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Kinder in der Pandemie: Thementag im ZDF und in der ZDFmediathek

Mainz (ots) Die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Coronapandemie wurde lange zu wenig beleuchtet. Dass ihnen nicht nur der Unterricht fehlte, sondern besonders in beengten Wohnverhältnissen auch Bewegung und Fitness zurückgingen, ist eine von vielen Erkenntnissen.

Wie Grundschüler wieder in den Schulalltag zurückfinden, ist eines der Themen des Schwerpunkts #KinderInDerPandemie. Nutzung des Bildes nur in Verbindung mit der Sendung.

Welche Auswirkungen die Pandemiemonate auf die Verfassung von Kindern, auf ihre Schulerfahrungen und auf ihr Sozialleben hatten und haben – dieser Frage geht das ZDF am Montag, 21. Juni 2021, im Themenschwerpunkt „Kinder in der Pandemie“ nach: Von „Volle Kanne – Service täglich“ über das „ZDF-Mittagsmagazin“ bis zum „heute journal“ berichten die aktuellen Nachrichten- und Magazinsendungen an diesem Tag über die verschiedenen Probleme, die sich für den Nachwuchs aus der Coronakrise ergeben, verbunden mit dem Ausblick, wie es nach den Sommerferien weitergehen kann.

Unter dem Hashtag #KinderInDerPandemie und im Online-Nachrichtenangebot ZDFheute gibt es dazu weiteren Infomehrwert: von Zahlen und Fakten zu Kindern und Jugendlichen in Deutschland bis zu der viel diskutierten Frage, ob Kinderrechte ins Grundgesetz gehören. In der ZDFmediathek ist das Schwerpunktthema am Montag, 21. Juni 2021, top-gesetzt.

Zum Start des Thementages bietet „Volle Kanne“ mit Moderator Florian Weiss ab 9.03 Uhr im ZDF zum Thema „Kinder und Jugendliche während Corona“ einen Talk mit einem Jugendtherapeuten. Gerade die Engpässe bei der psychologischen Betreuung traten in den zurückliegenden Monaten deutlich zutage. Und auch die gestiegenen Zahlen zur häuslichen Gewalt gegen Kinder zeigten die zusätzlichen negativen Auswirkungen der Coronapandemie an.

Wie Kinder in der Pandemie leiden, welche Auffälligkeiten und Krankheiten sie entwickeln, das schildert ab 13.00 Uhr im „ZDF-Mittagsmagazin“ mit Moderator Daniel Pontzen eine Reportage aus dem Alltag eines Jugendhauses und einer Klinik. Und auch in der 19-Uhr-„heute“-Ausgabe mit Moderatorin Barbara Hahlweg werden die überfüllten Kinderpsychiatrien ein Thema sein. Wie wiederum Schulsozialarbeiter mit den Folgen der Pandemie bei Grundschülern umgehen, das beleuchtet ab 21.45 Uhr im „heute journal“ mit Moderatorin Bettina Schausten ein Beitrag darüber, wie Grundschülerinnen und Gründschüler in Weimar wieder in den Schulalltag integriert werden.

Auch das Thema „Impfungen von Kindern und Jugendlichen“ ist Teil des Schwerpunkttages im ZDF. So gibt ZDFheute einen Überblick über Studien aus den USA zu etwaigen Nachwirkungen von Impfungen bei Kindern und Jugendlichen.

Der Themenschwerpunkt in der ZDFmediathek bietet nicht nur die Beiträge vom Tage, sondern darüber hinaus viele weitere Dokus und Berichte zu den Belastungen für Kinder durch die Corona-Einschränkungen, zu den Folgen der Coronapandemie, zu Coronapandemie und Schule sowie zur Debatte um Impfungen für Kinder.

"Kinder in der Pandemie" ab Montag, 21. Juni 2021, in der ZDFmediathek:
https://zdf.de/politik-gesellschaft/kinder-in-der-pandemie-100.html 

Drittes Symposium für Unfallforschung und Sicherheit im Straßenverkehr der ADAC Stiftung

Über 100 Experten und Nachwuchswissenschaftler befassen sich mit dem Thema ungeschützte Verkehrsteilnehmer

München (ots) Über 100 Experten und Nachwuchswissenschaftler aus allen Bereichen der Straßenverkehrssicherheit kommen heute und morgen zum dritten Symposium für Unfallforschung und Sicherheit im Straßenverkehr (UFO) der ADAC Stiftung zusammen, um sich mit aktuellen Herausforderungen und Erkenntnissen der Straßenverkehrssicherheit zu befassen.

Sicheres Fahrradfahren im Alter soll in Verkehrserziehungsprogrammen vermittelt werden.

Das UFO 2021, das pandemiebedingt virtuell ausgetragen wird, findet alle zwei Jahre mit wechselnden Schwerpunktthemen der Verkehrssicherheit statt und hat sich als Plattform zur interdisziplinären Diskussion von wirksamen Maßnahmen in den Bereichen Mensch, Fahrzeug und Infrastruktur etabliert.

Im Fokus stehen diesmal Forschungsergebnisse zum Thema ungeschützte Verkehrsteilnehmer, nachdem die schweren und tödlichen Verkehrsunfälle im Jahr 2020 pandemiebedingt zwar um gut zehn Prozent zurückgegangen, die Unfallzahlen bei Pedelec-Fahrern jedoch um19 Prozent angestiegen sind. Besonders auffällig sind dabei die Zahlen von Senioren, die mit dem Pedelec im Straßenverkehr tödlich verunglückten.

„Bewegung ist wichtig für die Gesundheit und den Mobilitätserhalt von älteren Menschen,“ so Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung. „Rad- und Pedelecfahren wirken insgesamt positiv, allerdings sollten Senioren mit speziellen Trainings unterstützt werden, damit die Verkehrsteilnahme möglichst sicher erfolgt. Deshalb fördert die ADAC Stiftung das Forschungsprojekt „Sicheres Radfahren im Alter“ des Instituts für Biomedizin des Alterns der FAU Erlangen. Im Rahmen des Projektes wird ein Fahrrad- und Pedelec-Training für Senioren pilotiert und wissenschaftlich evaluiert, das die motorischen Grundkompetenzen wie Gleichgewicht, Kraft und Reaktionsfähigkeit verbessert und dabei unterstützt, komplexe Verkehrssituationen besser zu bewältigen.“

Das Projekt läuft noch bis 2022. Die Zwischenergebnisse stellen einen ersten Indikator für die Effektivität des Trainings im Hinblick auf die Fahrradkompetenz dar.

