Archiv der Kategorie: Bundeswehr

Willkommen zu Hause! Segelschulschiff „Gorch Fock“ kehrt zurück in den Heimathafen Kiel

Kiel (ots) Am Montag, den 4. Oktober 2021, wird das Segelschulschiff „Gorch Fock“ der Deutschen Marine wieder im Heimathafen Kiel zurückerwartet. Nach Übergabe des Schiffes aus der Instandsetzung zurück an die Marine macht sich die rund 120-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Kapitän zur See Nils Brandt (54) mit ihrem Schiff von Wilhelmshaven auf den Heimweg nach Kiel.

Die Gorch Fock in Wilhelmshaven.

Die „Gorch Fock“ wird zunächst die Eckernförder Bucht anlaufen. Dort werden die Bundesministerin der Verteidigung, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach (57), an Bord gehen, um die Besatzung die letzten Seemeilen nach Kiel zu begleiten. Gegen Mittag wird die „Gorch Fock“ Laboe passieren und danach in die Kieler Förde einlaufen, begleitet von zwei Minenjagdbooten der Marine. Auf Höhe des Marinestützpunktes Kiel wird sie mit Salutschüssen begrüßt werden und anschließend weiter in die Innenförde fahren, um sich dann wieder in Kiel zurück zu melden. Etwa auf Höhe des Landeshauses wird die Bark dann drehen, um anschließend ihren Stamm-Liegeplatz im Marinestützpunkt anzulaufen. Dort werden die Familien und Freunde der Besatzung sowie geladene Gäste die Bark mit der Albatros-Galionsfigur begrüßen. Das Marinemusikkorps Kiel wird den Empfang musikalisch begleiten.

Nach der Heimkehr wird der Besatzung keine große Pause zuteil. Wenige Tage später werden Schiff und Besatzung in eine vierwöchige Ausbildungsphase starten, die größtenteils in der Ostsee absolviert wird. Dabei geht es um Segeltraining, aber auch interne Abläufe des Bordbetriebs wie beispielsweise Leck- und Brandbekämpfung. Abschließen wird diese Phase Anfang November mit der sogenannten Seeklarbesichtigung abgeschlossen. Damit wird dem Schiff seine volle Einsatzbereitschaft bescheinigt.

Im Anschluss werden Schiff und Besatzung ihren Heimathafen abermals verlassen und mit Ziel Kanarische Inseln in See stechen. Nach einem Stopp in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon heißt das Ziel Santa Cruz, die Hauptstadt der Insel Teneriffa. Von dort aus steht ein intensives Segeltraining auf dem Programm. In diesen Breiten ist die Wettersituation generell besser kalkulierbarer und insgesamt deutlich stabiler als in den heimischen Gewässern, was für das Segeltraining von großem Vorteil ist. Nach dem Jahreswechsel wird dann Anfang Januar 2022 der erste Törn der Kadettencrew 2021 in Santa Cruz de Tenerife an Bord gehen und die reguläre Ausbildung an Bord des Segelschulschiffes absolvieren. In der zweiten Märzhälfte 2022 wird die „Gorch Fock“ wieder im Heimathafen Kiel zurückerwartet.

Web: bundeswehr.org

Von der Warnow an die Förde – Kieler Flottille bekommt neuen Chef

Kiel (ots) Am Mittwoch, den 15. September 2021 um 13.30 Uhr, wird Flottillenadmiral Christian Bock (52) das Kommando über die Einsatzflottille 1 (EF 1) an Flottillenadmiral Henning Faltin (54) übergeben. Flottillenadmiral Bock ist seit April 2018 Kommandeur der Flottille und Direktor des Kompetenzzentrums für Operationen in küstennahen Gewässern (COE CSW). Der Abteilungsleiter Einsatz im Marinekommando, Konteradmiral Jürgen zur Mühlen (61), wird das Zeremoniell leiten.

