Archiv der Kategorie: Tiere

Gesundheitsrisiken durch Wildtiere gering

Frankfurt (ots) In Mitteleuropa gibt es keine durch Füchse oder Waschbären übertragenen Krankheiten, die ein nennenswertes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen.

Das Risiko, durch Fuchs oder Waschbär angesteckt zu werden, ist in Europa äußerst gering. Bild: Timo Litters, Wildtierschutz Deutschland

Es sind fast ausschließlich Jagdverbände, die immer wieder gegen Fuchs, Waschbär, Marderhund und andere Beutegreifer hetzen. Die oft unsachliche, tendenziöse Kommunikation aus Teilen der Jägerschaft und ihrer Vertreter ist durchsichtig: Auf der Suche nach immer neuen „Alibis“ für die ökologisch sinnlose Jagd auf Beutegreifer wollen sie der weitgehend uninformierten Öffentlichkeit weismachen, dass es erforderlich sei, diese Tiere unter anderem deshalb zu jagen, um gesundheitlichen Schaden vom Menschen abzuwehren. Wie wenig belastbar diese Begründung für die Verfolgung von Fuchs und Co. ist, zeigt schon ein Vergleich der Risiken mit von Mensch zu Mensch übertragenen Viruserkrankungen.

In Deutschland sind durch Tiere übertragene Krankheiten – man spricht von Zoonosen – extrem selten. Die vom Fuchs durch einen Bandwurm übertragene alveoläre Echinokokkose ist eine meldepflichtige Krankheit und führt gemäß Robert-Koch-Institut in Deutschland zu etwa 40 Erkrankungen pro Jahr. Das sind in etwa so viele Menschen, wie hierzulande durch Jagdwaffen zu Tode (!) kommen. Die Echinokokkose ist eine der seltensten Zoonosen in Europa. Dagegen starben in der Grippesaison 2017/18 allein etwa 25.000 Menschen durch eine Virusgrippe!

In Deutschland gibt es seit etwa 90 Jahren Waschbären in der freien Natur, derzeit etwa eine bis anderthalb Million – Tendenz steigend. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der überwiegende Teil dieser Tiere zoonotische Parasiten aufweist (LUX et PRIEMER 1995, GEY 1998, ROSATTE 2000, GEHRT 2003), unter anderem auch Spulwürmer. Durch die orale Aufnahme von mit Spulwurmeiern durchsetztem Kot oder entsprechend kontaminierter Erde kann sich auch der Mensch mit dem Waschbärspulwurm (Baylisascaris procyonis) infizieren. Das passiert aber eher selten, wie wissenschaftliche Studien (z.B. Michler & Michler, 2012, zum epidemiologischen Risiko des Waschbären in Mitteleuropa) oder auch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit berichten.

Zahlen gibt es aus Nordamerika: 2018 wurden in den USA, einem Land mit einer Bevölkerung von über 330 Millionen Menschen, wo Waschbären nahezu flächendeckend vertreten sind, gerade mal 23 Infektionen diagnostiziert, von denen sechs zum Tod führten.

Wie viel gefährlicher sind da durch den Menschen übertragene Krankheiten: Alleine in den letzten zwölf Monaten (Stand Ende Dezember 2021) gab es in Deutschland über 85.000 Covid-19-Todesfälle. Das Robert-Koch-Institut berichtete 2019 von 400.000 bis 600.000 pro Jahr durch Krankenhauskeime eingefangenen (nosokomialen) Infektionen, die in 10.000 bis 20.000 Fällen zum Tode führen.

Selbst wenn die genannten Wildtiere für das Infektionsgeschehen in Deutschland bedeutend wären – was sie erwiesenermaßen nicht sind – könnte mittels der Jagd gar nicht gegengelenkt werden, eher ist das Gegenteil der Fall. Forschungen auf der einen (z.B. Comte S. et al (2017): Echinococcus multilocularis management by fox culling) und Praxisergebnisse auf der anderen Seite (zum Beispiel aus dem seit 2015 Fuchsjagd freien Luxemburg) belegen, dass z.B. die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm in intensiv bejagten Fuchsrevieren steigt, wohingegen sie ohne Jagd sinkt.

Man mag über Füchse, Waschbären und andere Beutegreifer denken wie man will. Sie – wie es die Jagdverbände machen – zu Risiken für unsere Gesundheit zu stilisieren, ist angesichts der tatsächlichen Gesundheitsrisiken ziemlich daneben. Auch sprechen Praxis- und Forschungsergebnisse dafür, dass die Jagd in diesem Zusammenhang die Risiken für uns Menschen eher erhöht.

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Über Wildtierschutz Deutschland e.V.:

Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

WEB: www.wildtierschutz-deutschland.de
www.facebook.com/wildtierschutz

Neujahrsvorsatz „Weniger Fleisch essen“ – Was bringt es wirklich und wie viele Tierleben rettet mein Fleischverzicht?