Über die ADAC Stiftung: Die gemeinnützige und mildtätige ADAC Stiftung fördert Forschungs- und Bildungsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, um mit wissenschaftlichen Erkenntnissen die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Außerdem sensibilisiert die ADAC Stiftung Kinder und Jugendliche mit eigenen Programmen für Gefahren im Straßenverkehr. Durch die Förderung der Mobilitätsforschung trägt die Stiftung dazu bei, den Straßenverkehr nachhaltiger zu gestalten. Zudem leistet die ADAC Stiftung einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Innovation im Amateur-Motorsport. Die Stiftung unterstützt außerdem hilfsbedürftige Unfallopfer mit Maßnahmen, die ihnen ein Stück ihrer persönlichen Mobilität zurückgeben. Mit dem Förderschwerpunkt Rettung aus Lebensgefahr unterstützt die ADAC Stiftung die Luftrettung im In- und Ausland und die Verbesserung der akut- und notfallmedizinischen Versorgung von Notfallopfern. Die ADAC Luftrettung gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ADAC Stiftung und eine der größten Luftrettungsorganisationen in Europa.

Web: ADAC.de

Schule aus Schleswig-Holstein mit Deutschlands bestem Klimaschutz-Projekt

Silber für Baden-Württemberg, Bronze für Saarland bei bundesweitem Energiesparmeister-Wettbewerb

Berlin (ots) Die Stadtschule Bad Oldesloe ist Bundessieger beim Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen (www.energiesparmeister.de). Das hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze heute Nachmittag per Livestream aus dem Bundesumweltministerium verkündet.

Energiesparmeister 2021: Bundessieger aus Schleswig-Holstein (oben) mit co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz, Moderator Ben und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (von links nach rechts)

Die Grundschule aus Schleswig-Holstein gewinnt den mit 5.000 Euro und Sachpreisen dotierten Titel „Energiesparmeister Gold“.

Wettbewerbsfinale: Über 50.000 Stimmen für beste Schulprojekte

Die Stadtschule Bad Oldesloe gehört zu den sechszehn Landessiegern des Energiesparmeister-Wettbewerbs. Bei einer Online-Abstimmung hat die Grundschule in den vergangenen zwei Wochen um den Bundessieg gekämpft. Mehr als 8.000 der rund 50.000 abgegebenen Stimmen entfielen auf die Grundschule.

Das Gymnasium Isny aus Baden-Württemberg hat den zweiten Platz erreicht. Drittplatzierte Schule beim Energiesparmeister-Wettbewerb ist das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen aus dem Saarland. Eine ausführliche Beschreibung aller Preisträger-Projekte mit Fotos und Videos ist zu finden auf www.energiesparmeister.de/preistraeger.

So schützt die Grundschule aus Schleswig-Holstein das Klima

Seitdem sich die Grundschüler 2019 mit der „Fridays for Future“-Bewegung solidarisiert haben, steht jeder Freitag an der Stadtschule Bad Oldesloe unter einem bestimmten Klimaschutz-Motto. Für die Zukunft ist neben der Teilnahme an Demonstrationen ein „müllfreier und autofreier Freitag“ geplant.

Die als erste Klimawald-Grundschule Deutschlands ausgezeichnete Ganztagsschule schafft mit vielen verschiedenen Projekten wie dem „zu Fuß zur Schule“-Aktionstag und Müllsammelaktionen einen nachhaltigen Lebensort für die Kinder. Bei den jährlichen Klimawochen befassen sich die jungen Klimaschützer seit 2015 intensiv mit klimarelevanten Themen und beteiligen sich an der europaweiten Kindermeilen-Kampagne.

Preisverleihung online – Sonderpreis für Schule aus Bayern

Zum dreizehnten Mal hat der Energiesparmeister-Wettbewerb an Schulen die besten Klimaschutzprojekte aus ganz Deutschland prämiert und dabei Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro vergeben. Die Preisverleihung fand aufgrund der Corona-Pandemie online statt und wurde per Livestream übertragen.

Alle sechzehn Energiesparmeister-Landessieger erhalten 2.500 Euro Preisgeld. Die Energiesparmeister Gold, Silber und Bronze werden für ihre Klimaschutz-Projekte auch mit hochwertigen Sachpreisen belohnt. Für den Energiesparmeister-Titel Gold gibt es weitere 2.500 Euro Preisgeld. Den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis für nachhaltiges Engagement hat die Grund- und Mittelschule Aitrachtal aus Mengkofen in Bayern gewonnen.

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs

Neben Geld- und Sachpreisen werden die Energiesparmeister mit einer Patenschaft eines Partners aus Wirtschaft und Gesellschaft belohnt. Die Paten unterstützen ihre Schule bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: Ackerdemia e.V., atmosfair gGmbH, BKK ProVita, Brandenburger Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, ENGIE Deutschland, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH, Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die Sparkassen in Niedersachsen und Sparkasse Saarbrücken.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb a&o Hostels, Florida-Eis Manufaktur GmbH, memo AG, Spreeprint Textildruck e.K., Vaude GmbH & Co. KG und Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Als Medienpartner agieren der auf pädagogisch-didaktische Fachzeitschriften spezialisierte Friedrich-Verlag, das Naturkostmagazin Schrot&Korn sowie das bundesweite Jugendmagazin YAEZ. Unterstützt wird der Wettbewerb auch von Deutschlandfunk Kultur mit Berichterstattung in der Sendung „Kakadu“.

