Die Jagd zum Vergnügen ist überholt – lasst sie uns abschaffen – Petition

Mainz (ots) Die Skepsis gegenüber der Jagd nimmt auch in Europa kontinuierlich zu. Selbst im EU-Umweltkommissariat scheint man seit einigen Jahren zu sehen, dass die als Freizeitgaudi willkürlich ausgeübte Hobbyjagd erheblichen Schaden im Hinblick auf die Biodiversität anrichtet. Wildtierschutz Deutschland beobachtet, dass den Jägern nicht nur in Deutschland der Filzhut brennt.

Das Bild kann kostenfrei genutzt werden.

Auf Landesebene – wie derzeit in Hessen – wie auch auf europäischer Ebene gibt es Petitionen der Jägerschaft für den Erhalt der Jagd. So langsam sieht die Jägerschaft die Felle davonschwimmen.

Mit einer aktuellen Petition wendet sich Wildtierschutz Deutschland e.V. an die zuständigen Ministerien in Deutschland und an das EU-Umweltkommissariat.

„Die Jagd erfüllt keinen ökologischen Zweck, sondern dient in all ihren Facetten beinahe ausschließlich nur eigenen individuellen Interessen, der Pflege von Traditionen und der Lust am Töten,“ sagt Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland. „Jagd und Jäger sind Teil unserer Naturschutzprobleme und stellen eine große Belastung für die Natur dar.“

Das werde auch dadurch deutlich, dass das Jagdrecht von allen arten-, natur- und tierschutzrechtlichen Neuregelungen der letzten Jahrzehnte abgeschottet wurde. Das Jagdrecht hat sich den Allgemeininteressen endgültig entzogen. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Möglichkeit, die Interessen des Tier- und Naturschutzes höher zu gewichten als die Eigentumsinteressen der Grundbesitzer und damit der Jagdausübungsberechtigten.

Die Kürzung von Jagdzeiten und ganzjährige Schonzeiten für viele Tierarten – wie derzeit in Hessen für Rebhühner und Feldhasen vorgesehen – kann deshalb schon heute rechtlich gerichtsfest begründet werden.

Wildtierschutz Deutschland fordert in seiner Petition deshalb:

  • Jagdstopp in sämtlichen europäischen Schutzgebieten
  • Sofortiger Stopp der Jagd auf gefährdete Tierarten (Rote Liste ab Vorwarnstufe)
  • Keine Jagd auf Großraubtiere wie Luchs oder Wolf
  • Keine Jagd auf Beutegreifer wie Fuchs, Dachs, Goldschakal und Co.
  • EU-weites Verbot von tierquälerischen Jagdmethoden (Fallenjagd, Baujagd, Bogenjagd u.a.)
  • Streichung aller Vogelarten aus dem Katalog der jagdbaren Arten
  • Schluss mit der Hobbyjagd

Auch in Konfliktsituationen im Bereich des Naturschutzes, des Waldumbaus, bei Wildtierkrankheiten oder wirtschaftlichen Schäden ist die vergnügungsgeleitete Hobbyjagd keine Lösung. Das zeigt u.a. die Entwicklung der Bestände von Wildschweinen oder Waschbären in Deutschland, die trotz – oder gerade wegen – der intensiven Jagd seit Jahrzehnten zunehmen. Auf der anderen Seite zeitigen aber auch die Hegebemühungen der Jägerschaft für im Bestand bedrohte Tierarten wie Feldhase oder Rebhuhn keine nachhaltigen Erfolge. Die Natur ist ein dynamisches, eigengesetzliches, grundsätzlich zur Selbsterhaltung fähiges, aber eben auch störungsanfälliges Wirkungsgefüge.

Dort, wo es offensichtlich zu Konflikten mit Wildtieren kommt, sollten jeweils im Einzelfall konkrete Managementpläne durch die Naturschutzbehörden erarbeitet und verfolgt werden. Zwingend erforderlich in diesem Zusammenhang hält Wildtierschutz Deutschland eine Beurteilung aller Maßnahmen (Evaluierung) hinsichtlich ihrer Zielerreichung in jeweils kurzen Zeiträumen. Das findet bis heute bei jagdlichen Maßnahmen so gut wie nicht statt.

Bitte unterstützen Sie unsere Petition. Sie finden sie auf www.wildtierschutz-deutschland.de/hobbyjagd

Über Wildtierschutz Deutschland e.V.: Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

DrohnenflugVideo.de – Ringheiligtum Pömmelte Zackmünde bei Schönebeck im Salzlandkreis

Das „Ringheiligtum Pömmelte“ von oben gesehen. Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte in Zackmünde, einem Ortsteil der Stadt Barby im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt ist ein ritueller Ort, der auf das Ende des 3. Jahrtausends vor Christus datiert wird.

