DLRG fordert Stärkung des Bevölkerungsschutzes

Bad Nenndorf (ots) Etwa 1.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren während der Flutkatastrophe im Juli 2021 allein in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Es würdigt unter anderem der Innenminister des Landes NRW, Herbert Reul, offiziell die Helfer in der Essener Grugahalle. „Wir freuen uns, dass auch die Politik die herausragenden Leistungen unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte während der Flutkatastrophe erkannt hat und entsprechend ehrt. Jetzt braucht es für die Zukunft jedoch weitere Fortschritte beim Status der Wasserrettung insbesondere für eine Helfergleichstellung“, so DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

DLRG-Strömungsretter bei einer Katastrophenschutzübung.

Die DLRG leistet einen erheblichen Beitrag in Gefahrenabwehr und im Bevölkerungsschutz – gerade durch ihre vielfältigen Spezialisierungen von Strömungsrettern, Bootsführern und Einsatztauchern bis hin zu Drohnenpiloten. Es ist davon auszugehen, dass die Folgen der Klimaerwärmung, insbesondere Starkregenereignisse und Überflutungen, künftig zunehmen. „Wir müssen uns darauf vorbereiten. Dank unserer Spezialisierungen können wir schon gut reagieren; nun gilt es jedoch, unsere Ressourcen in der Fläche weiter auszubauen und auch bei der Helfergleichstellung voranzukommen, was letztlich den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz insgesamt stärkt“, fordert Vogt. Die Wasserrettungsorganisation verfüge über Qualifikationen und Ausrüstung, die andere Hilfsorganisationen nicht haben. Mehr finanzielle Unterstützung seitens der Länder wäre wünschenswert – nicht nur für Material und Ausbildung, sondern auch darüber hinaus.

Ungleiche Voraussetzungen

Einerseits sind weder die gesetzlichen Regelungen bezüglich Freistellung, Absicherung und Kostenerstattung in den verschiedenen Bundesländern einheitlich geregelt, noch besteht eine zentrale Lösung auf der Bundesebene. Andererseits ist eine Gleichberechtigung von Einsatzkräften beispielsweise der DLRG mit denen der staatlichen Strukturen Feuerwehr oder Technisches Hilfswerks (THW) allenfalls erst im konkreten Katastrophenfall und dort nur in Teilen gegeben. „Diese Umstände sind für unsere ehrenamtlichen Kräfte nicht besonders motivierend und sorgen für vermeidbare Defizite im Bevölkerungsschutz“, erklärt Vogt. So haben Einsatzkräfte der DLRG nicht in jedem Einsatzfall immer den erforderlichen Versicherungsschutz, können nicht auf die finanzielle Unterstützung ihrer Tätigkeit zählen (zum Beispiel für Ausbildungen, Übungen oder Aufwandsentschädigungen) oder haben nicht das Recht auf Freistellung durch den Arbeitgeber, wie es bei THW und Feuerwehren der Fall ist.

„Es darf nicht sein, dass im Einsatzfall Unsicherheiten darüber bestehen, ob eine Einsatzkraft unter bestimmte Regelungen fällt oder nicht und es kann keine ungleiche Behandlung von staatlichen und privaten Helfern geben“, kritisiert die DLRG-Präsidentin. Eine Möglichkeit wäre ein Muster- oder Rahmengesetz auf Bundesebene. So könnte etwa das Helferrecht der Länder für den Katastrophenschutz mit den Regelungen für den Zivilschutz in Einklang gebracht werden. Zu diesem Ergebnis kam ein Rechtsgutachten, das das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vergangenes Jahr in Auftrag gegeben hatte. Eine Aktualisierung und Fortschreibung des Gutachtens werden derzeit geprüft.

Mit Sorge betrachtet die DLRG zudem den Regierungsentwurf des Haushaltsgesetzes 2023 der Bundesregierung. Dieser sieht Kürzungen im Etat des Bundesinnenministeriums von über 2,22 Milliarden Euro vor. Davon wären in der Folge auch Ausgaben für den Bevölkerungsschutz betroffen. „Es ist für uns unverständlich, warum nun nach Flutkatastrophe, Coronapandemie, Flüchtlingen in Folge des Ukrainekriegs sowie zuletzt mehreren großen Waldbränden derartige Kürzungen vorgesehen sind. Es muss mehr und nicht weniger in den Bevölkerungsschutz investiert werden“, mahnt die DLRG-Präsidentin.