Web: https://www.energiesparmeister.de

Ford-Auszubildende pflanzen Bäume im Saarlouiser Werk

Saarlouis (ots) Auszubildende des Ford-Werks Saarlouis haben Geld gesammelt, um Bäume zu pflanzen – Nun schmücken 15 neue Bäume das Ford-Gelände in Saarlouis – Werkleitung und Betriebsrat sind von der Aktion begeistert und haben einen der Bäume beigesteuert – Ford-Nachwuchs engagiert sich bei verschiedenen sozialen Projekten

Baumpflanz-Aktion bei Ford in Saarlouis: Kai Girlinger von der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Ford-Werke in Saarlouis, Personalleiter Christian Fehling, Betriebsratsvorsitzender Markus Thal und Werkleiter Jürgen Schäfer (v.li.) pflanzen einen der neuen Bäume auf dem Werkgelände.

Das Ford-Werk in Saarlouis ist seit Donnerstag schöner und grüner- dafür haben die Auszubildenden gesorgt. In einer eigenständigen Aktion hat der Ford-Nachwuchs zunächst Geld gesammelt, den Kauf und Transport der Bäume organisiert und schließlich die 15 jungen Bäume eigenhändig gepflanzt. Nun stehen 13 neue Apfelbäume, eine Lorbeerkirsche sowie ein Amberbaum auf dem Werkgelände.

Bevor die Corona-Pandemie dies in den vergangenen zwei Jahren verhinderte, veranstalteten die Ford-Auszubildenden jedes Jahr ein Sportturnier für den guten Zweck. Die Einnahmen aus diesen Benefiz-Turnieren spendeten sie beispielsweise an die Sternenaktion von Radio Salü oder die Initiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. Um Geld für die Baumpflanz-Aktion zu sammeln, organisierte der Ford-Nachwuchs im November 2019 ein Volleyball-Turnier mit zehn Mannschaften aus den unterschiedlichen Berufsausbildungsgruppen und einem Ausbilder-Team. Mit dem Verkauf von Speisen und Getränken kam eine Summe von rund 600 Euro zusammen. Damit erwarben die angehenden Facharbeiter nun die Bäume für das Werksgelände.

„Mit den Bäumen setzen wir ein Zeichen für Nachhaltigkeit“, sagt Kai Girlinger von der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Ford-Werke in Saarlouis. „Außerdem sehen wir die Bäume auch als Symbol für die Zukunft unseres Standorts in Saarlouis. Dank der hohen Ausbildungsqualität hier bei Ford sind wir bereit, diese Zukunft mitzugestalten.“

Eigeninitiative wichtiger Bestandteil in der Ford-Ausbildung

Die Werkleitung und der Betriebsrat waren von der Eigeninitiative der Auszubildenden sehr angetan und unterstützten die Aktion kurzerhand mit einem zusätzlichen Baum. „Das ist eine Super-Aktion unserer Auszubildenden“, sagt Werkleiter Jürgen Schäfer begeistert. „Sie zeigt, dass sich die jungen Kolleginnen und Kollegen Gedanken über Nachhaltigkeit machen und ihre Ideen dann auch eigeninitiativ umsetzen.“ Eigeninitiative zu vermitteln sei ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung bei Ford, so Schäfer weiter. „Da freut es uns natürlich sehr zu sehen, dass diese Einstellung auch außerhalb des Ausbildungszentrums im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt.“

„Das ist eine super coole Aktion von unserem Nachwuchs“, ergänzt Markus Thal, Betriebsratsvorsitzender bei Ford Saarlouis. „Erstens Sport gemacht, zweitens Geld gesammelt und drittens sich aktiv und kreativ für Umwelt und Nachhaltigkeit eingesetzt sowie ein Zeichen für unsere Zukunft am Standort gesetzt. Da soll noch einer sagen, unsere jungen Fordler hätten es nicht drauf. Auf diese jungen KollegInnen können wir stolz sein!“

Das soziale Engagement der Ford-Auszubildenden zeigt sich nicht nur durch die Spenden aus den selbstorganisierten Benefiz-Sportturnieren. Darüber hinaus engagieren sie sich regelmäßig bei weiteren sozialen Projekten. In der vergangenen Adventszeit sammelte der Ford-Nachwuchs beispielsweise Lebensmittel für die Tafeln in Saarlouis und Dillingen, mit denen mehrere Hundert Haushalte von Bedürftigen versorgt werden konnten. Zudem absolvieren die Auszubildenden in ihrem zweiten Ausbildungsjahr ein Sozialpraktikum unter anderem in Behinderteneinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, der Lebenshilfe und der Diakonie.

Bei Ford in Saarlouis absolvieren derzeit rund 120 junge Männer und Frauen ihre Ausbildung beziehungsweise ihr berufsbegleitendes duales Studium, das sogenannte do2-Programm. Die Auszubildenden sind in sechs verschiedenen Ausbildungsberufen tätig: Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Fachkräfte für Lagerlogistik, Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Kraftfahrzeugmechatroniker. Vom 1. September 2021 an bildet Ford Saarlouis auch Fachinformatiker für Systemintegration aus.

Web: Ford.com

Wer wird Europameister? Neue wissenschaftliche Berechnung: Belgien ist Top Favorit auf den EM – Titel.

Deutschland scheidet im Achtelfinale aus.

Münster (ots) Ansonsten eher für Bundesligaprognosen bekannt, haben sich die bekannten Wissenschafter aus Münster auf ihrer Website KickForm.de, mit der anstehenden Fußball-EM beschäftigt.

Laut der KickForm Simulation zählt Deutschland bei der EM 2020 nicht zu den Top Favoriten und kann den Pokal mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 5% gewinnen.

Abbildung: Wahrscheinlichkeiten auf den EM Titel 2020

Das Wissenschaftsteam rund um Mastermind Prof. Heuer (Buch: „Der perfekte Tipp“) hat tief in die Trickkiste gegriffen um Prognosen für den Ausgang der EM zu generieren. Während der Fußball-Saison liefert KickForm für die großen europäischen Ligen präzise Prognosen. Die Tipp-Empfehlungen haben zumeist Trefferquoten, die deutlich über 70% liegen. Für die EM mussten die ausgefeilten Statistiktools der Wissenschaftler an die neue Datenlage für die Nationalteams angepasst werden.

