Archiv der Kategorie: Bundeswehr

Minenjagdboote der Frankenthal Klasse werden auf neuesten Stand gebracht

Koblenz (ots) Am 09.07.2021 hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Firma Atlas Elektronik einen Vertrag mit einem Auftragsvolumen von 44 Millionen Euro über die Beschaffung weiterer Führungs- und Waffeneinsatzsysteme für die Minenjagdboote geschlossen.

Die M1069 HOMBURG ist eines der Minenjagdboote, die mit dem neuen IMCMS ausgestattet werden.

Die Minenjagdboote DILLINGEN, HOMBURG, SULZBACH-ROSENBERG, FULDA und WEILHEIM der Frankenthal Klasse (MJ332) werden in den Jahren 2022 bis 2025 mit der modernsten Version des Führungs- und Waffeneinsatzsystem IMCMS (Integrated Mine Countermeasures System) ausgerüstet.

„Mit der Umrüstung weiterer fünf Boote auf das IMCMS der neuesten Generation machen wir den nächsten Schritt in Richtung Vereinheitlichung der Technologie zur Seeminenbekämpfung auf den Minenjagdbooten sowie zur querschnittlichen Nutzung der Ausbildungs- und Prüfanlage IMCMS.“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw.

Bei der Minenjagd befährt das Minenjagdboot auf errechneten Bahnen das Minenfeld und detektiert dabei verdächtige Objekte. Entspricht die Detektion gewissen Vorgaben, kommt die Minenvernichtungsdrohne Seefuchs zur Klassifizierung bzw. zur Bekämpfung zum Einsatz. In bestimmten Situationen werden auch die eingeschifften Minentaucher eingesetzt.

Als unabdingbare Voraussetzung für den sicheren Betrieb im Einsatz, bei Übungen und in der Ausbildung entspricht das neue IMCMS mit allen Hard- und Softwarekomponenten den Anforderungen an die Informationssicherheit.

Web: bundeswehr.org

Upgrade für den Schützenpanzer PUMA

Koblenz (ots) Mit einem Vertrag zur konsolidierten Nachrüstung des Schützenpanzers (SPz) PUMA, den das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der PSM Projekt System & Management GmbH am 28.06.2021 geschlossen hat, erreicht der SPz PUMA nahezu seine volle Einsatzreife.

Der Schützenpanzer Puma bewegt sich durch das Gelände.

Der Vertrag umfasst als Basisleistung die Umrüstung von 150 SPz PUMA (zuzüglich vier Nachweismustern), eine Konzeptstudie zur Erreichung der vollständigen operationellen Einsatzreife, die Beschaffung von Transport- und Lagerbehältern sowie umfassende logistische Leistungen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa eine Milliarde Euro.

Darüber hinaus wurden Optionen zur Umrüstung weiterer 143 SPz PUMA sowie Maßnahmen zur Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts auf 45 Tonnen vereinbart. Das gesamte Vertragsvolumen einschließlich aller optionalen Anteile beläuft sich auf circa 1,85 Milliarden Euro.

Seit seiner Einführung im Jahr 2015 wird der SPz PUMA fortlaufend an die an ihn gestellten Anforderungen angepasst. Dieser Weg wird mit diesem Vertrag konsequent fortgesetzt. Moderne Funkgeräte und die Anpassung des Führungsinformationssystems verbessern die Führungsfähigkeit des Gesamtsystems. Beauftragt ist zudem der Einbau weiterentwickelter Sichtmittel für die Fahrer, die Periskope und die Waffenoptiken. Die Integration der Waffenanlage Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper System (MELLS) ermöglicht die Bekämpfung hochgeschützter Ziele. Zudem werden vorbereitende Maßnahmen getroffen, die in der Entwicklung befindliche, turmunabhängige sekundäre Waffenanlage (TSWA) zu integrieren.

Darüber hinaus werden vielfältige Verbesserungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Systemstabilität, Gesamtsystemschnittstellen und Harmonisierung der Bauzustände umgesetzt.

Web: bundeswehr.org

Bundeswehr erhält neue Flottendienstboote

Koblenz (ots) Mit dem Ziel des bruchfreien Fähigkeitserhalts zur seegestützten signalerfassenden Aufklärung hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Firma Lürssen Werft GmbH & Co. KG am 23.06.2021 einen Vertrag über den Entwurf und den Bau von drei Flottendienstbooten der Klasse 424 inklusive einer Ausbildungs- und Referenzanlage geschlossen.

