Archiv der Kategorie: Finanzen & Versicherungen

Taschengeld-Report 2021: Taschengeld der Grundschüler steigt gegenüber 2020

Saarbrücken (ots) Kinder zwischen sechs und neun Jahren bekommen im Durchschnitt 3,50 Euro pro Woche. – Ein regelmäßiges Taschengeld fördert die Selbstständigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld.

Ein Besuch im Klettergarten, das neue Computerspiel oder ein großer Eisbecher mit Sahne – Kinder können hartnäckig sein, wenn es um ihre Wünsche geht.

Taschengeld der Grundschüler steigt gegenüber 2020

Dabei können sich viele Kinder diese selbst erfüllen, wenn sie den verantwortungsvollen Umgang mit ihren Finanzen möglichst früh lernen. Mit einem regelmäßigen Taschengeld können Eltern sie dabei unterstützen. Wie es die Eltern in Deutschland mit dem Taschengeld im Jahr 2021 halten, zeigt eine aktuelle Umfrage[1] des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt.

DURCHSCHNITTSBETRAG ERHÖHT SICH GEGENÜBER 2020 UND ERREICHT WIEDER DAS NIVEAU VON 2018

Die durchschnittliche Höhe des Taschengeldes, welches sechs- bis neunjährigen Kindern regelmäßig zur freien Verfügung steht, beträgt in diesem Jahr 3,50 Euro pro Woche (15,17 Euro monatlich). 2020 bekamen die Kinder noch durchschnittlich 20 Cent weniger pro Woche nach bereits 3,50 Euro im Jahr 2018. Dagegen bekommen genau wie im Vorjahr 45 Prozent der Kinder kein Taschengeld. Insgesamt können sich die Grundschüler seit der ersten Befragung durch CosmosDirekt im Jahr 2013 über einen deutlichen Anstieg um fast 21 Prozent freuen. Vor acht Jahren lag das Durchschnittstaschengeld noch bei lediglich 2,90 Euro.

HÖHE DES TASCHENGELDES HÄNGT HAUPTSÄCHLICH VOM ALTER AB

Befragt nach den Kriterien für die Höhe des Taschengeldes orientieren sich 64 Prozent der Eltern am Alter ihres Kindes. Weitere Faktoren sind die Klassenstufe (16 Prozent) und das Verhalten der Kinder (13 Prozent). Für sechs Prozent der Eltern sind die Schulnoten das ausschlaggebende Kriterium für die Taschengeldhöhe. Damit folgen die meisten Eltern weiterhin den Empfehlungen von Erziehungsexperten, Taschengeld nicht als Erziehungsmittel in Form von Belohnung oder Bestrafung zu nutzen.

WÖCHENTLICHE AUSZAHLUNG BESSER FÜR SELBSTSTÄNDIGKEIT

Seit 2013 untersucht CosmosDirekt neben der Höhe und der Kriterien auch die Frequenz, mit der die Kinder neues Futter für ihr Sparschwein erwarten können. 69 Prozent der Kinder steht ein wöchentliches Budget zur Verfügung und 28 Prozent der Kids dürfen sich einmal im Monat auf Taschengeld freuen. „Die wöchentliche Auszahlung ist ideal für Kinder im Grundschulalter“, sagt Nicole Canbaz, Vorsorgeexpertin bei CosmosDirekt. „Dadurch lernen sie, sich ihr Geld einzuteilen und damit auszukommen. Gleichzeitig ist eine Woche ein überschaubarer Zeitraum, für den auch die jüngsten ABC-Schützen gut planen können.“

[1] Bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Taschengeld“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Im Mai und Juni 2021 wurden in Deutschland 500 Eltern von Kindern zwischen sechs und neun Jahren befragt.

Generali Deutschland AG
Adenauerring 7
81737 München

www.cosmosdirekt.de
www.generali.de

Krank im Urlaub: So viel kostet ein Rücktransport nach Deutschland

Ohne Auslandskrankenschutz kann man auf Kosten von mehreren 100.000 Euro sitzen bleiben – Hilfe auch unter Reisebeschränkungen

München (ots) (ADAC Versicherung AG) Wer ins Ausland verreist, sollte auf alle Fälle eine private Auslandskrankenversicherung im Gepäck haben. Sie deckt weltweit Krankheitskosten und einen Rücktransport des Patienten nach Deutschland ab. Gesetzliche Krankenkassen leisten allenfalls bei Reisen innerhalb Europas, und auch da übernehmen sie nicht alle Auslagen, zum Beispiel keinen Krankenrücktransport.

