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BVTE startet Initiative „Achte auf die Umwelt“ zur Verbraucher sensibilisierung

Studie bietet wichtige Datengrundlage zur Diskussion der erweiterten Herstellerverantwortung

Berlin (ots) Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) startet eine Initiative zum Schutz der Umwelt. Der Aufruf „Achte auf die Umwelt“ soll Verbraucher für einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll im Allgemeinen und Zigarettenabfällen sensibilisieren und zu mehr Achtsamkeit für eine saubere Umwelt animieren.

Palaktmotiv der BVTE-Kampagne „Achte auf die Umwelt“

Die gleichlautende Website www.achteaufdieumwelt.de bietet zahlreiche Informationen zum Littering und zu Zigarettenabfällen im Besonderen, Wissenswertes zum Filter und zur aktuellen Kampagne „Ich rauche – und achte auf die Umwelt“ des Verbandes.

Abfälle jeglicher Art, egal ob Kaugummis, Zigarettenreste oder Fastfood-Verpackungen, sind ein globales Problem, das die gesamte Gesellschaft betrifft. Auch wenn ein Großteil der Bevölkerung seinen Müll vernünftig entsorgt, landet immer noch zu viel in der Umwelt. Leider entsorgen auch nicht alle Raucher ihre Zigarettenabfälle sorgfältig und ordentlich in Abfalleimern, besonders, wenn sie unterwegs sind. Dabei stecken hinter achtlosem Wegwerfen oft nur Gedankenlosigkeit, fehlendes Bewusstsein für die dadurch verursachte Umweltverschmutzung und begangene Ordnungswidrigkeit, oder schlicht fehlende Entsorgungsmöglichkeiten.

„Unsere Initiative richtet sich in erster Linie gegen die gedankenlose Umweltverschmutzung. Denn im Zentrum des Littering steht der Konsument. Daher machen wir uns für eine Sensibilisierung und Änderung des Verbraucherverhaltens stark.“ so Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des BVTE. Auch wenn es keine schnelle Lösung geben wird und einzelne Maßnahmen das Problem nicht lösen werden, sei es wichtig, das Bewusstsein für einen achtsamen Umweltschutz zu schärfen. „Nur die Kombination aus vielen Instrumenten wird mittel- und langfristig für einen besseren Umweltschutz sorgen, und nur gemeinsam kann das Problem des Litterings nachhaltig geändert werden: Hersteller, Verbraucher, Politik und Kommunen stehen hier gemeinsam in der Verantwortung.“

Mit Plakatmotiven, Präventionsflyer und der Ausgabe von Taschenaschenbechern für unterwegs unterstützt der BVTE bundesweit ehrenamtlich engagierte Initiativen und Akteure. Seit August 2020 wurden mehr als 130.000 Stück der handlichen und recycelbaren Taschenaschenbecher verteilt. Auch an den Stränden der deutschen Ostsee werden Raucher durch eine Kooperation mit den Strandkorbvermietern in Schleswig-Holstein mit einem handlichen Aschenbecher versorgt. Jeder Strandbesucher, der künftig einen Strandkorb zwischen Laboe und Usedom anmietet, erhält bei Bedarf einen kostenfreien Taschenaschenbecher zur verantwortungsvollen Entsorgung der Zigarettenabfälle. Mit der direkten Verteilung durch die Strandkorbvermietungen soll vor Ort ein zusätzlicher Anreiz zur verantwortungsvollen Aufbewahrung und späteren Entsorgung des Inhalts im nächstgelegenen öffentlichen Abfallbehälter geboten werden.

Hersteller von Einwegplastikprodukten, dazu zählen auch Zigarettenfilter, sollen künftig mehr Verantwortung für alle im öffentlichen Raum entsorgten Abfälle übernehmen. Zwei Studien haben bisher ermittelt, welche Mengen an Zigarettenabfällen in den verschiedenen Abfallsystemen zu finden sind. Beide Studien kommen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen, stellen aber eine erste wichtige Datengrundlage für die künftige Kostenkalkulation dar.

„Unser Anliegen ist es, dass bei den zukünftigen Kostenfestlegungen besonderer Wert auf einen transparenten Prozess mit nachvollziehbaren Leistungen für alle Beteiligten gelegt werden muss“, fordert Mücke.

Ein Vergleich beider Studien sowie die Ergebnisse der PBO-Studie stehen zur Ansicht und zum Download auf der neuen Website bereit.

Web: www.achteaufdieumwelt.de

Totholz ist Leben im Harz

Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert informiert sich über neues Angebot auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad

In Drei Annen Hohne wurde jüngst die noch im Bau befindliche, neu entwickelte Totholzstation auf dem beliebten Löwenzahn-Entdeckerpfad des Nationalparks Harz durch Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert in Augenschein genommen.