In einer aufwendigen Simulation wurden die Zahlen 100.000 Mal berechnet und wurden gerade auf https://www.kickform.de/fussball-em/ veröffentlicht. Dabei wurden für alle 51 EM Spiele – von der Gruppenphase bis zum Finale – die Wahrscheinlichkeiten für Sieg, Unentschieden und Niederlage prognostiziert. Zudem wurden für jede Mannschaft die Wahrscheinlichkeiten auf den Titel „Europameister 2021“ und für das Erreichen der Finalrunden berechnet.

Alles andere als das Erreichen des Achtelfinales wäre eine riesige Überraschung – mit 83% Wahrscheinlichkeit sollte „Die Mannschaft“ die Gruppenphase überstehen. Die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Halbfinales liegt schon nur noch bei 26%. Laut der Prognose von Kickform bestreitet das deutsche Nationalteam das letzte EM-Spiel am 27.06. wo wo man gegen den zukünftigen Europameister Belgien auscheiden wird. Weitere Aspiranten auf den EM Titel 2020 sind neben Belgien (22%), Frankreich (20%), Spanien (13%) und Portugal (12%).

Die ganze Vorhersage für jedes Team kann auf https://www.kickform.de/fussball-em-teamprognosen/ gefunden werden.

Wie sicher ist die EM Prognose?

Von einer 100 Prozent sicheren Prognose kann nicht die Rede sein, wie die Vorhersagespezialisten von KickForm betonen. Denn wie im richtigen Leben, spielt auch im Fußball der Zufall ein große Rolle. Das Portal veröffentlicht schon seit mehreren Jahren Vorhersagen für Fußballspiele und erzielt dabei beeindruckend hohe Trefferquoten mit den Prognosen.

Das Schöne am Fußball ist aber, dass auch die vermeintlich schwächeren Mannschaften immer wieder Gewinne einfahren oder sogar Titel holen. Bestes Beispiel war die EM 2016 in Frankreich, als späterer Europameister Portugal „nur“ eine Titelchance von 6% hatte. Zu den damaligen Top Favoriten zählten Deutschland, Frankreich, Spanien und England.

So wurde gerechnet – Die KickForm EM Fußballformel

Die Statistiker des Vorhersageportals haben mit der KickForm Fußballformel das komplette EM Turnier in einer aufwendigen Simulation 100.000 Mal berechnet. Dabei wurden für alle 51 Spiele – von der Gruppenphase bis zum Finale – die Wahrscheinlichkeiten für Sieg, Unentschieden und Niederlage ermittelt.

Prof. Heuer von der Universität Münster hat festgestellt, das es bestimmte Parameter gibt, die eine starke Korrelation zwischen Vorhersage von Fußballspielen und dem eingetroffenem Ergebnis aufweisen. Der entscheidende Faktor ist dabei die Leistungsstärke einer Mannschaft, die sich aus verschiedenen Kennzahlen zusammensetzt, z.B. Torchancen, Ballbesitz, Marktwert, Spieltag oder Heimvorteil.

Bei der EM Simulation ist das ELO Verfahren Grundlage für die Leistungsstärke der Mannschaften.

1. ELO-Wert als Maßstab für die Leistungsstärke

Zur Erfassung der Leistungsstärke wird die Elo Weltrangliste genutzt. Am bekanntesten ist zwar die FIFA-Weltrangliste, viel aussagekräftiger ist aber die Elo – Weltrangliste. Bei der FIFA – Rangliste zählen zum Beispiel Siege gegen Andorra oder Spanien gleich viel und die Höhe der Siege spielt keine Rolle. Bei der Elo -Weltrangliste dagegen zählt ein Sieg gegen eine starke Mannschaft viel mehr als gegen eine schwächere. Und ein souveräner 5:0-Sieg bringt mehr Punkte als ein knappes 2:1.

2. Teamstärke bestimmen

Als nächstes wird für jedes Team die Leistungsstärke berechnet. Dafür wird der jeweilige Elo – Wert in Relation zum Durchschnitt aller Mannschaften berechnet.

3. Die mittleren Tordifferenzen errechnen

Ein wesentlicher Schritt bei der Vorhersage von Europa- und Weltmeisterschaften ist die Wahl des Umrechnungsfaktors von Elo-Differenzen auf Tordifferenzen. KickForm hat diesen Faktor so gewählt, dass die Bandbreite der tatsächlichen Tordifferenzen während der letzten Europa- und Weltmeisterschaften optimal mit den Vorhersage zusammenpassten.

4. Typische Anzahl der Tore berücksichtigen

Aus der Historie von internationalen Turnieren ist die typische Anzahl der Tore pro Partie bekannt. Hier wird ein Mittelwert genommen. KickForm geht davon aus, dass im Durchschnitt 2,6 Tore pro Spiel geschossen werden.

5. Der Zufall

Eine Mannschaft schießt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit pro Minute ein Tor. Diese Wahrscheinlichkeit ist so gewählt, dass sich der richtige Mittelwert ergibt. Das Ergebnis ist wie beim Würfeln. Bei sechsmaligem Würfeln wird im Mittel einmal die 1 gewürfelt. Je nach Glück oder Pech kann aber auch sechsmal oder kein einziges Mal die 1 kommen – die Wahrscheinlichkeiten sind aber alle bekannt. Auf dieser Basis (Poisson-Verteilung) können die Wahrscheinlichkeiten für alle Spielausgänge erfasst werden, beispielsweise neun Prozent für einen 2:1 Sieg von Deutschland gegen Frankreich.

6. Die Simulation der Europameisterschaft 2020

Durch 100.000 fache Simulation der Europameisterschaft kann der Ausgang prognostiziert werden. Der Turniermodus mit der geringen Anzahl an Gruppenspielen und den anschließenden K.O Modus macht es aber möglich, dass nicht nur die beste Mannschaft Europameister wird.

Über KickForm

KickForm (https://www.kickform.de/) ist ein Fußball Startup aus der Universitätsstadt Münster. Das im Jahr 2016 gegründete Unternehmen hat eine Plattform zur Vorhersage von Fußballspielen entwickelt. Dabei setzt KickForm auf ein komplexes mathematisches Modell, welches die Wahrscheinlichkeiten von Spielergebnissen berechnet.