Mit den ADAC-Jets werden kranke Urlauber zurück nach Deutschland gebracht / Krank im Urlaub: So viel kostet ein Rücktransport nach Deutschland / Ohne Auslandskrankenschutz kann man auf Kosten von mehreren 100.000 Euro sitzen bleiben/ Hilfe auch unter Reisebeschränkungen

Bei medizinischen Behandlungen im Ausland können schnell Kosten von mehreren Tausend Euro fällig werden. Richtig teuer wird es, wenn ein Patient aus dem Urlaubsland zurück nach Deutschland geflogen werden muss. So schlägt ein Intensivtransport mit einem der drei Ambulanzflugzeuge des ADAC von Mallorca mit 24.000 Euro zu Buche, von Kreta mit 28.000 und aus Antalya mit 31.000 Euro.

Kommen beim Transport lebenserhaltende medizinische Geräte zum Einsatz, steigen die Kosten schnell in den sechsstelligen Bereich. Ein konkretes Beispiel: Der Rücktransport einer Urlauberin, die mit Verdacht auf akutes Lungenversagen in einem thailändischen Krankenhaus lag, kostete etwas mehr als 160.000 Euro. Auf dem Flug musste eine mobile Herz-Lungen-Maschine eingesetzt werden, ein deutsches Ärzteteam begleitete die Frau. Die gesamten Krankheitskosten bis zur Einlieferung in ein deutsches Krankenhaus beliefen sich auf rund 250.000 Euro. Die Kosten für einen Auslandskrankenschutz nehmen sich angesichts dessen verschwindend gering aus.

Krankenrücktransport trotz Corona

Ob ein Krankenrücktransport von ADAC Plus- und Premium-Mitgliedern oder Versicherten des ADAC Auslandskrankenschutzes nach Deutschland durchgeführt werden kann, hängt von den Quarantäne-Bestimmungen ab – sowohl im Urlaubsland als auch in Deutschland.

Der ADAC Ambulanz-Service führt Transporte auch durch, wenn eine Reisewarnung besteht. Allerdings kann es aufgrund des höheren Organisationsaufwandes zu Verzögerungen kommen. Auch bei einem Lockdown werden alle Möglichkeiten ausgelotet. Die Bettensuche in deutschen Krankenhäusern spitzt sich je nach Infektionslage zu. Alle Patienten, die per Flug einreisen, müssen zur Einreise nach Deutschland vor Abflug im Ausland einen negativen Test nachweisen. Zudem gelten die aktuellen Einreisebestimmungen des Auswärtigen Amtes und die dazugehörigen Ausführungen.

Bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung und einer medizinischen Unterversorgung vor Ort werden in jedem Fall alle zur Verfügung stehenden Transportoptionen geprüft. Diese reichen von regionalen Verlegungen in Zentren mit einer höheren Versorgungsmöglichkeit bis hin zum Rücktransport per Ambulanzflug unter Isolationsbedingungen. Jeder Einzelfall wird auf bestehende Optionen geprüft, unter Berücksichtigung der von den jeweiligen Behörden vorgegebenen Restriktionen. Ein positiver Corona-Test allein ist übrigens kein Grund für einen Anspruch auf einen Krankenrücktransport.

Bis dato konnte der ADAC Ambulanz-Service alle Patienten, bei denen dies medizinisch angezeigt war, in deutschen Krankenhäusern unterbringen. Die Bettensuche und die Klärung der Einreiseformalitäten können jedoch mehrere Tage in Anspruch nehmen, sodass mit längeren Liegezeiten im Ausland zu rechnen ist. Flugärzten und Rettungssanitätern aus Deutschland kann zudem in einigen Ländern derzeit die Einreise verweigert werden – ebenso wie allen anderen Personen aus Deutschland. Aktuelle Informationen, welche Länder die Einreise verweigern, gibt es beim Auswärtigen Amt.

