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Auszeichnung für anspruchsvolle Unternehmens Kommunikation

Online-Magazin von Klüh gewinnt renommierten German Brand Award 2024

Düsseldorf (ots) Der Multiservice-Anbieter Klüh gehört zum exklusiven Kreis der Gewinner für den German Brand Award 2024. Gewonnen hat Klüh in der Kategorie „Brand Communication – Storytelling & Content Marketing“ mit seinem Online-Magazin Klüh4all.

Sarah Latton, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Klüh, und Julian Kerkhoff, PR-Manager bei Klüh sowie Chefredakteur des Online-Magazin Klüh4all, bei der Übergabe des German Brand Awards in Berlin. Bildrechte: Klüh Service Management GmbH

Mit dem Unternehmenskanal gibt die Düsseldorfer Traditionsfirma seit Januar 2023 regelmäßig ausführliche Einsichten in ihre infrastrukturellen Dienstleistungen für eine moderne, nachhaltige Gebäudebewirtschaftung in einer sich verändernden Arbeitswelt. Auf diese Weise möchte das Unternehmen seine Expertise im Gebäudemanagement und seine Erfahrung aus der Praxis stärker nach außen streuen, um einem breiten Publikum zugänglich zu machen, was Klüh und seine Dienstleistungen ausmacht.

„In die Klüh4all ist viel Herzblut geflossen. Umso mehr freue ich mich über die Anerkennung durch den German Brand Award. Mein Dank gilt dem Projektteam, das unser Online-Magazin so erfolgreich gemacht hat“, erklärt Sarah Latton, Leiterin Marketing & Kommunikation bei Klüh Multiservices.

Der German Brand Award ist eine einzigartige Auszeichnung für erfolgreiche Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation im deutschsprachigen Raum. Mit dem Preis prämieren der Rat für Formgebung, Deutschlands Design- und Markeninstanz, sowie das German Brand Institute die besten Produkt- und Unternehmensmarken sowie die stärksten Kampagnen, Konzepte und Strategien.

Über Klüh:

Die Klüh Service Management GmbH ist ein international agierender Multiservice-Anbieter aus Düsseldorf. Im Jahr 1911 gegründet, verfügt das Familienunternehmen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich infrastruktureller Dienstleistungen. In den Kompetenzbereichen Cleaning, Catering, Clinic Service, Security, Personal Service, Airport Service und Integrated Services werden sowohl Einzeldienstleistungen als auch Multiservice-Konzepte angeboten. Das Unternehmen setzt mit über 58.000 Mitarbeitenden in sieben Ländern mehr als 1 Mrd. Euro (2023) um. Weitere Informationen unter www.klueh.de.

„Trotz und Treue“ MDR-Dokumentation und Podcast zum Phänomen Sahra Wagenknecht

Leipzig (ots) Die einen verehren sie, die anderen verachten sie: Seit 30 Jahren ist Sahra Wagenknecht auf der politischen Bühne in Deutschland präsent. Als Einzelkämpferin sprengt sie immer wieder politische Strukturen und Bündnisse. Zu anstehenden Wahlen tritt Sahra Wagenknecht nun mit ihrem eigenen Bündnis an.

Sahra Wagenknecht Bildrechte: MDR/LOOKSfilm

Die MDR-Dokumentation blickt auf den politischen Werdegang von Sahra Wagenknecht, vom jungen Gesicht der Kommunistischen Plattform der PDS über den kurzen Ausflug ins Europaparlament und den Fraktionsvorsitz bei der Linken bis hin zum Bruch mit der Partei und der Gründung des „Bündnis Sahra Wagenknecht“. Seit mehr als 30 Jahren ist Sahra Wagenknecht auf der politischen Bühne und weiß ihr Image als Außenseiterin gut zu nutzen.

„Mit Sahra Wagenknechts BSW ist eine neue Partei auf der politischen Bühne erschienen, die gerade in den ostdeutschen Ländern aus dem Stand bisherige Machtoptionen verändern könnte“, sagt MDR-Chefredakteurin Julia Krittian. „Dabei will sich BSW kaum im altbekannten Rechts/Links-Spektrum einordnen – sondern zielt in erster Linie auf die Bekanntheit der Frau an der Spitze. Wofür und wogegen also steht Sahra Wagenknecht? Diese Frage beleuchten wir anhand ihres politischen Werdegangs differenziert, vielschichtig und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.“

Dokumentation

Die vierteilige Dokumentation von Henrike Sandner beginnt mit dem Blick auf ihr Leben als Außenseiterin zur Zeit des Mauerfalls. Kurz vor dem Untergang der DDR tritt Sahra Wagenknecht in die SED ein und beginnt eine politische Karriere, die sich meist durch Konfrontation und Gegnerschaft auszeichnet.

„Gerade im aktuellen Wahljahr ist es spannend, auf den politischen Entwicklungsweg von Sahra Wagenknecht zu blicken, um zu verstehen, warum sie immer in gesellschaftlichen Krisenzeiten großen Zuspruch an den politischen Rändern erfährt“, sagt Silke Heinz, Redaktionsleiterin Osteuropa und Dokumentationen.

Dokumentation und Podcast gehen einer persönlichen Entwicklung auf den Grund, die aufs Engste mit der gesellschaftlichen Entwicklung dieses Landes in den letzten Jahrzehnten verbunden ist. Politische Wegbegleiter, Befürworter und Gegner liefern ein differenziertes Bild der Person Sahra Wagenknecht. Zu Wort kommen u.a. Kevin Kühnert, Bodo Ramelow, Dietmar Bartsch, Mike Mohring, Albrecht von Lucke, Ines Schwerdtner, ihr Biograph Christian Schneider und Sahra Wagenknecht selbst.

In der ARD Mediathek ist die vierteilige Dokuserie ab 10. Juni abrufbar. Linear wird die Dokumentation als 90-Minüter ausgestrahlt: Im Ersten am 12. Juni um 0.15 Uhr und im MDR am 13. Juni um 20.15 Uhr.

Podcast

Der Podcast von MDR AKTUELL führt zunächst zurück nach Berlin und Jena in die Kindheit Sahra Wagenknechts und begleitet in fünf Teilen ihre politische Karriere – den Aufstieg in der Linkspartei, die Spaltung, ideologische Kehrtwenden und folgenschwere Alleingänge. Präsentiert wird der Podcast von Nina Poppel, die auch unter dem Label „Nini erklärt Politik“ ihren Followern politische Prozesse nahebringt. Der Podcast betrachtet sich als Deep Dive in das Leben der Politikerin.

Die Teile 1 und 2 des Podcast sind ab 10. Juni in der ARD Audiothek abrufbar. Die folgenden Teile erscheinen jeweils eine Woche danach.

MDR Mitteldeutscher Rundfunk

http://www.mdr.de

Ford verlängert das Social Media Erfolgsformat „Be right Back“ angeführt von Knossi in der ersten Episode

Köln (ots)

  • Ford verlängert das digitale Content-Format „Be right Back“ in Zusammenarbeit mit Odaline
  • Teil der ersten Episode ist langjähriger Ford-Fan und Entertainer Jens „Knossi“ Knossalla
  • Mit Always-On-Content gehen Protagonist/-innen auf Abenteuer fernab vom Alltag und übernehmen damit die Social-Media-Kanäle von Deutschland
  • Verlängerung dreht sich um aktuelle Fahrzeugmodelle und erzählt ganz unterschiedliche Geschichten
Jens „Knossi“ Knossalla ist Teil der ersten Episode von „Be right Back“ mit seinem Ford Mustang GT Bildrechte: Ford-Werke GmbH

Ford Deutschland verlängert das erfolgreiche Content-Format „Be right Back“. Das Ziel dieses neuaufgelegten Always-on-Formats ist es, bekannte Persönlichkeiten mit verschiedenen aktuellen Ford-Modellen in ihrem Alltag zu begleiten, während diese sich fernab vom Alltag kleineren Herausforderungen und Abenteuern stellen. Die Umsetzung wird von Fabian Halft, Direktor Marketing der Ford DACH-Organisation verantwortet und erfolgt in Zusammenarbeit mit der digitalen Kreativagentur Odaline. Gerade erst hat die Ursprungs-Kampagne den Deutschen Digital Award 2024 in Silber in der Kategorie Social gewonnen.