Corona-Lernlücken bergen dauerhafte Wohlstandsrisiken für alle sozialen Schichten

Bildungs- und Entwicklungsdefizite erfordern langfristige Strategie mit individuellen Lernpfaden

München (ots) Perspektivenwechsel erforderlich: Situation und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen müssen jetzt in den Fokus rücken. – Bewusstseinswandel unverzichtbar: Fehlende Interaktion und Betreuung, ausgefallene Stunden und geringere Lernzeit lassen sich nicht in einem Sommer aufholen. – Bildungswende notwendig: Statt Standardantworten braucht es künftig individuelle Lösungen, die persönliche Lernpfade und Förderung flächendeckend ermöglichen.

Von wegen Zukunft – Kinder und Jugendliche sind die Verlierer*innen der Pandemie

Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer

Erste Untersuchungen sind alarmierend: Laut ifo Institut hat sich die Lernzeit von Schüler*innen in der Pandemie um über drei Stunden nahezu halbiert. Betroffen sind alle Kinder, unabhängig von sozialem Hintergrund und Leistungsstand. Bis zu drei Monate Unterricht haben sie verpasst, so eine Auswertung von Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik der Universität Augsburg. Die deutschen Jugendämter prognostizieren einen frühen Knick in Lebens- und Karriereweg für Jugendliche aus allen Schichten. Sie befürchten zudem, dass sich die Zahl der Schulabbrecher*innen verdoppeln könnte. „Durch die entstandenen Lern- und Entwicklungslücken drohen massive persönliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen“, hebt Prof. Zierer hervor. Das ifo Institut geht von einem geringeren Lebenseinkommen und gesamtwirtschaftlichen Wachstumsverlusten von bis zu 2,5 Billionen Euro aus. „Wir stehen vor großen sozialen Fragen, die den Zusammenhalt in unserer offenen Gesellschaft und damit die Demokratie insgesamt gefährden“, so Zierer. Kinder und Jugendliche gehören zu den Verlierer*innen der Pandemie, gleichzeitig spielen ihre Situation, Bedürfnisse und Belastungen in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle. In 120 Ausgaben der drei quotenstärksten Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Pandemiezeitraum waren sie ohne Stimme und ohne Gehör. Von 666 Gästen bei „Anne Will“, „Maybrit Illner“ und „Hart aber fair“ hatten nur 3 Prozent (20 Gäste) eine berufliche Expertise mit Bezug zu Kindern und Jugendlichen. Nur 1,6 Prozent (11 Gäste) brachten einen Hintergrund aus dem Bereich Schulwesen mit.

Individuelle Förderung muss Schulstandard werden

„Wir brauchen jetzt einen raschen und ernstgemeinten Perspektivenwechsel“, fordert Zierer. Wer die Wirtschaft und künftige gesellschaftliche Entwicklung vor weiteren großen Schäden durch die Pandemie schützen möchte, müsse jetzt die Schüler*innen in den Blick nehmen. „Die grundlegende Neuausrichtung unseres Schulsystems ist zwingend notwendig“, fordert Prof. Zierer. „Schon vor der Bildungskrise durch Corona fehlte es flächendeckend an individueller Förderung.“ Gerade diese sei nun umso mehr gefragt, um die Entwicklungs- und Lernlücken zu schließen. „Wir müssen als Gesellschaft gegenüber den Kindern und den Eltern ehrlich sein: Ein Sommer mit Nachhilfe oder kürzeren Ferien wird nicht ausreichen, um den massiven Bildungs- und Lernverlust aufzufangen“, unterstreicht der Pädagoge. Erforderlich sind kreative und skalierbare Konzepte mit einer langfristigen Perspektive. Sie müssen bei den individuellen Anforderungen und Fähigkeiten der Schüler*innen ansetzen und gestützt auf digitale Prozesse persönlich passgenaue Wege aufzeigen. Gleichzeitig gilt es, den Lehrenden Raum für individuelle Betreuung und den regulären Unterricht zu geben. „Zunächst müssen wir den Wissensstand und die Defizite jedes einzelnen Kindes erkennen“, so Zierer. Eine Option bieten dafür digitale Testverfahren, die Lernfortschritt und -lücken erfassen und auswerten. „Ohne großen Aufwand kann das individuelle Entwicklungsniveau automatisch bestimmt werden.“ Im nächsten Schritt lassen sich, basierend auf den Ergebnissen, konkrete Lernziele, Aufgaben, Materialien und Übungen zu einem individuellen Lernpfad für jede Schülerin und jeden Schüler zusammenstellen. „Auch das kann digital erfolgen und schafft, ergänzt durch fortwährenden Abgleich der Fortschritte, die Möglichkeit für Lehrende, jedem Kind die passende Unterstützung zu geben“, so Zierer.

Persönliche Unterstützung funktioniert ganz praktisch

Wie solche kreativen und skalierbaren Lösungen in der Realität aussehen können, zeigen Prof. Zierer und sein Team gemeinsam mit dem STARK Verlag und dem Testspezialisten Alpha Test in einem Pilotprojekt. Unter dem Titel „BrückenWerk Sommerschule“ setzen die Partner in Augsburg ein wissenschaftlich begleitetes Vorhaben um, das den Ausgangspunkt für eine flächendeckende Lösung liefert. Kernelement ist das Konzept der „Starken Lernpfade“, ein digital gestütztes Diagnose- und Coaching-Tool. Basierend auf einer umfangreichen Bibliothek mit Test-Modulen und gezielten Empfehlungen für weiteres Lehren und Lernen ermöglicht es, Entwicklungs- und Lernlücken zu erkennen, zu beheben und Kinder und Jugendliche individuell zu fördern. Zunächst wird dabei der Lernfortschritt erfasst und automatisch nach einzelnen Checkpoints ausgewertet. Das persönliche Lernniveau ist dann Ausgangspunkt für den eigenen Lernpfad, der passgenaue Vorschläge zu Lehrmaterialien und Übungen bis hin zu Erklärvideos und interaktiven Aufgaben macht. Entscheidende Ergänzung ist die Begleitung durch eine Lehrkraft oder einen Lerncoach. Beim Pilotprojekt in Augsburg übernehmen Lehramtsstudent*innen diese Aufgaben. Hinzu kommt das Lernen in Kleingruppen mit individueller Beratung sowie eine fortwährende Überprüfung der Fortschritte über die Testmodule und strukturiertes Feedback an jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler. „Wir schaffen mit den ‚Starken Lernpfaden‘ ein individuelles Förderprogramm, das in der Breite eingesetzt werden kann“, sagt Prof. Zierer. „Solche Lösungen geben Antworten auf die aktuellen Fragen im Zuge der Pandemie und eröffnen gleichzeitig die Möglichkeit, unser Schul- und Bildungssystem fit für die Zukunft zu machen.“

