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Sechs Möglichkeiten, um LinkedIn maximal zu nutzen

Stuttgart (ots) LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Berufstätige. Mit mehr als 500 Millionen Nutzern gehört LinkedIn weltweit zu den größten sozialen Netzwerken. Wer weit über die eigenen Kontakte hinaus auf sich aufmerksam machen möchte, ist hier richtig: Ob berufliche Themen oder andere Beiträge, die Reichweite ist enorm.

Robert Kirs

“LinkedIn hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt”, erklärt Robert Kirs, Gründer und Geschäftsführer der Social Media Schwaben GmbH. Als Experte für Social-Media-Marketing weiß er, dass die beliebte Plattform sich längst nicht mehr nur zum Networking eignet, sondern noch ganz andere Möglichkeiten bietet. Im Folgenden zeigt Kirs sechs Tipps, wie Unternehmer LinkedIn jetzt bestmöglich nutzen.

1. Die Bedeutung der persönlichen Seite

Viele Unternehmen erstellen zunächst eine Firmenseite auf LinkedIn. Das ist auch sinnvoll, da diese Seiten grundsätzlich sehr sichtbar sind. Dennoch: LinkedIn ist ein Social Network, das von sozialen Interaktionen lebt. Ernsthafte Reichweiten erhält man daher vor allem über die persönlichen Profile. Wer seine Inhalte zusätzlich zur Unternehmensseite auch hier teilt, profitiert davon, dass sie von sehr viel mehr Menschen gesehen werden.

2. Die individuelle Profilgestaltung

Die Basis einer jeden LinkedIn-Marketingstrategie ist das persönliche Profil. Es sollte möglichst alle relevanten Informationen enthalten, um auf einen hohen Social Selling Index zu kommen – und so dafür zu sorgen, dass die Beiträge eine höhere Reichweite erzielen. Ein knackiger Pitch zum Beispiel bringt viel. Mittlerweile ist es sogar möglich, einzelne Links unter dem eigenen Usernamen zu platzieren, um die Besucher auf die gewünschte Seite zu führen.

3. Diverse Formate und unterschiedliche Features

Um die eigene Reichweite zu erhöhen, sollten User ihre Contentproduktion möglichst divers gestalten. Verschiedene Formate und vielgestaltige Features werden von LinkedIn bevorzugt behandelt – und helfen so dabei, die Menschen abzuholen und zu reaktivieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Livestream, der auf LinkedIn noch relativ neu ist.

4. LinkedIn Event Ads

Natürlich kann man auf LinkedIn auch Werbung schalten. Das lohnt sich vor allem dann, wenn ein Event wie ein Webinar, eine virtuelle Messe oder ein Livestream geplant ist.

5. Dokumente und Präsentationen im Netzwerk

Auch können über LinkedIn ganz einfach, schnell und gezielt wertvolle Inhalte wie Dokumente, Präsentationen und Produktbroschüren geteilt werden, die andernfalls nur in der Schublade der Firma verstauben würden. So können Besucher, die sich dafür interessieren, sich mit den bereitgestellten Informationen auseinandersetzen.

6. Weitere neue Funktionalitäten

Was Unternehmer bei alldem nicht vergessen sollten: LinkedIn testet immer wieder neue Funktionalitäten, weshalb es sehr wichtig ist, sich nie zu 100 Prozent auf die bereitgestellten Features zu verlassen. Denn es kann immer sein, dass ein Feature nach einiger Zeit wieder eingestellt wird – so zum Beispiel die Story-Funktion, die LinkedIn von Facebook übernommen hat. Dennoch sollten User den Neuerungen gegenüber natürlich offen bleiben.

Über Robert Kirs:

Robert Kirs ist Gründer und Geschäftsführer der Social Media Schwaben GmbH, einer Social-Media-Agentur und Unternehmensberatung für B2B-Unternehmen aus dem Mittelstand. Er setzt auf die Kombination aus einer ingenieurmäßigen Vorgehensweise und dem Einsatz von Onlinemarketing, was zu erstklassigen Ergebnissen führt. Weitere Informationen unter: https://www.socialmedia-schwaben.de/

Drei Viertel der deutschen Unternehmen mit Problemen bei Homeoffice

Befragung von 2767 Unternehmen belegt Folgen von mobilem Arbeiten

Hamburg (ots) Mobile Work: Studie zeigt Herausforderungen und Chancen / Viele Investitionen in vernetzte Lösungen geplant

Nicht einmal ein Drittel der deutschen Unternehmen hat die Umstellung auf Homeoffice und mobiles Arbeiten ohne Probleme bewältigt: Nur 27 Prozent der Chefs und Chefinnen geben diese Antwort in einer aktuellen Umfrage für die Trendstudie “Die Zukunft des Arbeitens”. Das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) hat dazu im Auftrag von O2 Telefónica 2767 Unternehmen befragt. Diese können für ihre Einschätzung auf die Lockdown-Erfahrungen von mehr als zwei Corona-Jahren zurückgreifen.