Fabian Halft betont: „Das BRB-Format schafft eine emotionale Bindung zwischen Marke und Zielgruppe und wurde von der Community ausgesprochen gut aufgenommen. Deshalb gehen wir in die Verlängerung und freuen uns darauf, Knossi und andere spannende Persönlichkeiten auf ihren Abenteuern zu begleiten.“

In der ersten Episode der neuen Staffel „Be right Back“ ist Ford-Fan und Entertainer Jens „Knossi“ Knossalla, in seinem neuen Ford Mustang auf einem Roadtrip unterwegs und stellt sich dort einigen spannenden Herausforderungen. Einmal adrenalingeladen beim Ziplinen durch seine Heimat im Schwarzwald, gefolgt bei einer Reise in seine Vergangenheit zum Ort seines erfolgreichsten Streaming-Events – dem Hotel Waldlust, wo das Horrorcamp mit einigen der größten Streamer Deutschlands stattfand. Die erste Folge ist über den folgenden Link abrufbar: BE RIGHT BACK 2024 mit Knossi I EP1 I Ford Deutschland (youtube.com)

Am 17. April 2024 feierte Ford jüngst den 60-jährigen Geburtstag des Ford Mustang in Köln. Dabei erhielt Knossi, als langjähriger Ford Mustang-Enthusiast, den ersten in Deutschland ausgelieferten Ford Mustang der neuesten Generation. Der meistverkaufte Sportwagen der Welt1 überzeugt in seiner jüngsten Auflage durch herausragende Fahrleistungen, ein hochmodernes Digital-Cockpit und einen weiterentwickelten V8-Motor.

In der Fortsetzung des diesjährigen Content-Formats werden nun im Gegensatz zu letztem Jahr nicht mehr nur ein einzelnes Fahrzeugmodell die Hauptrolle spielen, sondern vielmehr die gesamte aktuelle Produktpalette. Welche Autos zu sehen sein werden und vor allem mit welchen Protagonisten Ford hier zusammenarbeitet, wollen sie noch nicht verraten, es aber rechtzeitig „anteasern“.

Holger Dohmen, Brand & Media Lead, Ford DACH sagt dazu: „Dieses Jahr wollten wir ganz unterschiedliche Geschichten erzählen und so zeigen, wie vielseitig unsere aktuellen und zukünftigen Produkte sind und vor allem die Erlebnisse, die mit diesen Autos möglich sind. Es wird auf jeden Fall spannend!“

Ford-Werke GmbH

http://www.ford.de

ZDF-Politbarometer Extra Europa Mai 2024

Relativ großes Interesse an der Europawahl: Klare Mehrheit gegen Verbrenner-Aus 2035

Mainz (ots) Traditionell wird die Europawahl als eine eher nicht so wichtige Wahl angesehen. So halten nur 24 Prozent aller Befragten Entscheidungen im Europaparlament für sehr wichtig (wichtig: 49 Prozent; weniger oder überhaupt nicht wichtig: 25 Prozent; der Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Entscheidungen, die im Bundestag getroffen werden, halten hingegen 49 Prozent für sehr wichtig (wichtig: 41 Prozent; weniger oder überhaupt nicht wichtig: 9 Prozent).

Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Europawahl wäre …Bildrechte:
ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Dennoch hat das Interesse an der Europawahl im Lauf der Zeit zugenommen: Hatten vor der Europawahl 2014 lediglich 38 Prozent ein sehr starkes oder starkes Interesse an der Wahl bekundet, waren das vor fünf Jahren, im Mai 2019, 56 Prozent. Jetzt sind es 61 Prozent (weniger starkes oder kein Interesse: 38 Prozent; 2019: 44 Prozent; 2014: 62 Prozent).

EU-Mitgliedschaft

Grundsätzlich wird die Europäische Union positiv gesehen: 59 Prozent aller Befragten meinen, dass die EU-Mitgliedschaft der Bevölkerung in Deutschland überwiegend Vorteile bringt. Nur 10 Prozent finden, dass damit vor allem Nachteile verbunden sind. Für 29 Prozent halten sich Vor- und Nachteile die Waage.

Dennoch sind 58 Prozent aller Befragten und damit genau so viele wie vor fünf Jahren eher unzufrieden damit, wie auf europäischer Ebene Politik gemacht wird (eher zufrieden: 38 Prozent). Mehrheitlich zufrieden äußern sich nur die Anhänger der Grünen, besonders unzufrieden sind die Anhänger der AfD und des BSW. Die Anhänger der SPD sind gespalten.

Projektion Europawahl

Gut eine Woche vor der Europawahl zeichnen sich im Vergleich zur vorigen Wahl 2019 deutliche Verluste für die Grünen ab, die damals ein Rekord-Ergebnis erzielt hatten. Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich aktuell folgende Projektionswerte für die Parteien: Die Union käme auf 30 Prozent (minus 1 gegenüber der Umfrage vor zwei Wochen), die Grünen auf 15 Prozent, die SPD auf 14 Prozent (beide unverändert), die AfD auf 14 Prozent (minus 1), die Linke auf 4 Prozent (plus 1), die FDP auf 4 Prozent (unverändert) und das BSW auf 6 Prozent (plus 1). Die anderen Parteien zusammen lägen weiterhin bei 13 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen. Darüber hinaus kann es bis zum Wahlsonntag für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 42 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Europawahl 2019 waren CDU und CSU zusammen auf 28,9 Prozent und die Grünen auf 20,5 Prozent gekommen. Die SPD erreichte 15,8 Prozent, die AfD 11,0 Prozent, die Linke 5,5 Prozent, die FDP 5,4 Prozent und die anderen Parteien zusammen 12,9 Prozent.

Europa- und Bundespolitik

Als wichtiger für ihre aktuelle Wahlabsicht nennen ähnlich wie vor fünf Jahren jetzt 55 Prozent der potenziellen Wählerinnen und Wähler die Politik in Europa und 41 Prozent die Bundespolitik.

Populisten: Mehrheit erwartet große Probleme für die EU

Von einem guten Abschneiden der rechten und populistischen Parteien in vielen Mitgliedsländern erwartet eine deutliche Mehrheit (84 Prozent) sehr große oder große Probleme für die Europäische Union. Lediglich 12 Prozent glauben, dass das kaum oder keine Probleme für die EU mit sich bringen wird.

Flüchtlingspolitik der EU

Für eine Verschärfung der Regelungen in der EU im Bereich Flüchtlingspolitik plädieren 57 Prozent, 21 Prozent finden die bestehenden Regelungen in Ordnung und 14 Prozent sind für Lockerungen.

Verbrenner-Aus ab 2035

Ab 2035 soll es in der EU keine Zulassung mehr geben für Neuwagen mit Verbrennermotoren. Dagegen sprechen sich 60 Prozent aus, 34 Prozent unterstützen dieses Vorhaben. Besonders deutlich fällt die Ablehnung bei den Anhängern der AfD (99 Prozent), des BSW (88 Prozent), der FDP (84 Prozent) und der CDU/CSU (72 Prozent) aus. Lediglich bei den Anhängern der Grünen (85 Prozent) und der Linke (60 Prozent) sind Mehrheiten dafür, dass ab 2035 keine neuen PKW mit Verbrennermotoren mehr zugelassen werden sollen.