Eine Designskizze der Lürssen Werft zu den neuen Flottendienstbooten.

Die besonderen Anforderungen an die Über- und Unterwasseraufklärungskomponenten im weltweiten Einsatz in Verbindung mit spezifisch militärischen Anforderungen wie Eigenschutz, Führungsfähigkeiten und der Notwendigkeit extrem geräuscharmer Fahrantriebe charakterisieren exemplarisch die hohe Komplexität des Projektes. Um eine möglichst wirtschaftliche Beschaffung zu gewährleisten, basieren die neuen Boote auf zivilen Schiffbaustandards.

Im Jahr 2027 soll das Erste der drei Boote in Dienst gestellt werden und damit nahtlos die seit über 30 Jahren in Nutzung befindlichen Flottendienstboote Oker, Alster und Oste der Klasse 423 ablösen.

Web: bundeswehr.org

Bundeswehr stellt IT-Kapazitäten zukunftssicher auf

IT-Servicepaket für über 192.000 Nutzer

Koblenz (ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat kürzlich mit der IT-Inhousegesellschaft BWI GmbH einen Vertrag zur Leistungserweiterung der bestehenden IT-Services über rund 2,2 Milliarden Euro geschlossen. Dieser Vertrag, mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2027, stellt die kontinuierliche Weiterentwicklung der nicht-militärischen Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr sicher.

Eine Soldatin nutzt ihre mobile IT-Ausstattung.

Zu den Leistungen gehören, neben der Sicherstellung des unterbrechungsfreien Betriebs einschließlich 24/7-IT-Support der mehr als 192.000 Arbeitsplatzcomputer, das komplette Software Management, der Betrieb der Telekommunikation, der Rechenzentren, der Datennetze und der Zentralen Dienste (z.B. E-Mail) sowie das bundeswehreigene Intranet.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Leistungserweiterung ist der Ausbau der Kapazitäten für ortsunabhängiges Arbeiten in der Bundeswehr einschließlich der erforderlichen Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem 65.000 weitere mobile Zugänge (Remote Access Service), die Erweiterungen von Bandbreiten, die Auslieferung zusätzlicher und die Regeneration bestehender Endgeräte und hochmobiler IT-Ausstattungen sowie Tablets und Smartphones.

„Mit der Bereitstellung der hochmodernen und flexiblen IT-Ausstattung stellen wir die Bundeswehr zukunftssicher auf und sorgen für einen unterbrechungsfreien Betrieb, insbesondere im Hinblick auf mobile Arbeitsmöglichkeiten“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw.

Außerdem wurden mit Vertragsunterzeichnung der weitere Aufbau einer Private Cloud für die deutschen Streitkräfte (pCloudBw) sowie die Harmonisierung von Ausbildungsplattformen und Schulungssystemen vereinbart. Darüber hinaus ist die Übernahme von IT-Serviceleistungen durch die BWI in der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr im Inland und die Übernahme und betriebliche Optimierung der IT-Umgebung des Geoinformationsdienstes (GeoInfoDBw) vorgesehen.

Web: bundeswehr.org

Rostocker Blauhelmsoldaten verlassen mit Korvette „Braunschweig“ ihren Heimathafen

Warnemünde (ots) Am Sonntag, den 13. Juni 2021 um 16.45 Uhr, wird die Korvette „Braunschweig“ ihren Heimathafen Warnemünde verlassen, um an der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) vor der libanesischen Küste teilzunehmen.

Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Philipp Wohlrab (38) wird sich die Besatzung „Bravo“ auf die Seefahrt nach Limassol (Zypern) begeben und die Korvette „Magdeburg“ im Einsatzgebiet abzulösen. Für den erfahrenen Marineoffizier ist dieser Auslandseinsatz in zweierlei Hinsicht besonders. „Zum einen wird der Einsatz bei der aktuell angespannten sicherheitspolitischen Lage im östlichen Mittelmeer eine Herausforderung darstellen, doch das Einsatzgebiet ist uns bekannt, daher bin ich unbesorgt“, so der Kommandant. „Des Weiteren ist der viermonatige Einsatz in persönlicher Hinsicht besonders, da ich nach der Rückkehr im Oktober das Kommando über die K130 Besatzung ‚Bravo‘ abgeben werde und somit dies meine letzte Seefahrt mit dieser großartigen Besatzung sein wird“, erklärt er weiter.