Im Bereich der neu entstehenden Station war 2019 während eines Sturms eine große alte Buche auseinander gebrochen. Diese Situation, dass dort in den nächsten Jahren ein großer Baum in den Zersetzungsprozess übergehen wird, bot den Anlass, das Thema „Totholz“ als neues Element des Löwenzahn-Entdeckerpfades aufzugreifen – denn hier zeigt sich instruktiv die bekannte Feststellung „Totholz ist Leben!“.

Die Ministerin konnte sich bei den Nationalparkmitarbeiterinnen und -mitarbeitern anhand der bereits installierten Naturerfahrungselemente einen guten Eindruck davon verschaffen, wie hier zukünftig auf kindgerechte Art die Bedeutung von Totholz für die Artenvielfalt und die natürlichen Prozesse der Holzzersetzung vermittelt werden. Die Station wird den insbesondere bei Familien sehr beliebten Pfad um ein für die Bildungsarbeit des Nationalparks wichtiges Thema bereichern.

Finanziert wurde die neue Station mit Geldern aus dem Programm der „Artensofortförderung 2020“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt. Beteiligt an der Planung und Umsetzung waren Verena Marten als Koordinatorin des Nationalparks Harz und Kerstin Zentner von der Firma design office.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Weleda: Ein Prozent fürs Klima

Arlesheim/Schwäbisch Gmünd (ots) Die Weleda AG wird zukünftig ein Prozent ihres jährlichen weltweiten Umsatzes für Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität investieren. Trotz der Pandemie blickt Weleda auf ein stabiles Geschäftsjahr 2020 und ein erfolgreiches erstes Quartal 2021 zurück.

Standort Arlesheim – 100% klimaneutrale Energieversorgung

Weleda, die globale Marktführerin für zertifizierte Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel, hat am 12. Mai 2021 ihren integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2020 vorgelegt.

Ein Prozent des Gesamtumsatzes für Klima und Artenvielfalt

Weleda feiert 2021 eine hundertjährige Erfolgsgeschichte, von der Pionierin zum Referenzunternehmen für nachhaltiges Wirtschaften. In Zukunft wird Weleda ihr Engagement für den Erhalt der Biodiversität und den Schutz des Klimas noch mal verstärken. Dafür wird das Unternehmen ab 2022 ein weiteres Prozent des weltweiten Bruttoumsatzes, aktuell mehr als 4 Mio. Euro, in den Schutz des Klimas und der Biodiversität investieren. Ausserdem steht die Zertifizierung der gesamten Weleda-Gruppe als B-Corp bevor. Die internationale Nachhaltigkeits-Bewegung B-Corp (B = Benefit) fordert eine konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an einer nachweisbar starken positiven Wirkung für Gemeinwohl, Mensch und Natur. Weleda hat dies bereits in den Unternehmensstatuten verankert.

Klimaneutrale Produkte ab 2022

Ausserdem plant Weleda noch dieses Jahr rechnerisch klimaneutral zu wirtschaften. Das heisst, die durch die Produktion entstehenden Emissionen werden komplett ausgeglichen. Der Stammsitz in Arlesheim bei Basel wird in allen eigenen Gebäuden mitsamt der Produktion mit erneuerbarer Energie aus der Region versorgt. Ab 2022 werden zusätzlich alle Weleda Produkte rechnerisch klimaneutral sein. Dafür berücksichtigt Weleda den Energiefussabdruck, aber auch die Emissionen durch Rohstoffe, Verpackungen und Transporte. Neben Effizienzprogrammen und erneuerbaren Energien wird ein grosser Teil des erforderlichen Ausgleichs über Klimaschutzmassnahmen in der eigenen landwirtschaftlichen Lieferkette erfolgen. Darüber hinaus startet Weleda ein Programm zu Sensibilisierung und Aktivierung von Kunden und Mitarbeitenden sowie für nachhaltige Geldanlagen, so dass bis 2025 das Klima um 350 000 Tonnen CO2 entlastet werden soll.

Das Geschäftsjahr 2020: Umsatz stabil

Der Nettoumsatz betrug 2020 424,1 Mio. Euro und lag damit fast auf Vorjahresniveau (429,3 Mio. Euro). Aufgrund von Corona wurde im Berichtsjahr ein grosses Augenmerk auf die Kosten gelegt. Der Gruppen-EBIT lag mit 23,3 Mio. EUR um 40,3 Prozent deutlich über dem Vorjahr. Das konsolidierte Jahresergebnis lag mit 7,7 Mio. Euro 40,8 Prozent unter Vorjahr (13,0 Mio. Euro), hauptsächlich bedingt durch höhere Steueraufwände insbesondere in Deutschland und unrealisierten Fremdwährungsverlusten. Bei guter Liquidität und Schuldenfreiheit hat sich die Eigenkapitalquote auf 53,8 Prozent erhöht (Vorjahr: 52,9 Prozent).

