Archiv der Kategorie: Vereine & Aktionen

Johanniter aus allen Landesverbänden helfen in Hochwasserregionen

Mehr als 1.700 Einsatzkräfte seit dem 14. Juli im Einsatz

Berlin (ots) Unzählige Notfallrettungen, Evakuierungen sowie Hilfs-, Betreuungs- und Versorgungseinsätze haben die mehr als 1.700 Einsatzkräfte der Johanniter seit dem 14. Juli in den Hochwasserregionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geleistet.

Helfende der Johanniter in Bad Neuenahr-Ahrweiler begleiten eine Seniorin aus ihrer Wohnung.

Besonders die Einheiten aus den Verbänden Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar waren von Beginn an mit vielen hundert Einsatzkräften vor Ort. Allein aus NRW waren bisher rund 1.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Nun erhalten die Verbände in den betroffenen Gebieten bundesweite Unterstützung aus allen Johanniter-Verbänden.

Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe, sagt: „Meine größte Hochachtung gebührt allen Helferinnen und Helfern, die in den Hochwasserregionen aktiv sind. Wir möchten mit unserem Engagement auch den betroffenen Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und unsere Hilfe weitergeht.“

Medizinische Grundversorgung und Unterstützung des örtlichen Rettungsdienstes

Im besonders betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler sind durch das Hochwasser große Teile der medizinischen Grundversorgung stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden. Rund 90 Helfende des Regionalverbandes Südniedersachsen verlegten daher am 19. Juli ihre mobile Krankenstation, den Behandlungsplatz 50 (BHP50), in die Stadt im Ahrtal. Dort können je nach Schwere der Verletzungen 50 Menschen pro Stunde medizinisch versorgt werden. Noch in der Nacht richteten die Johanniter in der Stadt zwei mobile Behandlungsplätze ein, um die Versorgungslücke zu schließen. Sie wurden in der Zwischenzeit von rund 140 ehrenamtlichen Einsatzkräften aus 16 Ortsverbänden aus Weser-Ems abgelöst.

Versorgung von Menschen, die durch die Katastrophe obdachlos geworden sind

In Erftstadt, Nordrhein-Westfalen, setzten die baden-württembergischen Einsatzkräfte der Johanniter ihren Betreuungsplatz 200 (BTP200) ein. Mit dem BTP200 kann in kürzester Zeit eine Notunterkunft errichtet werden, in der bis zu 200 Personen untergebracht und versorgt werden können. An ihrem Einsatzort unterstützten die Helferinnen und Helfer beim Aufbau und Betrieb einer Notunterkunft. Auch betreuten sie in Köln Menschen, die aus ihren teils überfluteten, teils zerstörten Wohnungen und Häusern im stark betroffenen Erftstadt evakuiert werden mussten.

Suche nach Verletzten und Vermissten

Der Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen unterstützte mit seiner Rettungshundestaffel bei der Suche nach Verletzten und Vermissten. In Begleitung eines Notarztes durchkämmte die Staffel das Gebiet entlang des Ufers der Swist in der Region Euskirchen und konnte zwei unverletzt gebliebene Menschen bergen. Der normalerweise zwei Meter breite Fluss hatte sich während der Flut auf 200 Meter ausgeweitet. Insgesamt waren rund 30 Hundeführer mit ihren Rettungshunden in Nordrhein-Westfalen im Hochwassereinsatz.

Die Hilfe geht weiter

Parallel zum Einsatz des Katastrophenschutzes in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereiten die Johanniter mittel- und längerfristige Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Menschen, Einrichtungen und Organisationen vor Ort vor. Geprüft wird der Bedarf an unkomplizierter Unterstützung z.B. mit Materialien zur Reinigung der Häuser, Entfeuchtern, Haushaltsgeräten und Lebensmitteln. In Orten, in denen die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen ist, können mobile Arztpraxen bzw. ärztliche Betreuung im Rahmen eines Sanitätseinsatzes sowie psychosoziale Betreuung für Betroffene und Helfer umgesetzt und mit Spenden unterstützt werden. Zudem können ehrenamtliche Initiativen, Betreuungs-, Freizeit- und Ferienangebote für junge und ältere Menschen sowie Schulen unterstützt werden. Die Hilfen richten sich in erster Linie nach dem Bedarf der Menschen und werden mit den Behörden und anderen Hilfsorganisationen vor Ort eng koordiniert.

Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Deshalb planen die Johanniter den Einsatz von Spendengeldern für den Wiederaufbau von Gebäuden der betroffenen Personen und Familien sowie von Einrichtungen und Organisationen in den Gemeinden sowie eine Stärkung der Strukturen des Katastrophenschutzes der Johanniter.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden auf:

Stichwort: „Hochwasserkatastrophe“

IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft)

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Aktion Deutschland hilft“

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 43.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Web: johanniter.de

Kindertransport mit dem Fahrrad – ADAC vergleicht fünf Transportsysteme für Kinder

München (ots) Neben dem klassischen Fahrradanhänger liegen in Großstädten vor allem Lastenräder im Trend, um die Kinder von A nach B zu transportieren. Doch bieten diese Transportsysteme den Kindern auch ausreichenden Schutz vor Verletzungen bei einem Unfall? Wie sieht es mit der Handhabung und dem Komfort für die Sprösslinge aus? Der ADAC hat fünf Systeme verglichen, die das Befördern von zwei Kindern ermöglichen: drei verschiedene Typen von Lastenfahrrädern, einen Fahrradanhänger, als gefederte und ungefederte Variante, sowie ein Nachläufersystem samt Kindersitz für den Fahrradgepäckträger.

Crash mit dem Fahrradanhänger / Kindertransport mit dem Fahrrad / ADAC vergleicht fünf Transportsysteme für Kinder

Der Fokus lag dabei auf den Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme in puncto Handhabung, Fahrverhalten, Komfort und Sicherheit inklusive Seitencrashversuch mit einem Auto. Getestet wurde der Transport von zwei Kleinkindern im Alter von etwa 1,5 und 3 Jahren, die durch entsprechende Crash-Dummies simuliert wurden.

Beim Crashversuch wurde ein Unfallszenario nachgestellt, bei dem ein Auto mit 30 km/h und einem Winkel von 45 Grad in das stehende System fährt. Den besten Unfallschutz bietet dabei die Lastenrad-Variante „Backpacker“, bei dem zwei Kindersitze auf dem Gepäckträger montiert werden. Bei einem Aufprall mit einem Pkw befinden sich die Kinder durch die hohe Sitzposition nicht im direkten Crashbereich. Wichtig ist, dass sichere Fahrradkindersitze verwendet werden – diese müssen im Zubehörmarkt separat gekauft werden.

Der Fahrradanhänger schneidet immerhin mit gut ab, da er das Kind durch die Gurtfixierung und den stabilen Rahmen schützt. Nachteil beim Fahrradanhänger: Die Kinder sitzen sehr niedrig, wodurch sie sich im direkten Aufprallbereich des Pkw befinden.

Bei den Systemen mit einer Transportbox (Lastenfahrrad zweispurig und Lastenfahrrad einspurig „Long John“) kann die Box beim Kontakt mit dem Auto die Insassen zwar schützen, allerdings wurden beide Systeme umgeworfen und schlitterten auf Grund der glatten Oberfläche über die Straße. Hier ist die Gefahr groß, dass es zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr kommt. Außerdem versagten beim Crash einzelne Gurt- und Rückhaltesysteme. Hier sieht der ADAC erhöhten Nachholbedarf bei den Herstellern.

Das Nachläufersystem schneidet bei den Crashversuchen am schlechtesten ab. Da das Kind auf dem angehängten Kinderfahrrad ungeschützt ist, werden Hüfte und Beine beim Zusammenstoß mit dem Auto direkt getroffen. Der Dummy prallt danach mit dem Kopf auf den Asphalt.

Überraschend fielen auch die Ergebnisse der Komfortmessungen aus: So bietet der gefederte Fahrradanhänger den mit Abstand besten Komfort für die Kinder. Im Vergleich zum ungefederten Anhänger werden die Belastungen beim Überfahren von Randsteinen oder Schlaglöchern um bis zu 50 Prozent reduziert. Der Aufpreis für die Federung lohnt sich also durchaus.

Der ADAC rät: Fahrer wie auch Insassen sollten grundsätzlich immer einen Helm tragen, um bei einem Unfall die Verletzungsgefahr im Kopfbereich zu reduzieren.