Informationen zum Ablauf des Krankenrücktransportes finden Sie hier https://www.adac.de/der-adac/ueber-uns-se/aktuelles/krankenruecktransport/

Produktangebot

Ein Auslandskrankenschutz, der auch vom Auswärtige Amt und den gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, ist bei der ADAC Versicherung AG ab 13,90 Euro im Jahr erhältlich. Weitere Informationen unter www.adac.de/produkte/versicherungen/auslandskrankenversicherungen.

Die Auslandskrankenversicherung ist auch in der neuen ADAC Premium-Mitgliedschaft inkludiert: https://www.adac.de/mitgliedschaft/mitglied-werden/details/adac-premium-mitgliedschaft/

Wie man Münzen, Barren und Wertpapiere günstig kauft

Als Geldanlage ist Gold beliebter denn je. Die Zeitschrift Finanztest sagt in ihrer aktuellen Ausgabe, wo man es günstig kaufen kann, warum es eine gute Depotergänzung ist und wer besser zu Gold-Wertpapieren als zu echten Barren oder Münzen greifen sollte. Außerdem nennen die Finanzexperten der Stiftung Warentest mögliche Fallstricke.

Wer physisches Gold besitzen will, sollte größere Barren ab 100 Gramm oder Standardmünzen in der Einheit 1 Feinunze (31,1 Gramm) kaufen. Finanztest hat für 10 bundesweite Edelmetallhändler und Filialbanken die Preise hierfür ermittelt: Günstige gibt es schon mit einem Preisaufschlag zwischen 1 und 2 Prozent auf den aktuellen Goldpreis. Bei 1-Gramm-Barren liegt der Aufschlag hingegen zwischen 7 und 38 Prozent. Das ist wirtschaftlich unvernünftig, deshalb eignen sich kleinste Goldeinheiten generell nicht als Geldanlage.

Wer sein Gold nicht unbedingt in Form von Barren oder Münzen haben will, findet in Gold-ETC (Exchange Traded Commodities, auf Deutsch: börsengehandelte Rohstoffe) eine einfache und preiswerte Möglichkeit, sein Wertpapierdepot zu erweitern. Finanztest listet auf, was Gold-ETC-Sparpläne bei Banken und Onlinebrokern kosten und welche Gold-ETC als Depotergänzung empfehlenswert sind.

Der Test Anlegen in Gold findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/gold abrufbar.

E-Bike-Reparatur-Studie 2021 von Wertgarantie: E-Bike-Besitzer setzten 2020 verstärkt auf Reparaturen in Werkstätten

Hannover (ots) Mit 1,95 Millionen verkauften E-Bikes war 2020 laut Statista ein Rekordjahr für den E-Bike-Handel in Deutschland: Noch nie wurden so viele E-Bikes verkauft. Die E-Bike-Studie von Wertgarantie zeigt, dass auch die Schadenfälle leicht zugenommen haben, obwohl E-Bike-Besitzer 2020 im Vergleich zum Vorjahr seltener gefahren sind. Technische Defekte sind dabei immer noch die häufigste Schadenursache.

E-Bike-Reparatur-Studie 2021 von Wertgarantie

Der Versicherer Wertgarantie hat in Zusammenarbeit mit Statista eine repräsentative E-Bike-Reparatur-Studie veröffentlicht, in der 2098 E-Bike-Fahrer ab 18 Jahren befragt wurden: Die meisten Schäden am E-Bike sind mit 22,2 Prozent auf technische Defekte zurückzuführen – ein leichter Anstieg zu 2019 (20,5 Prozent). Diese Defekte werden weiterhin zu einem großen Teil durch Akkus (43,8 Prozent) und Motoren (38,2 Prozent) verursacht.

Mehr Reparaturen in Fahrradwerkstätten

Die Studie beleuchtet ebenfalls das Reparaturverhalten. Der Trend zur Eigenreparatur hält an: Fast die Hälfte aller E-Bike-Fahrer setzt einzelne Komponenten selbst instand. Die Bereitschaft zur Komplettreparatur in Eigenregie hingegen sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich (17 Prozent). Stattdessen wird häufiger auf professionelle Dienste von Fahrradwerkstätten zurückgegriffen (37,2 Prozent). „Diese Tatsache ist durchaus positiv zu bewerten, da so die Gefahr unsachgemäßer Eigenreparaturen und daraus folgender sicherheitstechnischer Beeinträchtigungen verringert wird“, sagt Marco Brandt, Bereichsleiter Digital Business bei Wertgarantie.

