Schlagwort-Archive: Natur & Umweltschutz

Upcyclen statt wegschmeißen: Wie aus Planen Laptoptaschen und Windschutz für die Landwirtschaft werden

Halle (S.) (ots) Derzeit läuft das große Aufräumen nach der EinheitsEXPO in Halle (S.): Die Glascubes werden ausgeräumt und abgebaut, ebenso wie die rund 250 großen Banner mit Infos, Fotos und Wegmarkierungen rund um die EinheitsEXPO zum Tag der Deutschen Einheit.

Stelen zur EinheitsEXPO in Halle (S.) // (c) Staatskanzlei / Thomas Meinicke .

Statt zu Müll werden die Banner und Planen nun zum guten Zweck – in ihrem zweiten Leben als Taschen, Sonnen- oder Windschutz. Die Leipziger Firma „Trash Galore“ kümmert sich um die Wiederverwendung. Immerhin 3,5 Tonnen Material kommen so zusammen, insgesamt 1.700 m² PVC-Planen. „Upcycling“ heißt das Zauberwort und beschreibt die nachhaltige Wiederverwendung von Materialien. So gehen die Planen an Landwirtschaftsunternehmen ebenso wie an Behindertenwerkstätten.

Der größte Abnehmer ist die hallesche Kinderstadt, die im kommenden Sommer auf der Peißnitzinsel stattfinden wird. Dort bauen sich Kinder ihre „eigene Stadt“ und für die Gestaltung kann man die PVC-Planen gut gebrauchen, zum Beispiel als Regenschutz oder zur Ausgestaltung der Räumlichkeiten.

Stelen zur EinheitsEXPO in Halle (S.) // (c) Staatskanzlei / Thomas Meinicke

Ebenso bekommt der Bauspielplatz Freiimfelde einige Planen: Dort können Kinder den ganzen Tag hämmern und basteln. Mit Hilfe der Planen erweitern sie ihren Spielplatz, den sie unter der Anleitung von Pädagogen selbst gestalten.

Und ein Stück EinheitsEXPO kann später auch jeder zu sich nach Hause holen, denn die halleschen Behindertenwerkstätten gestalten aus den Planen unter anderem Laptoptaschen. Die sind dann später über den Onlineshop erhältlich.

Auch die Landwirtschaftsunternehmen Kleine Feldwirtschaft Landsberg und Kola Leipzig bekommen „Einheitsplanen“ ab. Dort werden sie unter anderem als Windschutz und Schattenspender genutzt, damit die Pflanzen gut gedeihen können.

Seit 2019 sorgt Trash Galore schon für Nachhaltigkeit in der Eventbranche. Ein großes Projekt war das MELT-Festival in Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt. Teile der Ausstattung gingen danach an ein kleines Kunstfestival und legten damit den Grundstein zum nachhaltigen Event-Kreislauf.

Die Wiederverwertung der Banner ziehlt auf das diesjährige Motto zum Tag der Deutschen Einheit – „gemeinsam Zukunft formen“. Da darf der Aspekt der Nachhaltigkeit nicht fehlen.

Alle Highlights sehen Sie online auf www.tde2021.de. Alle Infos zu den Feierlichkeiten und weiterführende Inhalte finden Sie auf der Homepage zum Tag der Deutschen Einheit (https://tag-der-deutschen-einheit.de) sowie auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook (https://www.facebook.com/tde2021), Instagram (https://www.instagram.com/gemeinsamzukunftformen/), YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCOc0eBEkKxWIHW_uampEQGw) und Twitter (https://twitter.com/tde2021). #TDE2021

Web: https://www.tag-der-deutschen-einheit.de

TARGOBANK unterstützt Bergwaldprojekt e.V.

Düsseldorf/Werdohl (ots)

  • 23 Targobanker*innen pflanzen 500 Bäume am Freiwilligentag
  • TARGOBANK spendet 10.000 neue Bäume über fünf Jahre

Gestern haben 23 Targobanker*innen ihren Freiwilligentag dazu genutzt, um im Sauerland 500 Bäume zu pflanzen.

Björn Schmidt (2.v.r.) und seine Kolleginnen und Kollegen von der TARGOBANK genießen nach getaner Arbeit die Sonne in Werdohl /

Die TARGOBANK unterstützt das Bergwaldprojekt bereits seit Anfang 2020. Anlässlich des zehnten Geburtstags der Marke TARGOBANK hatte sich das Finanzinstitut mit Hauptsitz in Düsseldorf statt für eine Feier für eine Baumspende an das Bergwaldprojekt entschieden. Auf diese Weise entsteht innerhalb von fünf Jahren ein neuer Wald mit 10.000 Bäumen in Werdohl im Sauerland.

Volle Konzentration: Sonja Glock von der TARGOBANK hat die Zusammenarbeit mit Bergwaldprojekt e.V. angestoßen und den Freiwilligentag organisiert

„Der Klimawandel ist die drängendste Herausforderung unserer Zeit“, sagt Sonja Glock, CSR-Expertin bei der TARGOBANK. „Schon jetzt sehen und spüren wir die Auswirkungen deutlich. Um sie beherrschbar zu halten, zählt jeder Beitrag. Deshalb sind unserem Unternehmen der möglichst sparsame und nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Eindämmung unseres Emissionsausstoßes zentrale Anliegen.“ Zu den Maßnahmen der TARGOBANK gehören eine effiziente Gebäudetechnik, die Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität sowie ein umfassendes Ressourcen- und Abfallmanagement.

Bäume pflanzen für den Klimaschutz

„Wir möchten nicht nur Maßnahmen innerhalb der Bank umsetzen, sondern auch über die Grenzen unseres Unternehmens hinaus wirken. Darum haben wir uns entschlossen, Projekte und Vereine wie das Bergwaldprojekt zu unterstützen, die Wälder schützen und standortheimische Bäume pflanzen“, ergänzt Glock. Dafür gibt es gute Gründe: Wälder reagieren nicht nur sensibel auf den Klimawandel, sie spielen auch eine elementare Rolle beim Klimaschutz. Denn Bäume filtern die Luft und speichern langfristig Kohlenstoff, ein Baustein des Treibhausgases CO2. Sie sind zudem wertvolle Lebensräume für viele seltene Tiere und Pflanzen und fördern damit die Biodiversität. Außerdem reinigt der Wald als natürlicher Filter auch die versickernden Niederschläge, sorgt für reines Quell- und Grundwasser und vermindert gleichzeitig den Oberflächenabfluss und die Erosion.