Portrait des Kdr der Einsatzflotille I in Kiel Flotillenadmiral Christian Bock, er übernimmt das Kommando am 19.04.2018

„Die zurückliegenden dreieinhalb Jahre haben unseren einzigartigen Großverband mit seinem Mix an Menschen, Expertisen und Waffensystemen in allen nur denkbaren Facetten gefordert. Jeden Tag waren wir präsent in den Einsatzgebieten der Bundeswehr, auf und unter Wasser, von der Ostsee bis ins Mittelmeer, an Land, von Norwegen über Afghanistan bis in den Niger. Die Pandemie forderte uns zusätzlich in Quarantänen, monatelangen Abwesenheiten ohne Landgang, in den Impfzentren und bei der Nachverfolgung. Für das immense Engagement und die Professionalität will ich mich bei allen Frauen und Männern der EF1 bedanken – „BRAVO ZULU“!“

Die Einsatzflottille 1 nach außen hin als Teil der Gesellschaft darzustellen und aktiv in die Stadt Kiel einzubinden war dem im Umland lebenden Flaggoffizier immer wichtig. So auch das außergewöhnliche Potenzial für Ideen und Innovationen zu heben und die vielen Talente in der EF 1 zu fördern. Flottillenadmiral Bock wechselt an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg und wird dort den Dienstposten des Direktor Ausbildung übernehmen.

Sein Nachfolger Flottillenadmiral Faltin wechselt aus dem Marinekommando in Rostock nach Kiel. „Vor uns liegt eine spannende Zeit, in der sich die Fähigkeiten der Einsatzflottille 1 absehbar weiter verbessern werden“, blickt er auf seine Zeit als Kommandeur der Einsatzflottille 1 voraus. „In allen Verbänden, Stützpunkten und Einheiten sind derzeit viele Änderungen und Neuerungen im Zulauf, was den Männern und Frauen in allen Verbänden weiterhin viel abverlangen wird. Doch was kann man sich mehr wünschen als gemeinsam etwas zum Besseren zu ändern und neue Dinge auszuprobieren und zu integrieren. Ich freue mich auf meine Aufgabe als Kommandeur, auf die Stadt Kiel und auf die Frauen und Männer der Einsatzflottille 1, um mit diesen die nächsten Jahre zu gestalten.“

Hintergrundinformationen

In der Einsatzflottille 1 dienen 5.000 Soldaten und Mitarbeiter. Vier seefahrende Geschwader, zwei landgestützte Verbände und drei Marinestützpunktkommandos gehören zu der Flottille. In Kiel liegen der Flottillenstab, das 3. Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader. Eckernförde beheimatet das 1. Ubootgeschwader, das Kommando Spezialkräfte der Marine und das Seebataillon. In Rostock-Warnemünde haben die Einheiten des 1. Korvettengeschwaders ihren Heimathafen.

Die Einsatzflottille 1 ist auf die Seekriegsführung in Randmeeren und Küstengewässern ausgerichtet und vereint viele Spezialisierungen – von der Landzielbekämpfung, dem Seemineneinsatz und der -abwehr, über die bewaffnete Kontrolle von Schiffen und dem Schutz von Kriegs- und Handelsschiffen bis zur Ubootjagd, der Unterstützung von Evakuierungsoperationen und dem Einsatz von Spezialkräften. Die Einheiten sind an vielen Auslandseinsätzen beteiligt. Das gilt nicht nur für die maritim geprägten Einsätze wie UNIFIL im Libanon oder die Operation EUNAVFOR MED „Irini“ im Zentralen Mittelmeer. Für die Einsätze auf dem Balkan, in Mali oder der Westsahara stellt die Flottille regelmäßig Spezialisten ab. Außerdem nehmen die Einheiten regelmäßig an Einsätzen oder Übungen der NATO-Eingreifkräfte teil und sind bei nationalen und internationalen Manövern zu finden.