Web: pearson.com

Start frei für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht

Gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Science Center experimenta in Heilbronn

Heilbronn/Hamburg (ots) Online-Bundesfinale mit Deutschlands besten MINT-Talenten

Auftakt zum 56. Bundesfinale von Jugend forscht: Das Gipfeltreffen von Deutschlands besten Jungforscherinnen und Jungforschern findet aus Gründen des Infektionsschutzes erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs online statt. Bis Sonntag, 30. Mai, treten 169 junge Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit insgesamt 113 Forschungsprojekten in den wissenschaftlichen Wettstreit. Sie alle haben sich als Landessiegerinnen und Landessieger für das diesjährige Bundesfinale qualifiziert.

Start frei für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht: 169 Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren online 113 innovative Forschungsprojekte. Mit dabei sind Elisabeth Nitz (15) aus Erfurt und Tobias Neidhart (18) aus Konstanz. Die Siegerinnen, Sieger und Platzierten werden am Sonntag, 30. Mai, geehrt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und weitere Ehrengäste nehmen online an der Preisverleihung teil.

„Allen Finalistinnen und Finalisten der Wettbewerbsrunde 2021 gratuliere ich herzlich zu ihrem tollen Erfolg! Sie haben bewiesen, was für ein großes kreatives Potenzial in ihnen steckt. Ihre innovativen Ideen und Ziele haben sie beharrlich verfolgt und gezeigt, dass sie herausfordernde Situationen als Chance wahrnehmen“, sagte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V. „Ich freue mich, dass Jugend forscht mit dem Motto der diesjährigen Wettbewerbsrunde ‚Lass Zukunft da.‘ Aufgaben in den Blick nimmt, die über die aktuelle Krise hinausweisen. Wir brauchen den Mut und Forschergeist von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht nur in Zeiten der Coronapandemie, sondern auch bei der Bewältigung langfristiger globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel.“

Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta gGmbH und Bundespatenbeauftragter, sowie Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. und Bundeswettbewerbsleiter, alle Teilnehmenden und Jurymitglieder zum Online-Bundesfinale 2021. „Forschung treibt uns an und gibt der Gesellschaft der Zukunft ein Fundament, um neuen Herausforderungen gewachsen zu sein. Mit Wissen, Kreativität und Methodenkenntnis lassen sich Fragestellungen innovativ angehen und lösen – nicht nur bei Jugend forscht. Das große Engagement von Deutschlands talentiertesten Nachwuchsforscherinnen und -forschern beeindruckt mich und ich freue mich auf ein spannendes Bundesfinale“, erklärte Hansch.

Beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb präsentieren die Teilnehmenden ihre Projekte in sieben Fachgebieten: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Zu den Finalistinnen und Finalisten gehört Elisabeth Nitz (15) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt im Fachgebiet Biologie. Sie fand mittels mikroskopischer Aufnahmen heraus, dass der Pilz in der Flechte Xanthoria parietina unter besonders kurzwelligem UV-Licht den gelben Farbstoff Parietin produziert. Dieser kann bei starker Sonneneinstrahlung überschüssige Wärme absorbieren und die Energie in Form von Fluoreszenz ableiten, sodass die Flechte keinen Schaden nimmt. Beim Bundeswettbewerb tritt auch Tobias Neidhart (18) von der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltungim Fachgebiet Technik an. Er beschleunigte einen speziellen Typ 3-D-Drucker, bei dem zähflüssiges Harz mit UV-Licht belichtet wird. Das Gerät bestückte er mit einem Ultraschallsender, der das Kunstharz erwärmt, das so schneller aushärtet. Dadurch nimmt die Geschwindigkeit des 3-D-Druckvorgangs um das Fünffache zu. Die beiden MINT-Talente stellen ihre Projekte stellvertretend für alle Teilnehmenden heute online bei der Auftakt-Pressekonferenz vor.

Am Samstag, 29. Mai, ab 19 Uhr werden bei der Online-Sonderpreisverleihung knapp 50 hochwertige Geld- und Sachpreise für besondere Forschungsleistungen verliehen. Höhepunkt des 56. Bundesfinales ist die Online-Siegerehrung mit Bekanntgabe der Siegerinnen, Sieger und Platzierten am Sonntag, 30. Mai, ab 11 Uhr. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und weitere Ehrengäste nehmen online an der Veranstaltung teil.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien können sich an allen Finaltagen über die herausragenden Leistungen des talentierten Forschungsnachwuchses informieren. Kurzbeschreibungen aller Projekte, Porträtfotos, Videos und weiterführende Informationen gibt es unter https://jufo-buwe-event.experimenta.science/.

Stiftung Jugend forscht e. V.

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb und eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Bundesweit führt Jugend forscht jedes Jahr 120 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Jugend forscht richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Runde werden Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben. Das Jugend forscht Netzwerk mit rund 250 Partnern ist die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5 000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuende und Wettbewerbsleitungen, über 3 000 Fach- und Hochschullehrkräfte sowie Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys.

Bertha von Suttner-Studienwerk schreibt Stipendien aus: Jetzt bis zum 31. Juli 2021 bewerben

Berlin (ots) Zum Wintersemester 2021/22 vergibt das humanistische Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) erstmalig Stipendien an Studierende und Promovierende. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Suttner-Stipendiatinnen und -Stipendiaten eine umfassende ideelle Förderung.

Das humanistische Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) schreibt erstmalig Stipendien aus. / Jetzt bis zum 31. Juli 2021 bewerben

Die erste Ausschreibungsrunde ist eröffnet: Bis zum 31. Juli 2021 können sich engagierte junge Menschen beim Bertha von Suttner-Studienwerk bewerben.