Berlin (ots) Problematische Tierhaltung, hoher Ressourcenverbrauch und exzessive Antibiotika-Behandlungen – es gibt viele Gründe um sich vegetarisch zu ernähren. Viele Menschen nehmen sich zum neuen Jahr daher vor, weniger Fleisch zu essen. Doch was bringt der Fleischverzicht?

Neujahrsvorsatz „Weniger Fleisch essen“ – Was bringt ein veganer Januar (veganuary) wirklich und wie viele Tierleben rettet mein Fleischverzicht? / Online-Rechner zeigt Auswirkungen auf.

Ein Online-Tool zeigt an, wie viele Tiere für den persönlichen Fleischkonsum geschlachtet werden mussten und wie viel Antibiotika und Ressourcen für die Zucht eingesetzt wurden. Vegetarier und Flexitarier können ausrechnen, wie viele Tierleben gerettet wurden und wie sehr die Umwelt entlastet wurde.

Unter https://www.blitzrechner.de/fleisch kann berechnet werden, wie viel Futtermittel, Antibiotika und Tierleben für den eigenen Fleischkonsum notwendig sind. Standardwerte wie der durchschnittliche Fleischkonsum sind bereits vorausgefüllt, können aber einfach auf das eigene Essverhalten angepasst werden. So erhält jeder Verbraucher sein ganz persönliches Ergebnis. Zudem kann simuliert werden wie viele Ressourcen eingespart werden, wenn ein Teil der Fleischmahlzeiten durch eine vegetarische Alternative ersetzt wird.

„Diskussionen zwischen Vegetariern und eingefleischten Fleischessern werden häufig sehr emotional geführt. Die Argumente sind meist stark von den eigenen Wertvorstellungen geprägt und wenn überhaupt wird mit sehr allgemeinen Zahlen argumentiert. Zwar weiß jeder, dass für die Fleischproduktion Tiere gezüchtet und geschlachtet werden. Aber dem Stück Fleisch in der Pfanne sieht man die Auswirkungen auf die Umwelt nicht an. Der Fleischrechner lässt den Ressourceneinsatz und die negativen Folgen für die Umwelt greifbar werden.“, so Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de

In Literatur, Studien und Informationsangeboten finden sich häufig nur allgemeine Durchschnittswerte. Der Fleischrechner hingegen liefert jedem sein ganz persönliches Ergebnis. Ziel des Rechners ist es aber nicht, Verbraucher zu der einen oder anderen Ernährungsweise zu bekehren, sondern das eigene Handeln transparent zu machen. Verbraucher können dabei verschiedene Szenarien durchspielen: Was passiert, wenn ich mich weiter ernähre wie bisher? Wie viele Tiere können weiterleben, wenn jede zweite Mahlzeit fleischfrei ist? Wie wirkt sich das auf die Umwelt aus?

Über blitzrechner.de

Blitzrechner.de ist Deutschlands größtes Rechenportal rund um Verbraucherthemen und liefert Antworten auf typische Alltagsfragen. Wie viel Strom verbraucht mein Laptop? Wie berechnet man die Mehrwertsteuer? Wie werden Schuhgrößen oder Hosengrößen in internationale Maße umgerechnet? Und wie funktioniert eigentlich nochmal Prozentrechnung?

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Mehr als 50 % der deutschen Haustiere können sich auf ein Weihnachtsgeschenk freuen.

Berlin (ots) Die Bescherung ist an Weihnachten das Highlight vieler großer und kleiner Deutschen. Das perfekte Geschenk zu finden, ist jedoch nie eine leichte Aufgabe. Damit am Ende das richtige Geschenk unterm Baum liegt, shoppen zum Beispiel schon 24 % der Millennials die Geschenke für ihre Liebsten bereits im September/Oktober. Aber die Lieblingsmenschen sind natürlich nicht die einzigen Empfänger:innen von Geschenken an Weihnachten.

Klarna Umfrage: Auch Haustiere dürfen sich auf Weihnachtsgeschenke freuen. / Mehr als 50 % der deutschen Haustiere können sich auf ein Weihnachtsgeschenk freuen.

Denn die meisten deutschen Haustierbesitzer:innen möchten, dass ihre pelzigen (oder nicht pelzigen) Freunde die Festtage genauso genießen wie alle anderen auch und verwöhnen sie ebenfalls mit Geschenken.

In der aktuellen Klarna Studie „Holiday Gift Shopping for Pets„* wurden weltweit 16.900 Verbraucher:innen in 16 Ländern zum Thema Geschenke für Tiere befragt. Unter mehr als 1.000 Teilnehmer:innen aus Deutschland zeigen sich klare Tendenzen, wenn es um das Beschenken der tierischen Freunde geht.

