlos möglich ist, Linux neben einem vorhandenen Betriebssystem wie Windows zu installieren.

Hintergrund zur Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Kursangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Internet-Plattform https://open.hpi.de. Diese bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschulwissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch und Englisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als eine Million Kurseinschreibungen registriert. Rund 290.000 Personen aus 180 Ländern gehören derzeit auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen „Massive Open Online Courses“, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher rund 115.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 90 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen. Partnerplattformen, die mit derselben Lerntechnologie arbeiten, sind zum Beispiel openSAP und OpenWHO. Zudem kommt die HPI-Plattform beim KI-Campus zum Einsatz. Dieses vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt soll in der Bevölkerung die Kompetenzen zum Thema Künstliche Intelligenz stärken. Auch die Internet-Lernplattform eGov-Campus, die Bildungsangebote auf Hochschulniveau zu den Themen E-Government und Verwaltungsinformatik bietet, arbeitet mit der openHPI-Technologie.

WEB: hpi.de

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir verleiht Chemie³-Nachhaltigkeitspreis

Auszubildende der hessischen Chemie- und Pharmabranche beteiligten sich an dem Wettbewerb

Wiesbaden (ots) Bereits zum vierten Mal ehrte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als Schirmherr die Gewinner des Nachhaltigkeitspreises für junge Menschen in Hessen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltigkeit in der Unternehmenspraxis – Was geht uns das an?“ ausgelobt war.

Tarek Al-Wazir mit Gewinner-Urkunde

Den ersten Preis erhielt das Team der HEWI Heinrich Wilke GmbH aus Bad Arolsen, der zweite Platz ging an ein Team der Heraeus Holding GmbH in Hanau. Mit dem dritten Preis wurden die Teilnehmer von B. Braun Melsungen AG aus Nordhessen ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt ein Team von CSL-Behring aus Marburg.

„Ich bin tief beeindruckt, wie intensiv sich die 15 Teams mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinandergesetzt haben“, sagte Al-Wazir. „Die junge Generation zeigt, dass sie die Zukunft mitgestalten möchte und zu konkreten Veränderungen im eigenen Umfeld bereit ist. Ich sehe es als große Aufgabe der Politik, sie dabei zu unterstützen. Denn die Ideen und das Engagement der jungen Menschen werden entscheiden, ob uns die Transformation hin zu einer nachhaltigen und klimaverträglichen Wirtschafts- und Lebensweise gelingt.“

Die hessischen Allianzpartner der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ – der Landesverband Hessen im Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI Hessen), der Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e.V. (HessenChemie) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Hessen-Thüringen (IG BCE Hessen-Thüringen) – vergeben alle zwei Jahre ihren Nachhaltigkeitspreis an Auszubildende, Teilnehmende in betrieblichen Fördermaßnahmen sowie dual Studierende der Branche. Dieses Jahr beteiligten sich15 Teams mit 65 Auszubildenden aus ganz Hessen.

Die Preisträger des Wettbewerbs

Mit dem ersten Preis und einem Preisgeld von 1.500 Euro wurde ein Team aus fünf Auszubildenden der HEWI Heinrich Wilke GmbH aus Bad Arolsen ausgezeichnet. Die bunt gemischte Gruppe wird in den Berufen zum Werkzeugmacher, Verfahrensmechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker Systemintegration und zur Industriekauffrau ausgebildet. Die Sieger überzeugten mit einer umfassenden Beantwortung der Fragen, was Sustainable Development Goals (SDGs) sind und welches Ziel sie verfolgen. Auch erfolgte eine umfangreiche Verknüpfung dieses Wissens mit der Recherche, welche Bereiche im Unternehmen bereits nachhaltig oder auf dem Weg der Nachhaltigkeit sind. Im Kreativbeitrag entschieden sich die jungen Leute für einen Podcast, durch welchen sie nachhaltiges Einkaufen im Unternehmen durch einen digitalen Leitfaden fördern möchten.

Das dreiköpfige Team der Heraeus Holding GmbH aus Hanau-Kleinostheim erhielt den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 1.000 Euro. Die angehenden Glasapparatebauerinnen punkteten durch einen Videobeitrag: Welche Qualität Sand besitzen muss, um für die Glasherstellung und den Bau von Gebäuden nutzbar zu sein, die Folgen des Sandabbaus an Stränden und im Meer und die Lösung des Glasrecyclings als Ersatz für Sand wurde beeindruckend in der Einreichung dargestellt.

Mit dem dritten Platz und einem Preisgeld von 500 Euro wurde das Team der B. Braun Melsungen AG aus Nordhessen ausgezeichnet. Die vier angehenden Kaufleute und ein Student im Praktikum entwickelten ein Konzept für eine App, mit der sich die Nutzung betrieblicher E-Ladestationen komfortabel abwickeln lässt: die MEME Manage E-Mobility Efficiently. Das Thema wurde mit unterschiedlichen SDGs verbunden und beeindruckend in einem Video präsentiert.