E-Bikes sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung

Über die Hälfte der Befragten gaben an, ihr E-Bike mehrmals in der Woche zu nutzen. Täglich fährt nur jeder Fünfte. Dies könnte daran liegen, dass im letzten Jahr vermehrt im Homeoffice gearbeitet wurde und somit der Arbeitsweg entfiel. Am häufigsten, mit 81,1 Prozent, wurde das E-Bike als Freizeitbeschäftigung genutzt. „Dies lässt auch die hohe Zahl an gefahrenen Kilometern erklären. Über 30 Prozent der Befragten fahren mittlerweile jährlich bis zu 1000, ein gutes Viertel sogar über 2000 Kilometer.“, erläutert Marco Brandt.

Weitere spannende Erkenntnisse zur Robustheit und Reparaturfreundlichkeit von E-Bike-Modellen bekannter Hersteller sowie der E-Bike-Reparatur-Index sind in der aktuellen E-Bike-Reparatur-Studie 2021 von Wertgarantie zu finden.

Über Wertgarantie

Wertgarantie ist der Fachhandelspartner Nr.1 im Bereich Garantie-Dienstleistung und Versicherung für Haushalts- und Konsumelektronik, Fahrräder, E-Bikes und E-Scooter sowie Smart Home-Anlagen, Hörgeräte und Hausleitungen. Seit 1963 bietet das zur Wertgarantie Group zählende Unternehmen Garantie-Lösungen über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Kunden finden Wertgarantie-Produkte vor allem im mittelständischen Fachhandel. Weitere Partner des Spezialversicherers sind Verbundgruppen, Hersteller, Werkskundendienste und Dienstleistungsunternehmen. Rund 930 Mitarbeiter sind in der Wertgarantie Group tätig, der Bestand der Gruppe zählt aktuell rund 7 Millionen Kunden.

2020 wurde Wertgarantie erneut von Deutschland Test in der Studie „Deutschlands wertvollste Unternehmen“ in der Kategorie Versicherungen ausgezeichnet. Das Qualitätsurteil lautete „Ökologisch, ökonomisch & sozial wertvoll“. Vom Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) erhielt Wertgarantie 2021 zum vierten Mal in Folge die Auszeichnungen „Beste Elektronikversicherung“ und „Beste Smartphoneversicherung“.

www.wertgarantie.com

Unwetterschäden von der Steuer absetzen

Neustadt a. d. W. (ots) Hunderte Keller liefen voll, Bäume stürzten um, Autos wurden durch Hagel zerstört: Schwere Unwetter haben in den vergangenen Tagen zu enormen Schäden geführt. Immerhin: Betroffene können die Kosten für die Schadensbehebung unter Umständen steuerlich absetzen. Wie das geht und was dabei zu beachten ist, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH).

Unwetterschäden von der Steuer absetzen

Die Schäden der vergangenen Tage werden die Versicherer laut Expertenschätzungen mehr als 2,5 Milliarden Euro kosten, wie das Nachrichtenportal Der Spiegel berichtet. Denn in etlichen Fällen springt die Gebäude- oder Hausratversicherung ein. In anderen Fällen hilft eine zusätzliche Elementarschadenversicherung.

Doch was machen all diejenigen, bei denen keine Versicherung zahlt? Für die gibt es unter Umständen die Möglichkeit, die Ausgaben rund um die Schadensbeseitigung von der Steuer abzusetzen. Dabei ist von Bedeutung, in welchem Verhältnis der Betroffene zur Immobilie steht: Selbstnutzer, Vermieter oder Mieter.

1. Vermieter: Unwetterbedingte Reparaturkosten als Werbungskosten absetzen

Ein Vermieter gibt ein seiner Steuererklärung seine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung an. An dieser Stelle kann er in der Regel auch die notwendigen Ausgaben rund um die Behebung unwetterbedingter Schäden als Werbungskosten geltend machen.

Eine zweite Möglichkeit: Für Wiederherstellungskosten können unter Umständen Sonderabschreibungen infrage kommen, wobei die Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls zu beachten und am besten von einem Einkommensteuerexperten zu prüfen sind.