Weitere Informationen zur ADAC Untersuchung der Kindertransportsysteme finden Sie unter adac.de

30-Jahre JBO Staßfurt e.V.

Anlässlich unseres 30-jährigen Vereinsjubiläums veranstalten wir am 24. Juli 2021 – 17 Uhr ein Jubiläumskonzert im Ringheiligtum Pömmelte.

Freuen Sie sich auf eine einmalige Akustik und ein tolles Programm durch die letzten 30 Jahre des Orchesters. 

Aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung müssen wir die maximale Teilnehmerzahl auf 180 Personen beschränken.

Ticketpreis: 10€

https://tickets.salzlandtheater.de/saalplan?param=3122

Das Jugendblasorchester Staßfurt ist die Heimat für Musiker jeden Alters. 45 aktive Mitstreiter treffen sich jeden Freitag zu einer 150-minütigen Probe im Salzlandtheater. Gemeinsam üben wir für Auftritte, lernen neue Musikrichtungen kennen, bilden uns weiter und reden über alles, was uns bewegt.

Unser Repertoire umfasst eine große musikalische Breite. Wir spielen traditionelle Blasmusik, konzertante,festliche Musik genauso wie Schlager, Oldies, Gospel, Volkslieder und Operettenmusik.

Web: http://www.jbo-sft.de

Neue Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll – Solarstrom-betriebenes Müllsammelschiff „Circular Explorer“ in Hamburg getauft

München-Garching, Hamburg (ots) Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (oeoo) hat mit tatkräftiger Unterstützung des Baustoffkonzerns Holcim Ltd. heute in Hamburg das Müllsammelschiff „Circular Explorer“ an den Start gebracht.

Der Solarstrom-getriebene Katamaran „Circular Explorer“. Die neueste und modernste Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll.

Zur Taufe des rein Solarstrom-betriebenen Katamarans war auch der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard gekommen, der als Vorsitzender der von ihm gegründeten Solar Impulse Foundation den Circular Explorer und Holcim als Partner begleitet.

Der „Circular Explorer“ wurde von oeoo (www.oeoo.world) entwickelt und von Holcim (https://holcim.com) finanziert. Er ist eine Weiterentwicklung des bereits im Einsatz befindlichen Müllsammelschiffs „Seekuh“ und kann 4.000 kg Plastikmüll pro Tag aus dem Meer fischen. Nach der Taufe bleibt der Circular Explorer bis Oktober in der Ostsee, um vor Fehmarn Geisternetze aus dem Meer zu bergen und ist als Botschafter für den Schutz der Meere auf der Kieler Woche und der Klimawoche in Hamburg präsent. Im kommenden Jahr wird das Schiff dann in Container verpackt in die Bucht von Manila/Philippinen transportiert, um in einigen der weltweit am stärksten verschmutzten Gewässer als Flaggschiff einer kleinen Flotte elektrisch betriebener oeoo-Müllsammelschiffe den Kampf gegen den Plastikmüll aufzunehmen. Bei jedem Einsatz des Circular Explorers werden begleitend Umweltweiterbildungsprojekte und wissenschaftliche Studien durchgeführt, Kooperationen mit lokalen Behörden und Umweltschutzorganisationen sorgen außerdem dafür, dass der Kampf gegen den Plastikmüll auch dann weitergeführt wird, wenn die Experten von oeoo mit ihrem Circular Explorer zum nächsten Einsatz in andere Gefilde weitergezogen sind.

Alle Unternehmen, die Teil der Lösungen sein wollen, sind willkommen

Günther Bonin hat oeoo gegründet. Er sagt: „Der Circular Explorer ist unsere neueste und modernste Waffe im Kampf gegen den Plastikmüll. Wir sind CEO Jan Jenisch und seinem Unternehmen Holcim sehr dankbar für ihre Unterstützung und freuen uns, gemeinsam gegen den Meeresmüll vorzugehen.“ Im Rahmen der Schiffstaufe rief Bonin weitere global operierende Unternehmen auf, mit oeoo gemeinsame Sache zu machen. Alle Unternehmen und Personen, die Teil der Lösungen sein wollten, seien willkommen, Hilfe werde weiterhin dringend benötigt. Denn ein Circular Explorer alleine reiche nicht, um gegen die Müllflut anzukommen.