Einen Sonderpreis, der mit 500 Euro dotiert ist, erhielt das Team von CSL Behring aus Marburg. Die drei Biologielaborantinnen überzeugten mit ihrem Konzept, Podcast-Folgen zu entwickeln, in denen die Nachhaltigkeitsziele dargestellt und Anknüpfungspunkte zum Unternehmen herausgestellt werden. Die Jury, die aus einem Vertreter des Wirtschaftsministeriums und den Allianzpartnern bestand, würdigte insbesondere die allein von den Auszubildenden realisierbare Umsetzung. Damit haben die drei jungen Frauen in ihrem Kreativbeitrag aufgezeigt, welchen Beitrag sie selbst im Unternehmen leisten können.

Zur virtuellen Preisverleihung schalteten sich die meisten Teams aus ihren Unternehmensstandorten zu. Ausgestattet mit einer Knabberbox und ihren Handys verfolgten sie die Vorstellung der Mitbewerber und hatten viel Spaß an Quizfragen, die die Preisverleihung bereicherten.

Nachhaltigkeitspreis für junge Menschen in Hessen

Mit ihrer Initiative Chemie³ wollen die hessischen Allianzpartner Nachhaltigkeit als Leitbild in der chemischen Industrie verankern. Der Nachhaltigkeitspreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben, um bereits Jugendliche und junge Erwachsene für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren. Er richtet sich an Auszubildende, dual Studierende und Teilnehmende von Fördermaßnahmen wie „Start in den Beruf“ aus Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen. Erstmalig wurde der Preis im Jahr 2015 vergeben. Von Beginn an hat der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die Schirmherrschaft übernommen.

Web: www.hessenchemie.de

Web: www.wirtschaft.hessen.de

Melden Sie sich schnell an – Neustart des Zertifikatskurs „Quality Manager Food and Feed“ am 24. Januar 2022

Quakenbrück (ots) Der Zertifikatskurs 2021 zum Qualitätsmanager Food and Feed wurde aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zur COVID-19 Pandemie für ein Jahr ausgesetzt. Für das Jahr 2022 plant die Kursverantwortliche des DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. Dr. Karin Wiesotzki in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Professional School der Hochschule Osnabrück einen Neustart als Präsenzveranstaltung mit ergänzenden Online-Seminaren, beginnend mit der Projektwoche vom 24. Januar bis 28. Januar 2022.

So soll es 2022 wieder aussehen – die erfolgreichen Absolvent*innen des Jahrgangs 2019 des Zertifikatskurs „Quality Manager Food and Feed“ bekamen von den Organisator*innen auf der Abschlussveranstaltung an der Hochschule Osnabrück ihr Hochschulzertifikat überreicht. Melden Sie sich schnell an – Neustart des Zertifikatskurs „Quality Manager Food and Feed“ am 24. Januar 2022!

Mit dem Zertifikatskurs „Quality Manager Food and Feed“ haben das DIL und die Professional School der Hochschule Osnabrück ein berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm für die Lebens- und Futtermittelbranche etabliert, welches in seiner Form einzigartig ist: Experten bilden Fach- und Führungskräfte ein Jahr berufsbegleitend zum Quality Manager Food and Feed aus, welche nach erfolgreichem Bestehen ein Hochschulzertifikat erhalten.

Der Hintergrund der Etablierung dieses Formats ist die Qualität von Lebens- und Futtermittelprodukten. Sie ist abhängig von innerbetrieblichen Prozessen, analytischen und technischen Kompetenzen sowie einem funktionierenden Managementsystem. Dies bedeutet, dass Qualitätsmanager sowohl Kenntnisse auf technisch-analytischer Seite benötigen als auch über die verschiedenen Managementmodelle zur Strukturierung und Optimierung von innerbetrieblichen Prozessen.

Das Konzept des Zertifikatskurses vermittelt in zielgerichteter und kompakter Form praxisnahes Wissen zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements und zu den rechtlichen Vorgaben aus Sicht von Zertifizierungen und Qualitätssicherung. Referenten seitens der Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden sowie Auditoren, Vertreter der amtlichen Überwachung und erfahrene Juristen unterstützen mit ihrem Expertenwissen die verschiedenen Seminarthemen und bieten den TeilnehmerInnen des Kurses die Möglichkeit, Themen und Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag anzusprechen und zu diskutieren. Weiterhin profitieren die TeilnehmerInnen durch den Ausbau ihres Netzwerkes durch den engen Kontakt zu Experten und Kolleg*innen aus dem QM-Bereich.