Auf Grund der pandemiebedingten Lage findet das Auslaufen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Zeremoniell statt. Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Florian Feld (45) erläutert hierzu: „Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden. Die Sicherheit aller Beteiligten hat jedoch höchste Priorität“.

Neben den deutschen Blauhelmsoldaten sind auch Schiffe und Boote aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei an der UN-Mission im Mittelmeer beteiligt. Die Hauptaufgabe der Marinesoldaten wird die Seeraumüberwachung sein. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden und weiterhin die Ausbildung der libanesischen Marine im Küstenschutz. Seit Beginn des Jahres ist der gesamte Flottenverband unter der deutschen Führung von Flottillenadmiral Axel Schulz.

Ende Oktober wird die Besatzung „Bravo“ durch die Besatzung „Charlie“ im Einsatzgebiet abgelöst und nach Warnemünde zurückkehren. Die Korvette „Braunschweig“ hingegen verbleibt weiterhin im östlichen Mittelmeer.

Hintergrundinformationen

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen. Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

Web: bundeswehr.org

Luftwaffe – Abzug aus Afghanistan:

Tiflis (ots) Luftwaffe fliegt die ersten Einsatzrückkehrer aus Afghanistan über einen errichteten Lufttransportstützpunkt in Georgien aus

Die Luftwaffe hat in Tiflis (Georgien) einen temporären Lufttransportstützpunkt errichtet. Über diese Drehscheibe wird die Rückführung des Personals in Verantwortung des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr ab Juni 2021 unterstützt.

Erstmalig sind am 10. Juni 2021 deutsche Soldatinnen und Soldaten, die ihren Einsatz beendet haben, mit Transportflugzeugen A400M der Luftwaffe aus Afghanistan nach Georgien ausgeflogen worden.

Durch die Nähe des temporären Lufttransportstützpunktes in Tiflis zum Einsatzgebiet in Afghanistan ist es möglich, flexibel agieren zu können und den Abzug des Deutschen Einsatzkontingentes Resolute Support (RS) aus Afghanistan effektiv zu unterstützen.

Website www.luftwaffe.de

Innovation in der Krise: Bundeswehr unterstützt den Landkreis Ebersberg bei Corona-Test-Schulungen

München (ots) Pandemie-Experten des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr beraten im Rahmen der Amtshilfe Corona das Landratsamt Ebersberg bei der schrittweisen Umsetzung der gemeinsam entwickelten Control-Covid-Strategie

Die Leiterin der Marien-Apotheke Ebersberg, Jutta Goethe-Hiebel, schult Bürgerinnen und Bürger bei der Durchführung von Corona-Antigen-Schnelltests im Hermann-Beham-Saal.

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen bald eineinhalb Jahren eine Reihe von strukturellen Defiziten auf unterschiedlichen Ebenen staatlichen Handelns in der Krise offenbart. Ein kritisches Element ist dabei oft die Umsetzung von ministeriellen Verordnungen auf kommunaler oder Landkreisebene: Mit welchem Personal soll welche Arbeit konkret umgesetzt werden? Die Pandemie hat hier das Fehlen einer strategischen Gesundheitsreserve schonungslos offenbart.

Die Control-Covid-Strategie im Landkreis Ebersberg

Die Führung des Landratsamtes Ebersberg hat dieses grundsätzliche Problem erkannt und in den letzten Monaten unter Mithilfe epidemiologisch versierter Kräfte des Sanitätsdienstes der Bundeswehr nach praktikablen Lösungen gesucht. Ein wichtiger Antrieb für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes Ebersberg und das Team des Bundeswehrsanitätsdienstes waren hierbei insbesondere die schlechten Erfahrungen mit den weitreichenden Lockdown-Maßnahmen der letzten vierzehn Monate. Abgesehen von den Auswirkungen auf die Wirtschaft sind nämlich vor allem der Schul- und Kitabetrieb sowie der Vereinssport beinahe zum vollständigen Erliegen gekommen, was sich mittlerweile sehr negativ auf das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen – und zweifelsfrei auch der Eltern – auswirkt. Nur, wie könnte man bei hohen Inzidenzwerten diese für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen kritischen Einrichtungen weiterhin risikoarm geöffnet halten? Das Team des Bundeswehrsanitätsdienstes um Oberstveterinär Dr. Katalyn Roßmann hat dazu mit Mitarbeitern des Landratsamtes Ebersberg die sogenannte Control-Covid-Strategie ausgearbeitet und setzt diese trotz der derzeit sinkenden Inzidenzen für den Landkreis konsequent um. Neben einem verbesserten Lagebild in Echtzeit über digitale Dashboards, einer umfassenden Risikokommunikation und einem flächendeckenden Abwassermonitoring zur Früherkennung von Corona-Neuinfektionen sind bei diesem Ansatz Antigen-Schnelltests von großer Bedeutung. Bei korrekter Durchführung und massenweisem Einsatz ermöglichen solche Tests nämlich die Durchführung von Vereinssport sowie die Öffnung weiterer Einrichtungen, einschließlich der Außengastronomie, was wieder ein Stück weit Normalität im Landkreis ermöglichen soll.