Die vom Shopping-Service und Zahlungsanbieter Klarna evaluierten Umfragedaten haben ergeben, dass 55 % der deutschen Haustierbesitzer:innen planen, ihrem Haustier ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Tierspielzeug (77 %), Futter (50 %) und Zubehör wie Betten, Essschalen usw. (29 %) sind die beliebtesten Geschenke für die pelzigen oder nicht pelzigen Familienmitglieder.

Der Wunsch, sein Haustier zu verwöhnen, ist übrigens bei allen Geschlechtern gleich groß: 54 % der Frauen und 56 % der Männer planen, ein Geschenk für ihr Haustier zu kaufen. Die Millennials (68 %) sind hier ganz weit vorne anzutreffen, dicht gefolgt von der Gen Z (61 %), während die Babyboomer (41 %) auf dem letzten Platz liegen.

Im Deutschlandvergleich der Klarna internen Daten** zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede. Die Menschen aus Schleswig-Holstein sind beim Onlineshopping für ihre Tiere besonders aktiv. Sie shoppen 47 % mehr als der deutsche Durchschnitt für ihre tierischen Begleiter, während die Berliner 37 % weniger shoppen.

Und obwohl die Deutschen die Bilder der Haustiere ihrer Freunde auf Instagram „liken“, planen nur 19 % der Deutschen ein Geschenk für das Haustier eines anderen zu kaufen. Das ist im Gegensatz zu amerikanischen Verbraucher:innen eine geringe Anzahl: Amerikaner:innen sind mit 35 % diejenigen, die am ehesten Geld in das Geschenk für das Haustier von anderen investieren. Sie lieben nicht nur ihre engsten Menschen, sondern auch deren Haustiere!

* Die Klarna Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Dynata online an eine repräsentative Stichprobe von mehr als 16.900 Verbraucher:innen im Alter von 18-66+ in 16 Ländern versandt, mit mehr als 1.000 Befragten pro Land. Die Umfrage wurde im August 2021 durchgeführt.

** Der Index 100 zeigt den durchschnittlichen Einkauf im Bereich Haustierartikel (beinhaltet Spielzeug, Futter, Kleidung, Accessoires und andere Produkte explizit für Haustiere) im Zeitraum von 01. Januar 2021 bis 07. Dezember 2021. Der Index errechnet sich proportional zur Einwohnerzahl der Region.

Web: https://www.klarna.com/de/

Rekordsumme für bedrohte Panzerechsen „Zootier des Jahres“-Kampagne bringt mehr als 150.000 Euro ein

Berlin/Landau (ots) Ein Rekord-Erfolg für den Artenschutz: Die „Zootier des Jahres“ – Kampagne 2021 konnte erstmals mehr als 150.000 Euro erbringen. „Wir sind überwältigt, dass die diesjährige Kampagne diese unglaubliche Summe eingebracht hat“, sagt Dr. Arne Schulze, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). „Es ist die mit Abstand höchste Fördersumme, die wir seit Beginn unserer Kampagne im Jahr 2016 erreichen konnten.“ Die gesammelten Mittel fließen nun in effektive Schutzmaßnahmen für hochbedrohte Krokodilarten auf Kuba, auf den Philippinen, auf Borneo und in Nepal.

Krokodilnachwuchs im Kölner Zoo 2021 (Philippinenkrokodile)

Viele Krokodilarten gelten als gefährdet und sechs Arten werden von der Weltnaturschutzunion IUCN sogar als „von der Ausrottung bedroht“ eingestuft. Denn Menschen dringen bis heute immer weiter in die Lebensräume der Krokodile vor und töten sie, weil sie die Tiere als Gefahr für sich und ihre Haustiere ansehen. Ihr Fleisch und die Eier werden verzehrt, die Moschusdrüsen der Krokodile werden zur Parfümherstellung genutzt und weil Krokodile Fische fressen, gelten sie darüber hinaus als Konkurrenten der Fischer.

Zusätzlich dezimiert der Lebensraumverlust, etwa durch den Bau von Dämmen, sowie die zunehmende Wasserverschmutzung die Krokodilbestände. An den Rand der Ausrottung brachte die Krokodile jedoch insbesondere die wachsende Nachfrage nach ihrer Haut, weil die Modeindustrie anfing, daraus Handtaschen, Schuhe, Koffer, Gürtel und andere Waren herzustellen.

Dabei übernehmen Krokodile eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung ihres Lebensraumes. Als große Prädatoren stehen sie an der Spitze der Nahrungspyramide und sind entscheidend für das ökologische Gleichgewicht. Da sie unter anderem Aas fressen, reinigen sie die Gewässer und anliegende Landflächen von Kadavern. Wenn sie jagen, haben sie es besonders auf schwache, verletzte und kranke Tiere abgesehen. Sie regulieren die Bestände räuberischer Welse oder Piranhas, die sich ihrerseits von für den Menschen bedeutenden Speisefischen ernähren. Zudem sind sie wahre „Ökosystemingenieure“, da sie Mangrovenwälder formen und erhalten, indem sie massive Unterwasserhöhlen und -kanäle ausgraben, die Wasserdynamik und essenzielle Mikrolebensräume schaffen, die wiederum Artenvielfalt ermöglichen.