Kurzportrait

Veranstaltungsort: DIL Quakenbrück

Dauer: 1 Jahr berufsbegleitend

Umfang: ca. 280 Präsenzstunden (teilweise Online-Seminare) plus Eigenanteil (u.a. in Form einer Projektarbeit)

Zugangsvoraussetzungen: Grundkenntnisse in der Lebens- oder Futtermittelindustrie im Bereich des Qualitätsmanagements (nachgewiesen durch Hochschulbildung oder Berufserfahrung)

Kursmodus: 2 Blockwochen (Mo – Fr) und 12 Seminare à 2 Tage (Fr + Sa)

Kosten: 6.500 Euro inkl. Unterlagen und Verpflegung

Abschluss: Hochschulzertifikat (Abschlussprüfung) (nach bestandenen Modulprüfungen)

Anmeldeschluss: 14. Januar 2022

Ansprechpartner: Dr. Karin Wiesotzki / E-Mail: k.wiesotzki@dil-ev.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link!

QM Lebens- und Futtermittel | Hochschule Osnabrück (hs-osnabrueck.de)

Zahlen zeigen erstmals: So wenig zielführend ist die Zusammenführung der Pflegeausbildungen für die Branche

Braunschweig (ots) Seit dem 01. Januar 2020 wurden die drei Ausbildungen der Pflegebereiche Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege mit der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ersetzt. Das Ziel der Zusammenführung war es, die Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen und den Fachkräftemangel der Branche zu mindern. Ob das mit der neuen Ausbildung möglich ist und welche Nachteile sie mit sich bringt, hat Recruiting-Experte Jann Kaporse analysiert – und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

Zahlen zeigen erstmals: So wenig zielführend ist die Zusammenführung der Pflegeausbildungen für die Branche / Jann Kaporse

Die Berufe der Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger wurden zum Berufsbild Pflegefachfrau/-mann zusammengeführt und sollen den Wechsel zwischen der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege erleichtern. Zudem soll den Fachkräften ein breiteres Tätigkeitsfeld eröffnet werden und sie erhalten im Gegensatz zu den vorherigen Ausbildungen eine Vergütung. Insgesamt 53.610 Menschen haben zum Jahresende 2020 die zusammengeführte Ausbildung zum Pflegefachpersonal gemacht. Allerdings waren es 2019/2020 noch 71.271 in allen Ausbildungen zusammen.

Jann Kaporse: „Diese Fakten klingen zunächst positiv, allerdings wird diese neue Ausbildung zu immer weniger Nachwuchs in der Pflegebranche führen. Statt also die Branche zu stärken, wird sie auf diese Weise nur geschwächt: Denn viele mobile Pflegedienste sind nun nicht mehr in der Lage auszubilden, da sie die Anforderungen nicht erfüllen. Ihnen fehlen die Mitarbeiter, die die benötigten Kompetenzen für die Ausbildung mitbringen.“

Da die Auszubildenden auch einige Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, um in der generalisierten Ausbildung alle Themen abzudecken, wollen auch Altenheime diese Ausbildung nicht anbieten. Ihre Auszubildenden würden schließlich weniger Zeit im Altenheim verbringen und die Personalplanung und Einarbeitung ins System erschweren. Zudem haben viele Altenheime Angst, dass ihre Auszubildenden anschließend in den abwechslungsreichen Krankenhäusern bleiben möchten, zumal sie dort ein höheres Gehalt erwartet.

„In diesen Fällen hätten die Altenheime umsonst Zeit und Geld in die Ausbildung einer Fachkraft gesteckt, die anschließend kein Interesse an der Ausbildungsstätte zeigt – daher bieten sie die Ausbildung lieber gar nicht erst an. Da die Krankenhäuser aber ohnehin zu wenig ausbilden, fehlen mit der neuen Ausbildung noch mehr Auszubildende und Fachkräfte am Markt. So schafft die zusammengeführte Ausbildung mehr Probleme als Lösungen für die Pflegebranche“, führt Jann Kaporse aus.

Die Lösung sieht für den Experten dagegen so aus: „Das neue Ausbildungssystem lässt sich nicht von heute auf morgen verändern. Prinzipiell muss man der Branche daher zu verstehen geben, dass die Pflege ohne Ausbildung nicht funktioniert. Die aktuellen Zahlen verraten, dass die Menge der Auszubildenden noch nicht einmal ausreicht, um die Mitarbeiter abzudecken, die jährlich in Rente gehen. Besonders Krankenhäuser müssen begreifen, dass sie mehr Leute ausbilden sollten, als sie selbst benötigen. Denn tun sie das nicht, werden sie in Zukunft sehr viel mehr Patienten aufnehmen müssen, da diese im Altenheim nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Auch ein Zusammenschluss der Ausbildungsstätten kann für die Zukunft sehr positive Auswirkungen haben: So kann in einer Größenordnung ausgebildet werden, um auch den Altenheimen ausreichend Pflegekräfte zur Verfügung zu stellen. Zudem kann eine branchenübergreifende Onlinemarketing-Kampagne hilfreich sein, um die jüngere Zielgruppe zu erreichen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Ausbildung in ein positives Licht zu rücken“, erklärt Jann Kaporse.