Die Umfrage zum „Politbarometer Extra“ wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 27. bis 29. Mai 2024 bei 1.197 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

Das nächste „Politbarometer Extra“ zur Europawahl veröffentlicht das ZDF am Donnerstag, 6. Juni 2024, im „heute journal“.

ZDF

http://www.zdf.de

Hamburger Erklärung: Die informierte Gesellschaft verteidigen und die digitale Öffentlichkeit stärken

Hamburg (ots) Angesichts der Gefahren durch Desinformation hat die Nachrichtenkompetenzinitiative #UseTheNews größere Anstrengungen gefordert, die im Grundgesetz garantierte Presse- und Meinungsfreiheit zu stärken. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten Julia Becker (Funke Mediengruppe), Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg), Kai Gniffke (ARD-Vorsitzender und SWR-Intendant) und Peter Kropsch (dpa) stellvertretend für das Kuratorium der Initiative am Rande des Hamburger Mediendialogs. #UseTheNews hatte unter Bezug auf den 75. Jahrestag des Grundgesetzes ein „Jahr der Nachricht“ ausgerufen. Zahlreiche Newscamps, das Angebot „Social News Daily“, Kooperationen mit Schulen sowie eine weitreichende Kommunikationskampagne bilden 2024 zusammen mit der Hamburger Erklärung die Schwerpunkte.

Unterzeichnung der „Hamburger Erklärung“ der Initiative #UseTheNews. Im Bild (v.l.n.r.): Peter Kropsch (Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung), Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien Hamburg), Julia Becker (Aufsichtsratvorsitzende und Verlegerin FUNKE Mediengruppe) und Prof Dr. Kai Gniffke (ARD-Vorsitzender und SWR-Intendant).
Bildrechte: dpa Fotograf: Georg Wendt

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg sagt: „Die Pressefreiheit ist eine der großen Errungenschaften unserer Demokratie. Nach 75 Jahren wird sie nun mit Desinformationskampagnen und Fake News ganz gezielt angegriffen. Diese Attacken zielen auf den Kern unserer freiheitlichen und offenen Gesellschaft. Dagegen müssen sich Politik und Gesellschaft gut wappnen, denn unabhängige Medien sind für ein freiheitliches demokratisches Zusammenleben unverzichtbar. Das Vertrauen in die Medien und die Medienkompetenz in unserer Gesellschaft wollen wir stärken. Mit der ‚Hamburger Erklärung‘ setzen wir hierfür gemeinsam ein wichtiges Zeichen.“

Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende und Verlegerin der FUNKE Mediengruppe, sagt: „Die Hamburger Erklärung ist ein Weckruf: Die Gefahren, die von Fake News, maßlosen Übertreibungen und dreisten Lügen ausgehen, müssen endlich ernst genommen werden – und wir müssen gemeinsam dagegen angehen. Desinformationen zerstören nicht nur das Vertrauen der Menschen untereinander, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Demokratie, ihre politischen Repräsentanten und politischen Institutionen. Das ist eine gefährliche Entwicklung, die die Feinde der Freiheit nutzen. Wir haben keine Zeit zu verlieren: Wir müssen endlich handeln.“

Prof. Dr. Kai Gniffke, ARD-Vorsitzender und SWR-Intendant, sagt: „In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Deepfakes ist die Antwort auf die Frage, ‚Was ist Wirklichkeit und was Fälschung?‘ alles andere als einfach. Diese Herausforderung meistern wir nur, wenn wir zusammen für Qualitätsjournalismus einstehen: Verlage, öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftlich geführte Qualitätsmedien. Die Nachrichtenkompetenzinitiative #UseTheNews steht genau dafür – für einen gemeinsamen, medienübergreifenden Einsatz für demokratischen Diskurs und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Peter Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der dpa sagt: „Damit die unabhängigen Medien ihrer gesellschaftlichen Verantwortung weiterhin nachkommen können, müssen sie auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis agieren. Den regulatorischen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die deutschen Medienhäuser brauchen optimale Voraussetzungen, um neue Medienangebote für junge Menschen entwickeln und etablieren zu können. Dafür setzen wir uns mit der Hamburger Erklärung ein.“

Die Hamburger Erklärung von #UseTheNews im Wortlaut:

Die informierte Gesellschaft verteidigen, die digitale Öffentlichkeit stärken

75 Jahre nach Inkrafttreten unseres Grundgesetzes treibt viele Menschen die Sorge um, dass unsere Demokratie stärker bedroht ist als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Demokratie manifestiert sich im Willen einer Gesellschaft, sich selbst zu regieren, indem sie in fairer Weise Lösungen diskutiert, Kompromisse sucht und Mehrheiten findet, ohne Minderheiten auszugrenzen. Der Zugang zu verlässlichen Informationen ist die Grundlage hierfür. Der Artikel 5 des Grundgesetzes zur Medien- und Meinungsfreiheit garantiert so das demokratische Gespräch einer Gesellschaft.

Wir, das Kuratorium der Nachrichtenkompetenz-Initiative #UseTheNews, sind in Sorge um diese Grundlage unseres Gemeinwesens. Diskussionen leben von unterschiedlichen Meinungen über unbestreitbare Fakten. Wenn aber das Vertrauen in die Medien- und Meinungsfreiheit schwindet und die gemeinsame Faktenbasis erodiert, geraten politische Meinungsbildung und das demokratische Streitgespräch in Gefahr.

Die dramatische Zunahme von Desinformation erschüttert das Vertrauen in die demokratische Öffentlichkeit. Teile der Bevölkerung entfremden sich von den Informationsmedien, und gerade junge Menschen können oft nicht erkennen, welche Bedeutung Nachrichten für sie haben sollen – und welchen sie überhaupt trauen können.

Freien und starken Medien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, mit verlässlichen Fakten und Nachrichten eine solide Meinungsbildung und den demokratischen Austausch zu ermöglichen. Wir nehmen unsere Verantwortung für eine starke digitale Öffentlichkeit ernst und erklären unseren Willen,

  • uns für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt einzusetzen,
  • das Bewusstsein für Gefahren der Desinformation zu schärfen,
  • Journalismus als eine Information sichernde und Orientierung schaffende Moderation gesellschaftlicher Kommunikation zu verstehen und zu gewährleisten,
  • Medien- und Nachrichtenkompetenz vor allem bei jungen Menschen zu stärken,
  • die veränderten Bedürfnisse der jungen Menschen ernst zu nehmen und gemeinsam mit ihnen neue, vor allem digitale Informationsformen und -angebote zu entwickeln,
  • das Vertrauen in journalistische Nachrichten zu fördern,
  • neue Foren für das gesellschaftliche Gespräch und Angebote der aktiven Beteiligung zu entwickeln,
  • die Wege in den Journalismus zu erleichtern und die Ausbildung zu modernisieren, damit der Journalismus auch in einer künftigen digitalen Öffentlichkeit seiner besonderen Rolle gerecht werden kann.

Die Vielfalt der Meinungen entspricht der Vielfalt der Gesellschaft. Als Journalismus getarnten Aktivismus lehnen wir ab.