Die bereits jetzt erkennbaren, negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme in den Heimatländern der Krokodile machen ihren Schutz daher besonders wichtig.

Gustavo Sosa from the captive breeding facility in Zapata Swamp releases a Cuban Crocodile from captivity into the wild with actress Abril Schreiber (Wiederansiedlung von Kuba-Krokodilen in den Zapatasümpfen Kubas) /

Ausschlaggebend für den Erfolg der diesjährigen „Zootier des Jahres“-Kampagne war die enge Zusammenarbeit mit den zoologischen Gärten und deren rege Beteiligung. Mit ihrer guten Öffentlichkeitsarbeit betrieben sie wichtige Lobbyarbeit für die stark bedrohten Panzerechsen.

Neben ihrem Bildungsauftrag züchten Zoos zudem gefährdete Tierarten im Rahmen wissenschaftlich geführter Nachzuchtprogramme. Etwa das Philippinenkrokodil – eine mittelgroße Krokodilart, die in ihrem Heimatland, den Philippinen, von der Ausrottung bedroht ist.

Auf den Philippinen leben nur wenige genetisch getestete Tiere in den Zuchtstationen, wodurch der Europäische Zoobestand besonders wertvoll für den Arterhalt wurde, denn reinerbige Tiere sind eine Grundvoraussetzung für die Wiederansiedlung. Die Haltung der Tiere ist aufwendig und kompliziert. Hinzu kommt, dass Philippinenkrokodile erst mit 10 – 15 Jahren geschlechtsreif werden, was eine lange Generationsdauer zur Folge hat. Dies bedeutet, dass es viele Jahre dauert, bis eine stabile Population in menschlicher Obhut aufgebaut ist und an eine Wiederansiedlung gedacht werden kann. Seit Beginn der Zuchtbemühungen in Europa konnte die Anzahl durch Nachzuchterfolge in verschiedenen Zoologischen Gärten von anfangs 15 auf mittlerweile 51 Tiere erhöht werden.

Ende Dezember 2020 war es dann erstmals soweit: zwei Philippinenkrokodilnachzuchten aus dem Kölner Zoo, Partner der diesjährigen Kampagne, traten die Reise in ihr ursprüngliches Heimatland an. Sie werden auf den Philippinen ihren Beitrag dazu leisten, eine reinerbige Philippinenkrokodilpopulation zu gründen, mit dem Ziel der Wiederansiedlung im Siplas Naturschutzgebiet.

Mit der finanziellen Unterstützung durch die „Zootier des Jahres“-Kampagne werden dafür neue, sogenannte „soft-release“-Anlagen und eine weitere Nachzuchtstation direkt in dem Schutzgebiet gebaut. Zudem soll ein Zentrum für Umweltbildung, sowohl für Einheimische als auch für Touristen, entstehen und ein Konzept für nachhaltigen Tourismus in der Region umgesetzt werden.

Auch dieses Jahr schlüpften im Zoo Köln vier Philippinenkrokodile. Die jungen Krokodile werden etwa im Alter von zwei Jahren ebenfalls auf den Philippinen wiederangesiedelt, um dort die lokalen Populationen weiter zu stärken.

„Das ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie von Zoos koordinierte Erhaltungszuchtprojekte aktiv zu In-situ-Schutzmaßnahmen beitragen oder, wie in diesem Fall, überhaupt erst möglich machen“, sagt der Kölner Aquariumsleiter Prof. Dr. Thomas Ziegler, der auch Regionaler Vorsitzender der IUCN „Crocodile Specialist Group“ in Europa ist. Durch die gezielte Kombination von Nachzucht in menschlicher Obhut und gleichzeitiger Vorbereitung optimaler Lebensbedingungen im Ursprungshabitat, wird so das bestmögliche zum Schutz bedrohter Arten umgesetzt. „Ganz im Sinne des „One Plan Approaches“, der das effektive Zusammenwirken von In-situ- und Ex-situ-Maßnahmen und Expertengruppen empfiehlt.“

Auch das nächste „Zootier des Jahres“ wird die ZGAP wieder zusammen mit ihren Kampagnenpartnern, dem Verband der Zoologischen Gärten, der Deutschen Tierpark-Gesellschaft, der Gemeinschaft der Zooförderer und weiteren Tiergärten, Zoos und Verbänden Anfang des Jahres, genauer am 26. Januar 2022, im Zoo Landau verkünden.