Über High Office IT:

Jann Kaporse und Alexander Grüssmer sind die Gründer der in Braunschweig ansässigen High Office IT GmbH. Mit ihrem einmaligen Mix aus Recruiting und Softwareentwicklung haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Organisationen die Möglichkeit zu geben, die besten und nicht die nächstbesten Kandidaten einzustellen. Dafür nutzen sie eine selbst entwickelte Methode des Performance Recruitings, um passive Bewerber zu aktivieren und somit den Bewerberzufluss von Fachkräften zu erhöhen.

Web: high-office.com

Stiftung Warentest empfiehlt OP-Masken in der Schule

Keine der geprüften FFP2-Masken für Kinder hält die Stiftung Warentest für geeignet. Ihr Atemwiderstand ist zu hoch, der Komfort beim Atmen gering. OP-Masken sind im Schulalltag die bessere Wahl.

Test

Sechs- bis zwölfjährige Kinder haben eine weniger kräftige Atmung als Erwachsene und etwa die Hälfte von deren Lungenvolumen. Masken für Kinder sollten deshalb einen hohen Atemkomfort bieten. Doch der Atemwiderstand lag bei den geprüften Kindermasken im Bereich von Erwachsenenmasken oder sogar über deren Grenzwerten.

Masken für Kinder?

Wo ein hohes Infektionsrisiko besteht, etwa im vollen Schulbus, können Kinder eine Erwachsenenmaske von 3M kurzzeitig tragen. Die 3M Aura 9320+ überzeugte bereits im Test für Erwachsene. Für Kinder ist ihr Atemwiderstand akzeptabel, ihre Filterwirkung ist hoch. Und sie passt auch kleinen Köpfen.

Für lange Einsätze ist aber auch diese Maske nicht die richtige. Spätestens nach 75 Minuten Tragedauer sollten Erwachsene bei FFP2-Masken eine 30-minütige Pause einlegen, Kinder erst recht. Mit dem Schulalltag ist das kaum vereinbar. Zudem macht das 3M-Kopfband das selbstständige Aufsetzen für Kinder nicht einfach.

Für den Schulalltag sind OP-Masken daher die bessere Wahl. Sie bieten zwar nur wenig Selbstschutz, schützen aber andere. Auch bei langem Tragen dieser Masken drohen Kindern keine Schäden. Aus Hygienegründen sollten Masken allerdings mindestens täglich gewechselt werden.

Im Test waren 15 Masken, die Kindereignung und einen FFP2-Schutz suggerieren, sei es durch entsprechende Ansprache oder durch verspielte Optik. Außerdem wurde die 3M-Maske für Erwachsene auf Kindereignung geprüft. Der vollständige Test sowie ein umfangreicher Katalog von Fragen und Antworten zum Thema ist kostenfrei unter www.test.de/kindermasken abrufbar.

Türen öffnen für internationalen Flair: Gastfamilien für Studierende bei Experiment e.V. gesucht

Bonn (ots) Richtig in eine Kultur eintauchen gelingt am besten im direkten Austausch im Alltag. Mit dem Austauschprogramm für internationale Studierende (FiS) der gemeinnützigen Austauschorganisation Experiment e.V., haben die Teilnehmenden zwei Wochen Zeit, die deutsche Kultur bei einer Gastfamilie hautnah zu erleben.

Familie Hafner hat viel mit ihrer Gaststudentin Marta unternommen.

Die internationalen Studierenden sind in der Regel zwischen 18 und 30 Jahre alt und kommen aus verschiedenen Ländern außerhalb Europas. Sie sind an einer deutschen Hochschule als Austauschstudierende oder Vollzeitstudierende eingeschrieben und sind auf der Suche nach einer weltoffenen Gastfamilie.

Familie Steinhäuser hat den Studenten Osagie aufgenommen. Der Gastvater berichtet über die schöne Erfahrung: „Es war unser erster Austausch und einen besseren Gast als Osagie hätten wir uns nicht wünschen können. Meine Frau und ich durften durch Gespräche viel über Osagies Herkunftsland, Nigeria, lernen. Wir wohnen zwar etwas abseits, trotzdem hat sich Osagie wohlgefühlt und wir hatten viele lustige Momente.“

Familie Hafner hat die Studentin Marta aufgenommen und kann nur Positives berichten: „Im August kam Marta aus Madrid zu uns. Sie war sehr freundlich, höflich und dezent. Die Kommunikation funktionierte einwandfrei, Martas Deutsch ist sehr gut! Besonders schön war, dass sie auch gerne Fahrrad fahren wollte und wir dadurch einige kurze Ausflüge zusammen unternehmen konnten. Abends haben wir unter anderem ein Weinfest und den Stadtstrand in Schweinfurt besucht und waren auf dem Afrika-Festival in Würzburg. Marta ist jederzeit herzlich bei uns willkommen und falls wir irgendwann mal wieder die spanische Hauptstadt besuchen, freuen wir uns auf ein Wiedersehen.“