Zusätzliche Unterstützung nach der Flut 2021

Bereits in der Nacht der Flut waren erste Wasserrettungszüge der DLRG im Einsatz, um Menschen zu finden und zu evakuieren. Die speziellen Fähigkeiten der DLRG in strömenden Gewässern waren gefragter denn je. „Da der Staat nur bedingt seine Aufgabe wahrnimmt, ist all das jedoch nur möglich durch die großzügige Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer. Nur so können unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte ihre Aufgaben auch in Zukunft erfüllen. Dafür ist die DLRG sehr dankbar“, so Ute Vogt. Die Flutkatastrophe sorgte für eine enorme Welle der Solidarität und so erreichten die DLRG Spenden in erheblichem Umfang. Auch Unternehmen wie die Beiersdorf AG, Burger King, die BMW AG, die Canada Life Assurance Europe plc, die RWE AG oder die Rügenwalder Mühle GmbH und Co. KG unterstützten.

Über die DLRG

Die DLRG ist mit über 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die DLRG ist der größte private Anbieter in der Schwimmausbildung und die Nummer eins in der Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2020 hat sie fast 23 Millionen Schwimmprüfungen und über fünf Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In rund 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr rund 6,8 Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Rund 45.000 Mitglieder wachen jährlich fast 2,5 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.

WEB: dlrg.de

200 Jahre Galopprennsport in Deutschland
Torquator Tasso soll Jubiläumsjahr krönen

Köln (ots) Der Galopprennsport ist die älteste organisierte Sportart in Deutschland und feiert in diesem Jahr 200-jähriges Jubiläum. Was 1822 in Doberan an der Ostsee begann, könnte am kommenden Sonntag einen Höhepunkt in der 200-jährigen Geschichte des deutschen Galopprennsports erreichen: Der deutsche Ausnahmegalopper Torquator Tasso wird in Paris antreten, um das renommierteste Galopprennen der Welt, den Prix de l’Arc de Triomphe, zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen.

Torquator Tasso siegt unter Rene Piechulek im wettstar.de Grosser Hansa-Preis Gr. 2 am 02.07.2022 in Hamburg-Horn. Copyright by Marc Ruehl – Zur Gaulshuette 29, 50181 Bedburg, Phone: +49-(0)2272-83351, www.marcruehl.com,

Mit einem Sieg von Torquator Tasso in dem mit fünf Millionen Euro dotierten Rennen würde ein neues Kapitel in der 200-jährigen Geschichte des deutschen Galopprennsports aufgeschlagen: Torquator Tasso wäre dann nicht nur das erste deutsche Pferd, dem das sensationelle Doppel im bedeutendsten Galopprennen der Welt gelingt, sondern auch der gewinnreichste deutsche Galopper aller Zeiten.

35.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden am kommenden Wochenende auf der Nobel-Rennbahn in Paris-Longchamp erwartet, darunter auch viele deutsche Fans, die Torquator Tasso und die weiteren deutschen Vertreter Mendocino und Mare Australis anfeuern werden. Der Prix de l’Arc de Triomphe wird in sechzig Länder übertragen; die Boxen der zwanzig Starter öffnen sich um 16:05 Uhr.

200 Jahre Galopprennsport in Deutschland

Vor 200 Jahren, am 10. August 1822, fanden in Doberan an der Ostsee die ersten Galopprennen mit Vollblütern statt. Ziel der Rennen war die Zuchtverbesserung der Rasse „Englisches Vollblut“. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn auch 200 Jahre später hat der Dachverband Deutscher Galopp e.V. als oberstes Ziel festgeschrieben: Zuchtauswahl und Zuchtverbesserung durch Leistungsprüfungen – so wie es der staatliche Auftrag des Tierzuchtgesetzes vorsieht und wie es die Rennen in Doberan vormachten.