Web: zgap.de

„Tierisch engagierte“ Bescherung vor dem Fest: Weihnachtsengel Jana Ina Zarrella übergibt Geschenke an Tierheimtiere

Krefeld (ots) TV-Moderatorin Jana Ina Zarrella übergibt im Tierheim Bonn Geschenke an Tierheimtiere als prominente Botschafterin im Rahmen der Fressnapf-Kampagne „Frohe Weihnachten für ALLE Tiere“

„Tierisch engagierte“ Bescherung vor dem Fest: Weihnachtsengel Jana Ina Zarrella übergibt Geschenke an Tierheimtiere

In diesem Jahr kommt die große Bescherung schon vor dem Fest: TV-Moderatorin Jana Ina Zarrella übergibt im Tierheim Bonn eine komplette Wagenladung Geschenke für Hund, Katze und Co. Mehr als 50 Pakete mit Futter, Spielzeug und Tierzubehör wurden dort freudig entgegengenommen. Die beliebte Prominente ist Botschafterin der Fressnapf-Initiative „Tierisch engagiert“, die das soziale sowie das Tierschutz-Engagement der Fressnapf-Kundschaft und des Unternehmens bündelt.

Im Kern der Kampagne „Frohe Weihnachten für ALLE Tiere“ werden dazu in teilnehmenden Fressnapf-Märkten noch bis Heiligabend Wunschbäume stehen, die Bedürfnisse der Tierheimtiere vor Ort repräsentieren. Diese Zettel mit Wünschen, wie etwa ein besonderes Futter, ein Liegeplatz oder ein Halsband, können von der Kundschaft abgenommen, erfüllt und unter den Baum gelegt werden. Nach Heiligabend werden die Fressnapf-Teams die Geschenke ausliefern. Bislang sind deutschlandweit bereits mehr als 40.000 Weihnachtswünsche der Tiere erfüllt worden – damit konnte die Bestmarke aus dem vergangenen Jahr um knapp 10 Prozent gesteigert werden! Ein Ergebnis, das keine zwei Wochen vor dem Fest besonders froh stimmt. „Die Dankbarkeit hier im Tierheim zu erleben, bewegt mich tief. Die Tierheime und ihre Belegschaft hatten und haben es in Zeiten der Pandemie und teilweise auch durch die Hochwasserkatastrophe so schwer – nun können wir endlich ein bisschen Hoffnung und Freude schenken“, so eine gerührte Jana Ina Zarrella.

Für sie ist auch klar: Das schönste Geschenk für die Tierheimtiere ist ein neues und sicheres Zuhause „Unsere Cici kommt ebenfalls aus dem Tierschutz und so viele tolle Tiere würden gerne wieder in einer Familie sein. Aber bitte, bitte: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke und auch eine Adoption sollte gut überlegt sein, denn man übernimmt lebenslange Verantwortung und Verpflichtungen. Darum vermitteln viele Einrichtungen zum Fest auch nicht, sondern erst wieder, wenn die Feiertage vorbei sind. So wird verhindert, dass aus der Emotion heraus ein Tier angeschafft wird“, so die tiererfahrene Zarrella weiter. Und dieser Einsatz in Sachen Tierschutz war nicht der Einzige für Jana Ina Zarrella in diesem Jahr.

Viele Herausforderungen für den Tierschutz in 2021 – „Tierisch engagiert“ konnte helfen

Dass das Thema Adoption und Verantwortung in ihrer Familie wichtig ist, hat sie auch bereits im Sommer bewiesen: Stellenweise wurden zum Ende der Lockdowns wieder mehr Tiere zurückgegeben, weil sie vermeintlich nicht mehr in den Lebensalltag der Menschen passten. Gemeinsam mit Fressnapf hat Jana Ina eine breit angelegte Ratgeber-Kampagne unter dem Hashtag #MeinTierbleibtbeimir begleitet. In einer großen Ratgeber-Welt wird z. B. für Bürohunde und deren positive Wirkung auf das Betriebsklima geworben.

Hinzu kam im Sommer die beispiellose Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, die auch viele Tierschutzeinrichtungen hart getroffen hat. Hierbei hat die Fressnapf-Initiative „Tierisch engagiert“ mit Unterstützung von Kundschaft, Mitarbeitenden, Franchisepartnern und Familie Zarrella ebenfalls vieles bewegen können. Ein zügig eingerichteter Soforthilfe-Fonds auf der Plattform des zertifizierten Partners betterplace.org wuchs binnen weniger Tage auf über 300.000 EUR an. Geld, mit dem mehr als 20 Tierschutzeinrichtungen geholfen werden konnte. Mit Hilfe der Spenden wurde z. B. im Gnadenhof Anna in Rheinbach der Wiederaufbau durch Jana Ina und Giovanni Zarrella begleitet und ein Scheck von mehr als 23.000 EUR übergeben.