2. Selbstnutzer und Mieter: Kosten für die Schadensbeseitigung als außergewöhnliche Belastung absetzen

Kosten, die im Zusammenhang mit Unwetterschäden entstehen, können unter bestimmten Bedingungen als außergewöhnliche Belastungen in die Steuererklärung eingetragen werden. Das gilt auch für Mieter, wenn beispielsweise Schönheitsreparaturen nötig sind, die der Vermieter nicht übernimmt.

Konkret können folgende durch Unwetter hervorgerufene Kosten als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden:

– Kosten für Bauarbeiten, Reparaturen oder Instandsetzungsmaßnahmen, die existenziell wichtige Bereiche am Haus oder an der Wohnung betreffen. Gemeint sind damit zum Beispiel zerbrochene Fensterscheiben, kaputte Haustüren oder unterspülte Grundmauern. Personenkraftwagen, Gartenterrassen, Garagen oder Ähnliches werden hingegen nicht als existenziell notwendig angesehen und somit auch nicht berücksichtigt.

– Kosten für die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung, die durch die unwetterbedingten Schäden nutzlos geworden sind; sogenannte Vermögensgegenstände wie kostbare Bilder und Antiquitäten oder die wertvolle Briefmarken

– bzw. Münzsammlung fallen allerdings nicht darunter. Der Betrag, der in den Notfällen jeweils angesetzt werden kann, orientiert sich immer am sogenannten Zeitwert der unbrauchbar gewordenen Gegenstände. Wichtig ist also, was die irreparabel beschädigten Objekte zum Zeitpunkt der Beschädigung oder Zerstörung noch wert waren. Der Neuwert jener Sachen, die die Betroffenen nach dem Unglück kaufen, ist nicht maßgeblich. In die Steuererklärung eintragen lässt sich ausschließlich der Wiederbeschaffungswert für ein Objekt, das dem kaputtgegangenen Gegenstand in den Kategorien Alter, Art, Wert und Güte gleicht.

Wer solche unwetterbedingten Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen geltend machen will, muss folgende Bedingungen beachten:

– Der Schaden darf nicht durch eigenes Verschulden bzw. durch einen Dritten verursacht worden sein. Er muss sich auf ein sogenanntes unabwendbares Ereignis

– also zum Beispiel auf Blitzeinschlag, Starkregen, Hagel oder Sturm – zurückführen lassen.

– Betroffene müssen alle Versicherungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben: Einen Abzug der Kosten zur Schadensbeseitigung und Wiederbeschaffung lässt der BFH nur zu, wenn es keine Möglichkeit gab, eine „allgemein zugängliche und übliche Versicherung“ schließen. Dazu zählen beispielsweise eine Gebäudeversicherung oder Hausratversicherung

– nicht aber eine sogenannte Elementarversicherung gegen Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch.

– Hat das Unwetter-Opfer von einer Versicherung eine Erstattung bzw. andere finanzielle Hilfen erhalten, sind die Schadenskosten um diese Beträge zu kürzen.

– Die Schadensbeseitigung und die Wiederbeschaffung von Zerstörtem sollten in einer gewissen zeitlichen Nähe zum Schadenseintritt stattfinden. Konkret: Das Finanzamt akzeptiert Erwerbungen und Reparaturarbeiten innerhalb von drei Jahren nach dem Unwetterereignis.

– Das Finanzamt kann die Vorlage von Rechnungen und anderen geeigneten Nachweisen verlangen, um die Schadenskosten und deren ordnungsgemäße Begleichung zu belegen.

Gut zu wissen: Bei den außergewöhnlichen Belastungen berechnet der Fiskus zunächst einmal für jeden Einzelnen eine sogenannte zumutbare Eigenbelastung, die sich individuell an der Höhe der Einkünfte, dem Familienstand und der Kinderanzahl orientiert. Erst Kosten, die diese Zumutbarkeitsgrenze überschreiten, wirken sich steuermindernd aus. Neben den unwetterbedingten Kosten fallen zum Beispiel auch Krankheits- oder Kurkosten in die Kategorie der außergewöhnlichen Belastungen.

