Flugzeugabsturz entpuppt sich als geglückte Notlandung eines sog. Ultraleicht Doppeldeckers

Gießen (ots) Gießen-Lützellinden: Zu einem vermeintlichen Absturz eines Kleinflugzeugs rückten Feuerwehr / Rettungsdienst und Polizei mit einem Großaufgebot am Sonntag, 13.11.2022 in Richtung der Feldgemarkung zwischen dem Flugplatz Lützellinden und der Autobahn A 45 aus.

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Etwa gg. 12:15 Uhr wurde durch Zeugen der Absturz eines Kleinflugzeugs in der dortigen Feldgemarkung gemeldet. Vor Ort konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Der unverletzte Pilot und seine offensichtlich unbeschädigte Maschine standen auf einem Acker. Der 72-jährige Pilot aus Gedern hatte kurz nach seinem Start vom Flugplatz Lützellinden Probleme mit dem Fluggerät bemerkt.

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Aus derzeit ungeklärter Ursache verlor der Motor derart stark an Leistung, dass der Pilot zu einer fliegerisch gekonnten Notlandung ansetzen musste. Er konnte das Flugzeug sicher und unbeschädigt auf einem Acker landen. Feuerwehr und Rettungsdienst konnten entsprechend ihren Einsatz beenden. Das Ultraleicht Doppeldeckerflugzeug ähnlich Typ Kiebitz B9 wurde entsprechend ohne weiteren Aufwand geborgen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurde entsprechend informiert.

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Nationalpark-Kalender 2023 ist erschienen

Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt

Auch für das Jahr 2023 gibt es wieder den schon vielfach nachgefragten Nationalpark-Kalender. Bereits zum 13. Mal erscheint der Kalender. 2023 zeigt er Fotos aus dem Fotowettbewerb HarzNATUR der letzten Jahre.

Nationalpark-Kalender für das Jahr 2023

Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt auch in diesem Jahr wieder dem Harzer Luchsprojekt zugute. In jedem Jahr wird der Nationalparkkalender von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und der silverLynx Media GmbH aus Herzberg zur Verfügung gestellt und von der  Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. verkauft.

Der Kalender im Format 48 x 35 cm erscheint in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Private Bestellungen zum Ladenpreis sind beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0 möglich. Sollten Sie größere Mengen des Kalenders benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an das Luchsprojekt: 05582/9189-34 (luchsprojekt-harz@posteo.de).

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Treibhausgasminderungs-Quote senkt CO2-Emissionen um über 15 Millionen Tonnen

Berlin (ots) Die Vorgaben zur Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) im Verkehr haben die CO2-Emmissionen im vergangenen Jahr um 15,2 Millionen Tonnen CO2eq reduziert. Dies geht aus den von der Zollverwaltung veröffentlichen statistischen Angaben über die Erfüllung der Quote für das Jahr 2021 hervor, auf die der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) aufmerksam macht. Mehr als 11 Millionen Tonnen dieser CO2-Minderung leisteten dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biodiesel und Biogas aus Anbaubiomasse sowie aus Abfall- und Reststoffen. Angesichts dieser Bedeutung von Biokraftstoffen für die Emissionsminderung im Verkehr schaden die aus dem Frühjahr stammenden Überlegungen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse bei der THG-Quote künftig nicht mehr zu berücksichtigen, nach Auffassung des BDBe den Klimaschutzbemühungen im Verkehrssektor erheblich. Denn kurz- und mittelfristig fehlt es an Alternativen.

2021 wurden 3,1 Mio. Tonnen CO2 durch Bioethanol im Benzin eingespart.

Laut Angaben des Zolls stieg die durch die Vorgaben der THG-Quote errechnete Emissionsminderung im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr von 14,2 auf 15,2 Millionen Tonnen CO2eq an. Maßgeblich hierfür war neben einer leicht höheren Beimischung von Bioethanol zu Benzin vor allem die Anrechnung so genannter Upstream-Emissionsminderungen (UER-Minderungen) durch die Mineralölwirtschaft sowie aus den Jahren 2019 und 2020 stammende Übererfüllungen der THG-Quote von insgesamt über 3,7 Millionen Tonnen CO2eq. Die Anrechnung von Strom für die Elektromobilität spielte auch im vergangenen Jahr praktisch keine Rolle. Die hierdurch erreichte Emissionsminderung betrug knapp 25.000 Tonnen CO2eq und wird durch die erlaubte dreifache Berücksichtigung des verbrauchten Stroms dabei noch rechnerisch überzeichnet.