Ein Freiwilligentag pro Jahr für alle Targobanker*innen

Björn Schmidt aus dem Personalbereich der TARGOBANK war als Freiwilliger beim Einsatz am 5. Oktober mit dabei. Er sagt: „Der Tag in Werdohl war eine tolle Erfahrung. Es ging ja um viel mehr, als um das Pflanzen von Hainbuche, Eiche und Vogelkirsche. Wir haben eine Menge über das Ökosystem Wald und seine sehr komplexen Zusammenhänge erfahren. Ich habe viel gelernt und werde bei meiner Arbeit und im Alltag noch bewusster auf das Thema Nachhaltigkeit blicken als bisher schon.“ Die Mitarbeiter*innen der TARGOBANK können sich jedes Jahr für einen Tag von der Arbeit freistellen lassen, um sich bei einer gemeinnützigen Organisation zu engagieren. So unterstützen sie auf verschiedenste Vereine vor Ort – vom Kindergarten, über das Seniorenheim bis hin zur Tafel – und helfen den Menschen in der Region. „Freiwilligenaktionen wie die der TARGOBANK sind ein Kern unserer Arbeit“, erläutert Peter Naumann, Vorstandsmitglied des Bergwaldprojekts. „Dabei geht es nicht nur darum, die gespendeten Bäume zu pflanzen, sondern auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Zustand und die Bedürfnisse unserer Wälder zu sensibilisieren.“

Über das Bergwaldprojekt

Der gemeinnützige Verein Bergwaldprojekt e.V. kümmert sich um den Schutz, den Erhalt und die Pflege des Waldes sowie die Förderung des Verständnisses für die Zusammenhänge in der Natur, die Belange des Waldes und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen. Lange Zeit wurde der Wald in Deutschland nur als Holzlieferant gesehen und die Menschen haben die Wälder unter anderem durch Monokulturen und starke Befahrung massiv verändert. Dazu kommt die menschengemachte Klimakrise, deren Folgen im Wald deutlich sichtbar werden. Über 300.000 Hektar Wald sind in Deutschland in den letzten drei Trockenjahren und wegen des dadurch begünstigten Schädlingsbefalls abgestorben. „Der Wald in Werdohl war noch dazu massiv vom Sturm Kyrill im Jahr 2007 betroffen“, erläutert Peter Naumann. „Die neuen Bäume, allesamt standortheimische und klimaresiliente Laubholzarten, werden dort also dringend gebraucht.“

Über TARGOBANK

Die TARGOBANK verfügt über mehr als 90 Jahre Erfahrung auf dem deutschen Bankenmarkt. Sie betreut 3,7 Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden.

Das Angebot für Privatkund*innen umfasst die Bereiche Konto & Karten, Kredit & Finanzierung, Sparen & Geldanlage, Vermögen & Wertpapiere sowie Schutz & Vorsorge. Angebote für Geschäfts- und Firmenkunden ergänzen ihr Geschäftsmodell: So bietet die TARGOBANK Absatzfinanzierungen für den Einzelhandel, über die Autobank Einkaufs- und Absatzfinanzierungen für den Kfz-Handel sowie Finanzprodukte für Klein- und Kleinstunternehmen, Selbstständige, freiberuflich Tätige und Gründer*innen an. Darüber hinaus bietet die TARGOBANK Unternehmen Finanzierungslösungen in den Bereichen Factoring, Leasing und Investitionsfinanzierung an.

Der Schwerpunkt im Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft liegt auf einfachen, attraktiven Bankprodukten, gutem Service sowie auf einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung. Um nah an ihren Kund*innen zu sein, betreibt die TARGOBANK 337 Standorte in 253 Städten in Deutschland und ist online sowie telefonisch im Kundencenter rund um die Uhr erreichbar. Die Bank kombiniert somit die Vorteile einer Digitalbank mit persönlicher Beratung und exzellentem Service in den Filialen und bei Kund*innen zuhause.

Hauptsitz der TARGOBANK ist Düsseldorf. Deutschlandweit beschäftigt sie 7.300 Mitarbeiter*innen. In Duisburg führt die Bank ein Kundencenter mit 2.000 Mitarbeiter*innen. Hinzu kommen Verwaltungsgebäude in Mainz (Factoring) und Düsseldorf (Leasing & Investitionsfinanzierungen). Als Tochter der genossenschaftlichen Crédit Mutuel Alliance Fédérale, einer der größten und finanzstärksten Banken Europas, ist die TARGOBANK eine sichere Partnerin für ihre Kund*innen.

Weiterführende Informationen: www.targobank.de

IT Recycling und Refurbishing: Mehr als grüner Idealismus.

Schweinfurt (ots) PCs, Notebooks, Tablets aber auch Monitore und Smartphones sind zumindest in der westlichen Welt zu schnell drehenden Wegwerfartikeln geworden.

IT-Refurbishung und -Remarketing nach zertifiziertem Prozess: bb-net media ist seit 25 Jahren einer der erfolgreichsten Anbieter im Markt

Viele der Hardware-Komponenten haben in deutschen Unternehmen nur eine kurze Lebensdauer, denn das Neue gilt gleichzeitig auch als das Gute, Sichere und Effiziente. Ähnliches trifft auf Privathaushalte zu. So steigert sich die Nutzungsintensität von IT kontinuierlich – immer mehr Menschen besitzen selbst IT-Geräte und nutzen sie in den zunehmend digitalisierten Unternehmen. Das klingt erst mal nach guten Geschäften für die Hersteller. Aber laut UN-Prognosen wächst damit auch der Berg an Elektroschrott bis zum Jahr 2030 auf rund 74 Millionen Tonnen – und das entspricht zig Milliarden Dollar Materialwert, der zum Großteil ungenutzt bleibt. Denn tatsächlich werden nur etwa 17,4 % des Elektroschrotts eingesammelt, recycelt und in den Nutzungskreislauf rückgeführt, ob als wertvolle Rohstoffquelle oder Refurbished IT.