Die Abwehr gezielter Desinformation ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die deutlich größere Anstrengungen erfordert als bisher:

  • Im Sinne einer wehrhaften Demokratie sind wir alle aufgerufen, die Widerstandskräfte in der Gesellschaft gegen Desinformation zu stärken.
  • Die wirtschaftlichen Grundlagen redaktioneller Medienangebote müssen regulatorisch und ordnungspolitisch gesichert werden, wenn wir dauerhaft journalistische Berichterstattung sicherstellen wollen.
  • Informations- bzw. Nachrichtenkompetenz muss auf Bundes- und Landesebene insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dringend gefördert werden. Schulen bieten unseres Erachtens eine zentrale Möglichkeit, die entsprechenden Inhalte und Kompetenzen zu vermitteln.
  • Wir sehen die digitalen Plattformen im Kampf gegen die Verbreitung von Desinformation und den daraus entstehenden Gefahren für unsere Demokratie in einer zentralen Verantwortung. Wir teilen die Sicht vieler Expertinnen und Experten, dass die bisherigen Vorgaben des Digital Services Act (DSA) nicht ausreichen.
  • Wir verbinden mit Künstlicher Intelligenz (KI) die Hoffnung auf neue Zugänge zu Informationen, die Chancen auf Bildung und Teilhabe verbessern. Von einer klugen Regulierung hängt es nun ab, ob KI die Reichweite von Desinformation potenziert oder sogar minimiert. Letzteres kann jedoch nur gelingen, wenn große KI-Anbieter für das Training ihrer Anwendungen auf faire Weise mit Medienunternehmen zusammenarbeiten.

Für das Kuratorium

Julia Becker

Dr. Carsten Brosda

Prof. Kai Gniffke

Peter Kropsch

Die Hamburger Erklärung im Internet:

https://www.usethenews.de/de/hamburger-erklaerung

SYLT: Eklat und Nazi-Parolen im Pony-Club! Überzogenes Echo aus Medien? I WELT Analyse

SYLT: Eklat und Nazi-Parolen im Pony-Club! Überzogenes Echo aus Medien? I WELT Analyse Ein Video, in dem eine Gruppe junger Menschen auf Sylt-Besuch „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ grölen, sorgte bundesweit für Empörung.

SYLT: Eklat und Nazi-Parolen im Pony-Club! Überzogenes Echo aus Medien?

Auch Bundeskanzler Scholz meldete sich zu Wort. Das mediale Echo kommentiert WELT-Kolumnist Henryk M. Broder mit einem bekannten Tucholsky-Zitat. #weltnachrichtensender#deutschland#sylt#pony Abonniere den WELT YouTube Channel    / weltvideotv   WELT DOKU Channel    / weltdoku   WELT Podcast Channel    / weltpodcast   WELT Netzreporter Channel    / dienetzreporter   Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram   / welt.nachrichtensender   WELT auf Instagram   / welt  

Young Storyteller Award 2024

story.one und Thalia auf der Suche nach den Bestsellerautor:innen von morgen.

Bücher boomen. Ebenso wie die neue Generation junger Autor:innen. Noch unbekannte Stimmen, die der Young Storyteller Award 2024 – ausgelobt von story.one und Thalia – in den Buchhandel bringen will.

Vanessa Gerbeth Bildrechte: story.one

Bereits zum vierten Mal sind Storyteller, Creative Writer, Influencer, Creators und Copywriter zwischen 14 und 35 Jahren aufgerufen, ihr Buch zu publizieren. Vorgaben gibt es kaum. Nur das Buchformat der Verlagsplattform story.one ist fix. Ansonsten gilt es, Konventionen zu sprengen und mit Genres und Sprachen frei zu experimentieren. Es lohnt sich. Denn es winkt nicht nur ein Preisgeld in Höhe von bis zu 20.000 Euro, sondern auch die reelle Chance, im Buchmarkt richtig durchzustarten.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Young Storyteller Awards mehr als 8.500 Bücher aller bekannten und neuen Genres von jungen Autor:innen geschrieben und veröffentlicht. Das entspricht mehr als zehn Prozent aller jährlich in Deutschland publizierten Bücher. Kein Wunder: Denn die Themen, Sprache und das Format treffen den Nerv der jungen Leser:innen.

Ich freue mich sehr, dass wir bei Thalia auch in diesem Jahr wieder Teil des Young Storyteller Awards sind und gemeinsam mit story.one den Buchmarkt mit kreativen und einzigartigen Büchern bereichern werden. Bücher, die ihre Leserinnen und Leser ganz besonders berühren und begeistern. Bücher, die Bestseller-Potenzial haben. Lasst uns gemeinsam diese Entdeckungsreise starten!“, fasst Ingo Kretzschmar, CEO Thalia, den Spirit des Awards zusammen.

Young Storyteller Award: Unkonventionelles Sprungbrett in den Buchmarkt

Seitdem sich unter dem Hashtag #Booktok Buchempfehlungen auf TikTok tummeln, ist Lesen wieder voll im Trend. Auch Autor:innen profitieren vom Booktok-Phänomen. Glänzende Kritiken auf TikTok ermöglichen, sich aus dem Stand in den Olymp der Bestseller-Autor:innen zu katapultieren. Deshalb ist die Jury des diesjährigen Storyteller Awards auch mit den Protagonist:innen des neuen, demokratisierten Buchmarktes besetzt. Neben Tabea Grunert @tabeajoanna, der #Booktokerin des Jahres 2023, suchen Ingo Kretzschmar (CEO Thalia), Sahra Al-Dujaili (TikTok, Director Consumer Goods) und Markus Breitenecker (Chef Entertainment ProSieben Sat 1 Media) aus allen Einsendungen die zehn besten Young Storyteller aus: die dann im Live-Finale am 11.10.2024 in Köln bei Thalia um die Wette lesen.

Registrieren, schreiben, gestalten, einreichen – mit story.one zum Young Storyteller

Warum story.one den Young Storyteller Award ins Leben gerufen hat? Weil sich die digitale Verlagsplattform story.one als das „Tiktok des Buchmarktes“ versteht. Hardcover, 60 bis 80 Seiten und kurze Kapitel mit viel Platz für Bilder, Illustrationen, QR-Codes oder Zitate. Gemacht für Autor:innen, die out of the box denken und sich die Freiheit nehmen, eigene Geschichten anders zu erzählen und zu veröffentlichen.

Die Teilnahme am Young Storyteller Award inklusive der Veröffentlichung des eigenen Buches ist völlig kostenlos: Einfach bei www.story.one registrieren, direkt auf der Online-Plattform am eigenen Buch schreiben, gestalten, Klappentext, Biografie und Autorenbild hinzufügen und den Text mit dem Teilnahmecode „YSA24“ einreichen. Stichtag ist der 31. August 2024.

Und das Beste: Nach einer kurzen Erstprüfung geht jedes Teilnehmer:innen-Buch in Druck. Zehn bis 14 Tage später liegt das Gratis-Autor:innen-Exemplar bereits im Briefkasten. Zeitgleich ist das Buch mit ISBN im (Online)Buchhandel erhältlich. Ab dem Verkauf des elften Exemplars gibt es für die Autor:innen zehn Prozent Provision. So können auch Bücher, die es nicht in die Longlist schaffen, trotzdem erfolgreich werden.

Um die Geschichten noch wirkungsvoller ins Rampenlicht zu rücken, stellt Hannes Steiner – Founder von story.one – allen Teilnehmer:innen außerdem seine „story.one Bestsellerformel“ gratis zum Download zur Verfügung.

„Ich bin damals im Zuge des YSA so über mich hinausgewachsen und ich konnte einiges mitnehmen als Nachwuchsautorin. Es war definitiv eine aufregende Zeit und eine lohnenswerte Erfahrung“, beschreibt die Drittplatzierte des vergangenen Jahres, Vanessa Gerbeth ( https://www.tiktok.com/@vaneschko), ihre Inspiration, die eigene Geschichte zu erzählen und zu teilen.