Ab 2024 soll dann auch ein aktuell in der Planungsphase befindlicher, umgebauter Mehrzweckfrachter namens „SeeElefant“ eingesetzt werden, der den Müll nicht nur sammeln sondern auch zu 99% in Energie umwandeln und dabei mehrere tausend Tonnen laden und verarbeiten kann.

Jan Jenisch, CEO Holcim: „Jeder hat eine Rolle zu spielen, um unsere Ozeane zu erhalten. Wir sind stolze Unterstützer des Circular Explorer, um einen Teil zur Lösung beizutragen. Es ist inspirierend zu sehen, wie junge Changemaker als Katalysatoren wirken, um einige der größten Herausforderungen unserer Welt zu anzupacken. Die Bildungs- und Wissenschaftsprogramme des Circular Explorer sind darauf ausgerichtet, sie zum Handeln zu mobilisieren.“

Über One Earth – One Ocean e. V. (oeoo)

Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V.(oeoo) mit Sitz in München-Garching und Büros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang/Kambodscha und Rio/Brasilien verfolgt bereits seit 2011 das Ziel, Gewässer weltweit von Plastikmüll, aber auch von Verschmutzungen durch Öl und Chemikalien zu befreien. Das mehrstufige Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ zur Beseitigung küstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikmüll sieht vor, das Plastik mit einer Flotte von speziellen Müllsammelschiffen aus Gewässern weltweit einzusammeln und anschließend wiederzuverwerten bzw. in Öl rückzuverwandeln. Projekte zur Beseitigung von Plastikmüll aus Gewässern laufen derzeit in Kambodscha, Brasilien, Indonesien, den Philippinen und Ägypten. Zum Einsatz kommen hierbei speziell konzipierte Müllsammelschiffe namens SeeHamster und SeeKuh. Ab 2024 soll mit dem ersten „SeeElefanten“, einem umgebauten Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, Zerkleinern, Verarbeiten und Pressen von Meeresmüll an Bord haben wird, das erste Pilotsystem eines Müllverwertungsschiffs umgesetzt sein. Sobald industrietaugliche Plastics-to-fuel-Anlagen verfügbar sind, soll Plastik direkt an Bord auch zu schwefelfreiem Öl rückverwandelt werden. Zudem engagiert sich der Verein national und international in der Erforschung von Mikroplastik sowie der Bildungs-, Aufklärungsarbeit und Dokumentation zum Thema Marine Littering. Bereits 2013 wurde oeoo für das Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2019 erhielt der Verein für sein Konzept des Müllverwertungsschiffs SeeElefant den Bundespreis ecodesign vom Bundesumweltministerium. Die Arbeit von oeoo wird ausschließlich durch private Spenden und Sponsorengelder finanziert. Namhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) unterstützen OEOO in unterschiedlicher Weise. Weitere Informationen zu oeoo und seinen aktuellen Projekten erhalten Sie unter www.oeoo.world.

Fünf Bundesländer starten jetzt in die Ferien – Stauprognose für 23. bis 25. Juli

München (ots) Auch wenn die Staus in diesem Reisesommer das Vor-Krisenniveau kaum erreichen dürften, drohen Autourlaubern an diesem Wochenende lange Fahrzeiten zum und vom Urlaubsort. Jetzt starten Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie der Süden der Niederlande in die Ferien.

Diese Autobahnen sind während des Sommerreiseverkehrs 2021 besonders staugefährdet

Aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie der Mitte der Niederlande rollt die zweite Reisewelle. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern sind die Schulen jetzt überall geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie Teilen Nordeuropas enden die Sommerferien in Kürze. Daher sind die Staus auf den Spuren in Richtung Heimat kaum kürzer als auf den Anreisespuren.

Wegen des Trends zum Heimaturlaub sind auch die Zufahrten der Erholungsgebiete, vor allem auf dem untergeordneten Straßennetz, sehr staugefährdet. Die Fahrt an den See oder ins Wandergebiet der Alpen und Mittelgebirge kann deshalb langwieriger werden.

Wer sich Reisefrust ersparen will, weicht auf einen Reisetag unter der Woche aus, zum Beispiel Mittwoch oder Dienstag. Das erweiterte Lkw-Fahrverbot an Samstagen im Juli und August von 7 bis 20 Uhr wird die Stausituation nur leicht lindern.