Die Teilnehmenden haben während des Familienaufenthaltes kein organisiertes Rahmenprogramm. Somit steht dem interkulturellen Austausch zwischen den Gastfamilien und den Studierenden nichts im Wege. Nicht nur die Studierenden profitieren von der gemeinsamen Zeit, sondern auch die Gastfamilie, da sie die Möglichkeit hat, eine neue Kultur kennenzulernen – und das in den eigenen vier Wänden. Wer Interesse hat, Gastfamilie zu werden, kann sich in der Geschäftsstelle von Experiment e.V. in Bonn bei Lena Weyers melden (Tel.: 0228 95722-41, E-Mail: weyers@experiment-ev.de). Weitere Informationen gibt es unter www.experiment-ev.de/gastfamilie-werden.

Auf dem Blog von Experiment e.V. findet sich außerdem ein Interview mit einem ehemaligen Teilnehmer des Programms: https://ots.de/hkDgQQ

Die Magie von Geschichten lässt Geschichte lebendig werden

Das Playbook als Türöffner für geschichtliche Bildung

Bad Rothenfelde / Potdsam (ots) Fasziniert klicken sich die Kinder auf der kleinen Inhouse-Messe in Bad Rothenfelde bei Osnabrück durch die Geschichte und merken nicht einmal, dass sie gerade den Lehrplan der Klassen 5 bis 6 durchgehen.

GLUW-Messe / Bad Rothenfelde

Während die Erwachsenen sich an anderen Ständen aufhalten, möchte der Nachwuchs wissen, warum Heloss, ein Sklave, festgenommen wurde, und ob sein bester Freund Tramos ihn wieder befreien kann. Damit geht das Start-up History Voices aus Potsdam ungewöhnliche Wege.

Ein interaktives Buch, das Gameplay-Elemente kombiniert

Die Playbook-Apps sind interaktive Bücher, die mit der Game-Software Unity© entwickelt werden, und dementsprechend einige Gameplay-Elemente benutzen, um den Kindern das Gefühl zu geben, sie wären ein Teil der Geschichte. Der Fokus liegt auf dem Storytelling und der 3D-animierten Umgebung im LowPoly-Stil. Dies ist eine Grafik, die einen Zeichentrickcharakter aufweist. „Niemand weiß, wie es vor 2500 Jahren wirklich ausgesehen hat, deshalb wollte ich bei der Darstellung der Geschichte Raum für Fantasie lassen. Außerdem sollte das Angebot niedrigschwellig sein. Nicht jeder verfügt über einen Gaming-PC, schon gar nicht die Schulen“, erklärt Astrid Kronsbein, Gründerin der „History Voices Playbooks“. Mit wenigen Klicks installiert sich das Playbook auf dem iPad, Tablet, PC oder Laptop.

Menschen lieben Geschichten

Es ist die Geschichte über die ungewöhnliche Jungenfreundschaft zwischen Tramos, einem Aristokraten, und Heloss, einem Schuldsklaven, die den Kindern bewusst macht, dass Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz damals eine Seltenheit waren. Die Playbook-Apps entfachen Magie, indem sie Geschichte mit Geschichten erzählen.

Seit es die Menschheit gibt, erzählen die Völker ihren Kindern Geschichten, um ihre Kultur und Traditionen weiterzugeben. Die Völker mit einer Schrift konnten ihre Kulturen bewahren, die in der Gegenwart nur darauf warten, durch die Geschichtswissenschaft entdeckt und interpretiert zu werden. Das Wissen von mündlich überlieferten Kulturen ist heutzutage kaum noch zu rekonstruieren.

Das Dilemma der Geschichtsdidaktik

Die Geschichtsdidaktik favorisiert eine stets sachlich korrekte, nicht wertende Darstellung der Historie und eine Einordnung zur heutigen Gesellschaft. Museen versuchen durch Techniken, wie Holografien und Virtual-Reality-Brillen, die Geschichte für die BesucherInnen greifbarer zu machen. Zur Standardausrüstung eines Museums gehören Headsets, die in vielen Sprachen passende Audioaufzeichnungen abspielen. Lange Texttafeln vor den Ausstellungsvitrinen sind von gestern.

Heutzutage sind auch die Texte in den Schulbüchern vereinfacht dargestellt. Didaktisch gesehen, versucht man das Wesentliche herauszustellen, denn man will vermeiden, dass sich falsche Vorstellungen in den Kinderköpfen festsetzen – denn man weiß um die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Kinder. Deshalb gibt es aufwendig produzierte „Terra X“-Dokumentationen, die historische Ereignisse greifbarer machen. Aber auch da scheiden sich die wissenschaftlichen Geister, ob diese Dokumentationen im Sinne der Geschichtsdidaktik förderlich sind oder nicht. Hier besteht also ein Dilemma: Denn ohne emotionale Verknüpfung lernt der Mensch selten nachhaltig.