Nur Vermeidung bringt Verbesserung

Einige Refurbisher – also Spezialentsorgungsbetriebe für IT – zerlegen die Geräte manuell und sortieren die wiederverwertbaren Rohstoffe, um sie dann sortenrein zu verschrotten oder als Ersatzteile in den Warenkreislauf zurückzuführen. Das ist ein guter Schritt, um zumindest die unterschiedlichen, teilweise sehr wertvollen Materialbestandteile der Hardware nicht wahllos verbrennen zu müssen. Doch theoretisch handelt es sich dabei auch nur um ein Eindämmen der negativen Folgen ungebremsten Hardware-Verbrauchs – nicht aber um dessen Vermeidung. Die kann nur durch zwei Dinge gelingen: einen grundsätzlichen Wandel des Konsumbewusstseins einerseits und eine effektive Lebenszeitverlängerung für IT-Geräte andererseits. Denn die Rechnung ist erschreckend einfach: Je länger wir Hardware-Komponenten aktiv nutzen und nicht entsorgen bzw. ersetzen, umso besser für die Umwelt. Das heißt in der Konsequenz aber auch: Wenn IT durch Abnutzung, Veralterung oder auch Beschädigung nicht mehr einsatzfähig ist, muss das Reparieren, „Auffrischen“ und Rundum-Erneuern bis hin zur Aufwertung das Mittel der Wahl sein und nur „zur Not“ das reine Material-Recycling.

„Gebraucht“ muss endlich salonfähig werden

Damit immer mehr Unternehmen und Endverbraucher immer bewusster Neuware kaufen, muss seitens der Gebrauchtwaren-Verwerter viel passieren: Der Kunde braucht recycelte IT, die optisch und leistungsspezifisch kaum von fabrikneuen Modellen zu unterschieden ist. Nur die sogenannte 1-A- oder 1-B-Ware kann mit der Neuanschaffung „konkurrieren“ und zum Umdenken führen. Denn Funktionssicherheit und Performance „up to date“ sind und bleiben die wichtigsten Parameter bei der Wahl von PCs, Notebooks oder Mobilgeräten. Hinzu kommt das Nutzervertrauen in etablierte Markenware. Also muss das Angebot an exzellent aufbereiteter Marken-IT deutlich ausgebaut werden, damit das IT Refurbishing das Negativimage des Mangelhaften verliert. Auf Knopfdruck Leistung, Datensicherheit und komfortable Usability „wie neu“ – das ist die Devise. Dafür müssen die Refurbisher mehr tun als nur Säubern und Testen: Sie müssen Prozesse aufstellen, die ganzheitlich nachhaltig sind und im Prinzip der Neuwaren-Produktion gleichen. Dazu wiederum braucht es versierte IT-Techniker und Systemkenner, Qualitätsmanager und Logistikexperten, die das Transfergeschäft verstehen. Hinzu kommen Kompetenzen auf dem Vermarktungssektor, durch die die runderneuerte IT z.B. auch geleast oder gemietet werden und somit sogar einem dritten Lebenszyklus zugeführt werden kann.

Vom Computerschrott zum attraktiven Wirtschaftsfaktor

Der Nachhaltigkeitsgedanke steht bei vielen Refurbishern im Zentrum der Kundenkommunikation. Das ist auch derjenige Aspekt, den sicher jeder Händler, jedes Systemhaus, jeder Unternehmer und jeder Endverbraucher sofort unterschreiben kann und muss. Aber um IT Recycling zum saisonal- bzw. pandemieunabhängigen Wirtschaftsfaktor zu machen, ist noch mehr Überzeugungsarbeit nötig. Das Stigma der Leistungsminderung haftet gebrauchter Hardware immer noch an und deswegen muss auch beim IT Refurbishing ein neuer Leistungsmaßstab angelegt werden: Das Stichwort ist „individuelle Lösungskompetenz“ statt Abholung und Entsorgung, denn nur damit kann man in der Branche im Vergleich zum Neuwaren-Angebot punkten. Das heißt ganz konkret: Der Refurbishment-Partner muss erkennen, was sich aus dem (immer!) sehr heterogenen IT-Portfolio des Kunden als Ganzes machen lässt, muss ihn beraten und begleiten können, muss ihm maßgeschneiderte Nutzungskonzepte auf dem Silbertablett präsentieren und gemeinsam mit ihm nachhaltig wirtschaften können. Gleiches gilt für die Bedarfe der Fachhändler und Systemhäuser, die mit Standardlösungen immer weniger anfangen können, weil sich die Marktanforderungen ständig verändern. Wer auf all diese Fragen ehrliche, faktenbasierte Antworten geben und gemeinsam mit den Anwendern und Marktmittlern einen sinnvollen Kreislauf entwickeln kann, bringt das IT-Refurbishment nachhaltig nach vorne.