Das Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters (Kompetenzzentrum für Operationen in Randmeeren) ist eine Ideenschmiede der NATO. Es entwickelt neue operative Ansätze, passt bestehende Konzepte an und gibt im Verbund mit Forschung, Entwicklung und Industrie Impulse für neue Technologien und Systeme. Das Zentrum hat sich mit der Konzeption und Ausrichtung internationaler Konferenzen und Veranstaltungen zur maritimen Sicherheit auch im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz herausragendes Ansehen erworben. Das COE CSW arbeitet mit dem Flottillenstab im selben Gebäude im Marinestützpunkt Kiel eng zusammen. Der Kommandeur der Einsatzflottille 1 ist zugleich Direktor des Kompetenzzentrums.

Web: bundeswehr.org

Deutsche Marine investiert in Digitalfunklösung von Motorola Solutions zur Sicherung von Soldaten und Marineschiffen

IDSTEIN, Germany – (ots) Motorola Solutions hat vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den Auftrag für den Aufbau und die Einrüstung von TETRA Digitalfunknetzen auf 16 Marineschiffen inklusive Ausbildungs- und Referenzanlagen erhalten. Der Auftrag in Höhe von rund 69,9 Millionen Euro umfasst die Lieferung der Digitalfunknetze an Bord der 16 Trägerplattformen sowie die Integration der neuen Systeme in die bestehende IT Infrastruktur der Marine.

Deutsche Marine investiert in Digitalfunklösung von Motorola Solutions zur Sicherung von Soldaten und Marineschiffen / Feuerlöschübung an der Fregatte Hamburg.

Die neue Infrastrukturlösung dient der zuverlässigen Kommunikation der Schiffsicherungstrupps, der Schadensabwehrkräfte und der Einsatzleitung des Schiffssicherungspersonals zur Führung des Schadensabwehr- und Gefechtsdienstes (SAGD). Ihre Aufgabe ist es, die Sicherheit der Soldaten und die Bereitschaftsfähigkeit der Marineschiffe zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Zum Einsatz kommt außerdem eine neue Leitstellenlösung, die das Sicherheitspersonal in Echtzeit über den Betriebsstatus der Marineplattformen informiert, sowie neue TETRA Endgeräte.

Über Motorola Solutions

Motorola Solutions ist ein weltweit führender Anbieter von sicherheitskritischen Kommunikations- und Analyse-Lösungen. Die Technologien mit Fokus auf sicherheitskritische Kommunikation, Videosicherheit und Zugangskontrolle, Leitstellen-Software, unterstützt von Managed- und Support-Services, machen Städte sicherer und Unternehmen erfolgreicher. Mit seinen Innovationen bietet Motorola Solutions zukunftsweisende Lösungen für die Sicherheit im öffentlichen und nichtöffentlichen Raum. Weitere Informationen unter

www.motorolasolutions.de.

Hauptversammlung 2021: H&K AG präsentiert sich als verlässlicher Partner unserer Sicherheitskräfte

Oberndorf am Neckar (ots) Das Bild ging um die Welt. Es zeigte Angehörige des Kommandos Spezialkräfte (KSK) gemeinsam mit einer deutschen Familie, die von den Soldaten vor den Taliban an den Flughafen in Kabul gerettet werden konnte. Ausgerüstet waren die KSK-Mitglieder unter anderem mit der MP7 und dem G95k, beide von Heckler & Koch. Auch die in Kabul eingesetzten Fallschirmjäger der Bundeswehr, die U.S. Marines, die amerikanischen Heeressoldaten und die britischen Kräfte vertrauten bei der Evakuierungsmission auf Waffen aus Oberndorf.

Fa. Heckler&Koch, Obendorf

„Die Ereignisse in Kabul haben gezeigt, dass Heckler & Koch als Ausrüster der Sicherheitskräfte ein unverzichtbarer Baustein der Sicherheitsarchitektur Deutschlands und der NATO ist.“ Dies ist eine der Botschaften des Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing. Jens Bodo Koch auf der heutigen Hauptversammlung der H&K AG (virtuell). Eine weitere Botschaft lautet: „Heckler & Koch ist wieder ein krisenfestes, resilientes und erfolgreiches Unternehmen.“