Durchführung von Corona-Test-Schulungen im Landkreis Ebersberg

Zur Umsetzung flächendeckender Corona-Antigen-Schnelltests ist aber aus rechtlichen Gründen geschultes Personal erforderlich, da es sich bei diesen Tests im Unterschied zu den in Supermärkten erhältlichen Corona-Selbsttests um Medizinprodukte handelt. Das Landratsamt Ebersberg hat daher unter Führung des stellvertretenden Leiters des Jugendamtes, Florian Robida, im Rahmen zweier Schulungen in den vergangenen Tagen über 200 Bürger des Landkreises zu zertifizierten Corona-Testern ausgebildet. Als Krisenmanager hat Robida bereits im Rahmen der Flüchtlingskrise und beim Aufbau eines Notkrankenhauses während der Pandemie sein organisatorisches Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Neben den vielen Trainerinnen und Trainern aus fast allen Sportvereinen des Landkreises folgten aber auch Mitarbeiter von Gastbetrieben dem Aufruf. Die Resonanz war trotz der Durchführung der Schulungen am Muttertag bzw. am Donnerstagabend letzter Woche überwältigend. Bei der Organisation und Umsetzung der beiden Schulungen wurde Robida dabei tatkräftig durch sein Team aus dem Jugendamt, Kräfte des Bundeswehrsanitätsdienstes sowie durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Marien-Apotheke aus Ebersberg unter Leitung von Jutta Goethe-Hiebel unterstützt. Auch wenn die Inzidenzwerte derzeit auf ein Abflauen der Pandemie im Sommer hoffen lassen, so ist doch durch diese Schulungen nun ein Grundstein dafür gelegt worden, dass im Landkreis Ebersberg bei wieder erhöhten Inzidenzen der Betrieb von insbesondere für Kinder und Jugendlichen wichtigen Einrichtungen gewährleistet werden kann.

Weiter Informationen zum Sanitätsdienst der Bundeswehr finden Sie hier: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/sanitaetsdienst

Bundeswehr beschafft modulare Zeltsysteme für die Truppe

Koblenz (ots) Am 08.04.2021 wurde im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) ein Rahmenvertrag mit der Firma Kärcher Futuretech über die Konzeption, Herstellung und Lieferung von bis zu 19.000 Zeltsystemen für insgesamt knapp 83 Millionen Euro unterzeichnet. Innerhalb der 7-jährigen Vertragslaufzeit sollen für insgesamt 76.000 Soldaten moderne, modulare Zeltsysteme für die bewegliche Unterbringung im Einsatz beschafft werden.

Ein Soldat bereitet seine Verpflegung in einem Ein-Personen-Zelt zu.

Um auf Übungen oder in Einsätzen die flexible Unterbringung der Soldatinnen und Soldaten weltweit und unabhängig von jeglicher Infrastruktur sicherzustellen, besteht das neue System aus verschiedenen Bausteinen, die jeweils an Auftrag und Umwelt angepasst zusammengestellt werden können. Die somit gewährleisteten besseren hygienischen Bedingungen tragen wesentlich zur Stärkung der physischen und psychischen Einsatzbereitschaft der Soldatinnen und Soldaten bei.

Die Produktskizze des modularen Aufbaus eines Zeltsystems

Kernelemente des modularen Aufbaus sind vier Ein-Personen-Zelte, die hinsichtlich Gewicht und Abmessung die Anforderungen zum Transport im Rucksack eines jeden Soldaten erfüllen. Mithilfe zusätzlicher Bausteine lassen sich die Funktionalitäten der Zeltsysteme erweitern. Die Ein-Personen-Zelte können einerseits mit einem Aufenthaltszelt winddicht verbunden, andererseits zusätzlich durch Feldliegen, Multifuel-Kocher sowie sanitäre Elemente und Mülltrennsysteme ergänzt werden, sofern ein längerer Aufenthalt erforderlich ist und der entsprechende Transportraum zur Verfügung steht.

