Im Film kommt auch Wallburgs Enkel François Wasserzug zu Wort. Rühmann habe bis 1933 fast täglich mit der Familie Wallburg verkehrt, berichtet er. Nach dem Krieg baten sein Vater und dessen Bruder Rühmann um eine Zeugenaussage im Wiedergutmachungsverfahren, denn die Nationalsozialisten hatten Wallburgs Besitz enteignet. Rühmann habe geantwortet: „Ich erinnere mich an nichts.“ Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) hat Rühmann im November 2025 nach einer Studie des Instituts für Zeitgeschichte ihre Ehrenmedaille aberkannt.
Wallburg musste 1933 Deutschland verlassen. Über die Niederlande und Theresienstadt wurde er nach Auschwitz deportiert. Der Film zeigt zum ersten Mal die Aufzeichnungen seines Sohnes Reinhard Wasserzug, der die Jahre 1933 bis 1938 im französischen Exil festgehalten hat.
Der Film entstand für das FILM LAB Lausitz nach einem Drehbuch von Ariane Rykov, Regie führte Uwe Marcus Rykov.
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat den 41-minütigen Film durch die Plattform Kulturelle Bildung gefördert. Jugendliche aus Brandenburg haben seine Entstehung begleitet.
Zur Premiere am 4. November im Berliner Kino Babylon kommt François Wasserzug mit seiner Familie aus Frankreich.
Filmmuseum Lausitz e.V.
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