Trendstudie “Die Zukunft des Arbeitens”: Nicht einmal ein Drittel der deutschen Unternehmen hat die Umstellung auf Homeoffice und mobiles Arbeiten ohne Probleme bewältigt.

Die Studie beleuchtet auch die Gründe für die problematische Einschätzung von Belegschaften im Homeoffice: Nur eine Minderheit von 14 Prozent der befragten Chefinnen und Chefs bewertet deren Arbeit als produktiver, wenn sie nicht im Büro tätig sind. Dagegen schätzen 44 Prozent der Teilnehmer die Effektivität bei mobilen Arbeitsformen niedriger ein. Sogar 71 Prozent beklagen eine geringere Kreativität bei Teams, die über verschiedene Orte verteilt sind. Produkt- und Prozessinnovationen werden so erschwert. “Weniger Kreativität im Homeoffice bedroht die Innovationskraft des deutschen Mittelstands und damit unser wichtigstes Asset”, sagt DIND-Geschäftsführer Marc Wittbrock. “Wir sind auf die Ideen unserer Menschen angewiesen, um unseren Wohlstand langfristig zu sichern”, betont Wittbrock.

Unternehmerinnen und Unternehmer reagieren allerdings bereits auf diese Herausforderungen durch neue Formen des Arbeitens: Laut Befragung planen gut drei Viertel der Befragten in den nächsten ein bis zwei Jahren konkrete Investitionen in ihre IT-Ausstattung, die für Mobile Work unerlässlich ist. Unter den genannten Lösungen finden sich vor allem der verstärkte Einsatz von Cloud-Technologie sowie von Programmen, die die Kommunikation und Kollaboration von vernetzten Teams untereinander erleichtern. So sollen die negativen Folgen von Homeoffice aufgefangen werden, an dem 86 Prozent der befragten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer festhalten wollen: Sie fürchten angesichts des herrschenden Fachkräftemangels offenbar, andernfalls im Wettbewerb um junge Talente zurückzufallen.

“Der deutsche Mittelstand hat die Bedeutung der digitalen Transformation für seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verstanden, wie die Studie belegt”, sagt Karsten Pradel, Direktor B2B bei O2 Telefónica. “Um mittelfristig die Profitabilität zu steigern und Kosten einzusparen, sind jetzt stärkere Investitionen in Digitalisierungskompetenz und technische Ausrüstung nötig”, so Pradel weiter.

Über die Studie:

Für die Trendstudie “Die Zukunft des Arbeitens” hat das DIND in den Monaten Mai und Juni 2022 insgesamt 2767 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer vorwiegend kleinerer und mittelgroßer Unternehmen (KMU) zu ihren Erfahrungen mit Homeoffice und digitaler Transformation befragt. Neben den Auswirkungen neuer Formen des Arbeitens bewerteten sie auch die IT-Ausstattung ihres Unternehmens im Rahmen eines Online-Fragebogens und nahmen zu ihren konkreten Investitionsplänen im Digitalbereich Stellung.

Die vollständige Fassung kann unter https://www.jdb.de/trendstudie-newwork abgerufen werden.

Neue Arbeitsverträge ab August 2022 nötig?

Anwalt erklärt, worauf Arbeitgeber achten müssen

München (ots) Ab 1. August 2022 kommt auf Arbeitgeber ein erheblicher Mehraufwand zu, denn Arbeitsverträge müssen bei der Erstellung weit mehr Informationen erhalten als bisher. Die Änderungen betreffen unter anderem Klauseln bei befristeten Arbeitsverträgen, bei der Zusammensetzung der Vergütung, zur Probezeit, bei der Kündigung und bei dem Thema Überstunden oder Fortbildung.

Dr. Dominik Herzog mit Kanzleipartner Domenic Böhm

“Arbeitgeber sollten sich jetzt frühzeitig mit den Änderungen vertraut machen und Vorbereitungen treffen. Denn wer der Verpflichtung nicht nachkommt, muss nun mit hohen Bußgeldern rechnen”, erklärt Rechtsanwalt Domenic Böhm. Gerne verrät er in diesem Artikel, worauf Arbeitgeber ab 1. August 2022 achten müssen.