Die Spitzenzeiten am Wochenende: Freitagnachmittag, der Vormittag und frühe Nachmittag des Samstags und der Sonntagnachmittag.

Die Staustrecken (beide Richtungen):

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Bremen – Lübeck
  • A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig
  • A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
  • A 6 Mannheim – Nürnberg
  • A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A 7 Flensburg – Hamburg
  • A 7 Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – München – Salzburg
  • A 9 München – Nürnberg
  • A 19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
  • A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Die Fernstraßen im benachbarten Ausland gelangen an diesem Wochenende auch schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Betroffen sind vor allem die klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten. In Frankreich dürften die Wege in die Alpen und Pyrenäen noch voller sein als vor Corona. Nicht viel besser sieht es auf den Fernstraßen in Richtung nordeuropäische Urlaubsziele aus – darunter dänische, belgische und holländische Küste.

In besonderem Maße werden die Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer staugefährdet sein – etwa in Österreich die Kärntner Seen, das Salzkammergut, der Neusiedlersee und die Erholungsgebiete der Schweizer Kantone Tessin und Wallis (Wartezeiten einplanen bei der Autoverladung Lötschberg).

Die Aufenthalte an den Grenzen bei der Ein- und Ausreise könnten durch hohes Verkehrsaufkommen und intensive Personenkontrollen schon mal ein paar Stunden dauern. Das gilt unter anderem für die Grenzen im Balkantransit. Alle Details zum Thema Grenzkontrollen unter https://bit.ly/adac_grenzen_corona.

Web: ADAC.de

Ford hilft Flutopfern: Allradfahrzeuge und Transporter für Helfer und Rettungskräfte im Rhein-Erft-Kreis

Köln (ots) Kölner Autohersteller stellt DRK und Katastrophenschutz im besonders schwer von der Flut getroffenen Rhein-Erft-Kreis schnell und unbürokratisch eine Fahrzeugflotte bereit

Ford stellt den Einsatzkräften im Rhein-Erft-Kreis Einsatzfahrzeuge für die Katastrophenhilfe zur Verfügung.

Geländegängige Ford Ranger für Bergung und Aufräumarbeiten; Transporter der Transit-Familie als Schutz und Rückzugsort für Menschen, deren Wohnung zerstört wurde

Ford stellt eine Fahrzeugflotte für die Katastrophenhelfer in dem von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffenen Rhein-Erft-Kreis zur Verfügung. Seit Donnerstagabend werden bei Ford in Köln allradgetriebene Ranger-Pick-ups* und verschiedene Transporter der Transit-Familie* für den Einsatz in Erftstadt und Umgebung vorbereitet. Seit Freitagnachmittag werden sie den Einsatzkräften übergeben und rollen in das Katastrophengebiet. Damit will Ford die Helfer, die sich für die Unwetteropfer der Region südwestlich von Köln einsetzen, schnell und unbürokratisch unterstützen.

„Das Leid und die Schäden dieser Katastrophe machen uns sehr betroffen, zumal auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ford Partner und deren Angehörige betroffen sind. Wir freuen uns, dass wir die Einsatzkräfte auf diesem Weg bei ihrer Arbeit unterstützen können“, sagt Hans Jörg Klein, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und geschäftsführender Direktor Ford Deutschland, Ford Österreich und Ford Schweiz.

„Alle unsere Kräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen. Die Fahrzeuge von Ford helfen uns beim Transport der Menschen und insbesondere die Infrastruktur in den gefährdeten Gebieten abzusichern“, erklärt Dirk Wolfrum, Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes DRK e. V.

Das Deutsche Rote Kreuz benötigt die Ford Transit und Transit Custom unter anderem, damit betroffene Familien darin ihr verbliebenes Hab und Gut trocken und sicher unterbringen können. Soweit möglich, sollen Flutopfer im Personentransporter Ford Tourneo Custom zu Notunterkünften oder zu Verwandten und Freunden gefahren werden.

Der Katastrophenschutz ist für die Bergung von Menschen und Tieren sowie für die Aufräumarbeiten in den schwer betroffenen Gebieten auf allradgetriebene Fahrzeuge angewiesen. Mit dem Ford Ranger können die Helfer auch überflutete oder zerstörte Straßen befahren.