Sie sollten sehr gute Leistungen in der Schule, dem Studium oder im außerschulischen bzw. außeruniversitären Bereich erbracht haben. Darüber hinaus spielen soziales Engagement, die kritische Auseinandersetzung mit den großen Themen des Lebens und ein ausgeprägtes Interesse an fachübergreifenden Diskursen beim BvS eine wichtige Rolle.

Zugelassen sind Studierende aller Fachbereiche, Studienanfänger*innen wie Promovierende. Allerdings: Da das Bertha von Suttner-Studienwerk im Unterschied zu den religiös ausgerichteten Förderwerken noch keine staatliche Finanzierung erhält, können Promovierende und Studierende derzeit nur mit einem Förderbetrag von 300 Euro im Monat unterstützt werden. Die Regelförderzeit beträgt zwei Jahre, die Mindestförderzeit 12 Monate.

Jetzt bewerben!

Die Bewerbung für das Suttner-Stipendium ist unkompliziert und wird auf dieser Ausschreibungsseite erläutert. Ab dem 1. August wird die Auswahlkommission des Studienwerks die eingegangenen Bewerbungen sichten. Wer diese erste Runde des Auswahlverfahrens gemeistert hat, erhält die Einladung zu einem Online-Gespräch. „Davor muss man sich nicht fürchten“, heißt es dazu aus dem BvS-Vorstand, „denn Humanist*innen beißen nicht!“ Lange Wartezeiten will das Studienwerk vermeiden: Bis Ende September sollen die zehn „Suttner-Stipendiat*innen des Jahres 2021“ feststehen, so dass die Fördergelder pünktlich zu Beginn des Wintersemesters fließen können.

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) wurde 2021 vom Humanistischen Verband Deutschlands (HVD), der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), der Humanistischen Akademie Deutschland (HAD) und der Bundesarbeitsgemeinschaft humanistischer Studierender (BAG) gegründet. Mit seiner Hilfe sollen humanistische Studierende die gleiche Förderung erhalten wie ihre religiösen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Unterstützt wird das BvS von zahlreichen Personen des öffentlichen Lebens, darunter vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

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Bertha von Suttner-Studienwerk – Das Humanistische Begabtenförderwerk

Vorstand: Anja Krüger-Chan (Humanistischer Verband Deutschland), Dr. Dr. h.c. Michael Schmidt-Salomon (Giordano-Bruno-Stiftung), Dr. Ralf Schöppner (Humanistische Akademie Deutschland), Tobias Wolfram (Bundesarbeitsgemeinschaft humanistischer Studierender).

Website: www.suttner-studienwerk.de

Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik startet nach den Sommerferien in die nächste Runde

Bonn (ots) Große Herausforderungen wie Armut, Hunger oder die Gesundheit aller Menschen dulden keinen Aufschub. Wer zu Lösungen beitragen kann? Die junge Generation! Das kann sie beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ unter Beweis stellen – ab Schuljahresbeginn 2021/2022.

Unter dem Motto „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!“ startet der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik zum Schuljahresbeginn 2021/2022 in eine neue Runde.

Niemanden zurücklassen – das ist der Kerngedanke der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Denken ist gut, aber Handeln ist besser. Deshalb lädt der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik auch in seiner zehnten Runde wieder Schülerinnen und Schüler dazu ein, mehr über die Nachhaltigkeitsziele und globalen Zusammenhänge zu erfahren, aber vor allem auch den eigenen Handlungsspielraum zu erkunden. Ob Bildung, Gleichberechtigung oder sauberes Trinkwasser: Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, allen Menschen zukünftig ein Leben in Würde zu sichern. Und das möglichst schnell. Das neue Rundenthema „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!“ weist auf das Ziel der Weltgemeinschaft hin, bis 2030 weltweit die 17 Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und stellt dabei besonders den Faktor „Zeit“ in den Fokus.

Mitmachen und gewinnen

Bis zum Einsendeschluss am 9. März 2022 können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 13 aller Schulformen und -fächer aus ganz Deutschland und von offiziellen Deutschen Auslandsschulen (DAS) am Wettbewerb beteiligen. Als Schulklasse, Team, Arbeitsgemeinschaft oder Lerngruppe können sie in vier Altersgruppen antreten. Ganze Schulen können sich in einer eigenen Kategorie auf den Schulpreis bewerben. Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Plakate oder digitale Arbeiten – die Einreichungen sollen zeigen, dass die Teilnehmenden sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und sich der Möglichkeit zur Mitgestaltung der globalen Entwicklung bewusst sind.

Zu gewinnen gibt es mehr als 100 Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro. Die Schulpreise sind dabei mit je 5.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmenden werden mit namentlichen Urkunden geehrt. Außerdem nehmen Delegationen der Gewinnerteams bei der Preisverleihung ihre Auszeichnungen persönlich entgegen.

Über den Schulwettbewerb

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2003/2004 findet der Wettbewerb alle zwei Jahre statt und verfolgt das Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu verankern und Kinder und Jugendliche für die Themen der EINEN WELT zu sensibilisieren und zu aktivieren.

Weitere Informationen unter

www.eineweltfueralle.de.

www.facebook.com/allefuerEINEWELTfueralle

www.instagram.com/schulwettbewerb

Sie trifft eher Jüngere und macht depressiv: Was soziale Ausgrenzung im Alltag auslösen kann

Landau (ots) Menschen grenzen andere aus. Das ist ein allgegenwärtiges Verhalten und kann in vielen Bereichen auftreten. In einer großen Befragungsstudie hat ein Forschungsteam der Universitäten Koblenz-Landau, Mannheim und Basel erlebte soziale Ausgrenzung erstmals im Alltag und über einen längeren Zeitraum untersucht.