Warum sich IT Refurbishing fast für jedes Unternehmen lohnt

So viel steht fest: Ein Hauptgrund für den weltweit wachsenden Elektroschrottberg ist die steigende Nutzung von IT-Hardware – damit trägt jeder IT-Nutzer auch ein Stück Verantwortung am Aufkommen des Problemmülls, und Unternehmen insbesondere. Für sie lohnt sich IT Recycling aber auch aus rein wirtschaftlichen Gründen, denn oft können die vermeintlich veralteten Geräte mit wenigen Handgriffen bzw. gezielten Instand-setzungsmaßnahmen wieder in leistungsstarke Notebooks, PCs oder Server verwandelt werden. Voraussetzung dafür ist die sachkundige Bewertung der IT durch einen Refurbishment-Experten, der dadurch eine konkrete Entscheidungsgrundlage für den Betrieb schafft: Man könnte zum Beispiel die aufbereitete IT für bis zu 15 % des Neupreises verkaufen lassen und damit dem eigenen IT-Budget Liquidität für Neuinvestitionen verschaffen. Oder man führt die Refurbished IT in den eigenen Geschäftsprozess zurück und vermeidet damit größere Ausgaben. Und schließlich besteht auch die Möglichkeit, für die Gebraucht-IT einen ganz individuellen Nutzungsbaukasten zu entwickeln – z.B. bestehend aus einem Teil Eigennutzung, einem Teil Spende, einem Teil Materialrecycling oder einem Teil Wiederverkauf. In jedem Fall ist die Rechnung mit IT Recycling eine kluge, denn es entsteht immer ein Mehrwert, der sonst schlichtweg verbrannt worden wäre. Wichtig ist allerdings die Übergabe der Gebrauchtware an Unternehmen, die nachweislich auch lizensierter Datenlöschungs- und Datenvernichtungsbetrieb sind. Die Angaben hierzu werden in der Regel auf den Webseiten gemacht. Hat der Refurbisher dieses Qualitätssiegel, kann man die IT-Geräte getrost in diese Hände geben. Man sollte aber auch fragen, wie genau die Ware vom Fachbetrieb transportiert wird, denn Datenschutz beginnt schon „auf der Straße“. Können Gebrauchtgeräte beispielsweise in verschließbaren Containern direkt im Unternehmen gesammelt werden? Und ist die Abholung kostenfrei und in versiegelten Lkw? Doch auch beim Wiedereinsatz von recycelter IT stellen sich vielen Menschen Fragen: Besitzt das Gerät beispielsweise einen Virenschutz? Und sind alle Daten des Vorbenutzers sicher gelöscht? Gibt es Belege über ausgetauschte Teile in Form einer Prozessdokumentation? All dieses zu arrangieren ist Sache von Refurbishern wie bb-net media GmbH. Transparenz und Dialogbereitschaft zeichnen die Vertrauenswürdigen aus – bei ihnen ist das IT Recycling also immer sicher.

#Sauberwald: Outdoor-Sportler gegen Plastik

Bündnis aus Natursportverbänden ruft zum Aktionstag im Rahmen des World Cleanup Day am 18. September auf

Leipzig (ots) Draußen sein, den Duft des Waldes genießen, Hügel und Gipfel erklimmen, rasten auf einem Felsen in der Sonne, die Seele baumeln lassen und einfach mal Abschalten vom Alltag – das ist es, was viele Outdoor-Begeisterte an die frische Luft lockt. Aktive Erholung in der Natur ist längst ein Megatrend. Meist zu Fuß oder mit dem Rad pilgern tausende Deutsche jedes Wochenende in Wälder, auf Berge, zu Seen oder in die benachbarte Grünanlage.

Aktion Sauberwald: Outdoorsportler räumen auf.

Wie unsere Ozeane und Straßen bleiben dabei leider auch Naturwege und -pfade nicht von Müll verschont. Die Auswirkungen sind gravierend: Es braucht etwa zehn Jahre bis ein Zigarettenstummel zersetzt wurde, circa 100 Jahre hat die Natur mit einem Saft-Päckchen oder To Go Becher zu kämpfen. Bei Plastiktüten und PET-Flaschen muss fast ein halbes Jahrtausend verstreichen bis der Abfall verschwunden ist. Selbst eine Bananenschale benötigt in europäischen Breitengraden drei Jahre bis zur Zersetzung. „So lange können und wollen wir nicht warten“, erklärt Nico Graaff, Geschäftsführer des Mountainbike Tourismusforums Deutschland, das gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein und der Deutschen Initiative Mountainbike die #Sauberwald-Initiative ins Leben gerufen hat.

Ab heute auf dem Putzplan: Naturwege

Die Initiative „#Sauberwald“ will das Bewusstsein für die Sensibilität heimischer Ökosysteme fördern.

Unter dem Titel #Sauberwald tragen Mountainbiker Müll aus dem Wald.

Besonders Menschen, die gern in der Natur unterwegs sind, hier joggen, wandern, Radfahren oder einfach nur spazieren gehen, wissen diese natürlichen Ruhe- und Erholungsräume meist sehr zu schätzen. Gleichzeitig ist klar, dass der Müll nur von Menschenhand auf Wege, an das Ufer oder das Gipfelkreuz kommen. Die Lösung ist denkbar einfach: „Wenn wir alle alles wieder mit nach Hause nehmen, was wir für unsere Ausflüge in die Natur mitbringen, bleiben unsere Wälder sauber und bezaubernd“, so Ingmar Hötschel von der Deutschen Initiative Mountainbike. „Den eigenen Müll mitzunehmen sollte am Berg selbstverständlich sein. Es darf aber auch darüber hinaus gehen: Die Natur dankt es allen, die auch den Abfall anderer vom Wegrand einsammeln – dazu wollen wir mit der Aktion #Sauberwald ermutigen.“ ergänzt Nico Gareis vom Deutschen Alpenverein.

Wasser, Müsliriegel, Müllbeutel

Mit dem Hashtag „#Sauberwald“ wollen die Natursportverbände darauf hinwirken, dass ein Behältnis für Müll bei jedem Ausflug dabei sein sollte. Müll sammeln könnte so selbstverständlich in den Abenteuertag eingebaut werden, wie Fotos mit dem Handy zu schießen. Den anstehenden Aktionstag am 18. September nehmen Bike- und Outdoor-Vereine, DAV-Sektionen und Tourismusverbände zum Anlass, alle Naturliebhaber zur Pflege ihrer Lieblingswege und -plätze aufzufordern. Ebenfalls sollen gezielt Familien und Kinder mit der Aktion angesprochen werden, um von klein auf Outdoor-Erlebnisse mit aktivem Naturschutz zu verbinden.

Mitmachen am World Cleanup Day

Mitmachen kann jede und jeder, indem er oder sie ihre „Müll-Beute“ fotografiert und unter dem Hashtag „#Sauberwald“ in den sozialen Medien teilt. Gruppen, Vereine und Organisationen sind aufgefordert ihre Aktionen auf der Sauberwald-Karte unter www.mtf.bike/sauberwald einzutragen, um Gleichgesinnte zu finden und die Sichtbarkeit des Engagements zu erhöhen.

Web: www.mountainbike-tourismusforum.de/sauberwald

Herbst-Pflanzaktionen im Nationalpark Harz

Unterstützung für die Rückkehr der Laubwälder im Harz

Jahrhundertelang hat der Mensch die Harzer Wälder genutzt und verändert. Deshalb ist der Nationalpark Harz noch ein Entwicklungsnationalpark.

