Sonntagsführung auf der Wasserburg im Oktober in Egeln im Salzlandkreis.

Ist die Wasserburg heute das kulturelle Zentrum der Region, war sie in früheren Zeiten der Sitz der Edlen von Hadmersleben, der Magdeburger Domherren oder auch des schwedischen Generalfeldmarschall Banér.

Nach dem 30jährigen Krieg wurde die Burganlagen mit den zugehörigen Ländereien eine landwirtschaftliche Domäne. Nach 1900 begann jedoch bereits die zunehmende Vernachlässigung der Burganlage, die zu Ende der DDR Zeit ihren Höhepunkt erreicht hatte. Nach der Wende und dann besonders mit Übernahme der Burg im Jahr 1995 durch die Stadt Egeln, begann die zielgerichtete Restauration, die auch in den nächsten Jahren noch Stadt und Förderverein Wasserburg beschäftigen wird.

Was sich sonst noch dort im laufe der Geschichte abspielte, kann man bei einer Führung erleben bei der der Museumsleiter Uwe Lachmuth in seiner Rolle als Burgherr Otto von Hadmersleben näheres über Gebäude, Funktion und Bewohner erzählt.

Die Führung beginnt am Sonntag den 4. Oktober um 14:00 Uhr im Torhaus der Burg und dauert ca eine Stunde. Anschließend kann das umfangreiche Museum vom Burgverlies bis zum Bergfried besichtigt werden.

Vor der Führung ist bereits ab das Atelier des Maler und Grafiker Klaus Gumpert geöffnet wo man nicht nur seine Bilder anschauen kann sondern auch besondere Musikinstrumente und historische Möbel. Ebenso ist die Töpferstube des Förderverein Wasserburg geöffnet wo man beim Gestalten kleiner Kunstwerke zuschauen und diese auch erwerben kann.

Ein Garten der Moderne mit einer großen Geschichte: Der egapark Erfurt feiert in diesem Jahr sein 65. Jubiläum.

Der egapark Erfurt gehört zu den bedeutendsten Garten- und Parkanlagen Deutschlands. Dabei ist er weit mehr als ein Ort der Erholung. Er ist ein lebendiges Zeugnis der Gartenkunst und ein architektonisches Gesamtkunstwerk.

Der egapark Erfurt (iga’61) in den 1960er-Jahren – Blumenschauen gehörten von Beginn an zu den Besuchermagneten.

Der Park zeigt sich als botanisches Schaufenster und kulturelle Bühne, auf der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf einzigartige Weise begegnen. Wer den Park besucht, erlebt einen Ort, der seit Jahrzehnten Menschen zusammenbringt und dessen Vergangenheit in Wegen, Pflanzungen und Bauwerken spürbar ist. Seinen unverwechselbaren Charakter verdankt der egapark einer außergewöhnlichen Verbindung: Moderne Landschaftsarchitektur der 1960er Jahre trifft auf prachtvolle zeitgenössische Gartenkunst.

Der egapark liegt auf dem Gelände der ehemaligen Cyriaksburg, deren Festungsmauern bis heute eindrucksvoll an die bewegte Geschichte des Ortes erinnern. Wo einst militärische Anlagen das Bild prägten, entwickelte sich im 20. Jahrhundert eine Vision von Offenheit, Schönheit und Lebensqualität. Mit der Eröffnung der „Ersten Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder“ (iga) im Jahr 1961 wurde der egapark zu einem Symbol des modernen Garten- und Landschaftsbaus. Bis heute gehört er europaweit zu den wenigen nahezu vollständig erhaltenen Zeugnissen der „Ostmoderne“. Funktionale Architektur, die Verwendung von damals neuen Materialien, aber auch der Anspruch einer gesellschaftlichen Relevanz haben den Park geprägt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Gartenbaumuseum, das sich ebenfalls auf dem Parkgelände befindet, nutzt der egapark Erfurt im 65. Jubiläumsjahr der IGA 61 den Blick zurück. Eine Jubiläumsausstellung widmet sich unter dem Titel „iga*61. Die DDR durch die Blume“ (15. August 2026 bis 13. Juni 2027) ausgewählten Facetten der Erfolgsschau von 1961 mit über 3,5 Millionen Besuchern. Im Park sind seit einigen Wochen „Zeitstelen“ verteilt, die mit ihren historischen Fotos daran erinnern, was einst den Charme der Anlage ausgemacht hat und Anekdoten aus der Geschichte des Parks erzählen.