Naturkosmetik

Im Geschäftsfeld Naturkosmetik konnte trotz der Pandemie ein globales Umsatzwachstum von insgesamt 1,9 Prozent (wechselkursbereinigt 2,7 Prozent) erzielt werden Der Umsatz 2020 betrug 333,2 Mio. Euro. Die umsatzstärkste Region D-A-CH wuchs wechselkursbereinigt um 1,5 Prozent, die anderen Länder lagen mit 1,8 Prozent Umsatzwachstum sogar leicht darüber.

Arzneimittel

Die weltweiten Umsätze im Geschäftsfeld Arzneimittel verminderten sich im Jahr 2020 um 11,2 Prozent (wechselkursbereinigt -8,3 Prozent) auf 90,9 Mio. Euro (Vorjahr: 102,3 Mio. Euro). Der Pharmaumsatz in D-A-CH ging um 7 Prozent zurück. Die strengen Coronaregeln hatten ein Ausbleiben der Erkältungssaison und damit einen Rückgang bei Erkältungspräparaten zur Folge. Dafür kamen andere Arzneimittel in den Fokus. Salben zur Hautpflege sowie Augenpräparate wurden stärker nachgefragt, sie konnten jedoch die durch Corona bedingten Rückgänge nicht kompensieren.

Ausblick Geschäftsjahr 2021

Für das Jahr 2021 ist Weleda zuversichtlich, dass aufgrund der aktuellen Marktlage, der geplanten Innovationen, der Marktpräsenz und der Markenstärke in vielen Ländern für die Naturkosmetik gute Wachstumschancen existieren. Für die Arzneimittel rechnet das Unternehmen auf globaler Ebene mit einem stabilen Umsatz. Insgesamt wird erwartet, dass die getroffenen Zukunftsentscheidungen wie Investitionen in Forschung und Entwicklung, sowie der weitere Ausbau der Märkte in- und außerhalb Europas 2021 zu höheren Kosten führen werden. Durch den Mehrumsatz rechnet Weleda insgesamt für das Jahr 2021 mit einem ähnlichen Nettoergebnis wie 2020.

Hier finden Sie den Weleda Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.

Nordzucker verpflichtet sich zu wissenschaftsbasierten Klimazielen

Braunschweig (ots) Nordzucker ist der „Science Based Targets Initiative“ beigetreten und unterstreicht damit sein Ziel, ohne fossile Brennstoffe zu produzieren. Wissenschaftsbasierte Ziele (SBTs) zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen werden von unabhängigen Klimawissenschaftlern für 2030 definiert.

Zuckerrüben vor einem Nordzucker-Standort

Diese transparenten Ziele stellen sicher, dass die Reduzierung der Emissionen jedes Unternehmens mit dem Niveau der notwendigen Klimaschutzmaßnahmen übereinstimmen, um katastrophale Auswirkungen der Erderwärmung zu verhindern.

„Nordzucker unterstützt damit messbar das Erreichen der Klimaziele aus dem Paris-Abkommen“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Gorissen, CEO. „Wir denken in unserem Unternehmen in Generationen. Mit unserem öffentlichen Bekenntnis zu Science-Based-Targets werden wir auf dem Weg zur Klimaneutralität transparenter und leisten nachvollziehbar unseren Beitrag für künftige Generationen.“

Der Zucker entsteht in den Zuckerrüben durch Fotosynthese. In den Werken der Nordzucker wird er aus den Rüben gewonnen, eingedickt und kristallisiert. Dazu sind Wärme und Strom erforderlich, die während des Zeitraums der Rübenverarbeitung („Rübenkampagne“) in eigenen Kraftwerken überwiegend aus Erdgas erzeugt werden. Hohe Energieausnutzung zeichnet bereits heute dieses Verfahren aus.

Nordzucker hat seit 1990 die CO2-Emissionen um rund 60 Prozent verringert. Erklärtes Zwischenziel ist der komplette Ausstieg aus der Kohle bis spätestens 2030. „Mit unserem Engagement liegen wir deutlich besser als der politisch geforderte Rahmen“, erklärt Produktionsvorstand Axel Aumüller, COO. „Dennoch haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Mit unserem ‚Go Green‘-Programm arbeiten wir bereits heute intensiv an der Umstellung auf regenerative Energiequellen. Für den immensen Investitionsbedarf benötigen wir unbedingt verlässliche politische Rahmenbedingungen.“

Die wissenschaftsbasierten Ziele zur Treibhausgasreduzierung sind ein Bestandteil der Nordzucker Nachhaltigkeitsstrategie 2030. Sie umfasst neben den Klimazielen die gesamte Wertschöpfungskette: Beschaffung inklusive Rübenanbau, Produktion, Produkte und Verpackungen und insbesondere die Fürsorge für die Menschen.