„Die Vorschläge aus dem Bundesumweltministerium zur weiteren Beschränkung der Anrechnung nachhaltiger Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse wirken angesichts deren Klimaschutzbeitrags von rund 10 Millionen Tonnen CO2eq jährlich und fehlender Alternativen geradezu grotesk. Sie schaden dem Klimaschutz und sollten von Bundesministerin Lemke jetzt zügig zurückgezogen werden“, fordert Norbert Schindler, Vorsitzender des BDBe. Das Bundesumweltministerium (BMU) plant bisher, die Obergrenze für die Anrechnung von Biokraftstoffen aus Futtergetreide, Zuckerrüben und Pflanzenölen für das Jahr 2023 auf 2,5 Prozent und dann bis zum Jahr 2030 auf 0 Prozent zu verringern.

Schindler erinnerte daran, dass die gesetzliche Obergrenze zur Anrechnung biogener Kraftstoffalternativen aus Anbaubiomasse erst zu Jahresbeginn 2022 von 6,5 auf 4,4 Prozent abgesenkt wurde. „Die mit einer weiteren Absenkung der Obergrenze entfallenden Emissionsminderungen durch eine weitere Anhebung der Mehrfachanrechnung von Strom und eine Verlängerung der Berücksichtigung von UER-Maßnahmen kompensieren zu wollen, ist eine Schönrechnerei des BMU, die real kein Gramm CO2 einspart“, so Schindler. Erneuerbaren Kraftstoffen wird nach Ansicht des BDBe bei der Defossilisierung des Verkehrs weiterhin die entscheidende Rolle zukommen, da die Klimaschutzbeiträge anderer Alternativen wie der Elektromobilität auf absehbare Zeit gering ausfallen werden.

Angaben der Zollverwaltung zur THG-Quote finden Sie hier https://ots.de/IcbeIw

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) vertritt branchenübergreifend die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen und -verbände, deren Spektrum von der landwirtschaftlichen Produktion der Rohstoffe bis zur industriellen Erzeugung und Weiterverarbeitung von Bioethanol und aller Co-Produkte reicht. Zu den Co-Produkten zählen DDGS, CDS, biogene Kohlensäure, Gluten, Biomethan und organischer Dünger. Für Kraftstoffanwendungen, für Getränke oder den industriellen Bereich wird unterschiedlich klassifiziertes Bioethanol aus Futtergetreide, Zuckerrüben oder biogenen Abfall- und Reststoffen produziert. In Deutschland enthalten die derzeit an Tankstellen angebotenen Benzinsorten zwischen 5 % und 10 % zertifiziert nachhaltiges Bioethanol.

WEB: www.bdbe.de
www.e10tanken.de

ALDI-Neubau in Pforzheim: Unter einem Dach mit dem Supermarkt

Stuttgart/Pforzheim (ots) Wohnen, leben, arbeiten – und dazu noch die Dinge des täglichen Bedarfs im gleichen Gebäude bekommen: Mit dem Neubau einer gemischten Immobilie im baden-württembergischen Pforzheim setzt ALDI SÜD neue Maßstäbe in städtebaulicher Hinsicht. In der Projektsteuerung unterstützt vom Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE entwickelt der Discounter dort eine gemischte Immobilie, die eine ALDI SÜD Filiale mit einer Parkebene, Wohneinheiten für Senioren sowie eine Kindertagesstätte in sich vereint. Am 11. November erfolgte der Spatenstich in der Schwarzwaldstraße, 2024 soll das Projekt fertiggestellt sein.

In Pforzheim baut ALDI SÜD eine gemischte Immobilie mit ALDI SÜD Filiale, einer Parketage, betreuten Wohneinheiten sowie einer Kindertagesstätte. V.l.: Holger Philippin (ALDI SÜD), Oliver Reitz (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim), Michael Tagscherer (Drees & Sommer), Johannes Adomeit (Peter Gross Bau), Niklas Lennermann (Lennermann Krämer Architekten), Peter Boch (Oberbürgermeister Stadt Pforzheim), Christof Hake (ALDI SÜD) und Ingo Brunner (ALDI SÜD) beim Spatenstich.

„Das Projekt verbessert mit seiner vorgesehenen Nutzung die Nahversorgung der Anwohner, ergänzt das Angebot für Familien mit Kindern und schafft zugleich attraktiven Wohnraum für ältere Menschen in innerstädtischer Lage“, hebt Holger Philippin, Director Real Estate und zuständiger Projektentwickler bei ALDI SÜD, hervor. Am Rande des Stadtzentrums gelegen, nahe einer der Hauptverkehrsadern und am Eingang eines großen Wohngebiets, entsteht dabei auf einer Grundstücksfläche von rund 2.800 Quadratmetern zum einen die ALDI SÜD Filiale mit einer Nutzfläche von rund 1600 Quadratmetern, davon rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Direkt über dem Markt entsteht eine Parketage mit insgesamt 64 Stellplätzen. Diese wird über eine offene Fassadenfläche natürlich belüftet.

