D-NEWS.TV – Der Bundestag hat die sogenannte „Frühstartrente“ beschlossen.

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Der Bundestag hat die sogenannte „Frühstartrente“ beschlossen.

Die private Altersvorsorge für Kinder und Jugendliche. Eine Auszahlung des geförderten Kapitals soll grundsätzlich nicht vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich sein – also erstmals im Jahr 2085.“ Die staatliche Förderung soll zehn Euro pro Monat und Kind betragen. Erste Nutznießer sind Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden.

Heimischer Fisch: Was in deutschen Gewässern und Teichen steckt.

Lachs, Alaska-Seelachs und Thunfisch sind aus vielen deutschen Küchen nicht wegzudenken. Doch auch Forelle, Saibling, Karpfen und Wels aus deutscher Erzeugung haben einiges zu bieten. Heimischer Süßwasserfisch bringt kulinarische Abwechslung auf den Teller und kann zugleich einen Beitrag zum Erhalt traditioneller Teichwirtschaft und wertvoller Lebensräume leisten. Das Fisch-Informationszentrum (FIZ) zeigt, worauf es bei Herkunft und Erzeugung ankommt und warum es sich lohnt, heimische Fischarten neu zu entdecken.

Über Generationen bewirtschaftete Teiche sind vielerorts zu wertvollen Ökosystemen geworden, die zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beherbergen.

Süßwasserfisch aus Deutschland kommt auf unterschiedlichen Wegen auf den Teller. Zander oder Flussbarsch können aus der Seen- und Flussfischerei stammen, Karpfen aus traditioneller Teichwirtschaft und Forellen oder Saiblinge aus modernen Fischzuchtanlagen.

Heimisch ist nicht gleich regional

„Heimischer Fisch aus der Region kann in Sachen Nachhaltigkeit durchaus punkten“, erklärt Claus Ubl vom Deutschen Fischerei-Verband. Dabei ist es wichtig, einen Blick auf die Herkunft zu werfen, denn heimisch bedeutet nicht automatisch regional. Wer beispielsweise in Süddeutschland einen Fisch aus Niedersachsen kauft, entscheidet sich zwar für ein Produkt aus deutscher Erzeugung, aber nicht aus der eigenen Region. Die Transportwege können entsprechend länger sein.

„Wer gezielt regional einkaufen möchte, kann direkt bei Fischereibetrieben, in Hofläden von Fischzuchten oder beim Fischhändler seines Vertrauens nachfragen“, empfiehlt Claus Ubl. Hilfreich sind dabei ganz konkrete Fragen: Aus welchem Gewässer oder Zuchtbetrieb stammt der Fisch? Wurde er gefangen oder gezüchtet? Und welche heimischen Arten sind gerade erhältlich? So lässt sich leichter herausfinden, was tatsächlich aus der eigenen Umgebung kommt. Bei Fisch aus Aquakultur kann außerdem das ASC-Siegel Orientierung bieten. Es kennzeichnet Produkte aus zertifizierten Zuchtbetrieben, die bestimmte Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Ob der Fisch tatsächlich aus der eigenen Region stammt, lässt sich am Siegel allein allerdings nicht erkennen.

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Neben der Herkunft spielen aber auch die Bedingungen der Erzeugung und der Umgang mit natürlichen Ressourcen eine Rolle. Bei der Fischerei in Seen und Flüssen kommt es beispielsweise darauf an, die Fischbestände langfristig zu erhalten und die Gewässer verantwortungsvoll zu bewirtschaften. In der Fischzucht rücken unter anderem Wasser- und Energieeinsatz in den Blick.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Blick in die Lüneburger Heide. In Wietzendorf züchten Heide und Stephan Winkelmann in ihrem Familienbetrieb Heidefisch Lachsforellen. Für ihre Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit wurde der Betrieb mit dem Branchenpreis Seafood Star 2026 ausgezeichnet sowie mit dem ASC Award Aquaculture Champion 2026.

