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Tierschutzverbände fordern Verbot der Fallenjagd

Berlin (ots) Am 7. Juli hat der Hessische Landtag ein Gesetz zum Verbot von sogenannten Totschlagfallen verabschiedet. In fünf weiteren Bundesländern ist die Jagd mit den vermeintlich sofort tötenden Schlagfallen bereits verboten*. Die Ministerien der verbleibenden Länder erhalten in diesen Tagen Post mit dem Appell, die Verwendung von Totschlagfallen ausnahmslos zu untersagen.

Tierschutzverbände: Die Fallenjagd sollte im Rahmen der Jagdgesetzgebung verboten werden.

In dem gemeinsamen Schreiben weisen der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Deutsche Tierschutzbund, die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht und Wildtierschutz Deutschland darauf hin, dass von diesen Fallen für alle Tierarten, ob jagdbar, ob mit Schonzeit belegt oder auch nicht, eine erhebliche Verletzungsgefahr ausgeht. Sie fangen weder selektiv, noch kann der rasche Tod der Tiere sicher gewährleistet werden. Gemäß des Bundesjagdgesetzes sollte daher die Verwendung derartiger Fanggeräte grundsätzlich verboten sein.

In Kasten- oder Betonröhrenfallen werden Füchse, Dachse, Waschbären, Katzen in der Regel lebend gefangen, dann mit einem Schieber vom einen Ende der Falle an das andere Ende in einen Drahtkäfig geschoben, um darin dann erschossen zu werden. Die Tierschutzverbände verweisen darauf, dass den plötzlich gefangenen Tieren ein erheblicher psychischer Stress entsteht, der bei manchen Tierarten auch zum Tod noch in der Falle führt. Deshalb kann auch bei den sogenannten Lebendfallen nicht von einem wie im Bundesjagdgesetz geforderten „unversehrten Fangen“ die Rede sein. Aus diesem Grund sollte auch die jagdrechtliche Verwendung von Lebendfallen bundesweit untersagt werden.

Jäger behaupten, die Fallenjagd sei erforderlich, um Fuchs, Waschbär oder Marderhund effektiv zu reduzieren. Tatsächlich werden wohl bei Waschbären Streckenanteile durch die Fallenjagd von durchschnittlich etwa 30 Prozent erreicht. Bei allen anderen bejagten Tierarten sind die Anteile weit geringer und liegen meist im einstelligen Prozentbereich. Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien aber belegen, ist die Jagd auf die sogenannten Beutegreifer insgesamt nicht zielführend, denn sie führt nicht, wie die Jagdverbände behaupten, zu einer Reduzierung der Bestände der bejagten Tierarten.

Das Beispiel Luxemburg zeigt, dass es auch anders geht. Obwohl dort die Fuchsjagd seit 2015 verboten ist, hat der Bestand der Rotfüchse bis heute nicht zugenommen. Im gleichen Zeitraum sind im etwa gleichgroßen Saarland über 18.000 Füchse erschossen worden – ohne dass sich dadurch die Situation für die Beutetierarten des Rotfuchses auch nur um einen Deut verbessert hätte. Eine amerikanische Studie an Waschbären zeigte auf, dass die Bejagung zu keinerlei Bestandsreduktion führte, sondern lediglich zu einer Verschiebung im Altersklassenaufbau mit einem deutlich höheren Anteil an Jungtieren und trächtigen Fähen gegenüber unbejagten Populationen (Robel)**.

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*Totschlagfallen sind verboten in Berlin, in Nordrhein-Westfalen und im Saarland, außerdem mit Ausnahmen in Baden-Württemberg und in Sachsen.

**ROBEL, R.J. et al.: Racoon Populations: Does Human Disturbance Increase Mortality? In Transactions of the Kansas Academy of Science 93 (1-2), 1990, S. 22-27

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Raubtiere leben länger – Neue Studie weist verbesserte Haltung in Zoos weltweit nach

Berlin (ots) In modernen Zoos haben sich die Lebenserwartung und der Erfolg bei der Aufzucht von Jungtieren in den vergangenen 70 Jahren deutlich erhöht. So hat sich der Anteil der Tiere, die ein bestimmtes artspezifisches Alter erreicht haben, bei der Mehrzahl der Arten fast verdoppelt.

Bergzoo Halle – Foto Löwenmutter Lissa mit Jungtier

Dies ist das Ergebnis einer gerade veröffentlichten Untersuchung der Daten der 95 am häufigsten in Zoos gehaltenen Raubtiere. „Die Ergebnisse unserer Analysen zu den Lebensdaten von weltweit mehr als 160.000 gehaltenen Raubtieren belegen eindrucksvoll die verbesserte Haltung in unseren Zoos“, erläutert Dr. Marco Roller, Veterinär im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und einer der Autoren der Studie. Besonders erfreulich: Die nachgewiesenen Verbesserungen erstrecken sich über alle untersuchten Tierfamilien.