Pflanzungen als Starthilfe – Unterstützung der Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder im Nationalpark Harz (Fotos: Danilo Hartung)

Das bedeutet, dass in einigen Bereichen Maßnahmen notwendig sind, die mehr Naturnähe in den Wald bringen. Auch in diesem Jahr werden im Nationalpark Harz deshalb wieder Laubbäume als gezielte Starthilfe für die Wildnis von morgen gepflanzt. Wer die Waldentwicklung im Nationalpark Harz unterstützen möchte, ist herzlich zu einer gemeinsamen Pflanzaktion eingeladen. Das Motto der Nationalparke heißt „Natur Natur sein lassen“. Ziel ist es daher, dass bis 2022 drei Viertel der Nationalparkfläche zur Naturdynamikzone gehören, sich also ohne Eingriffe des Menschen entwickeln können.

Baumpflanzaktionen planen wir im Zeitraum vom 8. Oktober bis 13. November 2021. Hierbei sollen sich Einzelpersonen, Familien und Kleingruppen bis 8 Personen, beschränkt auf insgesamt max. 20 Teilnehmer, anmelden können. Diese Anmeldung ist ab dem 15. September 2021, 11:00 Uhr möglich und für die Teilnahme zwingend erforderlich.

An nachstehenden Terminen werden Pflanzaktionen jeweils am Freitagnachmittag (13:00 Uhr) sowie Samstagsvormittag (9:00 Uhr) und -nachmittag (13:00 Uhr) angeboten:

8.10.2021 und 9.10.2021 – Nationalparkrevier Torfhaus
Treff: Waldparkplatz Jermerstein nördlich Braunlage (zwischen Königskrug und Braunlage, Abfahrt Braunlage-Nord)

15.10.2021 und 16.10.2021 – Nationalparkrevier Oderhaus
Treff: B 4 Königskrug, Parkplatzschleife

22.10.2021 und 23.10.2021 – Nationalparkrevier Ilsenburg
Treff: Ilsenburg, Ilsetal hinter dem Waldhotel

22.10.2021 und 23.10.2021 – Nationalparkrevier Acker
Treff: Riefensbeek-Kamschlacken, oberes Ortseingangsschild

5.11.2021 und 6.11.2021 – Nationalparkrevier Scharfenstein
Treff: Ilsenburg, Ilsetal oberhalb des Waldhotels

12.11.2021 und 13.11.2021 – Nationalparkrevier Schluft
Treff: Lonau an der Nationalpark-Informationsstelle im Dorfgemeinschaftshaus

Nachstehend noch einige Informationen zu den Pflanzaktionen:

  • Die Gesamtgruppengröße ist auf 20 Personen beschränkt.
  • Sie sollten für die Pflanzaktion 3 – 4 Stunden reine Arbeitszeit einplanen.
  • Robuste Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe sind mitzubringen und Voraussetzung für eine Teilnahme.
  • Arbeitsgeräte und Pflanzen stellt der Nationalpark.
  • Verpflegung bringen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbst mit.
  • Kosten für die Teilnahme entstehen nicht.

Wir müssen Sie leider darauf hinweisen, dass die Durchführung der oben genannten Veranstaltungen stark von der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Lage der Corona-Pandemie und den entsprechenden Verordnungslagen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt abhängen wird.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an den Pflanzaktionen im Nationalpark Harz.

Anmeldung zu den Pflanzaktionen

Ansprechpartner rund um offene oder gruppenspezifische Pflanzaktionen im Nationalpark Harz ist unser Mitarbeiter Carsten Dicke. Sie erreichen ihn unter der Email-Adresse Carsten.Dicke@npharz.Niedersachsen.de  oder Telefon 05582 9189-50.

Baum-Schenker werden!

Sie können den Nationalpark Harz bei der Starthilfe für die wilden Wälder von morgen auch mit einer Spende unterstützen. Beispielsweise können Sie bei der Aktion „Das große Baum-Schenken“ von Radio Brocken mitmachen und ganz unkompliziert zum Baum-Schenker werden. Für nur zwei Euro wird ein neuer Laubbaum im Nationalpark Harz gepflanzt. Dank der Aktion können schon jetzt weit mehr neue Bäume gepflanzt werden, als ursprünglich geplant war.

Hintergrund

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen. Die Fichte ist im Nationalpark Harz erst ab rund 750 Höhenmetern von Natur aus heimisch.

Von 2008 bis 2020 wurden im Nationalpark Harz rund 5,2 Millionen Laubbäume gepflanzt – vor allem Rotbuchen, aber auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der aktuell 70,1 % umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Naturschutzinitiative „Gemeinsam für blühende Wiesen“: Air Wick und Global Nature Fund pflanzen 30 Millionen Wildblumen

Heidelberg (ots) Gemeinsam mit dem Global Nature Fund plant Air Wick in den nächsten zwei Jahren 30 Millionen Wildblumen anzupflanzen. Blühende Wiesen sollen einen Beitrag leisten, um dem immer weiter schwindenden Wildblumenbestand entgegenzuwirken.

Air Wick und Global Nature Fund pflanzen 30 Millionen Wildblumen / Naturschutzinitiative „Gemeinsam für blühende Wiesen“: Air Wick und Global Nature Fund pflanzen 30 Millionen Wildblumen

„Die Raumdüfte von Air Wick würde es ohne den Duft von Blumen nicht geben. Daher müssen wir alles tun, was wir können, um Wildblumen zu schützen“, sagt Arnaud Sudre, Managing Director von Reckitt. „Wir sind somit stolz, zusammen mit dem Global Nature Fund der abnehmenden Biodiversität durch die Anlage neuer Wildblumenbestände entgegenzuwirken und so die Verbindung zur Natur zu stärken.“

Wildblumen sind wichtige Elemente in unserer Kulturlandschaft. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche bestäubende Insekten und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Bodenqualität. Trotz dieser wichtigen Funktionen sind in den letzten 150 Jahren in Deutschland über 100 Wildblumenarten ausgestorben und derzeit sind 30 Prozent aller Arten akut bedroht. Air Wick und der Global Nature Fund wirken dieser Gefahr entgegen und säen in den nächsten zwei Jahren 30 Millionen Wildblumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Es ist wichtig, dass Unternehmen sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt engagieren. Wir freuen uns, dass Air Wick uns dabei unterstützt, Millionen von Wildblumen blühen zu lassen,“ erklärt Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund (GNF).