„Die Solidarität für Mensch und Tier sowie innerhalb der Fressnapf-Familie und unserer Kundschaft in diesem Jahr war erneut auf so vielen Ebenen bewegend“, fasst Claudia Bethke, verantwortlich für „Tierisch engagiert“, zusammen. „Wir konnten in mehreren Bereichen von Tierschutz bis hin zu tiertherapeutischen Projekten Geld-, Sach- und Futterspenden in Höhe eines siebenstelligen Euro-Betrages realisieren“, so Bethke stolz.

Mehr Informationen zur gesamten Initiative auch unter www.fressnapf.de und www.tierisch-engagiert.de.

Der Kaisermantel ist der Schmetterling des Jahres 2022 – gesunde Mischwälder braucht das Land

Berlin (ots) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes küren den Kaisermantel zum Schmetterling des Jahres 2022. Der größte mitteleuropäische Perlmuttfalter ist zwar noch ungefährdet, doch seine Lebensräume werden immer kleiner.

Tim Laußmann/BUND

Jochen Behrmann von der Naturschutzstiftung des BUND NRW: „Der Kaisermantel führt uns vor Augen, wie wichtig gesunde und naturnahe Wälder sind. Vielerorts beobachten wir einen Rückgang der Falterpopulationen. Triste Fichtenmonokulturen sind nicht nur für den Schmetterling des Jahres ungeeignete Lebensräume. Hier stehen die Bäume häufig so eng, dass nur wenig Licht auf den Waldboden fällt und kaum Pflanzen wachsen. Der Kaisermantel ist jedoch auf Bodenbewuchs angewiesen. Für den auffälligen Falter ist naturnaher lichter Mischwald der ideale Lebensraum. Zudem ist er wesentlich artenreicher und auch beständiger gegen Klimaphänomene. Auf den Flächen mit abgestorbenen Fichten sollte daher künftig besser Mischwald wachsen.“

Im Sommer bewohnt der Kaisermantel Waldränder und Lichtungen, wo er häufig an Disteln, Flockenblumen oder Skabiosen saugt. Anders als die etwas blasser gefärbten Weibchen zeigen die satt orangefarbenen Männchen breite Striche auf den Vorderflügeln, die „Duftschuppen“. Damit locken sie die Weibchen an. Diese legen nach der Paarung ihre Eier in geringer Höhe an Baumrinde ab, aber nur an Bäumen, die in der Nähe von Veilchen wachsen. Im Spätsommer schlüpfen die Raupen, fressen aber zunächst nur ihre Eihülle. Dann verbergen sie sich in Ritzen der Baumrinde, um zu überwintern. Erst im Frühjahr krabbeln die Raupen herunter auf den Waldboden und ernähren sich von den Blättern verschiedener Veilchenarten.

Mehr Informationen:

Zum Schmetterling des Jahres 2022: www.bund.net/schmetterling-des-jahres

Steckbrief des Kaisermantels:

Systematik:

Der Kaisermantel (Argynnis paphia) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und gehört dort zu den Perlmuttfaltern. Der Name Perlmuttfalter bezeichnet ein gemeinsames Merkmal dieser Falter: die perlmuttartig schimmernden Flecken auf der Unterseite der Flügel. Gemeinsam ist den Perlmuttfaltern auch eine orangefarbene Oberseite mit einem Muster aus dunklen Flecken. Zur sicheren Artbestimmung ist bei Perlmuttfaltern außer der Oberseite meist auch ein Blick auf die Unterseite hilfreich.

Verbreitung:

Der Kaisermantel ist eine euro-sibirische Art, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Europa über die gemäßigten Klimagebiete Asiens bis nach Japan. In Deutschland ist die Art in allen Bundesländern vertreten, auch in allen Nachbarstaaten kommt sie vor.

Lebensraum:

Der Kaisermantel liebt offene, lichte Mischwälder mit reichhaltiger, aber nicht zu dichter Bodenvegetation, wo Veilchen als Futter für die Raupen wachsen und im Sommer eine reiche Blütenvielfalt Nektar für die Falter bietet.

Nahrung der Raupen:

Die Raupen des Kaisermantels sind hoch spezialisiert und fressen nur an Veilchenarten.

Beschreibung Imagines:

Der Kaisermantel macht mit gut sechs Zentimetern Spannweite und als größter mitteleuropäischer Perlmuttfalter seinem Namen alle Ehre. Mit der leuchtend orangefarbenen Flügeloberseite und dem schmalen, silbrig schimmernden Band auf der grünlichen Unterseite, der zu seinem weniger gebräuchlichen Namen „Silberstrich“ geführt hat, gehört er zu den schönsten und auffälligsten Tagfaltern im Hochsommer.