Die nun vorgestellte Untersuchung wurde möglich durch die von der weltweiten Zoogemeinschaft gesammelten und von der Organisation „Species360“ gesammelten Lebensdaten von Zootieren. „Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Haltung und Pflege unserer Tiere ist selbsterklärtes Ziel der internationalen Zoogemeinschaft“, betont Dr. Dennis Müller, Zoodirektor im Zoologischen Garten Halle und Mitautor. „Unsere Auswertung belegt ganz deutlich, dass wir mit unseren Anstrengungen bei der Erreichung dieses Ziels auf dem richtigen Weg sind.“

So sind unter anderem Löwen ein gutes Beispiel für die zoologischen Erfolge. Überlebte zu Beginn des Beobachtungszeitraums der Studie nur jeder dritte Junglöwe sein erstes Lebensjahr, sind es heute mehr als 60 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Kalifornischen Seelöwen aus: Vor 50 Jahren wurden nur 20 Prozent der Zootiere älter als 18; heute sind es rund 60 Prozent. Und auch die Kleinen Pandas gehören zu den zoologischen Erfolgen. Überlebte in den siebziger Jahren nur jedes zweites Jungtier sein erstes Jahr, sind es heute knapp 75 Prozent der Jungtiere, die erfolgreich großgezogen werden.

„Zoos sind etwas Besonderes“, sagt Marcus Clauss von der Universität Zürich und einer der Autoren. „Menschen halten Hunde, Katzen, Kaninchen oder Goldfische als Haustiere – aber weiß jemand, wie alt die im Durchschnitt werden? Wo kann man nachschauen, wie alt unsere Milchkühe werden? Zoos haben sich vor langer Zeit verpflichtet, die Lebensdaten ihrer Tiere kontinuierlich in einem gemeinsamen Archiv zu sammeln, und das bedeutet, dass sie Langzeit-Trends beobachten können – wie den in unserer Studie. Nur wer dokumentiert, kann schauen, ob er sich verbessert.“

Die in der wissenschaftlichen Publikation „Zoo Biology“ erschienene Studie können Sie vollständig unter folgendem Link nachlesen:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/zoo.21639

Bild: Löwin mit Jungtier

Bildrechte: Bergzoo Halle

Web: vdz-zoos.org

Zuwachs im Tierpark Hexentanzplatz Weitreichendes Gelände ist in den Pfingstferien geöffnet

Auf der Homepage des Tierparks auf dem Hexentanzplatz in Thale steht es geschrieben: „Ein Bär im Bärenwald. Ein Wolf im Dickicht. Hinter einem Felsen lugt der Polarfuchs hervor. Ganz in der Nähe ruft ein Uhu. Und durch das hohe Gras schleicht ein Luchs.“

„Nachdem vor fast einem Jahr die beliebte Bärdame Mascha altersbedingt leider verstarb, konnten wir jetzt die Tierfamilie in unserem Tierpark endlich wieder mit einem neuen und jungen Bären vervollständigen.“ freut sich der Geschäftsführer der betreibenden Bodetal Tourismus GmbH Ronny Große sehr.

„Uns ist es gelungen, durch den guten Kontakt zum Wildpark Knüll den 2-jährigen Bären in unser Areal zu bringen.“ ergänzt der Tierpfleger Eckhard Kartheuser.

„Das Jungtier hat sich mittlerweile an den 5.200 m² großen Bärenwald gewöhnt und darf sich nun unseren Gästen präsentieren.“ sagt der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Suhr. „Ich bin echt stolz auf das gesamte Team des Tierparks. Sowohl die Tierpfleger:innen als auch die Handwerker:innen um André Martinke haben gemeinsam dafür gesorgt, dass wir dieses beliebte „Wahrzeichen“ für den Park sicher und kontrolliert auf dem Gelände transportiert bekommen haben. Unsere Besucherinnen und Besucher können sich nun überzeugen, wie mustergültig der Bär sich bereits unter feinfühliger und liebevoller Betreuung durch die Tierpfleger:innen entwickelt hat.“ lobt Ronny Große.

Der Tierpark Hexentanzplatz wird in den Ferien bis einschließlich Pfingsten, also ab 08.- 24. Mai von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr seine Pforten öffnen, um gerade in diesen Zeiten ein wenig Abwechslung im weitreichenden Areal zu bieten.

Es ist darauf zu achten, dass neben Beachtung der bekannten Hygiene- und Abstandsregeln nach der jetzigen Eindämmungsverordnung ein gültiger Negativtest nachgewiesen sein muss. Der Hexentanzplatz ist derzeit aus Friedrichsbrunn kommend aufgrund der Straßensperre von Thale aus bequem zu erreichen.