Das neue Nachweisgesetz

Am 23. Juni 2022 wurde das neue Nachweisgesetz durch den Deutschen Bundestag verabschiedet – schon am 1. August 2022 wird es in Kraft treten. Der Gesetzgeber setzt dabei eine europäische Richtlinie (RL2019/1152) in deutsches Recht um. Das Ziel besteht darin, Arbeitsbedingungen künftiger transparenter und vorhersehbarer zu gestalten – allen am Arbeitsvertrag beteiligten Parteien also mehr Rechtssicherheit zukommen zu lassen. Zwar gab es das Nachweisgesetz in den vergangenen Jahren bereit, wurde aber häufig von Arbeitgebern stiefmütterlich behandelt. Erst durch die jetzigen Neuerungen wird es für viele Arbeitgeber – insbesondere durch die drohenden Bußgelder bei Verstößen – wirklich relevant.

Diese Arbeitsverträge sind betroffen

Das neue Nachweisgesetz bezieht sich ab dem 1. August 2022 sowohl auf alle neuen als auch auf sämtliche alten Arbeitsverträge. Jedoch gelten die neuen Nachweispflichten automatisch nur bei Neueinstellungen ab dem 1. August 2022. Jedoch können bereits beschäftigte Arbeitnehmer den Arbeitgeber auffordern, eine schriftliche Unterrichtung über die wesentlichen Arbeitsbedingungen ausgehändigt zu erhalten. Ab diesem Zeitraum laufen für jeden Arbeitgeber Fristen für eine Umsetzung. Für jeden einzelnen Verstoß droht durch das reformierte Nachweisgesetz ein Bußgeld – diese waren in der vorherigen Fassung nicht enthalten.

Künftig drohen Bußgelder

Dass die Neufassung des Nachweisgesetzes nicht unterschätzt werden sollte, lässt der Umstand erkennen, dass jeder einzelne Verstoß gegen Pflichten aus dem Nachweisgesetz als Ordnungswidrigkeit definiert wird – und daher mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 2.000 Euro belegt ist. Wohlgemerkt: Diese Summe gilt für jeden einzelnen Verstoß. Dabei ist irrelevant, ob Nachweise fehlen oder lediglich verspätet erbracht werden. Ein Arbeitgeber, der im Eifer des Gefechts zwar die wesentlichen Arbeitsbedingungen aushändigt, diese statt mit der eigenhändigen aber mit einer elektronischen Signatur versieht, begeht bereits eine Ordnungswidrigkeit.

Die wesentlichen Arbeitsbedingungen

Das neue Nachweisgesetz sieht eine Vielzahl an Aspekten vor, die künftig im Arbeitsvertrag enthalten sein müssen. Sie können hier nur einmal verkürzt angerissen werden: Zu diesen wesentlichen Arbeitsbedingungen gehört etwa die Dauer einer Probezeit – sie muss zudem in befristeten Arbeitsverträgen im angemessenen Verhältnis zur Gesamtdauer des Arbeitsvertrages stehen. Ebenso ist bei befristeten Verträgen ein konkretes Enddatum zu nennen. Zugleich ist die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitslohnes einschließlich der Vergütung von Überstunden, Zuschlägen, Prämien oder Sonderzahlungen getrennt anzugeben. Und auch im Einzelfall, wenn diese fällig sind. Daneben sind auch Fortbildungen, soweit ein Anspruch besteht, mit aufzuführen und das Verfahren bei einer Kündigung transparent aufzuzeigen.

Ohne Beratung geht es nicht

Die Umsetzung aller Pflichten, die das neue Nachweisgesetz vorgibt, kann indes auch weiterhin eine große Herausforderung sein. Da jedes Fehlverhalten aber künftig mit einem Bußgeld geahndet wird, steigen die Risiken für den Arbeitgeber. Umso wichtiger ist es, sich so bald wie möglich durch einen Fachanwalt beraten zu lassen und Arbeitsverträge, welchen allen gesetzlichen Anforderungen genügen, erstellen zu lassen. Darüber hinaus sollte die Erstellung eines Factsheets für bereits angestellte Mitarbeiter, das alle wesentlichen Arbeitsbedingungen umfasst, durch einen Experten erfolgen. Nur so kann es gelingen, den Aufklärungspflichten des Gesetzes zu entsprechen.

Über RA Domenic Böhm:

RA Domenic C. Böhm ist Partner von SYLVENSTEIN Rechtsanwälte, einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftskanzleien im digitalen Bereich. Sie betreuen ausschließlich Unternehmer und sind spezialisiert auf alle Aspekte rund um das Führen eines Unternehmens: vom Vertragsrecht über das Arbeitsrecht bis hin zum Medienrecht. Weitere Informationen unter: https://sylvenstein-law.de/