Männchen und Weibchen sehen für Laien erst einmal gleich aus, lassen sich jedoch bei genauem Hinsehen unterscheiden: Die Männchen sind oft strahlend orange gefärbt und besitzen breite Striche auf den Vorderflügeln, so genannte Duftschuppen. Die Weibchen sind meist gedeckter gefärbt und haben ausgeprägte dunkle Flecken auf den Vorderflügel-Oberseiten. Weibchen können auch grau-braun gefärbt vorkommen.

Nahrung der Imagines:

Wir treffen den Falter im Sommer an Waldrändern, auf Waldwegen sowie auf Lichtungen an, wo er an Disteln, Flockenblumen und Skabiosen saugt, daneben an Wasserdost und anderen Hochstauden mit vorzugsweise blauvioletten bis weißlichen Blüten. Doch auch Blüten von Brombeeren sind beliebt, und das sind längst nicht alle Pflanzen, die als Energiequelle dienen können. Zum Nektarsaugen kann der Kaisermantel bis in Parks und Gärten im Siedlungsbereich vordringen.

Generationen:

Der Kaisermantel bildet eine Generation im Jahr mit Hauptflugzeit im Juli und August aus. Die Flugzeit beginnt in der Regel im Juni und klingt im September aus.

Lebenszyklus:

Mit dem speziellen Duft ihrer Duftschuppen betören die Männchen die Weibchen im Flug. Nach der Befruchtung suchen die Weibchen im Wald Baumstämme auf, an deren Rinde sie in geringer Höhe ihre Eier ablegen. Wichtig ist, dass in der Nähe des Baums Veilchen wachsen, möglichst in beschatteten Bereichen. Daher untersucht das Weibchen den Lebensraum sehr intensiv, bevor es zur Eiablage kommt. Nur in geeigneten Habitaten hat der Nachwuchs eine Chance.

Die Raupen schlüpfen bereits im Spätsommer, fressen aber zunächst nur ihre Eihülle und verbergen sich dann in Ritzen der Baumrinde, um zu überwintern.

Im zeitigen Frühling erwachen die Räupchen aus dem Winterschlaf und krabbeln auf den Waldboden, um dort die Blätter verschiedener Veilchenarten zu fressen. Meist fressen die Raupen nur nachts und werden daher selten beobachtet.

Die erwachsenen Raupen verpuppen sich im Frühsommer und entlassen den Falter je nach Witterung ab Juni.

Gefährdung/Rote Liste:

Nach der Roten Liste von 2010 gilt der Kaisermantel in Deutschland als ungefährdet, mit zwar dem kurzfristigen Bestandstrend einer Zunahme, jedoch langfristig einem Rückgang. Dazu passt, dass der Kaisermantel etwa in Nordrhein-Westfalen auf der Roten Liste von 2020 nicht mehr auf der Vorwarnliste geführt wird, da er in einigen Landesteilen in den letzten Jahren häufiger beobachtet werden konnte, auch wenn er in anderen Landsteilen unverändert gefährdet ist.

Die Einstufung als ungefährdet ist also kein Grund zur Sorglosigkeit – auch Waldarten wie der Kaisermantel stehen in Deutschland unter Druck, weil geeignete Lebensräume knapp geworden sind.

Web: bund.net

Bundespolizeidirektion München: Pferde auf Abwegen

Bundespolizei fasst flüchtige Islandponys

München (ots) Drei Islandponys konnten Beamte der Bundespolizei am Donnerstag (18. November) am Bahndamm zwischen Markt Schwaben und Hörlkofen „festnehmen“. Ihnen ist es zuvor gelungen aus ihrem Gehege „auszubrechen“.

Drei Islandponys sind aus ihrer mit Strom gesicherten Koppel ausgebrochen. Bundespolizisten „fassten“ sie am Bahndamm.

Mittags gegen 11:30 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Münchner Bundespolizei, dass sich auf der eingleisigen Strecke zwischen Markt Schwaben und Hörlkofen drei Pferde im Gleisbereich aufhalten. Ein Regionalzug, dessen Triebfahrzeugführer die Situation erkannte, leitete eine Bremsung ein und hielt auf freier Strecke. Nach Eintref-fen der Bundespolizisten konnte schnell ermittelt werden, dass die Ponys zu einem angrenzenden Hof gehören. Zur Sicherheit veranlassten die Beamten eine Gleissperrung. Bis zum Eintreffen der 54-jährigen Eigentümerin gelang es einer Beamtin, ein Pferd aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Die zwei weiteren Isländer ließen sich jedoch nicht zum Gehen überreden, sodass die Eigentümerin mit Halfter und Leinen anrücken musste, um ihre Lieblinge vom Bahndamm zu holen. Nach ersten Erkenntnissen überwanden die drei Ausreißer eine mit Stromzaun gesi-cherte Koppel. Gegen 13 Uhr konnte der Zugverkehr wieder ungehindert rollen.