Im Tierpark auf dem Hexentanzplatz am Rande des Naturschutzgebietes Bodetal befindet sich ein naturbelassener Landschaftspark mit über 200 Jahre alten Buchen. Insgesamt können rund 50 Tierarten, die im Harz heimisch sind oder waren, entdeckt werden.

Ronny Große

Geschäftsführer und
Intendant des Harzer Bergtheaters & der Waldbühne Altenbrak

Achtung: Veranstaltungshighlights und Tickets über Tel.: 0 39 47 / 77 680 22 oder www.tickets.bodetal.de

Web: www.bodetal.de

Keine Jagd ohne vernünftigen Grund – bundesweite Wildtierschutzkampagne

Berlin (ots) Mit Großflächenplakaten in Berlin, Bonn und Hannover und der Website stopkilling.info bewerben derzeit zehn Tierschutzorganisationen unter dem Dach von Wildtierschutz Deutschland die Kampagne „Keine Jagd ohne vernünftigen Grund“.

Weitere Motive zur Plakatkampagne in Berlin, Bonn, Hannover auf www.stopkilling.info

Ziel der Kampagne ist es, Öffentlichkeit und Politik dafür zu sensibilisieren, die bisherigen jagdrechtlichen Regelungen insbesondere auf ihre Vereinbarkeit mit dem nun bereits seit über 18 Jahren bestehenden Staatsziel Tierschutz zu überprüfen und bestehende Defizite zu bereinigen. Zwar wird über das Tierschutzgesetz bereits geregelt, „wie“ die Jagd tierschutzkonform auszuführen ist, nicht aber „ob“ es überhaupt einen vernünftigen Grund für jede der über 100 jagdbaren Tierarten gibt. Eine solche Regelung gehört nach Meinung der Tierschutzverbände in jedes Jagdgesetz.

Vor diesem Hintergrund ist es längst überfällig, die über 80 Jahre alte Liste der jagdbaren Tierarten anzupassen. Dabei sind die aktuellen wissenschaftlichen, wildbiologischen und wildökologischen Erkenntnisse, insbesondere auch über die Populationsdynamik zu berücksichtigen. Für viele Tierarten besteht schon deshalb kein vernünftiger Grund für deren Bejagung, weil eine Bestandsregulierung mit jagdlichen Mitteln nicht erfolgreich möglich ist oder weil die Tierart in der Regel nicht sinnvoll als Lebensmittel verwertet wird.

Verdeutlicht wird das Thema anhand von Beispielen zur Fuchs- und zur Vogeljagd und auch anhand der Regelung zum Jagdschutz. Das Töten von Haustieren wird dort auf Länderebene meist aufgrund der gesetzlichen Vermutung geregelt, dass z.B. eine Katze ab einer Entfernung von 300 Metern zum nächsten bewohnten Haus wildert.

Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) hat zum vernünftigen Grund beispielhaft Stellungnahmen zum einen zur Fuchsjagd und zum anderen zur Jagdschutzregelung zum Töten von Haustieren erstellt. Die Autorinnen prüfen systematisch, ob überhaupt ein anerkennungsfähiger Grund für die Bejagung der entsprechenden Tierart vorliegt bzw. inwiefern die Jagd verhältnismäßig ist. Es wird also danach gefragt, ob jeweils ein legitimer Zweck für die Jagd der entsprechenden Tierart gegeben ist, ob die Jagd oder das Töten von Tieren der Tierart geeignet ist, diesen Zweck zu erfüllen, ob es überhaupt erforderlich ist, das Tier zu töten und ob das Nutzungsinteresse das beeinträchtige Integritäts- und Wohlbefindensinteresse des Tieres wesentlich überwiegt. Sowohl hinsichtlich der Fuchsjagd, als auch bezüglich des Abschusses von Haustieren kommen die Rechtsexperten zu dem Ergebnis, dass jeweils kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes vorliegt.

Weitere Informationen zur Kampagne, rechtliche Stellungnahmen und Plakatmotive auf www.stopkilling.info.

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Über Wildtierschutz Deutschland e.V.: Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de Mitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT)

RTL testet Gutschein-Beratungskarten vom Startup GO Cards mit positivem Urteil

München (ots) RTL hat den „Anwalt in der Tasche“ getestet und für gut befunden. Die RTL-Reporterin Madeline Zilch sprach mit Verbraucherschützern, Anwälten sowie potenziellen Kunden und testete selbst das Angebot von GO Cards. Das Urteil: Die Gutschein-Beratungskarten von GO Cards für anwaltlichen und tierärztlichen Rat halten, was sie versprechen, und bieten jedermann einen einfachen und schnellen Weg, an 365 Tagen im Jahr kompetenten Expertenrat einzuholen.

