Archiv der Kategorie: Gesundheitstipps

Digitale Transformation und psychische Gesundheit: Online-Therapieprogramm deprexis® beim DGPPN

München (ots) Der hybride Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) stand in diesem Jahr unter dem Leitthema „Digitale Transformation und psychische Gesundheit“, was einmal mehr den hohen Stellenwert der Digitalisierung und der Nutzung digitaler Therapieprogramme in der Psychiatrie unterstreicht.

Medic shows on phone medical app in the network connections.

Am Beispiel von deprexis®, dem bislang einzigen dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelisteten Online-Therapieprogramms zur Behandlung von Depressionen, wurde die breiten Einsatzmöglichkeiten der digitalen Psychotherapie diskutiert.*

Mit Beginn der COVID-19-Pandemie hat sich der Einsatz digitaler Versorgungsangebote im Bereich psychischer Erkrankungen einer aktuellen Erhebung zufolge um mehr als 90% im Vergleich zum Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 erhöht [1]. Die Digitalisierung in der Medizin komme nicht nur in Form virtueller Videosprechstunden der Arzt-Patienten-Kommunikation zugute, sondern in Form von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) auch der Psychotherapie und der Begleitung der Patienten, so Prof. Dr Dieter F. Braus, Eltville. Denn es hat sich herausgestellt, dass die Nutzung der ambulanten Psychotherapie via Videosprechstunde von etwa einem Drittel der Patienten nicht erreicht wird [2].

Die immensen Chancen und der hohe Bedarf an DiGAs sei schon lange bekannt, so Prof. Dr. Michael Landgrebe, Hausham. Was dem breiten Einsatz jedoch in den letzten Jahren im Weg stand, waren unzureichende Evidenz, erhebliche Qualitätsunterschiede und Vergütungsfragen. Diese initialen Hürden seien zumindest bei einigen DiGAs inzwischen aus ausgeräumt. Folgerichtig hebt die DGPPN in einer Stellungnahme hervor, dass Internet-gestützte Interventionen die Chance bieten, die aktuelle Versorgungssituation zu verbessern – vorausgesetzt sie basieren auf wissenschaftlich anerkannten Verfahren und erfüllen die Sicherheitsstandards [3].

DiGA-Verzeichnis gibt Überblick über zertifizierte, rezeptierbare Anwendungen

Seit dem Inkrafttreten des digitalen Versorgungsgesetzes (DVG) Ende 2019 gibt es erstmals klar festgelegte Qualitätsstandstandards für Internet-basierte Interventionen. Die aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen als wirksam bewerteten Apps werden – entweder vorläufig oder dauerhaft – in das DiGA-Verzeichnis des BfArM [4] aufgenommen. Sie können dann von Ärzten und Psychotherapeuten auf Rezept verordnet werden. Dauerhaft gelistete DiGA haben den Nachweis der Wirksamkeit anhand von klinischen Studien bereits sicher nachweisen können, vorläufig gelistete müssen diesen innerhalb eines Jahres anhand zusätzlicher Studien noch endgültig erbringen. Dauerhaft gelistet sind derzeit nur vier Programme: deprexis® in der Indikation Depression sowie drei weitere Apps zur Behandlung der nichtorganischen Insomnie, Angststörungen und Alkoholabhängigkeit.

Der Bedarf für Online-Therapien im Bereich der Depression ist besonders groß, gab Landgrebe zu bedenken. Mit knapp 20 Wochen ist die durchschnittliche Wartezeit auf einen ersten Termin in der Richtlinienpsychotherapie inakzeptabel lang [5]. In ländlichen Gebieten sind zeitaufwändige Anfahrtswege ein weiteres Hindernis für eine adäquate psychotherapeutische Versorgung. Durch die Verordnung Internet-basierter Anwendungen, die flexibel genutzt werden können, die Qualitätskriterien erfüllen und nachweislich wirksam sind, kann die bestehende Versorgungslücke geschlossen werden.

Zu den am besten untersuchten DiGAs gehört deprexis®. Die Wirksamkeit der einzigen dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelisteten psychotherapeutischen App wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Eine aktuelle Metaanalyse aus zwölf randomisierten Studien mit insgesamt 2901 Teilnehmern bestätigte signifikante und klinisch relevante Effekte auf depressive Symptome – sowohl bei Anwendung mit als auch ohne Begleitung durch einen Therapeuten (durchschnittliche Effektstärke 0,51) [6].

Deprexis®: Breit einsetzbar, verordnungs- und erstattungsfähig

Für den Einsatz des Online-Therapieprogramms bei Depressionen bieten sich laut Landgrebe sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:

  • zur Verringerung des Fortschreitens der Depression während der Wartezeit,
  • zur Vorbereitung auf und/oder Ergänzung zu einer Psychotherapie,
  • als Zugang zu einer Therapie für Personen in unterversorgten und ländlichen Gebieten,
  • als Zugangsalternative für Patienten mit Hemmung gegenüber einem persönlichen Gespräch mit Therapeuten,
  • gegebenenfalls als Ersatz einer Psychotherapie (z.B. in unterversorgten Gebieten)
  • bei Patienten, die berufstätig und zeitlich eingeschränkt sind,
  • in der stationären Nachsorge im Rahmen des Entlassmanagements als Brücke zwischen der ambulanten und stationären Versorgung.
  • zur Überbrückung von Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz

Die Verordnung von deprexis® ist einfach: Der Arzt oder Psychotherapeut stellt ein Rezept aus (PZN-Nr.:17265872), das der Patient dann bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung einreicht. Der Patient erhält dann von der Krankenkasse einen Zugangscode, mit der er die Webanwendung freischalten und für 90 Tage nutzen kann.