Damit steht sie nicht allein. Auch die Macher des Young Storyteller Awards sind davon überzeugt, dass die besten Bücher noch immer darauf warten, geschrieben zu werden.

Alle Termine und Eckdaten auf einen Blick:

  • 31.08.2024: Ende der Einreichungsfrist.
  • 26.09.2024: Announcement Longlist.
  • 03.10.2024: Bekanntgabe der Finalisten und der Thalia Special Prizes.
  • 11.10.2024: Finale im Thalia Flagship Store am Neumarkt in Köln.
  • Preisgelder: 20.000 EUR für den Erstplatzierten, 10.000 EUR für den Zweit- und 5.000 EUR für den Drittplatzierten.
  • Für die Top 3-Platzierten: 6-monatiges Mentoringprogramm, Buchpromotion durch Thalia und Präsentation des Buches auf der Frankfurter Buchmesse.

Alle weiteren Informationen zum Young Storyteller Award gibt es unter https://www.story.one/de/young-storyteller-award.

Neuer ZEIT Studienführer: Ergebnisse des detailliertesten Hochschulvergleichs Deutschlands zeigen hohe Studierendenzufriedenheit

Hamburg (ots) Der neue ZEIT Studienführer 2024/2025 veröffentlicht Auszüge aus dem aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Neben Fakten zu den Bereichen Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von 120.000 Studierenden zu ihren Hochschulen.

Cover ZEIT Studienführer 2024/25 (EVT: 4.5.2024)
Bildrechte: DIE ZEIT

„Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass Studieninteressierte in Deutschland mit einem guten Gefühl ins Studium starten können. Gerade nach Corona haben die Hochschulen ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot ausgebaut“, bilanziert Frank Ziegele, der Geschäftsführer des CHE. „Vier von fünf Fachbereichen an deutschen Hochschulen bieten aktuell sogenannte Vor- oder Brückenkurse an, um bereits vor dem Studienstart Wissenslücken zu schließen und die akademische Welt und die Hochschule kennenzulernen.“

Bundesweit herrscht eine hohe Zufriedenheit mit der allgemeinen Studiensituation. Mehr als die Hälfte aller bewerteten Fachbereiche erhielt Höchstnoten von den Studierenden für ihre Studiensituation. Das gesamte Ranking steht online auf HeyStudium zur Verfügung.

Neben dem Hochschulranking bietet der 292 Seiten umfassende ZEIT Studienführer Tipps und Checklisten zur Studienwahl, zum Numerus Clausus und zum erfolgreichen Start ins Studium sowie detaillierte Einblicke in 36 Studienfächer, darunter 15 neu gerankte wie Informatik, Medizin, Politikwissenschaft und Soziologie. „Zu entscheiden, wie es nach dem Abi weitergehen soll, ist für viele nicht nur mit positiven Gefühlen verbunden“, sagt Martin Spiewak, Chefredakteur des ZEIT Studienführers. „Angesichts der Fülle an Möglichkeiten mischt sich in die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt schnell ein Gefühl der Überforderung. Hier wollen wir mit dem ZEIT Studienführer Mut machen und zu mehr Durchblick verhelfen.“

Das CHE Hochschulranking, das exklusiv im ZEIT Studienführer und auf HeyStudium von ZEIT ONLINE erscheint, ist mit rund 120.000 befragten Studierenden seit mehr als 25 Jahren der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Das Ranking umfasst Beurteilungen von Studierenden zu den Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie Fakten zu Studium, Lehre und Forschung für mehr als 10.000 Studiengänge an deutschen Hochschulen.

Das Ranking ist ab sofort digital bei HeyStudium auf ZEIT ONLINE unter heystudium.de/ranking abrufbar.

Der ZEIT Studienführer 2024/25 mit dem Extraheft „Wege in den Beruf“ ist ab Samstag, 4. Mai für 11,95 Euro im Handel und unter www.zeit.de/studienfuehrer erhältlich

journalist-Interview mit Michel Friedman

„Wir müssen die journalistische Gesprächshoheit behalten“

Bonn (ots) Die AfD droht, stärkste Kraft zu werden, wenn im September in Brandenburg, Sachsen und Thüringen gewählt wird. Journalisten müssen sich fragen: Sollte man mit rechtsextremen Politikern sprechen – und wenn ja, wie?

journalist-Cover 5/24: Michel Bildrechte: journalist – Magazin für Journalist*innen
Fotograf: Hannes Jung

„Wenn wir das tun, müssen wir unbedingt die journalistische Gesprächshoheit behalten“, sagt dazu der Publizist, Jurist und Philosoph Michel Friedman im Titelinterview mit dem journalist. Das Magazin sprach mit Friedman über das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland. Friedman, dessen Eltern vom Unternehmer Oskar Schindler vor dem Nazi-Regime gerettet wurden, sagt: „Meine Kindheit war von der Angst vor Macht geprägt.“

Journalisten dürften nicht den Fehler machen, die Themenwünsche der AfD zu erfüllen, sonst tappten sie in die Falle, alles Migration zu verknüpfen. „Wir reden mit den Grünen zu Recht primär über die Umwelt, aber letztendlich über alle politischen Themen. Das muss auch mit der AfD geschehen, sonst triggern wir ausschließlich ihre Kernanliegen – die menschenverachtende Propaganda. Fragen wir also, was Herr Höcke oder Frau Weidel konkret zu Wirtschaft, Kulturpolitik, Pressefreiheit, Rechtstaatlichkeit oder Putin und seinem Angriffskrieg sagen.“

Kürzlich standen sich die Spitzenkandidaten von CDU und AfD in Thüringen, Mario Voigt und Björn Höcke, im TV-Studio von WELT gegenüber. Würde Friedman mit Höcke reden?

„Die Grundlage aller Gespräche ist die Anerkennung beider Seiten als vollwertige Gesprächspartner auf Augenhöhe. Wenn man Björn Höcke ernstnimmt, sieht er mich als ‚Untermensch‘ weit unter der seinen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Mai-Ausgabe des journalists und online auf www.journalist.de. Der journalist ist mit einer Druckauflage von 27.000 Exemplaren (IVW) das größte und wichtigste Magazin für Journalist*innen in Deutschland. Herausgeber ist der Deutsche Journalisten-Verband, Verlag: Journalismus3000 GmbH.

journalist – Magazin für Journalist*innen

https://www.journalist.de

PolitLupe.de – Reul plant dritte Waffenverbotszone für Köln -„Ständigem Unsicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger begegnen“

Köln (ots) In Köln wird es auf dem Wiener Platz im Stadtteil Mülheim eine Waffenverbotszone geben. „Wenn ein ständiges Unsicherheitsgefühl für die Bürgerinnen und Bürger am Wiener Platz bereits zu einer gewissen Normalität geworden ist, dann ist etwas gehörig schiefgelaufen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe).

Mit der Einrichtung einer Videobeobachtungsanlage sowie einer starken Präsenz vor Ort sei die Kölner Polizei „schon einen ersten Schritt“ gegangen, um den Problemen vor Ort zu begegnen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung. „Jetzt soll mit der Einrichtung einer Waffenverbotszone der nächste Schritt gegangen werden“, fügte Reul hinzu. „In solchen sozialen Brennpunkten kann Polizeiarbeit aber nur ein Teil der Lösung sein“, so der NRW-Innenminister. Die Polizei setze auf die Unterstützung durch die Stadt und Lokalpolitik.

In Köln gibt es bereits seit 2021 in Bereichen der Ringe sowie auf der Partymeile Zülpicher Straße Waffenverbotszonen. Dort ist das Mitführen von Waffen, Messern, Reizgas und anderen gefährlichen Gegenständen untersagt.