Web: https://www.nordzucker.com

„Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“

Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht Buch zu Klimapolitik und Nachhaltigkeit

München (ots) Ein Kurswechsel ist dringend erforderlich, um den Klimawandel abzumildern und die Umweltzerstörung zu stoppen. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft können Lösungen bieten.

„Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“ / Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht Buch zu Klimapolitik und Nachhaltigkeit / EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat schon ein Exemplar von „Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“ – überreicht vom HSS-Vorsitzenden und Mitherausgeber Markus Ferber, MdEP

Dies ist der Tenor eines Buches, das der Europaabgeordnete Markus Ferber (CSU) und der ehemalige Landtagsabgeordnete Henning Kaul (CSU) zusammen mit der Hanns-Seidel-Stiftung im Lau-Verlag herausgegeben haben und das gerade erschienen ist: „Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“ (Buchtitel).

Autoren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche beschreiben, wie sie Verantwortung übernehmen. Darunter finden sich Gedankenanstöße und Reflexionen, aktuelle Befunde zum Stand der Umwelt, aber auch Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit sowie neue Technologien. Von der Rolle der Bildung und achtsamem Verhalten über die Implementierung von Nachhaltigkeitsindikatoren bis zur Kreislaufwirtschaft: Das Buch bietet eine breite Palette an Anknüpfungspunkten.

Eine Besprechung des Buches fand kürzlich bei der Hanns-Seidel-Stiftung mit den Herausgebern Ferber und Kaul statt – „Viele Leser“ wünschte dabei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem Buch. Weitere Stimmen zum Thema kamen vom ehemaligen UNEP-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer, dem ehemaligen bayerischen Landtagspräsidenten Alois Glück, dem Landkreistagspräsidenten Christian Bernreiter und der HSS- Stipendiatin Doris Hermle.

Mehr unter https://www.hss.de/themen/umwelt-und-verbraucher/#c53296

Angaben zum Buch

„Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt“

… mit Beiträgen von

Siegfried Balleis, Markus Blume, Susanne Breit-Keßler, Christian Doleschal, Jörg E. Drewes, Ottmar Edenhofer, Markus Ferber, Silke Franke, Anika Gaggermeier, Peter Geigle, Philipp Freiherr zu Guttenberg, Wolfram Hatz, Gerald Heimann, Olaf Heinrich, Thomas F. Hofmann, Martin Huber, Henning Kaul, Heinrich Kreft, Andreas Lenz, Stefan Köhler, Reinhard Kardinal Marx, Franz von Metzler, Gerd Müller, Simone Neumann, Serafin von Roon, Daniel Sailer, Norbert Schäffer, Maximilian von Seckendorff, Bernd Sibler, Norbert Stamm, Michael Suda, Markus Vogt, Ulrich Wagner, Eva Weber, Manfred Weber, Anja Weisgerber

Herausgeber

Markus Ferber, MdEP

Koordinator des Ausschusses für Wirtschaft und Währung der EVP-Fraktion, Bezirksvorsitzender der CSU Schwaben und Landesvorsitzender der Europa Union Bayern, seit 1. Januar 2020 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung

Henning Kaul, MdL a.D.

Dipl. Ing. der Elektrotechnik, 22 Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags, davon 18 Jahre Vorsitzender des Umweltausschusses, davor Leitender Angestellter in der Chemischen Industrie

Buchangaben

Ferber, Markus / Henning, Kaul (Hrsg.): Bekenntnisse zur Verantwortung für die Umwelt, Reinbek: Lau-Verlag, 2021.

Broschur. 356 Seiten. Format 13,9 x 21,7 cm. ISBN 978-3-95768-226-0. 24,00 EUR.

Web: hss.de

Stadtwerke Wernigerode starten Pflanzaktion im Nationalpark Harz

Frühling ist Pflanzzeit – auch im Nationalpark Harz. Nationalpark-Leiter Andreas Pusch und Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode GmbH, haben letzte Woche selbst zur Pflanzhacke gegriffen und junge Buchen als Samenbäume für die wilden Wälder von morgen in die Erde gesetzt.

Frühling ist Pflanzzeit

In der Nähe von Drei Annen Hohne wurden die ersten von 1.500 Bäumchen eingepflanzt. Mit der im Sommer 2020 gestarteten Aktion „Buchen für den Nationalpark Harz“ unterstützen die Stadtwerke Wernigerode und ihre Kunden die Rückkehr der Rotbuche in ihre angestammten Areale, denn von Natur aus bestünde der Nationalparkwald zu zwei Dritteln aus Buchenwäldern.

Die kleinen Buchen stammen aus heimischen Bucheckern, die im Nationalpark-Revier Scharfenstein in der Nähe von Ilsenburg geerntet wurden. Eine Baumschule hat die Samen zu kleinen Bäumchen herangezogen. Die Jungbuchen werden dort gepflanzt, wo der Natur aktuell die Samenbäume für die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubbäume fehlen. Die Pflanzflächen verteilen sich mosaikartig in den unteren und mittleren Lagen – außerhalb der Kernzone des Nationalparks, denn dort bleibt die Natur sich selbst überlassen.