Bestes Geschäftsjahr seit langem

Trotz Corona-bedingter schwieriger Umstände hat das Unternehmen 2020 das beste Geschäftsjahr seit langen erzielt und liegt auch in diesem Jahr voll auf Kurs. In Zahlen liest sich der Erfolg so: Der Umsatz 2020 stieg um rund 15 Prozent auf 275 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 49,9 Millionen Euro und damit um gut 60 Prozent höher als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern betrug 13,5 Millionen Euro. So geht es auch in diesem Jahr weiter. Im ersten Halbjahr 2021 konnte Heckler & Koch bei einem Umsatz in Höhe von 143,5 Millionen Euro – gut vier Millionen mehr als im Vergleichszeitraum 2020 – einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 11,5 Millionen Euro erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr (7,6 Mio. Euro) ist das eine Steigerung um 50 Prozent.

Die Aussichten sind gut, dass Heckler & Koch seinen Erfolgskurs in den kommenden Jahren verstetigen kann. Dafür gibt es sechs Gründe.

Sechs Gründe für nachhaltigen Erfolg

Erstens hat das Unternehmen seine Produktion umfangreich modernisiert und diesen Prozess weitgehend abgeschlossen. Zwischen Mitte 2019 und Mitte 2021 investierte Heckler & Koch 28 Millionen Euro in neue Maschinen und Infrastruktur.

Zweitens wird Heckler & Koch sein Dienstleistungsangebot ausbauen. Ein Beispiel hierfür sind Upgrade-Programme. Derzeit lassen die britischen Streitkräfte ihr Sturmgewehr SA80 von Heckler & Koch modernisieren. Auch bei der Bundeswehr sieht die Unternehmensführung in diesem Segment erhebliches Potenzial, etwa beim G36 für die Reserve.

Drittens hat der Vorstand den Sanierungstarifvertrag in Abstimmung mit den Tarifparteien im Juli nicht verlängert. Die unbezahlten Überstunden entfallen. Heckler & Koch ist wieder stark genug. „Wir sind den Mitarbeitern dankbar, dass sie sich mit großem Einsatz an der Sanierung des Unternehmens beteiligt haben“, sagt Finanzvorstand Dr. Björn Krönert. „Die Bilanz 2020 und des ersten Halbjahres 2021 zeigt, dass sich diese Kraftanstrengung gelohnt hat.“

Viertens stärkt Heckler & Koch seine Position als Innovationsführer. Auf der Hauptversammlung wird das Unternehmen zwei von fünf neuen Produkten vorstellen. Das HK437 ist ein schultergestütztes Gewehr im neuen Sonderkaliber .300BLK für polizeiliche und militärische Spezialkräfte sowie reguläre Polizeikräfte. Sie sollen damit bei Terror- und Amoklagen mit Kalaschnikow-Gewehren ausgerüsteten Gegnern wirksamer begegnen können. Zum anderen hat Heckler & Koch eine Taschenpistole („Concealed Carry Pistol“) auf den Markt gebracht, die besonders bei Spezialkräften von Militär und Polizei gefragt sind.

Fünftens verfügt Heckler & Koch über eine stabile Kundenbasis mit bester Bonität. Dabei handelt es sich um Behörden und Staaten aus NATO und EU, mit denen Verträge über lange Laufzeiten bestehen. So rüstet Heckler & Koch beispielsweise alle deutschen Länderpolizeien, die Bundespolizei, den Zoll und die Bundestagspolizei mit Waffen aus. Der Anteil der sogenannten Drittländer an den Kriegswaffen-Exporten lag im vergangenen Jahr bei 1,7 Prozent. Dabei handelte es sich um Kunden in den Ländern Südkorea, Indien und Indonesien.

Sechstens erfüllt Heckler & Koch als unverzichtbarer Teil der Sicherheitsarchitektur nicht nur eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, sondern diese Sicherheitsarchitektur schafft überhaupt erst die Basis für nachhaltige Freiheit und Wohlstand. „Mit unserer Grüne-Länder-Strategie verfolgen wir dabei eine wertebasierte Absatzstrategie. Sicherheit ist die Mutter aller Nachhaltigkeit für die Volkswirtschaften unserer Erde“, so Finanzvorstand Krönert.