Kölner Stadt-Anzeiger

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Medien Camp 2024: Rund 500 junge Talente auf dem Weg in den Journalismus

Berlin (ots) Wenn Bahn-Chef Richard Lutz, „Zeit Online“-Redakteurin Yasmine M’Barek und „Tagesschau“-Presenterin Amelie Marie Weber auf junge Talente treffen: Über 500 Menschen sind am heutigen Freitag beim Medien Camp in der Kulturbrauerei zusammengekommen, um über den Einstieg in den Journalismus zu diskutieren. Rund 80 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer befinden sich in einem Studium, Traineeship oder Volontariat. Auf Panels, in Workshops, Ask-Me-Anything-Sessions geht es um den Einstieg in die Branche. Zum Auftakt sprachen Yasmine M’Barek, Amelie Marie Weber, Kathrin Welsch und Tom Kölm über die verschiedenen Wege in den Journalismus.

Frederik von Castell, Kathrin Welsch, Amelie Marie Weber, Yasmine M’Barek
Bildrechte: Medienfachverlag Oberauer GmbH Fotograf: Pedro Becerra

„Sonst wechsle ich halt die Branche.“ Mit dieser Gelassenheit begegnet Yasmine M’Barek nicht nur dem eigenen Karriereweg, sondern zeigt sie auch im Job: Beispielsweise, wenn die 25-jährige Redakteurin von „Zeit Online“ im Podcast eine Dreiviertelstunde mit dem Kanzler spricht. Während M’Barek auf einer dualen Journalistenschule war und auf Nischenwissen setzt, kam Amelie Marie Weber über ein Volontariat in den Journalismus. Die Redakteurin und Presenterin bei der „Tagesschau“ sprach über den Wandel in der Branche und dass man sich wunderbar einbringen könne, um ihn mitzugestalten. Ihr Tipp: Bei LinkedIn mit den Menschen in Kontakt treten und vernetzen. Die meisten würden freundlich reagieren.

Bildrechte: Medienfachverlag Oberauer GmbH
Fotograf: Pedro Becerra

Wieder einen anderen Weg in die Branche fand Tom Kölm, Programmchef von Radio Fritz. Er brachte sich in jungen Jahren als Arbeiterkind selbst Radioschnitt bei und bewarb sich dann mit seinen Schülerradio-Proben bei großen Medienhäusern. Und das klappte. Dass auch ein Psychologie-Studium in die Branche führen kann, zeigt Kathrin Welsch. Die Personalleiterin von RTL 2 ermutigte, sich auch auf eine Stelle zu bewerben, wenn nicht alle Anforderungen erfüllt seien und in der Bewerbung authentisch zu bleiben. Moderiert wurde die Runde von Frederik von Castell, Chefredakteur des „medium magazins“.

Was haben die Deutsche Bahn und der Journalismus gemeinsam? Um diese Frage drehte sich die Keynote von Richard Lutz, CEO der Deutschen Bahn. Auch wenn die journalistische Berichterstattung unbequem sein könne und er sich über die ein oder andere Schlagzeile ärgere, müsse das Unternehmen die kritische Berichterstattung aushalten, weil sie essenzieller Bestandteil der Demokratie sei. Er habe sich nie träumen lassen, dass er Bahnchef werde.

Außerdem stellten sich unter anderem „Zeit Online“-Chefredakteur Jochen Wegner in einer Ask-Me-Anything-Session den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und beim Young Leaders Forum präsentierten die von „kress pro“ ausgezeichneten Top-Young-Leaders der Medienbranche ihre Cases aus der Praxis. Die weiteren Programmpunkte befinden sich auf der Homepage: https://medien-camp.com/timetable/

Bereits am Tag zuvor begann das Medien Camp mit der Medientour. Vier Medienhäuser ließen hinter die Kulissen blicken. Rund 200 junge Talente kamen zusammen und blickten bei „The Pioneer“, „Tagesspiegel“, „Welt“ und „Zeit Online“ hinter die Kulissen. Alev Dogan, stellvertretende Chefredaktion von „The Pioneer“, erklärte Live-Journalismus auf dem Medienschiff von „Pioneer One“. Beim Tagesspiegel gab Helena Wittlich Einblicke in das Innovation-Lab. Wie der Newsroom der Welt funktioniert, zeigte Ronald Warin. Und in der „Zeit Online“-Datenredaktion erklärte Julius Tröger, wie interaktiven Datenvisualisierungen entstehen.

Das Medien Camp wird veranstaltet vom Medienfachverlag Oberauer. Medienpartner sind „medium magazin“, „kress pro“, „newsroom“, „Meedia“, „Wirtschaftsjournalist:in“ und „Österreichs Journalist:in“. Die Veranstaltung wird unterstützt von SAP, Deutsche Börse Group und Porsche. Das nächste Medien Camp findet am 11. April 2025 in Berlin statt.

Medienfachverlag Oberauer GmbH

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ZDF-Politbarometer April II 2024

Mehrheit: Regierung wird halten – trotz extrem schlechtem Koalitionsklima/Spionage-Verdacht im AfD-Umfeld: Große Gefahr für Deutschland

Mainz (ots) Rund drei Viertel (74 Prozent) aller Befragten, und damit mehr als zuletzt (Feb II: 65 Prozent), sind der Meinung, dass die Ampelkoalition bis zum regulären Wahltermin im Herbst 2025 halten wird. Nur 22 Prozent (Feb. II: 31 Prozent) rechnen mit einem vorzeitigen Bruch der Koalition (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Dabei wird das Verhältnis der drei Koalitionspartner mittlerweile nicht einmal mehr von jedem zehnten Befragten als gut bezeichnet (9 Prozent), 87 Prozent halten es für schlecht. Schuld an diesem schlechten Verhältnis ist für 34 Prozent hauptsächlich die FDP, 26 Prozent machen vor allem die Grünen hierfür verantwortlich und 6 Prozent die SPD. Für 32 Prozent sind alle gleichermaßen schuld. Zurzeit wird auch darüber spekuliert, ob die FDP vorzeitig aus der Koalition aussteigen will, davon gehen jedoch nur 14 Prozent aus. Mit 80 Prozent schenken die meisten diesen Spekulationen keinen Glauben.

Unzufriedenheit mit Arbeit der Regierung

Das Verhältnis in der Regierung zwischen SPD, Grünen und FDP ist eher …
Bildrechte: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Wie in den letzten Monaten wird die Arbeit der Bundesregierung auch jetzt sehr negativ bewertet. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält die Koalition einen Durchschnittswert von minus 1,0. Dabei gibt es ein klares Gefälle zwischen den Ampelparteien: Die SPD erhält für ihre Regierungsarbeit einen Wert von minus 0,5, die Grünen werden mit minus 1,0 eingestuft und die FDP nur mit minus 1,3. Trotz dieser klaren Unzufriedenheit mit der amtierenden Regierung fallen auch die Erwartungen an eine unionsgeführte Regierung gering aus. Nur 30 Prozent glauben, dass es die CDU/CSU besser machen würde, wenn sie an der Regierung wäre. Für 45 Prozent wäre da kein großer Unterschied und 21 Prozent würden mit einer schlechteren Arbeit rechnen.

Mehrheit gegen FDP-Forderung nach Kürzungen im Bereich Soziales

In ihrem 12-Punkte-Plan hat die FDP diese Woche unter anderem Einschnitte bei den Sozialausgaben gefordert. Dies unterstützen nur 28 Prozent der Befragten, zwei Drittel (67 Prozent) sprechen sich gegen Kürzungen im Bereich Soziales aus, darunter mehrheitlich die Anhänger von SPD, Grünen, AfD, Linke und BSW. Die Beibehaltung der Schuldenbremse, ebenfalls eine Forderung der FDP, befürworten 54 Prozent. 40 Prozent sind für eine Lockerung.