Erfahrungen mit deprexis® im Versorgungsalltag

Dipl.-Psych. Otto Willich, Wilhelmshaven, berichtete über seine Erfahrungen mit deprexis® bei rund 90 Patienten mit Depression im tagesklinischen Bereich. Das interaktive Therapieprogramm geht flexibel auf die Reaktionen des Nutzers ein. Es besteht aus 10 verschiedenen Modulen, überwiegend aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie. Mit Hilfe verschiedener Fragebögen erhebt das Programm regelmäßig den Symptomverlauf und gibt dem Patienten eine grafische Rückmeldung, die er an seinen Therapeuten weiterleiten kann. Das erlaube ggf. auch eine enge Verknüpfung der digitalen Psychotherapie mit der Face-to-Face-Therapie und könne die Qualität der Versorgung nochmals steigern, so Willich. Um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen, sollte der Patient das Online-Therapieprogramm ein- bis zweimal pro Woche jeweils 30 bis 40 Minuten nutzen. Durch kurze Erinnerungen oder Nachfragen, z.B. per E-Mail, kann der Therapeut eine regelmäßige Anwendung unterstützen. Denn auch Patienten mit einer relativ guten Adhärenz neigen laut Willich mitunter zu einer Anwendungspause und sind dankbar, wenn sie zur Weiterarbeit mit deprexis® motiviert werden.

Zudem hat er die Erfahrung gemacht, dass deprexis® die Therapeuten-Patienten-Bindung verbessert. „Die Patienten erleben es als eine besondere Art von Zuwendung, wenn der Therapeut zusätzlich zu den anderen Maßnahmen das Therapieprogramm als Ergänzung empfiehlt und in die Behandlung integriert.“ Es sei vorteilhaft, wenn die Behandler das Programm gut kennen und sich selbst damit vertraut gemacht haben. Auch bei „schwierigen“ Patienten mit der Hauptdiagnose Depression und begleitenden Persönlichkeits- oder Angststörungen habe er gute Erfolge erzielt. Diese Patienten könnten insbesondere von den Entspannungsübungen und den hilfreichen Tipps und Anregungen profitieren.

* Satellitensymposium „E-Mental Health: Erfahrungen aus einem Jahr BfArM-DiGA-Verzeichnis“, unterstützt von Servier, Berlin, 26. November 2021

Servier übernimmt im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Forschungs- und Förderpreise, soziale Initiativen und Stiftungen. (www.servier.de)

Welt-Aids-Tag: Eine kleine Erfolgsgeschichte

Berlin (ots) 38 Millionen Menschen weltweit leben heute mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Bis Mitte der 1990er Jahre führte eine HIV-Infektion oftmals zur tödlichen Erkrankung AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrome). Heutzutage gibt es wirksame Therapieoptionen, die den Betroffenen eine hohe Lebensqualität ermöglichen und zugleich die Vermehrung von Viren verhindern. Weltweit haben immer mehr HIV-Infizierte einen Zugang zu solchen antiretroviralen Therapien – gute Nachrichten anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages!

Das Ziel: HIV-Infektionen frühzeitig erkennen und bestmöglich therapieren, um einen Ausbruch von AIDS zu verhindern.

Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte: Hatte vor zehn Jahren laut dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (Unaids) nur etwa ein Viertel aller Menschen mit HIV einen Zugang zu Therapien, waren es im vergangenen Jahr bereits fast drei Viertel (73 Prozent). „Ist die häufig lange unerkannte Infektion diagnostiziert, beginnen laut dem Robert Koch-Institut in Deutschland 97 Prozent der Betroffenen eine antiretrovirale Therapie, welche bei wiederum 96 Prozent die Viruslast senkt“, sagt Dr. Pablo Serrano, Geschäftsfeldleiter Innovation und Forschung sowie Biotechnologie beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). „Diese Menschen haben der Deutschen Aidsstiftung zufolge, eine fast ebenso lange Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV.“

Viruslast verringern – Immunsystem aufrechthalten

„Bei antiretroviralen Therapien handelt es sich um Arzneimittel, die die Viruslast unter die Nachweisgrenze drücken. Auch wenn diese Arzneimittel die HI-Viren nicht aus den Körperzellen der Betroffenen entfernen können, sind die Patientinnen und Patienten in der Regel nicht mehr infektiös“, sagt Pablo Serrano. Noch vor etwa 20 Jahren mussten Patientinnen und Patienten drei- bis viermal täglich zu genau einzuhaltenden Zeiten um die 20 Tabletten einnehmen. Heutzutage müssen viele Betroffene die Wirkstoffkombinationen in Form von Tabletten nur noch einmal täglich einnehmen, um so den Ausbruch einer Aids-Erkrankung und der damit verbundenen Schädigung des Immunsystems zu verhindern.

HIV-Forschung geht weiter

Neben der Suche nach neuen Therapiedurchbrüchen, wie zum Beispiel einer Impfung gegen HIV, beschäftigen sich Arzneimittelhersteller mit der Frage, wie sich bereits bestehende Therapieoptionen verbessern lassen. Darüber hinaus erproben sie neue Darreichungsformen: So gibt es bereits flüssige Formulierungen, die sich in zeitlich größeren Abständen voneinander injizieren lassen. Für Betroffene, deren HI-Viren gegen bestimmte Wirkstoffe resistent sind, stehen zudem Arzneien anderer Wirkstoffgruppen zur Verfügung – beispielsweise monoklonale Antikörper. Gute Nachrichten zum Welt-Aids-Tag!