Bundeswehr wichtigster Partner und Kunde

Wichtigster Partner und Kunde ist und bleibt die Bundeswehr. Erst im Frühjahr konnte Heckler & Koch der erfolgreichen Zusammenarbeit ein weiteres Kapitel hinzufügen, als der seit 2013 bestehende Rahmenvertrag über die Lieferung des Maschinengewehrs MG5 erweitert wurde. Sofern die Bundeswehr die vereinbarte Anzahl an Waffen bis Ende 2026 abruft, handelt es sich um einen der größten Aufträge in der Geschichte des Unternehmens. „Dieser Abschluss zeigt, dass das MG5 eine Erfolgsgeschichte ist“, äußert Vorstandschef Koch.

Auch das neue Sturmgewehr der Bundeswehr soll von Heckler & Koch kommen. Das Unternehmen habe das technisch und wirtschaftlich beste Angebot abgegeben. Es sei daher beabsichtigt, Heckler & Koch den Auftrag zu erteilen. So lautete die Vorabinformation des Beschaffungsamtes (BAAINBw) vom 2. März 2021. Derzeit ist vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf noch eine zivilrechtliche Klage des unterlegenen Wettbewerbers gegen den Bund anhängig. Die Entscheidung der Bundeswehr ist für Jens Bodo Koch eine Bestätigung des neuen Kurses. „Wir sind ein verlässlicher Partner für unsere Sicherheitskräfte“, sagt er.

Web: heckler-koch-de.com

Bundeswehr erweitert digitale Kommunikationssysteme der Deutschen Marine

Koblenz (ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat am 26.08.2021 mit der Firma Motorola Solutions Germany GmbH einen Vertrag über die Lieferung und den Einbau von 16 Digitalfunksystemen für ausgewählte Schiffe und Boote der Deutschen Marine unterzeichnet. Daneben ist die Installation einer stationären Ausbildungsanlage an der Marinetechnikschule in Parow sowie einer Referenzanlage am Marinearsenal in Wilhelmshaven vorgesehen.

Auch die Fregatte Hessen wird mit dem neuen Kommunikationssystem ausgerüstet.

Nach einer umfangreichen Testphase ist die Integration der ersten Systeme bereits Mitte 2022 geplant.

Bei den Bündelfunknetzen handelt es sich um zellular betriebene Funksysteme, ähnlich zivilen Mobilfunksystemen, die Sprach- und Schmalband-Datenübertragung über den Standard „Terrestrial Trunked Radio“ (TETRA) ermöglichen. Die Nutzung dieser marktverfügbaren Funktechnologie bietet neben der Realisierung der geforderten Dienste und Reichweiten auch die Einbindung in Netze der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland.

Somit ist neben der internen Funkkommunikation auf dem jeweiligen Schiff auch die organisationsübergreifende Kommunikation mit zivilen Einsatzkräften, insbesondere in Krisenlagen und Katastrophensituationen, sichergestellt.

„Als Kommunikationssystem auf Schiffen und Booten der Marine leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag in der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherstellung der Schadensabwehr im Falle eines Brandes oder Leckage an Bord von Schiffen und Booten der Marine“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw, Oberstleutnant Andreas Wack. „Mit der Realisierung dieses Projektes stellen wir den Besatzungsmitgliedern ein wichtiges, modernes Kommunikationsmittel zur Verfügung.“

Web: bundeswehr.org

Fahnenbandverleihung und Feierliches Gelöbnis am Deutschen Eck

Koblenz (ots) Am 26. August 2021 führte das Sanitätsregiment 2 „Westerwald“ einen Appell zur Verleihung des Fahnenbandes der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und ein Feierliches Gelöbnis mit Vereidigung am Deutschen Eck in Koblenz durch.

Das Deutsche Eck in Koblenz bot als geschichtsträchtiger Ort einen würdigen Rahmen für die Fahnenbandverleihung und das Feierliche Gelöbnis der Rekrutinnen und Rekruten des Sanitätsregiments 2 Westerwald.