Durch die Wildblumeneinsaaten entstehen deutschlandweit wertvolle Lebensräume – von Nord- bis Süddeutschland bis in die Schweiz und Österreich.

Weltweites Naturschutz-Engagement von Air Wick und Reckitt

Air Wick engagiert sich auch in anderen Teilen der Welt für den Naturschutz und unterstützt dabei den WWF bei mehreren Projekten: In den USA legt Air Wick 93 km2 Wildblumen- und Graswiesen neu an, in Großbritannien werden zudem zwei Quadratkilometer Wildblumenwiesen wiederhergestellt. In Australien setzt sich Air Wick für den Schutz von 120 Tierarten ein, die seit den Waldbränden 2020 bedroht sind. Weitere WWF-Projekte finanziert Air Wick in Spanien, Polen, Kanada, Mexiko und Brasilien.

Um das Engagement für Biodiversität und den Schutz unserer Ökosysteme weiter zu stärken, engagiert sich auch Reckitt, das Mutterunternehmen von Air Wick, weltweit für Naturschutzprojekte. Gemeinsam mit dem WWF werden in den nächsten drei Jahren 2.100 km an Süßwassergebieten im Amazonas und Ganges erhalten und wiederhergestellt sowie nachhaltige Innovationen durch eine verstärkte Zusammenarbeit in der Forschung gefördert.

„Gemeinsam mit unseren Partnern wie dem Global Nature Fund und dem WWF möchten wir dazu beitragen, Frischwasser-Quellen zu schützen und Wildblumenbestände wieder aufzubauen. Unser Antrieb ist es, neue und nachhaltige Wege zu finden, um eine saubere und gesündere Welt zu gestalten“, ergänzt Sudre. „Unsere Produkte schützen, heilen und pflegen – mit den Initiativen, die wir unterstützen, setzen wir uns dafür ein, dass auch künftige Generationen die nötigen Ressourcen für ein gesundes Leben zur Verfügung haben.“

Reckitt hat sich mit Air Wick dem 15. UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung verpflichtet: „Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern“.
Erfahren Sie hier mehr über die gesamten Nachhaltigkeitsambitionen von Reckitt: https://www.reckitt.com/de/nachhaltigkeit/

Deutscher Umweltpreis zeichnet Forschung für Artenvielfalt und Moorschutz aus

500.000 Euro für Katrin Böhning-Gaese und Hans Joosten

Osnabrück (ots) Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt den diesjährigen Deutschen Umweltpreis in einer Höhe von insgesamt 500.000 Euro an zwei international renommierte Persönlichkeiten, die in ihren Wissenschafts-Disziplinen Herausragendes für mehr Arten-, Klima- und Umweltschutz erreicht haben:

Auszeichnung für Spitzenforschung: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten erhalten dieses Jahr den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von insgesamt 500.000 Euro – eine der höchstdotierten Auszeichnungen dieser Art in Europa.

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese für ihre Spitzenforschung zur Bedeutung der biologischen Vielfalt für Planet und Mensch sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten für seine jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit über Moore als Klimaschützer – und den gravierenden Folgen von Moor-Entwässerung für die Erderwärmung. „Der Deutsche Umweltpreis 2021 soll ein Signal sein: Wir haben nur eine Erde. Und wir müssen mit der Vielfalt des Lebens behutsam umgehen“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Die beiden Ausgezeichneten haben dazu einen überragenden Beitrag geleistet.“ Der Deutsche Umweltpreis der DBU wird am 10. Oktober in Darmstadt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Wegweisende Erkenntnisse zu Artenrückgang und Moorschutz

Der Deutsche Umweltpreis in Höhe von 500.000 Euro ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Europa. Ökologin Böhning-Gaese hat nach Bondes Worten „einen enormen wissenschaftlichen Beitrag geleistet, damit wir begreifen, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für Menschen und das gesamte Zusammenwirken des Planeten hat“, sagt Bonde. „Uns allen wird dadurch klar, dass wir den Kampf gegen den Artenrückgang als große gesellschaftliche Herausforderung beherzt angehen müssen.“ Ähnliche wegweisende Erkenntnisse seien Moorforscher Joosten zu verdanken. „Er hat mit unermüdlichem Engagement überhaupt das Bewusstsein dafür geweckt, dass Moore unverzichtbare Verbündete bei der Überwindung der Klimakrise sind“, so der DBU-Generalsekretär. „Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren.“

Präzise Vorhersagen von Umweltveränderungen in Ökosystemen

International herausragendes wissenschaftliches Renommee hat sich die in Oberkochen (Baden-Württemberg) geborene Biodiversitätsforscherin speziell auf dem Gebiet der Makroökologie erarbeitet: Mit den Methoden dieses modernen Forschungsgebiets untersucht sie ökologische Zusammenhänge lokal, regional, kontinental und global sowie in unterschiedlichen Zeitskalen. Die Forscherin untersuche komplexe Folgen von Klima- und Landnutzungswandel für Biodiversität und Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen, so Bonde. Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums sei bestrebt, Umweltveränderungen in Ökosystemen in den nächsten Jahrzehnten so genau wie möglich vorherzusagen – und damit mögliche Folgen für den Menschen. Bonde: „Nur wenn wir die Prozesse erkennen und verstehen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen, um sie zu stoppen.“ Und: Die Professorin habe maßgeblich die Grundlagen für die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft für eine Agrarwende in Deutschland gelegt. Während eines USA-Aufenthalts erforschte Böhning-Gaese, welche Faktoren die Vogelpopulationen beeinflussen und welche Unterschiede es zwischen Nordamerika und Europa gibt. Ein Fazit: In Europa gingen insbesondere die Vogelbestände der Agrarlandschaften zurück.