Einen inneren Geschichtskompass entwickeln

Die Playbooks sind ursprünglich für Schulen entwickelt worden und zeigten bei Testtagen vor der Corona-Pandemie ihr Potential. Selbst die lernschwächsten Kinder fanden einen Zugang zum Lehrplan durch das Storytelling und behielten das Gelernte auch längerfristig in Erinnerung. Manchmal äußern LehrerInnen Bedenken, die Kinder könnten mit dem Text im Playbook überfordert sein, doch dann erleben sie, wie die Magie des Storytellings ihre Wirkung entfacht und mehr Inhalt hängen bleibt als erwartet. „Es geht nicht darum, die nächste Doktorarbeit schreiben zu können, sondern eine Art inneren Geschichtskompass zu entwickeln“, beschreibt Astrid Kronsbein ihre Vision, etwas gegen die Geschichtsmüdigkeit zu unternehmen.

Im Austausch mit Eltern kommt häufig zur Sprache, dass diese selbst keinen Zugang zur Geschichte gefunden haben, aber ihrem Nachwuchs gerne eine Möglichkeit dazu geben wollen. Hierfür sind die Playbooks genau das Richtige.

Die Playbooks versprechen eine automatische Auseinandersetzung mit der Geschichte, damit sich ein Gefühl für Geschichte entwickeln kann. Ein individuelles Lesetempo ist aufgrund der Point-and-Click-Steuerung möglich. Die leistungsstarken Kinder werden durch die Glossareinträge zusätzlich gefordert. Diese Lernbegeisterung motiviert Astrid Kronsbein: „Ich finde es spannend zu sehen, wie es in den Kinderköpfen rattert, wenn sie die Geschichte erleben.“

Das neue Lernsystem des Playbooks vermittelt Geschichte leicht verständlich

Das Playbook besteht aus zwei Ebenen. Die erste Ebene befasst sich mit den historischen Ereignissen, die mit Dialogen und Szenarien in einer 3D-animierten Welt vermittelt werden. Dabei sammeln sich Wissenseinträge in ein Glossar ein, welches sich auf wissenschaftliche Literatur stützt, und kindgerecht nachlesbar ist. Belohnt werden diese Einzüge durch das Knacken von Schlössern im Glossar und durch die Darstellung der Wissenseule. „Je mehr Schlösser ich knacke, desto mehr verändert sich die Eule von bronze zu silber und schlussendlich zu gold. Allerdings liegt der Fokus nicht darauf, das Belohnungszentrum im Gehirn zu triggern, sondern die Neugierde der Kinder zu wecken“, berichtet die Gründerin.

Durch die fiktive Geschichte, die auf den Lehrplänen der Bundesländer basiert, entsteht eine emotionale Verknüpfung. „Wenn die Kinder in der ersten Episode in die Rolle von Tramos schlüpfen und sehen, wie ihr bester Freund Heloss festgenommen wird, nur weil er ein Sklave ist, dann findet eine Betroffenheit statt und man merkt sich die sozialen Umstände von damals„, äußert sich Astrid Kronsbein weiter.

Die zweite Ebene stellt den Tempel des Wissens dar. Dort lebt der Geist der Menschheit, der in Ketten liegt. Warum er in Ketten liegt, das erfahren die Kinder im Laufe der Geschichte. Vor und nach dem Geschichtsabenteuer treffen die Kinder den Geist. So viel kann verraten werden: Die Kinder haben die Gelegenheit, ihn mit dem gesammelten Wissen über die Geschichte später zu befreien. Außerdem stellt der Geist einen Bezug zwischen Geschichte und heutiger Gesellschaft her – eine erneute Verknüpfung zur Lebensrealität der Kinder.

Die Vision einer Playbook-Bibliothek

Viele Eltern fragen sich, ob es das Playbook nur für die Zeitepoche Antike gibt. Dazu sagt Astrid Kronsbein: „Das steht und fällt natürlich mit dem Erfolg des Konzepts und ob es von den Eltern und Kindern angenommen wird. Aber ich bin da zuversichtlich, denn ich habe schon in viele faszinierte Kinderaugen geblickt, die mit dem Playbook in Berührung kamen. Deshalb haben wir die Starterbox für den Handel entwickelt.“ Unsere Vision ist es, eine Playbook-Bibliothek von der Antike bis zur Neuzeit zu erschaffen. Wir arbeiten beispielsweise gerade an der ersten Episode der Staffel Mittelalter. „Später könnte dann eine Umfrage in einer Fan-Community darüber entscheiden, was wir als nächstes Thema angehen sollen“, sagt Astrid Kronsbein, denn es gibt unzählig viele faszinierende Geschichten zu erzählen.