Das Sanitätsregiment 2 „WESTERWALD“ hat bei der Bekämpfung der Coronapandemie sowie in der Fluthilfe das Land Rheinland-Pfalz maßgeblich unterstützt.

Tief empfundener Dank

Der Appell am Deutschen Eck wurde stellvertretend für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin vom Staatsminister im Ministerium des Innern und für Sport, Roger Lewentz, begleitet.

Die Rekrutinnen und Rekruten gelobten „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen, und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

Feierlich brachte Roger Lewentz das Fahnenband an der Truppenfahne des Verbandes an. In seiner Rede bedankte er sich bei der Bundeswehr und gerade beim Sanitätsregiment 2 für die Fluthilfe. So hätten im Ahrtal alle gesehen, wie zivile Rettungs- und Hilfsorganisationen mit der Bundeswehr Hand in Hand gearbeitet hätten. „Überall waren Soldaten gern gesehene Helfer. Nicht nur wegen des schweren Geräts beim Räumen und Brückenbauen, sondern vor allem aufgrund der mitmenschlichen Unterstützung. Die Kameradinnen und Kameraden waren zur Stelle und haben sich mit zahlreichen militärischen Krankenwagen und Arzttrupps durch das unwegsame Gelände gekämpft, um Hilfe zu leisten.“ Dieser Einsatz und das Engagement würden bei den Menschen vor Ort dauerhaft in Erinnerung bleiben und trügen enorm zum Ansehen der Bundeswehr in der Bevölkerung bei. Dafür sprach Staatsminister Lewentz seinen Dank die Anerkennung der Landesregierung aus.

Fahnenbandverleihung und Feierliches Gelöbnis des Sanitätsregiments 2 Westerwald in Koblenz am Deutschen Eck

Bei dem Appell am geschichtsträchtigen Deutschen Eck gelobten die Rekrutinnen und Rekruten „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen, und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Neben dem Innenminister begleitete auch der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, die Veranstaltung.

Merkmale des treuen Dienens

Der stellvertretende Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, Generalarzt Dr. Bruno Most, betonte in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des Sanitätsdienstes im Bevölkerungsschutz. Dies würde gerade durch die Coronapandemie und den damit verbundenen Amtshilfeeinsätzen deutlich. Nicht zuletzt sei auch bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal die Hilfe der Streitkraft gefragt gewesen, so Most. Er appellierte an die Rekrutinnen und Rekruten, die neue Herausforderung und die damit verbundene Verantwortung anzunehmen. „Denn Ihr Dienst als Sanitätssoldatinnen und -soldaten fordert von Ihnen auch Entbehrung, Anpassung, Zurückstellung persönlicher Belange, hohe Belastbarkeit, Einordnung in eine Hierarchie und Pflichterfüllung – das sind wesentliche Merkmale des treuen Dienens“, so der Generalarzt.

Militärbundesrabbiner vor Ort

Im Vorfeld der Veranstaltung fand in kleinem Rahmen eine ökumenische Andacht in der Liegenschaft der Falckenstein-Kaserne in Koblenz statt. Zum ersten Mal nahm hier der kürzlich ins Amt berufene Militärbundesrabbiner, Zsolt Balla, teil. Seit der Gründung der Bundeswehr gab es nur für die katholischen und evangelischen Soldatinnen und Soldaten einen Militärseelsorger.

Web: bundeswehr.org

Einsatzgruppenversorger „Bonn“ läuft zur Operation „Irini“ aus

Wilhelmshaven (ots) Am Mittwoch, den 01. September 2021 um 14 Uhr, heißt es für den Einsatzgruppenversorger (EGV) „Bonn“ und seine Besatzung „Leinen los“. Der EGV verlässt seinen Heimathafen Wilhelmshaven, um sich auf den Weg vor die Küste Libyens zu machen. Dort wird er sich der Operation European Union Naval Forces Mediterranean (EUNAFVOR MED) „Irini“ im Mittelmeer anschließen.