RTL testet Gutschein-Beratungskarten vom Startup GO Cards mit positivem Urteil / Die Tierarztkarte der GO Cards – damit Sie den Rat des Tierarztes immer in der Tasche haben.

GO Cards vermittelt über Gutschein-Beratungskarten Experten aus verschiedenen Fachgebieten über eine eigene technische Plattform an Kunden, die sofortigen Expertenrat ohne aufwendige Recherche und Terminabsprache bei gleichzeitiger Kostenkontrolle benötigen.

Martin Ansel, Geschäftsführer der GO Cards GmbH: „Aktuell gehören unserem Netzwerk rund 100 Experten aus den Bereichen Rechtsberatung und Tiermedizin an. Wir wollen aber schnell weiterwachsen. Perspektivisch sollen auch Beratungen durch Hebammen, Ärzte, IT-Experten und Steuerberater hinzukommen. Wir leben von der Qualität unserer Beratungsexperten und davon, dass unseren Kunden auch wirklich weitergeholfen wird – schnell, jederzeit zugänglich und kostengünstig. Umso mehr freut es uns, dass unabhängige Tester und Verbraucherschützer zu einem positiven Ergebnis hinsichtlich unserer Leistungsfähigkeit kommen.“

Die Gutschein-Beratungskarten im Wert von 30 Euro für eine 15-minütige Beratung sind online und bereits deutschlandweit im Einzelhandel, an Kiosken, Tankstellen und in über 3.000 Filialen der Deutschen Post erhältlich, u. a. dank der Zusammenarbeit mit Lekkerland, einem Unternehmen der REWE Group. Im weiteren Jahresverlauf ist der Rollout an zusätzlichen über 10.000 Point of Sales geplant.

Hier geht es zum RTL Beitrag

TV Now Videothek zur Sendung RTL Punkt12 in welcher der Test stattfand

Über GO Cards:

GO Cards ist ein Münchener Start-up und vermittelt Experten aus verschiedenen Fachgebieten über eine eigene technische Plattform an Kunden, die sofortigen Expertenrat ohne aufwendige Recherche und Terminabsprache bei gleichzeitiger Kostenkontrolle benötigen.

Web: www.go-cards.com

Mitstreiter in der Waldentwicklung

Was hat das Eichhörnchen mit der Waldentwicklung im Nationalpark Harz zu tun?

Das kleine Eichhörnchen im Eckertal ist offensichtlich gut über den Winter gekommen. Das ist aber auch kein Wunder, denn im vergangenen Herbst gab es viele Bucheckern, so konnte es reichliche Wintervorräte anlegen.

Ein fleißiger Helfer bei der Waldentwicklung im Nationalpark Harz
(Foto: Sabine Bauling)

Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe. Ihre Wintervorräte verstecken sie im Waldboden unter Laub, gern an alten Wurzeln. Dort holen sie sich im Winter ihr Futter. Aber das eine oder andere Depot vergessen sie auch.

Die vergessenen Bucheckern beginnen zu keimen und es können sich daraus kleine Buchen entwickeln. So tragen die Nager zur Verbreitung der Buche bei. Weitere Helfer sind aus dem gleichen Grund Mäuse und Eichelhäher.

Anders als z.B. die Nadelbäume, deren geflügelte Samen durch den Wind weit getragen werden, fallen die schweren Bucheckern in der Nähe des Mutterbaums zu Boden. Eichhörnchen und ihre Mitstreiter helfen so mit ihrem Transport der Bucheckern bei der Verbreitung der Buche und damit beim Waldwandel, so Sabine Bauling, stellvertretende Leiterin des Nationalparks Harz.

Allerdings schaffen sie es nicht allein, die Buche zurück in den Harz zu bringen, weil es in den Fichtenreinbeständen viel zu wenige Samenbäume gibt und die einzelnen kleinen Pflänzchen sehr vielen Gefahren ausgesetzt sind, wie z.B. dem Wildverbiss. Deshalb pflanzt die Nationalparkverwaltung Buchen bis in eine Höhenlage von ca. 750 m über NHN, um die Rückkehr der Baumart in diese Bereiche des Nationalparks Harz zu initiieren. Im Frühjahr 2021 werden es 234.000 Stück Laubbäume sein, zumeist Buchen, aber auch Roterlen, Birken, Weiden und Bergahorn, sogar einige Vogelkirschen.

Leider können Corona-bedingt derzeit keine öffentlichen Pflanzaktionen stattfinden und wir müssen die vielen Freiwilligen auf den Herbst 2021 vertrösten. Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender, die mit ihrem Beitrag den Waldwandel im Nationalpark Harz unterstützen, so Sabine Bauling abschließend.

Web: https://www.nationalpark-harz.de