Projektion: Grüne legen zu

Nach Verlusten bei den letzten beiden Politbarometer-Umfragen können die Grünen jetzt wieder zulegen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 15 Prozent (minus 1), die CDU/CSU erhielte 30 Prozent (minus 1) und die Grünen 15 Prozent (plus 3). Die FDP könnte mit 4 Prozent (unverändert) rechnen, die AfD mit 17 Prozent (minus 1), die Linke mit 4 Prozent (plus 1) und das BSW mit 5 Prozent (minus 1). Die anderen Parteien lägen weiterhin zusammen bei 10 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Bei einem solchen Ergebnis würde es reichen für eine Koalition aus Union und SPD oder für ein Bündnis aus Union und Grünen.

Top Ten: Nur Pistorius mit positiver Bewertung

Bei der Beurteilung der nach Meinung der Befragten zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius weiter mit großem Abstand auf Platz eins. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,8 (hier und im Folgenden Vergleichswert aus April I: 1,7) eingestuft. Auf Platz zwei folgt Markus Söder mit minus 0,3 (minus 0,1), danach Robert Habeck mit minus 0,4 (minus 0,6) sowie Annalena Baerbock mit minus 0,4 (minus 0,7). Karl Lauterbach wird mit minus 0,5 (minus 0,7) bewertet, Friedrich Merz mit minus 0,6 (minus 0,6) und Olaf Scholz ebenfalls mit minus 0,6 (minus 0,7). Christian Lindner kommt auf minus 1,0 (minus 0,8), auch Sahra Wagenknecht erhält minus 1,0 (minus 0,8) und auf dem letzten Platz liegt Alice Weidel mit minus 2,8 (minus 2,7).

AfD: Einflussnahme und Spionage durch Russland und China

Im Zusammenhang mit der AfD wird über Einflussnahme und Spionage von Staaten wie Russland und China berichtet. Drei Viertel (75 Prozent) bewerten das als große Gefahr für Deutschland. 20 Prozent sehen das nicht so, darunter 58 Prozent der AfD- und 36 Prozent der BSW-Anhänger.

EU: Mehrheit für engeren Zusammenschluss der Mitgliedsstaaten

Für die zukünftige Entwicklung der EU wünschen sich 57 Prozent einen engeren Zusammenschluss der Mitgliedsstaaten und 25 Prozent mehr Eigenständigkeit der Nationalstaaten, 13 Prozent wollen keine Änderung. Sehr positiv fällt die Bilanz zur EU-Mitgliedschaft aus: Für eine Mehrheit von 52 Prozent bringt die EU für uns vor allem Vorteile, nur für 13 Prozent stehen die Nachteile im Vordergrund und 32 Prozent meinen, dass sich Vor- und Nachteile ausgleichen.

Gut sechs Wochen vor der Europawahl sagen 50 Prozent (Apr. I: 44 Prozent), dass sie sich sehr stark oder stark dafür interessieren. 48 Prozent (Apr. I: 56 Prozent) bekunden derzeit wenig oder gar kein Interesse daran.

Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Europawahl wäre, käme die Union auf 30 Prozent (unverändert im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen), die Grünen auf 17 Prozent (plus 2), die SPD auf 15 Prozent (minus 1) und die AfD auf 15 Prozent (minus 1). Linke und FDP erhielten beide jeweils unverändert 3 Prozent, das BSW 4 Prozent (minus 1) und die anderen Parteien zusammen 13 Prozent (plus 1).

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 23. bis zum 25. April 2024 bei 1.228 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: SPD 16 Prozent, CDU/CSU 31 Prozent, Grüne 21 Prozent, FDP 4 Prozent, AfD 13 Prozent, Linke 4 Prozent, BSW 5 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 17. Mai 2024.

ZDF

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Für mehr Nachrichten Kompetenz und Transparenz im Journalismus

Bundesweite Newscamp-Serie von #UseTheNews erfolgreich gestartet.

Hamburg (ots) Wie wird ein Ereignis zur Nachricht? Wie sieht der Alltag einer Redaktion aus? Und wie unterscheidet man Falschmeldungen von echten Nachrichten? Mit einer Reihe von bundesweiten Newscamps will die Initiative #UseTheNews jungen Menschen Journalismus als Handwerk näherbringen, über den Umgang mit Falschinformationen aufklären und Nachrichtenkompetenz vermitteln.

Hilfreiche Werkzeuge für die Nachrichtennutzung: Eines der Newscamps im Rahmen des „Jahrs der Nachricht“ fand auf dem Jugendcampus UVERSE der Leipziger Buchmesse statt.
Bildrechte: Leipziger Messe GmbH Fotograf: Stefan Hoyer

In Workshops und Talks können Schülerinnen und Schüler in die Welt des Journalismus eintauchen, eigene Inhalte produzieren und mit Journalistinnen und Journalisten in den Austausch kommen. Die Newscamps finden im Rahmen des „Jahrs der Nachricht“ statt.

Erfolgreicher Auftakt in Bargum, Kaiserslautern und Leipzig

Den Auftakt der bundesweiten Aktion bildeten Newscamps in Bargum (Schleswig-Holstein) und Kaiserslautern. Gemeinsam mit NDR und SWR richtete #UseTheNews dort Workshops aus, in denen junge Menschen Fragen stellen und sich journalistisch ausprobieren konnten. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen wie das Erkennen von Falschinformationen, Berichterstattung über Landwirtschaftsthemen sowie plattformspezifische Nachrichten auf TikTok und Instagram. Medienschaffende teilten spannende Erkenntnisse ihrer täglichen Arbeit und diskutierten gemeinsam mit mehr als 180 Schülerinnen und Schülern den Journalismus von morgen.

Positive Resonanz erntete auch das dritte Newscamp auf dem Jugendcampus UVERSE der Leipziger Buchmesse in Kooperation mit dem Schulbuchverlag Westermann. Dabei gaben MDR, spreuXweizen und codetekt e.V. jungen Menschen hilfreiche Werkzeuge für die Nachrichtennutzung in sozialen Medien an die Hand. Auf spielerische Weise konnten Faktencheck-Strategien angewendet und Falschinformationen entlarvt werden.

„Die Förderung von Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz gelingt am besten über Partizipation. Mit den Newscamps wollen wir Jugendlichen auf interaktive und spielerische Art an die Themen Journalismus, Nachrichten und Desinformation heranführen“, sagt Vanessa Bitter, Projektleitung für das „Jahr der Nachricht“.

„Das ‚Jahr der Nachricht‘ inklusive der verschiedenen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen ist ein idealer Zeitraum, um über Fake-Informationen aufzuklären. Wir können mit dieser Initiative die Medienkompetenz junger Menschen stärken und somit hoffentlich mithelfen, die Verbreitung von Falschinformationen einzudämmen. Gerade als öffentlich-rechtliches Medienhaus sehen auch wir uns hier in der Verantwortung. Und die Teilnahme an den Newscamps bietet uns optimale Gelegenheiten, mit jüngeren Menschen zum Thema Informationsvermittlung in den Dialog zu kommen“, sagt Christin Bohmann, Redaktionsleiterin MDR Aktuell Online.