Web: http://www.bundespolizei.de

Nationalpark-Kalender 2022 noch erhältlich

Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt

Wer sich jetzt schon Gedanken um Weihnachtsgeschenke für die Lieben macht, für den haben wir einen Tipp: Unser beliebter Nationalpark-Kalender für das kommende Jahr ist noch erhältlich.

Mit 13 tollen Bildern des Fotowettbewerb HarzNATUR 2021 bringt er Wildnis-Feeling ins Zuhause und der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt zu 100% dem Harzer Luchsprojekt zugute. Zum Preis von 14,95 € ist der auf 1.000 Exemplare limitierte Kalender im Format 48 x 35 cm in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Private Bestellungen zum Ladenpreis sind beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0 möglich.

In jedem Jahr wird der Nationalparkkalender von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und der silverLynx Media GmbH  aus Herzberg zur Verfügung gestellt und von der  Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. verkauft. Sollten Sie größere Mengen des Kalenders benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an das Luchsprojekt: 05582/9189-34 (luchsprojekt-harz@posteo.de).

Bitte beachten: Aufgrund der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie können die Ladenöffnungszeiten der Verkaufsstellen von der Norm abweichen. Bitte informieren Sie sich dazu auf unserer Corona-Hinweisseite.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Krefeld baut nach Katastrophe neuen Affenpark

Zooverband begrüßt deutliche Mehrheit im Stadtrat

Berlin/Krefeld (ots) Der Verband der Zoologischen Gärten hat erfreut beobachtet, wie der Krefelder Stadtrat gestern dem Neubau des Artenschutzzentrums Affenpark im Zoo politisch den Weg geebnet hat.

Silberrücken Kidogo im Krefelder Zoo (Gorilla)

„Wir freuen uns darüber, dass die Verantwortlichen diese wichtige Entwicklung mit deutlicher Mehrheit beschlossen haben“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes, Volker Homes. „Die wichtigste Aufgabe moderner Zoos ist der Artenschutz und in diesem ist es leider Zwei vor Zwölf für alle Menschenaffen. Abholzung lässt ihre Lebensräume verschwinden und zudem Wilderei ihre Bestände schrumpfen. Umso besser, wenn Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans künftig in Krefeld eine sichere Heimat haben werden, in einem Leuchtturmprojekt, das zoologisch weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlen wird.“

Mit der Entscheidung im Stadtrat kann das ehrgeizige Bauprojekt jetzt angegangen werden. Zuerst wird im ersten Bauabschnitt die Außenanlage der Gorillas deutlich erweitert werden. Der „Gorilla-Garten“ wird auf insgesamt 2.000 Quadratmeter anwachsen und noch mehr Klettermöglichkeiten und Rückzugsräume für die Familiengruppe um Silberrücken Kidogo bieten.

Gorilla Miliki mit ihrem Sohn Boboto

Im Anschluss wird ein multifunktionales Menschenaffenhaus mit zwei Abteilungen und jeweils großräumigen Außenanlagen entstehen. Hier wird die neue Schimpansengruppe leben, deren Gründertiere Bally und Limbo sein sollen. Die beiden Tiere sind Überlebende der Brandkatastrophe, die in der Nacht zum 1. Januar 2020 das alte Affenhaus vernichtet hatte. Mehr als 50 Tiere waren damals gestorben; die Verantwortlichen wurden zu Geldstrafen verurteilt. Im Winter sollen die Arbeiten an einer provisorischen Außenanlage für die beiden Schimpansen beginnen. „Wir danken Oberbürgermeister Frank Meyer und den Stadtratsmitgliedern, die sich nicht von unwissenschaftlichen und daher unhaltbaren Aussagen haben irritieren lassen“, sagt Volker Homes. „Der Zoo mit Direktor Wolfgang Dreßen an der Spitze steht in den Startlöchern und wir gehen davon aus, dass nach dem letzten Bauabschnitt auch die überzeugt sein werden, die es bisher noch nicht sind.“

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.

Web: vdz-zoos.org

Zoo Magdeburg – Einige Tierhäuser geöffnet

An der Zookasse erfolgt ab dem 30.10.2021 zur Kontaktverfolgung der Einsatz der Corona-App der Bundesregierung, der Luca-App oder das Ausfüllen eines Kontakt-Erfassungszettels

Elefantenhaus im Zoo Magdeburg

Tierhäuser: Elefantenhaus, Schimpansenhaus, Mandrillhaus sind wieder für die Besucher zugänglich. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Nashornhaus voraussichtlich im November öffnet auch dieses Tierhaus wieder. Derzeit sind die Spitzmaulnashörner überwiegend auf den Außenanlagen unterwegs. Im Tapirhaus und auf der Lemurenanlage besteht direkter Kontakt zu den Affen. Coronagerecht zum Schutz der Tiere sind diese beiden Anlagen ausschließlich unter Führung eines Guides für die Besucher zugänglich.

Web: https://www.zoo-magdeburg.de