Einsatzgruppenversorger A 1413 Bonn nimmt am Manöver Baltops 2019 teil, am 14.06.2019.

„Die Besatzung hat in der Vorbereitungszeit eine unfassbare und tolle Arbeit geleistet, sodass wir klar sind, um in den Einsatz zu gehen“, so der Kommandant der „Bonn“, Fregattenkapitän Eike Deußen (47). „Unser Hauptauftrag dort wird sein, einen Beitrag zur Umsetzung des Waffenembargos gegen Libyen zu leisten. Zusätzlich soll auch die illegale Ausfuhr von Erdölprodukten aus dem Land verhindert werden sowie der Menschenschmuggel beziehungsweise Schleusertätigkeiten unterbunden werden. Für alle diese Aufgaben fühlen wir uns gut ausgebildet und auch gut vorbereitet“, so der Kommandant weiter. Um dem Auftrag ausführen zu können, wird die Besatzung der „Bonn“ durch zwei Bordhubschrauber aus Nordholz und einem Boarding-Team ergänzt. Die Hubschrauber dienen hierbei als verlängerter Arm beziehungsweise als fliegendes Auge, um so dem EGV bei der Lagebilderstellung zu unterstützen. Bei einem Operationsgebiet der Größe der Bundesrepublik Deutschland geradezu unentbehrlich. Auch verbringen sie das Bording-Team zum Einsatzort oder helfen beim Transport von Material und Personal. Insgesamt werden rund 220 Soldatinnen und Soldaten beim Auslaufen an Bord sein.

Genauso wie der Einsatzgruppenversorger „Berlin“, der in der ersten Jahreshälfte 2021 mit mehr als 27.000 Seemeilen die Operation „Irini“ unterstützt hat, wird auch die „Bonn“ das Mittelmeer durch seinen Einsatz ein Stück weit sicherer machen.

Hintergrundinformationen

Nachdem die Außenminister der Europäischen Union am 17. Februar 2020 vereinbart hatten, das VN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen, wurde einen Monat später durch den EU-Rat die Operation „Irini“ beschlossen.

Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen zur Durchsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen und trägt damit durch die Einleitung einer neuen Militäroperation der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) im Mittelmeerraum zum Friedensprozess im Land bei. „Irini“ (neugriechisch für „die Friedfertige“) hat als Kernauftrag die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet (VN-Sicherheitsrats-Resolution 2292 [2016]).

Weitere Aufgaben der Mission sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Exporte von Erdöl, Rohöl und raffinierten Erdölprodukten aus Libyen. Die European Union Naval Forces Mediterranean (EUNAVFOR MED) unterstützt beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache/Marine und der Ausbildung von Strafverfolgungsaufgaben auf See. Weiterhin leistet die Operation „Irini“ einen Beitrag zur Störung des Geschäftsmodells des Menschenschmuggels und Menschenhandels durch das Sammeln von Informationen und deren Weitergabe an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten.

Das Einsatzgebiet von „Irini“ erstreckt sich auf die Hohe See außerhalb der Küstenmeere Libyens und Tunesiens, südlich Siziliens, innerhalb der Region des mittleren und südlichen Mittelmeers. Hinzu kommen der Luftraum über diesen Gebieten sowie angrenzende Seegebiete, die zur Umleitung und Übergabe von Schiffen in einen europäischen Hafen benutzt werden. Davon ausgenommen sind Malta und das umschließende Seegebiet innerhalb von 15 Seemeilen. Das Operationsgebiet entspricht ungefähr der Größe der Bundesrepublik Deutschland.

Das EU-Mandat für die Operation „Irini“ läuft bis zum 30. April 2022. Das Mandat des Deutschen Bundestages vom 21. April 2021 behält die Obergrenze von 300 Soldatinnen und Soldaten bei.

