Ziele: Einsatzkräfte unterstützen, Bevölkerung ausbilden.

Dr. Matthias Münch vom LFV Berlin stellte in seinen Ausführungen die Frage der Relevanz des im März 2026 verkündeten KRITIS-Dachgesetzes für die Feuerwehr. Dieses legt Betreibern kritischer Infrastruktur Pflichten auf, welche staatlich beaufsichtigt und unterstützt werden. Der Zweck ist von wichtiger Bedeutung für das Staats- und Allgemeinwesen, werden hier doch die kritischen Anlagen, Dienstleistungen und Sektoren zunächst einmal definiert. Daraus leiten sich dann die einzelnen Maßnahmen ab, welche die Betreiber für sich konkret identifiziert haben. Münch berichtete: „Bemerkenswert ist, dass es zwar insgesamt zehn Sektoren gibt, hierin jedoch Feuerwehren und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben als öffentliche Gefahrenabwehr sowie Medien und Kulturgüter fehlen!“. Das KRITIS-Dachgesetz richte den Blick auf Deutschland als Ganzes, ermögliche aber nicht den Lupenblick auf ein spezielles Gebiet. Die Regionen benötigten individuelle kommunale Eigenresilienzanalysen, indem sie mit der identifizierten Versorgungsrelevanz den Abgleich mit dem eigenen Potenzial vornehmen. Der Blickwinkel sei hierbei ein anderer als bei den kommunalen Gewohnheiten in der Gefahrenabwehr. Münch war sich sicher: „Wenn die Merkmale des Gesetzes erfüllt werden, kann es gelingen, eine Katastrophe durch Kommunikation, Lagebild und Logistik zu bewältigen“.

Abschließende Diskussion über den „Pakt für den Bevölkerungsschutz“

Moderiert durch Peter Jagla, gab es abschließend eine intensive Diskussion über den „Pakt für den Bevölkerungsschutz“. Dies ist ein im Mai 2026 beschlossenes, mehr als zehn Milliarden Euro schweres Finanzpaket, das bis 2029 „einen umfassenden Modernisierungsschub im Bevölkerungsschutz und der Zivilen Verteidigung“ bringen soll. Wie wirkt sich der Pakt aus, was wird noch benötigt und vor allem was braucht es noch, damit er für die Akteure vor Ort echte Hilfe bietet? In der Diskussion fanden die Perspektiven aus Bund und Feuerwehr, Hilfsorganisation und Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ihren Platz.

Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)

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