Web: bpi.de

Corona-Tests von R-Biopharm erkennen auch Omikron-Variante

Darmstadt (ots) Die PCR-Tests von R-Biopharm zum Nachweis des Corona-Virus erkennen auch die jüngste Virus-Mutante B1.1.529. „Die neue Variante Omikron weist keine Mutationen in den von uns detektierten Bereichen auf“, teilte das Diagnostikunternehmen am Mittwoch nach Sichtung der bekannten Veränderungen bei der Virus-Variante mit.

R-Biopharm gehörte zu den ersten Unternehmen weltweit, die eine COVID-19-Testung ermöglichten – seine PCR-Tests weisen auch die Omikron-Variante nach.

Damit können Labore auch weiterhin verlässlich Corona-Infektionen mithilfe der Assays von R-Biopharm RIDA® GENE SARS-CoV-2 (Art. Nr. PG6815 / PG6820) und RIDA® GENE Flu & SARS-CoV-2 (Art. Nr. PG6825) nachweisen. Zudem bietet der zu Forschungszwecken verwendbare RIDA® GENE SARS-CoV-2 Lineage I Assay (PG6830RUO) die Möglichkeit, die Omikron-Variante über die NSP6 106/107/108del Deletion zu detektieren.

R-Biopharm gehörte zu den ersten Diagnostikunternehmen weltweit, die eine COVID-19-Testung ermöglicht haben. Bei seinen Tests handelt es sich um multiplex real-time RT-PCR zum direkten qualitativen Virusnachweis. Das Erbgut der neuen Virusvariante Omikron war erstmals in Südafrika sequenziert worden. Sie ist inzwischen auch in Deutschland angekommen.

Über R-Biopharm

Die R-Biopharm AG mit Sitz in Darmstadt ist eines der führenden Biotechnologieunternehmen Deutschlands. Sie versteht sich als Wegbereiterin für Gesundheit und Lebensqualität. Ihr Anspruch: mit exzellenten Produkten und Lösungen für höchstmögliche Präzision, Sicherheit, Klarheit und Gewissheit sorgen – in Prävention, Therapie und Heilung. Forschung und Entwicklung bei R-Biopharm stellt sich mit seinen agilen Prozessen neuen Herausforderungen, um mit nachhaltigen Lösungen eine stetig wachsende Weltbevölkerung in ein neues Gesundheitszeitalter zu begleiten.

Web: r-biopharm.de

Landespflegeausschusses Sachsen-Anhalt – Impfen: Pflegekräfte mit besonderer Verantwortung

Impfen: Pflegekräfte mit besonderer Verantwortung

26. November 2021 / Magdeburg. Die 29 Mitglieder des Landespflegeausschusses Sachsen-Anhalt rufen alle Menschen auf, sich rechtzeitig um die Auffrischung ihrer Corona-Impfung zu kümmern. Ungeimpfte sollten dringend ihre Entscheidung überdenken und sich schnellstmöglich immunisieren lassen. Insbesondere richtet sich der Appell jedoch an all jene, die mit pflegebedürftigen Menschen arbeiten oder in engem Kontakt mit ihnen stehen. Studien zeigen, dass der Impfschutz im Laufe der Zeit abnimmt – insbesondere bei älteren Menschen.

Die Impfung steht bereit – Alle Menschen, deren letzte Impfung im Mai oder noch früher war, sollten jetzt ihren Impfschutz auffrischen lassen. Ungeimpfte sollten ihre Entscheidung dringend überdenken. Foto: AOK Mediendienst

Alle Erwachsenen, die zuletzt im Mai 2021 oder früher geimpft wurden, sollten sich jetzt einen Termin für die Auffrischungsimpfung holen. Denn Studien zeigen, dass der Impfschutz im Laufe der Zeit abnimmt – insbesondere bei älteren Menschen. Nur die vollständige Impfung einschließlich Auffrischung (Booster) gegen COVID-19 bietet einen guten Schutz vor einem schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt.

Auch aus Solidarität: Eigene Impfung schützt vulnerable Gruppen

Insbesondere Pflegekräfte sollten sich jetzt um eine Booster-Impfung kümmern oder sich schnellstmöglich immunisieren lassen. Sie tragen eine hohe Verantwortung, arbeiten sie doch täglich mit vulnerablen Personen, für die eine Covid-19-Erkrankung Lebensgefahr bedeuten kann: Ältere Menschen, deren Impfschutz schneller nachlässt, aber auch Menschen, die sich wegen bestimmter Vorerkrankungen nicht impfen lassen können oder deren Immunabwehr geschwächt ist. Diese Patientinnen und Patienten vertrauen darauf, dass ihre Gesundheit in sicheren Händen ist. Mit ihrer Immunisierung schützen Pflegekräfte nicht nur sich selbst, auch all jene, die in ihrer Obhut sind.

Erschöpftes Pflegepersonal – Gesundheitssystem vor Überlastung schützen

Pflegekräfte sind schon seit längerem dauerhaft außerordentlichen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Intensivstationen und Pflegeeinrichtungen sind auch in Sachsen-Anhalt der Überlastung nahe. Das Gebot der Stunde ist es, unser Gesundheitssystem jetzt vor Überlastung zu schützen und schwere Erkrankungen zu vermeiden.

Doch jeden Tag benötigen mehr COVID-19-Patientinnen und -Patienten eine Intensivversorgung. Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen wird sich diese Lage dramatisch weiter verschärfen. Der weitaus überwiegende Teil dieser Patienten ist ungeimpft. Wenn Pflegekräfte das Leiden dieser Menschen miterleben, ist das besonders belastend. Denn dieses Leid wäre häufig vermeidbar gewesen.