Die Buchen der Stadtwerke-Aktion werden in der Nähe von Drei Annen Hohne am Glashüttenweg in Richtung Trudenstein sowie im Ilsenburger Revier am Kolonnenweg zwischen Scharfenstein und Kruzifix heranwachsen.Ein großes Dankeschön an die Stadtwerke Wernigerode GmbH und alle, die sich an der Buchenaktion beteiligt haben‍.

Hintergrund – Warum und wo wird im Nationalpark Harz gepflanzt?
Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen. Die Fichte ist im Nationalpark Harz erst ab rund 750 Höhenmetern von Natur aus heimisch.Von 2008 bis 2020 wurden im Nationalpark Harz rund 5,2 Millionen Laubbäume gepflanzt – vor allem Rotbuchen, aber auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der aktuell 70,1 % umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

Das Video wurde uns mit freundlicher Unterstützung von den Stadtwerken Wernigerode zur Verfügung gestellt.

Web: https://www.nationalpark-harz.de/

Baumspenden für den Nationalpark Harz mit Radio Brocken

Unterstützen Sie die Rückkehr der Laubwälder im Harz

Der Harzer Wald ist in der Klimakrise – das ist nicht mehr zu übersehen. Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen das mehr als deutlich.

Diese junge Buche ist einer von rund 4,7 Mio. Laubbäumen, die seit 2008 als Starthilfe für die Natur im Nationalpark Harz gepflanzt wurden (Foto: Jens Oehmigen)

In großen Teilen des Nationalparks Harz übernimmt bereits die Natur die Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. In einigen Bereichen außerhalb der Kernzone unterstützen wir jedoch noch die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder durch Pflanzungen, weil heute oft Samenbäume fehlen. Wer den Nationalpark Harz bei der Starthilfe für die wilden Wälder von morgen unterstützen möchte, kann das ganz unkompliziert mit einer Baumspende tun – beispielsweise bei der aktuellen Aktion von Radio Brocken.

Hintergrund

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen. Die Fichte ist im Nationalpark Harz erst ab rund 750 Höhenmetern von Natur aus heimisch.

Um die Rückkehr der ursprünglichen Laubwälder der mittleren und tieferen Lagen zu unterstützen, werden in den ehemaligen Fichtenforsten der Naturentwicklungszone kleine Buchen und andere heimische Laubbäume als Samenbäume der nächsten Waldgeneration gepflanzt (Grafik: Mandy Gebara)

Von 2008 bis 2020 wurden im Nationalpark Harz rund 5,2 Millionen Laubbäume gepflanzt – vor allem Rotbuchen, aber auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der aktuell 70,1 % umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Rapsblüte 2021 Auf 1 Million Hektar blüht jetzt der Raps

Berlin (ots) Deutschlandweit blühen jetzt wieder die Rapsfelder. Auch wenn Grün als die Farbe des Frühlings gilt, kommt derzeit niemand an den leuchtend gelben Feldern vorbei. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Klimabedingungen waren für den Rapsanbau in den letzten Jahren alles andere als perfekt.

Rapsblüte 2021: Auf 1 Million Hektar blüht jetzt der Raps. Deutschlandweit blühen jetzt wieder die Rapsfelder. Auch wenn Grün als die Farbe des Frühlings gilt, kommt derzeit niemand an den leuchtend gelben Feldern vorbei.

Drei schwierige Jahre – mal zu nass und zuletzt zu trocken – hatten zu einem deutlichen Rückgang des Anbaus geführt. Zum Glück für die Landwirtschaft waren die Aussaatbedingungen im letzten Spätsommer wieder besser. Das drückt sich in einer Ausweitung des Anbaus um rund 50.000 Hektar aus, sodass aktuell auf über 1 Million Hektar der Raps in voller Blüte steht. Wem die Dimension eines Hektars nicht geläufig ist, dem hilft der klassische Fußballfeldvergleich. Mit 1,4 Millionen Fußballfeldern kommt da eine beachtliche Fläche zusammen, die aber noch immer deutlich unter der des Rekordjahres 2013 liegt, in dem fast 50 Prozent mehr Raps angebaut wurde.

Erfreulich für die Rapsbauern sind derzeit auch die Rapspreise, die sich auf einem mehrjährigen Höchststand bewegen. Denn Rapsöl ist gefragt und das begrenzte Rapsangebot sowohl im Inland als auch aus dem Ausland treibt die Preise weiter in die Höhe. Ein Ende des Höhenfluges ist laut Branchenverband Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) derzeit auch nicht in Sicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich laut UFOP nicht sorgen, denn die Verkaufspreise für Rapsspeiseöl im Handel sind stabil.