Sie trifft eher Jüngere und macht depressiv: Was soziale Ausgrenzung im Alltag auslösen kann / Soziale Ausgrenzung ist ein allgegenwärtiges Verhalten und kann in vielen Umfeldern auftreten. Jüngere Menschen sind davon häufiger betroffen als Menschen im Rentenalter. Foto: Christiane Büttner /

Die Forschenden wollten herausfinden, welche Faktoren es mehr oder weniger wahrscheinlich machen, dass Menschen in ihrem Alltag ausgegrenzt werden und welche langfristigen Konsequenzen Ausgrenzung nach sich zieht. Die zentralen Ergebnisse der Studie: Jüngere Erwachsene erleben mehr Ausgrenzung als ältere und ein verstärktes Maß an erlebter sozialer Ausgrenzung macht es wahrscheinlicher, in den darauffolgenden Jahren an Depression zu erkranken.

Bislang wurde soziale Ausgrenzung in der sozialpsychologischen Forschung primär in experimentellen Studien untersucht. Dabei werden die Studienteilnehmenden einer schwachen Ausgrenzungserfahrung ausgesetzt, die im Regelfall nur wenige Minuten dauert und keine weitreichenden Konsequenzen hat. „Im richtigen Leben sind Ausgrenzungserfahrungen jedoch oft deutlich gravierender und können sich über Wochen, Monate oder sogar Jahre ziehen“, erklärt Juniorprofessorin Dr. Selma Rudert von der Universität Koblenz-Landau, die Erstautorin der Studie. Sie und ihre Forscherkollegen aus Mannheim und Basel nutzten Befragungsdaten, um soziale Ausgrenzung im Alltag zu untersuchen. Ihre Befragungsdaten stammen aus dem Sozioökonomischen Panel, eine repräsentative Wiederholungsbefragung von deutschen Privathaushalten. Insgesamt beantworteten über 2.700 in Deutschland lebende Erwachsene zwischen 18 und 97 Jahren, wie häufig sie in ihrem Alltag Ausgrenzung erleben.

Tatort Arbeitsplatz: Jüngere Menschen häufiger von Ausgrenzung betroffen

Die Daten zeigen einen Zusammenhang zwischen erlebter sozialer Ausgrenzung und Alter. Menschen höheren Alters berichteten seltener als jüngere Menschen über Ausgrenzungserlebnisse. Die Daten geben Hinweise darauf, dass dies mit dem Eintritt ins Rentenalter zusammenhängen könnte. „Der Arbeitsplatz ist eine vergleichsweise häufige Quelle sozialer Ausgrenzung und Menschen können sich oft nicht aussuchen, mit welchen Kolleginnen und Kollegen sie zusammenarbeiten wollen“, unterstreicht Sozialpsychologin Rudert. Die Arbeitswelt ist außerdem häufig von vielen Stressfaktoren geprägt, wie etwa Zeitmangel, Fristen und beschränkte Ressourcen. Wenn Menschen zusammenarbeiten sollen, aber gleichzeitig um Stellen oder Beförderungen miteinander konkurrieren, entsteht ein Klima, das hochgradig anfällig für Ausgrenzung ist.

„Doch auch wenn ältere Menschen vergleichsweise seltener über Ausgrenzung berichten, gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass erlebte Ausgrenzung mit steigendem Alter als weniger schlimm wahrgenommen wird“, so Rudert. So zeigen sich generell bei Menschen aller Altersstufen Zusammenhänge mit schlechterer Stimmung und geringerer Lebenszufriedenheit. Besonders gravierend sei, so die Wissenschaftlerin, dass Menschen, die von häufigerer Ausgrenzung berichten, ein höheres Risiko aufweisen, wenige Jahre später an einer Depression zu erkranken. „Viele dieser Zusammenhänge funktionieren vermutlich in beide Richtungen, so dass ein regelrechter Teufelskreis entstehen kann“, schätzt Rudert. Auch wenn noch weiterer Forschungsbedarf besteht, um die Mechanismen hinter diesem Teufelskreis genauer zu untersuchen, vermuten Rudert und ihre Kollegen aufgrund der aktuellen Daten und vorangehender Forschung, dass häufige Ausgrenzung menschliches Wohlbefinden verringert und sozialen Rückzug sowie misstrauisches und feindseliges Verhalten gegenüber anderen verstärken kann. Als Reaktion darauf werden die Betroffenen womöglich noch häufiger ausgegrenzt.

„Die Ursachen, warum Menschen andere ausgrenzen, sind vielfältig“, erklärt Rudert. Die Sozialpsychologie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Ausgrenzung. Ihre Forschung zeigt, dass Ausgrenzung gezielt eingesetzt wird, um eine Person für ein Fehlverhalten zu bestrafen oder eine unliebsame Person, die als belastend empfunden wird, fernzuhalten. Soziale Ausgrenzung kann auch auf eigenen Unsicherheiten beruhen oder rein versehentlich vorkommen.

Maßnahmen gegen Ausgrenzung

Anders als Mobbing oder Aggression ist soziale Ausgrenzung oft subtil und kann unentdeckt bleiben. „Betroffene wie auch das Umfeld sollten empfundene oder beobachtete Ausgrenzung offen thematisieren“, so der Rat der Wissenschaftler. Auch Unternehmen, Organisationen und die Politik sollten das Thema Ausgrenzung stärker in den Blick nehmen und gezielte Konzepte entwickeln, um eine stärkere Inklusion zu erreichen. Denn Ausgrenzung ist im Alltag allgegenwärtig und kann in vielen Bereichen auftreten. Aufgrund von Stress und Wettbewerb sind insbesondere Schule und Arbeitswelt besonders riskante Umfelder, so die Vermutung der Forschenden. „Verbessertes Wissen über die Risikofaktoren für das Entstehen von Ausgrenzung kann dabei helfen, Ausgrenzung abzubauen und negativen Konsequenzen vorzubeugen“, unterstreicht Rudert. Auf Basis der aktuellen Studienergebnisse lässt sich annehmen, dass verringerte Ausgrenzungserfahrungen das Auftreten von Depressionen vermindert. Das sei essentiell für das Wohlbefinden der Betroffenen aber auch aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive. Denn durch Depression und damit verbundene Arbeitsausfälle entstehen Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe.

Die Studien

Rudert, S. C., Janke, S. & Greifeneder, R. (2021). Ostracism breeds depression: Longitudinal associations between ostracism and depression over a three-year-period. Journal of Affective Disorders Reports. doi: https://doi.org/10.1016/j.jadr.2021.100118

Web: uni-landau.de