Für jedes Tier ein ganzes Team.

Für viele Menschen ist der Zoo der erste Ort, an dem sie einem Nashorn, einer Eule oder einem Tiger gegenüberstehen. Oder es ist die seltene Gelegenheit, einem Tier nahe zu sein, beispielsweise eine Ziege zu streicheln oder zu füttern. Zoopädagoginnen und Zoopädagogen machen daraus Unterricht zum Anfassen, mit Führungen, Schulprogrammen und Projekttagen. Jährlich nehmen rund 1,2 Millionen Zoobesuchende an über 170.000 speziellen Bildungsangeboten der VdZ-Zoos teil.

Auch die Forschung lebt von Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Hochschulen und weiteren Forschungseinrichtungen untersuchen Zoos etwa Verhalten, Ernährung oder Tiermedizin. Die Erkenntnisse helfen den Tieren im Zoo und oft auch ihren Artgenossen in der Natur. Die VdZ-Zoos wirken jährlich an rund 200 wissenschaftlichen Studien mit.

Teamarbeit als Brücke zwischen Zoo und Natur

Mehrere hundert wissenschaftlich geführte Zoos in ganz Europa stimmen sich ab, welche Tiere in welchem Zoo leben und Nachwuchs bekommen. So bleiben gesunde, genetisch vielfältige Bestände bedrohter Arten erhalten. Was das bewirken kann, zeigen Tiere wie der Europäische Wisent, der Luchs, der Feldhamster, das Przewalskipferd, der Gänsegeier, der Waldrapp, die Europäische Sumpfschildkröte und noch viele weitere, die wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum angesiedelt werden können. Dabei arbeiten Zoos eng mit Universitäten, Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen und unterstützen Schutzprojekte vor Ort.

59 Millionen Euro haben VdZ-Zoos alleine in den vergangenen fünf Jahren in Natur- und Artenschutzprojekte weltweit investiert. Jährlich wildern sie in gemeinsamen Projekten rund 500 Tiere aus rund 20 gefährdeten Tierarten in Europa aus und zusätzlich über 230.000 Insekten, Amphibien und Fische. Und sie engagieren sich mit Personal, Expertenwissen und Sachspenden in mindestens 155 Projekten in 55 Ländern weltweit.

„Heute sind viele Mitglieder des VdZ Teil des Netzwerks der Weltnaturschutzunion IUCN und Experten aus Zoos leisten einen direkten Beitrag zur Arbeit der IUCN-Kommission für das Überleben gefährdeter Arten“, sagt Her Excellency Razan Khalifa Al Mubarak, IUCN-Präsidentin. „Der Verband der Zoologischen Gärten spiegelt dieses Engagement wider. Die Zoos dieses Verbandes begrüßen jedes Jahr Dutzende Millionen Besucher, leisten Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung und unterstützen Schutzprojekte auf der ganzen Welt. In einer Zeit, in der der Verlust der biologischen Vielfalt eine der größten modernen Herausforderungen darstellt, sind Partnerschaften wie diese wichtiger denn je.“

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