Foto (honorarfrei für Pressezwecke):Torquator Tasso mit René Piechulek, Credit: marcruehl.com

Meilensteine der 200-jährigen Geschichte des deutschen Galopprennsports finden Sie unter 200jahre.deutscher-galopp.de

Deutschlands Spitzensportler:innen haben entschieden: Bobteam Friedrich sind „Die Besten 2022“

Frankfurt am Main/Villapiana (ots) Doppel-Olympiasieger von Peking 2022 setzen sich im Online-Voting unter 4.000 Sporthilfe-geförderten Athlet:innen gegen zehn weitere Nominierte durch / Auszeichnung als Höhepunkt beim Sporthilfe Club der Besten im Aldiana Club Calabria

Bobteam Friedrich sind „Die Besten 2022“ – gewählt von Deutschlands Nachwuchs- und Spitzensportler:innen. Im Rahmen der Abschlussgala der Eventwoche Sporthilfe Club der Besten in Italien nahmen vor Ort Thorsten Margis und Alexander Schüller den Preis entgegen, aus Dresden zugeschaltet waren Pilot Francesco Friedrich sowie die weiteren Anschieber Candy Bauer und Martin Grothkopp.

Deutschlands Spitzensportler:innen haben entschieden: Die Doppel-Olympiasieger aus dem Bobteam Friedrich sind „Die Besten 2022“. Pilot Francesco Friedrich sowie die Anschieber Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller folgen als Gewinner der prestigeträchtigen Wahl auf Vorjahressiegerin Aline Rotter-Focken (Ringen). Geehrt wurden die vier Bobhelden bei der feierlichen Abschluss-Gala des Sporthilfe Club der Besten 2022 im Aldiana Club Calabria in Italien.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der unter Spitzensportler:innen renommierten Wahl, dass ein Team die Auszeichnung erhält. Im ersten Wahlgang hatte eine Jury bestehend aus den Athletenvertreter:innen der nationalen Sportfachverbände aus über 100 Athlet:innen und Mannschaften elf Nominierte identifiziert. Im zweiten Wahlgang stimmten alle 4.000 Sporthilfe-geförderten Athlet:innen online über diese Kandidat:innen ab (in alphabetischer Reihenfolge):

  • 4×100-Meter-Staffel der Frauen, Leichtathletik (Tatjana Pinto, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper, Rebekka Haase; WM-Dritte)
  • Bobteam Friedrich (Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Candy Bauer, Alexander Schüller; Doppel-Olympiasieger)
  • Bobteam Nolte (Laura Nolte, Deborah Levi; Olympiasiegerinnen)
  • Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen (EM-Zweite)
  • Anna-Lena Forster (Para-Ski alpin, Doppel-Paralympicssiegerin)
  • Ricarda Funk (Kanu-Slalom, Weltmeisterin)
  • Denise Herrmann (Biathlon, Olympiasiegerin)
  • Emma Hinze (Bahnrad, Doppel-Weltmeisterin)
  • Malaika Mihambo (Leichtathletik – Weitsprung, Weltmeisterin)
  • Lars Rüdiger/Timo Barthel (Wasserspringen; WM-Dritte)
  • Pauline Schäfer-Betz (Kunstturnen, WM-Zweite)

Auszeichnung ist Höhepunkt beim Sporthilfe Club der Besten

Die Ehrung der Bob-Olympiasieger bildete den emotionalen Höhepunkt beim Sporthilfe Club der Besten, der weltweit einzigartigen Woche für Deutschlands erfolgreichste Athlet:innen eines Jahres. Während Friedrich und Bauer der Abschlussgala live zugeschaltet waren, gehörten Margis und Schüller zu den rund 90 Spitzenathlet:innen aus dem Sommer- und Wintersport – olympisch wie paralympisch -, die der Einladung der Deutschen Sporthilfe gefolgt waren. Im Aldiana Club Calabria verbringen sie eine gemeinsame Urlaubswoche, um sich bei einem abwechslungsreichen Sport-, Action- und Unterhaltungsprogramm kennenzulernen und auszutauschen. Ermöglicht wird dieses besondere Event für Deutschlands beste Athlet:innen dank des großen Engagements der Top-Partner Aldiana, Generali & Deutsche Vermögensberatung, greeny+ Spitzensportler und SAP sowie dank der Unterstützung der offiziellen Ausrüster adidas und APA.

Liste aller teilnehmenden Sportler:innen…