Ringheiligtum Pömmelte Zackmünde bei Schönebeck im Salzlandkreis

Es wurde durch Flugprospektion entdeckt. Im Jahr 2005 bis zum Jahr 2006 fanden geomagnetische Untersuchungen statt, die die Luftbildstrukturen bestätigten und weitere Ringanlagen, eine kleinere Kreisgrabenanlage, die von der großen überlagert wird, sowie eine Reihe von Gruben erbrachte. Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte-Zackmünde ist ein komplexer Ritualort, an dem vielfältige religiöse Handlungen ausgeübt wurden. Seit Dezember 2015 trägt die Anlage den Namen „Ringheiligtum Pömmelte“. Die Gesamtanlage hat einen Durchmesser von etwa 115 Metern, wobei der Kreisgraben, bei dem es sich um einen Kultplatz vom Ende des 3. Jahrtausends vor Christus handelt, einen Durchmesser von etwa 80 Meter aufweist. Die siebenteilige Anlage setzt sich wie folgt zusammen: Ein äußerer Pfostenring welcher partiell mit Gräben umgeben ist. Dann ein Ringgraben, der aus einzelnen Gruben besteht. Innen folgt dann der eigentliche Kreisgraben, mit einer innen liegenden Palisade. Vor diesem Graben befindet sich ein äußerer Wall, der nur durch Einrieselung im Graben nachgewiesen werden konnte. Im Inneren des Kreisgraben stehen zwei Pfostenkränze. Der Kreisgraben verfügt in regelmäßigem Abstand über vier Durchlässe. Das rituelle Interagieren unterschiedlicher Kulturen bestätigt eine Theorie, die besagt, dass alle Ackerbauern gemeinsame religiöse Wurzeln besitzen. Erstmals liegt mit der Anlage von Pömmelte-Zackmünde ein rituell-religiöses Bauwerk
der Schnurkeramik- und Glockenbecherkulturen und der Aunjetitzer Kultur in Mitteleuropa vor, die Rückschlüsse auf das Weltbild und die Glaubenswelt dieser für die weitere Entwicklung Europas so entscheidenden Epoche zulässt. Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte-Zackmünde gehört in die entwickelte Aunjetitzer Kultur der frühen Bronzezeit, in der auch die Himmelsscheibe von Nebra entstand.
Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Klinikum bekommt Verstärkung in der Pflege – 175 Absolventen feiern erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung

Stuttgart (ots) Die Pflege im Klinikum Stuttgart wächst weiter. 175 Auszubildende haben ihre Ausbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums erfolgreich abgeschlossen. 90% der Pflegekräfte bleiben dem Klinikum erhalten und setzen ihre Karriere im größten Krankenhaus Baden-Württembergs fort.

90 Prozent der frisch examinierten Pflegekräfte bleiben dem Klinikum Stuttgart erhalten und setzen ihre Karriere in Baden-Württembergs größten Krankenhaus fort.

Ein buntes Bild bot sich am heutigen Freitag im Klinikum Stuttgart. 175 Auszubildende feierten ihren Abschluss an der hauseigenen Akademie für Gesundheitsberufe. Damit bekommt das Klinikum Stuttgart neue, hochmotivierte Kolleginnen und Kollegen, die in den Pflegestationen, den OP- und Kreißsälen und den hoch technisierten Bereichen wie den Laboren und den radiologischen Kliniken dringend benötigt werden.

Das Klinikum Stuttgart investiert viel, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, so der Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen: „Wir bieten sichere Arbeitsplätze, gute Bezahlung, anspruchsvolle Aufgaben und gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hinzu kommen neue Personalwohnungen in moderner und nachhaltiger Bauweise, von den sowohl Auszubildende als auch Mitarbeitende profitieren.“ Die Entscheidung, die Ausbildungskapazitäten kontinuierlich zu erhöhen, sei richtig gewesen, zeigt sich Jürgensen überzeugt: „Es freut mich, dass dieses Angebot Früchte trägt und wir weiter Personal aufbauen können, allen voran in der Pflege.“ Heute arbeiten im Klinikum Stuttgart 150 Pflegekräfte mehr in der Pflege als vor drei Jahren.

Die hohe Übernahmequote nach der Ausbildung freut auch den Pflegedirektor des Klinikums Stuttgart, Oliver Hommel: „90% der Pflegekräfte bleiben nach ihrer Ausbildung im Klinikum Stuttgart. Hier bieten sich vielfältige Karrieremöglichkeiten und das Versorgungsspektrum, vom Frühgeborenen bis zur Altersmedizin, ist riesig. Etwa 20% der Auszubildenden nutzen die Möglichkeit eines ausbildungsintegrierten Studiums. Andere werden in den nächsten Jahren eine mehrjährige Weiterbildung, z.B. im Bereich Intensivpflege und Anästhesie, beginnen. Pflege bietet heute so vielfältige Karrieremöglichkeiten wie noch nie.“

Rund 500 Pflegekräfte im Klinikum Stuttgart haben eine Fachweiterbildung absolviert. Alleine in der Intensivpflege und Anästhesie arbeiten 240 speziell qualifizierte Fachkräfte. Weitere haben beispielsweise eine besondere Zusatzausbildung für die Onkologie. Wie kaum ein anderes Krankenhaus in Deutschland treibt das Klinikum auch die Akademisierung der Pflege voran und nutzt die Expertise dieser Mitarbeiter:innen, um die Pflege weiter zu verbessern, sei es im Bereich der Delirprävention, dem Temperaturmanagement von Frühgeborenen oder der Weiterentwicklung psychiatrischer Gruppenarbeit. Vielfältige Auszeichnungen für die Pflege sind die Folge, etwa der Gewinn der landesweiten Abstimmung zu “ Deutschlands beliebtesten Pflegeprofis“ für das Team der Neonatologie oder eine Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) für das Pflegeteam der Stroke-Unit für die pflegewissenschaftliche Implementierung von Innovationen.

Klinikum Stuttgart

Das Klinikum Stuttgart umfasst das Katharinenhospital, das Krankenhaus Bad Cannstatt und Deutschlands größte Kinderklinik, das Olgahospital. 8.000 Mitarbeitende, darunter 3.000 Pflegekräfte und über 1.000 Ärztinnen und Ärzte, versorgen jährlich rund 90.000 Patienten stationär und mehr als 600.000 ambulant, einschließlich 100.000 Notfällen. Über 3.600 Geburten und mehr als 53.000 Operationen werden jedes Jahr im Klinikum Stuttgart betreut. Das Katharinenhospital wird derzeit für über 800 Mio. EUR neu gebaut und schafft modernste Infrastrukturen für die Patientenversorgung.

Web: www.klinikum-stuttgart.de