Mehr zum der Einsatzgruppenversorger der Berlin-Klasse:

https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bundeswehr/seesysteme-bundeswehr/berlin-klasse-egv-702

Es ging nie um Mädchenschulen – Die Wahrheit über Afghanistan

„Wir haben das Ziel erreicht, das 2001 am Anfang des Einsatzes stand“, sagte Kanzlerin Merkel gestern in ihrer Regierungserklärung zu Afghanistan. Dieses Ausmaß der Realitätsverleugnung macht mich wirklich sprachlos.

Sahra-Wagenknecht

Die Taliban sind zurück an der Macht und sie haben mehr Rückhalt und vor allem mehr Waffen und Ausrüstung als je zuvor. Daran ist die Bundesregierung nicht unschuldig: Allein in dieser Legislaturperiodea hat Deutschland Waffen im Wert von mehr als 300 Millionen Euro an Pakistan geliefert – ein Großteil davon dürfte in die Hände der Taliban gelangt sein. Inzwischen verfügen die islamistischen Gotteskrieger auch über das gesamte Waffenarsenal der über Jahrzehnte hochgerüsteten afghanischen Armee: Panzer, Granaten, Hubschrauber, sogar eine ganze Drohnenflotte. Mein Video der Woche über einen sinnlosen Krieg, der von Anfang an ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung war und in dem es nie um hehre Ziele wie Demokratie oder Menschenrechte, sondern um wirtschaftliche und geopolitische Interessen ging. — Bilder & Quellen: Rüstungsexporte von Deutschland nach Pakistan (Grafik im Video): https://caat.org.uk/data/exports-eu/o… Hintergrundbild im Thumbnail: CC-BY Flickr / US. Army – Pfc. Micah E. Clare Abspann: Flickr / DIE LINKE – Martin Heinlein — Ihr findet mich im Netz: Webseite: https://www.sahra-wagenknecht.de Newsletter: https://www.team-sahra.de Facebook: https://www.facebook.com/sahra.wagenk… Twitter: https://twitter.com/swagenknecht Melde dich an für meinen Newsletter »Team Sahra« um die wöchentlichen Videos und mehr jeden Donnerstag direkt in Dein Postfach zu bekommen: https://www.team-sahra.de

Gauland: „Als Kabul eingenommen wurde, war Merkel im Kino und AKK machte Flammkuchen“

In der heutigen 238. Sitzung des Bundestages gab Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Erklärung zur Lage in Afghanistan ab.

Bei seiner anschließenden Rede äußerte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Alexander Gauland kritisch über das Verhalten Deutschlands in der Afghanistan-Krise. Nahezu allen verantwortlichen Politikern warf er Versagen vor. Der Kriegsgrund in Afghanistan, so Gauland, „hörte auf freundliche Namen wie Demokratieexport oder Nationbuilding“ und auch mit „Frauenrechten“ wäre der Einsatz gerechtfertigt worden. In Anlehnung an die bekannte Aussage Peter Strucks „Unsere Sicherheit muss am Hindukusch verteidigt werden“, äußerte Gauland: „Die Sicherheit ist in Afghanistan erst gefährdet und dann verloren worden“. Die Idee einer „One World“ und des „Exports der westlichen Lebensart“, meinte Gauland weiter, sei in Afghanistan „krachend gescheitert“. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.

Gregor Gysi – zum Scheitern des 20-jährigen NATO-Krieges in Afghanistan

Nach dem Scheitern des 20-jährigen NATO-Krieges in Afghanistan die Bundeswehr zurück an den Hindukusch schicken zu wollen, um den Vormarsch der Taliban zu stoppen, ist der Gipfel an Hilflosigkeit, Unentschlossenheit und völlig verantwortungslos.

Die damalige Sowjetunion und die heutige USA sind in Afghanistan mit ihren jeweiligen jahrzehntelangen Versuchen, durch Kriege das Land zu befrieden, gescheitert. Glaubt ernsthaft jemand an den Erfolg einer spontanen dritten Intervention? Es ist überfällig, dass sich die beiden Veto-Mächte USA und Russland zusammenschließen und die afghanische Regierung gemeinschaftlich im Kampf gegen die Taliban unterstützen, aber eben nicht militärisch.