Raps hat sich über die vergangenen 30 Jahre zu einer der zentralen Ackerbaukulturen entwickelt. Er liefert mit Rapsöl, Rapsschrot, Rapskuchen sowie Rapsprotein die Rohstoffe für unterschiedlichste Produkte: Von der Ernährung, direkt als Rapsöl oder indirekt als wertvolles, gentechnikfreies Futter in der Nutztierhaltung, über Kleidung, als Kunststoff, in Kosmetik, Waschmitteln und Farben bis hin zu nachhaltig erzeugtem Biokraftstoff für Autos, Nutzfahrzeuge und Schiffe reichen die Einsatzbereiche. „Im Vergleich zu vielen anderen Alternativen leisten rapsölbasierte Kraftstoffe schon heute einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Erfüllung der nationalen Klimaschutzziele“, sagt Stephan Arens, Geschäftsführer der UFOP. Als „Multitalent“ hat sich Raps zu einem der wichtigsten Rohstoffe der Bioökonomie entwickelt und trägt so zur Transformation von einer erdölbasierten hin zu einer Marktwirtschaft bei, in der fossile Ressourcen durch verschiedene nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden.

Web: ufop.de

Anlässlich des Earth Days: SodaStream kündigt mit Umweltkampagne „Don’t just share, care“ ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele an

Frankfurt am Main (ots) Umweltkampagne mit Social-Media-Expertin Randi Zuckerberg – SodaStream ermutigt Konsumenten dazu, Likes und Shares im Netz auch echte Taten für die Umwelt folgen zu lassen – Führende Wassersprudlermarke verkündet, bis 2025 weltweit rund 78 Milliarden Einwegplastikflaschen zu vermeiden – Neue Wassersprudler-Generation SodaStream DUO spart Einwegplastikflaschen – zu Hause und unterwegs

SodaStream launcht anlässlich des Earth Days seine Kampagne „Don’t just share, care“ mit Randi Zuckerberg. In typischer SodaStream Manier ruft die weltweit führende Wassersprudlermarke zusammen mit Randi Zuckerberg in einem neuen Viralspot humorvoll dazu auf, sich nicht nur in den sozialen Medien virtuell für die Umwelt zu engagieren, sondern auch im echten Leben aktiv zu werden. Spot-Protagonistin Zuckerberg stellt am Ende des Videos eine Community-Plattform zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit vor, auf der auch SodaStream sein eigenes Commitment für die Umwelt veröffentlicht.

Commitment zur Vermeidung von Einwegplastikmüll

Die wiederverwendbaren Flaschen von SodaStream bieten eine echte Alternative zu Einwegplastikflaschen. Die weltweit führende Wassersprudlermarke kündigt an, bis 2025 weltweit rund 78 Milliarden Einwegplastikflaschen zu vermeiden – 11 Milliarden mehr als im vergangenen Jahr prognostiziert.

Mit der neu eingeführten Wassersprudler-Generation DUO bringt SodaStream in Deutschland diese Nachhaltigkeitsmission von den Haushalten auch auf die Straße. Denn mit der DUO können sowohl Glasflaschen als auch Kunststoffflaschen gesprudelt und damit Einwegplastikflaschen nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs eingespart werden.

SodaStream wird darüber hinaus ab Jahresende bei all seinen Sirupflaschen auf Metall umsteigen und auf diese Weise weitere 200 Millionen Einwegplastikflaschen vermeiden. Das Unternehmen kündigt zudem an, erstmals auch Wassersprudler aus recyceltem oder pflanzenbasiertem Material zu entwickeln und seinen Einsatz für die Umwelt damit auf seine Kernkategorie auszudehnen. Das macht SodaStreams gesamtes Portfolio noch nachhaltiger: „Unsere Wassersprudler sind aufgrund ihrer Funktion schon nachhaltig; jeder SodaStream Nutzer spart bis zu Tausende Einwegplastikflaschen ein, die sonst im Müll landen würden. Wir gehen mit unserem Commitment nun noch weiter, indem wir auch Wassersprudler aus nachhaltigem Material einführen“, sagt Eyal Shohat, SodaStream Global CEO. Eine vom Unternehmen kürzlich durchgeführte Umfrage* zeigt, dass 84 % der SodaStream Konsumenten positive Auswirkungen auf die Umwelt festgestellt und ihren Einwegplastikflaschenverbrauch reduziert haben. Fast 80 % gaben zudem an, umweltbewusster geworden zu sein.