Wo man sich jetzt impfen lassen kann:

Informationen zum Impfen:

Der sektorenübergreifende Landespflegeausschuss Sachsen-Anhalt

setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern:

der Pflegeeinrichtungen (freigemeinnützig, privat und kommunal),

der Pflege- und Krankenkassen,

des Medizinischen Dienstes Sachsen-Anhalt,

des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V.,

des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt,

des Landkreistages Sachsen-Anhalt,

des Landesseniorenvertretung,

des Verbandes Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen,

der Ärztekammer Sachsen-Anhalt,

der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt,

der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt,

der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft,

des Behindertenbeirates des Landes Sachsen-Anhalt,

des Landespflegerates Sachsen-Anhalt,

des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt – Heimaufsicht,

der Sozialagentur Sachsen-Anhalt,

des Landesgremiums nach § 90a SGB V,

des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt sowie dem Behindertenbeauftragten des Landes.

Internet: www.aok.de
Facebook: facebook.com/AOK.SachsenAnhalt
EU-DSGVO: www.aok.de/san/datenschutzrechte

BPI-Hauptversammlung 2021: „Lessons learned“ aus der Coronapandemie

Berlin (ots) „Arzneimittel sind Investitionen in die Gesundheit und die pharmazeutische Industrie ein krisenerprobter Garant zur Sicherung und Stärkung des Standortes Deutschland“, sagt Hans-Georg Feldmeier, Vorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) auf der heute digital stattfindenden Ordentlichen Hauptversammlung 2021.

BPI-Vorsitzender Hans-Georg Feldmeier / BPI-Hauptversammlung 2021: „Lessons learned“ aus der Coronapandemie

„Die Coronakrise muss zu einem politischen Umdenken und Handeln im Arzneimittelbereich führen. Die neue Bundesregierung sollte das Anerkennen und bei der Arzneimittelversorgung auf Zukunft schalten.“

„Es war noch nie so offensichtlich, wie existenziell die Bekämpfung von Krankheiten für unser Land und für die Ökonomie, die Kultur, das Sozialleben und jeden Einzelnen ist. Dennoch werden Arzneimittel, Impfstoffe und Medizinprodukte zu oft nur als belastender Ausgabenfaktor für das Gesundheitssystem betrachtet“, sagt Feldmeier. „Der GKV-Arzneimittelanteil ist aber seit Jahren stabil. Dafür entfaltet die Arzneimittelversorgung eine große Wirkung für die einzelnen Patientinnen und Patienten und das Gesundheitssystem als Ganzes.“

„Nur durch bessere Rahmenbedingungen können wir den Pharmastandort Deutschland zukunftssicher weiterentwickeln und die bestmögliche Arzneimittelversorgung mit bewährten und neuen Therapien, sicherer Selbstmedikation und digitalisierten Prozessen ermöglichen. In unserem ‚Masterplan Pharma‚ haben wir die, aus unserer Sicht, notwendigen Veränderungen zusammengetragen. Denn es gibt viel zu viele Regulierungen, die einer optimalen Arzneimittelversorgung im Weg stehen“, betont Feldmeier, der im Jahr 2020 den Vorsitz des BPI übernahm. Als Beispiele nennt er das weiterhin geltende Preismoratorium, Zwangsrabatte, ruinöse Rabattverträge, Festbeträge und automatische Substitutionsregeln bei gleichzeitig ständig steigenden und kostenverursachenden Anforderungen. „Innovative Forschung, umweltgerechte Produktion und verlässliche Lieferketten kann man nicht mit Rabatten finanzieren.“

„Unsere Forschung und Entwicklung von neuen innovativen Arzneimitteln aber auch von bewährten Mitteln der Grundversorgung und insbesondere die Selbstmedikation sorgen in ihrer Vielfalt für eine bestmögliche Patientenversorgung. Und zwar sowohl in Pandemiezeiten als auch darüber hinaus“, so der BPI-Vorsitzende.

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Web: bpi.de

mobivention: Launch der Corona 3G-Regel App für Arbeitgeber

Bundestag beschließt 3G-Regel am Arbeitsplatz – mobivention stellt App dazu bereit

Köln (ots) „Ende letzter Woche wurde die 3G-Regel für Arbeitgeber im Deutschen Bundestag und Bundesrat beschlossen. Und schon gibt es die Corona 3G-Regel App für Arbeitgeber, um die neuen gesetzlichen Verpflichtungen kurzfristig und umfassend zu erfüllen“, betont mobivention Geschäftsführer Dr. Hubert Weid.

3G Regel App für Arbeitgeber

Ausgangspunkt – neue Rechtslage

Mit den Stimmen der neuen Ampelkoalition wurde letzte Woche im Deutschen Bundestag eine 3G-Regel für Beschäftigte mit Personenkontakt beschlossen. Diese beinhaltet eine Pflicht für Arbeiter und Angestellte, ihren Impf- oder Genesenenstatus bzw. ein aktuelles negatives Testergebnis nachzuweisen. Alternativ kann auch vor-Ort ein Schnelltest absolviert werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Nachweis zu dokumentieren und bei einer behördlichen Kontrolle vorzulegen.

Die Lösung

Um sowohl der Prüf-, wie auch der Nachweispflicht nachzukommen, hat mobivention die Corona 3G-Regel App für Arbeitgeber entwickelt. Diese besteht aus einer App für iOS und Android Geräte sowie einem Server, auf dem die Prüfergebnisse datenschutzkonform gespeichert und bei einer behördlichen Prüfung bereitgestellt werden können.

Mit dieser App kann das Impf- oder Genesenenzertifikat der Mitarbeitenden gescannt werden. Testergebnisse können, sofern es sich um ein digitales Ergebnis handelt, ebenfalls gescannt werden. Ergebnisse von Schnelltests vor Ort können manuell erfasst werden. Nach der Erfassung wird der Immunitätsnachweis bzw. das Testergebnis an einen Server übermittelt, um später die Einhaltung der 3G-Regel am Arbeitsplatz dokumentieren zu können.