Besonders viel Aufmerksamkeit gilt hier dem Wasser. „Wir arbeiten mit Grundwasser, das naturgemäß nur einmal genutzt werden kann. Je sparsamer wir damit umgehen, desto besser ist es“, sagt Heide Winkelmann. Deshalb wird das Wasser nicht einfach nach einmaliger Nutzung abgeleitet, sondern in mehreren Stufen gereinigt und erneut durch die Fischbecken geleitet. So liegt die Wasseraustauschrate bei nur rund fünf Prozent.

Auch die Photovoltaikanlagen über den Becken erfüllen gleich mehrere Aufgaben: „Sie erzeugen Strom, spenden den Fischen Schatten und schützen sie vor fischfressenden Vögeln“, so Winkelmann. Der Schlamm aus der Wasseraufbereitung wiederum wird an eine nahe gelegene Biogasanlage abgegeben.

Der Fischteich als Lebensraum

Stuttgarter Start-up Variolytics gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2027.

Technologie zur gezielten Reduktion von Treibhausgasemissionen in Kläranlagen.

Die Variolytics GmbH ist Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Produkte 2027 im Transformationsfeld Klima. Ausgezeichnet wird EmiCo lite, ein kompaktes Messsystem, das Lachgas (N2O) und Methan (CH4) in Kläranlagen kontinuierlich erfasst und mit cloudbasierter Software auswertet.

EmiCo lite im Einsatz auf einer Kläranlage

EmiCo lite überzeugte die unabhängige Fachjury in einem stark besetzten Feld von 23 Finalisten. Der Preis wird am 3. Dezember 2026 im Maritim Hotel Düsseldorf im Rahmen des 19. Deutschen Nachhaltigkeitspreises verliehen.

Ein unterschätzter Klimafaktor: Kläranlagen

Kläranlagen sind Schätzungen zufolge für rund zwei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In europäischen Kommunen kann die Abwasserbehandlung bis zu 15 Prozent der kommunalen Emissionen ausmachen. Haupttreiber ist Lachgas aus der biologischen Reinigungsstufe – ein Gas, das rund 270-mal so klimawirksam ist wie CO2. Weil es bislang kaum gemessen, sondern meist mit pauschalen Emissionsfaktoren geschätzt wird, bleibt es in vielen Klimabilanzen eine große Unbekannte.

Messen, verstehen, reduzieren

Genau hier setzt EmiCo lite an. Der Off-Gas-Analysator misst N2O und CH4 kontinuierlich im Abgas der biologischen Reinigungsstufe. Anders als Schätzverfahren auf Basis pauschaler Emissionsfaktoren liefert EmiCo lite anlagenspezifische Messdaten in Echtzeit. Damit werden Emissionsdynamiken sichtbar, die in Durchschnittswerten nicht abgebildet sind. Die cloudbasierte Software wertet die Daten aus und zeigt Betreibern, wann und warum Emissionen entstehen.

Auf Basis dieser Messdaten passten Betreiber in dokumentierten Projekten ihre Prozessführung an und senkten so die Lachgasemissionen um 70 bis 99 Prozent. EmiCo lite lässt sich unkompliziert in bestehende Kläranlagen integrieren. Die Installation dauert in der Regel weniger als zwei Stunden. Bereits im Juni 2026 war das System in 75 Kläranlagen in acht Ländern im Einsatz.

Mit der novellierten EU-Kommunalabwasserrichtlinie gewinnt die systematische Erfassung von Treibhausgasemissionen zunehmend an Bedeutung. Für Kläranlagenbetreiber entsteht damit die Herausforderung, Emissionen nicht nur zu bilanzieren, sondern ihre tatsächlichen Ursachen zu verstehen und wirksame Minderungsmaßnahmen abzuleiten. Kontinuierliche Messdaten schaffen hierfür eine wichtige Grundlage.

Das Urteil der Jury