Die Starterbox Antike – mit Sammelfiguren aus der Geschichte, einer Downloadkarte zur App und einem Begleitbuch – ist für rund 50 Euro bei Weltbild, buecher.de oder im „History Voices Shop“ erhältlich.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.history-voices.de.

Berufsbegleitend studieren: Hochschule Ruhr West startet MBA zum Sommersemester 2022

Mülheim an der Ruhr (ots) Die Hochschule Ruhr West (HRW) startet im Sommersemester 2022 ein neues MBA-Programm. Der Verbundstudiengang „MBA Global Management / HR “ fokussiert die zunehmend anspruchsvolleren Personalentwicklungsstrategien der Unternehmen. Der berufsbegleitende, weiterbildende MBA richtet sich an erfahrene Fach- und Führungskräfte, die ihre Kenntnisse und Führungskompetenzen im Kontext des Personalwesens erweitern möchten.

Vorgänge und Prozesse eines Unternehmens im Blick haben. Mit dem MBA Global Management / HR die Berufschancen im operativen sowie strategischen Managementbereich mit Personalverantwortung erhöhen.

Der neue MBA ist stark anwendungsorientiert und ermöglicht den Studierenden die nachhaltige Entwicklung der persönlichen Führungskompetenzen. Das Verbundstudium bietet aufgrund geringer Präsenzzeiten und ausschließlicher Anwesenheit an Samstagen eine große Flexibilität: Die Kombination aus Präsenzveranstaltungen, Online-Angeboten und begleitetem Selbststudium ermöglicht ein berufsbegleitendes Studium. Geeignet ist ein MBA für Menschen, die erfolgreich im Berufsleben stehen und sich nun weiter qualifizieren möchten, die karriereorientiert sind und ein hohes Durchhaltevermögen besitzen.

Die Absolvent:innen dieses MBA qualifizieren sich in vier Semestern für allgemeine Management-Tätigkeiten in der mittleren oder oberen Führungsebene eines Unternehmens. Der Studiengang zeichnet sich neben der Vermittlung theoretischer-fachlicher Kompetenzen durch eine hohe anwendungsorientierte Ausbildung aus. Die Berufserfahrung der Studierenden wird in die Lehre integriert.

Die Studiengebühren für den MBA betragen 6.960 Euro (bei einem Studienabschluss in der Regelstudienzeit von vier Semestern). Hinzukommen noch Material- und Semestergebühren. Nach Abschluss des Präsenzprogramms verfügen die Studierenden über ausgeprägte Handlungs-, Management- und Persönlichkeitskompetenzen sowie spezialisiertes Fach- und Methodenwissen im Global Management mit Schwerpunkt Personal.

Ausführliche Informationen zum Studiengang: https://go.hrw.nrw/CcmnEo

ALDI SÜD fördert weiter Schulgärten

Mülheim an der Ruhr (ots)

  • Discounter verlängert Partnerschaft mit Acker e. V.
  • Neues Pilotprojekt CampusAckerdemie für angehende Lehrkräfte
ALDI SÜD unterstützt das mehrfach ausgezeichneten Bildungsprojekt GemüseAckerdemie des Vereins Acker e.V. seit 2016. Die Partnerschaft hat der Discounter jetzt um drei weitere Jahre verlängert.

Pflanzen, pflegen, ernten – das steht dank der GemüseAckerdemie an immer mehr Schulen auf dem Stundenplan. ALDI SÜD unterstützt das mehrfach ausgezeichnete Bildungsprogramm des Vereins Acker e. V. bereits seit 2016. Diese fruchtbare Partnerschaft hat der Discounter jetzt um drei weitere Jahre verlängert. ALDI SÜD fördert den Verein mit jährlich 100.000 Euro. Weitere 50.000 Euro kommen einem Pilotprojekt für angehende Lehrkräfte zugute.

Das Konzept der GemüseAckerdemie ist so einfach wie wirkungsvoll: Kinder und Jugendliche bauen ihr eigenes Gemüse direkt an der Schule an. Durch die praktische Arbeit lernen die Schülerinnen und Schüler die Natur neu kennen. Auch weitere Nachhaltigkeitsthemen wie Lebensmittelverschwendung oder Sortenvielfalt, werden vermittelt. „Im Laufe eines Jahres eignen sich die Kinder an, wie Lebensmittel, die täglich auf unserem Teller landen, angebaut und geerntet werden. Dabei erfahren sie, wie viel Zeit und Arbeit z. B. in einer einzelnen Karotte stecken. Das führt zu einer höheren Wertschätzung für Lebensmittel“, sagt Dr. Christoph Schmitz, Gründer der GemüseAckerdemie.