Für kleine und mittlere Unternehmen wird eine Standardlösung bereitgestellt. Für größere Unternehmen und Behörden besteht darüber hinaus die Möglichkeit, individuelle Ergänzungen entwickeln zu lassen.

Zielgruppe

Die mobivention Corona 3G-Regel App für Arbeitgeber eignet sich sowohl für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Großunternehmen und öffentliche Verwaltung. Für KMUs steht eine Standardlösung zur Verfügung, die direkt einsatzfähig ist. Für Großunternehmen besteht die Option, individuelle Anpassungen nach Abstimmung vorzunehmen und die Scanergebnisse z.B. selbst zu hosten.

Voraussetzungen

Arbeitgeber benötigen lediglich ein oder mehrere kompatible Smartphones oder Tablets mit Kamera bzw. Scanner und Internetverbindung sowie einen PC zum Abruf der Prüfergebnisse für den Fall einer behördlichen Prüfung. Optional kann auch kompatible Hardware in Form von Tablets oder mobilen Endgeräten zum Scannen geliefert werden.

Die App wird in den App Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Den ebenfalls benötigten Account für das System können Sie hier erhalten: vertrieb@mobivention.com.

Nächste Schritte bei Interesse

Weiterführende Informationen und Preise zu der Corona 3G-Regel App finden Sie unter https://mobivention.com/app-service/corona-3gregel-app/.

Corona-Schnelltest-Zentrum in Staßfurt wieder geöffnet

Seit Ende der vorigen Woche ist das Schnelltest Zentrum in Staßfurt im Salzlandkreis wieder geöffnet.

Schnelltest Zentrum in Staßfurt auf dem Neumarkt

Die Bürger müssen sich vorher im Internet einen Termin geben lassen.

Hier im Web: https://www.schnelltest-salzlandkreis.de/stassfurt.html

Das Testzentrum führt die Tests kostenlos durch.

Wo befindet sich das Corona-Schnelltest-Zentrum in Staßfurt

Neumarkt
Lehrter Straße
39418 Staßfurt

Öffnungszeiten für das Schnelltest-Zentrum in Staßfurt

Montag bis Freitag: 09:00 – 19:00 Uhr
Samstag: 09:00 – 16:00 Uhr

Wie funktioniert die Drive-in-Station?

Der Ablauf ist kontaktlos, Sie bleiben während der gesamten Zeit in Ihrem Fahrzeug!

  1. Sie registrieren sich auf dieser Seite mit Ihrem Namen und Geburtsdatum, der Adresse und der Personalausweisnummer.
  2. Anschließend wird ein QR-Code generiert. Den können Sie ausdrucken oder sich auf das Handy schicken lassen.
  3. Zum Termin fahren Sie mit Ihrem Fahrzeug zum Schnelltest-Zentrum in Staßfurt.
  4. An der Zufahrt zeigen Sie dem Personal Ihren QR-Code.
  5. Dort erhalten Sie einen weiteren QR-Code in zweifacher Ausfertigung.
  6. Anschließend führt unser geschultes Personal den Schnelltest durch, entnimmt Ihnen eine Ausfertigung des QR-Codes und wertet den Test aus.
  7. Sie verlassen die Schnelltest-Station mit der zweiten Ausfertigung des QR-Codes.
  8. Nach 20 Minuten rufen Sie den Code im Internet ab und erhalten Ihr offizielles Schnelltest-Ergebnis.

Verhalten bei positivem Testergebnis

Bei postivem Ergebnis ist unser Corona-Schnelltest-Zentrum verpflichtet, dieses dem Gesundheitsamt zu melden. Eine aktuelle Übersicht zum Umgang mit der Meldepflicht finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch Instituts.

Bitte lassen Sie bei einem positiven Testergebnis einen PCR-Test bei Ihrem Hausarzt machen, der Sie untersuchen und Ihnen weitere Empfehlungen geben kann.

Festgelegten Mindestkriterien des Corona-Schnelltests

Dieser Antigen-Test auf SARS-CoV-2 erfüllt die festgelegten Mindestkriterien des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und des Robert-Koch Instituts (RKI) und befindet sich in der offiziellen Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Geimpft oder nicht? „ZDFzoom“ über eine Frage mit Sprengkraft

Mainz (ots) Geimpft oder nicht – darüber wird inzwischen, auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen, immer heftiger gestritten. Die Impf-Frage wird zur Glaubensfrage – auch in der Mitte der Gesellschaft: Was ist richtig, was ist falsch und was ist gerecht? „ZDFzoom“ trifft Menschen auf beiden Seiten der Impfdebatte und berichtet am Mittwoch, 17. November 2021, 23.00 Uhr im ZDF, über „Geimpft oder nicht? Kleine Frage, große Sprengkraft“. Der Film von Sibylle Bassler und Patricia Schäfer steht am Sendetag in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Geimpft oder nicht – darüber wird inzwischen auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen immer heftiger gestritten.