Mehr als 600 wissenschaftliche Publikationen und Forschungsreisen von Alaska bis Nordkorea

Moorforscher Joosten ist nach einem Biologie-Studium sowie verschiedenen wissenschaftlichen Stationen in den Niederlanden 1996 an das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald gewechselt. Dort hat er seitdem bis zu seinem gerade begonnenen Ruhestand geforscht und gelehrt. In mehr als 600 wissenschaftlichen Publikationen, darunter Standardwerken wie seine Habilitation 2002 „Wise Use of Mires and Peatlands – Background and Principles“, sowie auf vielen Forschungsreisen in die Moorgebiete der Welt – von Alaska bis nach Nordkorea – hat er auf die komplexen Zusammenhänge im Lebensraum Moor immer wieder hingewiesen und neue Entdeckungen gemacht – etwa das mittlerweile als Weltnaturerbe anerkannte einzigartige sogenannte Regendurchströmungsmoor in Georgien. DBU-Generalsekretär Bonde: „Er steht wie kaum ein anderer dafür, dass wir die Moore als Landschaftstyp und Klimaschützer brauchen – und deshalb vor Entwässerung schützen müssen.“ Die Auswirkungen auf die Erderwärmung sind laut Bonde dramatisch. Weltweit seien bereits etwa ein Fünftel der Moore entwässert, in Deutschland sogar schon nahezu 95 Prozent – „mit gravierenden Folgen für die Treibhausgas-Emissionen“. Wiedervernässung und Wiederherstellung der Lebensräume seien „das Gebot der Stunde“ und „ein entscheidender Schlüssel“, um auf natürlichem Weg Kohlendioxid (CO2) zu binden. Joosten habe überdies den Begriff „Paludikultur“ geprägt, „die naturverträgliche Nutzung von Mooren und damit die Wiederherstellung dieses für den Klimaschutz so wichtigen Lebensraums“. Eine Option könnte den Gartenbau revolutionieren: Torfmoos-Anbau als Ersatz für fossilen Torf.

Web: www.dbu.de

#artfortrees: Street-Art-Baumbewässerungssäcke sorgen für mehr Nachhaltigkeit und Kunst auf den Straßen Essens

Köln (ots) E WIE EINFACH, die „Gießkannenheld:innen“ und Street-Art- Künstler:innen setzen gemeinsam ein Zeichen für den Schutz von Stadtbäumen

#artfortrees: Design der Street-Art-Künstlerin Strassenmaid

Was Street-Art-Künstler:innen und Baumbewässerungssäcke miteinander zu tun haben? In Essen eine ganze Menge! Denn dort werden mit der Aktion #artfortrees ab sofort Nachhaltigkeit und Kunst im urbanen Raum kombiniert.

Bäumen in dichtbesiedelten Städten kommt eine wichtige Rolle zu: Sie spenden Schatten, kühlen die Luft und mindern die Folgen des Klimawandels. Doch Straßenbäume, die auf schwierigem oder versiegeltem Untergrund stehen, leiden in den Sommermonaten. Um diese Bäume zu schützen, werden Baumbewässerungssäcke in der Stadt angebracht. Die Idee von #artfortrees ist es, diese Säcke nicht länger in „Gartenplanen-Grün“ daherkommen zu lassen, sondern in moderne Kunstobjekte zu verwandeln. Die bekannten Street-Art-Künstler:innen Strassenmaid, BONA_BERLIN, Dave the Chimp und TAPE OVER haben insgesamt 150 Baumsäcke in ihrem jeweils einzigartigen Stil gestaltet und senden mit ihren Motiven die Botschaft aus: „Engagiere Dich für die Bäume in Deiner Straße!“. So bekommen nicht nur die Bäume genügend Wasser, sondern es wird ein buntes Zeichen für Engagement, Umweltschutz und Achtsamkeit gesetzt und die Menschen werden zum Mitmachen animiert.

Die Projekt-Partner der Aktion sind der digitale Energieanbieter E WIE EINFACH mit der Ehrenamt Agentur Essen e.V., Gemeinsam für Stadtwandel und dem Runden UmweltTisch Essen für die „Gießkannenheld:innen“.

E WIE EINFACH als junges, urbanes Unternehmen unterstreicht mit #artfortrees, wie tief Nachhaltigkeit in der Marke verankert ist. „#artfortrees macht darauf aufmerksam, dass wir handeln müssen, um den Klimawandel aufzuhalten. Wir freuen uns, mit der Ehrenamt Agentur einen engagierten Partner an der Seite zu haben, dem Nachhaltigkeit genauso wichtig ist wie uns. Mit der Aktion können wir gemeinsam einen Beitrag leisten, um die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema zu lenken“, so Katja Steger, Geschäftsführerin von E WIE EINFACH.

Die Ehrenamt Agentur Essen e.V. unterstützt die „Gießkannenheld:innen“ und macht das Projekt möglich. „Überall in unserer Stadt engagieren sich Menschen und gießen Straßenbäume. Diesen wichtigen Einsatz unterstützen wir professionell. Denn es braucht kreative neue Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels. Die Idee von E WIE EINFACH finden wir grandios und sind begeistert von der bunten Werbung zur Rettung der Essener Bäume“, so Janina Krüger, Geschäftsführerin Ehrenamt Agentur Essen e.V.

Den künstlerischen Part hat die URBANSHIT GALLERY aus Hamburg übernommen, die auf „Urban Art“ spezialisiert ist. „Wir freuen uns, mit der Aktion nicht nur die Natur zu schützen, sondern gleichzeitig auch Kunst in den öffentlichen Raum von Essen zu bringen“, kommentiert Rudolf Klöckner, Inhaber der URBANSHIT GALLERY.

An jedem Baumbewässerungssack gibt es einen QR-Code, der einen Link mit Informationen zu dem Projekt #artfortrees, den teilnehmenden Künstler:innen, den Projekt-Partnern sowie den Gießkannheld:innen enthält.