Web: ford.com

Unwetter Deutschland: Rettung von Leben weiterhin oberste Priorität

Organisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen bei Evakuierungen, betreuen Betroffene und überlastete Einsatzkräfte

Bonn (ots) Nach dem heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Lage vielerorts noch unübersichtlich – zahlreiche Menschen befinden sich noch immer in Lebensgefahr.

Hochwasser in Deutschland

Organisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren bei den andauernden Evakuierungen und der Suche nach vermissten und verschütteten Personen. Neben dem Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter-Samariter-Bund ist die Johanniter-Unfall-Hilfe mit ihren Einheiten des Katastrophenschutzes und einem geländegängigen Rettungswagen im Hochwassergebiet unterwegs. Auch der Bundesverband Rettungshunde ist mit allen in NRW und Rheinland-Pfalz ansässigen Einheiten im Einsatz. Die Rettungshundeführer suchen mit ihren Tieren in den Trümmerlagen nach vermissten Personen. Gerettete werden in sicheren Notunterkünften untergebracht und dort von den Hilfsorganisationen betreut.

Große Sorge und Ohnmacht bei Betroffenen

Dabei haben die Helfer:innen auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Betroffenen, spenden Trost und betreuen überlastete Einsatzkräfte. Mit ihrer Arbeit und auch psychosozialer Betreuung leisten Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund einen wichtigen Beitrag, für Betroffene wie auch für die Angehörigen der Vermissten. „Zusätzlich zu dem immensen wirtschaftlichen Schaden belastet die Betroffenen insbesondere die Sorge um Freunde und Familie, die Ungewissheit um deren Verbleib und ein Gefühl der Ohnmacht angesichts dieser Katastrophe unerwarteten Ausmaßes“, berichtet Manuela Roßbach geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“ und ergänzt: „Viele Menschen werden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. Wo Schäden behoben werden können, werden die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten viel Zeit beanspruchen, denn aktuell hat die Rettung der Menschen oberste Priorität.“

Einsatz auch für Hilfskräfte belastend

Die Arbeit ist auch für die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die teilweise selbst vom Hochwasser betroffen sind, sehr belastend. Einsatzstellen sind nur schwierig zu erreichen, die Kommunikation ist abgeschnitten. Die zum Teil schwere körperliche Arbeit, Schlafmangel und die Witterungsbedingungen erschweren die Hilfeleistung zusätzlich. Hinzu kommt eine hohe psychische Belastung. Die Johanniter und der Malteser Hilfsdienst verpflegen und betreuen daher auch hunderte Einsatzkräfte, die in Dauereinsätzen helfen. Christian Mienert, Einheitsführer einer Verpflegungseinheit der Johanniter in Hagen erklärt: „Wir verpflegen täglich über 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundeswehr, die hier in Hagen aktiv sind. Die Lage war anfangs hochdramatisch, denn die Menschen haben nicht erwartet, dass plötzlich Straßen zu reißenden Flüssen werden und sie abgeschnitten von jeglicher Versorgung sind. Aktuell ist das Wasser immer noch da, aber die Lage entspannt sich etwas.“

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen Spenden entgegen:

Stichwort „Hochwasser Deutschland“

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

(10EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Hochwasser zerstört Existenzen und wichtige Einrichtungen – Help unterstützt beim Wiederaufbau

Bonn (ots) Nach einer Unwetterkatastrophe stehen weite Teile Deutschlands unter Wasser. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zerstörten reißende Fluten die Existenzen zehntausender Familien, soziale Einrichtungen und Infrastruktur. Help – Hilfe zur Selbsthilfe wird den Wiederaufbau in der Region unterstützen. Aktuell ist die Lage noch immer bedrohlich, ganze Ortschaften werden evakuiert. Mindestens 80 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Die massiv geschädigten Straßen- und Stromnetze schneiden Rettungskräfte von Katastrophengebieten ab und isolieren die Betroffenen.