Die „ZDFzoom“-Autorinnen Sibylle Bassler und Patricia Schäfer beginnen ihre Spurensuche in Rosenheim. Dort wird auf der Intensivstation um das Leben vieler Ungeimpfter gekämpft. Eine Covid-Patientin, die nur mit größtem Einsatz der Pflegekräfte gerettet werden konnte, erklärt, sie würde sich auch nach dieser Erfahrung nicht impfen lassen. In Rosenheim gibt es besonders viele Ungeimpfte. Unternehmer Frank Bauer etwa hat während der Corona-Krise sein Vertrauen in die Politik verloren und fühlt sich ungerecht behandelt: „Die Geimpften gelten als die Guten – dabei können auch die das Virus verbreiten und sich anstecken. Und wir Ungeimpften werden als ‚die Bösen‘ hingestellt, werden ausgegrenzt. Da mache ich nicht mit!“

Sachsen ist das Bundesland mit der niedrigsten Impfquote. In Görlitz dominieren die Ungeimpften das Meinungsklima. Dort wurden Ärzte bei Impfaktionen beschimpft und bedroht – so erging es etwa dem Görlitzer Kinderarzt Dr. Christian Gottschalk, der sagt: „Die Menschen verwechseln Freiheit oft mit Grenzenlosigkeit und Zügellosigkeit. Aber Freiheit hat auch ihre Grenzen, denn an dieser Grenze fängt Solidarität an.“

Ganz anders die Situation in Bremen. Dort sind 81 Prozent der Menschen geimpft, die höchste Quote bundesweit. Der Stadtstaat setzt auf Kommunikation statt Konfrontation und konnte so viele Menschen zur Impfung bewegen. Wie fühlt sich ein Impfskeptiker in diesem „Musterland des Impfens“? Elektrotechniker Andreas Löffl sieht sich nur noch als Ärgernis wahrgenommen und sagt: „Dass führende Politiker mit dieser ‚Pandemie der Ungeimpften‘ und speziell der jüngeren Ungeimpften hausieren gehen, ist in meinen Augen Panikmache.“ Eine Reise durch ein Land, in dem sich Gräben auftun entlang der Frage: geimpft oder nicht?

Web: ZDF.de

Asklepios Harzkliniken erhalten Internationalen Preis für Pflege- und Mobilitätsprojekt: „Bewegte Stationspfade“

Hamburg (ots) International Hospital Federation (IHF) vergibt in Barcelona globale Auszeichnung im Rahmen der Awards 2021 nach Goslar:

Feierliche Ehrung in Barcelona mit Klinik-Repräsentanten aus aller Welt: IHF-Präsident Dr. Risto Miettunen und die designierte IHF-Präsidentin Dr. Muna Tahlak übergaben jetzt den Award 2021 für „Corporate Social Responsibility“ der Projekt-Initiatorin, Pflegekraft Beata Boronczyk, und Asklepios-Harzkliniken-Pressesprecher Ralf Nehmzow (Foto: IHF)

Asklepios Harzkliniken erhalten Internationalen Preis für Pflege- und Mobilitätsprojekt: „Bewegte Stationspfade“

  • „Seddiqi Holding Excellence Award“: Die Welt-Krankenhaus-Vereinigung ehrt damit bisher einzigartiges Trainings- und Pflege-Konzept, mit dem Patient:innen wieder schneller stabil werden, eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik und in Einrichtungen
  • Bei dem 44. Welt-Krankenhaus-Kongress der IHF in Barcelona wurde der Preis jetzt an Vertreter der Asklepios Harzkliniken übergeben.
Freut sich: Beata Boronczyk kurz nach der Auszeichnung mit dem IHF-Award 2021 (Foto: Asklepios)

Die International Hospital Federation (IHF), eine internationale gemeinnützige, nichtstaatliche Mitgliederorganisation (NGO), die weltweit tätige Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen vertritt, hat die Asklepios Harzkliniken bei den „IHF Awards 2021“ mit dem „Seddiqi Holding Excellence Award for Corporate Social Responsibility“ ausgezeichnet. Insgesamt gab es Preise in jeweils sechs Award-Kategorien, 250 Einsendungen aus 38 Ländern, unter anderem aus Australien, USA, Kanada, Asien und aus Europa. Die Asklepios Harzklinik Goslar erhielt den Ehrenpreis für ihr Projekt: „Movement and balance. Health in the city“, zu Deutsch: „Bewegung und Gleichgewicht. Gesundheit in der Stadt“ – das ist ein bisher einzigartiges Trainings- und Pflege-Konzept, mit dem Patient:innen wieder schneller in Bewegung kommen, stabiler und fitter werden, eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik und in Einrichtungen in Goslar, gedacht auch für ältere Menschen. „Dies ist eine bedeutende Leistung, zu der wir Ihnen gratulieren!“, heißt es in der Würdigung des Preiskomitees. Bei dem 44. Welt-Krankenhaus-Kongress der IHF in Barcelona übergaben der amtierende IHF-Präsident Dr. Risto Miettunen und die designierte IHF-Präsidentin Dr. Muna Tahlak den Award jetzt an Repräsentanten der Asklepios Harzkliniken. Die gelernte Krankenschwester der Harzkliniken Beata Boronczyk (Advanced Practice Nurse) hat das Projekt unter anderem mit Kolleg:innen der Ergo- und Physiotherapie entwickelt und umgesetzt.

„Wir freuen uns sehr über die internationale Anerkennung unserer Dienste für unsere Patientinnen und Patienten, es ist eine besondere Ehre“, sagt Adelheid May, Asklepios Regionalgeschäftsführerin Region Harz. „Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an dem ausgezeichneten Projekt mit so großem Engagement als Team mitwirkt haben“, sagt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Harzkliniken. Kerstin Schmidt, Pflegedirektorin der Asklepios Harzkliniken, sagt: „Es ist ein Projekt, das unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten in der Klinik, aber auch Bürgerinnen und Bürgern in der Region zu Gute kommt.“

Der Welt-Kongress der IHF, bei dem die Harzkliniken an vergangenen Mittwoch abends bei einem Festakt geehrt wurden, ist ein globales Forum, das IHF-Mitglieder und Führungskräfte von Krankenhäusern, Gesundheitsdiensten und Gesundheitsorganisationen zusammenbringt, um die wichtigsten Treiber der nationalen und internationalen Politik, des Managements, der finanziellen Trends und Lösungen zu diskutieren. Durch dieses Forum wird der multidisziplinäre Austausch von Wissen, Fachkenntnissen und Erfahrungen erleichtert, zusammen mit dem Dialog über bewährte Praktiken in Führung, Management und Leistungserbringung.