Die ersten 2.500 Systeme zur Unterbringung von 10.000 Soldaten sollen bereits ab 2022 ausgeliefert und sodann für die schnelle Eingreiftruppe der NATO genutzt werden.

Web: bundeswehr.org

Erfolgreiche Abnahme der Fregatte „SACHSEN-ANHALT“

Koblenz/Wilhelmshaven (ots) Als drittes von insgesamt vier Schiffen der Fregatten der Klasse F125 hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) heute die „SACHSEN-ANHALT“ von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) F125, einem Firmenverbund von thyssenkrupp Marine Systems und der Fr. Lürssen Werft GmbH, abgenommen.

Symbolische Übergabe der Fregatte F125 „SACHSEN-ANHALT“

Vertreten wurde das BAAINBw bei dem kleinen, unter pandemiebedingten Auflagen durchgeführten Akt durch den Leiter der Abnahmekommission, Herr Matthias Rohde von der Wehrtechnischen Dienststelle 71 in Eckernförde, sowie dem zuständigen Projektleiter im BAAINBw, Herr Marc Steffens. Letzterer anlässlich der Abnahme:

„Die Deutsche Marine bekommt mit einer weiteren Einheit der Klasse F125, der SACHSEN-ANHALT, Zuwachs. Es ist schön zu sehen, dass wir uns heute in der Realisierung dieses bedeutenden Rüstungsprojektes weiter der Ziellinie nähern. Die Leistungsmerkmale der F125-Klasse wie etwa der hohe Automatisierungsgrad, die speziellen Fähigkeiten auf dem Gebiet maritimer Stabilisierungsoperationen oder die Unterstützung von Spezialkräften sind in der Marine einzigartig. Darauf hat die Truppe lange gewartet und wir freuen uns darauf, dass die SACHSEN-ANHALT möglichst bald für Einsätze zur Verfügung steht.“

Bis zur Indienststellung durch die Marine im Mai werden die verbleibenden Wochen genutzt, die vollständige Betriebsbereitschaft der Fregatte herzustellen. Dies beinhaltet neben ausstehenden Restarbeiten auch die Anbindung an den Kommunikationsverbund der Marine. Die „SACHSEN-ANHALT“ wird zukünftig, wie alle F125 Fregatten, dem 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven angehören.

Noch in diesem Jahr plant das BAAINBw mit der „RHEINLAND-PFALZ“ das letzte Schiff der Klasse F125 von der Industrie abzunehmen, um somit die Voraussetzung zum Erreichen der Einsatzreife aller vier Schiffe zu schaffen.

Web: bundeswehr.org

BAAINBw testet neue Hubschrauberdrohne Sea Falcon“ wird in Korvetten 130 der Marine integriert

Koblenz. (ots) Der „Sea Falcon“ ist das erste maritime unbemannte Flugsystem seiner Art und soll künftig den Aufklärungsradius der Korvetten der Deutschen Marine erweitern. Das neue System wurde nun durch die Projektverantwortlichen des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) gemeinsam mit der Marine verschiedenen Tests auf See unterzogen, um die Technik der Hubschrauber-Drohne auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die Bundeswehr erprobt zurzeit eine Hubschrauberdrohne, die künftig den Aufklärungsradius der deutschen Korvetten 130 erweitern soll. (Foto: Marcel Kröncke/Bundeswehr)

Eine der besonderen Herausforderungen ist das Funktionieren der automatischen Start- und Landefähigkeit bei einer Windstärke von 20 Knoten und einem Seegang bis zur Stufe 3. Die Integration einer Hubschrauberdrohne auf den Schiffen ist technisch anspruchsvoll. „Wir schließen damit eine Fähigkeitslücke. Ein neues System einzuführen, ist immer mit besonderen Herausforderungen verbunden“, so der Projektleiter im BAAINBw.

Nach Abschluss der Tests, die bei Putlos in der Hohwachter Bucht stattfanden, steht als nächstes die Einsatzprüfung des Systems durch die Marine an, die Voraussetzung für den folgenden Einsatz der „Sea Falcon“ auf den Korvetten der Marine ist.

Web: www.bundeswehr.de