Die designten Baumsäcke werden auf der Rüttenscheider Straße, in Altenessen, Frohnhausen, am Isenbergplatz sowie am Brüsseler Platz zu sehen sein. Ehrenamtliche Gießkannenheld:innen sorgen zukünftig für die regelmäßige Bewässerung. Christiane Gregor, Gießkannenheldin aus Essen: „Ich finde die Street-Art-Baumsäcke großartig – mit ihren Kunstmotiven und leuchtenden Farben machen sie die Bäume zu einer Urban Tree Gallery. Echte Hingucker, um noch mehr Gießkannenheld:innen zu gewinnen!“

Web: e-wie-einfach.de

Tatort Rügen: Schauspieler im Fang der Geisternetze

München (ots) Eine erfolgreiche Bilanz konnte die Gesellschaft zur Rettung der Delphine nach zwei arbeitsreichen Tauch-Tagen vor der Küste von Rügen ziehen. Zusammen mit neun ehrenamtlichen Tauchern sowie dem Schauspieler-Paar Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm wurden 1,5 Tonnen der für viele Meeresbewohner gefährlichen Geisternetze geborgen. Die an die Oberfläche gehobenen Netze sollen u.a. als sichtbares Zeichen dafür dienen, dass sich die Politik im stärkeren Maße ihrer Verantwortung beim Thema Meeresschutz bewusst wird.

Schauspieler auf Tauchgang: Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm bergen zusammen mit der GRD und weiteren Sporttauchern 1,5 Tonnen Geisternetzer aus der Ostsee

Geisternetze werden jene verloren gegangenen Fischernetze genannt, die noch Jahrzehnte durch die Meere treiben oder sich an Wracks auf dem Meeresgrund verfangen. Zwei von schätzungsweise 1200 solcher Wracks liegen alleine vor Rügen, darunter der Holzfrachter „Fliegender Holländer“ und der im Zweiten Weltkrieg gesunkene Zerstörer „Z 28“. Sie waren am 13. und 14. August Einsatzgebiet für eine von der GRD und Wolfgang Frank, Inhaber der ehemaligen Tauchbasis Prora, organisierten Geisternetzbergung, bei der insgesamt 1,5 Tonnen an einstigen Fischernetzen aus der Ostsee gezogen werden konnten.

Insgesamt elf erfahrene Sporttaucher beteiligten sich an den Tauchgängen, um ihren Anteil am Erhalt der marinen Artenvielfalt zu leisten. Nach der Lokalisierung der Wracks durchtrennten sie die bis zu 50 Jahre alten Schleppnetze mit Messern und bereiteten die jetzt kleineren Netzteile für den Transport an die Wasseroberfläche via Liftbags vor.

Die Bedrohung des Lebensraums für unzählige Meeresbewohner zu mindern war Intention für die Schauspieler Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm, an der jüngsten Geisternetzbergung aktiv teilzunehmen. „Unser Beitrag zum Meeresschutz mag mit Blick auf die unzähligen Tonnen an Netzen in den Ozeanen gering wirken – gerade deshalb ist es uns ein Anliegen, ein sichtbares Zeichen zu setzen“, erklärte das unter anderem durch die Fernseh-Krimis „Tatort“ und „Schimanski“ bekannte Schauspieler-Paar bereits vor dem ersten Tauchgang. Nach der Geisternetzbergung sagte Tessa Mittelstaedt gegenüber den Medien: „Wer jetzt nicht den Schuss gehört hat, der verspielt unser aller Zukunft.“

Web: delphinschutz.org

Ideen gesucht: LBS fördert 50 nachhaltige Projekte in NRW und Bremen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze startet Vorausdenker-Wettbewerb 2021

Münster (ots) Sie kam schwungvoll mit dem Fahrrad zum Pressetermin: Bundesumweltministerin Svenja Schulze startete am Donnerstag bei der LBS in Münster den diesjährigen Vorausdenker-Wettbewerb für nachhaltige Projekte.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze startete mit LBS-Chef Jörg Münning am Donnerstag den diesjährigen Vorausdenker-Wettbewerb für nachhaltige Projekte.

Insgesamt stehen 90.000 Euro für bis zu 50 Projekte in NRW und Bremen zur Verfügung, die Einzelförderung liegt bei maximal 5.000 Euro. Ab sofort können Projektideen unter lbs-vorausdenker.de eingebracht werden.

„Es sind gerade die Menschen in unseren Vereinen und gemeinnützigen Organisationen, die richtig gute nachhaltige Ideen entwickeln“, sagte die Ministerin, die die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen hat. Gefördert werden dieses Jahr nachhaltige Projekte aus den drei Themenbereichen Umweltschutz/Umweltbildung, Familie und Kinder/Grundversorgung sowie Bauen/Wohnen und Digitalisierung.

Um eine möglichst große Vielfalt zu erzielen, werden die Bewerbungen erst ab 30. August für alle sichtbar. Ein Teil der Gewinner wird dann über ein öffentliches Voting ab 13. September ermittelt. „Hier zeigt sich die Vernetzung der Initiativen vor Ort, denn es gilt, möglichst viele Mitbürger für die Idee zu gewinnen“, erläutert LBS-Chef Jörg Münning die Spielregeln. Das eingereichte Projekt solle einen Neuigkeitscharakter haben und der Allgemeinheit in der Region auf längere Zeit zu Gute kommen. So könne es Ideengeber für weitere Gemeinden sein.

Darüber hinaus wird eine Fachjury weitere Preise für richtungsweisende Projekte vergeben, 10.000 Euro sind dabei für Wiederaufbau-Projekte in den Gebieten der Flutkatastrophe reserviert. Zur Jury gehören neben Ministerin Svenja Schulze auch Bürgermeister sowie Vertreter von Kinder- und Jugendorganisationen.

Große Bandbreite an Ideen ist gefragt

Beispiele für die diesjährigen Schwerpunktthemen Bauen/Wohnen und Digitalisierung sind Betreutes Wohnen, Wohnangebote für Menschen in Notsituationen oder Nachbarschaftsnetzwerke, für die Kategorie Umweltschutz/Umweltbildung Natur- und Tierschutzaktionen, Ressourceneffizienz oder Workshops zum nachhaltigen Konsum sowie für den Bereich Familie und Kinder/Grundversorgung Betreuungs- und Freizeitangebote, Aufwertung von Aufenthaltsplätzen oder auch neue Formen von Dorfläden.

Jede Idee ist – neben der Wirkung vor Ort und als Beispiel für andere – noch in einem dritten Sinne nachhaltig: „Pro erfolgreicher Projekteinreichung finanziert die LBS zehn neu gepflanzte Bäume – im Idealfall also 1.500 Bäume“, verspricht Jörg Münning. Teilnahmebedingungen unter www.lbs-vorausdenker.de