Die IHF wurde 1929 nach dem ersten Internationalen Krankenhauskongress in Atlantic City, USA, als Internationale Krankenhausvereinigung gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 umbenannt. Die IHF hat ihren Sitz in Genf, ihre strategischen Partner sind unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), sowie die Weltbank.

Beata Boronczyk (Advanced Practice Nurse), die den Preis in Barcelona entgegennahm, hat das Projekt unter anderem mit Kolleg:innen der Ergo- und Physiotherapie entwickelt und umgesetzt. Es entstand ein umfassendes Netzwerk mit Fachleuten von Institutionen wie etwa Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Verbänden. Sie ist gelernte Krankenschwester, aber auch eine der Pflegekräfte mit Masterabschluss in der Pflegewissenschaft und besonderer Spezialisierung. In den Harzkliniken wirkt sie als „Demenzbeauftragte“, kümmert sich als studierte Pflegexpertin im Fachgebiet Demenz um derart betroffene Patient:innen. Die Asklepios Harzkliniken hatten mit dem Konzept im Sommer 2021 bereits den Asklepios Award 2021 gewonnen.

„Bewegte Stationspfade“, heißt das ausgezeichnete Projekt, das zunächst auf einigen Stationen der Asklepios Harzklinik Goslar etabliert wurde. Mit dem neuen in dieser Form einzigartigen Trainings- und Pflege-Konzept sollen Patient:innen wieder schneller in Bewegung kommen, stabiler und fitter werden. Dafür wurden dort in den Fluren große Plakate an den Wänden angebracht, sie ergeben einen „Pfad,“ eine Art „Fitness-Parcours“ in der Klinik – detailliert beschreiben sie mit Text und Bildern medizinisch ausgerichtete, sensomotorische Sportübungen (etwa für Beine, Arme, Nacken), die man sofort einfach vor Ort nachmachen kann. Hintergrund: Gerade in Kliniken bewegen sich Patient:innen in der Regel weniger, dem will das Programm entgegnen. Durch die Schaffung einer bewegungsfördernden Umgebung und die täglichen Übungen und Bewegung entlang des Pfades soll die Mobilität vor allem der älteren Patient:innen erhalten bleiben beziehungsweise gefördert werden. Das Programm wurde nun ausgeweitet: Nicht nur in der Klinik, sondern auch in den angrenzenden Stadtteilen wurden die Sportübungs-Plakaten an Säulen mit Schildern angebracht, so entsteht ein „Bewegter Outdoor-Spazierpfad“, der gleiche Bewegungselemente einsetzt.

Der „Bewegte Spaziergang“ soll konkret den unmittelbaren Nachbarn des Krankenhauses, zum Beispiel dem Kindergarten, der Schule, der Altenpflegeeinrichtung, der Lebenshilfe, zu Gute kommen, auch dort wurden bereits Plakate platziert. Aber vor allem innerhalb der Klinik hat das Konzept eine besondere Bedeutung: Die Flure der Stationen sind jeweils 50 Meter lang. Gehen die Patient:innen beispielsweise nur zweimal am Tag den „Bewegungspfad“ entlang, werden sie im Schnitt eine Strecke von mehreren Hundert Metern schaffen. Ein weiterer Aspekt: In den sogenannten „Guten Stuben“, das sind gemütlich eingerichtete Aufenthaltsräume (etwa mit Kamin, Gemälden von Bücherwänden, Aquarien mit echten Fischen), haben Patient:innen jeweils die Möglichkeit, eine Pause zu machen und bei Gelegenheit mit anderen in Kontakt zu kommen.

„Eine kontinuierliche Aktivierung, Mobilisation und Beschäftigung älterer, aber auch jüngerer Patient:innen ist von enormer Bedeutung, um funktionale und kognitive Fähigkeiten zu erhalten und körperliches und seelisches Wohlbefinden zu fördern“, erläutert Beata Boronczyk das Konzept. Und: „Wenn Patient:innen dadurch mobiler, stabiler werden, ist dies auch ein großer Gewinn für Pflegekräfte, die nicht nur weniger unterstützen müssen, sondern ihre Rolle als Gesundheitsförderer wahrnehmen können.“ Durch positive Begegnungen können Freude und gestärktes Selbstvertrauen entstehen, so die Expertin. „Bei älteren Patient:innen ist es wichtig, dass sie in der Klinik einen gesunden Tag-Nacht-Rhythmus haben. Bei Patient:innen mit Demenz kann dadurch herausforderndes Verhalten verhindert bzw. vermindert werden.“ Das Konzept kommt jetzt schon gut an, so die Rückmeldungen von Patient:innen und Pflegekräften.