In den oberen drei Geschossen finden eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen und 43 Apartments Platz. Letztere sind geeignet für Betreutes Wohnen, weshalb auch Räume für entsprechendes Pflegepersonal eingeplant sind. Durch die L-Form des Gebäudes entsteht zudem zwischen dem Neubau und den angrenzenden Gebäuden ein an drei Seiten geschlossener Hof. Hier soll das Außengelände des Kindergartens sowie ein Garten für die Senioren, die die Apartments bewohnen, angelegt werden. „Wir haben das Projekt in enger Abstimmung mit dem Sozialamt und dem Planungsamt der Stadt Pforzheim entwickelt und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit“, so ALDI SÜD Projektentwickler Philippin. Der architektonische Entwurf kommt vom Büro Lennermann Krämer Architekten aus Karlsruhe. Als Generalunternehmer konnte mit Peter Gross Bau, Niederlassung Karlsruhe ebenfalls ein Unternehmen aus der Region verpflichtet werden.

Oberbürgermeister Peter Boch, der auch zum offiziellen Spatenstich gratulierte, hebt hervor: „Wir haben das Projekt von Anfang an unterstützt und die großen Chancen darin gesehen – für eine starke, zeitgemäße Nahversorgung im Quartier, für den so dringend benötigten Ausbau der Kinderbetreuung und für altersgerechte neue Wohnformen, in denen unsere Senioren gut betreut leben können. Unsere Stadt profitiert mehrfach von diesem Vorzeigeprojekt, insbesondere die Innenstadt wird nachhaltig gestärkt. Schon seit 2018 haben wir daher gemeinsam mit ALDI SÜD diese Lösung entwickelt.“

Hohe Komplexität bei der Planung von Mixed-Use-Immobilien

Die Komplexität ist bei der Planung solcher Mixed-Use-Immobilien naturgemäß höher als beim Bau eines einfachen Supermarktes. Das beginnt bereits bei der Zonierung und Bemessung des Baukörpers: Damit das Grundstück optimal ausgenutzt werden kann, werden die Parkplätze meist in das Gebäude verlegt – über oder unter die Verkaufsfläche. Das wiederum macht dann die Konzipierung von Aufzügen oder Treppen notwendig, um die Handelsfläche erreichen zu können. „Auch in die Fassadengestaltung müssen neben der Corporate Identity des Einzelhändlers auch die weiteren Nutzungsklassen der Immobilie einfließen und zu einem harmonischen Gesamterscheinungsbild vereinigt werden“, erklärt Jens Schmid, Team- und Projektleiter bei Drees & Sommer.

Des Weiteren müssen Bauherren bei einem solchen Gebäude mehr in den Schallschutz investieren, damit frühmorgendliche Warenanlieferungen die Bewohner nicht aus dem Schlaf reißen oder sie permanent durch sich öffnende und schließende Autotüren auf der Parkebene belästigt werden. Daneben stellt auch die Statik eine Herausforderung dar: „Die Überbauung erfordert andere Stützenstellungen als ein freistehender Markt, da die Last der darüberliegenden Geschosse verteilt werden will“, erläutert Schmid. „Gleichzeitig muss die Platzierung der Stützen insbesondere innerhalb der Verkaufsfläche mit bestehenden Filialkonzepten vereinbar sein und darf bei der idealen Wegeführung des Kunden durch den Markt nicht behindern.“

Konzept eignet sich auch für Quartiersentwicklungen im Umland

Gemischte Immobilien mit Supermärkten und Wohnungen sind dabei sowohl – wie aktuell in Pforzheim – für die Nachverdichtung in Innenstädten interessant, aber auch im Rahmen von Quartiersprojekten in den Speckgürteln großer Städte. Denn vor allem junge Familien zieht es immer mehr ins Umland, sowohl aufgrund der Preisentwicklung in den Städten als auch aufgrund der steigenden Ansprüche an das eigene Wohnumfeld. „Spätestens seit der Corona-Pandemie sollte die Entscheidung, ob sich ein Umzug ins Ländliche lohnt, deutlich leichter fallen. Denn das Arbeiten von Zuhause war noch nie so normal wie heute“, so Drees & Sommer-Experte Schmid. Zumal der Homeoffice-Trend ersten Studien zufolge unabhängig von der Pandemie zukünftig weiterhin Bestand haben dürfte.

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