Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen spricht zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hält die Gedenkrede. Seine Biografie spiegelt europäische Geschichte: Seine Mutter war gebürtige Estin, der Vater gebürtiger Russe mit niederländischen Vorfahren. Nach mehrmaliger Flucht fand die Familie schließlich in Österreich eine neue Heimat, zunächst in Wien, dann in Tirol. Als Staatsoberhaupt eines Landes, das sowohl Opfer als auch Mitverursacher der europäischen Tragödien des 20. Jahrhunderts war, steht Van der Bellen für eine Kultur des aufrichtigen Erinnerns und für die Übernahme gemeinsamer Verantwortung für ein friedliches Europa. Zum Fundament dieser Kultur gehören die historischen Reden von Richard von Weizsäcker 1985 und des österreichischen Bundeskanzlers Franz Vranitzky 1991. Sie brachen mit politischen Dogmen und ebneten den Weg für eine ehrliche Aufarbeitung.

In der Gedenkstunde kommen „junge Stimmen“ zu Wort. Vier junge Erwachsene aus Deutschland und Österreich berichten über ihre Erfahrungen, die sie in unterschiedlichen internationalen Projekten des Volksbundes gemacht haben.

Musikkorps und Jugendchor

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ab November den Bundesratsvorsitz inne und entsendet traditionsgemäß den Chor. Der Kölner Jugendchor St. Stephan sorgt gemeinsam mit dem Musikkorps der Bundeswehr für den musikalischen Rahmen der Gedenkstunde.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr des Volksbundes, spricht das Totengedenken.

Das ZDF überträgt am 15. November ab 13.30 Uhr live.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

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