Hintergrundinformationen, Projekt „Bewegte Stationspfade“

Die Grundlagen der Konzeption des „Bewegten Stationspfades“ basieren auf dem Programm: „Bewegung und Balance bei Demenz“ von der Fachautorin Dorothea Beigel. Dieses Konzept, mit dem sich die Harzkliniken 2019 bewarben, wurde durch das Niedersächsische Ministerium für Gesundheit, Gleichheit und Soziales mit einem Preis ausgezeichnet und gefördert. Vor allem die Feinmotorik soll geschärft werden: Denn Patient:innen im Krankenhaus befinden sich in einem für sie ungewohnten Umfeld: Sie müssen sich erst mit Strukturen, Abläufen und Regeln vertraut machen, um sich anpassen zu können. Dabei unterliegen sie einem besonderen Tagesablauf und sind in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Beata Boronczyk: „Ruhe, Beschäftigung und Erledigung persönlicher Anliegen konzentrieren sich dadurch meist auf den Aufenthalt im Krankenzimmer oder Bett.“ Die daraus entstehende mangelnde Bewegung bedeutet nicht nur den Abbau von Muskelmasse, Muskelkraft, sondern erhöht das Risiko von Hautschädigungen durch Wundliegens, Versteifung von Gelenken oder einer Lungenentzündung. Die sich nach kurzer Zeit einstellende Inaktivität, begleitet vom Verlust von Alltagskompetenzen, kann bis zur Bettlägerigkeit münden. „Daher ist der Erhalt der Bewegung, besonders für den älteren Menschen eine Voraussetzung, um diesem Prozess entgegenwirken zu können. Zeitliche Ressourcen und Arbeitsverdichtung stellen besonders für Pflegekräfte eine Herausforderung dar.“

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Israelitisches Krankenhaus eröffnet Fachinstitut für Darmgesundheit und Ernährung

Hamburg (ots) Das Israelitische Krankenhaus (IK) Hamburg hat heute feierlich das Ikaneum, sein neues Fachinstitut für Darmgesundheit und Ernährung eröffnet. Mit einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Ökotrophologinnen, Diätassistentinnen, Psychologinnen und medizinischen Fachangestellten bietet das Ikaneum vor allem Beratungen und Behandlungen von Patienten mit chronischen Bauchbeschwerden an.

Prof. Dr. Peter Layer (l-r), Direktor des Ikaeneums, Dagmar Berghof, Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises des Israelitschen Krankenhauses, Marcus Jahn, Geschäftsführer des Israelitischen Krankenhauses und Dr. Viola Andresen, Leiterin des Ikaeneums am Israelitischen Krankenhaus, eröffnen mit dem Durchschnitt eines Bandes symbolisch das neue Institut.

Schon lange sind Diagnostik und Therapie von Leiden des Verdauungstraktes Schwerpunkt des Israelitischen Krankenhauses. Als viszeralmedizinsches und viszeralonkologisches Zentrum nimmt die Klinik deutschlandweit eine führende Rolle in der Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstraktes ein. Im neuen Institut werden Bauchbeschwerden ganzheitlich diagnostiziert und behandelt. Dabei profitieren Patientinnen und Patienten vom Wissen der Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen. „Der Wunsch, mit interdisziplinärer Fachkompetenz für Menschen mit chronischen Verdauungsbeschwerden da sein zu können, hat uns zu der Entscheidung bewogen, das Ikaneum zu eröffnen“, sagt Prof. Dr. Peter Layer, Direktor des neuen Instituts.

Das Angebot des Ikaneums fußt auf drei Säulen: spezialisierter ärztlicher Beratung und Diagnostik bei Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden, professioneller Ernährungsberatung und psychologischen Angeboten, wie der Darmhypnose, die besonders bei Patienten mit Reizdarmsyndrom gute Ergebnisse zeigt.

„Bei chronischen Problemen mit dem Verdauungstrakt ist oft medizinische Detektivarbeit gefragt. So arbeiten wir unter anderem mit speziellen Atemtests, um z.B. spezielle Zucker-Unverträglichkeiten, bakterielle Überwucherungen des Dünndarms oder Bauchspeicheldrüsen-Schwäche zu diagnostizieren. Denn erst, wenn wir die Ursache der Beschwerden gefunden haben, können wir eine passende Therapie für die Betroffenen entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Peter Layer, Direktor des Ikaneums. Bei der Ursachenforschung unklarer Bauchbeschwerden profitiert das neue Institut von der räumlichen Nähe zum Funktionslabor des Israelitischen Krankenhauses. Hier stehen Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die es bundesweit nur in der Klinik im Norden Hamburgs gibt. „Viele Menschen haben oftmals bereits eine langjährige Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bevor sie bei uns vorstellig werden“, berichtet Dr. Viola Andresen, leitende Ärztin des Ikaneums. Ist die Ursache der Beschwerden erkannt, so erhalten Patientinnen und Patienten im Ikaneum umfassende Behandlungsempfehlungen, zu denen neben Medikamenten z.B. auch die Darmhypnose und eine professionelle und umfängliche Ernährungsberatung gehören, ganz auf den individuellen Bedarf maßgeschneidert. Das Ernährungsteam berät u.a. auch bei spezifischen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ist zudem spezialisiert auf die ernährungsmedizinische Begleitung von Menschen mit einer Krebserkrankung. Auch eine präventive Beratung für alle, die Orientierung im Dschungel der verschiedenen „Ernährungstrends“ suchen, wird im Ikaneum angeboten. Mit diesem einzigartigen Angebot bietet das Ikaneum eine Anlaufstelle für alle, die gesundheitliche Probleme mit dem Verdauungstrakt haben und auch für diejenigen, die sich Beratung zu gesunder Ernährung im Allgemeinen wünschen. „Ich bin vom Angebot des Ikaneums durchweg überzeugt und begrüße es sehr, dass die Klinik sich so an den Patientenbedürfnissen orientiert und für die Zukunft aufstellt. Ich fühle mich sehr mit dem Haus verbunden, und es ist Ehrensache für mich, das Ikaneum mit zu eröffnen“, freut sich Dagmar Berghoff, Vorsitzende des Freundeskreises des Hauses.

Web: ikaneum.de