Katastrophenerlasse sichern Steuererleichterungen

Wüten Unwetter in einer ganzen Region oder in mehreren Regionen, so kann das zuständige Finanzministerium auf diese breitenwirksamen Ereignisse reagieren: Katastrophenerlass lautet das Stichwort in diesem Zusammenhang. Konkret bedeutet das, dass der Fiskus den Geschädigten entgegenkommt, um unbillige Härten zu vermeiden. So können zum Beispiel besondere Steuererleichterungen oder bestimmte vereinfachende Verfahrensregeln beschlossen werden. Gelten solche Erlasse, ist es im Allgemeinen auch leichter, Kosten für die Schadensbeseitigung als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen. Grundsätzlich entscheidet das jeweilige Finanzministerium von Fall zu Fall, welche Erleichterungen in welchem Umfang gewährt werden.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Web: www.vlh.de

European Banking Study – 2. Ausgabe 2021: Europas Banken beim Thema CO2 unter Zugzwang

Münster (ots) Absichtserklärungen zur CO2-Reduktion ohne konkrete Pläne überwiegen / deutsche Banken auf dem Weg zur Erreichung der Ziele aus dem Übereinkommen von Paris dank geringerer Anteile in treibhausintensiven Branchen relativ gut positioniert

Deutsche Banken auf dem Weg zur Erreichung der Ziele aus dem Übereinkommen von Paris dank geringerer Anteile in treibhausintensiven Branchen relativ gut positioniert

Europas Top-50-Banken stehen beim Thema CO2-Reduktion vor der umfassenden Herausforderung, sich selbst zu transformieren und ihre Kunden in diesem Prozess zu begleiten. Gleichzeitig haben sie die Chance, als Finanzintermediäre mit einer CO2-orientierten Agenda ein zentraler Akteur bei der Umstellung der europäischen Volkswirtschaften hin zu mehr Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu werden. Vor diesem Hintergrund, so eine aktuelle Studie der Strategie- und Managementberatung zeb, hat sich die überwiegende Mehrheit der Institute (94 %) zwar frühzeitig zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 bekannt, dennoch kann bisher nur die Hälfte der Kredithäuser klare Ziele für ein CO2-neutrales Portfolio vorweisen. Wie die Vorabversion der zweiten Ausgabe der European Banking Study (EBS) außerdem zeigt, bleibt es auf europäischer Ebene hinsichtlich der CO2-Emissionen bislang bei Absichtserklärungen. Eine umfassende Offenlegung der gesamten finanzierten Treibhausgasemissionen haben bis Mitte des Jahres 2021 nur wenige Institute vorgenommen, und lediglich fünf Banken weisen konkrete, maßnahmengestützte Pläne für die Reduktion der CO2-Emissionen in ihren Portfolios vor.

Dr. Dirk Holländer, Mitautor der European Banking Study und Senior Partner bei zeb, führt aus: „Zahlreiche europäische Top-50-Banken besitzen signifikante Finanzierungsanteile in Branchen mit hohen Treibhausemissionen. Die Quantifizierung und deren konsequenter Abbau in den nächsten Jahrzehnten setzt die Institute schon jetzt unter erheblichen Zugzwang. Gelingt es den Akteuren nicht, schnell Erfolge zu verzeichnen, dürfte ein umfassender Eingriff von Politik und Aufsicht mit entsprechenden Reglementierungen nicht lange auf sich warten lassen.“

Erste Resultate der zweiten Ausgabe der European Banking Study 2021 haben zudem ergeben, dass deutsche Banken aufgrund ihres insgesamt kleineren Portfolios in treibhausintensiven Branchen eine durchschnittlich bessere Klimabilanz als ihre Wettbewerber aufweisen. Nicht alle Institute nutzen diesen Startvorteil allerdings ausreichend, um sich im Wettbewerb zu differenzieren. Daher schlagen die Studienautoren vor, dass die deutschen Institute ihren heutigen Vorsprung aktiver aufgreifen und den Absichtserklärungen möglichst zeitnah konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung folgen lassen.