Reduzierung des CO2-Fußabdrucks

SodaStream plant, bis zum Jahr 2022 10 % des gesamten Energiebedarfs seiner globalen Produktionswerke mit Solarenergie zu decken – das entspricht einer fünffachen Steigerung gegenüber den 2 % im Jahr 2020. Durch diese Investitionen trägt SodaStream zum Ziel seiner Konzernmutter PepsiCo bei, die unternehmenseigenen Betriebe bis 2030 weltweit auf 100 % erneuerbare Energien umzustellen. Darüber hinaus hat sich PepsiCo dazu verpflichtet, bis 2040 CO2-neutral zu werden – ein Jahrzehnt früher als im Pariser Abkommen beschlossen. Gleichzeitig wurden SodaStreams „Easy Starter Kit“ und „DUO Starter Kit“ von Carbon Trust als CO2-reduzierende Produkte zertifiziert. Dies bezeugt einmal mehr den kontinuierlichen Einsatz von SodaStream für die Umwelt und mehr Nachhaltigkeit. Die Zertifizierung hat es dem Unternehmen zugleich ermöglicht, in der Wertschöpfungskette seiner Produkte Schlüsselbereiche zu identifizieren, in denen es weitere Maßnahmen ergreifen und so seinen gesamten Carbon Footprint weiter reduzieren kann.

Weitere Aktionen zum Earth Day

SodaStream kündigt zudem die Schließung seiner Büros am Earth Day an und ruft seine Mitarbeiter dazu auf, sich an Umwelt- und Clean-up-Aktionen rund um den Globus zu beteiligen – sofern gemäß den Einschränkungen durch COVID-19 möglich. Außerdem geht SodaStream eine Partnerschaft mit der PangeaSeed Foundation ein, einer gemeinnützigen Organisation zum Schutz der Ozeane, und spendet für deren Stiftungsarbeit und Einsatz für mehr Umweltbewusstsein.

*Opeepl-Umfrage unter 600 Nutzern, für SodaStream in den USA durchgeführt (Jan. 2021).

Über SodaStream:

SodaStream® ist eine Marke der SodaStream GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. 1994 brachte das Unternehmen den ersten Trinkwassersprudler in Deutschland auf den Markt. Außer im heimischen Markt vertreibt der Weltmarktführer seine Produkte in 46 weiteren Ländern. Weltweit sprudeln Millionen von Haushalten ihre Getränke mit SodaStream selbst. Dank moderner Wassersprudler mit spülmaschinenfesten Glaskaraffen und vielfältigen Innovationen im Getränkebereich ist SodaStream seit Jahren Marktführer auf seinem Gebiet. Die Produkte wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem durch Stiftung Warentest und Öko-Test.

Weitere Informationen stehen unter www.sodastream.de und www.facebook.com/SodaStreamDeutschland zur Verfügung.

Umdenken erforderlich: so wertvoll ist gebrauchte Hardware

Schweinfurt (ots) Die Bedeutung von IT-Hardware wächst. Im Jahr 2020 entstanden weltweit pro Sekunde etwa 7 Computer, im Vergleich dazu wurden pro Sekunde jedoch nur 4 Menschen geboren. Das gesellschaftliche Bewusstsein für die problematische Herstellung und Entsorgung wächst dagegen nur langsam.

E-Schrott Platinen von Laptops und Computern

Insbesondere öffentliche Einrichtungen und Behörden agieren im Umgang mit Hardware nicht achtsam und umweltfreundlich genug. Die fortschreitende Digitalisierung steigert zudem die IT-Abhängigkeit von Firmen, wodurch die Produktion von neuen Geräten stetig weiterwachsen wird. Aus diesem Grund sind die ökologischen und sozialen Folgen, die mit der Herstellung und der Nutzung von IT-Geräten einhergehen, ein gesellschaftliches Problem und zieht jeden mit in die Verantwortung. Betrachtet man allein nur den Umgang mit der Unternehmenshardware und Daten erkennt man, dass die Wichtigkeit einer nachhaltigen Strategie unterschätzt wird. Neben dem Potenzial, die eigene CSR-Strategie zu verbessern, bietet ein nachhaltiger Umgang mit Computer, PC und Co., enorme soziale, ökologische aber auch ökonomische Vorteile, von denen Firmen und die gesamte Gesellschaft gleichermaßen profitieren.

Prozesse kritisch hinterfragen

Die Kernfragen, die sich Unternehmen stellen müssen, sind: „Woher kommt unsere Hardware? “ und „Was passiert nach Ausmusterung?“ Die Produktlebenszyklen von IT-Geräten werden stetig verkürzt. Im Schnitt tauschen Betriebe ihre Hardware nach 3-5 Jahren aus und ersetzen diese durch Neugeräte. Altgeräte werden stillgelegt und an Entsorger übergeben. Dieses Konzept ist für Unternehmen einfach und unkompliziert, aber alles andere als nachhaltig. Die Stilllegung und Entsorgung von Geräten nach kurzem Lebenszyklus, ist eine Verschwendung von Rohstoffen. Denn der Rohstoffbedarf bei der Produktion ist immens, auch dann, wenn die Geräte immer kleiner und kompakter werden. Die Gewinnung benötigter Rohstoffe geschieht heute noch unter fragwürdigen Umständen wie Kinder- und Zwangsarbeit sowie negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Viele Firmen sehen sich hier nicht in der Verantwortung, sondern verweisen auf die namhaften IT-Hersteller. Jedoch sollten alle, Hersteller und Anwender, den gesamten Kreislauf eines Produkts kritisch hinterfragen.