Im Jahr 2016 haben 250 Kinder an neun Schulen im ALDI SÜD Gebiet die ersten Gemüsegärten angelegt. 2020 konnten bereits 8500 Mädchen und Jungen an mehr als 280 Schulen im gesamten ALDI SÜD Gebiet ihren eigenen Schulgarten pflegen. „Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, dass Jahr für Jahr mehr Kinder in ihrem Schulgarten ackern können. Das passt zu unserem Ziel, eine bewusste Ernährung für alle zu fördern“, sagt Carlos Rasel, Director Public Affairs & Corporate Citizenship bei ALDI SÜD und verantwortlich für das gesellschaftliche Engagement des Discounters.

Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Ziel der GemüseAckerdemie ist es, allen Kindern den Zugang zu Schulgärten zu ermöglichen. Dafür braucht es geschulte Lehrerinnen und Lehrer. Mit der CampusAckerdemie bietet Acker e. V. aktuell an drei Hochschulen praxisorientierte Seminare zum Thema Schulgarten für Lehramtsstudierende an. Dieses Pilotprojekt unterstützt ALDI SÜD zusätzlich mit einer einmaligen Förderung von 50.000 Euro.

Web: aldi-sued.de

Algorithmen auf der Spur: Gratiskurs zum spielerischen Programmieren

Potsdam (ots) Ein Detektiv und ein großer Bär sind mit im Spiel, wenn ab 24. November ein neuer kostenloser Onlinekurs Jugendlichen und Erwachsenen das Programmieren schmackhaft machen will. Angeboten wird er auf der offenen Lernplattform openHPI des Hasso-Plattner-Instituts.

E-Learning; Onlinekurs; Java; kostenlos Programmieren lernen; Digital Lernen; /

Der zweiwöchige Gratiskurs trägt den Titel „Algorithmen und Datenstrukturen mit Detektiv Duke“. Die Teilnehmenden werden tiefer in Java hineingeführt, eine der populärsten Programmiersprachen der Welt. Anmelden kann man sich für das Angebot in deutscher Sprache unter https://open.hpi.de/courses/java-algorithmen2021.

„Wer mitgenommen werden will auf unsere spannende Reise durch die Welt der Algorithmen und Datenstrukturen, sollte dazu Grundkenntnisse in objektorientierter Programmierung in Java mitbringen“, betont HPI-Wissenschaftler Thomas Staubitz, Mitglied des sechsköpfigen Kursleiter-Teams. Er verweist zum Beispiel auf den letztjährigen Einführungskurs „Objektorientierte Programmierung in Java„, der nach wie vor im openHPI-Archiv verfügbar ist.

„Die seit rund 25 Jahren verbreitete Art des objektorientierten Programmierens in der Sprache Java versucht sich stärker an der Denkweise des Menschen zu orientieren als an der Funktionsweise von Maschinen“, erläutert der Wissenschaftler. Vom Laptop bis hin zum Rechenzentrum, in wissenschaftlichen Supercomputern, Mobiltelefonen, Spielekonsolen und dem Internet – überall werde Java verwendet und sei Grundlage für viele Arten von Netzwerkanwendungen.

Kostenloser Onlinekurs mit Verständnis-Tests und Spiel-Elementen

In dem Vertiefungskurs, der am 24. November startet, werden theoretische Aspekte verschiedener Datenstrukturen wie Arrays, Listen, Stacks, Queues, Sets, Maps und Trees sowie deren praktische Anwendung in Java behandelt. Weiterhin will das Kursleiterteam vermitteln, welche Algorithmen es gibt, um diese Datenstrukturen zu sortieren oder effizient zu durchsuchen.

Eine spezielle Software ist für den neuen Java-Kurs auf openHPI nicht erforderlich. Programmieren kann man direkt im eigenen Browser. Die Lernenden erhalten zu dem Code, den sie programmieren, direktes Feedback. Per Online-Quiz können sie testen, ob sie die Inhalte der Lehrvideos verstanden haben. Ferner gehören Hausaufgaben und eine Abschlussprüfung zum Programm.

Um erfolgreich am neuen Kurs teilzunehmen, sollte man nach Staubitz‘ Worten vier bis sechs Stunden Zeit pro Woche einplanen. Unterstützung bekommen die Nutzerinnen und Nutzer sowohl im Diskussionsforum dieses Massive Open Online Course (MOOC) als auch in Lerngruppen.

Hintergrund zur Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Kursangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Internet-Plattform https://open.hpi.de. Diese bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschulwissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch und Englisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als eine Million Kurseinschreibungen registriert. Rund 286.000 Personen aus 180 Ländern gehören derzeit auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen „Massive Open Online Courses“, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher fast 114.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 80 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen. Partnerplattformen, die mit derselben Lerntechnologie arbeiten, sind openSAP und OpenWHO. Zudem kommt die HPI-Plattform beim KI-Campus zum Einsatz. Dieses vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt soll in der Bevölkerung die Kompetenzen zum Thema Künstliche Intelligenz stärken.

Web: hpi.de