Weltkindertag 2026: Kiwanis ruft Schulen zum Handeln gegen Leseschwäche auf.

Die aktuelle PISA-Studie zeigt erneut, wie groß die Herausforderungen im deutschen Bildungssystem sind. Besonders bei den grundlegenden Kompetenzen müssen Kinder frühzeitig Unterstützung erhalten. Denn wer bereits in der Grundschule Schwierigkeiten beim Lesen hat, hat häufig auch in anderen Fächern Probleme, weil Lesen die Grundlage für nahezu jedes weitere Lernen bildet.

„Unser Ziel ist es, mit dem Turbo-Team insbesondere die am stärksten benachteiligten Schulen zu erreichen“, erklärt Dr. Ekkehard Thümler, der Gründer und Geschäftsführer von TfA. „Die Unterstützung der Kiwanis Kinderhilfe Deutschland hilft uns, mehr Kindern Zugang zu wirksamer Leseförderung zu ermöglichen.“

Nicht abwarten, sondern handeln

„Wir dürfen nicht warten, bis aus einem Leserückstand ein dauerhaftes Bildungsproblem wird“, sagt Dr. Reinhard Katz, Geschäftsführer der Kiwanis Kinderhilfe. „Wir möchten deshalb die Schulen ausdrücklich ermutigen: Schauen Sie genau hin, welche Kinder Unterstützung benötigen, und holen Sie sich Hilfe. Kiwanis ist bereit, gemeinsam mit Schulen Verantwortung zu übernehmen.“

Kiwanis Deutschland unterstützt „Tutoring for All – Lesen mit dem Turbo-Team“ bereits seit 2023 – u.a. mit der Übernahme der notwendigen Lizenzgebühr von 2.500 EUR bei einzelnen Schulen, die diese Gebühr nicht aufbringen können.

„Tutoring for All – Lesen mit dem Turbo-Team“ kann auf Antrag von Startchancen-Schulen über das Startchancen-Programm von Bund und Ländern finanziert werden.

Kiwanis unterstützt Schulen konkret

Kiwanis möchte mit seinem Engagement insbesondere Schulen erreichen, an denen viele Kinder zusätzliche Unterstützung beim Lesen benötigen. Die örtlichen Kiwanis Clubs können dabei eine wichtige Brücke zwischen Schule, Ehrenamt und Programmorganisation bilden.

„Wir wollen Schulen nicht mit diesem Problem alleinlassen“, erklärt Dr. Katz. „Wenn eine Schule sagt: Wir haben Kinder, die beim Lesen zusätzliche Unterstützung brauchen, dann möchten wir gemeinsam schauen, was möglich ist.“

Die seit 2023 zunächst in Pilot-Projekten vor allem im Raum Baden-Baden gesammelten Erfahrungen mit dem Programm werden inzwischen von Kiwanis Clubs in verschiedene Regionen Deutschlands getragen. Vielen Schulen fehlt das Budget für die Einführung dieses in Deutschland noch nicht sehr verbreiteten Ansatzes zur Leseförderung. Sie wenden sich daher an ihre Fördervereine oder sonstige Sponsoren.

Anlässlich des Weltkindertages bietet Kiwanis Fördervereinen von Schulen, anderen Sponsoren oder Einzelpersonen an, die Hälfte der Lizenzgebühren zu übernehmen, wenn diese die andere Hälfte spenden.

Die aktuelle Aktion ist zunächst auf 20 Schulen begrenzt. Näheres dazu auf www.lesen.kiwanis.de und www.tutoringforall.de