Ressourcen schätzen

Zur Herstellung eines einzelnen Computers werden bis zu 700 verschiedene Stoffe benötigt. Ein einziger Computer verschlingt 19 Tonnen Rohstoffe. Neben 1.500 Litern Wasser, 22 Kilogramm chemischen Stoffen, 240 Kilogramm fossilen Energieträgern werden auch Edel- und Schwermetalle benötigt. Die IT-Fertigung führte in Regionen bereits zu negativen Auswirkungen auf die Versorgung der Landwirtschaft, der Menschen und der Umwelt.

Trauriger Rekord: globaler Elektroschrottberg hoch wie nie

Kupfer, Zinn, Gold, Coltan-Erz und viele andere Metalle und Ressourcen aus der ganzen Welt schmücken Millionen Arbeitsplätze. Angesichts des Arbeits-, Energie, und Rohstoffaufwandes bei der Herstellung und des weltweiten Transports, ist die Nutzungsdauer unverhältnismäßig kurz.

Nicht nur die Herstellung, sondern auch die Entsorgung von IT belastet Mensch und Umwelt. Laut UN sind 2019 rund 53,6 Millionen Tonnen an Elektroschrott angefallen. Ein Wachstum von 21 Prozent in nur fünf Jahren. Ein trauriger Rekord. Die Prognose der UN für das Jahr 2030 ist erschreckend: 74 Millionen Tonnen. Nur etwa 17,4 % des E-Schrotts wurden eingesammelt und recycelt. Die Restmenge wird der Müllverbrennung zugeführt, auf Deponien entsorgt oder in die ärmsten Länder verschifft. Der gesamte Materialwert des Elektroschrottberges 2019 wird, laut UN-Bericht, auf 57 Milliarden US-Dollar geschätzt. Als einer der Hauptursachen für den wachsenden Berg ist die steigende Nutzung von IT-Hardware.

Entsorgungsproblematik und Rechtslage

Giftige Schwermetalle wie Blei und Quecksilber aus Flachbildschirmen, krebserzeugende Flammschutzmitteln aus Platinen, Kunststoffgehäuse oder PVC-Kabelumhüllungen gefährden Menschen und das Ökosystem. Ein Umdenken im Umgang mit Elektroschrott ist dringend notwendig. Mit Inkrafttreten des „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“ setzt Deutschland gleich zwei EU-Richtlinien in nationales Recht um. Die eine verfolgt das das Ziel, grundsätzlich E-Abfälle zu vermeiden, die andere verbietet den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe bei der Herstellung. Ausrangierte Hardware kann auf dem Wertstoffhof abgegeben oder an spezielle Entsorger verkauft werden. Ab hier endet für Firmen die Nachvollziehbarkeit. Aber endet hier auch wirklich die Verantwortung?

Der nachhaltige Weg

Unternehmen haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Begebenheiten bei der Herstellung von Hightech Produkten, jedoch sind sie, wenn es um die Nutzung und die anschließende Ausmusterung geht, in der Verantwortung die ökologischen und sozialen Lasten ihrer Geräte nicht noch schwerer zu machen.

Konkrete Verbesserungen im IT-Management können schon durch eine längere Nutzung der Geräte erzielt werden. Im zweiten Schritt kann Hardware, die den Anforderungen nicht mehr ganz gerecht wird, bei speziellen IT-Refurbishern aufbereitet werden, um die Nutzungsdauer im Unternehmen nochmals verlängern. Durch einen vollumfänglichen IT-Lifecycle kennen Verantwortliche die Anforderungen von Mitarbeitern und deren Arbeitsgeräte. In den Führungsetagen wird bei der technischen Ausstattung nicht gespart. Daher wäre eine weitere Möglichkeit, die Rotation von Geräten innerhalb des Unternehmens. Wird die Leitung neu ausgestattet, sind deren Systeme noch leistungsfähig genug, um in anderen Abteilungen eingesetzt zu werden.

Anstelle einer Entsorgung, also einem Recycling, ist der nachhaltigste Weg im Umgang mit IT-Hardware, der Verkauf an IT-Remarketing Spezialisten. Diese Dienstleiser, wie die bb-net media GmbH aus Schweinfurt, sind Experten für den Ankauf gebrauchter Hardware, Datenlöschung nach zertifizierten Standards, die Aufbereitung von Geräten sowie deren Rückführung in den Markt. Wirtschaftlich betrachtet gibt es hier nur Gewinner. Durch den Verkauf an Profis werden hohe Restwerte erzielt anstelle von Aufwendungen für deren Entsorgung.

Web: bb-net.de