Bevorstehende Newscamps im „Jahr der Nachricht“

Das nächste Newscamp findet am 4. April auf dem Kunst- und Mediencampus in Hamburg im Rahmen der Jubiläumsfeier des Bürgersenders TIDE statt. Auf dem Programm stehen der „Mini-Gute-Nachrichten-Kurs“ von SPIEGEL Ed sowie Talks zur Entstehung eines Podcast von Salon5 und zum Unterschied zwischen Journalistinnen und Journalisten einerseits und Influencern andererseits, angeboten vom NDR. Zudem können die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Arbeit des von #UseTheNews initiierten Social-Media-Formats „Social News Daily“ erhalten.

Weitere Camps sind beispielsweise in Sachsen-Anhalt im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Journalismus“, in Nordrhein-Westfalen zum Fest der Demokratie und im Saarland auf dem SR Ferien Open Air geplant. Alle Termine zu anstehenden Newscamps mit Link zur Anmeldung sowie weitere Informationen sind unter https://www.usethenews.de/de/newscamps zu finden.

Mehr Informationen zum Jahr der Nachricht unter www.usethenews.de/de/jahr-der-nachricht-2024

PolitLupe.de – Berliner Morgenpost: Macht der Arbeitnehmer

Ein Kommentar von Thorsten Knuf zur Einigung im Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL.

Berlin (ots) Deutschland kann aufatmen: Der Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL, der die Republik über Monate in Wallung brachte, ist beigelegt. Die Lokführer haben viel für sich herausgeholt. Sie bekommen die geforderte Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden – aber erst in einigen Jahren, und auch nur dann, wenn jeder einzelne Beschäftigte das wirklich für sich will. So ist die Zeit der wiederkehrenden Streiks bei der Bahn erst einmal vorbei.

Dieser Tarifkonflikt ist vonseiten der GDL und ihres scheidenden Vorsitzenden Claus Weselsky außergewöhnlich entschlossen geführt worden. Ihnen kam der besondere Umstand zugute, dass die kleine Berufsgruppe der Lokführer in der Lage ist, einen Großteil des Verkehrs in Deutschland lahmzulegen und so maximalen Druck aufzubauen.

Doch auch anderswo kämpfen die Gewerkschaften mit harten Bandagen um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, zurzeit etwa in der Luftfahrtbranche, im Nahverkehr und im Handel. In den beiden wichtigsten Branchen, dem öffentlichen Dienst und der Metallindustrie, ging es in den zwei zurückliegenden Jahren ebenfalls robust zur Sache. Angesichts schnell steigender Lebenshaltungskosten und einer zunehmenden Arbeitsverdichtung ist in nahezu allen Belegschaften der Unmut groß. In den vergangenen Jahrzehnten waren Ausstände in Deutschland sehr selten. Das hat sich inzwischen geändert. Häufigere Streiks und Warnstreiks sind nicht nur ein Indiz dafür, dass die Verteilungskämpfe härter geworden sind. Da die Gewerkschaften derzeit reihenweise sehr ordentliche Tarifabschlüsse durchsetzen, liegt auch der Gedanke nahe, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu verschieben beginnt. Und zwar in Richtung der Beschäftigten.

Das Hauptproblem vieler Unternehmen sind heute nicht mehr vergleichsweise hohe Löhne und Abgaben, sondern der Mangel an Personal. Es fehlt an Fachkräften und selbst an Helfern, die einfache Tätigkeiten übernehmen. Und der Mangel an Arbeitskräften wird sich in den kommenden Jahren noch einmal dramatisch verschärften, weil sich die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer nach und nach in den Ruhestand verabschieden. Selbst jetzt, wo die Wirtschaft hierzulande im besten Fall stagniert, erweist sich der Arbeitsmarkt als robust. Zwei, drei Generationen in diesem Land sind in dem Bewusstsein aufgewachsen, dass die Massenarbeitslosigkeit die größte Geißel der Gesellschaft ist. Das Problem der Zukunft wird der Arbeitskräftemangel sein. Das, was jedermann im Alltag heute schon spüren und sehen kann, ist erst der Anfang.

In dieser Situation wächst zwangsläufig die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften. Wenn Unternehmen nicht mehr mit Personalabbau drohen können, weil sie ja händeringend Personal suchen, schwächt das ihre Position. Wenn sie überhaupt eine Chance im Wettbewerb um die wenigen Fachkräfte haben wollen, müssen sie attraktive Löhne und Arbeitsbedingungen bieten.

Schon jetzt können sogar Beschäftigte, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind und in Betrieben ohne Tarifbindung arbeiten, ihre neue Macht ausnutzen: Wer etwa als IT-Spezialist, Busfahrerin oder Pflegekraft weiß, dass es überall freie Stellen gibt, der kann sich den besten Arbeitgeber aussuchen. Für viele Chefs mag das ein Kulturschock sein und für viele Arbeitnehmer gewöhnungsbedürftig. Aber das ist die neue Realität.

BERLINER MORGENPOST

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PolitLupe.de – Corona muss aufgearbeitet werden – nicht nur von der AfD

Mainz. (ots) Aufarbeiten oder auf sich beruhen lassen? Bei der Frage, wie mit dem staatlichen und gesellschaftlichen Handeln in der Coronapandemie umzugehen ist, gibt es kein klares „richtig“ oder „falsch“. Einerseits gab es die schwerwiegendsten Grundrechtseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Was zwangsläufig zur Frage führt, welche Maßnahmen man in künftigen Krisen für zumutbar erachtet und welche als zu hart. Andererseits birgt eine Aufarbeitung auch die Gefahr, aus heutiger Perspektive das damalige Verhalten, das meist von hoher Unsicherheit geprägt war, ungerecht und falsch zu beurteilen. Es gibt also für beide Herangehensweisen gute Gründe, die man besonnen abwägen sollte.

Doch das ist schon der Kern des Problems: Auch bei Corona gab es oft kein klares „richtig“ oder „falsch“. Keine eindeutige Wahrheit. Und doch wurde genau dies häufig so propagiert. Von „Coronaleugnern“ auf der einen Seite, die angeblich genau „wussten“, dass alles nur „Fake“ ist. Aber auf der anderen Seite auch von vielen Politikern, Medien(vertretern) und Wissenschaftlern, die Zweifel, Kritik, berechtigte Warnungen bei bestimmten Maßnahmen – die klar erkennbar andere Gefahren nach sich zogen – als „Schwurbeln“ diskreditierten. Oder gar in die rechte Ecke stellten.

Es gibt zwei große Fehler der deutschen Coronapolitik und -diskussion. Erstens: Dass das völlig einseitig beratene Kanzleramt mit Angela Merkel an der Spitze viel zu lange einen harten, von der „No Covid“-Strategie geprägten Kurs eingeschlagen hat (wozu auch autoritäre Auswüchse wie die 2G-Regeln gehören). Obwohl viele andere Länder schon längst einen anderen Umgang mit Corona eingeleitet hatten. Zweitens: Dass nahezu jeder Corona-Streitpunkt moralisch überladen und zu einer Frage von „gut“ oder „böse“ gemacht wurde. Diese starke Polarisierung, etwa in der Impf- und Impfpflichtdebatte, wurde von zwei Seiten betrieben – die Verwerfungen bis hinein in Familien und Freundeskreise spüren wir bis heute. Sie sind ein Grund für den gewachsenen Vertrauensverlust in die Politik und die klassischen Medien.

Diese Diagnose wiederum liefert dann auch eine Antwort auf die Eingangsfrage: Wenn man auf politischer Ebene die Aufarbeitung nicht Demokratiefeinden und der AfD überlassen will, müssen die anderen Parteien das Thema selbst auf die Tagesordnung des Parlaments setzen. Und somit auch eine erneute gesellschaftliche und mediale Debatte in Gang bringen, die sehr schmerzhaft, aber hoffentlich auch heilsam sein kann.

Allgemeine Zeitung Mainz

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