Dr. Frank Mrusek, Mitautor der EBS und Senior Manager bei zeb, bemerkt abschließend: „Banken mit weniger CO2-intensiven Sektoren in ihrem Portfolio sind aktuell im Vorteil. Sie sollten diese Chance nutzen, um als Trendsetter Maßstäbe zu setzen und die gesamte Branche auf ihrem schwierigen und herausfordernden Weg in Richtung mehr Klimaneutralität und Nachhaltigkeit voranzuschieben.“

Die aktuelle Analyse ist der erste Teil der zweiten Ausgabe der European Banking Study 2021 mit Fokus auf der Quantifizierung der CO2-Emissionen von Europas Top-50-Banken. Die Gesamtstudie wird Ende August erscheinen. Weitere Informationen finden sich unter:

European Banking Study

Web: zeb.de

Antiquitäten – fast jede:r kauft, aber kaum jemand schützt sie

Frankfurt am Main (ots) Der Markt für Antiquitäten und Vintage-Gegenstände boomt. Ganz egal, ob Mid-Century Möbel, Vintage-Armbanduhren oder ganz aktuell auch Pokemonkarten und Sneakers aus den 90er Jahren. Auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen werden täglich antike Wertgegenstände ge- und verkauft.

CLARK Antiquitäten

Eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie [1] des digitalen Versicherungsmanagers CLARK in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt nun, wie es um die Bereitschaft der Deutschen zum Schutz ihrer alten Wertgegenstände steht: Lediglich jede:r fünfte Befragte (20 Prozent) gibt an, Antiquitäten absichern zu wollen.

Diese Antiquitäten liegen den Deutschen am Herzen

Des Weiteren gaben 14 Prozent der Befragten an, Kunst, wie zum Beispiel Gemälde oder Skulpturen, gegebenenfalls absichern zu wollen. Damit ist die Versicherungsbereitschaft für Kunst um ein vielfaches höher als bei anderen Schätzen: Zwei Prozent beziehungsweise ein Prozent der CLARK-Studienteilnehmer kann sich vorstellen Briefmarken oder Sammelkarten abzusichern. Im Verhältnis zu der schier unendlichen Flut an angebotenen Antiquitäten, die on- und offline angeboten werden, scheint dieses Ergebnis überraschend, da eine unversicherte, gestohlene oder zerstörte Antiquität auch einen nicht unerheblichen finanziellen Verlust mit sich bringen kann. Zum Vergleich: Bei Alltagsgegenständen, wie Handy oder Laptop, gibt es eine Versicherungsbereitschaft von 14 Prozent, obwohl hier oftmals der Wert des Gegenstandes deutlich geringer ist.

Die geliebten Schätze richtig schützen

Zur Absicherung der Sammelobjekte ist es wichtig, diese mit einem angemessenen Versicherungsschutz auszustatten. Oft kommt dabei die Frage auf, für welche Gegenstände eine Hausratversicherung aufkommt und für welche nicht. „Als Faustregel gilt: Schäden an beweglichen Gegenständen, die nicht fest verbaut sind, wie beispielsweise durch Feuer, Wasser, Vandalismus oder Diebstahl, werden von der Versicherung abgedeckt“, so COO und Co-Gründer von CLARK, Dr. Marco Adelt.

Allerdings gilt es zu erwähnen, dass Wertsachen wie Briefmarken, Münzen und Kunstobjekte zwar ebenfalls in der Hausratversicherung mitversichert sind, jedoch meist nicht komplett zum Neuwert ersetzt werden. Oft werden lediglich nur 20 Prozent der Versicherungssumme ersetzt. Daher ist es ratsam, Wertgegenstände, wie etwa eine Uhrensammlung, mit einer speziellen Hausratversicherung abzusichern, die eine möglichst hohe Versicherungssumme für die Wertsachen bietet. Manchmal besteht auch die Möglichkeit, höhere Entschädigungsgrenzen zu vereinbaren. Dadurch steigt natürlich auch der Beitrag. „Um die beste Hausratversicherung für die persönlichen Bedürfnisse zu finden, ist eine unabhängige Beratung unerlässlich“, so Adelt abschließend.

Einen kompakten Überblick über verschiedene Hausratversicherungen geben Ratgeber-Artikel im Netz.