Help: Hochwasser Deutschland 2021 – Zerstörung in Altenahr

„Mir fehlen die Worte“, erzählt eine Help-Mitarbeiterin, die selbst von den verheerenden Folgen des Unwetters betroffen ist. Help entwickelt aktuell Maßnahmen, um den Betroffenen des Hochwassers schnell und unkompliziert beim Wiederaufbau ihrer Heimat zu helfen, vor allem in den Regionen Bonn, Ahrtal und Rhein-Erft-Kreis. Als internationale Hilfsorganisation mit Sitz in Bonn liegt uns die Nothilfe in unserem direkten Umfeld besonders am Herzen. Um vorrangig Kindern schnellstmöglich wieder einen Weg in den Alltag zu ebnen, setzt Help auf die Unterstützung von Bildungseinrichtungen. Dazu gehört unter anderem der Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten, der durch eine enge Zusammenarbeit mit Fördervereinen und Initiativen beschleunigt werden soll. Bereits 2013 konnte Help nach dem tragischen Hochwasser in Deutschland Nothilfe leisten und soziale Einrichtungen sanieren. Getreu unserem Motto der „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird unsere Unterstützung die Betroffenen auf direktem Weg erreichen und langfristig stärken.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Bianca Kaltschmitt, Stellv. Geschäftsführerin von Help. Sie erreichen uns unter der 0228 91529-11, mobil: 0172 2559668 oder per E-Mail unter kaltschmitt@help-ev.de für Interviewtermine.

Help – Hilfe zur Selbsthilfe bittet um Spenden. Stichwort: Hochwasser Deutschland, IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00, Commerzbank Köln, www.help-ev.de

Krank im Urlaub: So viel kostet ein Rücktransport nach Deutschland

Ohne Auslandskrankenschutz kann man auf Kosten von mehreren 100.000 Euro sitzen bleiben – Hilfe auch unter Reisebeschränkungen

München (ots) (ADAC Versicherung AG) Wer ins Ausland verreist, sollte auf alle Fälle eine private Auslandskrankenversicherung im Gepäck haben. Sie deckt weltweit Krankheitskosten und einen Rücktransport des Patienten nach Deutschland ab. Gesetzliche Krankenkassen leisten allenfalls bei Reisen innerhalb Europas, und auch da übernehmen sie nicht alle Auslagen, zum Beispiel keinen Krankenrücktransport.

Mit den ADAC-Jets werden kranke Urlauber zurück nach Deutschland gebracht / Krank im Urlaub: So viel kostet ein Rücktransport nach Deutschland / Ohne Auslandskrankenschutz kann man auf Kosten von mehreren 100.000 Euro sitzen bleiben/ Hilfe auch unter Reisebeschränkungen

Bei medizinischen Behandlungen im Ausland können schnell Kosten von mehreren Tausend Euro fällig werden. Richtig teuer wird es, wenn ein Patient aus dem Urlaubsland zurück nach Deutschland geflogen werden muss. So schlägt ein Intensivtransport mit einem der drei Ambulanzflugzeuge des ADAC von Mallorca mit 24.000 Euro zu Buche, von Kreta mit 28.000 und aus Antalya mit 31.000 Euro.

Kommen beim Transport lebenserhaltende medizinische Geräte zum Einsatz, steigen die Kosten schnell in den sechsstelligen Bereich. Ein konkretes Beispiel: Der Rücktransport einer Urlauberin, die mit Verdacht auf akutes Lungenversagen in einem thailändischen Krankenhaus lag, kostete etwas mehr als 160.000 Euro. Auf dem Flug musste eine mobile Herz-Lungen-Maschine eingesetzt werden, ein deutsches Ärzteteam begleitete die Frau. Die gesamten Krankheitskosten bis zur Einlieferung in ein deutsches Krankenhaus beliefen sich auf rund 250.000 Euro. Die Kosten für einen Auslandskrankenschutz nehmen sich angesichts dessen verschwindend gering aus.

Krankenrücktransport trotz Corona

Ob ein Krankenrücktransport von ADAC Plus- und Premium-Mitgliedern oder Versicherten des ADAC Auslandskrankenschutzes nach Deutschland durchgeführt werden kann, hängt von den Quarantäne-Bestimmungen ab – sowohl im Urlaubsland als auch in Deutschland.

Der ADAC Ambulanz-Service führt Transporte auch durch, wenn eine Reisewarnung besteht. Allerdings kann es aufgrund des höheren Organisationsaufwandes zu Verzögerungen kommen. Auch bei einem Lockdown werden alle Möglichkeiten ausgelotet. Die Bettensuche in deutschen Krankenhäusern spitzt sich je nach Infektionslage zu. Alle Patienten, die per Flug einreisen, müssen zur Einreise nach Deutschland vor Abflug im Ausland einen negativen Test nachweisen. Zudem gelten die aktuellen Einreisebestimmungen des Auswärtigen Amtes und die dazugehörigen Ausführungen.

Bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung und einer medizinischen Unterversorgung vor Ort werden in jedem Fall alle zur Verfügung stehenden Transportoptionen geprüft. Diese reichen von regionalen Verlegungen in Zentren mit einer höheren Versorgungsmöglichkeit bis hin zum Rücktransport per Ambulanzflug unter Isolationsbedingungen. Jeder Einzelfall wird auf bestehende Optionen geprüft, unter Berücksichtigung der von den jeweiligen Behörden vorgegebenen Restriktionen. Ein positiver Corona-Test allein ist übrigens kein Grund für einen Anspruch auf einen Krankenrücktransport.

Bis dato konnte der ADAC Ambulanz-Service alle Patienten, bei denen dies medizinisch angezeigt war, in deutschen Krankenhäusern unterbringen. Die Bettensuche und die Klärung der Einreiseformalitäten können jedoch mehrere Tage in Anspruch nehmen, sodass mit längeren Liegezeiten im Ausland zu rechnen ist. Flugärzten und Rettungssanitätern aus Deutschland kann zudem in einigen Ländern derzeit die Einreise verweigert werden – ebenso wie allen anderen Personen aus Deutschland. Aktuelle Informationen, welche Länder die Einreise verweigern, gibt es beim Auswärtigen Amt.

Informationen zum Ablauf des Krankenrücktransportes finden Sie hier https://www.adac.de/der-adac/ueber-uns-se/aktuelles/krankenruecktransport/

Produktangebot

Ein Auslandskrankenschutz, der auch vom Auswärtige Amt und den gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, ist bei der ADAC Versicherung AG ab 13,90 Euro im Jahr erhältlich. Weitere Informationen unter www.adac.de/produkte/versicherungen/auslandskrankenversicherungen.

Die Auslandskrankenversicherung ist auch in der neuen ADAC Premium-Mitgliedschaft inkludiert: https://www.adac.de/mitgliedschaft/mitglied-werden/details/adac-premium-mitgliedschaft/

Deutschland-Scout.de – Höhlenwohnungen in Langenstein im Harz

Hallo ich bin Ben, Ihr Deutschland Scout.
Ich werde Sie,
an viele schöne und historische Orte
in Deutschland führen.

Höhlenwohnungen Langenstein im Harz

Als Höhlenwohnungen Langenstein werden zwölf
Höhlenwohnungen im zur Stadt Halberstadt gehörenden Ortsteil Langenstein im Harz bezeichnet. Zwei der Wohnungen befinden sich im Bereich der ehemaligen Altenburg, die anderen zehn Wohnungen liegen hier am Schäferberg. Hier sind einige Wohnungen in Form eines Straßenzuges angelegt. In der Zeit des Jahres 1855 bis zum Jahr 1858 wurden dann zehn Wohnungen in den Sandsteinfelsen am Schäferberg gehauen. In Langenstein bestand eine erhebliche Wohnungsnot. Mehrere junge Familien aus Langenstein und aus dem Raum Goslar stammende Arbeiter des Gutes benötigten dringend Wohnraum. Der Gemeinderat entschied darauf hin, dass die Möglichkeit zur Schaffung von Höhlenwohnungen gegeben werden soll. Den Bauwilligen wurden die Felswände für jeweils acht Groschen verkauft. Die kleinen, etwa 30 qm großen Wohnungen hatten ähnliche Zuschnitte und verfügten jeweils über Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und einen Vorratsraum. Durch den Felsen nach oben führen Schornsteine, unter denen sich ursprünglich gemauerte Herde befanden. Natürliches Licht hatten nur die vorderen Räume. Die Nutzung der Höhlenwohnungen zu Wohnzwecken wurde im Wesentlichen zwischen 1900 und 1910 aufgegeben. Durch das Engagement des Vereins Langensteiner Höhlenwohnungen wurden nach dem Jahr 1990 einige der ehemaligen Wohnungen hergerichtet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besuchen Sie die Höhlenwohnungen in Langenstein.
Danke.