[1] Hinweis zur Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1005 Personen zwischen dem 31.03. und 05.04.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Web: clark.de

Commerzbank-Umweltpraktikum am Natur-Erlebniszentrum HohneHof im Harz

Ein Tag im Leben der Commerzbank-Praktikantin Larissa Jüttner im Nationalpark Harz

Larissa Jüttner heißt die erste diesjährige Umweltbildungs-Praktikantin im Nationalpark Harz, deren Stelle von der Commerzbank gefördert wird. Sie arbeitet im Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen Hohne.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet Studentinnen und Studenten die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

https://www.nationalpark-harz.de

14.070.000 Mio. Euro – Der höchste jemals in Deutschland auf einer Auktion erzielte Preis für ein Kunstobjekt

Stuttgart (ots) Das wertvolle Geschenk seiner Lieblingskonkubine zum 26. Geburtstag ihres Kaisers

Leading highlight, lot 8, a highly important monumental Imperial gilt-bronze figure of Vajrabhairava.

Über 500 Jahre alt, 10kg Gold, 94 cm groß und 169 kg schwer! Aus einer bedeutenden Schweizer Privatsammlung stammend wurde bei Nagel Auktionen, dem führenden deutschen Auktionshaus für asiatische Kunst, heute eine auf 1 Million Euro taxierte, aus der chinesischen Ming-Dynastie stammende und auf das Jahr 1473 datierte Bronze der zornvollen Gottheit Vajrabhairava aufgerufen.

Unter Beteiligung von chinesischen Museen und Milliardären sowie einem bedeutenden europäischen Museum wurde nach einem langen Bietgefecht die bedeutende Bronze einem bedeutenden asiatischen Privatsammler zugeschlagen.

Der bisherige deutsche Auktionsrekord wurde von dem Gemälde ‚Die Ägypterin‘ von Max Beckmann gehalten, der Erlös wurde 2018 in Berlin erzielt und lag bei 5.53 Mio. Euro.

Katalogbeschreibung:

https://www.auction.de/_scripts/auctions_object.php?sale=796&id=9&firstid=1&lastid=285&language=g

Index für Wohnimmobilien erreicht Allzeithoch

Berlin (ots) Wie die Juniausgabe des Real Estate Monitors der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland zeigt, erreichen die Bewertungen der deutschen Wohnimmobiliengesellschaften erneut ein Allzeithoch (435). Nach der deutlichen Erholung zum Jahresende 2020 stagnieren die Marktwerte von Gewerbeimmobiliengesellschaften (338) hingegen seit einigen Monaten weiter auf Vorkrisenniveau.

Residential neighborhood, Baden Württemberg.

Der ungebremste Preisanstieg der Wohnimmobiliengesellschaften ist unter anderem auf die expansive Geldpolitik der Notenbanken zurückzuführen. „Diese befeuert weiterhin die Preisentwicklung bei Immobilien, was sich wiederum mittelbar auf die Bewertung von deutschen Immobilien-Bestandshaltern auswirkt“, erläutert Dr. Patrick Lehmann, Senior Manager bei PwC Deutschland.

Darüber hinaus ist Mitte April der Berliner Mietendeckel durch das Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen worden. Eine Entscheidung, die die Anspannung der Investoren auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt kurzfristig gelöst hat. Nicht zuletzt ist das Rekordhoch des PwC Real Estate Index für Wohnimmobiliengesellschaften auch auf entsprechende Fusionsgespräche in der Immobilienbranche zurückzuführen. „Mit einer Einjahresperformance von 21,5% können vor allem die Werte für Wohnimmobilien den Wachstumstrend am Markt mitgehen“, so Dirk Hennig, Partner bei PwC Deutschland.

Der Index für Gewerbeimmobilien-Bestandshalter stagniert dagegen seit Beginn des Jahres, obwohl die Unternehmen überwiegend positive AdHoc-Mitteilungen vermelden und ihre Ziele für 2021 bestätigen. Im Segment der Handelsimmobilien stehen die Bestandshalter weiterhin noch vor großen Herausforderungen, insbesondere die Shoppingcenter-Betreiber. Die coronabedingten flächendeckenden Geschäftsschließungen sorgten für einen Gewinneinbruch im ersten Quartal.

Über den PwC Real Estate Monitor

Der Real Estate Monitor wird monatlich vom Real Estate Institute von PwC Deutschland veröffentlicht. Der Monitor enthält eine umfassende Analyse relevanter Kennzahlen (WACC, EBITDA-Multiplikatoren, FFO 1, EPRA NAV ratio) auf Basis der Daten von 25 führenden börsennotierten Immobilienunternehmen in Deutschland.

Web: pwc.com